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Ifo: Deutsche Autoindustrie bei "grünen" Technologien führend

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Autoproduktion (Archiv), über dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Deutschlands Autoindustrie ist für den anstehenden Strukturwandel besser gerüstet als vielfach behauptet. Das geht aus einer Untersuchung des Münchner Ifo-Instituts zu „grünen Qualifikationen“ hervor, über die die „Welt am Sonntag“ berichtet.

Danach ist der Anteil der Beschäftigten in der Industrie, die für Technologien wie Elektromotoren oder Batteriezellen qualifiziert sind, in Deutschland höher als in Frankreich, Italien, Spanien oder den USA. Bei den Patentanmeldungen in Bereichen wie Elektromobilität oder Brennstoffzellenantrieb führt laut der Untersuchung Deutschland international mit Abstand vor allen anderen Wirtschaftsnationen. Im Gegensatz zur Gesamtzahl der Patente aus Deutschland, die zuletzt auf den niedrigsten Stand seit mehr als zehn Jahren gesunken ist, steigt die Zahl „grüner“ Patente seit mehreren Jahren rasant an. Grundlage der Untersuchung waren die Patentanmeldungen in der EU, den USA und Japan, außerdem die Profile von mehr als einer halben Million Mitarbeitern der Autoindustrie im Karrierenetzwerk LinkedIn. „Wir haben immer gehört, dass die deutsche Autoindustrie die Nase vorne hat beim Verbrenner, nicht aber beim Elektroauto, doch das stimmt nicht: Die Unternehmen spielen auch in der Elektromobilität ganz vorne mit, das zeigen unsere Zahlen“, sagte Oliver Falck, Leiter des Ifo-Zentrums für Industrieökonomik und neue Technologien und Co-Autor der Studie. Das gelte auch für die Zulieferer. Der Strukturwandel werde der Automobilindustrie sehr viel abverlangen, sagte Falck. „Ich bin optimistisch, dass die Unternehmen diesen Wandel meistern, denn die Basis für Strukturwandel, die Kompetenzen, sind in der Industrie vorhanden.“


Foto: Autoproduktion (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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Kiesewetter fordert Vorbereitung neuer Militärhilfen für Frühjahr

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – CDU-Verteidigungspolitiker Roderich Kiesewetter ruft die Bundesregierung auf, neue Militärhilfen für die ukrainische Frühjahrsoffensive vorzubereiten. „Wir müssen jetzt konkrete Vorbereitungen treffen, um die Ukraine für die nächste Offensive im Frühjahr mit Waffen auszurüsten“, sagte er den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ (Samstagsausgaben).

„Großbritannien und die USA denken bereits darüber nach, Deutschland hinkt wieder hinterher. Nachbarländer wie Polen haben große Mengen bei der Rüstungsindustrie bestellt, Deutschland nur wenig.“ Konkret sieht Kiesewetter die Lieferung von weiteren deutschen Leopard-Panzern als zwingend notwendig an. „Die Ukraine braucht den Leopard 2 in einem halben Jahr in größerer Stückzahl sowie Ersatzteile und Reparaturmöglichkeiten.“ Für eine mittelfristige strategische Planung der Unterstützung der Ukraine fehle die Bereitschaft der Bundesregierung, kritisierte er und schlägt vor: „Das Kanzleramt könnte der Regierung in Kiew zum Beispiel die Finanzierung von 300 Leopard 2 zusagen und die Ukraine zahlt später in Form von Rohstoffen oder Energie zurück.“ Darüber hinaus müsse Deutschland neben dem Leopard 2 auch die seit Langem versprochenen Leopard-1-Panzer so schnell wie möglich liefern, fordert der CDU-Politiker.


Foto: Bundeswehr-Panzer „Leopard 2“ (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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US-Börsen nach Arbeitsmarktdaten ohne klare Richtung

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Wallstreet, über dts NachrichtenagenturNew York (dts Nachrichtenagentur) – Die US-Börsen haben am Freitag nach den mit Spannung erwarteten Arbeitsmarktdaten keine klare Richtung gezeigt – wohl auch, weil die Zahlen uneinheitlich waren. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 34.838 Punkten berechnet, 0,3 Prozent über Vortagesschluss.

Der breiter gefasste S&P 500 schloss mit 4.516 Punkten 0,2 Prozent stärker, die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 am Ende 15.491 Punkten aber 0,1 Prozent schwächer. Die neuen Arbeitslosenzahlen können unterschiedlich interpretiert werden: zwar kletterte die Erwerbslosenquote von 3,5 auf 3,8 Prozent, mit 187.000 neuen Stellen wurden aber mehr Jobs außerhalb der Landwirtschaft geschaffen als wohl von vielen Börsianern erhofft. Denn ein robuster Arbeitsmarkt gibt der Fed die Möglichkeit, zur Inflationsbekämpfung die Zinsen weiter anzuheben, was auch den Dollar stärken würde, aber schlecht für die Aktienkurse ist. Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Freitagabend dementsprechend auch schwächer: Ein Euro kostete 1,0776 US-Dollar (-0,60 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9280 Euro zu haben.

Der Ölpreis stieg unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit 88,79 US-Dollar, das waren 2,3 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Wallstreet, über dts Nachrichtenagentur

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1. Bundesliga: Dortmund gegen Heidenheim nur unentschieden

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Borussia-Dortmund-Spieler (Archiv), über dts NachrichtenagenturDortmund (dts Nachrichtenagentur) – Zum Auftakt des 3. Spieltags in der Fußball-Bundesliga hat Borussia Dortmund gegen den Aufsteiger 1. FC Heidenheim mit einem 2:2 nur unentschieden gespielt. Der erste Durchgang gehörte noch den Borussen, Julian Brandt traf in der 7., Emre Can nach verwandeltem Handelfmeter in der 15. Minute.

In der zweiten Hälfte wendete sich dann das Blatt und Dortmund zeigte wahrlich keine meisterhafte Form: Heidenheim dagegen spielte überraschend mutig und ohne Rücksicht auf Verluste nach vorn, Eren Dinkçi traf in der 61. Minute, Tim Kleindienst verwandelte einen Elfer in der 82. Minute. In der Tabelle verliert der BVB damit den Anschluss an die Spitze und bleibt vorerst auf Platz sechs, der ihm aber an diesem Spieltag noch von vier Teams streitig gemacht werden kann. Heidenheim klettert auf Rang 13.


Foto: Borussia-Dortmund-Spieler (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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2. Bundesliga: Fortuna erobert Tabellenspitze

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Spieler von Fortuna Düsseldorf (Archiv), über dts NachrichtenagenturDüsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – Am 5. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga hat Fortuna Düsseldorf zu Hause gegen den Karlsruher SC mit 3:1 gewonnen. Dabei gingen die Badener bereits nach zwei Minuten in Führung.

Im Anschluss an eine Ecke von rechts staubte Fabian Schleusener eiskalt ab. Knapp zehn Minuten später eroberte jedoch Yannik Engelhardt den Ball im Spielaufbau des KSC und glich für die Fortuna aus. Mit dem Unentschieden ging es in die Pause. Nach dem Seitenwechsel machten die Hausherren vermehrt Druck und sorgten mit einem Doppelschlag für die Vorentscheidung.

In der 55. Minute bugsierte Christos Tzolis den Ball sehenswert in den Winkel. Zwei Minuten später kombinierten sich die Fortunen in den Strafraum, wo schließlich Marvin Wanitzeks Klärungsversuch im eigenen Tor landete. Mit dem Sieg springen die Rheinländer vorübergehend an die Tabellenspitze. Im Parallelspiel trennten sich Eintracht Braunschweig und der FC St. Pauli nach Toren von Elias Saad und Thorir Johann Helgason mit 1:1 unentschieden.

Für die Hamburger ist es das vierte Remis in Folge.


Foto: Spieler von Fortuna Düsseldorf (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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Dax rutscht nach US-Arbeitsmarktdaten ins Minus

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Frankfurter Börse (Archiv), über dts NachrichtenagenturFrankfurt am Main (dts Nachrichtenagentur) – Am Freitag hat der Dax Verluste gemacht. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 15.840 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,7 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss.

Nach einem verhaltenen Start rutschte der Dax am Nachmittag infolge der Veröffentlichung der aktuellen US-Arbeitsmarktdaten klar in den roten Bereich. Die Daten seien „weder Fisch noch Fleisch“, sagte Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. „Die Stundenlöhne sind im August mit 4,3 Prozent im Jahresvergleich zwar weniger stark gestiegen als erwartet, allerdings wurden mit 187.000 mehr neue Stellen als die erwarteten 170.000 geschaffen; dafür wurde der Beschäftigungsaufbau in den beiden Vormonaten kräftig nach unten revidiert, eine Überraschung gab es dann auch noch bei der Arbeitslosenrate, die auf 3,8 Prozent gestiegen ist.“ Damit reihten sich die Daten in die jüngste Serie uneindeutiger Indikatoren ein und stifteten eher mehr Verwirrung als weniger, so Stanzl. Wirklich freuen könnten sich die Anleger darüber nicht: „Sie deuten nicht wirklich auf die gewünschte Abschwächung des amerikanischen Arbeitsmarktes hin, es bleibt den Investoren nicht mehr übrig, als die Daten der kommenden Wochen weiter zu beobachten.“ Das Inflationspendel schwinge zwar weiter zurück, aber dies tue es viel langsamer als noch zu Jahresbeginn, sagte Stanzl. Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Freitagnachmittag schwächer. Ein Euro kostete 1,0790 US-Dollar (-0,48 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9268 Euro zu haben. Der Ölpreis stieg unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 87,98 US-Dollar, das waren 1,3 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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Union sieht ihr Fragerecht durch Bundesregierung verletzt

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Bundestagsplenum (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundestagsabgeordneten von CDU und CSU sehen ihr parlamentarisches Fragerecht durch die Bundesregierung verletzt. Das geht aus zwei Protestschreiben hervor, über die die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet.

Anlass dafür ist, dass die Regierung eine Anfrage der Unionsfraktion zum Gebäudeenergiegesetz, das in der kommenden Woche verabschiedet werden soll, nicht vollständig beantwortet haben soll. Die Unionsfraktion hat deshalb einen Protestbrief an Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) und Kanzleramtschef Wolfgang Schmidt (SPD) geschickt. Außerdem hat sie in einem weiteren Schreiben Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) um Hilfe gebeten. Die Unionsfraktion hatte in einer sogenannten „Kleinen Anfrage“ von der Bundesregierung Antworten auf ihre offenen Fragen zum Heizungsgesetz verlangt.

Inzwischen hat die Regierung reagiert – doch sie hat wohl nicht alle Fragen beantwortet. Dies sei „angesichts der Bedeutung der geplanten Regelungen und mit Blick auf die Reichweite des parlamentarischen Fragerechts ein völlig inakzeptabler Vorgang“, heißt es in dem Brief der Unionsfraktion an Habeck und Schmidt. Thorsten Frei, der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, hat deshalb die Bundestagspräsidentin um Hilfe gebeten. In einem Brief an Bas schreibt er, „das bisherige Agieren der Koalition beim Gebäudeenergiegesetz, das nur durch den Beschluss des Bundesverfassungsgerichts gestoppt wurde, hat dem Ansehen des Deutschen Bundestages bereits Schaden zugefügt“.

Der Plan, den Gesetzentwurf in der ersten Septemberwoche ohne weitere Beratungen in der Sache unverändert zu verabschieden, unterstreiche „die Uneinsichtigkeit der Regierungsfraktionen“. Nun versuche die Bundesregierung auch noch, „das parlamentarische Fragerecht beim Gebäudeenergiegesetz mit fadenscheinigen Argumenten zu unterlaufen“. Dies sei nicht hinnehmbar. Die Unionsfraktion bitte Bas daher, gegenüber der Regierung „die unverzügliche und vollständige Beantwortung der Kleinen Anfrage einzufordern“.

Das auch aus dem Ressort von Wirtschaftsminister Habeck stammende Heizungsgesetz ist nach der Einbringung in den Bundestag noch einmal erheblich geändert worden. Als Grundlage für den dafür notwendigen Änderungsantrag der Koalitionsfraktionen hatte das Ministerium eine Formulierungshilfe erarbeitet. Fragen der Unionsfraktion, die den Inhalt dieser Formulierungshilfe betreffen, will die Regierung jetzt aber nicht beantworten. In der vom Wirtschaftsministerium übermittelten Antwort der Regierung heißt es, der Inhalt der Formulierungshilfe würde die Vorstellungen der Regierungsfraktionen widerspiegeln und sei nur die redaktionelle Vorstufe für den Änderungsantrag der Fraktionen.

Die Verantwortung für den Inhalt liege also „bei den verantwortlichen Akteuren im Deutschen Bundestag“. Deshalb bewerte die Regierung keine Formulierungshilfen. Die Union hält diese Begründung für vorgeschoben. Schließlich sei die Formulierungshilfe vom Ministerium, also in der Regierung, erstellt worden und an den Beratungen über die Änderung des Heizungsgesetzes, die auch mithilfe dieser Formulierungshilfe umgesetzt werde, seien der Kanzler und mehrere Minister beteiligt gewesen.

Das Vorgehen der Regierung sei deshalb ein unzulässiges „Manöver“, mit dem sie „den grundgesetzlich geschützten Auskunftsanspruch des Bundestages“ unterlaufe.


Foto: Bundestagsplenum (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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Conference-League-Auslosung: Frankfurt trifft auf PAOK

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Sebastian Rode (Eintracht Frankfurt) (Archiv), über dts NachrichtenagenturMonaco (dts Nachrichtenagentur) – Eintracht Frankfurt trifft in der Gruppenphase der Conference League auf PAOK Saloniki. Zusätzlich wurden HJK Helsinki und FC Aberdeen am Freitag in Monaco in Gruppe G gelost.

Die Auslosungsergebnisse im Detail: Gruppe A: Lille OSC, Slovan Bratislava, Olimpija Ljubljana und Klaksvik Itrottarfelag; Gruppe B: KAA Gent, Maccabi Tel Aviv, Sorja Luhansk und Breidablik Kopavogur; Gruppe C: Dinamo Zagreb, Viktoria Pilsen, FC Astana und KF Ballkani; Gruppe D: Club Brügge, FK Bodö/Glimt, Besiktas Istanbul und FC Lugano; Gruppe E: AZ Alkmaar, Aston Villa, Legia Warschau und Zrinjski Mostar; Gruppe F: Ferencvaros Budapest, AC Florenz, KRC Genk und Cukaricki Belgrad; Gruppe G: Eintracht Frankfurt, PAOK Saloniki, HJK Helsinki und FC Aberdeen; Gruppe H: Fenerbahce Istanbul, Ludogorez Rasgrad, Spartak Trnava und FC Nordsjaelland.


Foto: Sebastian Rode (Eintracht Frankfurt) (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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Bericht: Deutsche Favoritin auf EU-Bankenaufsicht-Chefposten

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Banken-Hochhäuser (Archiv), über dts NachrichtenagenturParis (dts Nachrichtenagentur) – Bundesbank-Vizepräsidentin Claudia Buch ist offenbar die klare Favoritin für den Chefposten bei der europäischen Bankenaufsicht. Die Deutsche habe die Mehrheit im 26-köpfigen Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hinter sich, berichtet der „Spiegel“ unter Berufung auf Finanzkreise.

Die Bankenaufsicht ist bei der EZB angehängt. Deren Rat wird am 13. September über die Nachfolge des Italieners Andrea Enria entscheiden, der per ultimo turnusgemäß ausscheidet. Buchs Gegenkandidatin ist Margarita Delgado, Vize der spanischen Zentralbank. Beobachter rechnen ihr nur noch wenig Chancen zu, auch wenn sie im Währungsausschuss des EU-Parlaments mehr Rückhalt genießt.

Dort müsste sich Buch Mitte September einer öffentlichen Anhörung stellen, die Personalie letztlich absegnen muss der EU-Rat im Oktober. Würde Buch Bankenaufseherin, wäre praktisch ausgeschlossen, dass Bundesbankpräsident Joachim Nagel 2027 auf Christine Lagarde als EZB-Chef folgen könnte. Zwei Landsleute an der Spitze beider Institutionen gelten nach europäischen Spielregeln als undenkbar, zumal mit Isabel Schnabel eine weitere Deutsche einen Topposten bei der EZB besetzt. Verliert Delgado gegen Buch, dürfte Spanien Zugriff auf den Chefposten der Europäischen Investitionsbank (EIB) bekommen.

Dort konkurriert Madrids Wirtschaftsministerin Nadia Calvino mit der dänischen EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager; Calvino dürfte dann die Nase vorn haben. EIB-Chef Werner Hoyer, ein Deutscher, hört Ende 2023 auf.


Foto: Banken-Hochhäuser (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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Die Macht des Mentoring in der VUKA-Welt

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vuka

Der heutige Geschäftsalltag ist geprägt von Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität (VUKA). Wie Mentoring hilft damit umzugehen?

Traditionelle Maßnahmen wie Coaching und Beratung waren lange Zeit bewährte Instrumente zur Weiterentwicklung von Führungskräften und Mitarbeitern. Doch in der VUKA-Welt reichen sie nicht mehr aus. 69% Firmenangehörige in Deutschland wünschen sich Mentoring als einzigartigen Ansatz. Ist Mentoring wirklich eine so wertvolle Ressource, um den aktuellen Angstthemen wie Arbeitslosigkeit, zweites Standbein oder Karriere-Twist gerecht zu werden? Und warum nutzen weniger als 9% Deutsche Unternehmen diese kostengünstige Möglichkeit?

Dr. Johanna Dahm ist Expertin im Bereich Mentoring. Sie nahm das 25-zigste Jahr ihrer eigenen Berufstätigkeit zum Anlass, die ehrenamtliche Organisation MentorMe zu sich zum Kamingespräch nach Frankfurt einzuladen und mit 30 Teilnehmenden die Rolle des Mentors zu diskutieren. Dahm weiß aus erster Hand, wie wichtig es ist, in der heutigen Zeit erfolgreiches Mentoring zu betreiben. Sie betont, dass Mentoring nicht nur für den beruflichen Erfolg von Bedeutung ist, sondern auch für das persönliche Wachstum und die Entwicklung von Fähigkeiten. Ein erfolgreicher Mentor sollte ein guter Zuhörer sein und sich auf die Bedürfnisse des Mentees einstellen können. Dr. Dahm empfiehlt, klare Ziele zu setzen und den Fortschritt regelmäßig zu überprüfen.

Eine offene und ehrliche Kommunikation ist ebenfalls von großer Bedeutung. Der Mentor sollte dem Mentee Feedback geben und ihm helfen, seine Stärken zu erkennen und Schwächen zu verbessern. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Bereitschaft des Mentors, seine Erfahrungen und Kenntnisse weiterzugeben. Dr. Dahm betont jedoch auch, dass Mentoring kein Einbahnstraßenprozess ist und der Mentor auch viel vom Mentee lernen kann. Insgesamt kann erfolgreiches Mentoring dazu beitragen, dass sowohl der Mentor als auch der Mentee wachsen und sich weiterentwickeln können. „Medien, Politik und Gesellschaft suggerieren uns, dass Probleme komplexer sind als je zuvor und mit einfachen Mitteln nicht mehr gelöst werden können.

Teilweise ist das auch so, dann funktioniert das nicht mehr, was wir den gesunden Menschenverstand nennen“, so Dahm. Mentoring ermöglicht es, in Fragen von Führung, Gründung, Finanzierung, Investitionsvorhaben etc. verschiedenen Perspektiven einzunehmen. Die langfristige Beziehung zwischen Mentor und Mentee schafft Raum für tiefgreifende Diskussionen und den Austausch von verschiedenen Ideen und Lösungsansätzen. Denn hier gibt’s Zeit für flexibles und kreatives Denken, für innovative Lösungen, die im Alltag nicht zu finden ist.

Dauerthema Karriereplanung

Dahm selbst blickt auf 25 Jahre Berufsleben zurück, die „sich in der Rückschau sicher gut lesen, aber ohne Hilfe von Mentoren nie zustande gekommen wären“. Sie selbst ist dankbar, dass sie immer Gesprächspartner hatte, um Karriereziele und Pläne zu besprechen, ihre Stärken und Schwächen zu erkennen und ihre persönliche Vision zu gestalten. „Meine Mentoren gaben mir immer wertvolle Einblicke und Zugang zu ihren Netzwerken, auch Rückblicke auf ihre beruflichen Herausforderungen. Das befähigte mich, meine Karriere aktiv zu steuern und mit dem Wissen um die UPS and Downs anderer erfolgreich zu navigieren“.

Stärker als KI: Direkter Austausch mit Rollenvorbildern

Auch wenn Führungskräfte ihre Verantwortung ernst nehmen, bleibt die Unzufriedenheit unter den Angestellten groß. Wie können sie damit umgehen? Coaching und Beratung sowie die Befragung von KI-Bots können bei der Optimierung helfen und mittelfristig sogar Gefühle in Menschen erzeugen und ihre Haltung beeinflussen, indem sie Intimität vortäuschen. Mentoring geht jedoch noch einen Schritt weiter: Nachwuchskräfte können von erfahrenen Mentoren praktische Einblicke und realistische Erfahrungen sammeln, anstatt nur Theorie zu hören. Dahm ist davon überzeugt und sagt: „Wo immer es möglich ist, nehme ich meine Mentees zu Kunden, Vorträgen und Veranstaltungen mit und lasse sie sogar beim Telefonieren dabei sein. Das bleibt auf einer tieferen Ebene haften als ein Webinar.“

Die Wahl des/der richtigen Mentors/Mentorin

Mentoring meint das Teilen von Wissen und Erfahrung ohne Manipulation, ohne Verkauf und ohne Absicht – ob in beruflicher, persönlicher oder privater Hinsicht – beide Seiten lernen aus dieser meist langfristigen, wenn nicht gar lebenslangen Beziehung. Johanna Dahm appelliert auch an die Abgrenzung von anderen Formaten: „Viele Mentoren, so auch ich, sind ja auch Berater, Coaches, die Rollenklärung verlangt nach Achtsamkeit, um den Erwartungen gerecht zu werden. Coaching bietet Struktur mit definiertem Ziel, die Führung durch Fragen liegt allein beim Coach und das sollte nicht unterschätzt werden. Beratung erfordert so viel und neueste Fachexpertise, von der dann Qualität der Umsetzung, des Ergebnisses, oft nicht nur einer sondern vieler Menschen und Unternehmungen abhängen, dass ich hier immer wieder zur Trennschärfe mahne“, so Dahm nachdrücklich. Sie ist in allen drei Bereichen 2023 für ihre Top-Expertise mehrfach ausgezeichnet worden.

Sich als Mentee vorbereiten – 5 Fragen VOR dem Mentoring

Schon vor der Suche eines Mentors empfiehlt Dahm zu einer guten Vorbereitung, die viel mit innerer Klarheit zu tun haben: „Oft kommen Mentees mit der Erwartung, dass ein Mentor erst mal die Aufräumarbeiten erledigt. Das ist natürlich falsch!“ Darum besser vorher klären:

Was ist mir in Arbeits-Beziehungen wichtig und förderlich? Habe ich persönliche Vorlieben an Geschlecht, Persönlichkeit, Arbeitsgewohnheiten?
Was ist mein persönlicher Arbeitsstil, Lernstil, kann ich gut zuhören?
Was sind meine Bedürfnisse, Wissens- und Qualifikationslücken?
Was will ich aus der Beziehung gewinnen oder kultivieren: persönlich (Schaffung der Work-Life-Balance, Aufbau von Selbstvertrauen), berufliche Entwicklung (Vernetzung, Zielsetzung, Auswahl von Stipendien oder Jobs), Kompetenzentwicklung (Kommunikation, Zeitmanagement, Steigerung bestimmter Fähigkeiten)
Welchen Gewinn stelle ich für den Mentor dar?
Fazit Mentoring – heute

Mentoring hat in der heutigen Zeit eine immer wichtigere Rolle eingenommen. Gerade die fünf umsatzstärksten Branchen wie Automobil, Maschinenbau, Chemie, Ernährung, Elektrotechnik mit weit über tausend Milliarden Euro Jahres-Umsatz sträuben sich mit der Frage nach dem ROI und zugunsten klassischer, teurer Personalentwicklung noch immer gegen Mentoring. Die schnelllebige VUKA-Welt kann durch Mentoring als individuellem, langfristigem und reflexivem Ansatz zur Weiterentwicklung von Führungskräften und Mitarbeitern der digitalisierten und zunehmend anonymen Welt stabile menschliche Beziehungen entgegensetzen. Dr. Johanna Dahm betont, dass Mentoring eine Möglichkeit bietet, Wissen und Erfahrungen weiterzugeben und gleichzeitig Beziehungen aufzubauen, die für den beruflichen Erfolg von großer Bedeutung sein können.

Besonders in Zeiten des Fachkräftemangels kann Mentoring dazu beitragen, Talente zu fördern und langfristig an das Unternehmen zu binden. Ein erfolgreiches Mentoring-Programm kann somit zur Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit und -bindung beitragen und somit auch wirtschaftlich von Vorteil sein. All diese Faktoren machen Mentoring zu einem unverzichtbaren Bestandteil moderner Arbeitswelten und zeigen, dass es heute wichtiger denn je ist, auf Mentoring als Instrument der Personalentwicklung zu setzen. Drängende Fragen, komplexe Probleme werden gelöst, Karrieren samt Alternativen geplant und Führungskompetenzen entwickelt. Es ist an der Zeit, Mentoring in den Fokus zu rücken und diese wertvolle Ressource zu nutzen, um in einer unsicheren und volatilen Welt erfolgreich zu sein.

Dr. Johanna Dahm, Entscheidungsexpertin und CEO Dahm International Consulting, mit Sitz in Frankfurt, berät Menschen und Organisationen in der Geschäftsfeld-Entwicklung und Transformation. Bereits während der Finanzkrise 2007/08 verhalf sie DAX Unternehmen zur Stabilisierung, 2016-20 unterstützte sie mehrere globale Banken und Industrie-Unternehmen bei der Portfolio-Bereinigung und Reorganisation. Heute gehören Konzerne, Hidden Champions und Grown Ups zu ihren Kunden. Im Bourdon-Verlag publiziert sie ihre eigene Schriftenreihe „Atlas der Entscheider“. Mehr über Dahm International Consulting unter www.drjohannadahm.com.

Ein besonderes Angebot im September: Treffen Sie bessere Entscheidungen in 29 Minuten – GRATIS mit dem LinkedIn Kurs von Dr. Johanna Dahm https://shorturl.at/blDW7

Bild Dr. Johanna Dahm, Entscheidungsexpertin, (Mitte, dritte von rechts) begrüßte dreißig Teilnehmer der Organisation MentorMe

Quelle JANE UHLIG PR