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Bauern unterstellen Regierung Politik im "Hinterzimmer"

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Bauernproteste am 08.01.2024, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bauernpräsident Joachim Rukwied wirft der Ampelregierung Ignoranz gegenüber den Landwirten vor. „Die Demonstrationen sind Beleg dafür, dass die Regierung zu wenig Kontakt mit den Betroffenen hat, dass man sehr stark aus der urbanen Blase Berlins heraus Politik für – manche sagen auch gegen – den ländlichen Raum macht“, sagte Rukwied dem „Spiegel“. „Wir sind im ständigen Austausch mit Landwirtschaftsminister Cem Özdemir, mit den Länderagrarministern, mit den Parlamentariern, aber in der Regierungszentrale will man uns nicht hören. Bei den jetzigen Entscheidungen war sogar Landwirtschaftsminister Özdemir offenbar nicht eingebunden. Die Sache war möglicherweise eine Entscheidung im Hinterzimmer zwischen den Herren Scholz, Habeck und Lindner“, sagte Rukwied. Zugleich warf er der Regierung schlechte Absprache vor: „Wir sind gut vernetzt in Berlin, aber wenn sogar der Ressortchef nicht eingebunden wird, läuft bei der Kommunikation innerhalb des Kabinetts etwas falsch. Dass da in Berlin etwas nicht stimmt, zeigt sich nun auch daran, dass sich die Ministerpräsidenten Stephan Weil und Manuela Schwesig ganz klar hinter uns und damit gegen den Ampelbeschluss gestellt haben.“ Der Verbandschef machte deutlich, dass die Landwirte den Protest fortführen wollen. „Die Ampel ist nicht wirklich eingeknickt. Sie hat einen unzureichenden Vorschlag gemacht – nämlich ein Sterben auf Raten, was den Agrardiesel anbelangt“, sagte Rukwied. Zugleich machte er deutlich, dass Landwirtschaft in Deutschland aus seiner Sicht ohne Subventionen nicht machbar sei: „Das halte ich nicht für realistisch. Unsere Gesellschaft wünscht sich mehr Tierwohl. Auf den Feldern wirtschaften wir nachhaltiger als in vielen anderen Teilen der Welt. Im globalen Vergleich haben wir eine klein strukturierte Landwirtschaft, vor allem in den älteren Bundesländern. Das alles hat am Ende höhere Kosten zur Folge. Die meisten unserer Höfe können schwer mit Großbetrieben in der Ukraine, Südamerika oder Nordamerika mithalten. Darum braucht es auch finanzielle Unterstützung, sonst wird der Strukturwandel beschleunigt.“


Foto: Bauernproteste am 08.01.2024, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Ein high bei enua – Albert Schwarzmeier kommt als neuer CEO und Gesellschafter

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Albert Schwarzmeier ist neuer geschäftsführender Gesellschafter bei enua. Mit Schwarzmeier bestellt einer der führenden deutschen Hersteller von medizinischem Cannabis einen erfolgreichen Serienunternehmer mit Marken- und E-Commerce Erfahrung

Das Kölner Cannabisunternehmen enua Pharma GmbH, welches sich auf die Herstellung und den Vertrieb von medizinischem Cannabis spezialisiert hat, freut sich, die Ernennung von Albert Schwarzmeier zum neuen Geschäftsführer ab Januar 2024 bekannt zu geben. Albert Schwarzmeier – der sich auch im Zuge einer Finanzierungsrunde an enua beteiligt hat – ergänzt somit Lars Möhring und Markus Musiol nun als neuer CEO im Geschäftsführer-Triumvirat.

Albert Schwarzmeier bringt eine beeindruckende Laufbahn als Unternehmer und Geschäftsführer mit bei renommierten Unternehmen wie IONIQ, Heartbeat Labs, Rocket Internet, mysportgroup und zuletzt Musterhaus.net. Seine umfangreiche Erfahrung in der Unternehmensführung wird eine wertvolle Bereicherung für enua Pharma darstellen.

Lars Möhring, der mit Markus Musiol als Pionier im medizinischen Cannabis Markt bereits 2018 gegründet hat, äußerte sich begeistert über den neuen CEO: „Ich bin überzeugt, dass Albert mit seiner Expertise und Vision enua erfolgreich in die Zukunft führen wird. Er hat über 15 Jahre Erfahrung im Gründen und Aufbau von Unternehmen und ich bin stolz, dass er sich für enua entschieden hat und freue mich auf die neue Ära, die er bei uns einläuten wird.“

Albert Schwarzmeier äußert seine Begeisterung für die neue Herausforderung wie folgt: „Ich bin von der Vision von enua “We change society for the better”, tief beeindruckt und freue mich darauf, diese Vision weiterzutragen und einen starken Anteil daran zu leisten. Mein Ziel ist es, die Weiterentwicklung von enua vom Großhändler zum führenden Hersteller von Cannabis im deutschen Markt voranzutreiben sowie die Marke enua stark auszubauen und so die Branche nachhaltig zu prägen.“

Schwarzmeier wird seine Position bei enua Pharma ab Januar 2024 antreten. Unter seiner Leitung wird das Unternehmen sich auf nachhaltiges Wachstum konzentrieren. So lautet eines der gesteckten Ziele, bis 2026 in Deutschland 150.000 Patienten mit Cannabis zu versorgen und 20 Tonnen Cannabis jährlich zu verkaufen, was einem Jahresumsatz von über 100 Mio EUR entspricht.

Bild:Albert Schwarzmeier

Quelle:enua Pharma GmbH

Schluss mit verpacktem Wasser!

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Dopper startet “Bring Your Own Bottle”-Challenge

Dopper, ein soziales Unternehmen aus den Niederlanden, will mit Hilfe von WhatsApp-Nachrichten über einen Zeitraum von 21 Tagen Verhaltensweisen ändern und dazu animieren, Leitungswasser, anstatt verpacktes Wasser zu trinken.

Am 15. Januar startet Dopper die 21-tägige BYOB (Bring Your Own Bottle)-Challenge. Die Teilnahme ist kostenlos und richtet sich an alle umwelt- und klimabewussten Menschen, die bereit sind, ihre Angewohnheiten zu ändern, indem sie über einen dreiwöchigen Zeitraum täglich WhatsApp-Nachrichten bekommen. Das Ziel? Die Gewohnheit zu schaffen, eine wiederverwendbare Flasche mitzunehmen, wo immer man hingeht. Denn Umfragen haben ergeben, dass das Vergessen, eine wiederverwendbare Flasche mitzunehmen, wenn man das Haus verlässt, der Hauptgrund für den Kauf von Einweg-Wasserflaschen ist. Doppers Mission ist es, verpacktes Wasser abzuschaffen und zu animieren, Leitungswasser zu trinken, wo immer es möglich ist. Die engagiertesten Teilnehmer:innen erhalten am Ende der Challenge einen Preis zur Belohnung neu gewonnener Verhaltensweisen.

Virginia Yanquilevich (CEO Dopper): „Der sogenannte „Blue Monday“ am 15. Januar gilt als der deprimierendste Tag des Jahres, an dem angeblich die meisten Menschen ihre Neujahrsvorsätze aufgeben. Wir dachten uns, wir könnten das ändern, indem wir eine positive und einfache Herausforderung starten, die dazu beiträgt, sich von abgepacktem Wasser zu verabschieden und stattdessen im Jahr 2024 Leitungswasser zu trinken.“

Die BYOB-Challenge
Ziel der Challenge ist, es leichter zu machen, sich für Mehrweg anstatt Einweg zu entscheiden. 21 Tage lang – laut einer Studie dauert es mindestens 18 Tage, um eine Gewohnheit zu ändern – erhalten die Teilnehmer täglich WhatsApp-Nachrichten, die sie daran erinnern, ihre Mehrwegflasche mit Leitungswasser zu füllen und mitzunehmen, wenn sie das Haus verlassen.
Doppers BYOB Challenge: Hier registrieren und mitmachen!

Schluss mit verpacktem Wasser
Abgepacktes Wasser bremst den Fortschritt beim Zugang zu Leitungswasser. Im Jahr 2021 hatte die Industrie für abgepacktes Wasser (nur stilles Wasser) einen Umsatz von 270 Milliarden Dollar. Einem UN-Bericht aus dem Jahr 2022 zufolge würde weniger als die Hälfte dessen, was die Welt jährlich für abgepacktes Wasser bezahlt, ausreichen, um den Zugang zu sauberem Leitungswasser für Hunderte von Millionen Menschen zu gewährleisten . Der Bericht stellt zudem fest, dass die Expansion der Märkte für verpacktes Wasser den Fortschritt in Richtung sauberes und sicheres Trinkwasser für alle verlangsamt. Wenn wir unser Verhalten nicht ändern, werden bis 2040 schätzungsweise 27 Millionen Tonnen Plastikmüll pro Jahr in den Gewässern der Welt landen. Dopper steht an der Spitze der Marken, die versuchen, die Flut aufzuhalten und verpacktem Einwegwasser ein Ende zu setzen.

Bild:Dopper BYOB Challenge

Quelle:PR Deutschland

Rukwied sieht keine Unterwanderung der Bauern-Proteste von rechts

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Bauernproteste am 08.01.2024, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, sieht keine Unterwanderung der Bauernproteste durch Rechtsextreme. „Die Unterwanderung gab es nicht“, sagte er dem TV-Sender „Welt“ am Dienstag. „Die wird es auch nicht geben und das ist für mich das Entscheidende.“

Man habe sich „in aller Deutlichkeit davon abgegrenzt“, so Rukwied. Beispielsweise habe der sächsische Landesverband die für Montag geplante Großdemo in Dresden auf Mittwoch verschoben, um auch ein klares Signal gegen rechts zu setzen.

Der Verbandspräsident hält das Angebot der Ampel-Regierung an die Bauern für nicht akzeptabel und sieht darin einen Wettbewerbsnachteil für die deutschen Bauern. „Es ist unzureichend, denn am Ende hätten wir dann in drei Jahren neben den Niederlanden den höchsten Steuersatz in der EU. Die Belgier, Luxemburger fahren steuerfrei und das wäre ein erheblicher Wettbewerbsnachteil für unsere Bauern im gemeinsamen Europa und deshalb muss der Vorschlag zurückgenommen werden“, so Rukwied.

Unterstützung erhofft sich der Präsident des Bauernverbandes durch die SPD-Ministerpräsidenten Schwesig und Weil, da diese aus Flächenländern kommen. „Sie wissen was für negative Auswirkungen das hätte, haben sich hinter uns gestellt“, sagte der Verbandsvertreter. „Und wir sind natürlich in Gesprächen auch mit den Parlamentariern, mit der Bundesregierung im Hinblick auf eine Rücknahme dieser Steuererhöhungsvorschläge.“

Die landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland wurden 2021/22 durchschnittlich mit insgesamt rund 47.600 Euro gefördert. Die Agrardieselsubventionen, die nach den Plänen der Bundesregierung in den kommenden Jahren schrittweise abgebaut werden sollen, betragen im Schnitt fast 2.900 Euro pro Betrieb. Wie einschneidend die Kürzungen sind, ist von zahlreichen Faktoren abhängig, wie beispielsweise der Größe eines Hofs und der Art der Bewirtschaftung.

Die Kürzung von Agrarsubventionen hat unter anderem der Bundesrechnungshof angeregt. Im Rechnungsprüfungsausschuss des Bundestages haben sich alle Fraktionen für ein Ende der Zahlungen ausgesprochen.


Foto: Bauernproteste am 08.01.2024, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

ElectroFleet als zusätzlicher strategischer Investor an Bord

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Finanzierungsrunde sichert weitere Expansion und Ausbau der Vertriebsaktivitäten von Energiekoppler.

DieEnergiekoppler GmbH, ein innovatives Software-Unternehmen für Energiemanagement-Lösungen und eine Ausgründung aus zwei renommierten Instituten – dem Institut für Elektrische Energieversorgung und Hochspannungstechnik und dem Institut für Gebäudeenergietechnik – der Technischen Universität Dresden, hat eine Serie A-Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen. Im Zuge dieser Runde ist das Osnabrücker Cleantech-Unternehmen ElectroFleet als zusätzlicher strategischer Investor neben den bereits bestehenden Investoren LEAG und TGFS – Technologiegründerfonds Sachsen eingestiegen. Die Finanzierungsrunde sichert die Weiterentwicklung der Produkte und Expansion der Vertriebsaktivitäten von Energiekoppler.

Jens Werner, Gründer und Geschäftsführer von DieEnergiekoppler, über die Finanzierungsrunde: „Diese Finanzierungsrunde ist ein wichtiger Meilenstein für die weitere Expansion unseres Unternehmens. Dieses Investment ermöglicht es uns, unsere Produkte anhand der Markterfordernisse weiterzuentwickeln, unser Team zu vergrößern und unser Geschäft insgesamt breiter aufzustellen und nachhaltig zu entwickeln. Wir werden nun gezielt unser Team insbesondere in Produktentwicklung und Vertrieb verstärken. Zusätzlich werden Investitionen in Vertrieb und Marketing getätigt, um die Präsenz und Reichweite weiter auszubauen. Wir freuen uns aber besonders über den Einstieg von ElectroFleet als strategischer Investor. Diese Investition stärkt die bestehende strategische Produkt-Partnerschaft zwischen Energiekoppler und ElectroFleet und unterstreicht das gemeinsame Engagement für innovative Energietechnologien im Energiesektor.“

Mark Hellmann Regouby, Gründer und CEO von ElectroFleet, kommentiert die Investition seines Unternehmens: „Wir schätzen uns glücklich, gemeinsam mit den anderen Gesellschaftern die weitere Entwicklung von Energiekoppler zu unterstützen. Die Gründer und das Team leisten großartige Arbeit, und wir freuen uns, diesen nächsten Schritt in unserer langfristigen Strategie zur Dekarbonisierung mittelständischer Unternehmen in Deutschland zu gehen. Dies ist unsere erste Investition aus unserem Venture-Fonds, der ElectroFleet Ventures GmbH, mit der wir Technologien und Teams unterstützen, die für die Erfüllung unserer Mission, die Energieprobleme des deutschen Mittelstands zu lösen, unerlässlich sind.“.

Robert Klimpke, Head of Innovation bei LEAG, sagt: „Wir sind stolz darauf, unsere bestehende Partnerschaft mit Energiekoppler im Rahmen dieser Finanzierungsrunde zu vertiefen und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit ElectroFleet im Kreis der Gesellschafter. Mit dem Abschluss dieser Finanzierungsrunde unterstreichen wir einmal mehr unser anhaltendes Engagement für wegweisende Innovationen im Energiesektor.“

Martin Liebsch, Gruppenleiter Digital Tech / Prokurist, Start-Up Investments bei TGFS, fügt hinzu: „Wir begleiten DieEnergiekoppler GmbH bereits seit einigen Jahren und sind überzeugt, dass die jetzige Finanzierungsrunde das weitere Wachstum des Unternehmens auf eine neue Stufe heben wird. Das strategische Investment durch ElectroFleet zeigt das Vertrauen in die technologische Entwicklung und das Geschäftsmodell des Unternehmens. Diese Partnerschaft stärkt unsere langjährige Unterstützung für innovative Start-ups im Energiesektor und bestätigt uns in unserem Engagement für zukunftsweisende Technologien.“

Die Zusammenarbeit zwischen den drei Investoren und Energiekoppler steht für eine wegweisende Synergie, um innovative Energielösungen und virtuelle Kraftwerke weiterzuentwickeln und den Energiesektor nachhaltig zu gestalten.

Bild:Das Gründer-Team von DieEnergiekoppler: Jens Werner, Irina Weis, Tobias Westerheide (v.l.)

Quelle:DieEnergiekoppler GmbH

Link für Lieferung von Eurofightern an Saudi-Arabien

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Michael Georg Link (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die FDP-Bundestagsfraktion unterstützt den von Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) angekündigten Kurswechsel der Bundesregierung, Saudi-Arabien entgegen den Vereinbarungen des Ampel-Koalitionsvertrags Eurofighter-Kampfjets zu liefern. „Baerbocks Bereitschaft, britische Eurofighter-Lieferungen an Saudi-Arabien seitens Deutschlands zu unterstützen, ist sehr zu begrüßen“, sagte Fraktionsvize Michael Link der „Welt“ (Mittwochausgabe). „Die mögliche Lieferung ist mit Israel abgestimmt und stünde im Zeichen der Sicherheit des gesamten Nahen Ostens gegenüber extremistischen Terrororganisationen.“

Wie zuvor seine Fraktionskollegin Marie-Agnes Strack-Zimmermann verknüpfte Link die Eurofighter-Entscheidung auch mit der Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern an die Ukraine. „Darüber hinaus wäre es auch im anderen aktuellen Großkonflikt höchste Zeit, dringend benötigte Waffensysteme zu liefern, nämlich Taurus-Raketen an die Ukraine“, sagte Link. „Die ukrainische Nation benötigt in ihrem Überlebenskampf gegen Putins immer brutalere Angriffe dringend mehr leistungsfähige Raketensysteme und Flugzeuge wie zum Beispiel die F-16.“

Im 2021 ausgehandelten Koalitionsvertrag heißt es wörtlich: „Wir erteilen keine Exportgenehmigungen für Rüstungsgüter an Staaten, solange diese nachweislich unmittelbar am Jemen-Krieg beteiligt sind.“ Saudi-Arabien führt seit 2015 eine Militärallianz an, der weitere sunnitisch regierte Staaten aus Afrika und Asien angehören und die unter anderem von den USA, Frankreich und Großbritannien logistisch unterstützt wird. Gekämpft wird gegen die mutmaßlich vom Iran und Nordkorea unterstützten Huthi-Rebellen, die ihrerseits hinter der im Gazastreifen aktiven radikal-islamistischen Hamas stehen.

Baerbock hatte sich am Sonntag positiv über die Bemühungen der Regierung in Riad geäußert. Saudi-Arabien habe durch das Abfangen von Raketen der Huthi-Rebellen einen Beitrag zur Sicherheit Israels geleistet und die Gefahr eines regionalen Konflikts eingedämmt. Saudi-Arabien hatte die Eurofighter in Großbritannien bestellt, wo sie in Zusammenarbeit mit Deutschland, Spanien und Italien hergestellt werden. Großbritannien drohte bereits, Deutschland wegen der bisherigen Verweigerungshaltung aus dem Projekt herauszudrängen.


Foto: Michael Georg Link (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Energiewende und Private Debt: Infrastrukturanleihen bieten 2024 viel Potenzial

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Der nachhaltige Umbau der globalen Wirtschaft eröffnet Anlegern in Private Debt vielfältige Renditemöglichkeiten – und Infrastrukturanleihen sind hierfür ein besonders interessantes Instrument. Wo 2024 das größte Potenzial besteht und welche Fallstricke und Risiken Investoren beachten sollten, erläutern Stéphanie Passet und Vincent Guillaume vom Infrastructure Debt Team bei BNP Paribas Asset Management.

Im Jahr 2023 haben Infrastrukturanleihen bewiesen, dass sie in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld eine robuste Performance liefern können. Auch 2024 bietet die Anlageklasse Anlegern vielversprechende Rendite- und Ertragschancen sowie vielfältige Möglichkeiten, den Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaft zu unterstützen.

Widerstandsfähigkeit, starke Pipeline und attraktive absolute Renditen

Das vergangene Jahr war durch Volatilität, steigende Zinsen, hohe Inflation und geopolitische Spannungen geprägt. Doch selbst in diesem makroökonomischen Umfeld haben sich Infrastrukturanleihen als widerstandsfähige Lösung für Anleger bewährt, die auf der Suche nach langfristigen Erträgen, stabilen Cashflows und Diversifizierung gegenüber anderen Anlageklassen sind. Die Performance war im Jahr 2023 in allen Sektoren stark, mit einigen Ausnahmen in Märkten, in denen die Investitionskosten besonders stark gestiegen sind.

Mit Blick auf die Zukunft ist die Anlageklasse der Infrastrukturanleihen unserer Ansicht nach gut aufgestellt, um die anhaltende Unsicherheit im Jahr 2024 zu überstehen: dank der vertraglich festgelegten Einnahmen, der starken Regulierung und der Fähigkeit der Emittenten aus dem Infrastrukturbereich, inflationsbedingte Kosten an Verbraucher weiterzugeben. Zwar hat sich die Verlangsamung der Fusions- und Übernahmeaktivitäten auf die Eigenkapitalprojekte ausgewirkt, die Pipeline bei Fremdkapital bleibt jedoch stark. Die Unternehmen versuchen, Investitionspläne zu finanzieren und neue Möglichkeiten zu erschließen, und wir beobachten infolgedessen erhebliche Refinanzierungsaktivitäten. Die Nachfrage wird von den Megatrends Energiewende, sauberer Transport und Digitalisierung angetrieben. Diese benötigen einen umfangreichen Ausbau der Infrastrukturen in Europa und auf der ganzen Welt – daher dürfte der Markt in den kommenden Monaten und Jahren weiter expandieren und Anlegern eine Fülle potenzieller Projekte zur Finanzierung bieten.

Mit dem Wachstum der Anlageklasse eröffnet sich Anlegern ein wachsendes Spektrum an Investmentmöglichkeiten – von vorrangig besicherten bis hin zu nachrangigen Schuldtiteln. Höhere Zinssätze bedeuten, dass Infrastrukturanleihen jetzt attraktive absolute Renditen bieten können. Im Segment der nachrangigen Schuldtitel liegen die Renditen auf einem Niveau, das mit dem von Kerninfrastrukturaktien vergleichbar ist. Das deutet darauf hin, dass die Umschichtung in diese Anlageklasse ein anhaltender Trend sein könnte. In der Zwischenzeit bleiben vorrangige Schuldtitel dank ihrer positiven Illiquiditätsprämie ein effektiver Diversifikator für traditionelle festverzinsliche Wertpapiere

Ein Markt am Wendepunkt

Wir glauben, dass sich der Markt für Infrastrukturanleihen an einem Wendepunkt befindet. Investoren in Europa und zunehmend auch weltweit erkennen die Notwendigkeit privaten Kapitals, um die Netto-Null-Ziele zu erreichen, und richten ihr Augenmerkt verstärkt auf kohlenstoffarme Investments. Dass Infrastrukturanleihen nachhaltige Eigenschaften besitzen und zum Klimaschutz beitragen, dürfte auch im Jahr 2024 ein wichtiges Investitionskriterium bleiben.

Erneuerbare Energien sind ein wichtiger Teil des Puzzles, aber alle Arten von Infrastruktur müssen kohlenstoffarm oder -frei werden – vom Verkehr bis zum Ausstieg aus der Kohle im Versorgungsmix. Die ersten Projekte zur Kohlendioxidabscheidung und -speicherung kommen allmählich auf den Markt und müssen finanziert werden. Interessante frühe Möglichkeiten sehen wir in den Wertschöpfungsketten der Batteriespeichertechnologie und des grünen Wasserstoffs.

Neben dem Klimawandel treten aber auch neue Nachhaltigkeitsthemen auf den Plan. Der Schutz der biologischen Vielfalt und des Naturkapitals wird bei der Analyse neuer Projekte immer wichtiger. Auch Kreislaufwirtschaft und Recycling gewinnen zunehmend an Bedeutung, etwa bei der Projektplanung, um den Einsatz von Rohstoffen zu minimieren und die Wiederverwendung von Materialien am Ende der Lebensdauer der Anlage zu optimieren. Aber auch als Investment bietet Kreislaufwirtschaft eine Fülle an Möglichkeiten.

Risiken: Investitionskosten und neue Geschäftsmodelle

Obwohl das Umfeld für Infrastrukturfinanzierung günstig ist, gibt es einige Herausforderungen. Vor dem Hintergrund höherer Investitionskosten ist bei der Rentabilität von Projekten größere Vorsicht geboten. So sind beispielsweise im Bereich der erneuerbaren Energien die Kosten für die Herstellung einer Windturbine oder einer Photovoltaikanlage stark gestiegen. Die Kreditgeber müssen daher sehr selektiv vorgehen und sicherstellen, dass die Projekte ausreichende Erträge und stabile Cashflows erwirtschaften können, um die höheren Kosten zu kompensieren. Dank der reichhaltigen Projektpipeline haben Investoren jedoch genug Möglichkeiten, wählerisch zu sein.

Viele der derzeitigen Investmentmöglichkeiten liegen im Bereich der neuen Technologien – und Kreditgeber benötigen die Ressourcen und das Fachwissen, um komplexe Projekte zu bewerten und dabei das Risikoprofil angemessen zu beurteilen. Investoren müssen die gesamte Wertschöpfungskette von der Technologie über die Marktforschung bis hin zur Einkommenserzielung analysieren und maßgeschneiderte Finanzierungslösungen anbieten können, die auf neu entstehende Geschäftsmodelle abgestimmt sind. Wer dazu in der Lage ist, kann proaktiv investieren und Chancen in der Frühphase nutzen, um das beste Risiko-Rendite-Verhältnis zu erzielen.

Schnelle Marktinnovation

Der Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft schafft für Private-Debt-Anleger nicht nur neue Vermögenswerte und Investitionsökosysteme. Der Markt für Infrastrukturanleihen ist außerdem durch eine schnelle Produktinnovation geprägt. Die Vermögensverwalter entwickeln immer mehr thematische Fonds, die sich auf bestimmte Sektoren und Anlagethemen konzentrieren. Gleichzeitig erhalten Investoren durch die zunehmende Verfügbarkeit von Schuldtiteln im Sub-Investment-Grade-Segment die Möglichkeit, Anlagen mit einem gewissen Entwicklungsrisiko zu finanzieren – im Gegensatz zu Projekten, die bereits fertiggestellt sind.

Einen wichtigen Innovationstreiber stellt die Regulierung dar. In Europa wird die jüngste Version der europäischen Verordnung über langfristige nicht-börsengehandelte Investmentfonds (European long-term Investment Funds, kurz: ELTIF 2.0) Privatanlegern erstmals den Zugang zu dieser Anlageklasse ermöglichen. Dieser sich abzeichnende Trend bedeutet, dass die Produktstrukturen weiterentwickelt werden müssen, um zusätzliche Liquidität zu bieten und gleichzeitig die traditionellen „Buy-and-Hold“-Eigenschaften von Infrastrukturanleihen zu berücksichtigen.

Ein weiterer Bereich der Innovation ist die künstliche Intelligenz (KI). Die Digitalisierung hat die Entwicklung von Infrastrukturanlagen seit langem vorangetrieben. KI dürfte diesen Trend enorm beschleunigen, denn sie ermöglicht neue Lösungen sowie die Gestaltung und Nutzung von Infrastrukturanlagen und optimiert die Verwaltung von Daten. Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig: In der Energieversorgung beispielsweise kann die KI-Technologie den Energieverbrauch optimieren, um Skaleneffekte zu erzielen, und Effizienzgewinne beim Management des Stromerzeugungsnetzes identifizieren. Für 2024 und darüber hinaus erwarten wir, dass KI den Bau besserer, effizienterer und umweltfreundlicherer Anlagen in der gesamten Anlagenklasse unterstützen wird.

Bild:Stéphanie Passet vom Infrastructure Debt Team bei BNP Paribas Asset Management

Quelle:BNP Paribas Asset Management.

Das finnische IT-Beratungsunternehmen Gofore stärkt sein Wachstum im deutschsprachigen Raum – Dr. Marc Fuchs wird CEO für die DACH-Region

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Das an der finnischen Börse notierte Beratungsunternehmen Gofore mit Niederlassungen in Deutschland, Österreich und Norditalien hat Dr. Marc Fuchs zum CEO DACH und Mitglied des Vorstands der Gofore Group ernannt. Zuvor war Fuchs in leitender Position bei der Randstad Digital Germany AG, einem Anbieter von Beratung und Lösungen für die digitale Transformation, tätig. Mit dieser Ernennung stärkt Gofore die Umsetzung seiner Wachstumsstrategie im deutschsprachigen Raum in den Bereichen Intelligente Industrie und Digitale Gesellschaft. Fuchs hat die Stelle, die in der Gruppe neu eingeführt wurde, Anfang 2024 angetreten.

Marc Fuchs (51) wird für das Unternehmen im deutschsprachigen Raum verantwortlich sein und das Wachstum weiter vorantreiben. In der DACH-Region beschäftigt Gofore insgesamt 150 Digitalisierungsexperten an acht Standorten. Insgesamt hat Gofore fast 1.500 Mitarbeitende in Finnland, Deutschland, Spanien, Estland, Österreich und Italien.

Fuchs verfügt über eine langjährige und vielfältige Erfahrung in der IT-Branche als Berater bei führenden IT-Dienstleistern sowie im Geschäfts- und Kundenmanagement, insbesondere in der digitalen Transformation der Fertigungsindustrie.

Vor dem Antritt seiner Position bei Gofore war Fuchs bei der Randstad Digital Germany AG als Mitglied der Geschäftsleitung für das Kundengeschäft in der Automobil- und Fertigungsindustrie verantwortlich. Davor war er bei der NTT Data Deutschland GmbH, einem Anbieter von Business- und IT-Lösungen, als Senior Vice President unter anderem für den Aufbau von internationalen Lieferzentren sowie für das Geschäft mit dem Großkunden BMW zuständig. Für die Capgemini Deutschland AG hat er als Leiter des Geschäftsbereichs Sales & Aftersales das Geschäft mit Vertriebsorganisationen der Automobilindustrie in Deutschland, USA und China auf- und ausgebaut.

Fuchs hält einen Doktortitel in Naturwissenschaften von der Technischen Universität München.

„Im Einklang mit unserer Strategie strebt Gofore internationales Wachstum im deutschsprachigen Raum an. Marcs Ernennung zum CEO wird die Voraussetzungen schaffen, um das Wachstum in unseren strategischen Bereichen Intelligente Industrie und Digitale Gesellschaft noch stärker auszubauen, da er viel Erfahrung auf dem lokalen Markt mitbringt. Marc teilt mit uns die Gofore-Denkweise der menschenzentrierten Führung und die nordische Arbeitskultur. Ich heiße Marc herzlich im Führungsteam und in seiner wichtigen Rolle bei der Umsetzung unserer Strategie willkommen“, sagt Mikael Nylund, CEO von Gofore Group.

„Ich bin fasziniert von der nordischen Kultur und dem großartigen Portfolio von Gofore in der intelligenten Industrie und der digitalen Gesellschaft. Ich sehe eine große Übereinstimmung in unseren Geschäftszielen und persönlichen Werten. Gofore hat bereits einen großen Kundenstamm im DACH-Raum und damit eine hervorragende Ausgangsbasis für das Wachstum unseres Geschäfts. Für mich ist es wichtig, Teil eines großartigen Unternehmens zu sein, sowohl für Kunden als auch für Mitarbeitende. Ich möchte Wachstum schaffen, indem ich Kunden mit einem innovativen Angebot und langfristigen, vertrauensvollen Beziehungen unterstütze, großartige Projekte durchführe und in einer vertrauensvollen und kooperativen Atmosphäre arbeite“, sagt Marc Fuchs, CEO für die DACH-Region von Gofore.

Zu den DACH-Kunden von Gofore gehören im Bereich der Digitalen Gesellschaft unter anderem die Deutsche Bahn, die Bayerische Agentur für Digitales (byte), Spar sowie eine große Bundesagentur. Zu den Kunden aus dem Bereich Intelligente Industrie zählen unter anderem BMW, Skidata, Voith, AGCO und Bosch Rexroth.

Finnland und Gofore: Spitzenreiter in der Digitalisierung

Finnland ist der Spitzenreiter in der Digitalisierung in Europa, und Gofore hat daran wesentlichen Anteil*. Das Unternehmen wurde 2001 gegründet und ist seit zwei Jahrzehnten Teil wichtiger gesellschaftlicher Digitalisierungsprojekte in Finnland. Parallel dazu hat Gofore ein wachsendes Privatkundengeschäft aufgebaut, das sich auf die Digitalisierung des industriellen Sektors konzentriert. Wachstumspotenzial hierfür sieht Gofore sowohl in Finnland als auch in ganz Europa.

„Finnland hat weltweit eine großartige Position bei digitalen Technologien in der öffentlichen Verwaltung, bei innovativen Geschäftsmodellen und in der Digitalisierung der Gesellschaft. Ich sehe viel Potenzial, die Erfahrungen von Gofore bei der Nutzung digitaler Technologien auch auf den deutschen öffentlichen Sektor zu übertragen. Die intelligente Industrie wird eine Schlüsselrolle spielen, um die Produktivität zu steigern und trotz hoher Energiepreise und Nachhaltigkeitsstandards in Deutschland wettbewerbsfähig zu sein. Wir werden viele Investitionen in IoT, Edge Computing, Daten & Analytik, maschinelles Lernen, AR/VR, Cybersicherheit, digitale Zwillinge und Nachhaltigkeit sehen“, sagt Fuchs.

In Deutschland ist Gofore seit 2017 tätig, als die Tochtergesellschaft Gofore Germany GmbH gegründet wurde. Seitdem hat Gofore zwei Übernahmen in der DACH-Region getätigt: den Spezialisten für digitales Design Mangodesign im Jahr 2019 und das Software-Unternehmen eMundo im Jahr 2022.

Mit seiner nordischen Arbeitskultur legt Gofore großen Wert darauf, ein großartiges Arbeitsumfeld für alle zu schaffen. Gemeinsam mit zufriedenen Mitarbeitenden strebt das Unternehmen nach nachhaltigem Erfolg für seine Kundengruppen. Gofore wurde bereits mehrfach als Arbeitgeber ausgezeichnet.

*) Laut Statista ist Finnland bei der Digitalisierung international die Nummer eins. Nirgendwo sonst auf der Welt ist der Digitalisierungsindex so stark wie im digitalen Norden. Finnland ist auch Nummer eins gemäß dem Index für digitale Wirtschaft und Gesellschaft (DESI), der den Digitalisierungsgrad von EU Ländern miteinander vergleicht, und an zweiter Stelle in einer Studie, die die Digitalisierung der Verwaltung von UN-Ländern untersucht.

Bild:Marc Fuchs

Quelle:Huss-PR-Consult

Rentokil Initial startet Initiative für freie Periodenprodukte

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Schluss mit Scham!

Das Thema Menstruation ist zunehmend in den Medien präsent. Trotzdem schämen sich immer noch viele, über ihre Regelblutung zu sprechen oder mit Menstruationsprodukten gesehen zu werden. Obwohl etwa die Hälfte der Bevölkerung die Periode bekommt, ist das Thema in der breiten Gesellschaft weiter mit Tabus behaftet. Hinzu kommt, dass sich viele die nötigten Tampons und Binden nicht leisten können. Rentokil Initial ist mit seiner Marke Initial der Hygieneexperte am Markt und Profi im Ausstatten von Waschräumen. Ab sofort gehören auch Periodenproduktespender zum Unternehmensportfolio – für Initial ein logischer Schritt, um bestehende Tabus aufzubrechen und allen einen freien Zugang zu Tampons und Binden zu ermöglichen.

Den Anfang macht Rentokil Initial selbst. Das Unternehmen geht mit gutem Beispiel voran und hat die Toiletten aller 15 deutschen Niederlassungen mit den Periodenproduktespendern ausgestattet. „Damit wollen wir auch hierzulande aktiv dazu beitragen, das Thema Menstruation zu enttabuisieren“, sagt Frank Reisgies, Geschäftsführer von Rentokil Initial. „Als Anbieter von Waschraumausstattung tragen wir in dieser Angelegenheit natürlich eine besondere Verantwortung. Dem wollen wir Rechnung tragen.“ Nach landesweiten Aktionen in England, Sitz des Mutterkonzerns, und Australien ist Deutschland das dritte Fokusland, in dem das Unternehmen seine „Initiative Periodenfreiheit“ startet.

Es braucht das Engagement von vielen

NGOs fordern schon lange Menstruationsprodukte für alle. Immer mehr Bildungsstätten und auch einige wenige Kommunen nehmen sich dem Thema bereits an. Doch eine deutschlandweite Regelung für kostenlose Periodenprodukte? Fehlanzeige. „Darum ist das Engagement von Unternehmen so wichtig“, erklärt Reisgies. Sie bilden einen wesentlichen gesellschaftlichen Multiplikator und profitieren dabei auch ganz unmittelbar selbst:

Auf der einen Seite zeigen sie mit Gratis-Periodenprodukten Haltung und werden in der Öffentlichkeit, bei Mitarbeitenden und Jobsuchenden positiv wahrgenommen. Reisgies ist überzeugt: „Kostenlose Periodenprodukte sind zwar nur ein kleiner Beitrag, setzen aber in Sachen Mitarbeiterbindung ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung.“

Auf der anderen Seite kann sich die Bereitstellung von Periodenprodukten positiv auf die Produktivität am Arbeitsplatz niederschlagen. So gaben bei einer Umfrage der Unternehmensberatung Kearney in Zusammenarbeit mit WASH United 32 Prozent der deutschen Befragten an, sie seien während ihrer Periode sehr viel unproduktiver. Die Schaffung eines angemessenen Arbeitsumfelds kann dem entgegenwirken. So fänden es beispielsweise 26 Prozent begrüßenswert, auf den Bürotoiletten Periodenprodukte vorzufinden.

„Wir wissen, dass wir mit unserer Initiative den richtigen Weg gehen“, so Reisgies. „Ich freue mich, wenn wir durch unser Engagement auch andere Unternehmen und Entscheider für das Thema sensibilisieren und sie sich unserer Bewegung anschließen.“

Wer sich über die neuen Periodenproduktespender von Initial informieren möchte oder Kontakt zu den Expertinnen und Experten für Waschraumhygiene sucht, findet alle Details unter www.initial.com/de/service/wc-hygiene-service/Periodenprodukte-Tampon-und-Bindenspender

Bild: Periodenproduktspender

Quelle:Pressestelle Rentokil Initial c/o Counterpart Group GmbH

Bauernverband kündigt größere Proteste ab Mittwoch an

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Bauernproteste am 08.01.2024, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, hat eine Verschärfung der Proteste ab Mittwoch angekündigt. „Für heute haben wir einen ruhigeren Tag eingelegt, morgen wird wieder nachgelegt“, sagte Rukwied den Sendern RTL und ntv.

In allen Bundesländern würden die Aktionen die ganze Woche weiterlaufen. Am kommenden Montag gebe es dann eine Großdemonstration in Berlin.

Rukwied lehnte es ab, sich mit der teilweisen Rücknahme der Streichungen für seine Branche zufrieden zu geben. „Zu viel ist zu viel – es reicht und es muss zurückgenommen werden“, so der Verbandschef. Wer weiterhin höherwertige Lebensmittel als im internationalen Vergleich wolle, müsse auch bereit sein, die höheren Kosten mitzufinanzieren, so der Bauernpräsident. „Aus bäuerlicher Perspektive werden wir unterdurchschnittlich gefördert.“

Rukwied erklärte, die Landwirte seien schon häufig kompromissbereit gewesen und hätten Einschnitte ohne Proteste hingenommen. Die Steuererhöhungen nun aber seien zu viel.

Die landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland wurden 2021/22 durchschnittlich mit insgesamt rund 47.600 Euro gefördert. Die Agrardieselsubventionen, die nach den Plänen der Bundesregierung in den kommenden Jahren schrittweise abgebaut werden sollen, kommen im Schnitt auf fast 2.900 Euro pro Betrieb. Wie einschneidend die Kürzungen sind, ist jedoch von Hof zu Hof sehr unterschiedlich.

Die Kürzung von Agrarsubventionen hat der Bundesrechnungshof angeregt. Im Rechnungsprüfungsausschuss des Bundestages haben sich alle Fraktionen für ein Ende der Zahlungen ausgesprochen.


Foto: Bauernproteste am 08.01.2024, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts