Donnerstag, Januar 1, 2026
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Zebra Startups statt Einhorn-Hype

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Beratungsunternehmen Zebra Embassy generiert über 50 Millionen Euro Fördergelder für 150 Startups in zwei Jahren

Die deutsche Startup-Branche ist im Wandel. Während in der Vergangenheit das Streben nach dem nächsten Einhorn im Vordergrund stand, erkennen immer mehr GründerInnen und InvestorInnen die Notwendigkeit nachhaltiger Geschäftsmodelle. Hier setzt das Beratungsunternehmen Zebra Embassy an. Im Jahr 2021 von Pierre Ostrowski, Matthias Hecht, Dr. Philipp Nägelein und Stefan Höhn in München ins Leben gerufen, unterstützen die Gründer mit ihrem Team Startups dabei, einen ausgewogenen Finanzierungsmix zu gestalten, wobei staatliche Fördergelder eine entscheidende Rolle spielen. In den letzten zwei Jahren hat Zebra Embassy mehr als 150 Startups beraten und ihnen geholfen, über 50 Millionen Euro an Fördergeldern zu akquirieren. Durch den Kombination mit VC-Investitionen und eigene Umsätze soll für Startups so ein nachhaltiges und robustes finanzielles Fundament geschaffen werden. Die Mission der Gründer ist es, den Grundstein für die Zebra-Bewegung in Deutschland zu legen, die nachhaltiges Wachstum in den Fokus rückt.

“Die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit sind in der Startup-Welt angekommen. Während in den vergangenen Jahren der Fokus hauptsächlich auf Investorengeldern lag, gewinnen heute die beiden vernachlässigten Finanzquellen, die öffentlichen Fördergelder und der eigene Umsatz, wieder zunehmend an Bedeutung.”- Dr. Philipp Nägelein, Gründer von Zebra Embassy
Startups auf dem Weg zu nachhaltigem Erfolg begleiten
Das Beratungsunternehmen Zebra Embassy wurde 2021 von Pierre Ostrowski, Matthias Hecht, Dr. Philipp Nägelein und Stefan Höhn ins Leben gerufen. Nachdem sie in den letzten 10 Jahren selbst als Gründer oder in führenden Positionen bekannter Startups, wie u. a. die Fitness-App Freeletics, das E-Roller Startup unu oder das Medizinunternehmen XO Life, mit aufgebaut haben, fanden sich die vier Gründer durch ihre gemeinsame Mission: den Wandel vom Einhorn-Hype hin zu einem nachhaltigeren Ökosystem in der Startup-Branche zu fördern. Nach einem Jahr intensiven Gesprächen mit Investoren, Gründerinnen und Branchenexperten kristallisierte sich das Thema staatlicher Fördergelder aufgrund seiner umfangreichen bürokratischen Anforderungen als zentrales Hindernis heraus. Mit der Einführung der steuerlichen Forschungsförderung im Jahr 2020, die auf eine breite Palette von Startups abzielt, fand Zebra Embassy den idealen Auftakt für seine Beratungstätigkeit, um den Gedanken nachhaltigen Wachstums in der deutschen Gründerszene zu verankern.

„Zebra Embassy unterstützte uns dabei, den anspruchsvollen Prozess der Forschungszulagen-Beantragung reibungslos zu durchlaufen. Die erhaltenen staatlichen Fördergelder haben dazu beigetragen, weiter an unseren nachhaltigen Waschmittel-Alternativen zu forschen und unser Unternehmen so auf das nächste Level zu heben.“ – David Löwe, Gründer und CEO von everdrop

Die Renaissance der staatlichen Fördergelder
Die Bedeutung staatlicher Fördergelder hat in den letzten Jahren in der Finanzierungsstrategie vieler Startups erheblich zugenommen. Insbesondere die Forschungszulage, die rückwirkend bis zu vier Jahre beantragt werden kann und bis zu einer Million Euro pro Jahr Fördergelder ermöglicht, hat sich als entscheidende Finanzierungsquelle für viele junge (Tech) Unternehmen etabliert. Bisher hat das Team von Zebra Embassy mehr als 150 Startups aus verschiedenen Branchen, darunter Unternehmen wie Nilo Health, Edurino, Zenjob, Planet A Foods oder Kinexon dabei unterstützt, über 50 Millionen Euro an Fördermitteln aus der Forschungszulage zu erhalten. Dank ihrer fundierten Kenntnisse der Startup- und Tech-Branche haben sie einen provisionsbasierten Antragsprozess entwickelt, der Startups dabei hilft, optimale Ergebnisse zu erzielen.

„Bei 10x Founders sind wir auch nach der Finanzierung für unsere Portfolio-Startups da. Wir arbeiten eng mit unserem vielfältigen Netzwerk und Partnern wie Zebra Embassy zusammen, um weiteres Kapital zu akquirieren. ZE kennt sich sehr gut im komplexen Förderdschungel aus und führt Startups sicher durch den oft langwierigen bürokratischen Prozess. So lassen sich Investorengelder durch öffentliche Fördermittel sinnvoll ergänzen. Denn Kapitaleffizienz ist ein Thema, auf das Investoren verstärkt achten – gerade in einem angespannten Finanzierungsumfeld.“ – Dr. Claudius Jablonka, General Partner 10x Founders

Auf dem Weg zum ‘McKinsey der Zebra-Bewegung’
Die Gründer von Zebra Embassy verfolgen die Vision, sich in den kommenden Jahren als führende Instanz der Zebra-Bewegung zu etablieren und damit den Grundstein für nachhaltiges Wachstum von Startups und Scale-ups in Deutschland zu legen. Als Wegweiser stehen sie Gründerinnen und Gründern bei, einen ausgewogenen Finanzierungsmix aus staatlichen Fördergeldern, VC-Finanzierungen und eigenen Umsätzen zu gestalten. Zebra Embassy agiert als treibende Kraft hinter der Zebra-Bewegung, die Gemeinschaft und Zusammenhalt in den Vordergrund stellt, während sie sich gleichzeitig von der Einhorn-Hysterie abhebt und eine nachhaltige Wirtschaftsweise fördert.

Bild:Zebra Embassy Gründer v.l. Matthias Hecht, Stefan Höhn, Pierre Dominique Ostrowski, Dr. Philipp Nägelein

Quelle:Zebra Embassy GmbH

Klingbeil stolz auf Unterstützung von Seenotrettung im Mittelmeer

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – SPD-Parteichef Lars Klingbeil zeigt sich stolz auf die Unterstützung der Seenotrettung im Mittelmeer durch die Ampel-Koalition. „Ich finde, das ist eine humanitäre Verpflichtung, dass wir Menschen, die drohen, auf dem Mittelmeer zu ertrinken, weil sie mit den größten Versprechen von Kriminellen auf diese Boote gelockt werden, dass wir denen helfen“, sagte er am Mittwoch dem Fernsehsender „Welt“.

Er sage gar nichts dagegen, dass auch Schlepper bekämpft werden müssten und dass man dafür sorgen müsse, dass diese Boote nicht losfahren. „Aber wenn die da im Mittelmeer drohen zu ertrinken, und wenn die da drohen zu sterben, und da ist mir auch egal, ob das Kinder, Frauen oder Männer sind, das ist ein Gebot der Humanität und deswegen bin ich auch stolz darauf, dass die Ampel gesagt hat, wir unterstützen die Seenotrettung“, so der SPD-Chef.


Foto: Bojen im Meer (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Lennart Schmidt tritt als CFO in den Vorstand von AUTODOC ein

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Sandra Dax wechselt vertragsgemäß zurück in den Aufsichtsrat

 

AUTODOC, ein führender Onlinehändler für Fahrzeugersatzteile und -zubehör in Europa, hat bekanntgegeben, dass Lennart Schmidt als Chief Financial Officer (CFO) ab dem 01. Oktober 2023 in den Vorstand des Unternehmens wechselt. Schmidt ist seit Januar 2022 bei AUTODOC und wurde im Januar 2023 zum CFO befördert. Mit Beschluss des Aufsichtsrates bildet er nun zusammen mit Dmitry Zadorojnii den neuen Vorstand der AUTODOC SE. Zadorojnii war im vergangenen Oktober zusammen mit Sandra Dax zum Co-CEO ernannt worden und wird nun alleiniger CEO. Er ist seit 2011 bei AUTODOC und war vor Eintritt in den Vorstand Chief Technology Officer im Unternehmen. Sandra Dax, die zum 01. Oktober 2022 vom Aufsichtsrat in den Vorstand gewechselt war, kehrt vertragsgemäß in das Kontrollgremium zurück.

 

In den vergangenen zwölf Monaten hat die Doppelspitze unter Zadorojnii und Dax zahlreiche Veränderungen angestoßen und Strukturen und Prozesse bei AUTODOC weiter professionalisiert. Sandra Dax implementierte als Expertin für digitale Unternehmen und Transformationsprozesse insbesondere strukturelle Reformen und eine neue Führungskultur. Dmitry Zadorojnii, CEO von AUTODOC sagt: „Sandra hat im vergangenen Jahr unschätzbare Impulse in unser Unternehmen eingebracht. Wir sind Sandra unendlich dankbar für ihr Engagement und freuen uns sehr, dass sie uns mit ihrer Expertise im Aufsichtsrat weiterhin zur Verfügung steht.”

 

Alexej Erdle, Aufsichtsrat und Mitgründer von AUTODOC, sagt: „Sandra und Dmitry haben im vergangenen Jahr bei AUTODOC sehr viele Dinge bewegt. Unser Unternehmen ist nun noch einmal deutlich besser aufgestellt als vor zwölf Monaten. Es zeichnet sich unter anderem durch eine schlankere und optimierte Organisations- und Kostenstruktur aus. Dafür möchte ich mich bei beiden herzlich bedanken. Mit Lennart Schmidt haben wir einen Top-Finanzexperten neu in den Vorstand benannt, der AUTODOC sehr gut kennt und die Umsetzung unserer Wachstumsstrategie weiter vorantreiben wird. Wir freuen uns sehr darauf.”

 

Lennart Schmidt, CFO und neuer Vorstand von AUTODOC, sagt: „AUTODOC ist als führendes europäisches E-Commerce-Unternehmen eine der spannendsten Erfolgsgeschichten der letzten Jahre. Seit dem Eintritt in das Unternehmen vor knapp zwei Jahren bin ich von dem Unternehmergeist und den ehrgeizigen Plänen begeistert. Als neuer Vorstand freue ich mich sehr über den Auftrag, zusammen mit Dmitry und dem ganzen AUTODOC-Team die Erfolgsgeschichte fortzuschreiben.”

Der neue Vorstand hat das Ziel, die ambitionierten Wachstumsziele des Unternehmens weiter voranzutreiben, das in diesem Jahr sein 15-jähriges Jubiläum feierte. Bereits im Mai eröffnete AUTODOC einen neuen Standort in Lissabon, der langfristig zum größten Tech-Hub des Unternehmens entwickelt werden soll. Im Juni hat AUTODOC den Bereich EU Category Management am neuen Unternehmensstandort in Luxemburg zentralisiert, der nun von dort aus europaweit koordiniert wird. Im vierten Quartal steht zudem die Neueröffnung eines Logistik-Hubs in Cheb, Tschechien, an.

Bild:AUTODOC-Vorstand (ab 01. Oktober 2023): Lennart Schmidt (CFO, links) und Dmitry Zadorojnii (CEO, rechts)

Quelle:MSLGroup

Merz gibt Asylsuchenden Schuld an Arztterminmangel

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – CDU-Chef Friedrich Merz sieht die Schuld für einen Mangel an Arztterminen bei Asylbewerbern. „Die sitzen beim Arzt und lassen sich die Zähne neu machen, und die deutschen Bürger nebendran kriegen keine Termine“, sagte Merz am Mittwoch dem TV-Sender „Welt“.

Mit Blick auf die Parteichefs Lars Klingbeil (SPD) und Omid Nouripour (Grüne) ergänzte er: „Was Sie hier machen, ist eine Katastrophe für dieses Land.“ Obwohl in Studien bislang keine Wirkung durch „Pull-Faktoren“ nachgewiesen werden konnte, pochte Merz auf eine Debatte darüber. „Wir müssen uns über die Pull-Faktoren hier in Deutschland unterhalten. Die gibt es, und zwar massiv, so dass die Leute in der großen Zahl hierherkommen“, so der CDU-Chef.

„Die Bevölkerung – die werden doch wahnsinnig, die Leute, wenn die sehen, dass 300.000 Asylbewerber abgelehnt sind, nicht ausreisen, die vollen Leistungen bekommen, die volle Heilfürsorge bekommen.“ Abgelehnte Asylbewerber erhalten in Deutschland weiterhin Grundleistungen zur Deckung ihres notwendigen Bedarfs sowie Leistungen bei Krankheit, Schwangerschaft und Geburt. Ausreisepflichtige Personen, die einen internationalen Schutzstatus in einem anderen EU-Staat haben, sind von den Leistungen ausgeschlossen.


Foto: Friedrich Merz am 23.09.2023, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

NRW-Verkehrsminister drängt Bund zu Finanzierung von 49-Euro-Ticket

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Düsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – Der Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz und NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) hat den Bund für seine aus seiner Sicht unklare Haltung bei der Finanzierung des Deutschland-Tickets kritisiert. „Wir haben als Bund und Länder gemeinsam vereinbart, dass wir dieses Ticket finanzieren“, sagte Krischer den Sendern RTL und ntv.

Er halte eine hälftige Aufteilung für fair. „Leider hält der Bund sich nicht an seine Zusage, eine hälftige Finanzierung des Tickets zu übernehmen und das ist nicht okay. Das stellt uns jetzt leider vor große Herausforderungen.“ Ein Gespräch mit Bundesverkehrsminister Volker Wissing zu diesem Thema gestalte sich aber bisweilen schwierig: „Wir haben den Bundesverkehrsminister eingeladen, wie zu jeder Verkehrsministerkonferenz. Ich würde mich sehr freuen, mit ihm das Thema diskutieren zu können. Leider gibt es bisher noch keine Zusage.“

Das Deutschland-Ticket sei ein absoluter Erfolg, so der Grünen-Politiker. Man habe viele neue Fahrgäste gewonnen.

Morgen sollen sich die Landesverkehrsminister zu einer Sondersitzung zusammenfinden. Dabei soll es unter anderem um das Deutschland-Ticket und die zukünftige Finanzierung gehen.


Foto: Fahrgäste in einer Straßenbahn (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Netzwerkstörung legt Produktion bei Volkswagen lahm

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Wolfsburg (dts Nachrichtenagentur) – Eine IT-Störung hat die zentrale Infrastruktur des Volkswagen-Konzerns am Mittwoch lahmgelegt. Große Teile der IT und auch die produzierenden VW-Werke sollen betroffen sein, wie das „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe) berichtet.

Die Ursache ist aktuell noch unbekannt. Der Konzern hat den Krisenstab einberufen. Ein Sprecher bestätigte der Zeitung, dass es seit 12:30 Uhr eine „IT-Störung von Netzwerkkomponenten am Standort Wolfsburg“ gebe – mit Implikationen auf die fahrzeugproduzierenden Werke. Laut Unternehmensangaben steht aktuell die Produktion im Stammwerk Wolfsburg, sowie in Emden, Osnabrück und Zwickau still.

Auch in den Büros am Hauptsitz Wolfsburg geht derzeit nichts. Die Dimension der Störung sei noch nicht ganz klar. An anderen Standorten ist der Notruf ausgefallen, wie das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Konzernkreise schreibt. Nach aktuellem Stand gelte ein Angriff von außen als unwahrscheinlich, heißt es.

Volkswagen arbeite mit Hochdruck daran, das Problem zu beheben.


Foto: VW-Werk am Mittellandkanal in Wolfsburg, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Faeser dringt auf Abschluss von EU-Asylreform

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) drängt auf eine Einigung bei der europäischen Asylreform. „Wir müssen jetzt die Gesetzgebung zum gemeinsamen europäischen Asylsystem abschließen. Ich bin davon überzeugt, dass uns das gelingen wird“, sagte Faeser dem „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe).

Deutschland sei einer der „zentralen Antreiber dieser Reform“, fügte die Ministerin hinzu. Genau so werde sie jetzt auch am Donnerstag mit ihren europäischen Amtskollegen weiterverhandeln. Auf den Streit über die Einführung der sogenannten Asyl-Krisenverordnung ging Faeser nicht direkt ein.

Sie sagte aber, dass das gemeinsame Asylsystem „der wichtigste Schritt zu einer deutlichen Begrenzung irregulärer Migration“ sei. Künftig müsse jeder an den EU-Außengrenzen strikt überprüft und registriert werden. Wer nur eine geringe Aussicht auf Schutz in der EU habe, müsse an den Außengrenzen ein rechtsstaatliches Asylverfahren durchlaufen und bei einer Ablehnung direkt von dort zurückgeführt werden. „Nur wenn künftig die Außengrenzen geschützt werden, wird das Europa der offenen Grenzen im Inneren noch eine Zukunft haben“, sagte Faeser.

Es gehe darum, die „zentrale Errungenschaft“ für die Bürger und für Handel und Wirtschaft in der EU zu erhalten. Auch die wirksame und dauerhafte Entlastung der Kommunen in Deutschland gelinge nur mit dem gemeinsamen europäischen Asylsystem, fügte die Ministerin hinzu. „Denn nur so wird die Verantwortung für Geflüchtete in Europa gerechter verteilt.“


Foto: Nancy Faeser (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Grüne kritisieren Vergabeverfahren bei Solar-Programm für E-Autos

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Nachdem die Mittel des neuen KfW-Förderprogramm für das Laden von Elektroautos mit Solarstrom nach nur einem Tag bereits ausgeschöpft waren, hat der verkehrspolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Stefan Gelbhaar, das Vergabeverfahren kritisiert und ein Überdenken der Kriterien gefordert. „Grundsätzlich muss gelten: Faires Los statt Windhundprinzip“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Donnerstagausgaben).

„Nicht die schnellste Internetverbindung sollte über die Vergabe entscheiden, sondern ein faires Losverfahren für alle.“ Viele Menschen seien in den wenigen Stunden einer möglichen Antragstellung verhindert gewesen. „Bei anderen ist es schlicht der fehlende Breitbandausbau, was etwa Menschen im ländlichen Raum trifft. Gerade den ländlichen Raum hier zu benachteiligen ist kontraproduktiv“, kritisierte der Grünen-Politiker.

„Das Bundesverkehrsministerium sollte das Vergabeverfahren samt Kriterien überdenken.“


Foto: Solarzellen auf Hausdach (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Sonderkonferenz zum Deutschlandticket ohne Bundesverkehrsminister

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) wird an der Sonderkonferenz der Länder-Verkehrsminister zum Deutschlandticket am Donnerstag nicht teilnehmen. „Der Termin der Sonder-VMK war mit dem Bund nicht abgesprochen“, sagte eine Ministeriumssprecherin bestätigte dies der „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe).

Dennoch werde man dafür sorgen, dass das Bundesministerium „trotz sehr kurzfristiger Einladung auf Leitungsebene an der VMK vertreten sein wird“, ergänzte die Sprecherin. Die Länder wollen digital über die Zukunft des Deutschlandtickets beraten. Sie fordern eine dauerhafte Finanzierung, vor allem der Mehrkosten ab 2024. Ansonsten drohe dem 49-Euro-Fahrschein das Aus, so die Länder.


Foto: S-Bahn Mitteldeutschland (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Ostbeauftragter sieht Einheit als "vollendet aber nicht vollkommen"

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Carsten Schneider, zieht zur deutschen Einheit ein positives Fazit, macht aber weiteren Handlungsbedarf aus. „Die deutsche Einheit ist vollendet, aber sie ist nicht vollkommen“, sagte er am Mittwoch in Berlin bei der Vorstellung des Berichts zum Stand der Deutschen Einheit.

Demnach gehen die in den 90er-Jahren teils noch massiven Unterschiede zwischen Ost- und West zurück: Lag das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf 1991 im Osten bei 43 Prozent, waren es 2022 79 Prozent. Das verfügbare Einkommen privater Haushalte in Ostdeutschland ist von 60 Prozent (1991) auf 89 Prozent (2022) gestiegen. „Der Osten ist ein prägender Teil Deutschlands, das zeigen auch wichtige Industrieansiedlungen, aber regionale Unterschiede bestehen weiter, gerade zwischen strukturstarken und strukturschwachen Regionen, die sich im Osten und Westen befinden“, sagte Schneider weiter. So widmet sich der diesjährige Bericht schwerpunktmäßig dem Verhältnis von Stadt und Land.

Dabei zeigt sich: Grundsätzlich ist ein überwiegender Teil der Befragten mit der Daseinsvorsorge zufrieden. Die Unterschiede zwischen ländlichen und städtischen Räumen sind eher gering. Allerdings geht es nicht nur um den tatsächlichen Zustand der Infrastruktur, sondern auch darum, wie dieser wahrgenommen wird: Jeder Fünfte bekundet Unzufriedenheit; wer das Gefühl hat, weniger oder sehr viel weniger als seinen gerechten Anteil zu erhalten, schätzt auch die Lebensbedingungen im persönlichen Umfeld deutlich negativer ein. Als größte Herausforderung am Wohnort wird von Bürgern in Ostdeutschland der Mangel an Fachkräften, in Westdeutschland die Verfügbarkeit an bezahlbarem Wohnraum wahrgenommen.


Foto: Verlauf der Berliner Mauer (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts