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Saimaa im finnischen Lakeland

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Saimaa

Eingebettet in die malerische Seenlandschaft im finnischen Lakeland, gewinnt die Region Saimaa rasch an Ansehen als erstklassiges internationales Reiseziel für Liebhaber einer lokal inspirierten, tief in der Natur verwurzelten Küche.

2024 ist Saimaa stolzer Träger der prestigeträchtigen Auszeichnung als „Europäische Region der Gastronomie“, eine Anerkennung für das unermüdliche Engagement für kulturelle, nachhaltige und kulinarische Besonderheiten. Die Europäische Region der Gastronomie umfasst die drei Regionen Ostfinnlands: Süd-Savo, Südkarelien und Nordkarelien, wie vom Internationalen Institut für Gastronomie, Kultur, Kunst und Tourismus anerkannt.

Die Region Saimaa in Ostfinnland ist reich an wilden Schätzen, von saftigen Beeren bis hin zu schmackhaftem Gemüse, Pilzen und Süßwasserfischen. Es ist nicht nur ein Ort, sondern ein kulinarisches und kulturelles Abenteuer, das darauf wartet, entdeckt zu werden. Im Herzen der Region liegt außerdem ein verstecktes Juwel – der Saimaa-See, umgeben von reiner Natur. Der Saimaa ist der größte See Finnlands und der viertgrößte in Europa und ein beliebter Zufluchtsort für die Finnen. Hier werden Traditionen lebendig – Urlaub in Sommerhäusern, Saunabesuche, das Sammeln von Molte- und Heidelbeeren und die zeitlose Kunst des Angelns, die das ganze Jahr über betrieben wird.

„Die neue Generation von Besuchern sucht nach einzigartigen Erlebnissen, lokalen und hochwertigen Lebensmitteln und ist bereit, verantwortungsbewusste, nachhaltige Regionen zu unterstützen. Saimaa hat dafür alle Zutaten“, sagt Dr. Diane Dodd, Präsidentin der IGCAT (International Institute of Gastronomy, Culture, Arts and Tourism).

Das Ethos der saisonalen Ernte

Die Botschafterin der Europäischen Region der Gastronomie 2024, das ehemalige internationale Topmodel Saimi Hoyer – heute liebevoll „Königin der Pilze“ genannt – lädt dazu ein, die Quelle des finnischen Glücks in Saimaa zu erleben. Hoyer, eine leidenschaftliche Pilzsammlerin, liebt den Spätsommer und Herbst, wenn der „Supermarkt der Natur“ mit Köstlichkeiten wie Pfifferlingen, Steinpilzen und Nordischen Milchlingen überquillt. Fast die Hälfte der Einheimischen schließen sich nach den Grundsätzen des Jedermannsrechts der Tradition des Pilzesammelns an.

„Für uns ist die Gastronomie ein täglicher Luxus und die Quelle unseres Glücks, denn unsere Wälder und Seen liefern die reinsten Lebensmittel der Welt. An unserem Tisch ist immer Platz für Gäste, und Essen ist Ehrensache“, so Hoyer. Im Rahmen der Auszeichnung zur Europäischen Region für Gastronomie 2024 möchte Saimaa Kulinarik, Kunst und Kultur auf noch nie dagewesene Weise miteinander verbinden und die Einzigartigkeit einheimischen Kultur präsentieren.

Lokale Restaurants und Köche setzen auf saisonale Ernten. Im Winter bringen die zugefrorenen Seen die unscheinbare Quappe hervor, die zu einer köstlichen, wärmenden Suppe verarbeitet wird. Im Frühling werden Wildkräuter wie Fichtensprossen zu Sirup verarbeitet, der den Gerichten einen unverwechselbaren Geschmack verleiht. Im Sommer wimmelt es in den Wäldern von Beeren wie Heidelbeeren und Preiselbeeren, während in den Seen Weißfisch geangelt wird, der geräuchert, gegrillt oder eingelegt wird. Alte Traditionen wie die Winterwadenfischerei der Puruvesi-Maräne, die 2017 in das „National Inventory of Living Heritage“ aufgenommen wurde, und das Backen von Pasteten im Holzofen werden immer noch mit Stolz praktiziert.

„Finnisches Essen ist einfach, köstlich und basiert auf frischen, natürlichen Zutaten. Wir besitzen die Fähigkeit, in perfekter Harmonie mit der Natur zu leben, genau wie unsere Vorfahren. Die langen, weißen Sommernächte des Nordens schaffen die idealen Bedingungen für den Anbau reiner, aromatischer Zutaten. In der Region Saimaa ist die Kreativität unsere Ressource, die sowohl unter schönen als auch unter schwierigen Bedingungen gedeiht“, erzählt Ilkka Arvola, Küchenchef von D.O Saimaa und leidenschaftlicher Fischer. In Saimaa erleben Gäste kulinarische Symphonien – hier trifft die Natur auf kreative Handwerkskunst.

Bild: ©VisitSaimaa

Quelle global communication experts

Barrierefreies Bauen, flexibles Stadtmöbel und multifunktionales Sportgerät

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AppliedIdea-Ideenwettbewerb

Innovative Ideen beim achten AppliedIdea-Ideenwettbewerb der Frankfurt UAS ausgezeichnet

Ein Beratungskonzept zur Barrierefreiheit im Bau, ein innovatives Stadtmöbel und ein Sportgerät für Bürositzer*innen. Im Februar 2024 wurden die Preisträger*innen des achten AppliedIdea-Ideenwettbewerbs der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) ausgezeichnet. Der Wettbewerb für Angehörige der Frankfurt UAS fördert innovative Ideen noch vor einer möglichen Umsetzung und soll die Teilnehmenden dazu motivieren, ihre Idee zu verwirklichen.

Neben der Chance auf die drei Hauptpreise hatten die besten Teams und Einzelpersonen des Wettbewerbs auch die Möglichkeit, ihre Ideen auf der Abschlussveranstaltung der Öffentlichkeit vorzustellen. Anhand dieser Kurzpräsentationen („Elevator Pitches“) wurde im Zuge der Veranstaltung zudem ein Publikumspreis ermittelt. Die Abschlussveranstaltung des AppliedIdea-Ideenwettbewerbs wurde in diesem Jahr mit der Unterstützung von HessenIdeen ausgerichtet.

Mit dem ersten Preis des Wettbewerbs in Höhe von 1.500 Euro wurden Eva Blaschke und Vanessa Weber für ihre Idee „studio.bw“ ausgezeichnet. In Artikel 3 des Grundgesetzes heißt es: „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden“. Das gilt auch für den Wohn- und Baubereich. Etwa zehn Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind zwingend auf Barrierefreiheit angewiesen oder werden in Zukunft darauf angewiesen sein. Die Macherinnen von „studio.bw“ wollen den barrierefreien Wandel voranbringen und sind davon überzeugt, dass jeder Mensch Zugang zur gebauten Umgebung und somit uneingeschränkt am Leben teilhaben können sollte. Aufbauend auf Aufklärungsangeboten möchte das Team von „studio.bw“ mit seinem Beratungskonzept für Barrierefreiheit in der Baubranche das Umdenken und den Zugang für alle Personen zur gebauten Umgebung vorantreiben.

Den zweiten Preis in Höhe von 1.000 Euro erhalten Selene González Delgado, Benjamin Kolditz, Antonia Haug und Julius Schwarzer. Jedes Jahr fallen durch Regenereignisse in Frankfurt durchschnittlich 600 Liter Regenwasser pro Quadratmeter an. Ein großer Teil davon bleibt ungenutzt. Das Team hat mit ihrer Idee „Willy“ nun ein flexibles Stadtmöbel konzipiert, das Regenwasser zur Bewässerung von nahliegenden städtischen Grünflächen oder eigenen Beeten/Blumenwiesen sammelt. Gleichzeitig spendet es im Sommer Schatten und bietet den Nutzer*innen die Möglichkeit, ihre elektronischen Geräte aufzuladen.

Der dritte Preis in Höhe von 500 Euro geht an Abdurrahman Turgut, Yavuz Selim Demir, Philipp Hummel, Tobias Nolte, Fabienne Röll und Roxana Tennert vom Team „SPINFIT“. Wer im Büro arbeitet, der verbringt an Werktagen nicht selten sechs Stunden oder mehr im Sitzen. Bewegungsmangel ist in diesem Fall vorprogrammiert. Das Team „SPINFIT“ hat für Bürositzer*innen deswegen ein vielseitiges Trainingsgerät entwickelt. Es ermöglicht aktive Bewegung am Arbeitsplatz, fördert die Gesundheit durch abwechslungsreiche Übungen und verbessert die Konzentrationsfähigkeit der Nutzer*innen.

Bei der Preisverleihung konnten Manuel Mickler und Timo Mertin die Anwesenden von ihrer Idee „BauKoDat“ (www.baukodat.com) überzeugen und erhielten dafür den Publikumspreis. In der Baukostendatenbank „BauKoDat“, die als Webanwendung zur Verfügung steht, können Nutzende aus der Baubranche intuitiv und schnell nach eigenen sowie fremden Kostenkennwerten ­mit hoher Validität suchen. Mithilfe eines eigens entwickelten Logarithmus werden die unternehmensinternen Baukostendaten aufwändig aufbereitet, der eigenen Datenbank hinzugefügt und allen Mitarbeitenden im Unternehmen zur Verfügung gestellt. Die Bepreisung von Bauprojekten wird für Architektur- und Ingenieurbüros, Bauherren und Baufirmen erheblich vereinfacht und der Kosten- und Zeitaufwand um ein Vielfaches reduziert.

Der AppliedIdea-Ideenwettbewerb

Der AppliedIdea-Ideenwettbewerb wurde 2016, damals gefördert durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK), an der Frankfurt UAS eingeführt und findet jedes Jahr statt. Die Teilnahme steht allen Studierenden, Professor*innen, Mitarbeitenden sowie Alumni und Alumnae bis fünf Jahre nach ihrem Abschluss offen, die eine besondere Idee, sei es für eine kommerziell orientierte Unternehmung oder für einen Non-Profit-Ansatz, vorstellen wollen. Neben den Geldpreisen wird im Rahmen des Wettbewerbs Unterstützung bei der Realisierung der Ideen und professionelles Feedback von Expert*innen aus Hochschule und Wirtschaft geboten.

Weitere Informationen zum AppliedIdea-Ideenwettbewerb unter: www.appliedidea.de

Bildunterschrift: Preisträgerin Vanessa Weber für das Team „studio.bw“ (r.) mit Lena Anna Schmidt, AppliedIdea-Gewinnerin aus dem Jahr 2023 (l.), und Prof. Dr. Susanne Rägle, Vizepräsidentin für Forschung, Weiterbildung, Transfer der Hochschule.
Bildquelle: B. Bieber | Frankfurt UAS

Quelle Frankfurt University of Applied Sciences

DoubleTree by Hilton Berlin Ku´damm setzt auf Bio, Berlin und Zero Waste

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DoubleTree by Hilton Berlin Ku´damm - Küchenchef Alexandre Castelain und Souschef Moritz Ehrlich Copyright: Cornelia Jeske/primo PR

Bis zu zehn Prozent der globalen Treibhausgasemissionen geht auf Lebensmittelverschwendung zurück (Quelle: Umweltstiftung WWF). Vor allem Großküchen und Restaurants können hier wirksam gegensteuern. Das DoubleTree by Hilton Berlin Ku´damm ist sich dieser Verantwortung bewusst und setzt neue Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit in der Küche, um das Bewusstsein für Gäste zu schärfen. Zero Waste and full of taste – so das Credo der Küchencrew um Alexandre Castelain und Moritz Ehrlich.

Schon bei der Eröffnung im Sommer 2023 hat The Restaurant in seiner Abendkarte gezeigt, wie gut Zero Waste schmecken kann: Für das Gericht Blumenkohl 360 Grad wurde nicht nur der Blumenkohl an sich gekocht, sondern einzelne Blätter ausgebacken. Kleingeschnittene Strünke und Blätter fermentierten zudem langsam zu einem feinen Kimchi – serviert wurde alles zusammen auf einer Creme mit schwarzem Pfeffer.

„Ein Lebensmittel komplett zu verwenden, ist eine erste Maßnahme, um Verschwendung zu vermeiden“, so Küchenchef Alexandre Castelain – und nicht zuletzt wirtschaftlich nötig: „Da wir ausschließlich Bio-Produkte verwenden, müssen wir allein schon wegen der hohen Einkaufspreise überlegen, wie man so viel wie möglich von Gemüse, Fleisch und Fisch nutzen kann.“ Daher werden Kartoffelschalen in Fett ausgebacken und sorgen später auf der Currywurst für einen feinen Crunch. Auch Fischhaut wandelt sich auf diese Weise noch zum knusprigen Extra mancher Gerichte.

„So oft wie möglich machen wir aus einem Lebensmittel gleich zwei Produkte für unsere Küche“, so Sous-Chef Moritz Ehrlich, „so gewinnen wir beispielsweise aus grob gehackten und über Nacht bei 80 Grad geschmorten Champignons nicht nur unsere feine Brühe, sondern auch den köstlichen Pilzketchup.“ Für diesen außergewöhnlichen Dip wird der Trester püriert und mit Apfelessig, braunem Zucker, Salz und Pfeffer abgeschmeckt.

Doch schon bei der Kreation von Rezepten lässt sich Lebensmittelverschwendung vermeiden. „Wenn ich für 30 Gäste Mousse zubereite, das aus Eigelb gemacht wird, habe ich eine ganze Menge Eiweiß übrig“, so Ehrlich, „daher machen wir direkt ein Baiser dazu, um alles vom Ei zu verwenden.“ In das Baiser kommt übrigens Roter Sauerklee, genauer: ein Pulver aus den getrockneten Resten des Sauerklees, der im Sommer übrigblieb und gesammelt wurde – statt in der Tonne zu landen.

Ebenfalls zum Zero Waste Konzept gehört das Tischbüfett. In The Restaurant kommen verschiedene Gerichte in die Mitte des Tisches und jeder nimmt sich, was er mag. „Family Style heißt das neudeutsch“, so Moritz Ehrlich, „und tatsächlich haben wir festgestellt, dass hier am Ende des Tages weniger Abfall entsteht als beim klassischen Menü.“

Was noch mehr Ressourcen schont: Die Beilagen werden separat bestellt, so können sich die Gäste vorher überlegen, wieviel sie verzehren wollen. Und auch das Brot steht auf der Karte – denn es soll eine bewusste Entscheidung sein und am Ende nicht unberührt auf dem Tisch stehen. Dafür wäre das gute Sauerteigbrot aus einer Biobäckerei in Neukölln auch viel zu schade.

„Und was natürlich auch hilft“, ergänzt Hoteldirektor Hannes Dreher augenzwinkernd, „ist einfach so gut zu kochen, dass niemand etwas auf dem Teller lassen möchte. Genuss mit gutem Gewissen – dafür steht The Restaurant.“

Über The Restaurant

The Restaurant verfügt über 260 Sitzplätze und einen abgetrennten A-la-carte Bereich sowie Außenterrasse. Hotelgäste genießen hier am Morgen das aktuell einzige Bio-Breakfast-Büfett Berlins. Abends steht nachhaltig regionale Küche im Berliner Style auf der Karte. Neben Küchenchef Alexandre Castelain und Sous Chef Moritz Ehrlich gehören 12 weitere Mitarbeitende zum Küchenteam.

Über DoubleTree by Hilton Berlin Ku´damm

Das DoubleTree by Hilton Berlin Ku´damm wurde im Sommer 2023 als das erste Hotel der Hilton Full-Service-Marke DoubleTree by Hilton in der Hauptstadt eröffnet. Eigentümer ist die Blackstone Group, Franchisenehmer und Betreiber die Event Hotels aus Köln. Das sechsstöckige Haus liegt nur wenige Schritte vom berühmten Kurfürstendamm entfernt und direkt am hübschen Los-Angeles-Platz mit Park vor der Haustür. Mit seinen 420 Zimmern, darunter 15 Suiten, elf Tagungsräumen auf über 800 Quadratmetern, einem kuppelförmigen Fitnessbereich mit zwei Saunen, „The Restaurant“ und „The Bar“ sowie zahlreichen nachhaltigen Annehmlichkeiten ist das DoubleTree by Hilton Berlin Ku´damm eines der größten Hotels in der City. Rund 120 MitarbeiterInnen und Auszubildende sind Teil des Hotelteams rund um General Manager Hannes Dreher. www.doubletree-by-hilton-berlin-kudamm.de

Bild DoubleTree by Hilton Berlin Ku´damm – Küchenchef Alexandre Castelain und Souschef Moritz Ehrlich CopyrightCornelia Jeske/primo PR

Quelle primo PR

In der Feuerwehr, im Handwerk und in der Backstube läuft nichts ohne starke Frauen

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Ostfriesischen Inseln
Sabine Hinrichs betreibt nicht nur die Inselbühne, sondern schreibt auch Berichte für baltrum-online.de. © Privat ­

Robinson Crusoe ist ungewollt auf einer Insel gestrandet, genauso wie Tom Hanks im Hollywood-Film „Cast Away“. Auf den Ostfriesischen Inseln dagegen sind sieben Frauen alles andere als gestrandet. Sie haben sich im Gegenteil ganz bewusst für ein Leben am Wasser, vom Meer umschlossen, entschieden und dort ihr Zuhause und ihre Berufung gefunden: Eine hält die Strandstege in Schuss, eine entführt Touristen auf eine Zeitreise und eine andere zog es aus dem fernen Peru nach Juist. Passend zum Frauentag am 8. März erzählen sie von ihrem Inselleben.

Von Peru nach Juist: Yanet Ramos lässt die Urlauber tanzen

Die weiteste Reise hat Yanet Ramos (48) hinter sich. Über 10.000 Kilometer sogar. In Peru geboren, zog sie als Kind nach Spanien, in die Heimat ihres Vaters. Dort war es ihr aber zu heiß, so dass sie vor 25 Jahren nach Deutschland kam. Hier stieß die Lehrerin auf ein Angebot für eine Vier-Wochen-Stelle auf Juist. Jahr für Jahr verlängerte sie ihre Aufenthalte bis sie vor drei Jahren ganz auf der Insel blieb. Ramos ist bei der Gemeinde angestellt und hält die Urlaubsgäste fit. Sie hat die Leitung für die Bereiche Strandsport und Kinderanimation, gibt Sport- und Tanzkurse.

Ihre Arbeit liebt sie: „Im Sommer arbeite ich zehn Wochen durch, aber es macht mir großen Spaß.“ Ihre Söhne werkeln auswärts an ihrer Ausbildung bzw. ihrem Studium. Aber: Im Sommer arbeiten beide als Rettungsschwimmer auf Juist. Ramos Lieblingsort ist die Bill im Westen, liebevoll der „Po“ der Insel genannt. Hier genießt sie die Natur und die unglaubliche Ruhe. „Es ist ein unglaublich tolles Feeling“, schwärmt sie. Ob sie jemals die Insel verlässt, weiß sie nicht. Erst einmal hat sie vor zu bleiben: „Es gefällt mir hier super.“

Sie hilft, wenn es brennt: Langeoogs Feuerwehrfrau Annika Philipp. © Freiwillige Feuerwehr Langeoog

Für die Freiwillige Feuerwehr: Annika Philipp hilft zu jeder Uhrzeit

Annika Philipp (31), die hauptberuflich in einem Café an der Hafen-Mole auf Langeoog arbeitet, ist eine von sechs aktiven Frauen bei der Insel-Feuerwehr. Sie schätzt vor allem den kameradschaftlichen Zusammenhalt. Zu einem Einsatz kann sie zu jeder Tag- und Nachtzeit gerufen werden. Die gelernte Hotelfachfrau, die aus Hooksiel stammt, ist bereits seit 2009 bei der Freiwilligen Feuerwehr aktiv, seit 2012 auf Langeoog.

Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem Strandeinsätze, wenn Touristen nach einer Wanderung über die Sandbank im Priel stecken bleiben. Philipp verweist dann gern auf die Warnschilder: „Im Priel steckt man schnell bis zur Hüfte drin. Der kürzeste Weg zum Strand ist nicht immer der beste…“
Auf Langeoog blieb sie nach ihrer Hotel-Ausbildung kleben, lernte dort auch ihren Partner kennen. Für sie steht fest: „Weg von der Insel? Nur mit den Füßen voran.“

Tätje begleitet die Touristen auf einer Zeitreise

Eine besondere und sehr beliebte Führung, die Anja Sander (60) auf Spiekeroog anbietet, ist eine Zeitreise in die Inselgeschichte. Dann schlüpft sie in die Rolle der Tätje, einer Frau, die vor 150 Jahren auf Spiekeroog lebte. Sie führt die Gäste über die Insel, als wäre es das Jahr 1865. Sander, die sich mit ihren Führungen selbstständig gemacht hat, bringt den Urlaubern auch das Watt und den Sternenhimmel näher.

Als die Hannoveranerin Anja Sander vor 25 Jahren auf Spiekeroog landete, hätte sie nie gedacht, dass sie einmal Wattführerin werden sollte. Sander, die als Psychotherapeutin in der Mutter-Kind-Klinik arbeitete, erinnert sich: „Ich traf damals jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit einen alten Insulaner, der mich immer fragte, wann ich denn die Wattführerprüfung machen würde. Irgendwann gab ich dem Werben tatsächlich nach.“ Mittlerweile ist sie seit 20 Jahren Wattführerin. Der Job macht sie unglaublich glücklich: „Ich bin jeden Tag draußen in der Natur.“ Anja Sander kann sich sehr gut vorstellen, auf Spiekeroog alt zu werden.

Schönes Theater: Sabine Hinrichs liebt ihre Insel-Bühne

Eine Schwäbin auf Baltrum. Sabine Hinrichs (59) lebt bereits seit 40 Jahren auf der Insel, siedelte mit 18 aus Backnang um. Ihre Eltern stammten von der Küste, verbrachten viele Urlaube auf Baltrum. „Eigentlich war mein Plan, Journalistin zu werden“, erzählt Hinrichs. „Ich machte deshalb die Berichterstattung für die Gemeinde und später für die Inselzeitung Inselglocke.“ Ihren Lebensunterhalt verdient sie mit der Vermietung von Ferienwohnungen. Eines ihrer Herzens-Projekte ist aber die Inselbühne Baltrum.

Der mittlerweile verstorbene Gründer Wilhelm Klünder fragte sie einst, ob sie nicht mal eine Rolle übernehmen wolle. Inzwischen leitet sie das kleine Theater und inszeniert mit anderen Insulanern zwei bis drei Stücke pro Jahr. „In diesem Jahr führen wir „Verona macht die Männer wild“ auf, dazu feiert das Drei-Mann-Stück „Auf hoher See“ Premiere“, so Hinrichs. „Im Winter wird geprobt, im Sommer vor den Urlaubern gespielt.“ Auf Baltrum will Hinrichs, die schon stolze Großmutter ist, bleiben. Das Einzige, was sie auf der Insel vermisst, ist der Schwäbische Wald. „Deswegen gehe ich jeden Tag einmal durch unser Kiefernwäldchen“, sagt sie. „Das brauche ich.“

Insel-Handwerk: Zwei Frauen halten alles in Schuss

Sie sägt alles in die richtige Form: Borkums Tischlerin Paulina Richter. © Nordseeheilbad Borkum GmbH
Sie sägt alles in die richtige Form: Borkums Tischlerin Paulina Richter. © Nordseeheilbad Borkum GmbH

Johanna Rieger (25) und Paulina Richter (29) sorgen auf Wangerooge und Borkum dafür, dass alles gut in Schuss ist. Die eine als Dachdeckerin, die andere als Tischlerin. Rieger stammt aus dem Harz, kannte Wangerooge aus den Ferien. Sie schrieb eine Initiativbewerbung – einen Monat später war sie auf der Insel. Lustigerweise ist sie in der Dachdeckerei die einzige Insulanerin, die Kollegen leben alle auf dem Festland. „Damit bin ich quasi der Dauer-Notdienst an Wochenenden“, sagt sie lachend. Im Sommer – um die Touristen nicht zu sehr zu stören – arbeiten die Dachdecker eher geräuschlos.

Die größeren Aufträge wie Umdecker-Arbeiten finden im Winter statt. „Als ich im letzten Winter auf die Insel kam, war ich zunächst ziemlich allein“, erinnert sie sich. Aber einen Winter später wird sie zu Geburtstagen und Spielabenden eingeladen, spielt in der Frauen-Mannschaft des TuS Wangerooge – genannt „die Tussis“ – und tritt mit der Trommel-Comedy-Group „Wangoo Diptams“ auf. „Hier zu sein“, sagt sie, „ist immer noch wie ein Urlaubsgefühl.“

Paulina Richter hat zwar wenig direkten Kontakt zu den Touristen, aber sie sorgt dafür, dass diese einen stolperfreien Urlaub genießen können. Die gebürtige Bielefelderin lebt erst seit letztem Juni auf Borkum und ist dort bei der Nordseeheilbad Borkum GmbH als Tischlerin angestellt. „Ich bin durch Zufall auf die Stellenausschreibung gestoßen, habe mich beworben und wurde angenommen.“ Zu ihren Aufgaben gehört es unter anderem, die Strandstege und die bekannten Badekarren zu reparieren und in Stand zu halten.

Es war auch für sie ein großer Schritt, auf die Insel zu ziehen, musste neue Freunde finden. Doch mittlerweile kostet sie die Möglichkeiten der Insel voll aus, spielt im Tennisverein und lernt Kitesurfen. Einen Lieblingsort hat sie mit dem Ostland ebenfalls gefunden. Die Ruhe und die schöne Natur dort will sie nicht mehr missen. Für sie ist klar: Sie will auf Borkum bleiben.

Butterkuchen der Bäckerei Remmers statt perfekte Schwünge auf der Skipiste

Eine waschechte Insulanerin ist Jessika Remmers (25), die im Familienbetrieb Remmers Backstube auf Juist arbeitet. Dabei wollte sie zuerst gar nicht auf der Insel bleiben. Nach dem Fachabitur machte sie zunächst eine Skilehrerausbildung im Kleinwalsertal in Österreich. Doch nach drei Wintern arbeitete sie eine Saison in der elterlichen Bäckerei mit und stellte fest: Das macht mir Spaß. In vier Jahren zog sie ihre Ausbildung zur Bäckermeisterin und Konditormeisterin durch und arbeitet jetzt fest auf Juist. Was ihre Kunden am liebsten kaufen? „Unseren Vierfach Rosinenstuten und den Butterkuchen“, verrät Remmers.

Hochsaison ist im Sommer, im Winter hat die Bäckerei Betriebsferien. „Der Laden ist dann zwar zu“, erzählt sie, „aber es gibt trotzdem 1000 Dinge zu tun, die man im Sommer nicht schafft. Wie Messebesuche zum Beispiel.“ Am Inselleben fehlt ihr nichts. „Im Sommer an den Strand – auch wenn ich das selten schaffe – und im Winter in die Berge zum Skifahren. Das ist ein guter Ausgleich.“ Ihr Bruder ist übrigens ebenfalls Bäcker, hat sich selbstständig gemacht. Allerdings ohne der Familie Konkurrenz zu machen – auf Langeoog.

Celina Gerdes sorgt für klar Schiff auf den Fähren

Es gibt nicht nur wichtige Frauen auf den Inseln, sondern auch für die Inseln. Celina Gerdes (21) steckt gerade mitten in ihrer Ausbildung zur Schiffsmechanikerin bei der Reederei AG Ems und sorgt dafür, dass die Urlauber sicher auf die Inseln gelangen. Zu ihren Aufgaben gehört es, die Fähren instand zu halten oder die Bunkerwache (die Betankung der Schiffe) zu beaufsichtigen. Außerdem begleitet sie die Fähren der AG Ems von Emden nach Borkum und Eemshaven, wobei sie sogar teilweise das Steuer übernimmt.

Wie sie nach der Schule zu diesem eher ungewöhnlichen Beruf kam? „Ich wollte schon immer etwas am oder auf dem Wasser machen. Und da bin ich auf diesen Ausbildungsplatz gestoßen“, erzählt sie. Privat engagiert sie sich auch bei den Seenotrettern. An ihren freien Tagen hat sie Bereitschaft und kann jederzeit zu einem Einsatz gerufen werden.

Die Ostfriesischen Inseln – Die Perlenkette der Nordsee

An der niedersächsischen Nordseeküste findet man gleich siebenmal deutsches Urlaubsglück: die sieben Ostfriesischen Inseln. Von West nach Ost reihen sich Borkum (www.borkum.de), Juist (www.juist.de), Norderney (www.norderney.de), Baltrum (www.baltrum.de), Langeoog (www.langeoog.de), Spiekeroog (www.spiekeroog.de) und Wangerooge (www.wangerooge.de) als geografische Perlenkette aneinander. Jede Insel hat ihren eigenen Charakter und ihren Charme – gemeinsam sind ihnen das UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer, die frischen, gesunden Seebrisen, die schäumenden Nordseewellen, der unendliche Horizont mit den atemberaubenden Sonnenuntergängen und das Gefühl der grenzenlosen Freiheit an den kilometerlangen Stränden.

Weitere Informationen unter: ostfriesische-inseln.de

Titelbild: Sabine Hinrichs betreibt nicht nur die Inselbühne, sondern schreibt auch Berichte für baltrum-online.de. © Privat

Quelle genböck pr + consult GmbH

Zur Winterfrische auf den Ritten

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tann

Der Winter ist eine gute Zeit zum „Auftannen“. Hoch oben über Bozen, 1.500 Meter „über dem Gewöhnlichen“, hat Familie Untermarzoner mit ihrem Hotel Tann ein Refugium geschaffen, das man so kein zweites Mal findet.

Was die Natur alles zu bewirken vermag, das zeigt sich hier eindrucksvoll. Wenn die umliegenden Wiesen und Wälder tief verschneit sind, ist die magische Ruhe per se schon eine Wohltat. Was es mit Barbaras Waldküche auf sich hat, muss man geschmeckt und gespürt haben. Das Tann ist der Ort für Winterfrische der außergewöhnlichen Art, zum Gedanken Auslüften und Waldluft Atmen. Die neue Villa Tann bereichert das Tann mit herrlichen Wohnträumen zum Entschleunigen.

Wald auf der Haut, Ruhe im Herzen

Tann-Anwendungen tun einfach nur gut. Während draußen die Schneeflocken tanzen, lassen sich Genießer bei einer Salzstein-Behandlung mit einem Hauspeeling aus Fichtengranulat und Bergkristall verwöhnen und ruhen im „Ort der Stille“. Oder eine Entschlackungsanwendung hüllt den Körper in ein Kilo geballte Waldkraft aus Birkenblättern, Brennnessel, Wacholder, Fichtengranulat, Edelweiß und Getreidekleie. Herrlich warm: Ein Vollbad in der Holzwanne mit wertvollen Zutaten aus dem Wald entspannt Muskeln und Sinne.

Die Essenz von der Heublume mit Löwenzahn und Brennnessel entfaltet im Waldkräuterbad ihre immunstimulierenden Eigenschaften. Das Kernöl der Hagebutte regeneriert bei einer Tann-Waldrosencremepackung die Haut nachhaltig. Was der Wald zu Tage bringt, findet im Tann seinen Weg in die hauseigene Pflegelinie: Wacholder, Klettenwurzeln, Beinwell Thymian und junge Brombeerblätter, Ringelblumen, Hagebutten. Im traditionellen Brotbad duftet es herrlich nach frisch gebackenem Brot.

In der milden, trockenen Restwärme des Backofens saunieren die Hotelgäste. Im Brechelbad entfalten unzählige Tannenzweige ihre natürlichen Aromen und Wirkstoffe. Im Zirbenstüberl werden bei 90 Grad die Inhaltsstoffe des Urbaums Zirbelkiefer aktiviert. Im beheizten Tannorama-Pool mit Solewasser atmen Wellnessgäste an der frischen Winterluft auf. Eingebettet zwischen Lärche, Fichte und Föhre befindet sich im Tann-Park die Außen-Dampfsauna „Silva“. Im Schutz des Waldes eröffnet sich auch dort eine Aussicht, die Geist und Seele verführt. Im beheizten Whirlpool blubbert das Wohlbefinden, in den Luftliegen gehen die Gedanken auf Reisen.

Barbara – eine Köchin, vom Wald inspiriert

Der Volksmund sagt: Hagebutten, die um Weihnachten gegessen werden, halten Krankheiten fern. In der Tann-Küche bereichert der rote Vitaminspender im Winter Desserts, Marmeladen und delikate Beilagen. Mit einer unglaublichen Leidenschaft und einem umfangreichen Wissen bringt Hotelchefin Barbara die wilde Natur mit all ihren wunderbaren Aromen, Wurzeln, Blüten, Sprossen, Baumzapfen, Pilzen und Wildfrüchten in ihre geschmackvolle Hotelküche. Tann-Fichten-Pesto und Latschenkiefer-Halbgefrorenes oder ein Waldschaumsüppchen von der Fichte und noch viel mehr Köstlichkeiten – mit den Aromen und Produkten des Waldes bespielt die Waldküche des Hotel Tann die Gaumen und kreiert kulinarische Emotionen, die das Wohlbefinden, die Gesundheit und die Fitness stärken. Barbaras Fichtennadelhonig schmeckt auf dem morgendlichen Butterbrot. Ihr Schweinsschopfbraten im Heu ist ein Gedicht.

Einfach losstapfen

Im Winter legen sich den Gästen des Hotel Tann die Schönheiten des Ritten zu Füßen: Beim Winter- und Schneeschuhwandern oder auf Skitouren auf unberührten Wegen. Das Rittner Horn ist für Winterwanderer die pure Faszination. Italiens erster Winter-Premium-Weg beginnt direkt am Tann. Auf Langlaufski über perfekt gespurte Naturloipen gleiten, sich von der Sonne verwöhnen lassen, mit den Schneeschuhen neue Horizonte erobern.

Hotel Tann****
Das Waldhotel in Südtirol
Tannstraße 22
39054 Klobenstein
Tel.: +39 0471 356 264
info@tann.it
http://www.tann.it

Bild Waldkapelle Hotel Tann

Quelle mk Salzburg

Erwerbsmigration und deutsche Willkommenskultur

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Erwerbsmigration

Die Rekrutierung von Personal aus dem Ausland entwickelt sich zu einer viel zitierten Lösung hinsichtlich des Personal- und Fachkräftemangels. Doch während nahezu alle Beteiligten die wirtschaftliche Notwendigkeit von Erwerbsmigration anerkennen, stellen sich der europäische Rechtsruck ebenso wie eine fehlende Willkommenskultur gegenüber immigrierter Arbeitnehmenden einer geglückten Integration in Deutschland in den Weg.

Josélia Gärtner De Freitas ist Gründerin der MUE Careerbridge und damit Brückenbauerin zwischen deutschen Unternehmen und brasilianischen Arbeitskräften. Sie weiß, woran Zuwanderung in der Regel scheitert und wie wichtig die Übernahme sozialer Verantwortung auf Arbeitgeberseite ist. Gleichzeitig fragt sie sich: „Wo bleibt das Wir, wenn doch ausländische Fachkräfte unsere Wirtschaft stärken sollen?“

Herzlich willkommen?

Internationale Personalvermittlungen begleiten Erwerbsmigrant:innen vom Recruiting über die Teilnahme von Sprachkursen hin zum Erlangen des Visum – und im besten Fall auch noch darüber hinaus. So wissen die Expert:innen, dass der Kraftakt mit der Ankunft in Deutschland nicht endet, sondern gerade erst beginnt. Ausgrenzung, Sprachbarrieren sowie Misstrauen spielen hierbei entscheidende Rollen und stehen einer erfolgreichen Integration im Weg.

„Der Qualitätsanspruch im Personalbeschaffungsprozess kann noch so hoch sein – die deutsche ‚Willkommenskultur‘ dämpft häufig positive Erwartungen. Während die Arbeitsleistung willkommen ist, scheint ein Teil der Bevölkerung fast verwundert, dass diese Personen auch Part des sozialen und gesellschaftlichen Lebens sein wollen,“ spricht Josélia Gärtner De Freitas aus Erfahrung.

Wenn Menschen ihrem Heimatland den Rücken kehren, ihre Sprache und kulturelle Gewohnheiten zurücklassen, dann reisen auch immer Unsicherheiten mit im Gepäck. Nicht selten schwingt deshalb das Vorurteil mit, neue Mitbürger:innen würden sich nicht integrieren wollen. Diese hingegen stoßen an ihre emotionalen Grenzen, wenn sie beim Einleben keine Unterstützung erhalten. Im schlimmsten Fall ziehen die Arbeitskräfte nach wenigen Monaten wieder von dannen und der Arbeitgeber begegnet erneut der Herausforderung, fähige Angestellte rekrutieren zu müssen.

Das Netzwerk entscheidet

Um dem entgegenzuwirken, gilt es bei Bewerbungsprozessen über Kontinentalgrenzen hinweg, nicht nur einen Fit für das Jobprofil zu finden, sondern Kandidat:innen auch klar zu vermitteln, was auf sie zukommt: eine neue Sprache lernen, sich der Kultur anpassen und ein neues Umfeld aufbauen. Bilaterale Recruiter:innen vergewissern sich, dass die jeweiligen Arbeitskräfte gewillt sind, dieses große Commitment einzugehen. Im gleichen Zuge müssen Unternehmen und Betriebe ihrer sozialen Verantwortung nachkommen und ein Umfeld schaffen, das ausländische Mitarbeitende auffängt.

Ein gutes Netzwerk im Ausland ist für Personalvermittlungen daher unabkömmlich. „Personen, die selbst Teil beider Kulturen sind, wissen in der Regel, worauf es bei Bewerber:innen ankommt,“ weiß die Gründerin. Auch in Deutschland brauchen Neuankömmlinge gute Beziehungen für die Anfangszeit, um sich zurechtzufinden. Doch häufig fehlt es an Verständnis dafür, dass das nicht von heute auf morgen passiert.

Ein Appell!

„Ängste spielen beim Thema Migration auf allen Seiten eine große Rolle und spalten in Situationen, in denen das Wir am wichtigsten ist,“ erklärt die Gründerin der MUE Careerbridge. Der aktuelle Personalnotstand steht einer florierenden Wirtschaft im Weg – und damit auch dem Ausbau neuer Arbeitsplätze. Unternehmen, die in internationaler Personalvermittlung eine Chance erkennen, müssen ihren Teil zur Integration beitragen. Dazu gehört nicht nur Vielfalt auf dem Papier zu predigen, sondern auch die eigenen Mitarbeitenden dazu anzuhalten, eine offene Willkommenskultur zu gestalten.

Paten für die ersten Wochen beiseite zu stellen und darüber hinaus zu unterstützen, baut Berührungsängste ab und hilft beiden Seiten, sich der neuen Situation zu öffnen. „Kultur kann faktisch nicht schon im anderen Land oder in der Theorie erlernt werden. Neben dem Abbau von bürokratischen Hürden baucht es für eine gelungene Integration Wertschätzung und Toleranz“, betont Josélia Gärtner De Freitas.

Bild Josélia Gärtner De Freitas vermittelt Fach- und Arbeitskräfte zwischen Brasilien und Deutschland.
(Credits: Josélia Gärtner De Freitas)

Quelle Borgmeier Media Gruppe GmbH

China im Jahr des Drachen: Nationale Sicherheit, Strukturwandel und Finanzregulierung stehen auf der Agenda

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China
Foto von Magdalena Polan (Quelle: PGIM Fixed Income)

Ein aktueller Marktkommentar von Magdalena Polan, Head of Emerging Market Macroeconomic Research bei PGIM Fixed Income:

Die ungewissen Wachstumsaussichten Chinas bleiben eines der größten globalen Makrorisiken, was durch die schwache Entwicklung der chinesischen Binnenmärkte im bisherigen Jahresverlauf noch verstärkt wird. Eine vorausschauende Betrachtung erfordert jedoch den Einbezug der nominalen und realen Rahmenbedingungen in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt.

Inflationsbereinigt erscheint Chinas Wachstum und der Anteil des Konsums mit 4-5 % relativ gesund, während der Beitrag von Investitionen, Lagerbeständen und Nettoexporten hinterherhinkt. Die relative Stabilität auf inflationsbereinigter Basis ist einer der Gründe, warum die chinesischen Behörden einen schrittweisen Ansatz bei den Konjunkturmaßnahmen verfolgen.

Auch wenn es in China zu weiteren Konjunkturmaßnahmen kommen wird, werden diese wahrscheinlich nicht an die Maßnahmen von 2008 oder 2015 heranreichen, als die politischen Entscheidungsträger einen größeren fiskalischen Spielraum hatten und der Immobiliensektor als zyklischer Faktor betrachtet wurde (und nicht wie heute als struktureller Faktor).

Unsere Einschätzung zusätzlicher, aber nicht massiver Stimulierungsmaßnahmen – die die Wachstumserwartungen zwar positiv, aber mit 4,5 % im Jahr 2024 moderat halten sollten – spiegelt die vielfältigen Ziele der politischen Entscheidungsträger wider, darunter nationale Sicherheit, Strukturwandel und Finanzregulierung.

China im Jahr des Drachen: Nationale Sicherheit, Strukturwandel und Finanzregulierung stehen auf der Agenda

Foto von Magdalena Polan (Quelle: PGIM Fixed Income)

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PM-International expandiert auf den bulgarischen Markt

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PM-International Bulgarien

PM-International feierte kürzlich einen weiteren Meilenstein in seiner internationalen Expansion: Die feierliche Eröffnung der neuesten Niederlassung in Sofia, Bulgarien. Diese ist verantwortlich für die Verwaltung und Logistik in Bulgarien mit dem Ziel, das weitere Wachstum des Unternehmens in dem neu eröffneten Markt zu unterstützen.

Am Grand Opening nahmen über 1.000 PM-International Vertriebspartner teil. „Wir freuen uns sehr, dass PM-International mit unserer neuen Niederlassung in Sofia jetzt offiziell in Bulgarien vertreten ist. Wir sehen hier einen Standort, der durch seine Lage im Herzen der Balkanstaaten großes Potenzial bietet, um mehr als 140 Millionen Menschen zu erreichen“, so Guido Buch, General Manager Sales Eastern Europe and Middle East. PM-International investierte in neue Räumlichkeiten, die 300 m2 Bürofläche und ca. 180 m2 Lagerfläche umfassen, und hat zunächst fünf neue Arbeitsplätze in der Region geschaffen.

Der Direktvertrieb erfreut sich auch in Bulgarien immer größerer Beliebtheit. „Im Jahr 2023 hat sich unser Umsatz im Vergleich zum Vorjahr hier mehr als verdoppelt. Wir registrieren eine große Nachfrage sowohl nach unseren Produkten als auch nach unserem Geschäftsmodell“, so Buch weiter.

Mit dem Grand Opening schafft das Unternehmen die Basis für eine breite Expansion nicht nur in Bulgarien, sondern im gesamten Balkan: „PM-International stellt die Infrastruktur vom Warenversand bis zur Auszahlung der Bonuszahlungen an die Vertriebspartner zur Verfügung. So schaffen wir die Grundlage dafür, dass sich unsere Vertriebspartner voll und ganz auf die persönliche Beratung ihrer Kunden und den Verkauf der FitLine Produkte konzentrieren können. Unsere bulgarischen Vertriebspartner haben in den vergangenen Monaten hervorragende Arbeit geleistet. Sie sind hochmotiviert und haben ihre Ziele fest im Blick“, so Polina Al-Bitar, Office Manager bei PM-International Bulgarien.

Die neue Niederlassung bietet den bulgarischen Vertriebspartnern von PM-International einen direkten lokalen Kontakt zum Kundensupport. Zudem können sie die Räumlichkeiten für Schulungen und ihre eigenen Präsentationen nutzen.

Bild Grand Opening von PM-International Bulgarien

Quelle PM-International AG

Berichtssaison zeigt: Die nächste Generation Tech ist da!

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Tech Netflix Gen
Foto von Roman Przibylla (Quelle: CAT Financial Products)

Ein aktueller Marktkommentar von Roman Przibylla von CAT Financial Products:

Die „Magnificent 7” Tech-Aktien haben die Börse im vergangenen Jahr beflügelt. Doch auch ausgewählte Technologieaktien aus der zweiten Reihe haben sich mehr als verdoppelt. Diese nächste Generation verspricht enormes Potential, was nun auch die aktuelle Berichtssaison eindrucksvoll beweist.

Die sieben Tech-Titel NVIDIA, Microsoft, Apple, Amazon, Alphabet, Tesla und Meta haben in 2023 insgesamt um mehr als 80 Prozent zugelegt, während der Rest des S&P 500 nur um 9 Prozent stieg. In 2024 beginnen nun aber mindestens 3 der 7 Aktien Federn zu lassen. Dagegen sorgen andere Tech-Aktien aus der zweiten Reihe für Schlagzeilen. Denn dort gibt es hochspezialisierte Technologieunternehmen, die im Schatten der Großen eine beeindruckende Entwicklung hinlegen.

Aktien wie Cloudflare, Confluence oder Palantir haben alleine in diesem Jahr mehr als 25% zugelegt. Der Grund: Die Berichtssaison belegt eindrucksvoll, was wir seit vielen Monaten Anlegerinnen und Anleger sagen. Es entwickelt sich eine nächste Generation Tech-Aktien, die insbesondere nun in 2024 von sich reden machen werden. Denn die meisten dieser Unternehmen verfügen bereits heute über ein sehr gut funktionierendes Geschäftsmodell, sind in ihrem Bereich führend, sitzen auf enormen Cash-Beständen und werden zudem von einer wieder expansiveren Geldpolitik der Notenbanken im neuen Jahr 2024 zusätzlich Rückenwind erhalten.

Hinzu zeigen die aktuellsten Zahlen der Berichtssaison, dass diese Unternehmen bereits dran sind ihre Geschäftsmodelle zu skalieren und auszuweiten und dabei gibt das Thema KI noch einmal einen zusätzlichen Schub. Viele Anleger waren von dieser Entwicklung überrascht und haben nach den Zahlen auf breiter Front zugegriffen, was beispielsweise bei Palantir zu einem Plus von über 40% in drei Tagen geführt hat.

Auf die nächsten Apples und Alphabets setzen

Und das sind nur drei von vielen Beispielen aus dem Technologiebereich. In den nächsten 10 Jahren werden wir mehr technologischen Fortschritt erleben als in den letzten 100 Jahren. Früher gehörten Industrieunternehmen zu den wertvollsten Unternehmen mit den größten Wachstumsraten, heute sind das durchweg Technologieunternehmen. Diese Entwicklung sollte sich auch in den Anlegerdepots widerspiegeln.

Tracker-Zertifikate auf einen speziell zusammengestellten Index können dabei helfen. Der Next Generation Tech+ Index (CH1272476909) ist eine solche Lösung. Der Index umfasst derzeit 23 Titel, wird aktiv von Thomas Rappold, einem der bekanntesten Tech-Investoren im deutschsprachigen Raum gemanagt und laufend angepasst. Anleger müssen also nicht selbst die aussichtsreichsten Tech-Aktien der nächsten Generation suchen und einzeln kaufen, sondern setzen auf diesen Index. So können Anleger einfach und diversifiziert auf die Technologieaktien der nächsten Generation setzen.

Berichtssaison zeigt: Die nächste Generation Tech ist da!

Foto von Roman Przibylla (Quelle: CAT Financial Products)

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Technische Rezession in Großbritannien – wahrscheinlich aber nicht von langer Dauer

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IG Bau EZB Bank of England Industrie Großbritannien Lohn Stillstand
Foto von Tomasz Wieladek (Quelle: T. Rowe Price)

Ein aktueller Marktkommentar von Tomasz Wieladek, European Chief Economist bei T. Rowe Price:

Das britische BIP schrumpfte im vierten Quartal um 0,3% und damit zum zweiten Mal in Folge. Damit befindet sich Großbritannien in einer technischen Rezession. Die Produktionsschwäche ist auf eine Reihe spezifischer Gründe zurückzuführen. Das schlechte Wetter im Dezember führte zu einem stärkeren Rückgang im Baugewerbe als üblich. Die Exporte schrumpften deutlich schneller als die Importe. Die generelle Beeinträchtigung des Handels durch die Angriffe im Roten Meer dürfte hier eine Rolle gespielt haben. Besorgniserregend ist der Rückgang des privaten Konsums um 0,1%.

Allerdings musste der Rückgang des privaten Konsums im dritten Quartal auf -0,9% korrigiert werden, was bedeutet, dass der private Konsum im vierten Quartal zwar immer noch rückläufig war, sich aber im Vergleich zum vorherigen Quartal verbesserte. Die Staatsausgaben sanken um 0,3 %, nachdem sie im dritten Quartal noch um 0,8 % gestiegen waren. Die einzig positive Entwicklung verzeichneten die Unternehmensinvestitionen, die um 1,5 % stiegen, nachdem sie im dritten Quartal noch um 3,2 % gesunken waren.

Die Daten machen deutlich, dass Großbritannien in eine technische Rezession eingetreten ist. Nach meiner Einschätzung wird die Rezession technischer Natur bleiben, d.h. sie dürfte nicht auf den Arbeitsmarkt übergreifen. Eine weiter gefasste Definition von Rezession würde auch eine deutliche Verschlechterung auf dem Arbeitsmarkt voraussetzen. Tatsächlich ist die Arbeitslosenquote in diesen beiden Quartalen sogar gesunken. Obwohl es derzeit Probleme bei der Erfassung der Arbeitslosenquote gibt, dürfte die Unsicherheit über die Höhe der Arbeitslosenquote größer sein als über die Tendenz.

Hinzu kommt, dass sich die Umfragedaten im Dezember durchweg rasch verbesserten und im Januar ihre starke Entwicklung fortsetzten. Dies spiegelt möglicherweise die Erwartung niedrigerer Zinssätze und eines Anstiegs der verfügbaren Einkommen infolge der Senkung der Sozialversicherungsbeiträge im Januar wider. Da Umfragen ein starker Indikator für die Wirtschaftsleistung sind, deutet dies darauf hin, dass die Wirtschaft in der ersten Jahreshälfte 2024 wieder wachsen könnte, ohne dass dies jedoch zu einem deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit führen würde.

Die Bank of England geht in ihren Prognosen von einer Rezessionswahrscheinlichkeit von 50% aus, aber das Ausmaß des Produktionsrückgangs von heute Morgen wird die geldpolitische Debatte beeinflussen. Wir halten die zweite Jahreshälfte 2024 für den wahrscheinlichsten Zeitpunkt für eine Zinssenkung, da die Bank of England den Arbeitsmarkt weiterhin sehr genau beobachten wird. Der Rückgang heute Morgen erhöht jedoch das Risiko einer früheren Zinssenkung.

Dennoch gehen wir davon aus, dass der Arbeitsmarkt angesichts der schwachen Produktion wie in anderen europäischen Ländern widerstandsfähig und angespannt bleiben wird. Dies bedeutet, dass der geldpolitische Ausschuss den heutigen Rückgang zwar berücksichtigen wird, aber solange der Arbeitsmarkt widerstandsfähig bleibt, wird die Debatte darüber, ob und wann die Zinsen gesenkt werden sollen, weitergehen und der Zeitpunkt der ersten Zinssenkung höchst ungewiss bleiben.

Vor diesem Hintergrund werden sich die Finanzmärkte wahrscheinlich weiterhin in zwei Richtungen bewegen: Einerseits werden schwache kurzfristige CPI-Daten und schwache Produktionsdaten dazu führen, dass die Märkte weitere Zinssenkungen einpreisen und Gilts im Einklang mit einem eher traditionellen geldpolitischen Zyklus steigen. Andererseits dürften ein robuster Arbeitsmarkt und starre Löhne dazu führen, dass weniger Zinssenkungen eingepreist werden und Gilts verkauft werden. Die Giltmärkte dürften daher in Zukunft sehr volatil sein.

Technische Rezession in Großbritannien – wahrscheinlich aber nicht von langer Dauer

Foto von Tomasz Wieladek (Quelle: T. Rowe Price)

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