Montag, Februar 9, 2026
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Künast sieht neue "Robustheit" bei Bauernprotesten

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Grünen-Politikerin Renate Künast beobachtet bei den aktuellen Bauernprotesten zur Agrarpolitik eine Verschärfung im Vergleich zu früheren Demonstrationsformen. „Die Robustheit hat sich verändert“, sagte sie dem Sender Phoenix.

Die Bundestagsabgeordnete befürchtet, dass unter den Demonstranten „vielleicht mancher sich nicht sicher sein kann, dass er nicht umgedreht oder funktionalisiert wird“. Manche wollten vielleicht sogar „auch Demokratie abschaffen und ein autoritäres System schaffen“. Für sie sei da die Grenze erreicht. Künast vergleicht die Proteste mit „Trumpismus“: „Da soll eigentlich gar nicht diskutiert werden, sondern nur sehr robust seine Meinung ausgedrückt werden“, sagte sie.

Obwohl bei den aktuellen Protesten vor allem die Finanzierung des Agrardiesels im Vordergrund stehe, liegen die Probleme der deutschen Landwirtschaft nach Meinung der Grünen-Politikerin eigentlich woanders, nämlich bei der „Ausrichtung der Zukunft“ und dem Umgang mit neuen klimatischen Bedingungen. „Sie haben Probleme mit zu viel, zu wenig Wasser. Sie haben Probleme damit, dass sie jahrzehntelang eine Exportstrategie gefahren haben, und jetzt nimmt China unser Schweinefleisch nicht ab.“ Es müsse überlegt werden, „wie geht es morgen und übermorgen weiter, wo ist die Perspektive“.

Dabei gebe es bereits eine Vielzahl von Maßnahmen, so Künast. Es dürfe sich aber nicht an bestehenden Modellen festgeklammert werden: „Wer Wettbewerbsfähigkeit so diskutiert, als wären wir unter klimatischen Bedingungen von vor 30 Jahren, der hat, glaube ich, den Schuss nicht gehört“. Künast zitiert Einstein mit den Worten, „dass die Probleme nicht mit denselben Maßnahmen und Methoden gelöst werden können, die Grund für die Probleme waren“.


Foto: Bauernproteste am 08.01.2024, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Widerstand gegen Übergangsrolle von Orban als EU-Ratspräsident

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Brüssel (dts Nachrichtenagentur) – Nach der Ankündigung von EU-Ratspräsident Charles Michel, bei der Europawahl Anfang Juni zu kandidieren und deshalb vorzeitig aus dem Amt zu scheiden, ist in Brüssel eine hitzige Nachfolge-Debatte entbrannt. Es gebe erheblichen Widerstand gegen einen Automatismus, der das Amt Ungarns Regierungschef Viktor Orban zufallen lassen könnte, berichtet die „Bild“.

Der EVP-Abgeordnete Markus Ferber (CSU) schlägt nun vor, Michel schnellstmöglich zu ersetzen: „Die persönlichen Ambitionen von Charles Michel schaden Europa und stärken Viktor Orban“, sagte er der „Bild“. Es wäre „ehrlich und demokratieförderlich“, wenn Michel jetzt schnell seinen Platz räumen und sich auf seinen Wahlkampf konzentrieren würde. „Dann könnte schnell nachbesetzt werden und eine Sonderrolle Orbans verhindert werden.“

Der Abgeordnete Moritz Körner (FDP) bringt den niederländischen Noch-Ministerpräsidenten Mark Rutte für diese Position ins Spiel: In jedem Fall gelte es, Orban zu verhindern, sagte Körner der Zeitung. Der sei „ein Destabilisator, kein Moderator. Er würde in der Rolle des diplomatischen Vermittlers versagen.“ Als „Putinjünger“ solle er „so wenig Macht wie möglich bekommen, sonst droht der EU Stillstand und der Ukraine der Untergang.“

„Ein Handlanger Putins darf nicht in den Chefsessel der Europäischen Union gelangen“, sagte auch der Grünen-Abgeordnete Daniel Freund. Sein Vorschlag: Die Staats- und Regierungschefs sollten „die Statuten ändern und Mitgliedsländer so lange von der Ratspräsidentschaft ausschließen, bis sie wieder Bedingungen wie die Garantie der Rechtsstaatlichkeit erfüllen“.


Foto: Viktor Orbán (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Staffel 11 ab 30. Jänner 2024 auf JOYN & PULS 4

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Eveline Steinberger 2 Minuten 2 Millionen

Knalleffekt: Eveline Steinberger setzt Investoren-Kollegen bei „2 Minuten 2 Millionen“ stark unter Strom & fordert mehr Innovation | Staffel 11 ab 30. Jänner 2024 auf JOYN & PULS 4

Neu bei #2min2mio: Innovations-Expertin Eveline Steinberger. Zudem wieder mit dabei ist Erfolgs-Hotelier Bernd Hinteregger. Sie vervollständigen die Investoren-Runde um Hans Peter Haselsteiner, Katharina Schneider, Heinrich Prokop & Christian Jäger.

78 Millionen Euro. 10 Staffeln. Über 700 Start-Ups. Das PULS 4-Erfolgsformat „2 Minuten 2 Millionen“ geht in die nächste Runde. Ab Dienstag, den 30. Jänner 2024 stehen immer dienstags um 20:15 Uhr auf JOYN & PULS 4 die mutigsten Jungunternehmer:innen des Landes im Rampenlicht, wenn sie vor einer hochkarätigen Investoren-Runde aus sowohl alten Bekannten als auch neuen Gesichtern im PULS 4 Studio pitchen. Wieder mit dabei sind Bau-Tycoon Hans Peter Haselsteiner, Mediashop-Gründerin & Erfolgsunternehmerin Katharina Schneider, Müsli-Millionär Heinrich Prokop und Selfmade-Millionär Christian Jäger.

Investorinnen-Neuzugang bei „2 Minuten 2 Millionen“: Erstmals mit von der Partie und neu in der #2min2mio-Investoren-Familie ist Unternehmerin und Innovations-Expertin Eveline Steinberger. Die gebürtige Steirerin studierte Betriebswirtschaftslehre. Danach arbeitete sie bei einer renommierten Beratungsfirma gefolgt vom Verbund, bis sie vor zehn Jahren ihr eigenes Technologie- und Venture Capital Unternehmen gründete. Mit einem klaren Blick und immer einer Vision vor Augen liegen ihre inhaltlichen Schwerpunkte auf disruptiven Technologien und nachhaltiger Energie. Darauf wird sie auch bei „2 Minuten 2 Millionen“ in ihrer neuen Rolle als Investorin achten: „Ich möchte mit meinem Engagement bei #2min2mio jungen Menschen Mut machen sich mit Innovation und nachhaltigen Technologien zu beschäftigen und ihre Ideen auch zu verwirklichen.“

Wieder zurück: Erfolgs-Hotelier Bernd Hinteregger ruft aus dem Kärntner #2min2mio-Studio

Bernd Hinteregger mischt wieder die Investoren-Runde auf und bringt direkt aus dem Kärntner #2min2mio-Studio frischen Wind. Denn er tritt nicht nur als Investor auf, sondern bietet mit dem Kärnten-Start-Up-Ticket auch ein umfangreiches Netzwerk für den erfolgreichen Unternehmensaufbau: Von Hilfe bei der Erstellung eines Business Plans, über die Unterstützung beim Bau eines Prototyps bis hin zu einem echten Cash Investment – Mit dem breiten Angebot des Kärnten-Start-Up-Ticket sollen Start-Ups in Österreich gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten noch mehr Kraft und Energie erhalten und eine erfolgreiche Positionierung am Markt schaffen.
Aufregung, Spannung, Freude und große Überraschungen – diese zwei Minuten können alles verändern: Ab 30. Jänner 2024 immer in der Primetime auf JOYN & PULS 4 bestreiten die Start-Ups vor der hochkarätigen Investoren-Runde eine Gratwanderung zwischen Erfolg und Misserfolg. Eine Achterbahnfahrt der Gefühle ist garantiert. Und das bei den Jungunternehmer:innen im Scheinwerferlicht sowie auch den Business-Angels in ihren Stühlen.

„2 Minuten 2 Millionen – Die PULS 4 Start-Up-Show“ – die neue Staffel – ab 30. Jänner 2024 um 20:15 Uhr auf PULS 4 & JOYN

Bild @ Gerry Frank Photography 2023 (@ Gerry Frank Photography 2023 (Photographer)

Quelle ProSiebenSat.1 PULS 4

Schwesig fordert von Scholz komplette Rücknahme der Agrar-Kürzungen

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach mehreren SPD-Regierungschefs fordert nun auch Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) die komplette Rücknahme der Kürzungspläne für die Landwirte in Deutschland. „Die Bauern sind stinksauer und das zu Recht“, sagte Schwesig der „Süddeutschen Zeitung“.

„Man kann nicht über Nacht zwei Finanzierungsgrundlagen streichen, ohne vorher miteinander zu reden. Deshalb müssen die Maßnahmen zurückgenommen werden.“ Die Bundesregierung müsse die Landwirte dringend an den Tisch holen „und einen gemeinsamen Plan für eine zukunftsfähige Landwirtschaft entwickeln“, forderte Schwesig.

Zwar hatten Scholz, Finanzminister Christian Lindner (FDP) und Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) bereits das Streichen der Steuerbefreiung für landwirtschaftliche Maschinen zurückgenommen, sie wollen aber die Steuersubventionen für Agrardiesel stufenweise wegfallen lassen. Im ganzen Land protestieren seit Montagmorgen Landwirte dagegen


Foto: Bauernproteste am 08.01.2024, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Stark und fit mit Matthias Steiner

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Matthias Steiner

Ob Abnehmen nach den Feiertagen oder der Vorsatz, im neuen Jahr etwas mehr für die Figur und einen fitten Körper zu tun – Matthias Steiner weiß, wie das klappt.

Er beschäftigt sich sein Leben lang leidenschaftlich mit Ernährung und Bewegung. Am verkaufsoffenen Sonntag, den 7. Januar 2024, war der Olympiasieger im Gewichtheben zwischen 13 und 18 Uhr live im Alstertal-Einkaufszentrum Hamburg zu Gast. Der ehemals ‚Stärkste Mann der Welt‘ berichtete aus seiner beindruckenden Sportkarriere und wie er unglaubliche 45 Kilo anschließend abgenommen hat. Matthias Steiner gab eine exklusive Trainings-Einheit, verriet seine Abspeck-, Fitness- und Ernährungs-Tricks – und machte Selfies mit Fans.

Statt früher 150 Kilo bringt Matthias Steiner heute 105 auf die Waage. Das hohe Körpergewicht hatte der Weltklasseleistungssportler benötigt, um sagenhafte 203 kg im Reißen und 258 kg im Stoßen zu stemmen. Gewichte, die ihm die Olympische Goldmedaille im Superschwergewicht einbrachten. Zuvor war er bereits drei Mal österreichischer und zwei Mal deutscher Meister, Europameister als auch Weltmeister geworden. Sein Gold-Moment bei den Olympischen Spielen von Peking ging 2008 um die Welt. Die Übergabe der Medaille wurde als emotionalste in der Geschichte gefeiert, weshalb Matthias Steiner in die Liste der zehn denkwürdigsten Olympioniken aufgenommen wurde. 2013 beendete der Weltgewichtheber seine sportliche Karriere.

Danach nahm er 45 Kilogramm ab, schrieb darüber zwei Bücher. Heute ist Matthias Steiner Unternehmer. Unter der Marke STEINER’s entwickelt und vertreibt er Low Carb-Lebensmittel mit viel Protein und Ballaststoffen. „Mein Anliegen ist es, Menschen dabei zu unterstützen, genussvoll und ohne große Anstrengung einen gesunden Lebensstil zu führen oder zu erreichen“, so Matthias Steiner.

Absoluter Höhepunkt des Shopping-Sonntages im Alstertal-Einkaufszentrums Hamburg war ein echtes Live-Training mit dem Olympiasieger. Nach dem Bühnen-Talk über Sport und Gesundheit, hatten 15 Personen die Möglichkeit, unter Anleitung des früheren Leistungssportlers vor Ort zu trainieren und dabei viele Kalorien zu verbrennen. Voraussetzung war eine gute allgemeine Gesundheit. Trainiert wurde natürlich mit echten Hantelstangen. „Unsere Kundinnen und Kunden konnten sich auf eine Begegnung mit einem Sportweltstar, spannende Wettkampfanekdoten und viele wertvolle Anregungen für einen gesunden Lifestyle freuen,“ sagte Ludmila Brendel, Center-Managerin des Alstertal- Einkaufszentrum Hamburg.

Bild Copyright: AEZ/Tom Menz

Quelle SOCIETY RELATIONS & Communications

Dax am Mittag kaum verändert – Zinsängste wieder da

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Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax hat sich am Montag nach einem halbwegs freundlichen Start und einem anschließenden Ausflug ins Minus bis zum Mittag wieder auf das Niveau von Freitag zurückbegeben. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 16.595 Punkten berechnet und damit ungefähr wie am Freitagnachmittag. An der Spitze der Kursliste standen Airbus, Qiagen und die Commerzbank, größere Verluste gab es unter anderem bei Zalando, Fresenius und Covestro.

„Die Investoren nutzen die Eröffnungsgewinne, um weitere Kursgewinne mitnehmen zu können“, sagte Marktexperte Andreas Lipkow. „Die Angst über ein weiterhin hohes Zinsumfeld drückt weiter auf die Stimmung an den Aktienmärkten.“ Insbesondere die potentiellen Reaktionen der US-Großinvestoren auf die aktuellen Zinsspekulationen in den USA stellten den größten Risikofaktor an den europäischen Aktienmärkten dar, so Lipkow. „In Deutschland drücken derzeit zusätzlich die niedriger als erwarteten Auftragseingänge in der Industrie auf die Notierungen.“

Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Montagmittag kaum verändert. Ein Euro kostete 1,0943 US-Dollar (-0,01 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9139 Euro zu haben. Der Ölpreis sank unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 76,55 US-Dollar; das waren 221 Cent oder 2,8 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Bauernproteste im ganzen Land

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Berlin/Halle (dts Nachrichtenagentur) – In ganz Deutschland haben Landwirte am Montagmorgen mit ihren Traktoren gegen die Pläne der Ampel-Regierung protestiert. Unzählige Autobahnauffahrten wurden blockiert, vielerorts gab es Stern- und Schleichfahrten sowie auch ganz gewöhnliche Protestkundgebungen. „Wir stehen zur Verfassung und zum Grundgesetz, das beinhaltet natürlich auch friedliche Demonstrationen“, sagte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, beim Besuch der CSU-Klausur im Kloster Seeon.

Von übergriffen Nötigungen wie am Fähranleger Schlüttsiel, wo eine aufgebrachte Menge Wirtschaftsminister Habeck daran hinderte, an Land zu gehen, distanzierte er sich erneut. Was die Ampel-Regierung plane, sei nichts anderes als eine Steuererhöhung für die Bauernfamilien und gefährde deren Zukunft und damit auch die Ernährungssicherung. Auch die bereits erfolgte Rücknahme reiche nicht aus.


Foto: Bauernproteste am 08.01.2024, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Lang weiter gegen Eurofighter-Lieferungen an Saudi-Arabien

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Grünen-Chefin Ricarda Lang spricht sich klar dagegen aus, dass Eurofighter an Saudi-Arabien geliefert werden. „Mit Blick auf die Menschenrechtssituation, auch auf die innere Verfasstheit Saudi-Arabiens, finde ich eine Lieferung von Eurofightern nach wie vor falsch“, sagte sie am Montag im RBB-Inforadio. „Ich fände es richtig, wenn wir bei der Position bleiben, dass keine Eurofighter an Saudi-Arabien geliefert werden.“

Lang räumte allerdings auch ein, dass sich die Lage seit dem 7. Oktober 2023 verändert habe, „weil Saudi-Arabien eine andere Rolle einnimmt, als viele ihnen vor Jahren noch zugetraut hätten, und hier auch Israel unterstützt“. Trotzdem bleibe sie bei ihrer Meinung.

Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hatte am Sonntag angekündigt, dass die Bundesregierung von ihrer ablehnenden Haltung bei dem Thema abrückt.


Foto: Ricarda Lang (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Dax startet leicht im Plus – Qiagen vorn

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Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Montag mit leichten Gewinnen in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 16.615 Punkten berechnet, 0,1 Prozent über dem Schlussniveau vom Freitag. An der Spitze der Kursliste rangierten Qiagen, Airbus und Heidelberg Materials, die größten Verluste gab es entgegen dem Trend bei Zalando, Daimler Truck und Fresenius.

„Mit der Verfehlung des Allzeithochs um 42 Punkte am ersten Handelstag
des Jahres und dem anschließenden Rutsch unter 16.662 Punkte hat der
Deutsche Aktienindex eine obere Trendwende ausgebildet“, sagte Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. „Deshalb ist nun im besten Fall eine Schaukelbörse zu erwarten, immer mit dem Risiko weiter fallender Kurse.“

Die Arbeitsmarktdaten aus den USA hätten den Kursen am Freitag auch
nicht auf die Sprünge geholfen, weil es mehr neu geschaffene Stellen gebe als erwartet. „Zwar schaffte der Dienstleistungssektor weniger Jobs und die Vormonate wurden um 71.000 Stellen reduziert.“ Dennoch hätten die Märkte vom März als ersten Termin für eine Leitzinssenkung der Fed weiter Abstand genommen. „Die Wahrscheinlichkeit dafür preisen sie noch mit 60 Prozent ein“, so Stanzl.

„Der wichtigste Termin dieser Woche wird daher der Donnerstag sein, wenn in den USA die Verbraucherpreisdaten veröffentlicht werden.“ Mehrere Notenbanker der Fed hätten in den vergangenen Wochen versucht, die Erwartungshaltung der Anleger einer allzu schnellen Zinssenkung der Fed wieder einzufangen. „Solange sich die US-Wirtschaft weiter so stark entwickelt, fällt es schwer, auf schnelle Zinssenkungen der Fed zu spekulieren“, sagte der Marktexperte.

Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Montagmorgen etwas schwächer. Ein Euro kostete 1,0934 US-Dollar (-0,09 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9146 Euro zu haben. Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 78,01 US-Dollar; das waren 75 Cent oder 1,0 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Anzeigetafel in der Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Ungünstige Witterungsverhältnisse sorgen für schlechte Apfelernte

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Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Der Apfel ist weiterhin das mit großem Abstand am meisten geerntete Baumobst in Deutschland. Allerdings blieb die Apfelernte im Jahr 2023 unter der in den vergangenen Jahren meist erreichten Marke von einer Million Tonnen, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) nach endgültigen Ernteergebnissen am Montag mit.

Insgesamt wurden mit rund 941.200 Tonnen Äpfeln etwa 129.800 Tonnen oder 12,1 Prozent weniger geerntet als im ertragreichen Jahr 2022 (1,1 Millionen Tonnen). Im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2013 bis 2022 fiel die Apfelernte etwa 39.900 Tonnen oder 4,1 Prozent geringer aus. Nach den besonders schlechten Erntejahren 2017 mit 596.700 Tonnen und 2013 mit 803.800 Tonnen nimmt die Apfelernte 2023 Platz 3 der niedrigsten Apfelernten der vergangenen zehn Jahre ein.

Ursache für die geringe Erntemenge waren in erster Linie ungünstige Witterungsverhältnisse: Das nasse und kalte Wetter zum Zeitpunkt der Blüte wirkte sich negativ auf die Bestäubung aus und führte teilweise zu Frostschäden. Im Frühsommer auftretende Hitze und Trockenheit setzten vielen Bäumen zusätzlich zu und förderten Sonnenbrand und Trockenstress. Hinzu kamen ein erhöhtes Auftreten von Krankheiten (wie zum Beispiel Schorf) und lokal auftretende Niederschlags- und Hagelereignisse, die im Hochsommer die Früchte beschädigten.

Eine besondere Bedeutung für die heimische Apfelernte haben die beiden größten deutschen Apfelanbaugebiete Altes Land (Niedersachsen und Hamburg) und Bodensee (Baden-Württemberg): In Baden-Württemberg wurden 2023 mit 313.600 Tonnen die meisten Äpfel geerntet, jedoch 60.800 Tonnen oder 16,2 Prozent weniger als 2022. In Niedersachsen wurden mit 282.700 Tonnen 31.000 Tonnen oder 9,9 Prozent weniger Äpfel geerntet als im Vorjahr. Gemessen an der bundesweiten Apfelernte erzielten Baden-Württemberg und Niedersachsen Anteile von 33,3 Prozent beziehungsweise 30,0 Prozent.

Etwa drei Viertel (74,4 Prozent bzw. 699.600 Tonnen) der Apfelernte 2023 waren zur Vermarktung als Tafelobst vorgesehen, so die Statistiker weiter. Als Verwertungs- oder Industrieobst, etwa zur Produktion von Fruchtsaft, Konserven oder Apfelwein, wurden rund ein Viertel der Ernte (24,1 Prozent bzw. 226.600 Tonnen) verwendet. Der verbleibende Rest (1,6 Prozent bzw. 15.000 Tonnen) konnte aufgrund von Lager- oder Verarbeitungsverlusten nicht vermarktet werden.


Foto: Äpfel (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts