Start Blog Seite 2205

Claas will Russland weiter beliefern

0

Winterweizen in frühem Stadium (Archiv), über dts NachrichtenagenturHarsewinkel (dts Nachrichtenagentur) – Der Chef des Landmaschinenherstellers Claas, Jan-Hendrik Mohr, will sich trotz des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine nicht komplett aus seinem Russland-Geschäft verabschieden. „Wir können und wollen uns nicht aus einer der weltweit wichtigsten Landwirtschaftsregionen zurückziehen“, sagte Mohr der „Süddeutschen Zeitung“ (Montagsausgabe).

„Millionen Menschen in der Welt hungern“, so Mohr. „Grundsätzlich leisten wir mit unseren Maschinen einen Beitrag zur weltweiten Nahrungsmittelversorgung.“ Aufgrund der „sehr unsicheren Lage“ könne man allerdings auch „keine Prognosen machen“. Claas liefert nach wie vor Erntemaschinen wie Mähdrescher nach Russland, diese sind von den Sanktionen ausgenommen – anders als Traktoren, die als Hilfsfahrzeuge im Krieg eingesetzt werden können, deshalb als so genannte „Dual-use“-Produkte gelten und auf der Sanktionsliste stehen. Er halte es für „richtig“, dass „Landtechnik zum Teil von den Sanktionen ausgenommen wurde, ebenso wie Arzneimittel oder Medizintechnik“. Dass Russland das Getreideabkommen gestoppt hat, sei „frustrierend“, so der Claas-Chef. Dies verändere „die Warenströme und die Preise“ und treffe die „Ärmsten der Armen“. „Russland trifft es noch am wenigsten, dort gibt es Weizen im Überfluss“, so Mohr. „Es trifft auch uns in Europa weniger, weil wir die Kaufkraft haben, um Nahrungsmittel anderen wegzukaufen.“ Mohr sieht darin „ein humanitäres Dilemma“. „Evident“ und deutlich spürbar seien die verheerenden Auswirkungen des Klimawandels auf die Landwirtschaft. Diese leide „unter Trockenheit, Wassermangel, und dann wieder Starkregen“.

Es seien „Phänomene, die es in der Form früher nicht gegeben“ habe. Noch sehe er nicht, dass ganze Märkte wegen des Klimawandels wegbrächen, weil diese nicht mehr zu bewirtschaften seien. Allerdings: „Ausschließen“ könne man „dies für die Zukunft nicht“.


Foto: Winterweizen in frühem Stadium (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Immer mehr Bürger können sich regelmäßige Mahlzeiten nicht leisten

0

Pommes mit Wiener Schnitzel (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Immer mehr Deutsche können sich nicht jeden zweiten Tag eine Mahlzeit mit Fleisch, Geflügel oder Fisch leisten. Eine gleichwertige vegetarische Mahlzeit können sie ebenfalls nicht bezahlen, wie aus neuen Eurostat-Daten für 2022 hervorgeht, welche die Linksfraktion beim Statistischen Bundesamt erfragt hat und über die das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ berichtet.

Abgefragt wurde die „finanzielle Unfähigkeit, sich jeden zweiten Tag eine Mahlzeit mit Fleisch, Geflügel oder Fisch (oder eine entsprechende vegetarische Mahlzeit) zu leisten“. Die Gruppe der Betroffenen ist größer geworden: Im Jahr 2021 traf das noch auf 10,5 Prozent der Deutschen zu, im vergangenen Jahr auf 11,4 Prozent. Das sind knapp zehn Millionen Menschen in Deutschland. Besonders stark betroffen sind den Daten zufolge Alleinerziehende: 19,3 Prozent – also fast jede fünfte alleinstehende Person mit Kindern – sind nicht in der Lage, sich alle zwei Tage mit Fleisch oder Fisch oder einer gleichwertigen vegetarischen Mahlzeit zu ernähren. Hier gibt es den Daten zufolge auch einen beträchtlichen Anstieg von 2021 zu 2022: von 16,7 auf 19,3 Prozent. Linksfraktionschef Dietmar Bartsch kritisierte: „Nichts hat die Bundesregierung gegen die Preisexplosionen bei Lebensmitteln getan. Der Supermarkt ist zum Hort des Abkassierens geworden. Je höher die Preise, desto höher die Nudeln-mit-Ketchup-Quote.“

Der Linken-Politiker pochte auf die Reduzierung der Mehrwertsteuer auf 0: „Wir brauchen mindestens eine zeitweise Aussetzung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel, konsequente staatliche Preiskontrollen bei den Supermarktkonzernen und die Einführung einer echten Kindergrundsicherung.“


Foto: Pommes mit Wiener Schnitzel (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Grüne fordern Marschflugkörper für Kiew – SPD widerspricht

0

Reichstagskuppel bei Sonnenaufgang (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – In der Ampel bahnt sich neuer Streit um Waffenlieferungen für die Ukraine an. Der Grünen-Politiker Robin Wagener hat die Abgabe von Taurus-Marschflugkörpern an Kiew gefordert.

„Gerade in der aktuellen Phase ist deutlich: Die Ukraine braucht präzise Waffen mit größerer Reichweite, um Munitionsdepots, Kommandoposten, Abschussorte, und Logistikzenten ausschalten zu können“, sagte der Koordinator für die zwischengesellschaftliche Zusammenarbeit mit dem südlichen Kaukasus, Moldau und Zentralasien im Auswärtigen Amt, am Sonntag dem „Spiegel“. „Bereits heute setzt die Ukraine erfolgreich, angemessen und unter den vereinbarten Bedingungen französische und britische Marschflugkörper ein, und deswegen sehe ich keinen grundsätzlichen Grund, die deutschen Taurus-Raketen nicht zu liefern“, so Wagener. Aus der SPD kommt jedoch Widerspruch: „Die Lieferung von Marschflugkörpern sehe ich kritisch“, sagte der SPD-Außenpolitiker Ralf Stegner dem „Spiegel“. Weitreichende Offensivwaffen, Drohnen oder auch Streumunition „bewirken eher eine Ausweitung der Eskalationsgefahren als die schnellstmögliche Beendigung des Krieges mit all seinen furchtbaren Begleiterscheinungen“, betont er.

Der SPD-Verteidigungspolitiker Joe Weingarten sagte: „Wir konzentrieren uns bei der Ukraine-Hilfe auf das, mit dem wir am besten helfen können: Artillerie, Logistik, Luftabwehr und gepanzerte Fahrzeuge.“ Bei den Taurus-Flugkörpern gebe es hingegen „eine Vielzahl technischer und logistischer Fragen“, so Weingarten. „Sie würden die militärische Position der Ukraine auch nicht grundsätzlich verbessern“, hob er gegenüber dem „Spiegel“ hervor. Christian Mölling, stellvertretender Direktor des Forschungsinstituts der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik und Leiter des Zentrums für Sicherheit und Verteidigung, kritisierte hingegen die bisherige Linie Berlins.

„Die Bundesregierung ist leider in die Hasenfüßigkeit zurückgefallen“, sagte er dem „Spiegel“. Sie habe keinen Plan für die rasche Beendigung des Krieges und schiele stets auf die USA. „Es spricht alles für die Lieferung von Taurus-Waffen und nichts dagegen“, betonte Mölling. Völkerrechtlich sei es „kein Problem“, ein militärisches Ziel auf russischem Staatsgebiet anzugreifen, sagte Mölling – schränkte aber ein: „Ein militärisches Ziel ist kein Einkaufszentrum.“

In der vergangenen Woche wurde ein Moskauer Einkaufszentrum nach einem ukrainischen Drohnenangriff beschädigt. „Drohnen auf Einkaufszentren fliegen zu lassen, ist sicherlich etwas, womit man sich im Westen keine Unterstützung sichert“, mahnte Mölling. Der CDU-Außenpolitiker Kiesewetter äußerte hingegen Verständnis für solche Attacken. „Die Drohnenangriffe auf Moskau haben sehr geringe Auswirkungen“, sagt er.

„Sie sind nötig, um die Desinformation der russischen Bevölkerung zu durchbrechen und sie über den völkerrechtswidrigen Krieg gegen die Ukraine zu informieren“, sagte er dem „Spiegel“. Er bekräftigte seine Forderung nach Marschflugkörpern für Kiew: „Mit Taurus ließen sich die russischen Truppen auf der Krim von den russischen Versorgungslinien abschneiden, damit Russland die Krim aufgeben muss.“ Auch Florian Hahn, verteidigungspolitischer Sprecher der Union im Bundestag, warb dafür: „Wenn es technisch möglich und sinnvoll ist, spricht nichts dagegen“, sagte der CSU-Politiker dem „Spiegel“. Im Falle einer Abgabe aus Bundeswehrbeständen müsse jedoch sofort die Nachbeschaffung eingeleitet werden.


Foto: Reichstagskuppel bei Sonnenaufgang (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Verstappen gewinnt Großen Preis von Belgien

0

Spa (dts Nachrichtenagentur) – Red-Bull-Pilot Max Verstappen hat seine Siegesserie fortgesetzt und auch das Formel-1-Rennen in Belgien gewonnen. Die dts Nachrichtenagentur sendet in Kürze weitere Informationen.

Foto/Quelle: dts

Rufe aus Linkspartei nach strengeren Waffengesetzen

0

Sportwaffen (Archiv), über dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Mit Blick auf die Gewalttat in Langweid am Lech fordern Bayerns Linke strengere Waffengesetze. „Sportwaffen, die tödlich sind, sollten grundsätzlich verboten werden“, sagte Kathrin Flach Gomez, Landessprecherin der Partei, der „Münchner Abendzeitung“ (Montagsausgabe).

Zudem seien strengere Kontrollen von Waffenbesitzern nötig. Hierfür müsse mehr Personal eingestellt werden. „Dieser Wahnsinn muss ein Ende haben“, so Flach Gomez. Ein Deutscher steht im Verdacht, am Freitagabend in Langweid bei Augsburg drei seiner Nachbarn in einem Mehrfamilienhaus erschossen zu haben.

Danach soll er in einem anderen Haus eine 32-jährige Frau und einen 44-jährigen Mann mit Schüssen schwer verletzt haben. Als Sportschütze besaß er die Waffe legal.


Foto: Sportwaffen (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Ozeanograf warnt vor Folgen der Meereserwärmung

0

Sonnenuntergang über dem Meer (Archiv), über dts NachrichtenagenturPotsdam (dts Nachrichtenagentur) – Der Klimaforscher Stefan Rahmstorf warnt vor den Folgen der immer schnelleren Erwärmung der Meere. Es könne zu „krasseren Niederschlägen, aber auch krasseren Gewittern“ kommen, „weil die ihre Energie eben auch daraus ziehen, dass dann der Wasserdampf Tröpfchen bildet und damit Wärmeenergie freigesetzt wird“, sagte der Ozeanograf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung im Deutschlandfunk.

Das sei auch bei tropischen Wirbelstürmen so. „Die ziehen ihre Energie erst mal aus dem warmen Meerwasser und erzeugen einen starken Auftrieb von feuchten Luftmassen, die dann eben auch kondensieren, dieser Wasserdampf.“ Und das sei auch eben eine große Quelle von Extremniederschlägen und Energie in der Atmosphäre, so Rahmstorf.


Foto: Sonnenuntergang über dem Meer (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Formel 1: Verstappen gewinnt auch in Spa

0

Max Verstappen / Red Bull (Archiv), über dts NachrichtenagenturSpa (dts Nachrichtenagentur) – Red-Bull-Pilot Max Verstappen hat seine Siegesserie fortgesetzt und auch das Formel-1-Rennen in Belgien gewonnen. Der WM-Führende fuhr am Sonntag in Spa vor seinem Teamkollegen Sergio Pérez und Charles Leclerc (Ferrari) über die Ziellinie.

Verstappen war zwar wegen einer Strafversetzung nur von der fünften Startposition ins Rennen gegangen, er konnte aber in der 17. Runde die Führung übernehmen. Im Anschluss kam es vereinzelt zu Regen, der aber kaum Auswirkungen auf das Renngeschehen hatte – das im Vorfeld befürchtete Regenchaos blieb aus. So sprang am Ende der achte Sieg in Folge für den Niederländer sowie der 13. Erfolg in Serie für Red Bull heraus. Auf den Punkterängen hinter dem Podium landeten am Sonntag Lewis Hamilton (Mercedes), Fernando Alonso (Aston Martin), George Russell (Mercedes), Lando Norris (McLaren) und Esteban Ocon (Alpine).

Lance Stroll (Aston Martin) holte auf Rang neun zwei Punkte für die WM-Wertung, Yuki Tsunoda (Alpha Tauri) auf dem zehnten Platz einen Punkt. Der einzige deutsche Pilot Nico Hülkenberg (Haas) landete in Belgien auf dem 18. Rang. Das nächste Rennen findet in vier Wochen in den Niederlanden statt.


Foto: Max Verstappen / Red Bull (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

2. Bundesliga: Fürth gewinnt in Überzahl gegen Paderborn

0

Spieler von Greuther Fürth (Archiv), über dts NachrichtenagenturFürth (dts Nachrichtenagentur) – Zum Abschluss des ersten Spieltags der neuen Zweitliga-Saison hat die SpVgg Greuther Fürth 5:0 gegen den SC Paderborn gewonnen und damit die Tabellenführung übernommen. Die Mannschaft von Trainer Alexander Zorniger profitierte am Sonntag davon, dass sie ab der 8. Minute nach einer Roten Karte für Visar Musliu in Überzahl spielen konnte.

Mit zunehmender Spielzeit fielen die Gäste deshalb immer weiter auseinander. Nach Toren von Branimir Hrgota (35. und 45. Minute) sowie Tim Lemperle (43.) gingen die Fürther mit einer komfortablen Führung in die Pause. Im zweiten Durchgang war der Sieg für die Kleeblättler dann ungefährdet. Für den Endstand sorgten schließlich Armindo Sieb (64.) und Damian Michalski (77.).

Für Fürth geht es am Samstag in Kiel weiter, Paderborn ist schon am Freitag gegen Osnabrück gefordert. Die Ergebnisse der Parallelbegegnungen vom Sonntagnachmittag: Eintracht Braunschweig – Holstein Kiel 0:1, Hansa Rostock – 1. FC Nürnberg 2:0.


Foto: Spieler von Greuther Fürth (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Kiesewetter verteidigt ukrainische Drohnenangriffe auf Russland

0

Blick über Moskau mit dem Kreml (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter hat mögliche Drohnenangriffe der Ukraine auf Russland verteidigt und sie zudem für nötig erklärt, um die russische Bevölkerung über den Angriffskrieg zu informieren. „Es muss der Ukraine zugestanden werden, auch militärische Ziele auf russischem Gebiet anzugreifen“, sagte der außenpolitische Obmann der Unionsbundestagsfraktion dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

Das sei nicht nur „völkerrechtlich zulässig“, sondern dort „geboten“, wo diese Einrichtungen genutzt werden, die Ukraine und ihre Zivilbevölkerung zu bekämpfen. „Drohnenangriffe auf Moskau mit sehr geringen Auswirkungen sind auch deshalb nötig, weil sie die russische Bevölkerung trotz der Fehlinfos über den völkerrechtswidrigen Krieg Russlands gegen die Ukraine informieren.“


Foto: Blick über Moskau mit dem Kreml (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Söder will Konjunkturprogramm statt Kürzungen im Bundeshaushalt

0

Bauarbeiten an einer Gleisanlage (Archiv), über dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hält ein neues Konjunkturprogramm für wichtiger als Einsparungen im Bundeshaushalt. „Statt Kürzungen im Bundeshaushalt bräuchte es daher ein ambitioniertes Bau- und Mittelstandsprogramm“, sagte Söder dem „Handelsblatt“ (Montagsausgabe).

„Unser Vorschlag ist ein sofortiges Konjunkturprogramm, mit dem Industrie, Mittelstand und Handwerk stabilisiert werden“, so Söder weiter. Sein Vorschlag für ein Konjunkturprogramm beinhaltet eine Senkung der Energiesteuern auf das europäische Mindestmaß, die Mehrwertsteuer auf alle Grundnahrungsmittel solle wegfallen und die Erbschaftsteuer auf das Elternhaus müsse weg. Zudem müsste der Bund den Bau von Schulen, Straßen und Brücken ankurbeln, um die zurückgehende Nachfrage abzufedern. Details zur Finanzierung ließ Söder offen.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) und Finanzminister Christian Lindner (FDP) hatten am Freitag erklärt, ein Konjunkturprogramm abzulehnen. Habeck hatte alternativ auf weitere Investitionen sowie seinen Vorschlag für einen Industriestrompreis verwiesen. Söder entgegnete nun: „Ein gedeckelter Strompreis für die Industrie reicht nicht.“


Foto: Bauarbeiten an einer Gleisanlage (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts