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Merz erklärt "Zeitenwende" des Kanzlers für gescheitert

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Friedrich Merz (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Rund zwei Jahre nach Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine hält Unions-Fraktionschef Friedrich Merz (CDU) die von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) damals ausgerufene „Zeitenwende“ für misslungen. „Die Zeitenwende des Bundeskanzlers ist gescheitert“, sagte Merz der „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe).

Der Kanzler habe damals versprochen, „100 Milliarden Euro Sondervermögen zusätzlich zu zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes für die Verteidigung zu organisieren – und zwar ab sofort“, sagte Merz. „Im Jahr 2023 wurden die Verteidigungsausgaben jedoch um 300 Millionen Euro gekürzt.“

Vom Ziel der dauerhaften zwei Prozent für Verteidigung sei Deutschland weit entfernt. „Das ist das Gegenteil von Zeitenwende“, erklärte der CDU-Chef.

Die 100 Milliarden Euro mehr für die Bundeswehr seien nach dem russischen Angriffskrieg „richtig und notwendig“ gewesen. Deswegen habe die Union diese Entscheidung auch mitgetragen. „Aber es hätte eine ganze Reihe von weiteren Entscheidungen getroffen werden müssen. Dazu zählt eine echte Prioritätensetzung bei den Ausgaben im Bundeshaushalt“, sagte Merz.


Foto: Friedrich Merz (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Kühnert ruft zu Engagement gegen AfD auf

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Kevin Kühnert (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert hat zum Engagement gegen die AfD aufgerufen. „Im Umgang mit der AfD dürfen wir uns nicht allein auf Nachrichtendienste und Justiz verlassen“, sagte Kühnert den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben). „Der beste Verfassungsschutz sind wir selbst.“

Kühnert reagierte mit seinen Äußerungen auf einen Bericht von Correctiv, demzufolge sich AfD-Politiker mit Aktivisten der vm Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestuften „Identitären Bewegung“ getroffen haben sollen, um Vertreibungspläne zu diskutieren. Alle Demokraten im Land seien aufgefordert, „sich zu fragen, was ihr persönlicher Beitrag zur Abwehr rechtsradikaler Umtriebe und antidemokratischer Umsturzfantasien sein kann“, sagte der SPD-Generalsekretär. „Eine gute Möglichkeit, die radikale Rechte in ihre Schranken zu weisen, ist das Engagement in demokratischen Parteien.“

Kühnert hält die Geschehnisse für eine Normalität bei der AfD. „Die neusten Enthüllungen über die politischen Bestrebungen zentraler AfD-Akteure und ihres radikal rechten Umfeldes sind abstoßend, können aber kaum noch jemanden ernsthaft überraschen“, sagte Kühnert. „Vielmehr ist die rechtsradikale Gesinnung in der AfD zum Normalfall geworden.“


Foto: Kevin Kühnert (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Geheimdokumente: Kanzleramt will an Rohrpost festhalten

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Bundeskanzleramt (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Rohrpostanlage im Kanzleramt soll anders als lange Zeit geplant weiter in Betrieb bleiben, um Geheimdokumente gegen Spionage zu schützen. Pro Monat würden heute noch rund 1.000 Sendungen darüber bewegt, sagte ein Regierungssprecher auf Anfrage der „Süddeutschen Zeitung“ (Donnerstagausgabe).

„Dabei handelt es sich in der Regel um eilige Vorgänge, die nicht elektronisch oder per Hausbotendienst weitergeleitet werden können, zum Beispiel weil sie der Geheimhaltung unterliegen oder im Original unterschrieben werden müssen.“ Eine Ablösung des Systems sei wegen der beschriebenen Vorteile „derzeit nicht vorgesehen“, erklärte der Sprecher.

In den Vorjahren hieß es dagegen immer wieder, mit der vollständigen Einführung der elektronischen Akte solle das mit Druckluft betriebene Kommunikationssystem im Kanzleramt 2025 abgeschaltet werden. Für den Unterhalt der Anlage sind derzeit laut Kanzleramt rund 15.000 Euro im Jahr erforderlich.

Die Rohrpost geht auf eine Technik aus dem 19. Jahrhundert zurück. Die Rohrpostanlage im Kanzleramt ist seit Inbetriebnahme im Jahr 2001 uneingeschränkt in Nutzung, über die zylinderförmigen Behälter können wichtige Schriftvorgänge durch das ganze Haus verschickt werden. Es ist ein Zweiliniensystem mit 36 Stationen und einer Länge von rund 1.300 Metern – vom Kanzler über den Kanzleramtschef bis zu Referatsleitern und dem Ostbeauftragten sind wichtige Mitarbeiter per Rohrpost miteinander vernetzt.

Die Anlagen verbergen sich in der Regel in den Vorzimmern, in rotbraunen Einbauschränken aus Holz. Kanzler Olaf Scholz (SPD) ist über die Rohrpostnummer „1“ zu erreichen, der Kabinettssaal über die „2“. In dem geplanten Erweiterungsbau des Kanzleramts auf der anderen Spreeseite ist einem Regierungssprecher zufolge aber keine neue Anlage vorgesehen.


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US-Börsen legen zu – Warten auf Verbraucherpreisindex

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Wallstreet, via dts NachrichtenagenturNew York (dts Nachrichtenagentur) – Die US-Börsen haben am Mittwoch zugelegt. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 37.696 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,5 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag. Wenige Minuten zuvor war der breiter gefasste S&P 500 mit rund 4.783 Punkten 0,6 Prozent im Plus, die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt mit rund 14.970 Punkten 0,8 Prozent fester.

Anleger warten derzeit auf die für Donnerstag angekündigte Veröffentlichung des US-Verbraucherpreisindexes. Sie hoffen auf Anzeichen eines Inflationsrückgangs, der es der US-Zentralbank Federal Reserve erlauben würde, den Leitzins zügig zu senken. Hohe Zinsen gelten als Gift für die Aktienmärkte, da sie Investitionen für Unternehmen verteuern.

Unterdessen tendierte europäische Gemeinschaftswährung tendierte stärker. Ein Euro kostete am Mittwochabend 1,0966 US-Dollar (+0,34 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9119 Euro zu haben.

Der Goldpreis zeigte sich schwächer, am Abend wurden für eine Feinunze 2.023,72 US-Dollar gezahlt (-0,32 Prozent). Das entspricht einem Preis von 59,32 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis sank deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit 76,76 US-Dollar, das waren 83 Cent oder 1,1 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Wallstreet, via dts Nachrichtenagentur

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GDL äußert scharfe Kritik an Ampelkoalition

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GDL-Streik am 10.01.2024, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Vorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL), Claus Weselsky, ist mit der Politik der Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP unzufrieden. „Ich nehme die Politik in einer Art und Weise war, wie ich sie noch nie wahrnehmen musste. Kopflos, planlos, ohne strategische, lange Linie“, sagte Weselsky, der CDU-Mitglied ist, dem „Spitzengespräch“ des „Spiegels“. „Die Koalition, die zurzeit handelt, vermittelt auf mich und die Bürger den Eindruck: Wir machen erst mal, wir schauen was passiert, dann korrigieren wir ein bisschen.“

Das von der Ampelkoalition vorangetriebene Heizungsgesetz bezeichnete Weselsky als „Irrsinn“. „Man möchte eine Politik, die man versteht, die man nachvollziehen kann“, sagte der GDL-Chef.

Besonders kritisch äußerte sich der Gewerkschafter über SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert. „Es gab mal eine Zeit, da war er Juso-Vorsitzender, da habe ich ihn sehr geschätzt“, sagte Weselsky. „Er hat eine Phase gehabt, in der er richtig gut diskutiert hat.“ Mit dem Aufrücken in den SPD-Bundesvorstand habe sich dies aber verändert.

So habe Kühnert etwa ein Ende der Großen Koalition gefordert, diese Position nach seinem Eintritt in den Bundesvorstand aber nicht mehr vertreten. „Als Juso-Vorsitzender geht er rein: `An Nikolaus ist Groko aus.` Und kommt raus als Mitglied des Vorstandes und die Groko war nicht Nikolaus aus“, so Weselsky. „Das ist Parteilinie, das ist, wenn jemand nie mehr über sein Gewissen entscheidet, sondern sich einen schlanken Fuß macht. Das kann man auch nennen: Wirbelsäule wie ein Gartenschlauch.“

Die Lokführergewerkschaft GDL fordert derzeit im Tarifkonflikt mit der Deutschen Bahn eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit für Schichtarbeiter von 38 auf 35 Stunden bei gleichem Gehalt. Die Bahn hat die Forderung als unerfüllbar zurückgewiesen. Die GDL hat ihre Mitglieder daher zum Streik bis Freitagabend, 18 Uhr, aufgerufen. Für die Dauer des Streiks hat die Bahn einen Notfahrplan eingesetzt.


Foto: GDL-Streik am 10.01.2024, via dts Nachrichtenagentur

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GDL-Streik: Weselsky wirft Bahn falsche Durchsagen vor

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GDL-Streik am 10.01.2024, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Vorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL), Claus Weselsky, hat der Deutschen Bahn vorgeworfen, die Fahrgäste mit falschen Durchsagen in die Irre zu führen. „Unsere Kollegen in den Zügen werden gezwungen, Unwahrheiten durch die Zugansage zu verkünden“, sagte Weselsky dem „Spitzengespräch“ des „Spiegels“.

„Was mich am meisten stört, ist, wenn die Ansage kommt: `Zugverspätung, weil der Lokführer zu spät kommt.` Das klingt nämlich so, als würden unsere Leute alle verschlafen“, empörte sich der GDL-Chef. „In Wahrheit haben die Herrschaften keine Reserven, keine Bereitschaften“, so Weselsky mit Blick auf die Verantwortlichen bei der Bahn. „Und wenn der Lokführer mit einem Zug an einen bestimmten Bahnhof muss und dieser Zug Verspätung hat, dann hat nicht der Lokführer Verspätung, sondern das Management hat wieder versagt.“

Der wahre Grund sei „Unfähigkeit“, so der Gewerkschafter. „Sie wissen, in einem Eisenbahnsystem müssen sie operativ reagieren, da müssen sie Reserven haben, da müssen sie einen Lokführer in der Bereitschaft haben.“

Die Lokführergewerkschaft GDL fordert eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit für Schichtarbeiter von 38 auf 35 Stunden bei gleichem Gehalt. Die Bahn hat die Forderung als unerfüllbar zurückgewiesen. Die GDL hat ihre Mitglieder daher zum Streik bis Freitagabend, 18 Uhr, aufgerufen. Vonseiten der Bahn wird für die Dauer des Streiks auf einen Notfahrplan gesetzt.


Foto: GDL-Streik am 10.01.2024, via dts Nachrichtenagentur

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Lottozahlen vom Mittwoch (10.01.2024)

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Lotto-Schild (Archiv), via dts NachrichtenagenturSaarbrücken (dts Nachrichtenagentur) – In der Mittwochs-Ausspielung von „6 aus 49“ des Deutschen Lotto- und Totoblocks wurden am Abend die Lottozahlen gezogen. Sie lauten 3, 7, 21, 24, 37, 49, die Superzahl ist die 9. Der Gewinnzahlenblock im „Spiel77“ lautet 2699100. Im Spiel „Super 6“ wurde der Zahlenblock 625479 gezogen.

Diese Angaben sind ohne Gewähr. Der Deutsche Lotto- und Totoblock teilte mit, dass die Chance, sechs Richtige und die Superzahl zu tippen, bei etwa 1 zu 140 Millionen liege und warnte davor, dass Glücksspiel süchtig machen könne. Im Jackpot liegen derzeit 7 Millionen Euro.


Foto: Lotto-Schild (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Fintech-Trends 2024: KI, Tokenisierung, Zahlungsverkehr

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Fintech
Foto von Jeroen van Oerle (Quelle: LOIM)

Jeroen van Oerle, Portfoliomanager bei Lombard Odier Investment Managers (LOIM) berichtet über die wichtigsten Fintech-Trends in der Investment-Branche und aktuelle Chancen:

Obwohl die Fintech-Landschaft sehr dynamisch ist und raschen Veränderungen unterliegt, gehen wir davon aus, dass ein wichtiger Trend im nächsten Jahr die KI-Möglichkeiten im Finanzdienstleistungsbereich sein werden. Es ist unwahrscheinlich, dass generative KI den Finanzsektor umkrempelt, vielmehr wird sie zur Effizienzsteigerung eingesetzt werden. KI im Finanzdienstleistungssektor muss dabei ganz anders betrachtet werden als in anderen Sektoren.

Der gesamte KI-Markt, einschließlich Dienstleistungen und Hardware, dürfte bis 2026 ein Volumen von 900 Mrd. USD erreichen, was eine CAGR von 19 % bedeuten würde. Finanzinstitute machen 20 bis 25 Prozent dieses Gesamtmarktes aus.

Bei Finanzdienstleistungen wird KI am ehesten in den Bereichen Risikobewertung, Betrugsprävention, Marketing und Kundendienst eingesetzt. Ein wichtiger Bereich für Effizienzsteigerungen ist die Forschung und Entwicklung, wobei branchenführende Unternehmen wie PayPal bereits Kosteneinsparungen von 20-40 % erzielt haben, was für die Branche beispielhaft sein könnte.

Breitere Einführung von Zentralbank-Digitalwährungen (CBDCs) und Tokenisierung von Vermögens-werten

Ein weiterer Trend, der diskutiert wird, sind die Zentralbank-Digitalwährungen, die unter dem Gesichtspunkt der finanziellen Eingliederung in unterversorgten Märkten sinnvoll erscheinen. Wir bleiben allerdings vorsichtig, was die breite Einführung in den Industrieländern angeht, da alle Beteiligten weiterhin Zweifel haben. Dennoch werden im nächsten Jahr mehr Länder von der Forschungsphase in die Vorbereitungs- und Umsetzungsphase übergehen, was die Diskussion sicherlich am Leben erhalten wird. Die größten Schritte in Richtung einer digitalen Währung sehen wir in China, gefolgt von anderen Schwellenländern.

Effizientere und kostengünstigere grenzüberschreitende Zahlungen bleiben eine große Chance, insbesondere Echtzeit-Zahlungen in der Fintech-Branche, also die Möglichkeit, Zahlungen nahezu sofort zu tätigen. Die Chancen ergeben sich aus dem Angebot besserer, schnellerer und bequemerer Finanzdienstleistungen, während die Risiken in einer möglichen Störung bestehender Fintech-Angebote oder Zahlungssysteme bestehen. PIX in Brasilien oder UPI in Indien sind Beispiele für das schnelle Wachstumspotenzial alternativer Zahlungen.

Aufgrund der wachsenden Nachfrage nach alternativen und privaten Vermögenswerten erwarten wir, dass sich der Trend zur Tokenisierung von Vermögenswerten im nächsten Jahr beschleunigen wird, da er dazu beiträgt, Investitionen in bisher illiquide Vermögenswerte für ein breites Publikum zu demokratisieren.

Unternehmen im Zahlungsverkehr mit potenziell hohen Renditen

Zahlungsverkehrsunternehmen werden als sehr attraktiv bewertet angesehen, jedoch gehen wir hier selektiv vor. Derzeit halten wir 20 Titel aus dem Bereich Zahlungsverkehr, was einer durchschnittlichen Position von 1,75 % entspricht. In unseren Top-Holdings finden sich mehrere Zahlungsunternehmen mit maximaler Modellgewichtung (wir haben 1%, 2% und 4% Portfolio-Modellgewichtung). Eine Kombination aus starken Fundamentaldaten, günstigen Bewertungen und den makroökonomischen Aussichten versetzt dieses Segment in eine gute Position, um in den kommenden Jahren hohe Renditen zu erzielen.

Zahlungsdienstleister hatten in den letzten 24 Monaten eine schwierige Zeit in Bezug auf ihre Bewertungen. Steigende Zinsen, Befürchtungen über harte Landungen und die Auswirkungen auf künftige Gewinnschätzungen führten zu einem starken Rückgang der Bewertungen. Die Unternehmen, in die wir investieren, haben jedoch Quartal für Quartal gezeigt, dass sie in der Lage sind, die Erwartungen zu übertreffen und ihre Umsätze und Gewinne weiter zu steigern.

Unserer Meinung nach ist der Markt möglicherweise zu hart mit diesen Unternehmen umgegangen. Es ist ungewiss, wann die Bewertungen für diese Unternehmen, die ein Umsatzwachstum von über 10 % und ein Gewinnwachstum von 12-15 % aufweisen, wieder auf ein normalisiertes Niveau zurückkehren werden. Wir wissen jedoch, dass das zu erwartende Renditeprofil sehr attraktiv ist, wenn sie sich weiterhin so entwickeln wie in der Vergangenheit.

Die Finanzdienstleister (B2B) sind etwas teurer als der Zahlungsverkehr. Die starken und stabilen CFROI-Profile machen diesen Bewertungsunterschied jedoch wieder wett. Wir erwarten kein extrem günstiges makroökonomisches Umfeld für Software, aber wir glauben, dass die Pipelines weiterhin gefüllt bleiben und das kommende Jahr für die meisten Softwareanbieter wie gewohnt verlaufen wird. Dies könnte dazu führen, dass die Titel in ihre Bewertungen hineinwachsen und ihre Sensibilität gegenüber dem Zyklus zeigen. Wenn die Bewertungen auf diesem Niveau bleiben, wird sich auch dieses Segment gut entwickeln.

Zusammenfassend sind wir der Meinung, dass die derzeitigen attraktiven Bewertungen in Verbindung mit einer erneuten Konzentration auf die Rentabilität und zahlreichen Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz sowie unterstützenden Faktoren wie Inflation und Zinssätzen im Jahr 2024 viel Raum für Überraschungen nach oben lassen.

Fintech-Trends 2024: KI, Tokenisierung, Zahlungsverkehr

Foto von Jeroen van Oerle (Quelle: LOIM)

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Europäischer Immobilien-Ausblick 2024

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Immobilien
Foto von Greg Kane (Quelle: PGIM Real Estate)

Hier finden Sie den Europäischen Immobilienausblick von Greg Kane, Head of Europe Investment Research bei PGIM Real Estate:

Zinsentwicklung belastet europäische Immobilienrendite auch in 2024, Core-Objekte könnten 2025 als Kapitalanlage wettbewerbsfähig werden

Die durchschnittlichen Gesamtrenditen europäischer Immobilieninvestitionen werden 2024 wahrscheinlich schwach bleiben, da die gestiegenen Zinsen den Markt weiterhin belasten. Bis 2025 dürften sich die Renditen jedoch wieder erholen, so dass Core-Immobilien im Vergleich zu anderen Anlageklassen wieder wettbewerbsfähig werden.

Das hohe Zinsniveau hat die Fremdkapitalkosten in die Höhe getrieben, und liegt in den meisten europäischen Märkten und Immobiliensektoren über den Spitzenrenditen für Immobilien. Dies sorgt für einen anhaltenden Preisdruck. Infolge der rückläufigen Bewertungen ist das Transaktionsvolumen stark zurückgegangen und hat fast die Tiefststände aus der Zeit der globalen Finanzkrise erreicht. Der drastische Einbruch bei den Transaktionen droht den Marktabschwung weiter zu verschärfen und könnte zu einem übertriebenem Wertanpassungsprozess führen.

 Positiv ist, dass nach unserer Einschätzung etwas mehr als 80 % der erforderlichen Korrektur abgeschlossen ist, um ein langfristig stabiles Renditeniveau wiederherzustellen. Es könnte allerdings aufgrund der anhaltenden Kapitalknappheit zu einer überzogenen Anpassung kommen.

Der Logistiksektor kommt dem angemessenen Marktwert am nächsten

Die Korrektur der Marktrenditen verlief bisher in allen Immobiliensektoren und -märkten relativ gleichmäßig, wobei die Preisanpassung im Logistiksektor einem angemessenen Marktwert (Fair Value) am nächsten zu kommen scheint und daher langfristig einen attraktiven Einstiegspunkt bietet.

Die Abnahme von Logistikimmobilien war in diesem Jahr aufgrund des verlangsamten Wirtschaftswachstums eher schleppend, aber insbesondere die Nachfrage im Zusammenhang mit E-Commerce dürfte im Laufe der Zeit zunehmen, da die Online-Ausgaben in den weniger dicht besiedelten kontinentaleuropäischen Märkten stärker an Bedeutung gewinnen. Wir rechnen mit einem anhaltenden, branchenübergreifenden Mietwachstum in allen Logistik-Subsektoren und-gebieten, wobei sich angesichts der anhaltenden Nachfragesteigerung voraussichtlich ab diesem Jahr neue Chancen ergeben werden.

Steigende Nachfrage nach Rechenzentren und Stabilisierung der Renditen

Im Zuge der digitalen Transformation steigt die Nachfrage nach mehr Rechenzentrumsfläche, wobei das Angebot an Immobilien nicht mit der wachsenden Nachfrage mithalten kann. Die Preise haben bereits deutlich korrigiert und werden voraussichtlich ab 2024/2025 wieder attraktiv sein, sobald sich die Renditen wieder erholt haben. Um den Anforderungen bei Transaktionen in diesem Sektor gerecht zu werden, müssen sich Investoren schon jetzt um den Aufbau von Partnernetzwerken bemühen, wenn sie ihr Kapital erfolgreich einsetzen und die damit verbundenen Chancen nutzen wollen.

Hotels profitieren vom Aufschwung nach der Pandemie

Die starke Erholung der Reisenachfrage nach der Corona-Krise spiegelt sich in einem raschen Umsatzwachstum pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) im Hotel- und Gaststättengewerbe wider, während das Angebot an Hotelzimmern gleichzeitig nur langsam zunimmt. Darüber hinaus ist die Preisentwicklung bei Hotels ebenfalls attraktiv, da der Abschwung in diesem Sektor bereits im Jahr 2020 einsetzte und die gesamte Renditekorrektur deutlich stärker ausfiel als in anderen wichtigen Immobiliensektoren. Auch wenn der Druck auf die Verbraucherausgaben eine mögliche Belastung darstellt, könnte die Branche in der nächsten Zyklusphase taktische Anlagechancen bieten.

Knappes Wohnungsangebot und geringe Verfügbarkeit deuten auf solides Mietwachstum hin

Der Wohnungsbau hat auf den europäischen Märkten zugenommen, aber das Angebotsdefizit bleibt mit rund 500.000 Einheiten in 13 Großstädten nach wie vor erheblich. Zusammen mit den niedrigen Leerstandsquoten und der steigenden Nachfrage nach Mietwohnungen im Vergleich zu Eigentumswohnungen aufgrund der derzeit hohen Hypothekenzinsen sprechen diese Faktoren für solide Einkommensaussichten, auch wenn eine Zunahme der Transaktionen davon abhängt, ob die Märkte einen angemessenen Marktpreis erreichen.

Innerhalb des Wohnungssektors sind einige Nischensegmente hervorzuheben, insbesondere Wohnraum für Studenten. In vielen relevanten europäischen Universitätsstädten steigt die Nachfrage vor dem Hintergrund einer Angebotsknappheit, die in allen Sektoren und Märkten recht einheitlich ist. Die Erfahrungen in Großbritannien während des letzten Zyklus haben gezeigt, dass Betreiber mit einem guten Geschäftsmodell ein hohes Mieteinkommen erzielen können. Und zwar vor allem, wenn sie qualitativ hochwertige, auf die Ansprüche der Studierenden ausgerichtete Wohnungsangebote bereitstellen.

ESG-Nutzerpräferenz und Kapitalbedarf zur Steigerung der Wertentwicklung von Büroimmobilien

Der europäische Büroimmobilienbestand ist größtenteils veraltet und wird, ohne erhebliche Investitionen, nicht einmal in Jahr 2050 den modernen ESG-Standards entsprechen.

Die Renditen für Immobilieninvestitionen werden in allen Immobiliensektoren auch im Jahr 2024 schwach bleiben. Kurzfristig bieten sich Investitionsmöglichkeiten in Märkten mit dem größten strukturellen Wachstum und dort, wo eine Neubewertung stattgefunden hat. Sobald die Wertkorrektur in eine Erholungs- und Wachstumsphase übergeht, dürften sich die Zahl an Opportunitäten spürbar erhöhen.

Europäischer Immobilien-Ausblick 2024

Foto von Greg Kane (Quelle: PGIM Real Estate)

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Rackete beklagt mangelnden Klimaschutz

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Carola Rackete (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Spitzenkandidatin für die Linke bei der Europawahl 2024, Carola Rackete hat einen mangelnden Klimaschutz beklagt. „Wir sind meilenweit von effektivem Klimaschutz entfernt“, sagte sie dem Podcast „Die Boss – Macht ist weiblich“ des „Stern“. Die Dringlichkeit der Klimakrise habe sie die Brücke vom Aktivismus zur Politik schlagen lassen.

Zur Kandidatur bewogen habe sie letztlich der Rechtsruck in Europa, so Rackete. „In diesem Moment ist es wichtig, linke Institutionen zu schützen.“

Auf das Label der Kapitänin und Seenotretterin will Carola Rackete heute nicht mehr reduziert werden. „Matteo Salvini hat diesen Personenkult um mich befeuert, beziehungsweise letztlich auch erst erschaffen. Ich finde Personenkult generell schwierig“, sagte sie. „Dass die Seenotrettung der Auslöser der Fluchtbewegung wäre, ist Quatsch“, sagte Rackete über die Situation im Mittelmeer. „Die Bergrettung ist ja auch nicht der Auslöser der Bergunfälle.“

Ihrer Ansicht nach steht vor allem der Lobbyismus in den Parlamenten dem Allgemeinwohl entgegen. „Brüssel ist die zweitgrößte Lobbyhochburg der ganzen Welt“, so Rackete. „Schlimmer ist es nur in Washington.“


Foto: Carola Rackete (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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