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Wüst pocht auf Mitspracherecht bei Kanzlerkandidatur

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Hendrik Wüst und Friedrich Merz (Archiv), via dts NachrichtenagenturDüsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – Nord-Roheinwestfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) pocht darauf, in der Debatte über die Kanzlerkandidatur der Union mitzubestimmen. „Wie auch die CSU nachvollziehbar beansprucht, hierbei mitzuentscheiden, tun dies auch die Landesvorsitzenden und Ministerpräsidenten der CDU“, sagte er dem „Spiegel“.

Dies entspräche auch dem föderalen Charakter seiner Partei. „Und es hilft einer Kandidatin oder einem Kandidaten, breit getragen zu sein und starken Rückenwind für den Wahlkampf zu bekommen.“ Wüst wird derzeit neben dem CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz und dem CSU-Chef Markus Söder als möglicher Unionskanzlerkandidat für die kommende Bundestagswahl gehandelt. Diese findet regulär im Herbst 2025 statt.

In der Union hat man sich darauf verständigt, die K-Frage im Spätsommer 2024 zu klären, rund ein Jahr vor der Wahl. Wüsts Forderung nach Mitbestimmung ist auch ein Appell an seine Partei, die Entscheidung besser in einem größeren Kreis zu fällen. Vor der Bundestagswahl 2021 entbrannte zwischen Armin Laschet (CDU) und Markus Söder (CSU) ein Machtkampf über die K-Frage. Mit Blick auf die Lehren aus dieser Zeit sagte Wüst: „Mehr Gemeinsamkeit und Geschlossenheit, darauf kommt es an. Ich weiß von Markus Söder und Friedrich Merz, dass sie das beide wollen. Und seien Sie sicher: Das wird auch gelingen.“


Foto: Hendrik Wüst und Friedrich Merz (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Umweltbundesamt warnt: Klimaschutz könnte Bürger überfordern

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Umweltbundesamt (Archiv), via dts NachrichtenagenturDessau (dts Nachrichtenagentur) – Der Präsident des Umweltbundesamtes (UBA), Dirk Messner, hat davor gewarnt, die Bürger beim Klimaschutz zu überfordern und damit die AfD zu stärken. Zwar wisse man aus Studien, dass viele Bürger Klimaneutralität für dringend geboten hielten: „Aber viele sorgen sich, dass sie dadurch einen ökonomischen und sozialen Abstieg erleben“, sagte Messner dem „Handelsblatt“ (Freitagausgabe).

„Das spielt der AfD in die Hände und sollte uns alarmieren.“ Messner forderte von der Ampelkoalition, dieser Entwicklung entgegenzuwirken. „Viele fühlen sich überfordert und sind transformationsmüde“, sagte der UBA-Chef: „Die Regierung muss zeigen, dass Klimaschutz nicht nur Planetenschutz ist, sondern auch unseren Wohlstand sichert.“ Auch die Wirtschaftsweise Veronika Grimm sieht Handlungsbedarf.

„Für Menschen, die die Belastung durch die CO2-Bepreisung aus eigener Kraft nicht selbst tragen können, muss eine soziale Abfederung gewährleistet sein“, sagte Grimm dem „Handelsblatt“ (Freitagausgabe). Die finanziell Leistungsfähigeren müssten ihren Teil der Lasten tragen. „Um beides zu ermöglichen, sollte die Koalition anstreben, das Klimageld, das schon im Koalitionsvertrag angekündigt wurde, schnell auf den Weg zu bringen.“ Auch das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) mahnte, die Abstiegssorgen der Bürger ernst zu nehmen.

„Dies gilt insbesondere für Regionen wie in Ostdeutschland, wo die Menschen in der Vergangenheit schon besonders von gesellschaftlichen Umbrüchen betroffen waren und oftmals nur über vergleichsweise geringe Vermögen verfügen“, sagte Knut Bergmann, Leiter des IW-Hauptstadtbüros, der Zeitung.


Foto: Umweltbundesamt (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Forscherin: Ärmere Klimawandel deutlich stärker ausgesetzt

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Kinder in einem Slum (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach Einschätzung der Klimaforscherin Friederike Otto sind ärmere Menschen von der Klimakrise deutlich stärker betroffen. Je nachdem, wo man lebe und wie man am gesellschaftlichen Leben teilnehmen könne, habe man auch unterschiedliche Möglichkeiten, sich zu schützen, sagte sie dem Nachrichtenportal Watson.

„Dementsprechend sind ärmere Menschen dem Klimawandel deutlich stärker ausgesetzt als reiche Menschen. Das gilt global, das gilt aber auch lokal in jeder einzelnen Stadt und Gemeinde.“ Um Klimagerechtigkeit herzustellen, müssten sowohl wirtschaftliche als auch soziale Strukturen verändert werden. „Den Klimawandel kann man nur dann bekämpfen, wenn man auch Ungleichheiten in der Gesellschaft bekämpft“, sagte sie.

Dazu müssten die Ungleichheiten und der Zusammenhang mit Katastrophen wie etwa extremen Wetterereignissen zunächst erkannt werden. In ihren Untersuchungen beschäftigt sich die Klimaforscherin mit konkreten Beispielen dafür, wo die Klimaungerechtigkeit sichtbar werde, etwa aufgrund von kapitalistischen, rassistischen oder sexistischen Nachteilen. Aus diesem Grund habe sie überhaupt erst ihre Attributionsforschung angefangen, die Zusammenhänge zwischen konkreten Wetterereignissen und der Klimakrise herstellt. „Weil die Ergebnisse es ermöglichen, den Klimawandel ganz konkret mit den Erfahrungen einer Gesellschaft in Zusammenhang zu bringen. Die Gefahr wird viel deutlicher, wenn wir sagen können: Diese Todesfälle hätte es ohne die Hitzewelle, ohne den Klimawandel, nicht gegeben.“


Foto: Kinder in einem Slum (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Osteuropa-Experte befürchtet Zusammenbruch der Ukraine

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Ukrainische Flagge auf dem Parlament in Kiew (Archiv), via dts NachrichtenagenturMünster (dts Nachrichtenagentur) – Der Osteuropa-Experte Thomas Apolte hält einen Zusammenbruch der Ukraine angesichts des russischen Drucks für nicht ausgeschlossen. „Ein Durchbruch der russischen Truppen würde Europa destabilisieren, Kremlchef Wladimir Putin vergleicht sich mit Peter dem Großen, und für diesen Größenwahn riskiert er fast alles“, sagte er der „Rheinischen Post“.

Der Wirtschaftswissenschaftler, der an der Universität Münster Ökonomische Politikanalyse lehrt, ergänzte: „Sein Appetit wird nicht mit der Eroberung der Ukraine enden. Besonders gefährdet sind Moldawien und Georgien und wenn wir dann mit unseren Bündnisverpflichtungen zögern, auch die baltischen Staaten.“ Es gebe aber eine Möglichkeit, Kremlchef Putin zu stoppen. „Eine Verdreifachung der EU-Mittel wäre ein überall verstandenes Zeichen. Der deutsche Beitrag hierzu entspräche gerade einem Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts“, sagte der Ökonom.

Derzeit berät die EU über ein Hilfepaket in Höhe von 50 Milliarden Euro. Den Hinweis auf knappe Haushaltsmittel lässt Apolte nicht gelten: „Ökonomisch und rechtlich geht das problemlos, wenn wir es wollen und es richtig machen – in Deutschland sowieso, und in Europa müssen es eben die mitmachen, die es ebenfalls wollen. Bedenken wir: Wenn Trump die nächsten US-Wahlen gewinnt, treibt das ohne uns die Ukraine in die Schutzlosigkeit.“

Schon deshalb könne man mit 150 Milliarden Euro ein „eindrucksvolles Signal in alle Richtungen“ senden. Sogar die USA könnten davon profitieren: „Wir werden von einem Teil des Geldes auch Waffen in den USA kaufen müssen. Das ist doppelt gut, denn es könnte Teile des Trump-Wahlkampfs ins Leere laufen lassen.“ Wirtschaftlich sei die EU um ein Vielfaches stärker als Russland.

Ein Wettrüsten würde den Kreml wirtschaftlich ruinieren. Das wisse man dort. „Daher könnte schon die glaubhafte Drohung damit Putin zum Einlenken zwingen“, sagte Apolte.


Foto: Ukrainische Flagge auf dem Parlament in Kiew (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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anodu zieht erste Erfolgsbilanz

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anodu

Die Gründer von anodu, eine innovative Einkaufsfinanzierungsplattform, blicken zum Ende des Jahres auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr zurück, seit sie im Juli 2023 ihre Plattform gelauncht haben. Das Halbjahresresümee des im Burgenland beheimateten StartUps liefert aussagekräfige und vielversprechende Zahlen. Über das Online-Portal wurde bereits 1 Mio. Euro Einkaufsvolumen abgewickelt.

„Wir haben anodu mit dem Ziel gegründet, Unternehmen und Lieferanten mittels Einkaufsfinanzierung durch Investoren zu unterstützen. Und gleichzeitig Investoren eine neue Alternative mit attraktiven Renditen für ihr Veranlagungsportfolio anzubieten. Seitdem hat die Plattform kontinuierlich an Dynamik gewonnen, wir sind nachhaltig gewachsen und konnten bereits eine Million Euro an Rechnungen mit Investoren finanzieren“, ziehen die beiden Gründer Christoph Igler und Alexander Körner erfreut eine erste Bilanz.

Zahlen seit dem Launch im Juli 2023

Bei einer Einkaufsfinanzierungsplattform geht es in erster Linie um Zahlen – und diese sprechen auch bereits ein halbes Jahr nach dem Start für sich.

Einkaufsvolumen abgewickelt: Bereits eine knappe Million Euro (EUR 992.886,02) wurden über die Online-Plattform in den vergangenen sechs Monaten abgewickelt. „Wir haben eine Nische im Markt gefunden, das spricht für die Akzeptanz von anodu in der Geschäftswelt, auch bei erfahrenen Investoren“, so Christoph Igler.
Anzahl bezahlter Rechnungen: Investoren haben bereits 55 Rechnungen über anodu bezahlt. Alle bisher fälligen Rechnungen wurden zeitgerecht und in voller Höhe an die Investoren zurückbezahlt.

Offene Rechnungen: Sämtliche aktuell offenen Rechnungen befinden sich noch innerhalb der Fälligkeit. „Das beweist neben der verlässlichen Rendite für die Investoren gleichzeitig die transparente und effiziente Abwicklung auf der Plattform“, ergänzt Co-Gründer Alexander Igler.
Einkaufsvolumen in der Pipeline: Aktuell steht bereits ein weiteres Einkaufsvolumen von rund 600.000 Euro steht in der Pipeline.
Revolverfinanzierungsquote: Die Quote der revolvierenden Zwischenfinanzierungen beträgt ebenfalls bereits 95%. „Das ist unsere größte Bestätigung – Investoren, die nach einer erfolgten Rückzahlung einer Rechnung – inkl. Rendite – wiederkommen und erneut bei anodu investieren. Das zeigt, dass wir eine zuverlässige und nachhaltige Finanzierungslösung für Unternehmen sind“, so Igler und Körner.

anodu als feste Größe für Finanzierungslösungen etablieren

Die bisherige Entwicklung von anodu stimmt das burgenländische Gründerduo zuversichtlich. „Wir freuen uns über unser eigenes Wachstum und über das positive Feedback unserer Kunden – sowohl auf Unternehmensseite, als auch bei den Investoren. Wir haben große Pläne für die Zukunft und sehen anodu als die führende Online-Plattform für Einkaufsfinanzierung im deutschsprachigen Raum. Mit einem schrittweisen und nachhaltigen Wachstum. Unser Ziel ist es, dass wir damit auch Personen ansprechen, die bis jetzt vielleicht noch gar nicht daran gedacht haben, dass sie Investorin oder Investor sein könnten und einen Teil Ihres Vermögens oder Erspartem investieren. Schlichtweg, weil es ihnen zu kompliziert oder zu unsicher war“, so Igler und Körner bereits mit dem Blick nach vorne.

Bild Gründerduo Alexander Körner und Christoph Igler | © Felix Uitz

Quelle anodu/cal GmbH

Neuer Investor Vendis Capital bei BitterLiebe

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­BitterLiebe

­BitterLiebe, eine führende deutsche Direktvertriebsmarke für hochwertige Nahrungsergänzungsmittel, schließt sich mit Vendis Capital zusammen – Europas renommiertem, auf Konsumgüter spezialisierten Private-Equity-Fond. ­

BitterLiebe mit Sitz in Mannheim ist eine Direct-to-Consumer-Premium-Gesundheitsmarke für Magen-Darm-Nahrungsergänzungsmittel in der DACH-Region. Das Unternehmen wurde 2018 von Andre Sierek und Jan Stratmann mit der Idee gegründet, natürliche Bitterstoffe als Kernbestandteile für Nahrungsergänzungsmittel zu verwenden, um die steigende Nachfrage der Verbraucher:innen nach Lösungen rund um Darmgesundheit und Verdauung zu bedienen. Seitdem hat BitterLiebe ein beträchtliches Wachstum erlebt, das durch Produktinnovationen und sein Multichannel-Vertriebsmodell angetrieben wurde. ARCUS Capital, ein Family-Equity-Investor mit Sitz in München, hat die Entwicklung von BitterLiebe seit 2020 unterstützt. ­
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­Das Produktportfolio des Unternehmens umfasst Bitterprodukte, die als Tropfen, Sprays, Kapseln oder Pulver angeboten werden. Ergänzt werden die Kernprodukte durch Komplexe einschließlich Probiotika, die Bitterstoffe mit natürlichen Vitaminen, Mineralien oder Bakterien kombinieren. Die inhaltsorientierte Wissensplattform von BitterLiebe rund um Verdauungsthemen unterstützt eine starke Bestandskund:innenbindung und die Gewinnung neuer Kund:innen. Aufbauend auf dem Erfolg des eigenen Webshops hat das Unternehmen sein Vertriebsmodell erfolgreich auf Offline-Kanäle ausgeweitet und ist mittlerweile in über 6.000 Verkaufsstellen in Drogerien und im Lebensmitteleinzelhandel vertreten.

Co-Founder Andre Sierek erklärt:

„Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit Vendis Capital, einem erfahrenen Experten in der Konsumgüterbranche, um die Entwicklung und das internationale Wachstum von BitterLiebe zu beschleunigen. Gemeinsam wollen wir die führende Marke für verdauungsfördernde Nahrungsergänzungsmittel in Europa etablieren.“ „Die Expertise von Vendis Capital beim Aufbau von Marken, E-Commerce und internationalem Roll-out wird uns auf unserem ehrgeizigen Wachstumskurs entscheidend unterstützen“, fügt Co-Founder Jan Stratmann hinzu. ­
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ARCUS Capital Managing Partner Stefan Eishold kommentiert:

„Wir bedanken uns bei den Gründern Andre Sierek und Jan Stratmann sowie dem gesamten BitterLiebe-Team für die sehr erfolgreiche Zusammenarbeit. BitterLiebe ist in den letzten drei Jahren stark gewachsen und hat sein Produktportfolio erfolgreich erweitert und seine Vertriebskanäle wie Drogerien, Einzelhandel und Online-Apotheken weiter ausgebaut. Wir freuen uns, mit Vendis den bestmöglichen Mehrheitsgesellschafter für die kommende Wachstumsphase gefunden zu haben.“ ­
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­Die Beteiligung an BitterLiebe ist das achte Investment des 2019 aufgelegten 300-Millionen-Euro-Fonds Vendis Capital III und die sechste Akquisition in Deutschland. „Wir freuen uns sehr über die Partnerschaft mit Andre und Jan und die Aufnahme von BitterLiebe in unser Portfolio von Verbrauchermarken“, so Alexander Matthes, Partner bei Vendis Capital und ergänzt weiter: „BitterLiebe ist eine schnell wachsende Gesundheitsmarke mit einer klaren Positionierung, die Verbraucher:innen bei der Lösung ihrer Verdauungsprobleme unterstützt. Wir sehen weitere Wachstumschancen im Heimatmarkt von BitterLiebe, indem wir ihr starkes Multichannel-Vertriebsmodell nutzen – aber auch international, um die führende Plattform für Nahrungsergänzungsmittel für die Verdauung zu schaffen.

Bild ©BitterLiebe

Quelle ­SGC­ ­ ­
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Der Rhythmus von Mauritius

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Mauritius

Mauritius ist ein Schmelztiegel der Kulturen und die Musikszene spiegelt das vielfältige Erbe wider. Von der traditionellen Sega-Musik bis zum modernen Pop ist für jeden etwas dabei. Doch nicht jeder weiß, dass der rhythmische Herzschlag der mauritischen Musik von der Ravanne stammt, einem einzigartigen Schlaginstrument, das seit Jahrhunderten das Kernstück der Musikkultur der Insel bildet.

Die Ravanne – Die Seele der mauritischen Musik

Das Herzstück der mauritischen Musik ist die Ravanne, ein traditionelles Schlaginstrument, das aus einem runden Holzrahmen und einem gespannten Fell besteht. Die Ravanne, auch „Rahmen Trommel“ oder „Tambour“ genannt, wird durch Anschlagen des Fells mit den Händen gespielt und ihre rhythmischen Schläge sind das Herzstück vieler traditioneller Lieder und Tänze.

Die Ravanne ist ein wesentlicher Bestandteil des Sega, einer traditionellen mauritischen Musikrichtung, die ihren Ursprung in den afrikanischen Sklavengemeinschaften auf der Insel hat. Sega zeichnet sich durch die mitreißenden Rhythmen, gefühlvollen Texte und lebhaften Tänze aus. Der Klang der Ravanne trägt zu dem unverwechselbaren Beat bei, der die Musik vorantreibt und die Tanzfläche zum Glühen bringt. Einige glauben, dass die Ravanne spirituelle Fähigkeiten und Heilkräfte hat, weil ihre Schwingungen den Körper wieder auf seine „natürliche Frequenz“ zurückbringen können.

Musiker wie Sarasvati oder die Ravanne-Schule von ABAIM und mittlerweile auch viele Hotels, veranstalten Workshops, in denen jeder lernen kann, wie dieses traditionelle mauritische Instrument gespielt wird.

Die Zukunft der mauritischen Musik

Die traditionelle mauritische Musik ist zwar nach wie vor ein wesentlicher Bestandteil der kulturellen Identität der Insel, aber die jüngere Musiker-Generation auf Mauritius überschreitet auch die Grenzen und erkundet neue Klänge und Stile. Kürzlich haben sich drei Künstler – die Sängerin & Songwriterin Annega, der Komponist Manu Desroches und der Songwriter Jason Heerah – zusammengetan und den Song „Nou Ti Zil“ („Unsere kleine Insel“) geschrieben, der ausdrückt, was es bedeutet, Mauritier zu sein und der die Vielfalt der mauritischen Musik und ihre kulturellen Einflüsse feiert. Der Song ist eine Mischung aus verschiedenen Stilen, darunter Sega, Reggae und klassischer indischer Musik und enthält traditionelle Instrumente wie die Ravanne.

Der Song zelebriert die Schönheit der Insel und die Widerstandsfähigkeit und Entschlossenheit der Menschen, jede Herausforderung zu meistern. Die eingängigen Beats und der aufmunternde Text haben die Aufmerksamkeit der Musikliebhaber sowohl auf der Insel als auch im Ausland geweckt.

Annega: “Nou ti zil” handelt von der Schönheit unserer Insel und den Menschen, die hier leben. Es geht um die Höhen und Tiefen des täglichen Lebens und vor allem um den Stolz auf unser Land Mauritius.

“Nou ti zil” ist eine Hommage an Mauritius und unsere Liebe zu dieser Insel”, sagt Manu. Es ist etwas Besonderes, wie freundlich die Menschen hier sind und wie leicht es ist, mit ihnen in Kontakt zu treten. Das findet man nirgendwo anders. Das wollten wir in dem Song zum Ausdruck bringen und diese besondere Energie mit der Welt teilen. Das ist es, worum es in dem Song geht.

Die Zukunft der mauritischen Musik ist aufregend und es bleibt spannend, was die nächste Generation von Musikern hervorbringen wird.

Kontakt:
Mauritius Tourism Promotion Authority
c/o AVIAREPS Tourism GmbH
Landsberger Strasse 110
80339 München
Tel.: +49 89 55 25 33 825
www.mymauritius.travel
www.mauritiusnow.com
www.facebook.com/de.mauritius
www.instagram.com/mauritius.tourism_de

Bildquelle Mauritius Tourism Promotion Authority- MTPA

Berlin hält Sanktionen gegen Russland weiter für "sehr wirksam"

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Turm des Kreml in Moskau mit dem Moskauer Bankenviertel im Hintergrund (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundesregierung hält die Sanktionen gegen Russland infolge des Angriffs auf die Ukraine weiter für sinnvoll. „Insgesamt ist das Sanktionsregime gegen Russland nach Einschätzung der Bundesregierung sehr wirksam“, sagte ein Regierungssprecher am Donnerstag in Berlin.

„Richtig ist natürlich, dass Russland für Öl andere Abnehmer gefunden hat, das aber wäre kein Grund, auf Maßnahmen zu verzichten“, fügte er hinzu. Zuletzt war bekannt geworden, dass das sanktionierte russische Öl alternativ von China und Indien abgenommen wird und die daraus resultierenden Staatseinnahmen höher sind als vor den Sanktionen. Solche Sanktionen könnten „nicht im luftleeren Raum“ vereinbart werden, ergänzte ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums. Deshalb seien sie darauf ausgerichtet, dass die internationalen Ölmärkte weiterhin funktionierten.

Das sei auch eine „Frage der Versorgungssicherheit“, so der Ministeriumssprecher.


Foto: Turm des Kreml in Moskau mit dem Moskauer Bankenviertel im Hintergrund (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Autofahrer aufgepasst!

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verkehrsrecht

Die wichtigsten Urteile im Verkehrsrecht 2023

Vom Rückwärtsfahren in Einbahnstraßen bis zu Fahrverboten für E-Scooter – auch 2023 fielen im Verkehrsrecht viele spannende Urteile. Was sich dadurch für Verkehrsteilnehmer geändert hat und wie sie mögliche Bußgeld-Risiken umgehen, erklärt Christian Marnitz, Fachanwalt für Verkehrsrecht und Partneranwalt bei einer großen Partnerkanzlei von Geblitzt.de.

Rückwärtsfahren in Einbahnstraßen verboten

Egal ob vorwärts oder rückwärts – die Straßenverkehrsordnung verbietet es, eine Einbahnstraße entgegen der Fahrtrichtung zu befahren. „Diese Regel bestätigte der Bundesgerichtshof im Oktober in seinem Urteil VI ZR 287/22. Es gibt lediglich zwei Ausnahmen: Beim Rangieren zum Einparken und beim Verlassen einer Grundstückseinfahrt dürfen Verkehrsteilnehmer den Rückwärtsgang einlegen. Obwohl bei einem Verstoß weiterhin kein Bußgeld droht, kann er die Schuldfrage nach einem Unfall maßgeblich entscheiden“, erklärt Christian Marnitz.

Begrenzte Verwahrkosten für abgeschleppte Autos

Ein Fahrzeughalter stritt vor Gericht mit einem Abschleppunternehmer über die Höhe der Verwahrkosten für sein abgeschlepptes Auto. Im November fällte der Bundesgerichtshof unter dem Aktenzeichen V ZR 192/22 ein Urteil. Anwalt Marnitz erklärt: „Da der Halter des Fahrzeugs fünf Tage nach dem Abschleppen die Herausgabe forderte, darf das Unternehmen ihm nur bis zu diesem Zeitpunkt Verwahrkosten in Rechnung stellen. Dass das Auto noch weitere elf Monate auf dem Grundstück stand, weil der Abschlepper die Forderung ignorierte, erhöht nicht die zu zahlenden Kosten.“ Die Rechnungssumme reduzierte sich so von 4.935 auf 75 Euro.

Keine Fahrverbote für E-Scooter und Fahrräder

Bisher galt: Wer den Führerschein wegen Alkohol am Steuer verliert, darf auch nicht mehr mit dem Fahrrad am Straßenverkehr teilnehmen. „Im April entschied der Bayerische Verwaltungsgerichtshof, dass die Fahrerlaubnisbehörde in diesem Fall das Fahren mit Fahrrad, Mofa oder E-Scooter nicht untersagen darf. Denn die Regeln für Kraftfahrzeuge, die bei den Entscheidungen Anwendung fanden, seien aufgrund des deutlich geringeren Gefahrenpotenzials nicht übertragbar. Dies bedeutet aber nicht, dass Verstöße straffrei bleiben. Gerichte können bei Vergehen mit Fahrrädern oder E-Scootern auch weiterhin Geldbußen, Haftstrafen und fahrerlaubnisrechtliche Sanktionen für Pkws und andere fahrerlaubnispflichtige Fahrzeuge verhängen“, so der Anwalt.

Kein Pardon für Blitzerwarner

Geräte und Apps, die auf Radarkontrollen hinweisen, dürfen Fahrzeugführer schon seit Langem nicht mehr nutzen. Nun gilt dies auch für ihre Mitfahrer: „Im Februar untersagte das Oberlandesgericht Karlsruhe Beifahrern unter dem Aktenzeichen AZ 2 ORbs 35 Ss 9/23 den Betrieb von Blitzerwarnern. Ein Verstoß gilt als Ordnungswidrigkeit und kann ein Bußgeld von 75 Euro sowie einen Punkt nach sich ziehen. Dabei ist unerheblich, welcher Fahrzeuginsasse die App oder das Gerät nutzt, soweit sich der Fahrer die Warnfunktion der App zunutze macht“, warnt Christian Marnitz.

Gleichberechtigung bei Blitzer-Daten und Wartungsnachweisen

Mit seiner Entscheidung aus dem Januar sorgt der Verfassungsgerichtshof Baden-Württemberg für Gleichberechtigung zwischen Bürgern und Behörden. „Das Urteil unter dem Aktenzeichen Az. 1 VB 38/18 stellt fest, dass Beschuldigten in einem Verfahren die Blitzer-Daten und Wartungsnachweise der Messgeräte genauso einsehbar sein müssen wie den Behörden. Die Verfügbarkeit dieser Unterlagen schafft faire Bedingungen in zukünftigen Bußgeldverfahren“, so der Verkehrsrechtsanwalt.

Möglicher Schadensersatz für Diesel-Fahrer

Bei sogenannten Thermofenstern handelt es sich um Software in Dieselfahrzeugen, die unter einer bestimmten Außentemperatur die Abgasreinigung abschaltet. „Bisher hat der Bundesgerichtshof Schadensersatzforderungen stets abgewiesen. Im März stellte jedoch der Europäische Gerichtshof fest, dass Entschädigungsansprüche für illegale Abschalteinrichtungen möglich sein müssen. Schaffen es Kläger dem Hersteller zumindest Fahrlässigkeit beim Einbau eines Thermofensters nachzuweisen, können Sie nach Auffassung des Bundesgerichtshofs fünf bis fünfzehn Prozent des Kaufpreises einklagen“, erläutert Christian Marnitz. Anspruch auf den Gesamtwert des Fahrzeugs besteht jedoch nicht. Wie hoch genau die Summe letztlich ausfällt, entscheiden die Gerichte individuell.

Bußgeldvorwürfe stets über Geblitzt.de prüfen lassen

Bei Geblitzt.de arbeitet die CODUKA GmbH eng mit großen Anwaltskanzleien zusammen und ermöglicht es Betroffenen, sich gegen Bußgelder, Punkte und Fahrverbote zu wehren. Rechtsschutzversicherungen übernehmen die Kosten eines vollständigen Leistungsspektrums unserer Partnerkanzleien. Ohne eine vorhandene Rechtsschutzversicherung übernimmt die CODUKA GmbH als Prozessfinanzierer die Kosten der Prüfung der Bußgeldvorwürfe und auch die Selbstbeteiligung Ihrer Rechtsschutzversicherung. Täglich erreicht das Geblitzt.de-Team eine Flut von Anfragen. 12 % der betreuten Fälle werden eingestellt, bei weiteren 35 % besteht die Möglichkeit einer Strafreduzierung.

Bild Bildquelle Geblitzt.de CHRISTIAN MARNITZ

Quelle Borgmeier Media Gruppe GmbH

Acht Generationen in 50 Jahren

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Golf I und die Studie EA 276, ein in Wolfsburg entstandener Vorläufer des Golf aus dem Jahr 1969.
Golf I and the EA 276 concept car, the Golf predecessor from 1969 developed in Wolfsburg

1974 trat der Golf die Nachfolge des VW Käfers an und wurde schnell zum Vorreiter in seiner Klasse, weitere sieben Golf Generationen folgten

Der Golf ist das Herz der Marke Volkswagen – und er steht wie kaum ein anderes Modell für den Begriff „Bestseller“. Mehr als 37 Millionen Fahrzeuge wurden in acht Generationen verkauft. Volkswagen würdigt das beliebte Modell zu seinem 50. Geburtstag im kommendem Jahr. Denn der Golf prägte nicht nur die Mobilität in Deutschland, sondern auch in vielen anderen Regionen der Welt. Zum Geburtstag blickt das Unternehmen nicht nur zurück. Bereits Ende Januar erfolgt die Weltpremiere des neuen Golf01, der wie seine Vorgänger wieder zahlreiche Innovationen in Serie bringen wird.

Erfolgreichstes europäisches Auto

Es ist eine automobile Revolution, als Volkswagen im Jahr 1974 den ersten Golf und damit den Nachfolger des legendären Käfer präsentiert: mit Frontantrieb (statt Heckmotor), mit einem variablen Gesamtkonzept dank großer Heckklappe und umklappbarer Rücksitzlehne. Zusätzlich trug das geradlinige Design aus der Feder von Giorgetto Giugiaro dazu bei, dass eine neue Formensprache bei VW einzog, die sich auch in seinen Nachfolgern fortsetzte. Der Golf wurde schnell ein echter „Volkswagen“, denn bereits 1976 war die erste Million verkauft. Bis heute wurden 37 Millionen Exemplare ausgeliefert. Damit ist der Kompaktwagen das erfolgreichste europäische Auto, der meistverkaufte VW aller Zeiten – und eine Ikone.

Egal welche Generation – das Erfolgsgeheimnis war und ist die Summe seiner Eigenschaften: Denn der Golf war und ist ein perfekter Begleiter für den Alltag, der Vielseitigkeit, Funktionalität, Zuverlässigkeit und Qualität verkörpert. Über die Jahrzehnte wurde das Portfolio um weitere Varianten erweitert: Ob Golf GTI, Golf Cabriolet oder Golf Variant u.v.m. Mit jeder neuen Modellgeneration zogen fortschrittliche Technologien, Sicherheitskonzepte und Komfortmerkmale in die Kompaktklasse ein. Der VW Golf demokratisierte damit nicht nur Technologien wie den geregelten Katalysator und das Antiblockiersystem, sondern auch Airbags und Tempomat, elektronische Assistenzsysteme sowie die Mild- und Plug-in-Hybridantriebe.

Im Jubiläumsjahr 2024 stellt Volkswagen die Evolutionsstufe der achten Golf Generation vor, die mit optischem Feinschliff, neuen Assistenzsystemen und Antrieben sowie Infotainment und Software der nächsten Generation überzeugen wird. Bereits in wenigen Wochen ist die Weltpremiere des neuen Golf, der Vorverkauf ist für Frühjahr 2024 vorgesehen.

Historie lebendig halten

Auch Volkswagen Classic begleitet den Golf in seinem Jubiläumsjahr und präsentiert bei zahlreichen Gelegenheiten historische Golf Modelle aus der VW-eigenen Sammlung. Bereits vom 31. Januar bis zum 4. Februar 2024 werden die Golf Generationen I bis VII den Auftritt von Volkswagen France bei der Messe „Salon Rétromobile“ in Paris bereichern. Direkt im Anschluss, vom 2. bis 4. Februar 2024, zeigt VW auf der „Bremen Classic Motorshow“ einen Golf I und die einzigartige Studie EA 276 – den in Wolfsburg entstandenen Vorläufer des Golf aus dem Jahr 1969.

Bild: Golf I und die Studie EA 276, ein in Wolfsburg entstandener Vorläufer des Golf aus dem Jahr 1969.

Quelle Bild und Text: © Volkswagen AG 2023