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Wie können Unternehmen ihre Betriebskosten durch Nachhaltigkeit senken?

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Energiequellen

Nachhaltige Energiequellen für den Betrieb von Unternehmen

Nachhaltige Energiequellen gewinnen in der heutigen Geschäftswelt zunehmend an Bedeutung. Unternehmen erkennen, dass der Einsatz erneuerbarer Energien nicht nur gut für die Umwelt ist, sondern auch wirtschaftliche Vorteile mit sich bringt. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche nachhaltigen Energiequellen für den Betrieb von Unternehmen besonders geeignet sind und welche Vorteile sie bieten.

Solarenergie: Eine zuverlässige Energiequelle

Solarenergie ist eine der am häufigsten genutzten erneuerbaren Energiequellen. Solaranlagen wandeln Sonnenlicht in Strom um und können auf Dächern oder Freiflächen installiert werden. Für Unternehmen bietet Solarenergie zahlreiche Vorteile. Sie ist umweltfreundlich, da keine schädlichen Emissionen freigesetzt werden. Zudem sind die Betriebskosten nach der Installation der Solaranlagen sehr gering, da Sonnenlicht kostenlos zur Verfügung steht.

Ein weiterer Vorteil der Solarenergie ist die Unabhängigkeit von externen Energieversorgern. Unternehmen können ihren eigenen Strom produzieren und sind somit weniger anfällig für Preisschwankungen auf dem Energiemarkt. Durch die Einspeisung überschüssigen Stroms in das öffentliche Netz können zudem zusätzliche Einnahmen generiert werden.

Windenergie: Kraft aus der Natur

Windenergie ist eine weitere wichtige nachhaltige Energiequelle. Windkraftanlagen nutzen die Energie des Windes, um Strom zu erzeugen. Besonders für Unternehmen in windreichen Regionen ist dies eine attraktive Option. Windenergie ist ebenfalls umweltfreundlich und trägt zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes bei.

Unternehmen können von staatlichen Förderprogrammen und Subventionen profitieren, die den Bau und Betrieb von Windkraftanlagen unterstützen. Diese Investitionen amortisieren sich oft innerhalb weniger Jahre. Zudem können Unternehmen durch den Einsatz von Windenergie ihre Nachhaltigkeitsziele erreichen und ihr Umweltengagement gegenüber Kunden und Geschäftspartnern demonstrieren.

Wasserkraft: Energie aus Flüssen und Stauseen

Wasserkraft ist eine der ältesten Formen der erneuerbaren Energien. Sie nutzt die Energie von fließendem Wasser, um Strom zu erzeugen. Für Unternehmen, die in der Nähe von Flüssen oder Stauseen liegen, ist Wasserkraft eine hervorragende Option. Diese Energiequelle ist sehr effizient und liefert konstant Strom, unabhängig von Wetterbedingungen.

Der Bau von Wasserkraftwerken erfordert zwar hohe Anfangsinvestitionen, jedoch sind die Betriebskosten gering. Wasserkraftwerke haben eine lange Lebensdauer und benötigen wenig Wartung. Zudem trägt die Nutzung von Wasserkraft zur Stabilität des Stromnetzes bei, da sie eine kontinuierliche Energiequelle darstellt.

Biomasse: Energie aus organischen Materialien

Biomasse ist eine nachhaltige Energiequelle, die organische Materialien wie Holz, Pflanzenreste und landwirtschaftliche Abfälle nutzt, um Energie zu erzeugen. Biomasse kann in Form von festen Brennstoffen, Biogas oder flüssigen Biokraftstoffen verwendet werden. Für Unternehmen, die Zugang zu diesen Materialien haben, ist Biomasse eine kostengünstige und umweltfreundliche Energiequelle.

Biomasse bietet den Vorteil, dass sie Abfälle und Nebenprodukte sinnvoll verwerten kann. Dies reduziert die Abfallentsorgungskosten und trägt zur Kreislaufwirtschaft bei. Zudem können Unternehmen durch den Einsatz von Biomasse ihre CO2-Bilanz verbessern und ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Vorteile nachhaltiger Energiequellen für Unternehmen

Der Einsatz nachhaltiger Energiequellen bringt zahlreiche Vorteile für Unternehmen mit sich. Erstens tragen sie zur Reduzierung der Betriebskosten bei. Nach der Anfangsinvestition sind die laufenden Kosten für erneuerbare Energien oft niedriger als für fossile Brennstoffe. Dies kann die Rentabilität eines Unternehmens steigern und finanzielle Ressourcen für andere Investitionen freisetzen.

Zweitens verbessern nachhaltige Energiequellen das Image eines Unternehmens. Kunden und Geschäftspartner legen zunehmend Wert auf Umweltverantwortung. Unternehmen, die auf erneuerbare Energien setzen, können ihre Umweltfreundlichkeit betonen und sich von Wettbewerbern abheben. Dies kann zu einer stärkeren Kundenbindung und einer positiven Markenwahrnehmung führen.

Drittens tragen nachhaltige Energiequellen zur Einhaltung gesetzlicher Vorgaben bei. Viele Länder haben Vorschriften zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen und zur Förderung erneuerbarer Energien eingeführt. Unternehmen, die auf nachhaltige Energiequellen umsteigen, können sicherstellen, dass sie diese Anforderungen erfüllen und mögliche Strafen oder Sanktionen vermeiden.

Herausforderungen und Lösungen

Trotz der vielen Vorteile gibt es auch Herausforderungen bei der Umsetzung nachhaltiger Energiequellen. Eine der größten Herausforderungen sind die hohen Anfangsinvestitionen. Der Bau und die Installation von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien erfordern erhebliche finanzielle Mittel. Unternehmen sollten daher sorgfältig planen und mögliche Finanzierungsoptionen prüfen, wie staatliche Förderungen oder Kredite.

Eine weitere Herausforderung ist die Standortwahl. Nicht alle Energiequellen sind überall gleichermaßen nutzbar. Unternehmen müssen den Standort ihrer Betriebsstätten berücksichtigen und die am besten geeigneten Energiequellen auswählen. Eine gründliche Standortanalyse und Machbarkeitsstudien können dabei helfen, die richtige Entscheidung zu treffen.

Schließlich erfordert der Übergang zu nachhaltigen Energiequellen technisches Know-how. Unternehmen müssen sicherstellen, dass sie über das nötige Fachwissen verfügen, um die Anlagen effektiv zu betreiben und zu warten. Dies kann durch Schulungen oder die Zusammenarbeit mit spezialisierten Dienstleistern erreicht werden.

Abschließende Gedanken

Nachhaltige Energiequellen bieten Unternehmen enorme Chancen. Sie ermöglichen eine kosteneffiziente und umweltfreundliche Energieversorgung, verbessern das Unternehmensimage und tragen zur Einhaltung gesetzlicher Vorgaben bei. Trotz einiger Herausforderungen können Unternehmen durch sorgfältige Planung und Investitionen in erneuerbare Energien langfristig profitieren.

Durch den Einsatz nachhaltiger Energiequellen können Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit erhöhen und einen positiven Beitrag zum Klimaschutz leisten. Es ist wichtig, kontinuierlich in diese Technologien zu investieren und sich an neue Entwicklungen anzupassen. So können Unternehmen nicht nur ihre eigenen Nachhaltigkeitsziele erreichen, sondern auch zu einer nachhaltigen Zukunft beitragen.

Titelbild/ Bildquelle: Bild von Gerd Altmann für pixabay

Großhandelspreise im Mai gesunken

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Container (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Die Verkaufspreise im Großhandel in Deutschland sind im Mai 2024 um 0,7 Prozent niedriger gewesen als im Vorjahresmonat. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mit.

Im April 2024 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat bei -1,8 Prozent gelegen, im März bei -2,6 Prozent. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Großhandelspreise im Mai geringfügig um 0,1 Prozent.

Hauptursächlich für den Rückgang der Großhandelspreise insgesamt gegenüber dem Vorjahresmonat war im Mai der Preisrückgang im Großhandel mit chemischen Erzeugnissen (-13,9 Prozent). Gegenüber April fielen diese Preise um 0,9 Prozent. Ebenfalls günstiger waren insbesondere die Preise im Großhandel mit Eisen, Stahl und Halbzeug daraus (-12,1 Prozent). Gegenüber April fielen diese Preise um 0,5 Prozent. Auch Getreide, Rohtabak, Saatgut und Futtermittel (-5,1 Prozent) sowie Milch, Milcherzeugnisse, Eier, Speiseöle und Nahrungsfette (-5,1 Prozent) waren auf Großhandelsebene preiswerter als vor einem Jahr. Bei Getreide, Rohtabak, Saatgut und Futtermitteln stiegen die Preise aber im Vormonatsvergleich (+3,4 Prozent).

Höher als im Mai 2023 waren die Preise im Großhandel mit Nicht-Eisen-Erzen, Nicht-Eisen-Metallen und Halbzeug daraus (+9,7 Prozent) sowie mit Kaffee, Tee, Kakao und Gewürzen (+8,2 Prozent). Auch für Zucker, Süßwaren und Backwaren (+7,2 Prozent), Obst, Gemüse und Kartoffeln (+6,4 Prozent) sowie für Tabakwaren (+5,4 Prozent) musste im Mai 2024 auf Großhandelsebene mehr bezahlt werden als vor einem Jahr.


Foto: Container (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Gröhe hofft auf Fahnenmeer zur Fußball-EM

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Fußballfans der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der frühere CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe spricht sich für einen entspannten Umgang mit der Deutschlandfahne während der Fußball-EM aus.

„Die Europameisterschaft im eigenen Land ist eine großartige Möglichkeit: Wir sollten uns einmal mehr als weltoffene und freundliche Gastgeber zeigen“, sagte er der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Dazu gehöre für ihn auch Schwarz-Rot-Gold – „egal ob als Fahnenmeer, auf den Trikots oder sonstiger Fanausstattung“. Er hoffe auf ein „herrliches Sommermärchen“.

Zuletzt hatte es Diskussionen gegeben, weil die Deutschlandfahne an Polizeiautos der Berliner Polizei während der Heim-EM untersagt worden war. Gröhe hatte als CDU-Generalsekretär am Wahlabend der Bundestagswahl 2013 in der CDU-Zentrale die schwarz-rot-goldene Fahne geschwenkt – die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte sie ihm daraufhin aus der Hand genommen und sie von der Bühne entfernt.


Foto: Fußballfans der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Kiesewetter legt im Streit um Ukraine-Hilfen nach

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Roderich Kiesewetter (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Kurz vor dem Friedensgipfel in der Schweiz fordert der CDU-Politiker Roderich Kiesewetter ein „All in“ bei den deutschen Ukraine-Hilfen auch in finanzieller Hinsicht – kurz nach einem parteiinternen Streit mit CDU-Chef Friedrich Merz. Nötig seien „Investitionen in unsere eigene Sicherheit“, sagte er „Ippen-Media“. Dazu gehöre es auch, den Menschen im Land „reinen Wein“ einzuschenken.

„In anderen Ländern wurden Sozialausgaben umpriorisiert, Schulden gemacht oder Steuern erhoben, um steigende Verteidigungsausgaben zu finanzieren“, so Kiesewetter. „Wie Deutschland es auch macht, die Unterstützung der Ukraine, sodass sie den Krieg gewinnen kann, lässt sich nicht aus der Portokasse finanzieren und auch nicht mit einer deutschen Home-Office-Mentalität.“ Solange Deutschland zögere und zaudere und nicht den Sieg der Ukraine zum Ziel habe, sei Russlands Präsident Wladimir Putin nicht zu Verhandlungen zu bewegen, sagte er auch in Richtung der Bundesregierung.

Es sei nötig, Wohlstand neu zu definieren: „Nicht länger nur als individuellen Wohlstand, sondern als gesellschaftliche Resilienz.“ Wahre „Opfer“ habe bislang nur die Ukraine zu tragen, sagte Kiesewetter: „Zehntausende Tote, Verwundete, Vergewaltigung, Folter, Kindesentführung. Unser Ziel muss es sein, diese Opfer zu reduzieren, indem Russland gestoppt wird.“ Nötig seien dafür auch geschärfte Sanktionen, auch gegen Russlands Unterstützer.

Warnungen vor einer militärischen Eskalation wies Kiesewetter zurück. „Leute, die ständig vor Eskalationen warnen, folgen der russischen Propaganda und betreiben Selbstabschreckung. Selbstverteidigung und die Achtung wie Wiederherstellung des Völkerrechts können nie eine Eskalation darstellen“, so Kiesewetter: „Dieses Eskalationsgerede ist eine typisch deutsche Diskussion, sehr egozentrisch und fast schon hysterisch sowie ängstlich geführt, um sich selbst kreisend.“ Sei Putin mit „seinem genozidalen Angriffskrieg gegen die Ukraine erfolgreich“, kämen „Terror und Krieg zu uns“.

Dann würden „die Folgekosten, unsere Opfer, auch für unsere deutsche Gesellschaft und Wirtschaft um ein Vielfaches höher sein“, warnte der CDU-Politiker. Kiesewetter hatte zuletzt im „Spiegel“ gesagt, der Krieg lasse sich nur mit Schulden gewinnen. Teils wurde das als Rütteln an der – von der CDU-Spitze verteidigten – Schuldenbremse gewertet. Merz mahnte daraufhin zu Geschlossenheit.


Foto: Roderich Kiesewetter (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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SED-Opferbeauftragte besorgt über Wahlergebnis in Ostdeutschland

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Wahllokal zur Europawahl am 09.06.2024, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Beauftragte des Bundestages für die Opfer der SED-Diktatur, Evelyn Zupke, hat sich nach der Europawahl besorgt über das Abschneiden der AfD in Ostdeutschland geäußert, zugleich aber davor gewarnt, dies allein auf die DDR zurückzuführen. „Das ist natürlich besorgniserregend“, sagte sie dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Donnerstagausgabe).

„Die SED-Diktatur ist eine Facette der Erklärung. Doch sie allein erklärt das Wahlergebnis nicht. Man kann das nicht eindimensional erklären und sagen, das sind alles Demokratiefeinde“, so Zupke. Es sei nun Aufgabe der Politik, Antworten darauf zu suchen.

Die AfD war in Ostdeutschland fast durchweg stärkste Partei. Zupke will am Donnerstag ihren Jahresbericht präsentieren.


Foto: Wahllokal zur Europawahl am 09.06.2024, via dts Nachrichtenagentur

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Grüne Jugend kritisiert Pistorius` Wehrdienst-Pläne

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Svenja Appuhn (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Svenja Appuhn, Sprecherin der Grünen-Jugend, hat kritisch auf den Plan von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) zur Einführung eines „Neuen Wehrdienstes“ reagiert. „Unsere krisengeschüttelte Generation muss gerade schon genug mitmachen“, sagte sie dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Donnerstagausgaben).

„Der Verteidigungsminister sollte fest zusichern, dass es trotz Musterungspflicht schlussendlich bei der Freiwilligkeit für den Wehrdienst bleibt. Der Einzug gegen den Willen der betroffenen Person muss ausgeschlossen sein“, sagte die Sprecherin der Parteijugend. Es gebe viele Möglichkeiten, die Attraktivität der Bundeswehr zu erhöhen, „in denen junge Menschen nicht einfach zur Verfügungsmasse der Politik werden“, so Appuhn.

„Außerdem erwarten wir, dass Freiwilligendienstleistende Wehrdienstleistenden gegenüber gleichgestellt werden.“ Im Rahmen der Debatte über die Wehrpflicht sei eine Debatte über das „mickrige Taschengeld“ im Freiwilligendienst nötig. „400 Euro pro Monat, obwohl in der Regel weder Unterkunft noch Fahrtkosten übernommen werden, sind ein Witz.“ Schließlich gebe es neben dem Personalmangel bei der Bundeswehr „auch einen zunehmend lebensgefährlich werdenden Personalmangel in anderen Bereichen wie etwa der Pflege“, so Appuhn. Das müsse man ebenfalls berücksichtigen.

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hatte am Mittwoch seine Pläne für einen „Auswahlwehrdienst“ vorgestellt. Künftig sollen demnach alle 18-Jährigen digital für einen Fragebogen zur Wehrerfassung kontaktiert werden. Für Männer soll das Ausfüllen des Bogens verpflichtend sein, für Frauen freiwillig. So soll das Interesse möglicher Bewerber, ihr Gesundheitszustand und beispielsweise ihre Hobbys erhoben werden. Die „fittesten, geeignetsten und interessiertesten“ 40.000 bis 50.000 jungen Erwachsenen jedes Jahrgangs sollen dann – ebenfalls verpflichtend – zur Musterung eingeladen werden. Insgesamt sollen so zunächst 5.000 zusätzliche Rekruten gewonnen werden, mit steigender Tendenz. Ihnen werden zwei Optionen angeboten: ein Grundwehrdienst mit einer Dauer von sechs Monaten für Gewehrträger mit geringerer Qualifikation. Oder ein Wehrdienst von zwölf bis 17 Monaten, bei dem die Teilnehmer tiefer in die Strukturen der Bundeswehr integriert werden und so beispielsweise lernen, bestimmte IT-Dienstleistungen zu erbringen oder Panzer zu fahren.

Insgesamt sieht Pistorius die Notwendigkeit, die Zahl der aktuell 181.000 Streitkräfte auf 203.000 zu erhöhen. Durch die Wehrdienstpläne sollen außerdem zu den 60.000 Reservisten 200.000 Personen hinzukommen, die nach dem Wehrdienst in die Reserve überführt werden. Zum Vergleich: Zu Zeiten des Kalten Krieges gab es rund 500.000 Streitkräfte und etwa 800.000 Reservisten.


Foto: Svenja Appuhn (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Finanzsituation der Pflegeversicherung dramatischer als angenommen

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Seniorin im Rollstuhl (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Finanzsituation der Pflegeversicherung ist dramatischer als bisher angenommen. Das zuständige Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) musste mit einer Notoperation in den Finanzierungsmechanismus eingreifen, um die Zahlungsfähigkeit der Pflegeversicherung zu sichern, wie das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Donnerstagausgaben) berichtet.

So wies das Amt mit Schreiben vom 23. Mai die gesetzlichen Pflegekassen an, die eigenen Rücklagen schrittweise abzusenken, um den gemeinsamen Finanzausgleich aller Kassen aufzufüllen. Der Ausgleichsfonds darf eine gewisse Größe nicht unterschreiten, damit die Pflegeversicherung insgesamt liquide bleibt. Zuletzt hatte das BAS in der Corona-Pandemie zu diesem Mittel greifen müssen, um die damals hohen Mehrausgaben der Pflegeversicherung zum Beispiel für Tests und Schutzkleidung abzusichern.

Konkret kündigte das BAS in seinem Schreiben an, die sogenannte Ausgabendeckungsquote schrittweise von 70 Prozent einer Monatsausgabe auf 50 Prozent zu senken – was unter Experten als absolutes Minimum gilt. Das Gesetz sieht im Normalfall 100 Prozent einer Monatsausgabe vor. Nach früherer Einschätzung von Krankenkassen müssen in der Pflegeversicherung spätestens zum 1. Januar 2025 die Beiträge um 0,2 Prozentpunkte angehoben werden.

Als eine der Ursachen gilt ein unerwartet starker Zuwachs bei der Zahl der Pflegebedürftigen, für den es bisher keine schlüssige Erklärung gibt. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte Ende Mai von der Notwendigkeit einer Finanzreform gesprochen, eine Gesetzesänderung in dieser Wahlperiode wegen unterschiedlicher Ansichten in der Ampelkoalition aber für unwahrscheinlich erklärt.


Foto: Seniorin im Rollstuhl (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Bericht: Regierung plant Nachtragshaushalt für 2024

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Pistorius, Lindner, Lemke am 12.06.2024, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundesregierung plant offenbar einen Nachtragshaushalt für das laufende Jahr. Das Bundesfinanzministerium soll die Haushaltspolitiker der Ampelkoalition über die Pläne vor wenigen Tagen informiert haben, berichtet „Bild“ (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf Koalitionskreise.

Wenn die Schuldenbremse eingehalten werden soll, sei ein Kreditvolumen von bis zu elf Milliarden Euro möglich, hieß es demnach von mit den Vorgängen vertrauten Personen. Das sei möglich, weil die Konjunktur schwächer als erwartet laufe und die Konjunkturkomponente daher in der Schuldenbremse eine größere Nettokreditaufnahme zulasse.

Zuletzt hatten mehrere Ministerien, unter anderem das Bundesverteidigungsministerium, Mehrbedarf bei Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) angemeldet. Der Nachtragshaushalt soll spätestens im Herbst stehen.

Der haushaltspolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Christian Haase (CDU), kritisierte die Pläne der Koalition scharf. „Der Nachtragshaushalt dient lediglich als Rettungsanker für den Fortbestand der Koalition. Wir werden im Nachtragshaushalt 2024 Maßnahmen finden, die eigentlich im Haushalt 2025 abgebildet werden sollten“, mutmaßte er. „Mit dem Nachtragshaushalt 2024 wird die Verschuldung auf 50 Milliarden Euro ansteigen.“ Wenn ein Nachtragshaushalt kommen sollte, müsse klar sein, dass die Maßnahmen zur Überwindung der wirtschaftlichen Schwäche dienen müssten, sagte Haase.


Foto: Pistorius, Lindner, Lemke am 12.06.2024, via dts Nachrichtenagentur

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US-Börsen uneinheitlich – Fed erwartet 2024 nur einen Zinsschritt

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Wallstreet in New York, via dts NachrichtenagenturNew York (dts Nachrichtenagentur) – Die US-Börsen haben sich am Mittwoch uneinheitlich gezeigt. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 38.712 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,1 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag.

Wenige Minuten zuvor war der breiter gefasste S&P 500 mit rund 5.425 Punkten 1,0 Prozent im Plus, die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt mit rund 19.465 Punkten 1,3 Prozent im Plus.

Die Entwicklung und Bekämpfung der Inflation beschäftigten am Mittwoch erneut die Marktteilnehmer, wenngleich die Entwicklungen bereits erwartet worden waren. Die allgemeine Inflationsrate in den USA ist zuletzt erneut minimal gesunken, wie die zuständige Statistikbehörde am Mittwoch mitteilte. Im Mai verteuerten sich die Preise in den Vereinigten Staaten gegenüber dem Vorjahr um 3,3 Prozent (April: 3,4 Prozent). Die US-Notenbank Federal Reserve lässt derweil den Leitzins im Dollarraum zum siebten Mal in Folge unverändert in einer Spanne zwischen 5,25 und 5,50 Prozent. Im Laufe des Jahres erwartet die Fed nur noch eine Leitzinssenkung.

Unterdessen war die europäische Gemeinschaftswährung am Mittwochabend stärker: Ein Euro kostete 1,0805 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,9255 Euro zu haben.

Der Goldpreis stieg leicht an, am Abend wurden für eine Feinunze 2.321 US-Dollar gezahlt (+0,2 Prozent). Das entspricht einem Preis von 69,06 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis stieg ebenfalls: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit 82,46 US-Dollar, das waren 54 Cent oder 0,7 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Wallstreet in New York, via dts Nachrichtenagentur

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Faeser begrüßt Einigung mit Ländern bei Verwaltungsdigitalisierung

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Nancy Faeser (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bund und Länder haben sich am Mittwochabend auf eine Reform des Onlinezugangsgesetzes geeinigt. „Ich freue mich, dass der Vermittlungsausschuss heute Abend eine Einigung zu unserer Reform des Onlinezugangsgesetzes erzielen konnte“, sagte Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD). „Unser Gesetz ist ein Riesenschritt voran in Richtung digitales Deutschland. Das ist auch dringend nötig: Unser Land braucht eine moderne und digitale Verwaltung.“

Der Bund will mit dem Gesetz unter anderem zentrale Basisdienste bereitstellen und so landeseigene Entwicklungen für das Bürgerkonto und das Postfach ersetzen. Der Prozess zur Entwicklung nutzerfreundlicher digitaler Services soll gefördert werden.

„Digitale Anträge ersetzen die Papierform“, sagte Faeser. „In vielen Fällen wird es überflüssig, zum Amt zu gehen. Die Zettelwirtschaft hat in sehr vielen Bereichen ein Ende. Unterschriften per Hand und auf Papier sind nicht mehr nötig. Viele Nachweise müssen nur noch einmal vorgelegt werden.“

Für Unternehmen werde es in Zukunft vollständig digitale Verfahren geben, die viel Bürokratie ersparen. „Wir stärken damit die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland, für die ein digitaler Staat entscheidend ist“, so die SPD-Politikerin.


Foto: Nancy Faeser (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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