Start Blog Seite 1978

Bank of England: Zinserhöhungen werden immer unwahrscheinlicher

0
Bank of England BoE
Foto von Andy Burgess (Bildquelle: Insight Investment)

Das bevorstehende Meeting des Monetary Policy Committees (MPC) der Bank of England kommentiert Andy Burgess, Fixed Income Investment Specialist, Insight Investment:

„Wir gehen davon aus, dass die Bank of England in dieser Woche die Zinssätze konstant halten wird, und dass weitere Zinserhöhungen immer unwahrscheinlicher werden. Die Wirtschaft schwächelt nun eindeutig und die Inflationsindikatoren tendieren nach unten. Dies wird die Aufmerksamkeit der Märkte auf die Details des Protokolls lenken und darauf, ob einige Mitglieder des gespaltenen Ausschusses zu einer dovisheren Position übergehen. Dies könnte auch eine Gelegenheit für die Bank sein, Änderungen an ihrem Bilanzreduzierungsprogramm anzukündigen – mit dem Potenzial, angesichts der jüngsten Aufwärtsbewegung bei den Renditen längerfristiger Anleihen auf den Verkauf kürzerfristiger Anleihen auszuweichen.“

Bank of England: Zinserhöhungen werden immer unwahrscheinlicher

Foto von Andy Burgess (Quelle: Insight Investment)

Kennen Sie schon das Wirtschaftsmagazin „Paul F„? Jetzt bei Readly lesen. Eine kostenlose Leseprobe von Paul F gibt es bei United Kiosk. Ebenfalls finden Sie die aktuelle Ausgabe im Lesezirkel von Sharemagazines.

Forsa: Union fällt unter 30-Prozent-Marke

0

Friedrich Merz (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – In der aktuellen Sonntagsfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa hat die Union an Wählergunst eingebüßt. In der Erhebung für die Sender RTL und ntv fällt sie um zwei Prozentpunkte auf 29 Prozent.

Die FDP muss mit fünf Prozent weiter um den Wiedereinzug in den Bundestag bangen. SPD (15 Prozent) und AfD (22 Prozent) gewinnen jeweils einen Prozentpunkt. Die Grünen kommen unverändert auf 14, die Freien Wähler auf drei Prozent. Die Linke verliert nach der Schwächung durch das Wagenknecht-Lager weitere Anhänger und kommt ebenfalls nur noch auf drei Prozent.

Neun Prozent würden derzeit ihre Stimme einer der anderen Splitterparteien geben. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen steigt im Vergleich zu den Vorwochen wieder (26 Prozent) und liegt aktuell über dem Anteil der Nichtwähler bei der letzten Bundestagswahl (23,4 Prozent). Bei den Kanzlerpräferenzen kommen Olaf Scholz (SPD) und Friedrich Merz (CDU) bei der Konstellation Scholz – Merz – Habeck auf jeweils 20 Prozent, Robert Habeck (Grüne) auf 16 Prozent. Bei der Konstellation Scholz – Merz – Baerbock kommt Scholz auf 22, Merz auf 23 und Baerbock auf 17 Prozent.

Bei der Einschätzung der politischen Kompetenz der einzelnen Parteien trauen 14 Prozent der CDU/CSU (zwei Prozentpunkte weniger als noch in der Vorwoche), jeweils sieben Prozent der SPD und den Grünen, neun Prozent der AfD, zwei Prozent der FDP und drei Prozent einer der anderen kleinen Parteigruppen zu, mit den Problemen in Deutschland am besten fertig zu werden. 58 Prozent der Bundesbürger trauen keiner Partei zu, mit den Problemen in Deutschland fertig zu werden. Die Daten wurden vom 24. bis 30. Oktober erhoben. Datenbasis: 2.501 Befragte.


Foto: Friedrich Merz (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Schauspieler Elmar Wepper gestorben

0

München (dts Nachrichtenagentur) – Der Schauspieler Elmar Wepper ist tot. Laut übereinstimmenden Medienberichten starb er am Dienstag im Alter von 79 Jahren an Herzversagen.

Zuletzt hatte Wepper noch für ein Remake von „Gefundenes Fressen“ vor der Kamera gestanden. Der gebürtige Augsburger begann seine Karriere Ende der 1950er-Jahre. Seinen Durchbruch hatte er Mitte der 70er, als er von seinem Bruder Fritz die Rolle als Kriminalhauptmeister in „Der Kommissar“ übernahm. Großes Lob von der Kritik erhielt Wepper auch für seine Darstellung des Witwers Rudi Angermeier in Doris Dörries „Kirschblüten – Hanami“.

Für seine Leistung wurde er mit dem Bayerischen Filmpreis und dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet sowie für den Europäischen Filmpreis nominiert. Darüber hinaus war Wepper auch als Synchronsprecher tätig. So synchronisierte er unter anderem Mel Gibson sowie Walter Koenig als Pavel Chekov in Star Trek.

Foto/Quelle: dts

BKA zählt seit Hamas-Angriff über 2.000 Straftaten

0

Verbotene Pro-Palästina-Demo (Archiv), über dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Die aktuellen Entwicklungen in Israel sind nach Angaben des Bundeskriminalamts (BKA) „dazu geeignet, eine hohe Gefährdungsrelevanz auf die Sicherheitslage in Deutschland zu entfalten“. „Sollte sich der Konflikt, zum Beispiel durch die Ausweitung der israelischen Bodenoffensive, weiter verschärfen, ist mit einem weiter erhöhten Emotionalisierungs- und Mobilisierungsgeschehen in Deutschland zu rechnen“, zitiert der „Tagesspiegel“ (Dienstagsausgabe) die Polizeibehörde.

Bislang sind laut BKA „im Zusammenhang mit den Terroranschlägen gegen den Staat Israel über 2.000 Straftaten festgestellt werden“. Schwerpunktmäßig habe man dabei Körperverletzungsdelikte, Landfriedensbrüche, Volksverhetzungen sowie Sachbeschädigungen verzeichnet. Auch sogenannte „Widerstandsstraftaten im Zusammenhang mit pro-palästinensischen Veranstaltungen in Berlin“ hätten eine größere Rolle gespielt. Die Zahl der entsprechenden Gewaltstraftaten bewege sich dabei „im unteren dreistelligen Bereich“, hieß es weiter.

Laut dem Bundesinnenministerium ist ebenfalls „eine temporäre abstrakte Verschärfung der Bedrohungslage für israelische und jüdische Einrichtungen weltweit und auch in Deutschland anzunehmen“, wie eine Ministeriumssprecherin dem Tagesspiegel weiter sagte, „gleichwohl liegen uns keinerlei konkreten Hinweise und Erkenntnisse für Deutschland vor“. Der stellvertretende Vorsitzende des Geheimdienstkontrollgremiums im Bundestag, der CDU-Abgeordnete Roderich Kiesewetter, fordert vor dem Hintergrund der aktuellen Lage eine Lockerung der rechtlichen Hürden, die erfüllt sein müssen, bevor etwa die Verfassungsschutzämter Hinweise weitergeben dürfen. „Der Handlungsspielraum der Sicherheitsbehörden sollte angesichts der erhöhten Terrorgefahr insbesondere durch radikalisierte Einzeltäter so groß wie nur irgendwie möglich sein“, sagte er. „Die Bundesregierung sollte daher überprüfen, ob die gegenwärtigen Vorschriften dafür, von welchem Gefährdungspotenzial an die Dienste Fälle an die zuständigen Staatsanwaltschaften übermitteln dürfen, noch angemessen sind“, ergänzte er.


Foto: Verbotene Pro-Palästina-Demo (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Werden wir noch lange hohe Zinsen sehen?

0
Wirtschaft Welt Investment Konsens Jahr

Ein aktueller Investmentausblick „The Globe“ von Eurizon:

Während die Märkte sich vor dem Sommer mit dem Thema „Soft Landing“ bzw. „Hard Landing“ beschäftigten, wobei erstere sich bewahrheitete, ist jetzt das beherrschende Thema die „lange Hochzinsphase“.

Die Inflationswelle ist zwar abgeebbt, aber noch nicht gebannt. Die Zentralbanken trauen sich nicht, die Straffung der Geldpolitik für beendet zu erklären, aber sie legen in der Tat eine Pause ein. Die Makrodaten sind nach wie vor überraschend gut, insbesondere in den USA, was die Märkte zu Recht oder zu Unrecht zu der Annahme veranlasst, dass die Zinssätze der Zentralbanken noch länger auf dem derzeitigen (hohen) Niveau verharren werden als noch zu Beginn des Sommers angenommen. Schauen wir uns die betreffenden Zahlen im Detail an.

Im Vergleich zu den Höchstständen des Jahres 2022 ist die Inflation deutlich zurückgegangen, liegt aber immer noch über den erklärten Zielen der Fed und der EZB, nämlich bei rund 4 % im Jahresvergleich. Die Konsensschätzungen der Ökonomen gehen von einer Rückkehr in die Zone von 2 % bis Ende 2024 aus. Der Anstieg der Ölpreise, der im Juni aufgrund von Produktionskürzungen einsetzte, könnte jedoch den Disinflationsprozess verlangsamen. Zum Erliegen wird er indes nicht kommen, da andere Rohstoffe keinen Preisanstieg verzeichnen.
Bei der Hypothese, dass die Zinsen länger hoch bleiben, wird davon ausgegangen, dass die Inflationsrate erst mit Verzögerung die Zwei-Prozent-Marke erreichen wird.

„Lange Hochzinsphase“ bedeutet jedoch nicht, dass die Zinsen weiter steigen. Zwar haben die Fed und die EZB nicht offiziell ein Ende der geldpolitischen Straffung verkündet, aber faktisch pausieren sie. Außerdem gehen die in den Geldmarktfutures implizit enthaltenen Erwartungen bereits seit einigen Monaten davon aus, dass 5,5 % bei den Fed Funds und 4,5 % bei der EZB Refi die Höchststände des Aufwärtszyklus sein könnten.
Die Aufmerksamkeit der Anleger richtet sich nun darauf, wie hoch das Gleichgewichtsniveau der Zinssätze sein könnte, wenn die Zentralbanken, voraussichtlich ab der zweiten Hälfte des neuen Jahres, die geldpolitischen Bedingungen lockern.

Seit dem Sommer ist das von den Märkten angegebene nachhaltige Gleichgewichtsniveau deutlich angestiegen und liegt derzeit laut Geldmarktfutures zwischen 4 % und 4,5 % für die USA und 3 % bis 3,5 % in der Eurozone. Dies sind die Zahlen für die „lange Hochzinsphase“, die die Aufwärtsbewegung der langen Seiten der Kurven vorantreiben, die zuvor stark invertiert waren und die Annahmen über künftige Zinssenkungen widerspiegeln. Letztere haben sich nun weitgehend umgekehrt.

Dies bestärkt die Annahme, dass kurz- und mittelfristige Anleihezinsen als Kuponstrom mit geringer Volatilität sehr attraktiv sind. Da die Kurven nicht mehr invertiert sind, nimmt auch das Interesse an der Bewertung von Long-Positionen zu.

Im Mittelpunkt des Interesses steht Italien, dessen Spread sich zwischen August und Mitte Oktober von 160 auf 200 BP ausgeweitet hat. Die Ausweitung erklärt sich zum Teil durch die Verlangsamung der Wirtschaftstätigkeit in der Eurozone, wodurch sich die Spreads der meisten Länder im Vergleich zu Deutschland ausweiteten. Teilweise ist sie auf die Aufwärtskorrektur der Defizitziele für dieses und die kommenden Jahre zurückzuführen – eine Entwicklung, die nun der Prüfung durch die Europäische Kommission und die Ratingagenturen standhalten muss.

Mit 200 BP kann Italiens Spread als interessant, aber nicht extrem angesehen werden. Er liegt zwischen dem Niveau des übertriebenen Optimismus,alsderSpreadbeietwa100BPlag, und dem Niveau des übertriebenen Pessimismus, als er zwischen 250 und 300 BP lag und die besten Chancen für eine Übergewichtung bot.
Italienische Staatsanleihen auf diesen Niveaus sind nützlich, um die erwartete Rendite der Euro- Anleihenkomponente zu erhöhen. Unter den Spread-Emittenten wird jedoch mehr Interesse an Investment-Grade-Unternehmensanleihen geäußert, die insgesamt ähnliche Laufzeitenrenditen wie Italien bei größerer Diversifizierung und damit geringerem Risiko in Bezug auf den Emittenten bieten.

Die Aktienmärkte waren die positive Überraschung des Jahres 2023 und profitierten wiederum von der Widerstandsfähigkeit des Wirtschaftswachstums, das den befürchteten drastischen Abschwung abwenden konnte. Seitdem sich die Aufmerksamkeit jedoch von der Frage „Soft oder Hard Landing“ auf „lange Hochzinsphase“ verlagert hat, sind die Aktienmärkte nicht mehr gestiegen. Stattdessen kam es zu Gewinnmitnahmen.
Die derzeitige Aktienkorrektur ist nicht börsenintern begründet, sondern spiegelt die neue Phase der Normalisierung der Zinssätze wider. In dem Maße, in dem die Anleihezinsen wieder steigen, steigt auch die so genannte Aktienrendite (die Rendite der Unternehmensgewinne). Der Risikoaufschlag für Aktien bleibt unterdessen unverändert.

Eine solche Korrektur kann durchaus als gesund angesehen werden, denn sie führt zu einem Abbau der technischen Überschüsse, die sich angesammelt hatten. Außerdem kann sie als Gelegenheit genutzt werden, um mit einem konträren Ansatz die Positionen zu erhöhen. Das negative Ereignis, das es für die Aktienmärkte zu vermeiden gilt, ist eine abrupte Konjunkturabschwächung. Diese Hypothese lässt sich durch die aktuellen Daten nicht stützen, insbesondere nicht für die USA, die letztlich den Verlauf des globalen Zyklus bestimmen.

Werden wir noch lange hohe Zinsen sehen?

Foto: Bild von Colin Behrens auf Pixabay

Kennen Sie schon das Wirtschaftsmagazin „Paul F„? Jetzt bei Readly lesen. Eine kostenlose Leseprobe von Paul F gibt es bei United Kiosk. Ebenfalls finden Sie die aktuelle Ausgabe im Lesezirkel von Sharemagazines.

Deutschland droht Gigabitziel beim Glasfaserausbau zu verfehlen

0

Netzwerk-Kabel in einem Hausanschlussraum (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Das Ziel der Bundesregierung, bis 2030 alle Haushalte in Deutschland mit einer Glasfaserleitung „bis ins Haus“ zu versorgen, ist hochrangigen Branchenvertretern zufolge in akuter Gefahr. Das berichtet das „Handelsblatt“ (Mittwochsausgabe) unter Berufung auf Angaben von Unternehmenschefs, Beratern und Banken.

Demnach häufen sich bei vielen Glasfaserfirmen die Probleme, weil der Ausbau nicht wie geplant vorankommt und die Kosten im Zuge von Zinswende und Inflation immer weiter steigen. Viele Kunden müssen deshalb offenbar länger auf ihren Anschluss warten, als zunächst avisiert. Einer neuen Studie der Unternehmensberatung Boston Consulting Group und der Personalberatung Egon Zehnder zufolge, über die das „Handelsblatt“ berichtet, sind die Investorenbewertungen von Glasfaserunternehmen deshalb um bis zu 30 Prozent eingebrochen. Gerade kleineren Unternehmen drohe zudem die Pleite.

Ausländische Geldgeber erwägen laut des Berichts bereits, den deutschen Markt wieder zu verlassen. Das für den Glasfaserausbau zuständige Bundesverkehrsministerium gab sich auf Anfrage trotz der Schwierigkeiten optimistisch. Die „Ziele der Gigabitstrategie halten wir weiterhin für realistisch“, teilte ein Sprecher mit. Die zuständigen Branchenverbände Anga, Breko und VATM teilten auf Anfrage mit, dass das Ausbauziel für 2030 zwar „sehr ambitioniert, aber theoretisch machbar“ sei.

Die Unternehmen arbeiteten „mit Hochdruck“ darauf hin.


Foto: Netzwerk-Kabel in einem Hausanschlussraum (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

BoE-Zinssenkung könnte früher kommen als vom Markt erwartet

0
Inflation Großbritannien EZB PMI Fed Quantitative Tighting Bank of England BoE Lohn
Foto von Tomasz Wieladek (Quelle: T. Rowe Price)

Die bevorstehende Sitzung des Monetary Policy Committees (MPC) der Bank of England kommentiert Tomasz Wieladek, Chefvolkswirt für Europa bei T. Rowe Price:

Die BoE wird die Zinsen beibehalten, aber einen schwächeren Wirtschaftsausblick für das kommende Jahr veröffentlichen.
Die Bank of England wird auf ihrer Sitzung in dieser Woche wahrscheinlich die Geldpolitik unverändert lassen. Der aktuelle Leitzins von 5,25 % wird wohl den Höhepunkt in diesem Zyklus darstellen. Der nächste Schritt wird voraussichtlich eine Senkung sein und früher erfolgen, als die Märkte erwarten.

Die jüngsten Daten zeigen, dass die VPI-Inflation in Großbritannien stabiler ist als erwartet. Die große negative Überraschung bei der Veröffentlichung der britischen VPI-Inflation im August veranlasste den MPC, die Zinsen im September beizubehalten. Die anschließende Veröffentlichung im September überraschte jedoch und zeigte, dass die Inflation in Großbritannien noch für einige Zeit hartnäckig bleiben oder nur langsam zurückgehen könnte.

Dennoch lag die britische VPI-Inflation im September mit 6,7 % immer noch unter den 6,9 %, die die Bank of England im August prognostiziert hatte. Die Lohninflation ist jedoch nach wie vor sehr hoch und zeigt keine Anzeichen für einen Höchststand. Da die Lohninflation der Hauptbestandteil der Dienstleistungsinflation und der im Inland generierten Inflation ist, besteht bei sehr starken Lohninflationswerten ein hohes Risiko, dass die VPI-Inflation mittelfristig deutlich über dem Ziel der Bank of England bleibt.

Nichtsdestotrotz hat die Bank of England damit begonnen, die sehr starken offiziellen Lohndaten in ihrer letzten politischen Erklärung zu ignorieren und sich stattdessen auf andere Indikatoren wie Umfragen zu stützen.
Erst die Zeit wird zeigen, ob die Umfragen, die auf einen Rückgang des Lohndrucks hindeuten, oder die offizielle AWE-Messung, die ihren Höhepunkt noch nicht erreicht hat, der bessere Indikator für den zugrunde liegenden Lohndruck in der Wirtschaft ist.

Um die Lohninflation auf ein Niveau abzukühlen, das mit den Zielvorgaben vereinbar ist, muss die Bank of England den Druck vom Arbeitsmarkt nehmen. Der Hauptgrund für die starke Lohninflation ist die sehr starke Nachfrage nach Arbeitskräften bei einem schwachen Arbeitsangebot. Die Zahl der freien Stellen geht zurück und die Arbeitslosenquote steigt. Trotz einer größeren methodischen Änderung liegt die Arbeitslosenquote immer noch bei 4,2 % und damit 0,1 % höher, als die Bank of England zu diesem Zeitpunkt des Zyklus erwartet hatte.

Meine Berechnungen zeigen, dass die Arbeitslosenquote auf 6,5 % steigen muss, damit das Lohnwachstum wieder ein Niveau erreicht, das mit dem Ziel der Bank of England übereinstimmt. Die Konjunkturumfragen haben sich gegenüber dem Vormonat etwas verbessert, aber das Verbrauchervertrauen ist im Oktober sehr stark zurückgegangen. Insgesamt deuten die Daten darauf hin, dass die Wirtschaft weiterhin stagniert, aber die Umfrage zum Verbrauchervertrauen deutet auf eine wesentlich schnellere Verschlechterung der Nachfrage hin.

Diese Daten bedeuten, dass die Bank of England in diesem Monat wahrscheinlich ihre Politik beibehalten wird. Allerdings wird die Bank of England in diesem Monat auch ihre Prognosen aktualisieren. In Anbetracht der Veränderungen der Daten seit der letzten Prognosesitzung könnte die Bank of England meiner Meinung nach die Risiken einer Stagnation oder Rezession in der Zukunft hervorheben. Die Finanzmärkte haben für das nächste Jahr nur eine Zinssenkung eingepreist, was einen der am wenigsten aggressiven Zinssenkungszyklen in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften darstellt. Allerdings hat Großbritannien auch eine der stärksten realwirtschaftlichen Reaktionen auf die Straffung der Geldpolitik gezeigt.

Eine solche Änderung der Projektionen könnte ein wichtiges Signal für die künftige Politik an den Finanzmärkten sein und dazu führen, dass die Märkte in Zukunft weitere Senkungen der britischen Geldmarktkurve einpreisen. Ich glaube, dass die Einpreisung eines größeren Umfangs von Senkungen angesichts der grundlegenden Veränderungen in der britischen Wirtschaft in den letzten Monaten gerechtfertigt wäre. Die Bank of England könnte daher an diesem Donnerstag mit ihren Projektionen zeigen, dass sie diese Einschätzung teilt.

BoE-Zinssenkung könnte früher kommen als vom Markt erwartet

Foto von Tomasz Wieladek (Quelle: T. Rowe Price)

Kennen Sie schon das Wirtschaftsmagazin „Paul F„? Jetzt bei Readly lesen. Eine kostenlose Leseprobe von Paul F gibt es bei United Kiosk. Ebenfalls finden Sie die aktuelle Ausgabe im Lesezirkel von Sharemagazines.

mb21 in Dresden: präsentieren, staunen, netzwerken, feiern

0
Deutsches Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF)

Am 11. und 12. November findet in den Technischen Sammlungen Dresden das diesjährige Medienfestival statt. Die nominierten Preisträger*innen sind eingeladen, ihre multimedialen Projekte einer großen Öffentlichkeit zu präsentieren. Auch im 25. Jubiläumsjahr des Deutschen Multimediapreises mb21 haben alle Interessierten die Möglichkeit, in die Welt der digitalen Medienkultur einzutauchen und die Themen junger Medienmacher*innen zu erkunden. Die Besucher*innen des Medienfestivals können sich auf ein vielfältiges und buntes Programm freuen.

Medienfestival als Plattform für Vernetzung
Von Samstag, dem 11.11.2023 ab 10:00 Uhr bis Sonntag, dem 12.11.2023 bis 18:00 Uhr öffnet das Medienfestival seine Pforten für alle interessierten Besucher*innen. Den ganzen Tag über bietet sich die Gelegenheit, die Arbeiten und Projekte der Nominierten aus dem Wettbewerb in den Technischen Sammlungen zu bestaunen und auszuprobieren. Zahlreiche andere spannende Stationen rund um das Thema Multimedia runden das Angebot ab. Hinweis: Die Ausstellung steht allen Interessierten offen, Eintrittspreise für das Museum liegen bei 4,- € bis 5,-€. Kinder unter 7 Jahren sind kostenfrei, weitere Ermäßigungen für Gruppen ab 10 Personen.

Zusätzlich zu einem spannenden Workshop-Programm am Samstag haben die Besucher*innen des Medienfestivals am Sonntag die Möglichkeit, in der DIY-Area der Technischen Sammlungen Dresden an eigenen Projekten zu tüfteln. Dafür stehen beispielsweise 3D-Drucker, Lasercutter, Lötkolben oder Heißklebepistolen zur Verfügung.

Hannes Güntherodt, Co-Projektleiter von mb21: „Das Medienfestival ist ein echtes Highlight im Dresdner Veranstaltungskalender und bietet im Prinzip für alle Altersklassen digitale Kultur- und Erlebniswelten. Eine echte Bereicherung für die Stadt Dresden, da das Event bundesweit einmalig ist. Wir laden besonders am Sonntag alle Familien ein, sich ein Bild von den nominierten Projekten der Kinder und Jugendlichen zu machen sowie am kreativen Mitmachangebot des Festivals teilzunehmen.“

Große Bühne für die Preisträger*innen
Am Samstagabend findet ab 18:00 Uhr die Preisverleihung des Deutschen Multimediapreises mb21 statt. Dabei erfahren die nominierten Preisträger*innen, ob sie einen der Hauptpreise gewonnen haben. Die Projekte werden dabei ausführlich vorgestellt. Hinweis: Die Preisverleihung findet im Emanuel-Goldberg-Saal der Technischen Sammlungen Dresden statt und ist eine geschlossene Veranstaltung – sie steht jedoch allen Medienvertreter*innen offen. Die Verleihung wird auf dem YouTube-Kanal des Wettbewerbs übertragen: www.youtube.com/user/MB21Wettbewerb

Abteilungsleiterin im Bundesjugendministerium zu Gast
Am 11. November wird Jana Borkamp, Abteilungsleiterin im Bundesjugendministerium, zu einem Presserundgang durch die Ausstellung sowie zur Preisverleihung des Wettbewerbs erwartet. Das Bundesjugendministerium ist Hauptförderer des Wettbewerbs.

Fachtag und Barcamp
Das Medienfestival richtet sich zudem an Fachkräfte der Bildungsarbeit. Den beiden Veranstaltungstagen ist ein Fachtag mit dem Titel „Allmacht KI? Chancen und Herausforderungen von Künstlicher Intelligenz im Bildungskontext“ am Freitag, dem 10.11 vorgeschaltet. Dabei sollen Möglichkeiten und Risiken des Einsatzes von KI in den Bereichen schulische und außerschulische Kinder- und Jugendbildung erörtert werden. Der Fachtag ist presseöffentlich und findet ebenfalls in den Technischen Sammlungen Dresden statt – eine gesonderte Anmeldung ist unter fachtag@medienkulturzentrum.de erforderlich.

Darüber hinaus findet im Rahmen des Medienfestivals erstmals ein Barcamp statt, das am Festivalsamstag den Nominierten sowie anderen jungen Besucher*innen bis 25 Jahre die Gelegenheit bietet, gemeinsam über mediale Themen ins Gespräch zu kommen. Dabei gilt: Alle sind Expert*innen! Für die Teilnahme am Barcamp ist eine Anmeldung erforderlich, da die Plätze begrenzt sind: www.medienkulturzentrum.de/seminar/jugend-barcamp-zum-medienfestival-2023/

Veranstaltet wird der Deutsche Multimediapreis mb21 vom Deutschen Kinder‐ und Jugendfilmzentrum (KJF) sowie dem Medienkulturzentrum Dresden. Die Hauptförderer sind das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie die Landeshauptstadt Dresden. Der Wettbewerb ist Teil der Initiative „Gutes Aufwachsen mit Medien“. Seit seiner Gründung verfolgt der Wettbewerb das Ziel, junge Menschen zu ermutigen und befähigen, digitale Medien selbstbestimmt, kritisch und kreativ zu nutzen.

Bild KJF

Quelle Deutsches Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF)

Revolutionäre Partnerschaft für die Zukunft

0
(c) Lite&Fog

Das deutsche Start-up Lite&Fog und das in Großbritannien ansässige Unternehmen Bright Biotech freuen sich, eine bahnbrechende Partnerschaft bekannt zu geben, die das Bild der molekularen Landwirtschaft neu definieren und den Weg für innovative Anwendungen in den Bereichen Gesundheit, Nachhaltigkeit und darüber hinaus ebnen soll.

Tabak wird in den Händen von Bright Biotech als eine positive Kraft neu interpretiert. Bright Biotech hat das Potenzial der Chloroplasten der Tabakpflanze erkannt, um hochwertige Proteine herzustellen, und Lite&Fog hat eine hochmoderne Technologie entwickelt, um Tabakpflanzen überall, kostengünstig, in großen Mengen und unter Reinraumbedingungen anzubauen. Die Tabakpflanzen von Bright Biotech sollen neue Horizonte in der zellbasierten Fleischproduktion und Medizin erschließen.

Lite&Fog, bekannt für seine bahnbrechende Fogponics-Technologie, und Bright Biotech, ein Vorreiter in der Entwicklung neuartiger Pflanzen für die molekulare Landwirtschaft, haben ein gemeinsames Entwicklungsprojekt gestartet. Der Schwerpunkt liegt auf der Einrichtung einer hochmodernen Fogponic-Wachstumskammer. Diese innovative Kammer verspricht, die Produktion von Tabakpflanzen, die in verschiedenen Anwendungen der molekularen Landwirtschaft eingesetzt werden, erheblich zu beschleunigen.

„Diese Zusammenarbeit mit Bright Biotech ist ein bedeutender Schritt nach vorne. Unter Nutzung unserer Fogponics-Technologie und Bright Biotechs Expertise in der molekularen Landwirtschaft sind wir zuversichtlich, bis zu 20 Tonnen Tabakpflanzen pro Tag produzieren zu können. Dieser Erfolg wird nicht nur das Bild der molekularen Landwirtschaft verändern, sondern auch den Weg für Innovationen in der zellulären Fleischproduktion und der regenerativen Medizin ebnen“, sagte Martin Peter, Mitbegründer von Lite&Fog.

Mohammad El Hajj, Mitbegründer und CEO von Bright Biotech, äußerte seinen Optimismus und sagte: „Unsere Partnerschaft mit Lite&Fog leitet eine neue Ära in der molekularen Landwirtschaft ein. Durch die Nutzung der bahnbrechenden Technologie von Lite&Fog können wir unsere Tabakpflanzen kostengünstig, ertragreich und in kontrollierter Umgebung kultivieren, was es uns ermöglicht, einen bedeutenden Schritt zur Bewältigung globaler Herausforderungen in den Bereichen Gesundheit und Nachhaltigkeit zu unternehmen. Diese Zusammenarbeit verkörpert unser Engagement, innovative Lösungen zu schaffen, die die Kraft haben, Leben zu verändern und unseren Planeten zu schützen.“

Die Partnerschaft zwischen Lite&Fog und Bright Biotech ist mehr als nur eine einfache Vereinbarung. Sie verkörpert die gemeinsame Vision und das Engagement beider Unternehmen, die Zukunft der molekularen Landwirtschaft maßgeblich zu beeinflussen und die Bemühungen zur Nachhaltigkeit zu stärken.

Bild (c) Lite&Fog

Quelle Candystorm PR

Jungmakler Award bleibt in der DI Familie

0
Justine-Ivakovic

Große Freude bei der Stuttgarter DI Gruppe: Fünf Jahre, nachdem Daniel Ivakovic, Mitgründer und Geschäftsführer der DI Wirtschaftsberatung GmbH, den dritten Platz im bundesweiten Wettbewerb Jungmakler Award – dem bedeutendsten Nachwuchspreis der Versicherungsbranche – belegt hatte, wurde er jetzt im eigenen Haus übertroffen. Seine Frau Justine Ivakovic, Geschäftsführerin des Schwesterunternehmens innerhalb der DI Gruppe, DI Frau GmbH, holte sich bei der aktuellen Verleihung der Awards den zweiten Platz.

Unter 67 Anwärterinnen und Anwärtern zum Jungmakler Award 2023 standen jetzt 13 im Rahmen der Finanzleitmesse DKM im Finale des diesjährigen Awards. Als eine von nur zwei weiblichen Finalistinnen schaffte es Justine Ivakovic (Bild) dann sogar aufs Treppchen und holte sich den mit 5.000 Euro Preisgeld dotierten zweiten Platz. Sie überzeugte die hochkarätig besetzte Jury durch ihren zielgerichteten Beratungsansatz und ihre hervorragende Kompetenz. Mit ihrem Unternehmen hat sie sich auf die ganzheitliche Finanzplanung und Beratung von Frauen spezialisiert – von Frau zu Frau – ganz nach dem Motto „die Frau bestimmt selbst!“. Die ganzheitliche Finanzplanung umfasst dabei die Bereiche Absicherung, Altersvorsorge, Vermögensaufbau, Immobilien, Finanzierung, Unternehmensgründung beziehungsweise Selbständigkeit. Sie gewinnt ihre Mandanten überwiegend über strukturiertes Empfehlungs-management sowie über eine eigene Finanz-Bildungs-App, die die finance, baby! GmbH in Zusammenarbeit mit DI Frau GmbH und der DI Holding entwickelt hat.

Beim Jungmakler Award geht es um die Zukunft der Branche. Bereits 2011 haben sich unter der Federführung der bbg Betriebsberatungs GmbH verschiedene Unternehmen aus der Finanz- und Versicherungswirtschaft zusammengeschlossen, um ein Zeichen für den Branchennachwuchs zu setzen und um die Unterstützung, Anerkennung und Wertschätzung zu fördern, die die jungen Unternehmerinnen und Unternehmer verdienen. Der Jungmakler Award bietet – neben den Sach- und Geldpreisen – die einmalige Chance, das eigene Geschäftskonzept mit den Top-Managerinnen und -managern der Branche zu diskutieren. Hierzu wurde in diesem Jahr erstmalig ein Mentorenprogramm ins Leben gerufen.

Bild Justine-Ivakovic

Quelle bm kommunikation