Donnerstag, Januar 1, 2026
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Sonderkonferenz zum Deutschlandticket ohne Bundesverkehrsminister

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) wird an der Sonderkonferenz der Länder-Verkehrsminister zum Deutschlandticket am Donnerstag nicht teilnehmen. „Der Termin der Sonder-VMK war mit dem Bund nicht abgesprochen“, sagte eine Ministeriumssprecherin bestätigte dies der „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe).

Dennoch werde man dafür sorgen, dass das Bundesministerium „trotz sehr kurzfristiger Einladung auf Leitungsebene an der VMK vertreten sein wird“, ergänzte die Sprecherin. Die Länder wollen digital über die Zukunft des Deutschlandtickets beraten. Sie fordern eine dauerhafte Finanzierung, vor allem der Mehrkosten ab 2024. Ansonsten drohe dem 49-Euro-Fahrschein das Aus, so die Länder.


Foto: S-Bahn Mitteldeutschland (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Ostbeauftragter sieht Einheit als "vollendet aber nicht vollkommen"

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Carsten Schneider, zieht zur deutschen Einheit ein positives Fazit, macht aber weiteren Handlungsbedarf aus. „Die deutsche Einheit ist vollendet, aber sie ist nicht vollkommen“, sagte er am Mittwoch in Berlin bei der Vorstellung des Berichts zum Stand der Deutschen Einheit.

Demnach gehen die in den 90er-Jahren teils noch massiven Unterschiede zwischen Ost- und West zurück: Lag das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf 1991 im Osten bei 43 Prozent, waren es 2022 79 Prozent. Das verfügbare Einkommen privater Haushalte in Ostdeutschland ist von 60 Prozent (1991) auf 89 Prozent (2022) gestiegen. „Der Osten ist ein prägender Teil Deutschlands, das zeigen auch wichtige Industrieansiedlungen, aber regionale Unterschiede bestehen weiter, gerade zwischen strukturstarken und strukturschwachen Regionen, die sich im Osten und Westen befinden“, sagte Schneider weiter. So widmet sich der diesjährige Bericht schwerpunktmäßig dem Verhältnis von Stadt und Land.

Dabei zeigt sich: Grundsätzlich ist ein überwiegender Teil der Befragten mit der Daseinsvorsorge zufrieden. Die Unterschiede zwischen ländlichen und städtischen Räumen sind eher gering. Allerdings geht es nicht nur um den tatsächlichen Zustand der Infrastruktur, sondern auch darum, wie dieser wahrgenommen wird: Jeder Fünfte bekundet Unzufriedenheit; wer das Gefühl hat, weniger oder sehr viel weniger als seinen gerechten Anteil zu erhalten, schätzt auch die Lebensbedingungen im persönlichen Umfeld deutlich negativer ein. Als größte Herausforderung am Wohnort wird von Bürgern in Ostdeutschland der Mangel an Fachkräften, in Westdeutschland die Verfügbarkeit an bezahlbarem Wohnraum wahrgenommen.


Foto: Verlauf der Berliner Mauer (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Regierung sieht bei Kindergrundsicherung staatliche "Bringschuld"

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundesregierung sieht bei der Antragsstellung zur Kindergrundsicherung eine staatliche „Bringschuld“. Es werde eine „neue Mechanik aufgesetzt, mit der der Staat zum Servicedienstleister für die Familien werden soll“, sagte eine Sprecherin des Bundesfamilienministeriums am Mittwoch in Berlin.

Geplant sei, dass Eltern ihr Kind anmelden, dann Kindergrundsicherung beantragen und ihr Einverständnis geben, dass Daten zwischen den Behörden abgeglichen werden. „Und mehr müssen die Eltern dann nicht tun“, so die Sprecherin weiter. Diese Zustimmung sei notwendig, „aber in dem Ziel, das Verfahren so einfach wie möglich zu gestalten, soll die einmalige Antragstellung ausreichen“. Mit der am Mittwoch im Kabinett beschlossenen Kindergrundsicherung will die Bundesregierung bisherige Leistungen bündeln und so die Beantragung vereinfachen.

Familien sollen künftig direkt vom Familienservice über mögliche Ansprüche informiert werden.


Foto: Mutter mit zwei Kindern (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Ein besonders feines Plätzchen im Meraner Herbst

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Hotel Golserhof

Hotel Golserhof****ˢ: Ein besonders feines Plätzchen im Meraner Herbst

Wenn der Herbst ins Land zieht, ist im Meraner Land Genuss-Saison. Allem voran das berühmte Törggelen und viele Traditionen mehr bereichern die Zeit der Naturbegeisterten. Die Wanderer und Biker erleben nun die prachtvolle Herbstnatur und lassen sich auf ihren Wegen von der mediterranen Sonne begleiten.

Inmitten der Weinberge oberhalb von Meran empfängt das kleine Luxushotel Golserhof****s seine Gäste mit einem traumhaften Ausblick, mit Herzlichkeit und niveauvoller Gastlichkeit. In den neuen Komfort Suiten und auf den großen Balkonen und großzügigen Terrassen mit kuscheligen Himmelbetten lässt sich eine traumhafte Herbst-Auszeit genießen. Schließlich ist das Meraner Land mit 300 Sonnentagen im Jahr gesegnet! Die Umgebung des Golserhofs bietet eine unvergleichliche Wanderregion.

Hausherr Patrick und die Wanderführer sind durch und durch Südtiroler Bergfexe und laden viermal in der Woche zu geführten Wandertouren ein. Auf den hervorragend ausgebauten Radwegen sind die Radfahrer durch eine vielfältige Natur- und Kulturlandschaft, durch Apfelgärten und bunte Wälder unterwegs. Als Gründerhotel des Golfclubs Passeier-Meran bietet der Golserhof ab sieben Tagen Aufenthalt eine Ermäßigung von 20 Prozent auf das Spiel auf den Golfplätzen Passeier und Lana. Der Herbst ist eine gute Zeit, um Kraft zu tanken.

Am Rooftop des Golserhof erleben Hotelgäste traumhafte Wellness mit freiem Blick über die Weinberge und Obstgärten. Im beheizten Panorama-Pool ist es wohlig, ebenso auf den Sonnenterrassen, in den Kuschelnestern und Himmelbetten. Der Indoor-Pool lädt zum Entspannen im exklusiven Ambiente. Das Wellness-Angebot widmet sich dem ganzheitlichen Wohlgefühl mit heilsamen Bade- und Schönheitsritualen. Der Golserhof****Superior ist ein exklusives Wellness- und Genussrefugium mitten in den Weinbergen. 2021 wurden Hiltrud Gufler und Patrick Mair von Gault & Millau als Hoteliers des Jahres ausgezeichnet. 2023 erhält der Golserhof erneut den Holidaycheck-Award und darf sich somit zu den besten zehn Hotels in Italien zählen.

Golserhof Special 3 bis 6 Nächte (22.–27.10.23)
5 % Ermäßigung (auf den Logipreis der Vollzahler) bei 3 bis 6 Nächten Aufenthalt – Preis p. P.: ab 576 Euro

Wellness pur 3 bis 6 Nächte (22.–27.10.23)

Inklusive Wellnessgutschein für Behandlungen nach Wahl im Wert von 50 Euro – Preis p. P.: ab 591 Euro

Gourmet Special 3 bis 6 Nächte (22.–27.10.23)
Inklusive: Ein Abend nach Wahl mit Highlight-Hummer (Di. bis Fr., die anderen Tage nach Verfügbarkeit) oder T-Bone-Steak – Preis p. P.: ab 596 Euro

Bild Hotel Golserhof

Quelle mk Salzburg

Verliebt in Fräulein Leni

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Fräulein Leni GmbH

Faulenzen, Wellnessen, Genießen auf einem der schönsten Hügel in der Südsteiermark. Ein Besuch bei Fräulein Leni trifft mitten ins Herz. Mit den aktuellen „Zuckerln“ für fitte Feinschmecker-Tage und viel Zweisamkeit versüßt das entzückende Boutique-Hotel traumhafte Tage in den Weinbergen.

In Fräulein Leni kann man sich nur verlieben. Der weite Blick über die Weinberge verleiht ein Gefühl von Freiheit. So viel Natur, so viel Ruhe. Wellness erfährt im privat anmutenden, exklusiven Ambiente mit Außenpool, Sauna, Dampfbad und Fitness mit modernsten Geräten große Wertschätzung. Es gibt wohl kaum keinen besseren Platz, um bei Yoga und Meditationen Körper und Geist in Balance zu bringen.

Fräulein Leni ist etwas ganz Besonderes. Ein Gefühl und ein großes Stück gutes Leben. 23 Zimmer, mit viel Geschmack und Liebe zum Detail eingerichtet, erwarten die Genießer. Naturstein, Samt, Leinen, Alt- und Lärchenholz schaffen Räume, in denen man sich gerne aufhält und rundum wohlfühlt. Mit einem Langschläfer-Frühstück bis 11 Uhr starten Gäste in einen herzerfrischenden Tag. Die Genüsse der Region kommen an den Tisch. Kaffee- und Teekultur auf höchstem Niveau ist Teil des steirischen Gourmet-Frühstück. In der Lounge, Bar und im Gasthaus schmecken köstliche Genüsse und feine Weine aus der Südsteiermark, aus Österreich und Drinks „von Welt“.

Zu jeder Zeit ist die Natur an der Südsteirischen Weinstraße ein Juwel. Entspannt durch den Wein-, Gemüse- und Obstgarten spazieren, die Region in all ihrer Schönheit mit dem E-Bike oder mit den Wanderschuhen entdecken (E-Bikes stehen in der I-Bike Box bereit). Oder Golfspielen mit Genuss. Der nahegelegenste Golfplatz ist in Murstätten. Wer sich nach dem Golf gern ein Glas Traminer gönnt, fährt nach Klöch, wer lieber Schilcher mag, der versucht es mit Frauenthal. Mit dem Fahrrad zum nächsten Weinbauern radeln. In gastfreundlichen Buschenschänken einkehren, erstklassige Weine probieren, sportliche Momente und herrliche Orte zum Innehalten. Fräulein Leni gibt all diesen Genüssen ein neues Zuhause.

Fittes Feinschmecker Zuckerl
Leistungen: 3 Nächte im DZ oder in einer Suite mit köstlichem Frühstück, Willkommensdrink, 1 delikates 5-Gänge- Menü, 1 Tag mit einem nagelneuen E-Bike aus der IBIKE-BOX, frühes Check-In und spätes Check-out, Außenpool, finnische Sauna, Dampfbad – Preis p. P.: ab 515 Euro

Romantisches Zweisamkeits Zuckerl
Leistungen: 4 Nächte im romantischen Rosenblüten-Zimmer, Willkommensdrink, 1 eisgekühlte Flasche Sekt und hausgemachte Feinschmeckerpralinen, köstliches Langschläferfrühstück, 1 verträumtes Picknick mitten im Weingarten, 1 romantisches Candlelight-Dinner mit Wein- und Champagnerbegleitung, Außenpool, finnische Sauna, Dampfbad – Preis p. P.: ab 720 Euro

Bild Fräulein Leni GmbH

Quelle © mk Salzburg

Dax rutscht am Mittag weiter ins Minus – Öl teurer

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Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist nach einem bereits leicht negativen Start bis zum Mittag weiter in den roten Bereich gerutscht. Gegen 12:30 wurde der Leitindex mit rund 15.225 Punkten berechnet, 0,2 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag.

Die größten Einbußen mussten am Mittag die Aktien von Zalando, Fresenius und Daimler Truck hinnehmen. An der Spitze der Kursliste fanden sich Deutsche Bank, Continental und Siemens Energy wieder. „Dem Dax geht nach der Handelseröffnung relativ schnell die Kondition aus und der Erholungsversuch findet bei 15.300 Punkten ein Ende“, kommentierte Marktanalyst Andreas Lipkow das Börsengeschehen. „Die Marktteilnehmer halten sich zur Wochenmitte zurück und sondieren die aktuelle Situation.“

Es fehle an klaren und eindeutigen Kaufsignalen für deutsche Aktien. Themen, die gut erlebbar seien, würden entsprechend umgesetzt. „So stehen einmal mehr die Banken und Finanzwerte durch die Zinsthematik im Kauffokus, klare Verlierer in diesem Umfeld sind und bleiben vorerst die Technologieunternehmen“, sagte Lipkow. Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Mittwochnachmittag etwas schwächer.

Ein Euro kostete 1,0558 US-Dollar (-0,11 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9471 Euro zu haben. Der Ölpreis stieg unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochnachmittag gegen 12 Uhr deutscher Zeit 94,94 US-Dollar, das waren 98 Cent oder 1,0 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Rödder gibt Posten als Chef der CDU-Grundwertekommission auf

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Andreas Rödder gibt seinen Posten als Chef der CDU-Grundwertekommission auf. Dies geschehe, „um wiederholte Missverständnisse um meine Rolle zu vermeiden“, sagte er der „Welt“.

„Ich bleibe aber der CDU und Friedrich Merz verbunden und unterstütze ihn weiterhin bei der Neuausrichtung der CDU als bürgerliche Kraft in Deutschland“, fügte der Historiker hinzu. Rödder hatte vor einigen Tagen für Unruhe auch innerhalb der CDU gesorgt, weil er in einem Interview anregte, in den ostdeutschen Bundesländern auch die Möglichkeit einer Minderheitsregierung der CDU mit punktueller Unterstützung durch die AfD zu erwägen.


Foto: CDU-Logo (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Al-Wazir fordert mehr Geld vom Bund für Flüchtlingsversorgung

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Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Der hessische Vizeministerpräsident und Grünen-Spitzenkandidat für die Landtagswahl, Tarek Al-Wazir, hat an die Bundesregierung appelliert, den Ländern mehr Geld für die Versorgung der Flüchtlinge in den Kommunen zur Verfügung zu stellen. „Es braucht eine gemeinsame Kraftanstrengung“, sagte Al-Wazir dem Nachrichtenportal T-Online.

„Sonst wird es brandgefährlich für die Demokratie.“ Die zusätzliche Milliarde vom Bund für dieses Jahr sei „ein Anfang“ gewesen, „aber wir müssen die Kommunen weiter unterstützen“, sagte Al-Wazir. „Da wird es sicherlich nicht bei der Milliarde bleiben.“ Am Montag hatte die Bundesregierung den Ländern in einer Arbeitsgruppe nach Teilnehmerangaben für 2024 deutlich weniger Geld angeboten als für dieses Jahr.

Al-Wazir spricht sich zudem gegen stationäre Grenzkontrollen aus: „Ich bin überzeugt, dass die Freizügigkeit ein Kern der europäischen Idee ist“, sagte er. „Und ich möchte sie beibehalten.“ Wenn die Polizei konkrete Anhaltspunkte für Schleuserkriminalität habe, müsse sie dort kontrollieren. „Ich möchte aber nicht, dass wir dauerhaft die Schlagbäume an den Grenzen runterlassen.“


Foto: Asylunterkunft (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Grenzüberschreitender Handel mit UCITS-ETFs nimmt weltweit zu

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ETF, UCITS
Foto von Jason Xavier (Quelle: Franklin Templeton)

Ein aktueller Marktkommentar von Jason Xavier, Head of EMEA ETF Capital Markets bei Franklin Templeton:

Börsengehandelte Fonds sind offene Anlageinstrumente, die wie Aktien flexibel untertägig gehandelt werden können. Das bedeutet, dass sie jederzeit an einer geregelten Börse oder außerbörslich (OTC) über einen Broker oder ein multilaterales Handelssystem (Börsenplatz/Quotierungsanfrage [RFQ]) gekauft oder verkauft werden können.

Der Preis oder Wert eines ETFs leitet sich direkt vom Preis der zugrunde liegenden Aktien oder Anleihen ab, in die er investiert. Ähnlich verhält es sich mit der Liquidität eines ETFs. Sie hängt direkt von der Liquidität der zugrunde liegenden Aktien oder Anleihen ab, in die er investiert. Da es sich bei ETFs um offene Investmentfonds handelt, können sie ihre Größe auf der Grundlage von Zeichnungen oder Rücknahmen frei vergrößern oder verkleinern, was bedeutet, dass das Handelsvolumen – eine Kennzahl, die häufig zur Messung der Fondsliquidität herangezogen wird – ungenau ist. Das Handelsvolumen zeigt Anlegern nur, welche Mengen gehandelt wurden, und nicht, was gehandelt werden kann.

Ein Grundprinzip der Kapitalanlage ist das Verhältnis von Risiko und Rendite. Bei jeder Anlage ist der Kompromiss zwischen Risiko und Rendite ein wichtiger Ausgangsfaktor.

Beim Handel verhält es sich genauso: Es muss ständig zwischen (Markt-)Risiken und Erträgen (Kosten) abgewogen werden. Das Verständnis und die Einschätzung der Präferenz eines Anlegers in Bezug auf Kosten oder Marktrisiken machen den entscheidenden Unterschied bei der Wahl der Umsetzung aus. Dasselbe gilt für den Handel mit ETFs. Ein Verständnis der Anlegerpräferenzen in Bezug auf Kosten oder Risiken bei der Ausführung von ETFs kann dazu beitragen, eine fundiertere und besser definierte Ausführungsmethode zu finden.

Wachsendes Anlegerinteresse aus Asien und Lateinamerika

Die internationale Verbreitung von UCITS- oder OGAW-ETFs („OGAW“ steht für „Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren“) schreitet immer weiter voran. Unsere Gespräche mit lateinamerikanischen und asiatischen ETF-Investoren haben in diesem Jahr stark zugenommen. Für diese Anleger, die sich mit Überscheidungen von Zeitzonen befassen müssen, ist die Abwägung von Kosten und Risiko besonders wichtig. Ein Gespräch, das ich kürzlich mit einem in Asien ansässigen institutionellen Investor geführt habe, hat mich dazu veranlasst, über noch einmal genauer diesen Kompromiss nachzudenken.

Wenn für einen in Asien ansässigen Investor Eile geboten ist, kann es sinnvoll sein, Marktrisiken zu vermeiden, indem man sich für eine Börsenausführung in den letzten beiden Stunden des asiatischen Handelstages entscheidet (da diese sich mit den europäischen Marktzeiten überschneiden). Wenn ein Anleger hingegen kostenbewusster ist, kann es sinnvoller sein, zum Nettoinventarwert (NIW) des ETF zu handeln, ähnlich wie beim Kauf eines Investmentfonds oder dem Handel über einen bestimmten Zeitraum mithilfe einer algorithmischen Handelsstrategie.

In Europa hat sich der Handel mit ETFs in den letzten zehn Jahren stark weiterentwickelt. Die Entscheidung, ob börslich oder außerbörslich gehandelt werden sollte, hängt im Wesentlichen davon ab, ob die Kosten oder das Marktrisiko im Vordergrund stehen. Die Kenntnis der verschiedenen Optionen und ihre Abstimmung auf die eigenen Kosten- oder Risikopräferenzen kann einem Händler oder Anleger helfen, das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Bevor man auf Aspekte wie das Handelsvolumen oder den Umfang des verwalteten Vermögens eines ETFs eingeht, sollte man sich die Zeit nehmen, die im Folgenden beschriebenen Optionen besser zu verstehen.

Grenzüberschreitender Handel mit UCITS-ETFs nimmt weltweit zu

Foto von Jason Xavier (Quelle: Franklin Templeton)

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Dax startet leicht im Minus – Sorgen vor Stagflation

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Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Mittwochmorgen mit leichten Verlusten in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 15.265 Punkten berechnet, 0,1 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag.

Am unteren Ende der Kursliste rangierten die Papiere von Rheinmetall, Zalando und Allianz. Entgegen dem Trend im Plus waren unterdessen Continental, Deutsche Bank und Siemens. „Die Stimmung an der Börse ist mittlerweile so schlecht wie zuletzt im Frühjahr, als große Banken in den USA zusammengebrochen waren und die Credit Suisse durch die UBS gerettet werden musste“, sagte Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. So ein Stimmungstief könne auch zu einer unteren Trendwende am Aktienmarkt führen.

„Oft fehlt nur der zündende Funke für eine Rally – eine positive Nachricht etwa, die noch aber ausbleibt“, ergänzte er. „Auch der Deutsche Aktienindex fällt nach dem Rutsch unter die massive Unterstützungszone wie ein Stein.“ Eine Bodenbildung sei weit und breit nicht zu sehen. Die aktuelle Nachrichtenlage treffe die Märkte genau da, wo es schon mal vor rund zwei Monaten wehgetan habe: beim Vertrauen in die Schuldentragfähigkeit der USA.

„Wieder könnte eine Haushaltssperre nur durch eine Entscheidung in letzter Minute abgewendet werden.“ Dass die Börsen über diesen Prozess nicht begeistert seien, sei schlüssig. „Immerhin bemängelt die Ratingagentur Moody`s die Regierungsführung, die immer wieder zu diesen Pattsituationen führe und das Vertrauen zerstöre“, so Stanzl. „Zu allem Übel hat der Ölpreis gestern wieder nach oben gedreht, nachdem er zunächst mit den Aktienmärkten gefallen war. Aktien und Anleihen fallen und der Ölpreis dreht nach oben, schlechter kann es nicht laufen.“

Das Szenario einer Stagflation werde immer wahrscheinlicher. „Die Hauspreise in den USA sind im Juli den sechsten Monat in Folge auf einen Rekord gestiegen.“ Es gebe einfach zu wenige Häuser und zu viele zahlungskräftige Käufer, was die Preisspirale zuletzt immer schneller nach oben drehen lasse.

„Die wieder angeheizte Entwicklung bei den Hauspreisen gibt der Fed einen weiteren Grund, im November oder Dezember noch einmal an der Zinsschraube zu drehen“, sagte Stanzl. Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Mittwochmorgen fast unverändert. Ein Euro kostete 1,0572 US-Dollar (+0,01 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9459 Euro zu haben. Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 94,63 US-Dollar, das waren 67 Cent oder 0,7 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts