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EZB könnte am Donnerstag gegen die Marktbewertungen vorgehen

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Foto von Tomasz Wieladek (Quelle: T. Rowe Price)

Ein aktueller Marktkommentar von Tomasz Wieladek, Chef-Volkswirt für Europa bei T. Rowe Price:

Die EZB wird an diesem Donnerstag tagen und über die weitere Geldpolitik entscheiden. Meine Prognose lautet, dass die EZB alle geldpolitischen Rahmenbedingungen unverändert lassen wird. Allerdings dürfte die EZB deutlich signalisieren, dass der vom Markt eingepreiste Zinspfad noch zu aggressiv ist. An den Geldmärkten wird ganz klar eine zu starke Lockerung der Geldpolitik eingepreist. Vertreter der EZB haben bereits in Davos bei verschiedenen Anlässen versucht, den Finanzmärkten und der Öffentlichkeit klar zu machen, dass Zinssenkungen wahrscheinlich erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen werden, als sie derzeit eingepreist sind. Entscheidend ist, dass die Vorstellung, dass Zinssenkungen später als erwartet kommen werden, im gesamten Meinungsbild des EZB-Rats einheitlich kommuniziert wurde.

Selbst die eher zurückhaltenden Mitglieder betonten deutlich, dass die notwendigen Informationen zur Beurteilung der Angemessenheit einer Zinssenkung nicht vor der Juni-Sitzung der EZB vorliegen würden. Aus dem Protokoll der Dezember-Sitzung, das in der vergangenen Woche veröffentlicht wurde, geht klar hervor, dass sich der EZB-Rat einstimmig gegen die Preisbildung durch die Märkte ausgesprochen hat. Ich gehe daher davon aus, dass die EZB zwar weiterhin betonen wird, dass sie datenabhängig agiert, dass sie aber auch deutlich machen wird, dass die Daten, auf deren Grundlage die EZB beurteilen kann, ob sie mit Zinssenkungen beginnen kann, nicht vor Juni vorliegen werden.

Alle Versuche der EZB, die Entwicklung der Marktpreise zu bremsen, waren bisher wenig erfolgreich. Die Marktpreise berücksichtigen zu viele und zu schnelle Zinssenkungen, als es der EZB recht sein kann. In der Berichterstattung über die Dezember-Sitzung wurde wiederholt darauf hingewiesen, dass die Analysten in der SMA-Umfrage drei Zinssenkungen bis 2024 erwarten und nicht die 5,5 Zinssenkungen, die an den Märkten eingepreist sind.

Die Tatsache, dass der EZB-Rat in seinem Rechenschaftsbericht zweimal drei Zinssenkungen erwähnt hat, deutet darauf hin, dass dies eher dem Ergebnis entspricht, das der EZB-Rat für 2024 bevorzugt. Es ist daher möglich, dass die EZB auf ihrer Sitzung in dieser Woche konkretere Hinweise auf den Zeitpunkt und das Tempo von Zinssenkungen geben wird, um den Marktpreisen weiter entgegenzuwirken und den Märkten zu signalisieren, dass der aktuelle geldpolitische Kurs, der in den Märkten eingepreist ist, unwahrscheinlich ist.

Damit der Versuch der EZB, Einfluss auf die Preisbildung an den Märkten zu nehmen, erfolgreich sein kann, müssen sich die Daten tatsächlich so wandeln, dass sie das wirtschaftliche Narrativ der EZB unterstützen. Derzeit konzentrieren sich die Märkte auf die Vorstellung, dass die Spot-Inflation im Euroraum auf 2 % fallen wird und die EZB daraufhin die Zinsen rasch senken wird. Die EZB hat jedoch klargemacht, dass die Arbeitsmarkt- und Lohnwachstumsdaten ein entscheidender Faktor für ihre geldpolitischen Entscheidungen sein werden. Die Daten zu den Lohnverhandlungen für das erste Quartal werden erst bei der Juni-Sitzung der EZB vorliegen.

Da sich die Märkte bei der Preisbildung für die Geldpolitik auf kurzfristige Daten konzentrieren, werden die PMI-Daten am Mittwoch und die Januar-Inflationsdaten in der nächsten Woche von entscheidender Bedeutung für die Versuche der EZB sein, die Preisbildung an den Märkten zu beeinflussen. Ich glaube, dass die PMI-Daten die Finanzmärkte entweder im Januar oder in der Zukunft positiv überraschen werden, da sich die realwirtschaftliche Aktivität derzeit nahe der Talsohle des Zyklus befindet. Was die Inflation betrifft, so könnten die Januar-Daten für die Eurozone die Ökonomen ebenfalls positiv überraschen, da im Januar eine Reihe von Steuersubventionen auslaufen. Insgesamt könnten die veränderten Daten bald die Argumentation der EZB stützen, so dass die Märkte ihre Erwartungen hinsichtlich einer Lockerung der Geldpolitik neu bewerten könnten.

EZB könnte am Donnerstag gegen die Marktbewertungen vorgehen

Foto von Tomasz Wieladek (Quelle: T. Rowe Price)

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Arbeitsrechtler: GDL-Streik verhältnismäßig

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GDL-Streik (Archiv), via dts NachrichtenagenturBonn (dts Nachrichtenagentur) – Die Bahn und ihre Fahrgäste können nach Einschätzung von Arbeitsrechtsexperten wohl nicht darauf hoffen, dass Gerichte den sechstägigen Streik der Lokführergewerkschaft GDL untersagen. Zwar seien Streiks nur zulässig, wenn sie verhältnismäßig seien, allerdings räume das Bundesarbeitsgericht den Gewerkschaften einen weiten Spielraum ein, sagte Gregor Thüsing, Direktor des Instituts für Arbeitsrecht und Recht der sozialen Sicherheit der Universität Bonn, dem „Tagesspiegel“.

„Praktisch läuft das regelmäßig darauf hinaus, dass Streiks dann verhältnismäßig sind, wenn die Gewerkschaften sagen, dass sie verhältnismäßig sind“, so der Professor für Arbeitsrecht. Auch dass die GDL streikt, ohne zuvor mit der Bahn über ihr neues Angebot zu verhandeln, dürfte von der Rechtsprechung akzeptiert werden.

Zwar sei der Streik das letzte Mittel, aber auch hier seien die Gerichte sehr großzügig, sagte Felix Hartmann, Professor für Arbeitsrecht an der Freien Universität Berlin. „Wenn die GDL davon ausgeht, ihre Forderungen nur mit einem Streik durchsetzen zu können, wird das letztlich nicht hinterfragt.“

Für die Bevölkerung gehe der lange Streik jedoch an die Grenze dessen, was man der Allgemeinheit zumuten kann, kritisiert Thüsing. „Für viele ist die Grenze schon überschritten“, sagte er. Dass ein Arbeitsgericht im Wege einer einstweiligen Verfügung den Streik untersagen wird, sei jedoch zweifelhaft. „Solange es eine Notdienstvereinbarung und eine Basisversorgung gibt, kann es den Streik für zulässig erklären.“


Foto: GDL-Streik (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

The Globe: Global Outlook 2024 von Eurizon

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Eurizon
Foto von Saverio Perissinotto (Quelle: Eurizon)

Experten von Eurizon haben in Mailand ihr makroökonomisches Szenario und ihre Aussichten für die traditionellen und alternativen Finanzmärkte für das gerade begonnene Jahr sowie die entsprechenden Anlagestrategien für die Portfolios präsentiert.

Nach einem Wachstumsjahr 2023 mit positiven Ergebnissen auf allen wichtigen Finanzmärkten prognostizieren die Fondsmanager der Vermögensverwaltungsgesellschaft der Gruppe Intesa Sanpaolo für 2024 eine Fortsetzung des globalen Konjunkturzyklus mit einer stabilisierten Kombination aus Wachstum und Inflation und hoffen auf eine geringere Marktvolatilität im Vergleich zu den Spitzenwerten der letzten Jahre. In diesem Szenario wird es einige Schwerpunkte für die Märkte geben, in erster Linie einen vollen geopolitischen Kalender.

  • Die Märkte für Kernanleihen sind in Bezug auf die Rendite bis zur Fälligkeit attraktiv und könnten dank der Leitzinssenkungen Kapitalgewinne erzielen.
  • Die Kreditmärkte scheinen sogar noch attraktiver zu sein, da sie zusätzlich zu den Kuponströmen auch von einer Verringerung der Spreads profitieren könnten.
  • An den Aktienmärkten scheinen die Bewertungen nach der Erholung im Jahr 2023 weniger attraktiv zu sein, aber der Aufschwung könnte sich dank des Gewinnwachstums fortsetzen.
  • Anspruchsvollere Anleger könnten auch Chancen an den Privatmärkten wahrnehmen, da Analysen bestätigen, dass die Diversifizierung der Vermögensallokation auch an den Privatmärkten die erwarteten Renditen erhöht und die Volatilität des Portfolios verringert. Unter den alternativen Anlageklassen für 2024 werden die Anleger voraussichtlich private Schuldtitel und Infrastruktur bevorzugen.

Eurizon-CEO Saverio Perissinotto kommentiert: „Wir stehen vor einem komplexen Kontext für die Märkte, aber nach Jahren der Nullzinsen bieten heute alle Finanzinstrumente positive Renditen. In der Tat wird die Zinskapitalisierung die Performance in den kommenden Jahren bestimmen. Wir hoffen auf eine Stabilisierung der Märkte im Jahr 2024, können allerdings etwaige Volatilitätsspitzen, die Teil des Marktverhaltens sind, mit entsprechender Vorsicht ausgleichen. Volatilität an sich ist nichts Schlechtes, im Gegenteil, wenn sie gemangt wird, bietet sie potenzielle Performancechancen, die den Anlegern zugute kommen.“

The Globe: Global Outlook 2024 von Eurizon

Foto von Saverio Perissinotto (Quelle: Eurizon)

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Hauptprofiteure der generativen KI: Nvidia und Cloud-Giganten

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KI
Foto von Erling Kise (Quelle: DNB Asset Management)

Ein aktueller Marktkommentar von Erling Kise, Co-Portfoliomanager des DNB Fund Technology bei DNB Asset Management:

Seit mehr als drei Jahrzehnten hat sich der Technologiesektor besser entwickelt als andere Sektoren. Dies ist vor allem auf seine zentrale Rolle bei der Steigerung der Produktivität und der Förderung von Innovationen in allen Branchen zurückzuführen. Die Widerstandsfähigkeit, Anpassungsfähigkeit und kontinuierliche Weiterentwicklung des Sektors machen ihn zu einer soliden Wahl für langfristige Investitionen. Die fortschreitende digitale Transformation in verschiedenen Sektoren, insbesondere mit den neuen Anwendungen der künstlichen Intelligenz, unterstreicht diese Position. Wo sieht das DNB-Technologieteam der DNB aktuell die besten Chancen?

Derzeit dreht sich alles um die generative KI. Investitionen in generative KI, insbesondere in Unternehmen wie Meta und Salesforce, haben 2023 hervorragende Renditen erzielt. Die Gründe lagen sowohl in der Kostendisziplin als auch in den sich abzeichnenden Chancen im Bereich der generativen KI. Auch AMD und Adobe haben sich im vergangenen Jahr gut entwickelt. AMD ist einer der wenigen Hersteller von KI-Chips, und Adobe ist ein Vorreiter bei der Implementierung von generativer KI in seine bestehenden Produkte.

Für 2024 könnte NVIDIA bei den Investitionen in Rechenzentren führend sein wird. Der Aktienkurs geht dabei jedoch von einer reibungslosen Umsetzung aus, obwohl die nähere Zukunft nicht ganz so eindeutig ist. So könnte es sein, dass die Nachfrage nicht mit den anfänglichen Investitionen Schritt halten kann und ein Vakuum für die Chiphersteller entsteht, da Überkapazitäten abgebaut werden müssen. Zudem könnte es bei den Hyperscalern zu einer Verschiebung der Marktanteile zugunsten von AMD und eigenentwickelten ASICs kommen.

Im Bereich der Videospiele profitiert die Branche von einer günstigen demografischen Zusammensetzung: Der durchschnittliche Gamer ist Mitte 30 und damit deutlich jünger als die Konsumenten traditioneller Unterhaltungsformen wie etwa des Fernsehens. Auch wenn die Videospielindustrie weniger Geld pro Stunde einnimmt, so produziert sie doch häufig Inhalte, die für Werbetreibende ebenso attraktiv sind wie Live-Sport. Die Marktstimmung war nach der Corona-Pandemie rückläufig und bietet potenziell unterbewertete Investitionsmöglichkeiten, die der vorherrschenden Meinung widersprechen, dass das Wachstum des Sektors ein Plateau erreicht hat.

 Zugang zu Daten als Schlüsselfaktor

Aus heutiger Sicht dürfte der gesamte Technologiesektor als großer Gewinner aus dem KI-Rennen hervorgehen. Der Schlüsselfaktor ist der Zugang zu Daten, der die Spreu vom Weizen trennen wird. Unternehmen mit einzigartigen Datenbeständen und Zugang zu Kapital werden in der Lage sein, ihre eigenen KI-Projekte zu entwickeln. Das Wachstum der KI wird weiterhin Hand in Hand mit der Entwicklung von Algorithmen für maschinelles Lernen, Datenanalyse, Cloud Computing und spezialisierter Hardware gehen. Der Hype spiegelt sich bereits in den Aktienkursen wider: Die „Magnificent Seven“ sind im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 50 % gestiegen.

Gleichzeitig ist zu beobachten, dass Investoren Unternehmen ohne direkten Bezug zur generativen KI verkaufen, um den Kauf von Unternehmen mit generativer KI zu finanzieren, was zu erheblichen Marktverzerrungen in diesem Sektor führt und interessante Investitionsmöglichkeiten eröffnet. Führende Unternehmen wie Nvidia und die Cloud-Giganten Microsoft (Azure), Amazon (AWS) und Alphabet (GCP) sind die Hauptnutznießer der generativen KI. Der langfristige Erfolg wird jedoch von neuen Produkten abhängen, die für Unternehmen und Verbraucher auf den Markt gebracht werden, wie z. B. Co-Pilot von Microsoft und die neuen Werbetools von Meta.

Hauptprofiteure der generativen KI: Nvidia und Cloud-Giganten

Foto von Erling Kise (Quelle: DNB Asset Management)

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Bahnbeauftragter ruft GDL zu Rückkehr an Verhandlungstisch auf

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Michael Theurer (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Beauftragte der Bundesregierung für den Schienenverkehr, Michael Theurer (FDP), fordert die Lokführergewerkschaft GDL und die Deutsche Bahn (DB) zur Rückkehr an den Verhandlungstisch auf. „Die Tarifparteien sind gefordert, Lösungen in den Verhandlungen zu finden, statt den Konflikt auf dem Rücken derjenigen auszutragen, die jeden Tag auf eine funktionierende Eisenbahn angewiesen sind“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ angesichts der neuesten Streikankündigung der GDL.

Die GDL hatte die Beschäftigten der Deutschen Bahn in der Nacht zum Montag zu einem erneuten Streik aufgerufen, der im Personenverkehr am Mittwochmorgen beginnen und bis Montagabend kommender Woche dauern soll. Die Gewerkschaftsmitglieder bei der für Güterverkehr zuständigen DB Cargo sind bereits ab Dienstagabend zum Streik aufgerufen.


Foto: Michael Theurer (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Dax bleibt am Mittag im Plus – Impulskette lässt nach

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Montag nach einem bereits freundlichen Start in die Handelswoche weiter im grünen Bereich geblieben. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 16.635 Punkten berechnet, 0,5 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag.

Die Kursliste führten Zalando, Daimler Truck und Heidelberg Materials an. Ausreißer nach unten waren die Papiere der Commerzbank, die um über drei Prozent nachgaben. Ein Analyst hatte zuvor die Aktien herabgestuft und das Kursziel gesenkt.

„Es zeigt sich zum Wochenstart im Dax 40 einmal mehr das klassische Problem der letzten Handelstage: Es fehlt dem Deutschen Aktienindex an einer Fortsetzung der positiven Impulskette“, sagte Marktanalyst Andreas Lipkow. „Nach den oft freundlichen Handelseröffnungen der letzten Handelstage, fällt der Dax dann wieder zurück.“

Dieses Handelsgeschehen lasse sich auch am Montag beobachten. „Erst mit Beginn der deutschen Berichtssaison könnte sich das ab Mitte der aktuellen Handelswoche abstellen“, erwartet Lipkow. Bis dahin hänge der Deutsche Aktienmarkt noch weitestgehend an den Ereignissen und Impulse insbesondere des US-Finanzmarkts fest.

Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Montagnachmittag etwas schwächer. Ein Euro kostete 1,0883 US-Dollar (-0,09 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9189 Euro zu haben. Der Ölpreis stieg unterdessen leicht: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagnachmittag gegen 12 Uhr deutscher Zeit 78,68 US-Dollar, das waren 12 Cent oder 0,2 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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Streit mit FDP: Mützenich fordert völlig neues Kindergeld

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Mutter mit zwei Kindern, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich hat im Streit mit der FDP über eine mögliche Erhöhung des Kinderfreibetrags ein völlig neues Kindergeld ins Gespräch gebracht. „Warum der Finanzminister wenige Tage nach der Entscheidung über den Haushalt 2024 mit einer Erhöhung des Kinderfreibetrags um die Ecke kommt, ist mir unbegreiflich“, sagte er der „Rheinischen Post“ (Dienstagsausgabe).

„In den vergangenen Wochen haben wir immer wieder hören müssen, dass für Arbeitnehmer, für die Absenkung des Strompreises oder für die Landwirte kein Geld da ist. Jeder, so der Finanzminister noch auf der Demonstration am vergangenen Montag, müsse einen Konsolidierungsbeitrag leisten“, sagte Mützenich. „Warum das nicht für die Spitzenverdiener gelten soll, entzieht sich meiner Fantasie.“

„Im Übrigen haben wir die deutliche Kindergelderhöhung im Vorgriff auf die Kindergrundsicherung damals vorangetrieben und die FDP hatte als Kompensation den Inflationsausgleich und die Rechtsverschiebung bei den Spitzeneinkommen gefordert. So viel zur Herleitung der damaligen Verabredung“, sagte der SPD-Fraktionschef. Er fordert: „Damit zukünftig weitere Debatten über die ungleichen Leistungen für Kinder gar nicht mehr aufkommen, sollten wir den Kinderfreibetrag durch ein neues Kindergeld ersetzen.“


Foto: Mutter mit zwei Kindern, via dts Nachrichtenagentur

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Bahn kritisiert neue Streikankündigung der GDL

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GDL-Streik (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Deutsche Bahn (DB) hat die angekündigten neuerlichen Streiks der Lokführergewerkschaft GDL kritisiert. „Die DB setzt auf Kompromisse, die GDL verschärft maßlos den Konflikt“, sagte ein DB-Sprecher am Montag.

„Wer bei einem neuen Angebot mit bis zu 13 Prozent und der Möglichkeit der 37-Stunden-Woche bei gleichem Gehalt noch nicht einmal an den Verhandlungstisch kommt, handelt absolut unverantwortlich“, fügte er hinzu. Die Arbeitsniederlegungen würden sich „massiv“ auf den gesamten deutschen Bahnbetrieb auswirken, so der Staatskonzern.

Für den sechstägigen Ausstand ab Mittwoch kündigte die Bahn wie schon in der Vergangenheit einen „Notfahrplan“ an. Man rate aufgrund des geringeren Angebots zu einer Sitzplatzreservierung und dazu, sich 24 Stunden vor Fahrtantritt erneut über die Verbindung zu informieren. Außerdem können Reisende ihre Fahrten wieder verschieben, da die Zugbindung aufgehoben wird.


Foto: GDL-Streik (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Innovatives Preisvergleich Start-up sucht Investoren

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Vergleichsportal-Startup

Investoren, aufgepasst: Exklusives Pitch-Event eines innovativen Vergleichsportal-Startups – live auf LinkedIn am 23. Januar!

In der dynamischen Welt der digitalen Vergleichsportale lädt ein aufstrebendes Startup zu einem exklusiven Pitch-Event ein, das am 23. Januar um 14:00 Uhr live auf LinkedIn übertragen wird. Dieses Event stellt eine einzigartige Gelegenheit dar, Einblicke in ein Startup zu erhalten, das mit frischen Ideen und fortschrittlichen Technologien den Vergleichsportal-Markt revolutionieren möchte.

Das Besondere an diesem Event ist der Fokus auf ein einzelnes Startup, das seine Vision, Strategie und innovative Lösungen präsentiert. Dieses Startup hat es sich zum Ziel gesetzt, die Art und Weise, wie Verbraucher online Angebote vergleichen und Entscheidungen treffen, grundlegend zu verändern.

Was macht dieses Pitch-Event so interessant für Sie?

Tiefgehende Einblicke: Erhalten Sie umfassende Informationen direkt von den Gründern und erfahren Sie mehr über die ambitionierten Pläne des Startups im Bereich der Vergleichsportale.

Direkter Dialog: Nutzen Sie die Möglichkeit, Fragen zu stellen und direkt mit den Gründern zu interagieren, um ein tieferes Verständnis ihrer Geschäftsmodelle und Technologien zu erlangen.

Exklusive Investitionsgelegenheit: Entdecken Sie eine potenzielle Investitionsmöglichkeit in einem Startup, das bereit ist, den Markt zu erobern.

Wir versprechen Ihnen ein spannendes und aufschlussreiches Event, das Ihnen nicht nur detaillierte Einblicke in das vorgestellte Startup bietet, sondern auch die Gelegenheit eröffnet, Teil seiner möglichen Zukunft zu werden. Dies ist eine einmalige Chance, ganz vorne dabei zu sein, wenn die nächste große Innovation im Bereich der Vergleichsportale vorgestellt wird.

Merken Sie sich den 23. Januar um 14:00 Uhr vor und seien Sie dabei, wenn dieses innovative Vergleichsportal-Startup live auf LinkedIn sein Potenzial entfaltet. Den Link zum Event finden Sie hier

Wir freuen uns darauf, Sie virtuell zu begrüßen und gemeinsam die Zukunft des Online-Vergleichs zu erkunden.

Dax startet freundlich in die Woche – US-Konjunkturdaten beleben

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Montagmorgen freundlich in die Handelswoche gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 16.680 Punkten berechnet, 0,8 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten Infineon, Daimler Truck und Zalando.

„Der Deutsche Aktienindex tut sich schwer damit, einer Wall Street zu folgen, an der die großen Indizes dank starker Wirtschaftsdaten und nachlassender Inflationssorgen auf neue Rekorde steigen“, sagte Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. „Der Grund ist zur Abwechslung mal nicht die wachsende Hoffnung auf baldige Zinssenkungen, vielmehr sind es starke Konjunkturdaten, die das Warten auf eine Zinssenkung etwas milder gestalten.“ Wirtschaftsdaten spielten wieder eine stärkere Rolle, während Zinssenkungsfantasien in den Hintergrund rückten. „Aber die Musik spielt ganz klar an der Wall Street, für den Dax bleibt zunächst nichts weiter als eine Stabilisierung auf dem aktuellen Niveau“, so Stanzl weiter.

„Nachdem eine ganze Weile lang die Wahrscheinlichkeit einer harten oder weichen Landung der US-Wirtschaft abgeschätzt wurde, spielen die Investoren mittlerweile das Szenario einer vollständig ausbleibenden Landung durch. Wenn die US-Notenbank Fed in der Vergangenheit ohne Hast und Eile und vor allem ohne wirtschaftlich dringenden Grund die Zinsen wieder senkte, einfach um sie wieder zu normalisieren, stiegen die Aktienkurse.“ Anleger witterten dies und gingen wieder ins Risiko.

„Eigentlich wurde für das vierte Quartal ein Wirtschaftswachstum in den USA zwischen 1,8 und 1,9 Prozent erwartet. Die Einzelhandelsdaten für Dezember deuten aber eher auf ein Wachstum von 2,4 Prozent hin“, sagte Stanzl. Auch der Arbeitsmarkt zeige sich von seiner starken Seite. Die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung fielen auf den niedrigsten Stand seit mehr als einem Jahr. Das deute alles nicht auf eine unmittelbar bevorstehende Rezession hin.

„Die Fed könnte sich in der glücklichen Situation wiederfinden, die Situation richtig eingeschätzt zu haben: Sie konnte die Zinsen schnell anheben, ohne eine Rezession ausgelöst zu haben, sie könnte damit aber die Inflation erfolgreich bekämpft haben, trotz weiter steigender Börsen“, sagte der Marktexperte. Der in dieser Woche erwartete Preisindex der Konsumausgaben sei ein breites Maß für die Messung der Inflation und zähle zu den wichtigsten Inflationsindikatoren der Fed. „Während der Gesamtindex bereits unter drei Prozent gesunken ist, könnte der Kernindex das erste Mal diese Hürde nach unten knacken“, sagte Stanzl.

Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Montagmorgen etwas stärker. Ein Euro kostete 1,0901 US-Dollar (+0,08 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9174 Euro zu haben. Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 78,02 US-Dollar, das waren 54 Cent oder 0,7 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts