Montag, Februar 9, 2026
spot_img
Start Blog Seite 1755

Wie findet man den idealen Influencer für die eigene Marke?

0
influencern

Partnerschaften mit Influencern: Strategien und Best Practices

Die wachsende Bedeutung von Influencer-Marketing

In unserer zunehmend digitalisierten Welt hat sich das Influencer-Marketing als eine der effektivsten Methoden etabliert, um Zielgruppen zu erreichen und zu beeinflussen. Influencer, die in den sozialen Medien eine bedeutende Anhängerschaft aufgebaut haben, besitzen die einzigartige Fähigkeit, Markenbotschaften auf authentische und persönliche Weise zu kommunizieren.

Ihre Empfehlungen können das Kaufverhalten beeinflussen und eine tiefere Verbindung zwischen Marke und Konsumenten herstellen. In diesem Artikel beleuchten wir, wie Unternehmen erfolgreich Partnerschaften mit Influencern aufbauen und welche Strategien und Best Practices dabei zu beachten sind, um maximale Effektivität und positive Auswirkungen dieser Zusammenarbeit zu gewährleisten.

Verstehen der Influencer-Landschaft

Bevor man sich auf Partnerschaften einlässt, ist es wichtig, die Influencer-Landschaft zu verstehen. Influencer können in verschiedene Kategorien eingeteilt werden, basierend auf ihrer Reichweite, ihrem Fachgebiet und ihrem Engagement-Level. Die Wahl des richtigen Influencers, der zur Marke und Zielgruppe passt, ist entscheidend für den Erfolg.

Auswahl der richtigen Influencer

Die Auswahl des richtigen Influencers ist mehr als nur eine Frage der Follower-Zahlen. Marken sollten auch die Relevanz des Influencers für ihre Zielgruppe, die Authentizität des Contents und die Interaktionsrate berücksichtigen. Eine sorgfältige Prüfung und Analyse der potenziellen Influencer ist unerlässlich.

Aufbau einer Beziehung

Erfolgreiche Influencer-Partnerschaften basieren auf gegenseitigem Vertrauen und Respekt. Unternehmen sollten den Aufbau einer persönlichen Beziehung zu Influencern anstreben. Dies kann durch regelmäßige Kommunikation, Anerkennung ihrer Arbeit und Verständnis für ihre Bedürfnisse erreicht werden.

Klare Vereinbarungen und Ziele

Es ist wichtig, klare Vereinbarungen und Ziele festzulegen. Dies umfasst die Definition von KPIs (Key Performance Indicators), die Dauer der Partnerschaft und die Erwartungen an den Content. Ein transparenter Vertrag, der die Rechte und Pflichten beider Parteien festlegt, ist unerlässlich.

Kreative Freiheit und Authentizität

Influencer sind am effektivsten, wenn sie kreativen Freiraum bei der Gestaltung ihrer Inhalte haben. Unternehmen sollten darauf achten, nicht zu restriktiv zu sein und den Influencern erlauben, ihre eigene Stimme und Stil beizubehalten. Authentizität ist der Schlüssel zur Glaubwürdigkeit.

Monitoring und Analyse

Das Monitoring und die Analyse der Influencer-Kampagnen sind wichtig, um den Erfolg zu messen und Anpassungen vorzunehmen. Tools zur Überwachung von Engagement, Reichweite und Konversionen können dabei helfen, den ROI (Return on Investment) zu ermitteln.

Langfristige Partnerschaften

Anstatt sich auf einmalige Kampagnen zu konzentrieren, sollten Unternehmen langfristige Partnerschaften anstreben. Langfristige Beziehungen fördern das Verständnis und die Integration des Influencers in die Markenstrategie und schaffen nachhaltige Werte.

Einhaltung rechtlicher Vorschriften

Die Einhaltung rechtlicher Vorschriften, insbesondere im Hinblick auf Werbekennzeichnung, ist unabdingbar. Unternehmen und Influencer müssen sicherstellen, dass ihre Partnerschaften den geltenden Gesetzen und Vorschriften entsprechen.

Integration von Influencern in die Gesamtmarketingstrategie

Erfolgreiche Influencer-Partnerschaften sind Teil einer umfassenden Marketingstrategie. Unternehmen sollten überlegen, wie Influencer-Marketing mit anderen Marketingaktivitäten wie Social Media, Content Marketing oder traditioneller Werbung zusammenwirken kann, um eine kohärente und umfassende Markenbotschaft zu schaffen.

Diversität und Inklusion in der Influencer-Auswahl

Bei der Auswahl von Influencern ist es wichtig, Diversität und Inklusion zu berücksichtigen. Partnerschaften mit Influencern unterschiedlicher Hintergründe und Gemeinschaften können helfen, ein breiteres Publikum anzusprechen und die Markenbotschaft auf vielfältige Weise zu kommunizieren.

Einsatz von Micro-Influencern

Neben bekannten Influencern mit großer Reichweite können auch Partnerschaften mit Micro-Influencern wertvoll sein. Diese haben oft eine engere und authentischere Beziehung zu ihrem Publikum und können in spezifischen Nischen oder lokalen Märkten besonders effektiv sein.

Umgang mit negativem Feedback

Es ist wichtig, Strategien für den Umgang mit negativem Feedback in Influencer-Kampagnen zu entwickeln. Unternehmen sollten bereit sein, konstruktiv auf Kritik zu reagieren und gegebenenfalls Anpassungen in ihrer Kampagnenstrategie vorzunehmen.

Influencer-Marketing und Storytelling

Influencer-Marketing bietet die Möglichkeit, Markengeschichten auf persönliche und ansprechende Weise zu erzählen. Unternehmen sollten Influencern helfen, die Markengeschichte zu verstehen und in ihre Inhalte zu integrieren, um eine tiefere emotionale Verbindung zum Publikum aufzubauen.

Nutzung von Influencer-Feedback für Produktentwicklung

Influencer können wertvolles Feedback und Einblicke in die Bedürfnisse und Wünsche ihrer Follower liefern. Unternehmen sollten diese Informationen nutzen, um Produkte oder Dienstleistungen zu verbessern und ihre Angebote besser auf die Zielgruppe abzustimmen.

Erfolgreiche Partnerschaften mit Influencern

Partnerschaften mit Influencern haben sich als ein Schlüsselelement des modernen Marketings etabliert. Um diese erfolgreich zu gestalten, ist es essentiell, dass Unternehmen eine klare Strategie verfolgen, die richtigen Influencer auswählen und eine authentische, auf Vertrauen basierende Beziehung aufbauen. Ein transparenter, zielgerichteter Ansatz, der sowohl die Bedürfnisse des Unternehmens als auch die des Influencers berücksichtigt, ist dabei unerlässlich.

Die Integration von Influencer-Marketing in die Gesamtstrategie, die Berücksichtigung von Diversität, der Einsatz von Micro-Influencern sowie ein professioneller Umgang mit Feedback sind weitere wichtige Aspekte, die zum Erfolg beitragen. Storytelling und das Einbeziehen von Influencern in die Produktentwicklung können zusätzlich die Tiefe und Wirksamkeit der Kampagnen erhöhen.

Influencer-Marketing ist mehr als nur eine Werbemaßnahme; es ist eine Möglichkeit, echte Geschichten zu erzählen, eine Marke zum Leben zu erwecken und eine tiefere Verbindung zum Publikum herzustellen. Unternehmen, die diese Aspekte verstehen und umsetzen, können durch Influencer-Marketing nicht nur ihre Sichtbarkeit und ihren Absatz steigern, sondern auch ihre Marke nachhaltig stärken und einen echten Mehrwert für ihr Publikum schaffen.

Foto/Quelle/ Credits: stock.adobe.com – PhotoPlus+

Wie viel Leben passt in eine Tüte – Eine berührende Reise durch Trauer und Liebe

0
Wie viel Leben passt in eine Tüte von Donna Freitas

Wie viel Leben passt in eine Tüte von Donna Freitas – eine gefühlvolle Erzählung über den schmerzhaften Weg der Heilung und die unerwarteten Wendungen des Lebens.

Wie viel Leben passt in eine Tüte von Donna Freitas handelt von der jugendlichen Rose Madison, die ihre Mutter verloren hat aufgrund einer Krebserkrankung. In dem Roman folgen wir Rose, wie sie nach dem Verlust ihrer Mutter versucht, in ihr Leben ohne diese wichtige Person an ihrer Seite zurückzufinden. Das Buch vertieft Themen der Trauer nach dem Verlust eines geliebten Menschen.

Der Schreibstil ist zugänglich und schön geschrieben. Die Autorin schafft es durch ihre Worte den Schmerz und Verlust der Hauptperson verständlich zu machen. Soweit das ab und zu auch Tränen fließen, da der Leser dazu gebracht wird, mit Rose zu fühlen und mit ihr den Schmerz zu durchleben. Hier wird deutlich, das die Autorin selbst ihre Mutter verloren hat. So ist es keine Überraschung, das die Emotionen sich echt anfühlen während der Leser liest.

Die Liebesgeschichte ist sanft und herzerwärmend, anders als in vielen Büchern ist die Romanze nachvollziehbar und wirkt nicht überstürzt oder gezwungen. Auch in Hinblick auf den Verlust der Mutter wirkt die Liebe zwischen den beiden Hauptcharakteren nicht unsinnig oder unlogisch. 

Die Personen in dem Buch fühlen sich echt und glaubwürdig an. Es fällt nicht schwer, sich den Alltag von Rose Madison vorzustellen. Während Rose versucht, mit dem Tod ihrer Mutter leben zu lernen, hat sie Unterstützung von ihrer besten Freundin Krupa. Sie ist eine echte Stütze für unsere Hauptperson. Sie steht ihr zur Seite, überfordert sie nicht und hilft ihr dennoch, aus ihrem Schneckenhaus raus zu kommen, in das sie sich nach dem Tod ihrer Mutter zurückgezogen hatte. Trotzdem ist Krupa eine starke und selbstsichere Person, die weiß was sie möchte und was ihr nicht zusagt.

Zudem hat Rose ihre Familie, ihren Vater, ihren Bruder Jim und ihre Oma. Oma Madison ist eine wahre Naturgewalt die mit liebevoller Strenge Rose dazu bringt, sich nicht zu verstecken, sondern für sich selbst einzustehen. Der Vater von Rose macht ihr das Leben schwerer, da auch er mit dem Verlust seiner Frau zu kämpfen hat. Er scheint allerdings schlechter als seine Kinder mit dem Verlust klarzukommen, da er zu trinken anfängt und so seinen Job verliert.

Der männliche Hauptcharakter ist Will Doniger, ein ruhiger und sanfter Charakter, der nach und nach aufzutauen scheint, so erfährt der Leser mit jeder Seite mehr von ihm. Auch er hilft Rose aus sich herauszukommen und ihr neues verändertes Leben in die Hand zu nehmen, statt in ihrer Trauer stehen zu bleiben. 

Die Hauptthemen des Buches sind die Liebesgeschichte und die Trauerarbeit. Die Liebesgeschichte ist glaubhaft und sanft, nicht gehetzt und hilft der Person bei ihrer Trauerarbeit statt ihre Trauer nur zur Seite zu schieben. Zu Beginn ist Rose in ihrer Trauer zerfressen und sieht in allem den Geist ihrer Mutter im Garten ihrer Mutter, in der Musik, die im Radio läuft. Sie versucht alles zu vermeiden, was sie an den Verlust erinnert, bis sie eines der Survival Kits findet, die ihre Mutter immer für die Mütter ihrer Erstklässler gebastelt hat.

Diesmal jedoch ist das Survival Kit für sie, Rose. Darin befinden sich Dinge, die Rose helfen sollen, in ihr Leben zurückzufinden bzw. sich in ihrem neuen Leben zurechtzufinden. Jedes der Gegenstände scheint sie zu Will Doniger zu führen, der ihr, zuerst ohne zu wissen, worum es geht, dabei hilft die Gegenstände abzuarbeiten. So wird ihre Trauer über das Buch hinweg immer weniger, bis sie zur Akzeptanz kommt. 

Das Buch „Wie viel Leben passt in eine Tüte“ ist eine wunderschöne Geschichte über Liebe, Verlust und Trauer. Dabei werden diese wichtigen Themen respektvoll an den Leser herangetragen. Durch das Buch wird deutlich, das es sich nach einem solchen Verlust anfühlt, als würde die Welt enden, das man verzweifelt versucht, zu dem Zeitpunkt davor zurückzukehren und das sich danach nichts mehr anfühlen wird wie zuvor. Doch gibt das Buch Hoffnung, das der Verlust nie verschwindet, aber weniger und weniger wird, bis er leichter ist zu ertragen. Wer nach einem Buch sucht, das die Emotionen anrührt, der ist hier genau richtig. 

  • Herausgeber ‏ : ‎ Thienemann Verlag; 1. Edition (17. September 2020)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Taschenbuch ‏ : ‎ 400 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3522202686
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3522202688
  • Lesealter ‏ : ‎ Ab 13 Jahren
  • Originaltitel ‏ : ‎ Survival Kit

Geschäftsklima für Selbständige gestiegen

0

München (dts Nachrichtenagentur) – Das Geschäftsklima für Selbständige in Deutschland hat sich zum Jahresende leicht verbessert. Der entsprechende Index des Ifo-Instituts stieg im Dezember auf -17,5 Punkte, nach -18,8 im November, wie das Münchener Institut am Montag mitteilte.

„Von einer Trendwende kann noch nicht gesprochen werden“, sagte Ifo-Expertin Katrin Demmelhuber. „Von einer wirtschaftlichen Erholung sind die Selbstständigen derzeit weit entfernt.“ Die Selbständigen beurteilen ihre aktuelle Lage etwas besser, während der Ausblick auf das erste Halbjahr 2024 eher verhalten und von Skepsis geprägt ist. Beide Indikatoren liegen weiter im Minus. Die Entwicklung in den Sektoren fiel dabei unterschiedlich aus: In der Industrie und auf dem Bau verbesserte sich das Klima, im Handel und bei den Dienstleistern war dagegen eine Verschlechterung zu beobachten.

„In diesen wirtschaftlich schweren Zeiten ist auch der Zugang zu Krediten für die Selbständigen schwieriger“, sagte Demmelhuber. Der Anteil der Befragten, die im vierten Quartal 2023 Kreditverhandlungen geführt haben, bleibt mit 10,7 Prozent (8,3 Prozent im dritten Quartal) zwar relativ gering, jedoch stufte knapp die Hälfte dieser Selbständigen (45,7 Prozent) das Verhalten der Banken als restriktiv ein – das waren mehr als im vorhergehenden Quartal (37,4 Prozent).


Foto: Computer-Nutzerin (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Bauern starten "Aktionswoche" – Verkehrschaos erwartet

0

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesweit haben am frühen Montagmorgen Landwirte ihre Protestwoche gegen die Politik der Bundesregierung gestartet. Es wird erwartet, dass es im ganzen Land zu teilweise massiven Verkehrseinschränkungen kommen wird. Nach Angaben des Deutschen Bauernverbandes (DBV) und des Bundesverbandes Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) wurden über 100 Aktionen angemeldet.

Unter anderem richten sich die Proteste gegen Steuererhöhungen und Subventionskürzungen im Agrarbereich. In den verschiedenen Landesverbänden wurde eine Vielzahl an Protestkundgebungen angemeldet, von Autobahnblockaden über Sternfahrten mit Traktoren bis hin zu gewöhnlichen Demonstrationen im ganzen Land. Am Montag sind unter anderem Aktionen in Hamburg, Bremen, Potsdam, Magdeburg, Halle (Saale), Erfurt, Wiesbaden und München geplant. In Berlin soll es eine Demonstration mit Traktoren am Brandenburger Tor geben – dort hatten sich bereits am Sonntagabend Landwirte mit Traktoren versammelt.

Aus der Politik hatte es im Vorfeld der Aktionswoche teils heftige Kritik an den Protestplänen gegeben, vor allem weil ein Großteil der für die Bauern geplanten finanziellen Belastungen schon wieder zurückgenommen wurde. Teilweise wurde aber auch Verständnis für die Situation der Bauern geäußert.


Foto: Bauer auf Traktor (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

NRW-Städtetag für Recht auf verpflichtenden Ganztag an Grundschulen

0

Düsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – Der Städtetag in NRW fordert eine Änderung des Schulgesetzes. Die Städte wollen ein Recht darauf haben, an Grundschulen nicht den Offenen, sondern den sogenannten „gebundenen“, also für alle Kinder verpflichtenden Ganztag einzurichten: „Die Landesregierung muss die Möglichkeit, den gebundenen Ganztag in Grundschulen einzurichten, im Schulgesetz verankern“, sagte Helmut Dedy, Geschäftsführer des Städtetages NRW, der „Rheinischen Post“ (Montagsausgabe). „Schulträger müssen das Recht bekommen, den gebundenen Ganztag an Grundschulen einzuführen. Bislang ist die Möglichkeit in einem Erlass geregelt, die Städte sind auf Einzelfall-Entscheidungen des Landes angewiesen. In der Praxis wird das nur selten genehmigt. Die Städte müssen dieses Recht aber auch einfordern können“, so Dedy.

Aus Sicht der Städte würde man damit gegen soziale Probleme angehen: „In vielen Städten stehen die Schulen in einigen Stadtvierteln vor besonders großen Herausforderungen. Gerade in diesen Bereichen ist es sinnvoll, verbindlich gebundene Ganztagsgrundschulen zu haben, um Kindern mehr Zeit und intensivere Betreuung in der Schule zu bieten“, sagte Dedy der Zeitung. „Wir wollen allen Kindern gute Lebenschancen durch gute Bildung ermöglichen, wir wollen den sozialen Ausgleich schaffen und verhindern, dass Stadtviertel abgehängt werden. Außerdem bekommen wir auch zahlreiche Rückmeldungen von Eltern, die eine Ganztagsschule wollen, weil sie berufstätig und darum auf ein verlässliches und gutes Angebot von Bildung, Betreuung und Erziehung vor Ort angewiesen sind.“ NRW-Schulministerin Dorothee Feller (CDU) reagierte in der „Rheinischen Post“ skeptisch auf den Vorstoß der Städte: „Wir haben erst mal eine andere große Hausaufgabe vor uns. Ab August 2026 wird der Rechtsanspruch auf einen Platz im Ganztag eingeführt, den müssen und werden wir mit der Offenen Ganztagschule umsetzen. Wenn wir das geschafft haben, haben wir einen großen Schritt nach vorne getan. Das hat Priorität“, sagte Feller dem Blatt. Weiter führte sie aus: „Ich bezweifle auch, dass sich wirklich so viele Eltern einen gebundenen Ganztag wünschen. Im ländlich-urbanen Raum hätten viele lieber eine ganz flexible Über-Mittag-Betreuung, bei der sie ihre Kinder nicht erst regelmäßig am Nachmittag abholen können. In Ballungsräumen wollen einige Kommunen den gebundenen Ganztag, viele Familien wünschen sich jedoch den Offenen.“


Foto: Klassenraum in einer Schule (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Baerbock empört eigene Partei mit Eurofighter-Kehrtwende

0

Berlin/Jerusalem (dts Nachrichtenagentur) – Die von Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) verkündete neue Offenheit der Bundesregierung für Eurofighter-Lieferungen an Saudi-Arabien hat in ihrer eigenen Partei scharfe Kritik ausgelöst. „Die Meldung überrascht“, sagte die sicherheitspolitische Sprecherin der Grünenfraktion, Sara Nanni, dem „Spiegel“.

„Die Bundesregierung hat sich noch im Sommer dazu bekannt, keine Eurofighter an Saudi-Arabien zu liefern.“ Dies sei „aus guten Gründen“ geschehen. „Ich erwarte, dass die Bundesregierung dabei bleibt. Es ist keine fünf Jahre her, da hat die von den Saudis geführte Allianz gegen den Jemen großflächig bombardiert. Zukünftige Kriege, der Saudis werden ähnlich aussehen“, so Nanni.

Auch ihre Parteikollegin Jamila Schäfer verurteilte die Kehrtwende ihrer Außenministerin und erinnerte an die von Baerbock oft bemühten Grundsätze wertegeleiteter Außenpolitik. „Saudi-Arabien begeht schwere Menschenrechtsverletzungen und ist am Jemenkrieg beteiligt. Niemand kann garantieren, dass diese Waffen nicht für weitere völkerrechtswidrige Einsätze eingesetzt würden. Eine wertegeleitete Außenpolitik sollte darüber nicht hinwegsehen“, forderte Schäfer im gleichen Magazin.

Noch schärfer urteilte die Jugendorganisation der Grünen über Baerbocks Entscheidung: „Saudi-Arabien mit Kampfflugzeugen auszustatten, ist verantwortungslos“, sagte die Co-Vorsitzende Svenja Appuhn dem „Spiegel“. Auch sie verweist auf den Krieg im Jemen, „die wohl verheerendste humanitäre Krise der Welt“. „Ausgerechnet diese Autokratie mit Kampfflugzeugen auszustatten, sorgt nicht für mehr Sicherheit in der Region, sondern wäre ein Kniefall vor einem der schrecklichsten Regime der Welt“, so Appuhn. „Die Bundesregierung darf der Lieferung des Eurofighters an Saudi-Arabien auf keinen Fall zustimmen.“

Gefertigt werden die Eurofighter in Großbritannien, das Land will die Jets schon länger an Saudi-Arabien liefern. Sie sind ein europäisches Gemeinschaftsprojekt, an dem Deutschland beteiligt ist. Die Bundesregierung hat daher ein Vetorecht, von dem sie bislang Gebrauch gemacht hat.


Foto: Annalena Baerbock (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

NRW-Schulministerin will Eltern stärker einbinden

0

Düsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – NRW-Schulministerin Dorothee Feller (CDU) kündigt mehr Eltern-Einbindung als Schwerpunktaufgabe für das Jahr 2024 an. „Wir müssen mehr Eltern in die schulische Förderung ihrer Kinder einbinden“, sagte Feller der „Rheinischen Post“ (Montagsausgabe).

Es gebe Schulen, an denen nur ein oder zwei Mütter oder Väter zu Elternabenden erschienen. „Das geht einfach nicht“, so die Schulministerin. „Wir müssen die Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule stärken. Es ist für uns dieses Jahr eine Schwerpunktaufgabe, dafür Konzepte zu entwickeln.“

Angebote wie beispielsweise das Programm „Rucksack Schule“ oder Familiengrundschulzentren wolle man ausbauen. Auf die Frage, ob dadurch der Einfluss des Elternhauses auf den Bildungserfolg von Kindern nicht noch größer würde, sagte Feller, Schulen bräuchten die Unterstützung der Eltern. „Denn das Elternhaus wird immer einen Einfluss auf die Kinder haben, und die Schule wird nie alles allein regeln können. Es ist wichtig, Eltern dafür zu sensibilisieren, dass Bildung in der Schule und zu Hause stattfindet.“

Im Fortbildungssystem für Lehrkräfte plant die Ministerin unterdessen Reformen: „Wir arbeiten gerade an einem Konzept für neue, systemische Fortbildungen, das dieses oder spätestens nächstes Jahr umgesetzt werden soll“, sagte sie der „Rheinischen Post“. Schulen sollten sich verstärkt als Lehrkollegium weiterbilden. „Dazu müssen sie sich überlegen: Wie wollen wir uns entwickeln, und welche Kompetenzen müssen wir aufsatteln?“ Bereits heute gebe es eine grundsätzliche Fortbildungspflicht für Lehrkräfte: „Ich schließe nicht aus, dass wir bei der Verbindlichkeit der Fortbildung mittelfristig noch einmal nachschärfen müssen“, soFeller. „Aber erst mal müssen wir die Inhalte stärken. Und in einer schnelllebigen Zeit muss man Schulen auch Zeit geben, dabei mitzugehen.“

Über Änderungen bei der grundständigen Ausbildung von Lehrern wolle man im März auf Ebene der Kultusministerkonferenz sprechen. „Ich bin sehr dafür, mehr Praxis-Anteile ins Lehramtsstudium zu integrieren, aber dagegen, das Referendariat abzuschaffen“, sagte Feller der „Rheinischen Post“. „Ich bin auch offen für Ein-Fach-Lehrkräfte. Es bedeutet zwar mehr Aufwand für die Erstellung der Stundenpläne, wenn Lehrer nur ein Fach unterrichten. Jedoch wenn wir dadurch mehr qualifiziertes Personal an die Schulen bekommen, sollten wir das in Kauf nehmen.“


Foto: Klassenraum in einer Schule (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

GdP erwartet Bauern-Aktionen an "neuralgischen Punkten"

0

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jochen Kopelke, hat vor den angekündigten Bauernprotesten die Teilnehmer zur Friedfertigkeit aufgerufen. „In Anbetracht der zu erwartenden Massen an Protestierenden wird die Polizei sehr schnell, sehr stark flexibel in Deutschland agieren müssen. Dafür ist sie aber nicht ausreichend aufgestellt“, sagte Kopelke den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagsausgaben).

Man appelliere daher „an die Friedlichkeit und Sensibilität“ der Teilnehmer und insbesondere an die verantwortlichen Versammlungsleiter. Von der Polizei seien überwiegend verkehrspolizeiliche Maßnahmen wie Straßensperrungen oder die Absicherung der Kolonnen geplant. „Da aber in allen Bundesländern massiv mobilisiert wird, wird es in allen Bundesländern an neuralgischen Punkten zu Aktionen kommen“, sagte der GdP-Vorsitzende. „Die Polizei muss also auch auf Zugriffe und Räumungen vorbereitet sein.“


Foto: Polizei (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Bauernpräsident bittet Bevölkerung um Verständnis für Blockaden

0

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Zum Beginn der Aktionswoche der deutschen Landwirte gegen die geplanten Subventionsstreichungen bittet der Präsident des Deutschen Bauernverbands, Joachim Rukwied, um Nachsicht für mögliche Beeinträchtigungen. „Wir wollen unseren Protest friedlich und mit demokratischen Mitteln durchführen“, sagte Rukwied dem „Stern“. Über 100 Aktionen hätten die Landes- und Kreisverbände in allen Bundesländern angemeldet.

„Wenn wir mit Traktoren unterwegs sind, wird es aber zwangsläufig zu Verkehrsbehinderungen kommen“, so Rukwied. „Wir bitten die Bevölkerung um Verständnis. Den großen Rückhalt und die Solidarität, die wir aus weiten Teilen der Gesellschaft erhalten, wollen wir nicht verlieren.“ Rukwied betonte eine seiner Ansicht nach vorhandene Rechtmäßigkeit der Proteste: „Unsere Demonstrationen sind angemeldet und wir machen von unserem Grundrecht Gebrauch, der Gesellschaft und der Politik zu vermitteln, dass Deutschland eine wettbewerbsfähige Landwirtschaft braucht. Nur so kann die Versorgung mit hochwertigen, heimischen Lebensmitteln gesichert werden.“

An den Protesten will der Bauernverband festhalten, obwohl die Ampelregierung die Kürzungspläne wieder teilweise zurückgenommen hatte: „Die Vorschläge hätten zur Folge, dass noch mehr Betriebe aufgeben würden“, sagte Rukwied dem „Stern“. Die Aktionswoche solle verdeutlichen, dass man die geplanten Steuererhöhungen für die Landwirtschaft nicht hinnehmen werde. „Diese müssen vom Tisch. Dabei bleiben wir“, sagte Rukwied.


Foto: Bauer mit Traktor (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Berlin will Eurofighter-Lieferung an Saudi-Arabien nun zulassen

0

Jerusalem (dts Nachrichtenagentur) – Deutschland will sich der Lieferung von Eurofightern an Saudi-Arabien künftig nicht mehr entgegenstellen. Das sagte Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) am Sonntag zu Beginn ihrer Nahost-Reise in Jerusalem.

Damit vollzieht die Bundesregierung eine Kehrtwende, denn im 2021 ausgehandelten Koalitionsvertrag heißt es wörtlich: „Wir erteilen keine Exportgenehmigungen für Rüstungsgüter an Staaten, solange diese nachweislich unmittelbar am Jemen-Krieg beteiligt sind.“

Und Saudi-Arabien führt seit 2015 eine Militärallianz an, der weitere sunnitisch regierte Staaten aus Afrika und Asien angehören und die unter anderem von den USA, Frankreich und Großbritannien logistisch unterstützt wird. Gekämpft wird gegen die mutmaßlich vom Iran und Nordkorea unterstützten Huthi-Rebellen, die ihrerseits hinter der im Gazastreifen aktiven radikal-islamistischen Hamas stehen.

Baerbock äußerte sich am Sonntag positiv über die Bemühungen der Regierung in Riad. Saudi-Arabien habe durch das Abfangen von Raketen der Huthi-Rebellen einen Beitrag zur Sicherheit Israels geleistet und die Gefahr eines regionalen Konflikts eingedämmt. Saudi-Arabien hatte die Eurofighter in Großbritannien bestellt, wo sie in Zusammenarbeit mit Deutschland, Spanien und Italien hergestellt werden. Großbritannien drohte bereits, Deutschland wegen der bisherigen Verweigerungshaltung aus dem Projekt herauszudrängen.

Baerbock will Israel, die Palästinensischen Gebiete, Ägypten und den Libanon besuchen.


Foto: Britisches Kampfflugzeug Eurofighter Typhoon (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts