Harsewinkel (dts Nachrichtenagentur) – Der Chef des Landmaschinenherstellers Claas, Jan-Hendrik Mohr, will sich trotz des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine nicht komplett aus seinem Russland-Geschäft verabschieden. „Wir können und wollen uns nicht aus einer der weltweit wichtigsten Landwirtschaftsregionen zurückziehen“, sagte Mohr der „Süddeutschen Zeitung“ (Montagsausgabe).
„Millionen Menschen in der Welt hungern“, so Mohr. „Grundsätzlich leisten wir mit unseren Maschinen einen Beitrag zur weltweiten Nahrungsmittelversorgung.“ Aufgrund der „sehr unsicheren Lage“ könne man allerdings auch „keine Prognosen machen“. Claas liefert nach wie vor Erntemaschinen wie Mähdrescher nach Russland, diese sind von den Sanktionen ausgenommen – anders als Traktoren, die als Hilfsfahrzeuge im Krieg eingesetzt werden können, deshalb als so genannte „Dual-use“-Produkte gelten und auf der Sanktionsliste stehen. Er halte es für „richtig“, dass „Landtechnik zum Teil von den Sanktionen ausgenommen wurde, ebenso wie Arzneimittel oder Medizintechnik“. Dass Russland das Getreideabkommen gestoppt hat, sei „frustrierend“, so der Claas-Chef. Dies verändere „die Warenströme und die Preise“ und treffe die „Ärmsten der Armen“. „Russland trifft es noch am wenigsten, dort gibt es Weizen im Überfluss“, so Mohr. „Es trifft auch uns in Europa weniger, weil wir die Kaufkraft haben, um Nahrungsmittel anderen wegzukaufen.“ Mohr sieht darin „ein humanitäres Dilemma“. „Evident“ und deutlich spürbar seien die verheerenden Auswirkungen des Klimawandels auf die Landwirtschaft. Diese leide „unter Trockenheit, Wassermangel, und dann wieder Starkregen“.
Es seien „Phänomene, die es in der Form früher nicht gegeben“ habe. Noch sehe er nicht, dass ganze Märkte wegen des Klimawandels wegbrächen, weil diese nicht mehr zu bewirtschaften seien. Allerdings: „Ausschließen“ könne man „dies für die Zukunft nicht“.
Foto: Winterweizen in frühem Stadium (Archiv), über dts Nachrichtenagentur
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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Immer mehr Deutsche können sich nicht jeden zweiten Tag eine Mahlzeit mit Fleisch, Geflügel oder Fisch leisten. Eine gleichwertige vegetarische Mahlzeit können sie ebenfalls nicht bezahlen, wie aus neuen Eurostat-Daten für 2022 hervorgeht, welche die Linksfraktion beim Statistischen Bundesamt erfragt hat und über die das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ berichtet. 
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – In der Ampel bahnt sich neuer Streit um Waffenlieferungen für die Ukraine an. Der Grünen-Politiker Robin Wagener hat die Abgabe von Taurus-Marschflugkörpern an Kiew gefordert. 
München (dts Nachrichtenagentur) – Mit Blick auf die Gewalttat in Langweid am Lech fordern Bayerns Linke strengere Waffengesetze. „Sportwaffen, die tödlich sind, sollten grundsätzlich verboten werden“, sagte Kathrin Flach Gomez, Landessprecherin der Partei, der „Münchner Abendzeitung“ (Montagsausgabe). 
Potsdam (dts Nachrichtenagentur) – Der Klimaforscher Stefan Rahmstorf warnt vor den Folgen der immer schnelleren Erwärmung der Meere. Es könne zu „krasseren Niederschlägen, aber auch krasseren Gewittern“ kommen, „weil die ihre Energie eben auch daraus ziehen, dass dann der Wasserdampf Tröpfchen bildet und damit Wärmeenergie freigesetzt wird“, sagte der Ozeanograf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung im Deutschlandfunk. 
Spa (dts Nachrichtenagentur) – Red-Bull-Pilot Max Verstappen hat seine Siegesserie fortgesetzt und auch das Formel-1-Rennen in Belgien gewonnen. Der WM-Führende fuhr am Sonntag in Spa vor seinem Teamkollegen Sergio Pérez und Charles Leclerc (Ferrari) über die Ziellinie. 
Fürth (dts Nachrichtenagentur) – Zum Abschluss des ersten Spieltags der neuen Zweitliga-Saison hat die SpVgg Greuther Fürth 5:0 gegen den SC Paderborn gewonnen und damit die Tabellenführung übernommen. Die Mannschaft von Trainer Alexander Zorniger profitierte am Sonntag davon, dass sie ab der 8. Minute nach einer Roten Karte für Visar Musliu in Überzahl spielen konnte. 
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter hat mögliche Drohnenangriffe der Ukraine auf Russland verteidigt und sie zudem für nötig erklärt, um die russische Bevölkerung über den Angriffskrieg zu informieren. „Es muss der Ukraine zugestanden werden, auch militärische Ziele auf russischem Gebiet anzugreifen“, sagte der außenpolitische Obmann der Unionsbundestagsfraktion dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. 
München (dts Nachrichtenagentur) – Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hält ein neues Konjunkturprogramm für wichtiger als Einsparungen im Bundeshaushalt. „Statt Kürzungen im Bundeshaushalt bräuchte es daher ein ambitioniertes Bau- und Mittelstandsprogramm“, sagte Söder dem „Handelsblatt“ (Montagsausgabe).