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Mehrere Tote nach Messerangriff in Einkaufszentrum in Australien

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Sydney (dts Nachrichtenagentur) – Die dts Nachrichtenagentur in Halle (Saale) verbreitet soeben folgende Blitzmeldung aus Sydney: Mehrere Tote nach Messerangriff in Einkaufszentrum in Australien. Die Redaktion bearbeitet das Thema bereits.

Weitere Details werden in wenigen Momenten gesendet.

Foto/Quelle: dts

Fünf Tote und acht Verletzte nach Messerangriff in Australien

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Skyline von Sydney (Archiv), via dts NachrichtenagenturSydney (dts Nachrichtenagentur) – Bei einem Messerangriff in einem Einkaufszentrum der australischen Millionenmetropole Sydney sind am Samstag mindesten fünf Menschen ums Leben gekommen und acht weitere verletzt worden.

Der mutmaßliche Angreifer wurde von einer Polizistin erschossen, die offenbar bereits in der Nähe war. Auf Bildern war zu sehen, wie der Mann mit einem Rugby-Trikot und einem Messer in der Hand durch das Einkaufszentrum läuft.

Der Vorfall ereignete sich zwischen 15 und 16 Uhr Ortszeit (7 bis 8 Uhr deutscher Zeit) im Stadtteil Bondi Junction. Nach Angaben der Polizei liegen derzeit keine Indizien für ein Motiv vor. Man gehe davon aus, dass der Mann allein gehandelt habe, sagte ein Polizeisprecher. „Es gibt nichts, was auf ein Motiv oder eine Ideologie hinweisen würde.“


Foto: Skyline von Sydney (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Der Countdown läuft zum Saisonstart der Fahrkultur!

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Countdown läuft zur 23. Auflage der größten Messe für Fahrkultur: In rund zwei Wochen startet am letzten April-Wochenende die RETRO CLASSICS® in Stuttgart und zeigt vom 25. bis 28. April Leckerbissen, Raritäten und Jubilare auf zwei, vier oder mehr Rädern.

„Vorwärts immer, rückwärts nimmer!“ – Erich Honeckers Citroen CX

Ein Stück deutsche Geschichte ist am Stand des Citroen CX Clubs in Halle 5 zu bewundern: Wer denkt, daß der frühere Lenker des „Arbeiter- und Bauernstaates“ („DDR“), Erich Honecker, nur auf Volvo, Tschaika oder ostdeutsche Fahrzeuge setzte, der irrt: Auch der Citroen CX war ab Sommer 1978 im Fuhrpark des „MfS“ vertreten, und nach Überlieferungen schätzte Erich Honecker die französische Sänfte, die übrigens ein persönliches Geschenk des damaligen Citroen Direktors war, sehr. Sehen Sie diesen prominenten Citroen CX im Rahmen der großen Sonderschau „50 Jahre Citroen CX“, die nicht nur einen Querschnitt durch die Modellpalette dieses großartigen französischen Oberklasse-Modells zeigt, sondern anhand eines Chassis-Schnittmodells auch die innovative Hydropneumatik des CX den Besuchern näherbringt.

Autos von der Insel – 20 Jahre „British Corner“

Britische Automobile genossen jahrzehntelang einen exzellenten Ruf in der Welt und standen für Sportlichkeit (kernige Roadster…), Rennerfolge (Le Mans & Co. …), Ingenieurskunst (Mini, Imp…) und Luxus (Rolls Royce, Daimler, Jaguar…). Ein Rückblick auf diese glorreiche Zeit gelingt am besten in der „British Corner“ in Halle 7, die in diesem Jahr ihr 20jähriges Jubiläum feiert. Gehen Sie auf eine Zeitreise und bewundern Sie auf über 900m² kernige Roadster, opulente Luxus-Limousinen und geniale Kleinwagen der großen Marken Austin, Triumph, MG, Morris, Rover, Jaguar, Lotus, TVR und Morgan, die von verschiedenen Marken- und Typenclubs präsentiert werden.

Schwere Jungs in der Furche, auf Landstraße und Autobahn

Was wäre eine RETRO CLASSICS® ohne „schwere Jungs“? Genau, nur schwer vorstellbar, bilden historische Nutzfahrzeuge vom Schlage Schlepper, LKW, Omnibus & Co. doch schon traditionell einen festen Bestandteil der größten Messe für Fahrkultur. Die Helden von einst, die Pferd und Ochse vom Acker verdrängten, die die Nachkriegsrepublik vom Schutt befreiten und erste Güter von A nach B brachten und, als man wieder reiste, uns nahe und ferne Regionen erschlossen, diese alle sind in Halle 7 zu bewundern, präsentiert von den Bulldog- und Schlepperfreunden Württemberg e.V. und vom Automobil-Park Auwärter.

Die Papstkrone in Halle 5 bei Mercedes-Benz

Die Tiara bezeichnet gemeinhin die Papstkrone und ist, wenn überhaupt, aus Kreuzworträtseln bekannt. Dass der ehemalige schweizer Automobilhersteller Monteverdi sein letztes Serienfahrzeug 1982 mit diesem Namen schmückte, dürfte nur Wenigen bekannt sein, nicht zuletzt aufgrund einer „Kleinserie“ von nur drei Prototypen, von denen noch zwei existieren. Und warum ist eines dieser beiden Exemplare auf dem Stand des Mercedes-Benz Markenclubs der Baureihe 126 in Halle 5 zu bestaunen? Weil die 1979 erschienene S-Klasse des Typs W126 die Basis für diesen „Monteverdi der Superlative“ (so der zeitgenössische Prospekt des Baseler Herstellers) bildet, was sich eigentlich erst beim genauen Vergleich der beiden Luxusklasse-Limousinen offenbart.

Termin: 25. bis 28. April 2024, Landesmesse Stuttgart

Weitere Informationen und Bilder zur RETRO CLASSICS® finden Sie im Internet unter:http://www.retro-classics.de

Quelle Bild und Text: RETRO Messen GmbH

Faeser: 17.600 unerlaubte Einreisen verhindert

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Grenze zwischen Deutschland und Polen (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesinnenministerin Nancy Faeser sieht erste Erfolge ihrer Asylpolitik. „Bei unseren Grenzkontrollen haben wir seit Oktober 708 Schleuser festgenommen und 17.600 unerlaubte Einreisen verhindert“, sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

„Die Asylanträge sind aktuell um ein Fünftel geringer als im gleichen Vorjahreszeitraum.“ Faeser betonte: „Wir helfen den Menschen, deren Leben wir vor Krieg, Folter und Mord schützen müssen. Genauso klar ist aber auch: Wer diesen Schutz nicht benötigt, kann nicht nach Deutschland kommen oder muss Deutschland deutlich schneller wieder verlassen.“ Diese Linie sei gesetzlich auf europäischer und auf nationaler Ebene gezogen worden.

Am Montag werde sie sich an der EU-Außengrenze zwischen Bulgarien und der Türkei ein Bild machen, „wie der massiv verstärkte Schutz der Außengrenzen und menschenrechtskonforme Asylverfahren nun schnellstmöglich umgesetzt werden“, kündigte die Innenministerin an. Mit dem Gemeinsamen Europäischen Asylsystem zeige die EU nach einer tiefen Spaltung endlich Handlungsfähigkeit. National habe die Regierung für schnellere Asylverfahren gesorgt.

„Unser umfassendes Gesetzespaket für mehr und schnellere Abschiebungen ist in Kraft“, sagte Faeser. „Und jetzt haben wir mit der Bezahlkarte statt Bargeld klar gezeigt, dass wir Geflüchteten vor Krieg und Terror helfen, aber zugleich verhindern, dass Bargeld an Schleuser geht.“


Foto: Grenze zwischen Deutschland und Polen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Länder suchen Tausende Plätze für Asylbewerber

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Asylunterkunft (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – In den Bundesländern fehlen Tausende reguläre Unterbringungsplätze für Asylbewerber. Mehrere Ministerien teilten auf Anfrage der „Welt am Sonntag“ mit, die eigenen Kapazitäten zwar aufstocken zu wollen, dabei aber auf deutliche Hürden zu stoßen.

So erklärte das zuständige Migrationsministerium in Baden-Württemberg, rund zusätzliche 9.000 Regelplätze in Erstaufnahmeeinrichtungen zu benötigen. Derzeit hat das Land nur etwa 6.200. Niedersachsen sieht einen Bedarf von 7.500 Regelplätzen, zur Verfügung stehen aktuell 3.808. Mecklenburg-Vorpommern hält 2.400 Plätze für notwendig, vorhanden sind derzeit 1.200. Auch die Länder Bayern, Berlin, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz möchten ihre Kapazitäten aufstocken.

Geeignete Liegenschaften zu finden, ist aber offenbar ein großes Problem. „Es ist rechtlich und aufgrund häufig ablehnender Haltungen vor Ort auch faktisch schwierig, neue Erstaufnahmeeinrichtungen zu errichten“, heißt es aus Baden-Württemberg. Niedersachsen erklärte, bereits seit Herbst 2022 „eine intensive Liegenschaftsakquise“ zu betreiben, um neue Unterkünfte für die Erstaufnahme zu erschließen. Das gestalte sich als schwierig. „Die Gründe hierfür sind vielfältig.“ Ob der angestrebte Aufbau weiterer Erstaufnahmeeinrichtungen gelinge, werde unter anderem von der Unterstützung vor Ort abhängen.

Im vergangenen Jahr war der Streit um die Flüchtlingsunterbringung eskaliert, weil die Länder ihrer gesetzlichen Pflicht nicht mehr nachkamen, Asylbewerber während des Verfahrens unterbringen. Vielfach wurden sie zügig nach der Ankunft an die Kommunen weitergeleitet, wo ebenfalls Plätze fehlten. Aktuell ist die Lage zwar entspannter, weil weniger Menschen nach Deutschland kommen. Allerdings rechnen mehrere Länder mit erneuten Engpässen im Sommer.

Man müsse davon ausgehen, „dass die Zahlen, wie auch in den vergangenen Jahren, spätestens zum Sommer wieder stärker ansteigen“, teilte die Landesaufnahmebehörde Niedersachsen mit. Das Migrationsministerium in Baden-Württemberg erklärte, sich an Zahlen des Bundes zu orientieren. Dieser gehe bei Aufstellung seines Finanzplans bis 2026 von 210.000 Asylantragstellern pro Jahr aus. Entsprechend der gesetzlich festgelegten Verteilquote müsse Baden-Württemberg 27.300 Asylbewerber pro Jahr unterbringen. 15.000 Plätze in Erstaufnahmeeinrichtungen seien notwendig.

„Nach unserer Einschätzung sind die bestehenden Kapazitäten der Länder nahezu ausgeschöpft und reichen in Teilen bereits jetzt nicht mehr aus“, sagte der Präsident des Deutschen Landkreistages, Reinhard Sager. „Deshalb werden in einzelnen Ländern nach wie vor Asylbewerber aus den Aufnahmeeinrichtungen der Länder auch ohne abgeschlossenes Asylverfahren oder ohne Anhörung auf die Landkreise verteilt.“ Das bedeute für alle Beteiligten „einen hohen Aufwand“.

Tatsächlich verfehlen einige Länder das Ziel, Asylbewerber erst am Ende des Asylverfahrens an die Kommunen weiterzuleiten. Eigentlich sollen Migranten erst dann in die Kreise und Städte verteilt werden, wenn sie die Anhörung durchlaufen haben – und bestenfalls bereits den Bescheid über den Asylantrag in der Tasche haben. Darauf hatten sich der Bundeskanzler und die Regierungschefs der Länder im Herbst geeinigt.

Das Thüringer Landesverwaltungsamt teilte nun aber mit, dass man zwar grundsätzlich bestrebt sei, dass Asylbewerber zumindest bis zur Anhörung in der Erstaufnahme verbleiben. „Vor dem Hintergrund, dass stets freie Kapazitäten vorgehalten werden müssen, um neu ankommende Asylbewerber aufnehmen zu können, wird mitunter eine kommunale Zuweisung von Asylbewerbern auch vor der Anhörung beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge notwendig.“ Ähnliches ist aus anderen Ländern zu hören.


Foto: Asylunterkunft (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Bütikofer kritisiert Umsetzung der China-Strategie

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Reinhard Bütikofer (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Zu Beginn der Peking-Reise von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) kritisiert der Grünen-Europaabgeordnete Reinhard Bütikofer die Umsetzung der gemeinsam vereinbarten China-Strategie der Bundesregierung. „Das Kanzleramt scheint sich mit der China-Strategie noch nicht ganz angefreundet zu haben“, sagte Bütikofer der „Welt am Sonntag“.

Er erinnerte an das Ziel, gemeinsam mit EU-Partnern die Abhängigkeit der Wirtschaft von chinesischen Vorprodukten zu verringern. Bemühungen der EU-Kommission, die heimische Automobilindustrie gegen die Konkurrenz durch chinesische Billigimporte zu schützen, seien stattdessen mit einer „kalten Dusche“ aus Berlin beantwortet worden.

„Der Kanzler muss sich entscheiden, ob er Peking einen Gefallen tut und aus der europäischen De-Risking-Strategie ausschert, oder ob er im Sinne der China-Strategie der Bundesregierung ein Zeichen der EU-Geschlossenheit setzt“, sagte Bütikofer.

Zudem merkte der Grünen-Politiker an, dass Scholz auch mit Vertretern anderer EU-Staaten nach Peking hätte reisen können. Dagegen habe Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in der Vergangenheit schon eine deutsche Ministerin mit nach China genommen. „Da hätte Scholz ein Zeichen setzen können“, sagte Bütikofer, der auch die China-Delegation des Europaparlaments leitet.


Foto: Reinhard Bütikofer (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Streit um Mieterschutz schwelt weiter

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Haus (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die SPD wirft der FDP beim Mieterschutz eine Missachtung des gemeinsamen Koalitionsvertrags vor. „Dass die FDP sich im Mietrecht derzeit nicht an den Koalitionsvertrag hält und über die Vereinbarung hinaus Konzessionen fordert, ist weder akzeptabel noch so seriös, wie ich sie sonst in Verhandlungen erlebe“, sagt der SPD-Bundestagsabgeordnete und Parteivorstand Sebastian Roloff dem „Tagesspiegel“.

Die für Mietenpolitik zuständige SPD-Abgeordnete Zanda Martens kritisierte die Liberalen ebenfalls: „Wir erwarten, dass der Koalitionsvertrag eingehalten wird und dort haben wir noch weitere mietenpolitische Punkte fest vereinbart.“ Martens erklärte, es sei ein „fatales Signal“, den Mietern im Land nicht wie versprochen zu helfen. Der Koalitionsvertrag sei die hart verhandelte Grundlage der Zusammenarbeit. „Gerade ein Justizminister sollte nicht vertragsbrüchig werden.“

Roloff und Martens reagieren damit auf eine von Olaf Scholz und Justizminister Marco Buschmann (FDP) ausgehandelte Einigung bei dem Streitthema. Scholz hatte verhandelt, dass die Mietpreisbremse bis 2029 fortgeführt werden kann. Dafür hatte die SPD Zugeständnisse bei der von ihr gewünschten Vorratsdatenspeicherung gemacht; diese ist vorerst vom Tisch.

Das Parlament wird über die Einigung bei der Mietpreisbremse nach Informationen des „Tagesspiegels“ beraten, wenn die entsprechenden Vorlagen aus den Ministerien da sind.


Foto: Haus (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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NRW verlangt vom Bund Nachverhandlungen bei Flüchtlingskosten

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Flüchtlinge an einer Aufnahmestelle (Archiv), via dts NachrichtenagenturDüsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – NRW stellt sich auf einen Anstieg der Flüchtlingszahlen im Zuge des Nahostkonfliktes ein. „Die Sorge vor einem erneuten Anstieg sind realistisch und wurden von den Ländern in den Verhandlungen rund um das Thema Migration mit dem Bund schon vor Monaten artikuliert“, sagte der für Bundesangelegenheiten zuständige Minister Nathanael Liminski (CDU) der „Rheinischen Post“ (Samstagsausgabe). „Die Zahl der zu uns Flüchtenden wird wieder massiv steigen.“

Die Städte und Gemeinden seien am Limit. „Die Herausforderung vor Ort ist mit Blick auf Unterbringung und Versorgung schon jetzt riesig – und da rede ich noch gar nicht von Betreuung, Beschulung und Integration. Die Bundesregierung versteht scheinbar nicht, dass ihre politische Verharmlosung ein echter Schlag ins Gesicht der Verantwortungsträger und Flüchtlingshelfer in den Kommunen ist“, sagte der CDU-Politiker. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst habe nun seit Jahren vergeblich angemahnt, der Bund möge nicht erst auf die Überlastungsanzeige der Städte und Gemeinden warten.

Das von den Ländern durchgesetzte „atmende System bei der Flüchtlingsfinanzierung“ reicht NRW nicht aus: „Das aktuelle System ist ein sehr flach atmendes, sieht zu niedrige Summen vor und muss dringend nachgebessert werden.“ Liminski begrüßte, dass der Bundestag die Bezahlkarte beschlossen habe, auch wenn dem dringenden Wunsch der Länder danach viel zu spät entsprochen worden sei. „Das Erschweren der Rücküberweisung von Devisen in die Heimatländer nimmt einen echten Pullfaktor aus dem System.“


Foto: Flüchtlinge an einer Aufnahmestelle (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Handwerkspräsident sieht grundsätzliche Differenzen mit Scholz

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Haus des Deutschen Handwerks (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Handwerkspräsident Jörg Dittrich sieht nach einem Gespräch der Spitzenverbände der Wirtschaft mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) weiter grundsätzliche Differenzen. „Es ist noch einmal sehr deutlich geworden, dass es sehr unterschiedliche Sichtweisen dazu gibt, in welchem Zustand sich die deutsche Wirtschaft befindet, und wie es um die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes bestellt ist“, sagte er der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

„Daraus ergeben sich dann natürlich auch unterschiedliche Schlussfolgerungen, welche Maßnahmen nötig sind.“ Dittrich sprach sich dafür aus, sich häufiger zu treffen. „Auf beiden Seiten hat man erkannt, dass sich die Spitzenverbände und der Kanzler mehr austauschen müssen, um eine gemeinsame Sicht und Maßnahmen zu erarbeiten. Wir werden uns also häufiger treffen müssen“, so der Handwerkspräsident.

Die Mitgliedsverbände des Handwerksverbands erwarteten, „dass der Kanzler und die Regierung endlich die Wirtschaftspolitik in den Mittelpunkt stellen“. „Bisher ist das nicht so“, stellte Dittrich fest. „Wir weisen seit Jahren auf die Defizite und Missstände hin, nicht erst seit zwei Jahren. Viele davon können nur durch grundlegende strukturelle Reformen behoben werden. Seit 2014 haben wir zu wenige Investitionen, wir haben seit 2019 kein Wachstum mehr. Man kann auf den Ukraine-Krieg verweisen, aber andere Länder stehen trotzdem derzeit besser da als wir“, sagte er der NOZ.

„Es muss wieder Zuversicht erzeugt werden“, forderte Dittrich. Weil diese Zuversicht derzeit fehle, gebe es eine Investitionszurückhaltung in allen Bereichen – vom Wohnungsbau bis hin zu Firmeninvestitionen, bei Neugründungen und Übergaben. „Alle warten lieber ab. Überall stockt es“, stellte Dittrich fest.


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Nouripour fordert selbstbewusstes Auftreten von Scholz in China

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Omid Nouripour (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Grünen-Vorsitzende Omid Nouripour hat Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) vor dessen China-Reise zu einem selbstbewussten Auftreten ermutigt. „China nimmt sein Gegenüber nur ernst, wenn man die eigenen Interessen klar und deutlich formuliert und auch zu den eigenen Werten steht“, sagte Nouripour dem Internetportal des Senders ntv.

„Ich gehe davon aus, dass Olaf Scholz die harten und strittigen Themen daher auch ansprechen wird.“ Deutschland wolle trotz vieler kritischer Themen weiter mit China zusammenarbeiten. „Streitthemen auszusparen, hilft der Zusammenarbeit nicht“, sagte Nouripour.

Der Grünen-Politiker erwartet auf Scholz` Reise auch Gespräche über Chinas Umgang mit dem Krieg in der Ukraine. „Es darf nicht sein, dass China direkt oder indirekt über Nordkorea und Iran Russlands Rüstungsindustrie unterstützt. Das beträfe auch unsere Sicherheitsinteressen“, sagte Nouripour. „Der Bundeskanzler muss dies klar und deutlich zurückweisen.“ Die chinesische Regierung verfolge mit Russland eigene langfristige Ziele. „Peking hat ein Interesse daran, dass Russland zu einer billigen, relativ exklusiven Tankstelle für Öl und Gas wird“, sagte Nouripour weiter.

Nouripour sagte, es gebe eine „Unwucht“ in den europäisch-chinesischen Handelsbeziehungen. Viele EU-Staaten pflegten deshalb bereits einen härteren Umgang mit China. „Deutschland will keinen Handelskrieg“, so Nouripour. „Wir wollen die Interessen ausbalancieren und faire wirtschaftliche Bedingungen für Unternehmen auf beiden Seiten.“ Deutschland habe angesichts der vielfältigen Verflechtungen „nicht die schlechtesten Karten“ in Verhandlungen mit Peking, sagte der Grünen-Vorsitzende. „China braucht uns auch.“


Foto: Omid Nouripour (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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