Start Blog Seite 2361

10 Tipps vom Business-Coach speziell für Jungunternehmer

0
coach

Die Geschäftsidee ist gefunden, nun geht es nur noch darum, diese auch umzusetzen. Die meisten Gründer und Jungunternehmer sind motiviert bis in die Haarspitzen. Aber Obacht!

Gerade die Euphorie führt oft auch zu den typischen Anfängerfehlern, die Business Coach Maximilian Schreiber nur allzu gut kennt.

Die Gründung eines Unternehmens sollte wohl durchdacht und organisiert sein, damit die Akteure keine Fehler einbauen, die der Position auf dem Markt nur schaden würden. Oft ist es pure Unwissenheit, die die dazu führt, dass man sich das Leben bzw. das Geschäft unnötig schwer macht. Dies weiß Maximilian Schreiber aus Erfahrung, hat er doch schon viele Unternehmer unterstützt und hat dazu hilfreiche Tipps auf Lager. Doch was genau sind nun die häufigsten Stolpersteine bei der Gründung?

Tipp 1: Der richtiger Mentor als Ratgeber

Jede Branche hat ihre spezifischen Eigenheiten und als Neuling kann man vieles einfach noch gar nicht wissen. Ein Mentor oder Business Angel, den die örtliche IHK meist sogar kostenlos vermitteln kann, ist in der Lage, dich darüber aufzuklären. Womöglich kannst du darüber auch schon die ersten geschäftlichen Kontakte knüpfen.

Tipp 2: Stetige unternehmerische Weiterbildung ist gefragt

Das Unternehmertum ist in stetigem Wandel begriffen und das eine Erfolgsrezept gibt es schlicht nicht. Und wenn es das doch gibt, dann heißt es: Du musst immer am Ball bleiben! Es ist nicht auszuschließen, dass dein Unternehmen so erfolgreich wird, dass es dir über den Kopf wächst. Um dies zu vermeiden, bilde dich entweder selbst weiter oder engagiere einen Experten für Unternehmenswachstum.

Tipp 3: Erlerne die wichtigsten Führungsskills

Die streng hierarchische Struktur von Unternehmen hat ausgedient. Heutzutage ist das agile Arbeiten Trumpf, bei dem der Vorgesetzte eher begleitend als Coach agiert. Das steigert die Motivation immens. Spezielle Coaches sind darauf spezialisiert, die agile Arbeitsweise zu etablieren.

Tipp 4: Prozesse da automatisieren und digitalisieren, wo es Sinn macht

Automatisierte Prozesse sorgen dafür, dass es keinen Stapel von unerledigten Aufgaben gibt. Digitalisierte Skalierungstools steuern Prozesse meist schneller und zuverlässiger, als es die menschliche Arbeitskraft vermag.

Tipp 5: Eigne dir finanzielle Bildung an

Ein Fehler, den viele machen, besteht darin, die Finanzen des Unternehmens nicht im Griff zu haben. Auch wenn ein Steuerberater bereits engagiert und praktisch Pflicht ist, solltest du über die grundlegenden Dinge Bescheid wissen, denn Fehler in diesem Bereich können dich wahrlich teuer zu stehen kommen.

Tipp 6: Du brauchst einen Kompagnon

Vier Augen sehen mehr als zwei! Auch wenn das Unternehmen vielleicht deine Idee war, du brauchst unbedingt einen Sparringspartner oder Geschäftspartner, um wichtige Entscheidungen aus verschiedenen Perspektiven betrachten zu können. Bei unternehmerischen Entscheidungen ist die Verantwortung für eine Einzelperson oft zu groß und die Abstimmung mit jemandem gibt dir ein zusätzliches Maß an Sicherheit.

Tipp 7: Überfordernde Aufgaben besser abdelegieren

Jeder Mensch hat Stärken und Schwächen, das ist ganz normal. Wenn du etwas von Natur aus nicht gut kannst und das auch weißt, solltest du diese Aufgaben lieber delegieren und dich deinen Stärken widmen, und so das Unternehmen voranbringen.

Tipp 8: Auf fachspezifische Weiterbildung der Mitarbeiter setzen

Lasse deinen Mitarbeitern regelmäßige Weiterbildungen zukommen,  wobei du nach dem Qualifizierungschancengesetz auch Zuschüsse erhältst. Außerdem steigern diese Programme auch die gefühlte Wertschätzung innerhalb der Belegschaft.

Tipp 9: Hebelwirkung bei den Fördermitteln einsetzen

Es lohnt sich, die Projektkosten mit Fördermitteln zu hebeln, weil du damit die Eigenkapital-Quote für die Kosten gering hältst und gleichzeitig das Eigenkapital stärkst und damit die Bonität erhöhst.

Tipp 10: Eine gute Bonität verschafft mehr finanziellen Spielraum

Um die Bonität auf ein gutes Niveau zu bewegen, ist eine offene Kommunikation mit der Bank ausschlaggebend. Auch für diesen Bereich gibt es Coaches, die dir erklären können, wie du geschickt taktierst und Geldgeber von deinem Vorhaben überzeugen kannst.

Autor

Maximilian Schreiber ist Gründerberater, Fördermittelexperte und Geschäftsführer der RSC GmbH. In seiner über zehn Jahre währenden Tätigkeit als Unternehmer hat er ein umfangreiches Wissen zur Fördermittelthematik aufgebaut, was er heute gerne in Coachings weitergibt.

www.rsc-foerderung.com

Bildquelle Fördermittelberatung | RSC GmbH

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Spitzenforschung am IZB München stößt auf großes Interesse 

0
biotech startups

Die Biotech-Start-ups schlossen im ersten Halbjahr 2022 Deals von über 170 Millionen Euro und hochkarätige Partnerschaften ab

Das Innovations- und Gründerzentrum Biotechnologie (IZB), eines der führenden Biotechnologiezentren in Europa mit über 50 ansässigen Biotech Start-ups, zieht heute ein positives Resümee über die Entwicklungen im ersten Halbjahr 2022. „Wir sind unglaublich stolz auf die Fortschritte, die die Start-ups im IZB in diesem Jahr gemacht haben. Die innovative Wissenschaft und die Spitzentechnologien, an denen hier gearbeitet wird, stoßen weiterhin auf großes Interesse bei Life-Science-Investoren, die die Start-ups allein in diesem Halbjahr mit Anschlussfinanzierungen von rund 170 Mio. Euro unterstützt haben“, sagt Dr. Peter Hanns Zobel, Geschäftsführer des Innovations- und Gründerzentrums Biotechnologie.

„Darüber hinaus ist es spannend zu sehen, wie es aktuellen und ehemaligen IZB-Start-ups gelingt, langfristige Kooperationen mit großen Biotech- und Pharmaunternehmen einzugehen und ihre Führungsteams um anerkannte Branchenexperten zu ergänzen. Besonders freue ich mich, dass unsere renommierte IZB Biotech Press Lounge nach einer zweijährigen Corona-Pause als Hybrid-Veranstaltung zurückgekehrt ist und auf mehr Interesse denn je stößt.“

Erfolgreiches Halbjahr für Anschlussfinanzierungen von IZB-Start-ups

PreOmics GmbH, ein Entwickler von Probenverarbeitungstechnologien für die proteomische Analyse mittels Massenspektrometrie, hat das Jahr erfolgreich mit einer Serie-B-Finanzierungsrunde begonnen und im Januar 13,5 Mio. Euro von der Bruker Corporation (Nasdaq: BRKR) erhalten. Die finanzielle Beteiligung von Bruker und wissenschaftliche Kollaboration wird es dem Start-up ermöglichen, die Forschung, Entwicklung und Kommerzialisierung von Proteomik-Technologien zu beschleunigen.

Das US-Joint-Venture der Origenis GmbH und des U.S. Venture Investors Kleiner Perkins, Neuron23 Inc. hat im April eine erfolgreiche Serie-C-Finanzierung in Höhe von 100 Mio. USD (ca. 95 Mio. Euro) unter Führung des SoftBank Vision Fund 2 abgeschlossen. Bestehende Investoren der Serien A und B beteiligten sich ebenfalls an der neuen Finanzierungsrunde, wodurch sich die Gesamtfinanzierung des Unternehmens auf 213,5 Mio. USD erhöht. Neuron23 konzentriert sich auf die Entwicklung von Präzisionsarzneimitteln für genetisch definierte neurologische und immunologische Krankheiten und hat kürzlich einen klinischen Kandidaten für die Parkinson-Krankheit nominiert.

Im Mai gab Tubulis, ein 2019 gegründetes Biotech-Start-up mit neuartigen Technologien zur Verbesserung von Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten (ADCs), eine erfolgreiche Serie-B-Finanzierungsrunde über 60 Mio. Euro unter Führung von Andera Partners bekannt. Neben allen bestehenden Investoren beteiligten sich auch zwei neue Investoren, Evotec und Fund+, an der Finanzierung.  Das neue Kapital wird verwendet, um Tubulis’ firmeneigene Pipeline von einzigartig zusammengestellten Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten (ADCs) in Richtung der klinischen Bewertung voranzutreiben und Programme für eine Reihe von Indikationen für solide Tumore einzuführen. Im Juni zog das Start-up ins IZB ein.

Hochkarätige Partnerschaften mit internationalen Biotech- und Pharmaunternehmen

adivo GmbH, ein führendes Unternehmen in der Erforschung speziesspezifischer therapeutischer Antikörper für Haustiere, gab im Juli die Ausweitung einer globalen Forschungskooperation mit einem der führenden Unternehmen der Tiermedizin bekannt. Die ursprüngliche Vereinbarung, die im Dezember 2020 unterzeichnet wurde, umfasst nun die gemeinsame Entdeckung und Entwicklung von therapeutischen monoklonalen Antikörpern für Katzen, zusätzlich zu den laufenden Forschungsprojekten, die sich mit schweren Krankheiten bei Hunden befassen.

Die Nachricht markiert auch die Markteinführung von adivos neuartiger, katzen-spezifischer Antikörperbibliothek FELIX, der ersten vollsynthetischen Quelle für therapeutische Antikörper auf dem Markt. adivo erhält Forschungsgelder, erfolgsabhängige Meilensteine und Tantiemen auf vermarktete Produkte. Die weiteren finanziellen Bedingungen der Vereinbarung wurden nicht bekannt gegeben.

Sirana Pharma, ein Biotechnologieunternehmen mit Fokus auf der Entwicklung innovativer und wirksamer Therapien von Muskel- und Knochenerkrankungen mit ungedecktem medizinischem Bedarf, kooperiert seit Juni mit Pfizer, um eine neue Therapie für eine seltene Knochenkrankheit zu entwickeln. Die Zusammenarbeit nutzt Siranas proprietären, zielgerichteten miRNA-Ansatz, um potenzielle Kandidaten für die regenerative Reparatur von erkranktem Muskel- und Knochengewebe zu identifizieren. 

Ebenfalls im Juni veröffentlichte mk2 Biotechnologies, ein Unternehmen, das Peptide mit Hilfe einer revolutionären Synthesetechnologie entwickelt, eine Kollaboration mit WACKER und der Technischen Universität München (TUM) für ein Verfahren zur Herstellung von antimikrobiellen Peptiden (AMPs) im großen Maßstab. Das Projekt hat eine Laufzeit von zwei Jahren und zielt auf die Einführung industriell geeigneter AMPs als nachhaltige Alternative zu künstlichen Konservierungsmitteln.

Proteros biostructures, ein Experte für integrierte strukturbasierte Wirkstoffforschung, hat im Mai dieses Jahres seine Kooperationsvereinbarung mit AstraZeneca zur Entdeckung und Entwicklung neuartiger epigenetischer Medikamente erweitert. Der IZB-Alumnus erhält bis zu 75 Mio. USD (rund 71 Mio. Euro) an Forschungsgeldern sowie an erfolgsabhängigen Forschungs-, Entwicklungs- und Vermarktungsmeilensteinen und gestaffelten Lizenzgebühren auf den jährlichen Nettoumsatz.

Die mehrjährige Zusammenarbeit verbindet die Expertise von Proteros bei der Identifizierung und Charakterisierung von Inhibitoren mit neuartigen Bindungsmechanismen für technisch anspruchsvolle Zielmoleküle mit der führenden Rolle von AstraZeneca bei der Erforschung und Entwicklung von Krebsmedikamenten. 

Ein weiterer IZB-Alumnus, ViGeneron, ein Gentherapieunternehmen der nächsten Generation, gab in der ersten Jahreshälfte 2022 nicht nur eine, sondern gleich zwei Kooperationen mit hochkarätigen internationalen Unternehmen bekannt.

Die strategische Zusammenarbeit mit Regeneron ermöglicht es dem Unternehmen, seine neuartigen rekombinanten Adeno-assoziierten Virusvektoren (vgAAVs) zur Behandlung einer vererbten Netzhauterkrankung (IRD) einzusetzen, während die Folgekooperation mit Daiichi Sankyo auf die Entwicklung einer neuartigen vgAAV-basierten Gentherapie für weit verbreitete Augenerkrankungen abzielt. Die finanziellen Einzelheiten der beiden Kooperationen wurden nicht bekannt gegeben.

Neue Start-ups im IZB und innovative Erfindungen 

Am IZB wird in den unterschiedlichsten Bereichen geforscht, nicht nur in der medizinischen, sondern auch in der industriellen Biotechnologie. So hat Origin.Bio, die mit Hilfe der synthetischen Biologie Rohstoff-Alternativen nachhaltig und im industriellen Maßstab herstellen und dadurch Petrochemikalien langfristig überflüssig machen wollen, im Februar dieses Jahres eine Heimat im IZB gefunden. Der Geschäftsführer des Unternehmens, Jens Klein, hingegen ist kein Neuling auf dem Campus, da er zuvor viele Jahre als Geschäftsführer der AMSilk GmbH tätig war.

Anfang des Jahres hat SCG Cell Therapy Pte. Ltd, ein in Singapur ansässiges Biotechnologie-Unternehmen, das sich auf die Entwicklung neuartiger Immuntherapien für Patienten mit Infektionen und infektionsbedingten Krebserkrankungen konzentriert, beschlossen, einen neuen Forschungs- und Entwicklungsstandort in Deutschland zu eröffnen und das IZB als geeigneten Standort ausgewählt, um das Portfolio des Unternehmens an innovativen Immuntherapieprodukten und -plattformen zu erweitern. SCG Cell verfügt bereits über Standorte in Singapur und China.

4GENE, ein auf glykosylierte Materialien spezialisiertes Unternehmen, hat eine innovative Lösung zur Erkennung von Brandrisiken durch Warngeruchssignale entwickelt. Die gebundenen Warngerüche können als Aufkleber oder als Beschichtung auf Oberflächen aufgebracht werden und werden freigesetzt, wenn eine kritische Temperatur überschritten wird.

Das Unternehmen nennt diesen Mechanismus „SNIFF and SAVE“ und hat dafür bereits ein Patent erhalten. 4GENE arbeitet derzeit daran, die Schwellentemperatur von derzeit 130°C auf 100°C und 80° zu senken, was bei bestimmten Anwendungen von essenziellem Nutzen sein kann.

LINDIS Biotech, ein biopharmazeutisches Unternehmen, das sich auf die Entwicklung einer neuen Klasse von bispezifischen T-Zell-Antikörpern spezialisiert hat, präsentierte auf der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) Zwischenergebnisse der Phase-I-Dosiseskalationsstudie Catunibla mit CATUMAXOMAB. Die Studie bewertet die Sicherheit und Wirksamkeit des Antikörpers des Unternehmens als potenzielle erste immunonkologische Behandlungsoption für nicht-muskelinvasiven Blasenkrebs (NMIBC).

Die ersten Ergebnisse sind ermutigend und nach Abschluss der Phase I werden die Daten auf weiteren wissenschaftlichen Konferenzen vorgestellt.

Verstärkung der Management-Teams

Die IZB-Start-ups haben ihre Führungsteams im ersten Halbjahr deutlich verstärkt. Die AMSilk GmbH, ein weltweit führender Anbieter von innovativen, biobasierten Hochleistungsseidenmaterialien, ergänzte ihr Management-Team um zwei zentrale Positionen: Der internationale Marketing- und Vertriebsexperte Benoît Cugnet gehört seit dem 1. Januar als Leiter des Geschäftsbereichs Fasern zum Führungsteam des Unternehmens, während Klaus Kjedal im Mai zum Chief Production Officer (CPO) und Managing Director ernannt wurde, um den kommerziellen Ausbau der Proteinproduktion von AMSilk zu leiten.

Im Mai ernannte die SciRhom GmbH, ein Entwickler therapeutischer Antikörper, Dr. Jan Poth zum neuen Chief Executive Officer, um die firmeneigene Pipeline von anti-iRhom2-Antikörpern voranzutreiben. Dr. Poth bringt umfangreiche internationale Erfahrung ins Unternehmen, nachdem er im Laufe seiner Karriere verschiedene Positionen entlang der pharmazeutischen Wertschöpfungskette innehatte, unter anderem als Therapeutic Area Head Immunology bei Boehringer Ingelheim. Als CEO folgt er auf Dr. Jens Ruhe, Mitgründer von SciRhom, der das Start-up als Chief Operating Officer weiter unterstützen wird. 

IZB Events

Nach einer zweijährigen Corona-Pause kehrte am 23. März die 14. Biotech PressLounge zurück. Das etablierte IZB-Netzwerktreffen brachte erstmals Journalisten und Multiplikatoren aus der Biotech-, Pharma- und Venture-Capital-Branche in einem Hybrid-Event zusammen. Rund 40 Gäste trafen sich im Internationalen Presseclub in München zu fünf inspirierenden Impulsvorträgen über medizinische Innovationen, die die Welt verändern, während über 200 Branchenvertreter die Veranstaltung per Live-Streaming verfolgten. Die nächste Biotech Press Lounge findet am 30. September 2022 im IZB statt. 

Auch der Wirtschaftsempfang im IZB konnte im Juni endlich wieder stattfinden und war mit über 50 Unternehmerinnen und Unternehmern ausgebucht. Gemeinsam mit den Gastgebern Kerstin Schreyer, MdL und Staatsministerin a.D., und Dr. Peter Hanns Zobel, Geschäftsführer IZB, folgten die Teilnehmer dem Impulsvortrag des Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. (vwv), Bertram Brossardt, über die Perspektiven der Bayerischen Wirtschaft vor dem Hintergrund aktueller Krisen und Herausforderungen und nutzten anschließend die Gelegenheit zum Networking. 

Auch der IZBrunch wurde im Sommer nach der Coronakrise wieder zum Leben erweckt. So konnten die die Campus-Sprecher:innen Prof. Magdalena Götz und Prof. Hanna Taipaleenmäki sowie die IZB-Start-ups mit Dr. Alexander Gebauer, GF Secarna Pharmaceuticals GmbH, und Dr. Jonas Helma-Smets, CSO der Tubulis GmbH, dafür gewonnen werden.  

Bild pixabay

Weitere Informationen finden Sie hier

Quelle  Fördergesellschaft IZB mbH

fast2work GmbH: 5.000 Euro für World Bicycle Relief

0
fast2work

Ronald Bankowsky, Gründer und Geschäftsführer von fast2work, hat am letzten Donnerstag 5.000 Euro an das Hilfsprojekt World Bicycle Relief gespendet.

Den Scheck nahm Frank Noe in Empfang, der das Projekt mit seiner Weltrekordaktion The 5000+ unterstützt. Die Aktion fand im Rahmen der weltgrößten Fahrradmesse Eurobike statt.

Der World Bicycle Relief möchte die Mobilität von Menschen in Entwicklungsländern fördern. Dafür wurden bereits über 650.000 Fahrräder übergeben, bis 2025 sollen es eine Million werden. Zu den Partnern zählt u.a. das Projekt The 5000+. Um Spenden zu sammeln, wird Fahrrad-Enthusiast Frank Noe in einem Heißluftballon die Alpen überqueren. Während der gesamten Fahrt in über 5.000 Metern Höhe wird er bei Temperaturen im zweistelligen Minus-Bereich auf einem Rollentrainer in die Pedale treten und so einen Weltrekord aufstellen.

Mit den 5.000 Euro von fast2work können nun weltweit weitere Fahrräder für bedürftige Menschen finanziert werden. Das Oldenburger Unternehmen hat vor wenigen Wochen die App Biketour.Guide auf den Markt gebracht. Diese dient als besonders präzises Navigationstool für Radler und zeigt zugleich Sehenswürdigkeiten an der Strecke an. Außerdem betreibt das Unternehmen die Webseite steigum.de, auf der sich das individuelle Einsparpotential zwischen Fahrrad- und Autofahrern errechnen lässt. Geschäftsführer Ronald Bankowsky zählt zu den Mobilitätspionieren in Deutschland und hat vor über zehn Jahren den Leasing-Anbieter mein-dienstrad.de gegründet.

Ronald Bankowsky: „Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, bis 2030 vier Millionen mehr Menschen vom Fahrradfahren zu begeistern. Deshalb hat uns auch die Idee des World Bicycle Reliefs sofort begeistert. Es gibt noch immer viele Orte auf der Welt, in denen ein Fahrrad keine Selbstverständlichkeit ist. Und Franks Aktion ist ideal, um darauf aufmerksam zu machen. Auch wenn es schade ist, dass er im Heißluftballon nicht so einfach anhalten und die Sehenswürdigkeiten, die unsere App ausspuckt, genießen kann.“

Frank Noe: „Wir hatten uns schon gedacht, dass Ronald Bankowsky unsere Idee cool findet und hatten ihn deshalb gezielt angesprochen. Wir freuen uns sehr über seine großzügige Spende für den World Bicycle Relief. Hierzulande wird immer von dem Weg zum Fahrradland gesprochen, aber vielleicht können wir irgendwann von einer Fahrradwelt sprechen, denn – und da spreche ich auch für Ronald – Radfahren ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für die Seele.“

Bild V.l.n.r.: Ronald Bankowsky (fast2work), Stefanie Burkert und Claire Geiger (World Bicycle Relief), Frank Noe (The 5000+) bei der Spendenübergabe

Quelle TEAM CODE ZERO

Erfrischendes für heisse Sommertage von Planet Plant-Based 

0
Rezeptideen

Wir zeigen der Hitze die kalte Schulter – die erfrischenden Rezeptideen von Planet Plant-Based.

Jetzt wird es so richtig heiß!

Sommer, Sonne, Hitzewelle. Doch wir haben bestens vorgesorgt. Damit wir in den kommenden Tagen nicht allzu sehr ins Schwitzen kommen, hat Planet Plant-Based genau die passende Erfrischung für uns. Einfach, lecker und im nu zubereitet. Mit nur wenigen Zutaten sorgen wir im Handumdrehen für ein paar frische und eiskalte Momente. 

Lust auf eine kleine Abkühlung? Hier kommen unsere Rezeptideen für heiße Tage.

Kalte Tomatensuppe

Suppe muss nicht immer heiß sein. Im Gegenteil, unsere leckere kalte Tomatensuppe mit Gemüseeinlage schmeckt herrlich frisch und ist ganz easy und schnell zubereitet. Die Planet Plant-Based Kokos Aminos dürfen als Allrounder natürlich nicht fehlen und runden die Suppe geschmacklich perfekt ab. Da steigt doch gleich die Vorfreude auf eine kühle Erfrischung. 

> Hier geht’s direkt zum Rezept 

Grüne Suppe

Es grünt, so frisch und grün. Unsere gekühlte grüne Suppe ist die perfekte leichte Mahlzeit, wenn es draußen richtig heiß ist. Einfach Gurke, Paprika, Avocado und co so lange mixen, bis alles schön cremig ist. Getoppt mit ein paar Nüssen und etwas Dill wird sie nicht nur optisch zum Highlight, die Kokos Aminos verleihen auch hier die gewisse besondere Note. Grün ist ab jetzt unser liebster Sommergeschmack!

> Hier geht’s direkt zum Rezept

Eis-Lollies

Eis am Stil war nie so erfrischend! Wir machen jetzt ganz einfach unseren Lieblinsgssmoothie zum Eis-Lollie. Die leckeren Sorten Erdbeere, Schokolade und Kiwi-Spinat lassen sich im Handumdrehen mixen, in Eisformen füllen und ins Gefrierfach stellen. Nach gut 3 Stunden ist der Eis-Lollie ready to eat. Da schmelzen nicht nur die Kleinen dahin.

> Hier geht’s direkt zum Rezept 

Über Planet Planet-Based

Das Startup wurde 2015 als Food-Blog ins Leben gerufen, und hat sich in nur kurzer Zeit zu einem absoluten Liebling für bewusste Ernährung entfaltet. Ida Hemmingsson-Holl, die Gründerin und Inhaberin von Planet Plant-Based, ist Schwedin und lebt mit ihrer Familie in München. Mit dem Unternehmen hat sie ihre Leidenschaft in eineLebensphilosophie verwandelt – eine pflanzliche Ernährung, die nicht nur für denPlaneten wichtig ist, sondern auch für ein gesundes Leben.

Das Sortiment umfasst verschiedene Nudeln auf Hülsenfruchtbasis, Risoni, Granola aus Kichererbsen, eine Auswahl an Nussmusen, Kokos Aminos, Jackfrucht, Rote Bete Wraps, die Haselnuss Kakao Creme und natürliche Süße aus Datteln. 

Alle Produkte sind glutenfrei. 

Quelle BAUERNFEIND + LÖWE GbR

ELEMENT schließt Series-B mit 21,4 Mio Euro ab

0
element

Berliner InsurTech ELEMENT schließt Series-B-Finanzierungsrunde mit 21,4 Millionen Euro ab

Die Series-B-Finanzierung bringt dem Berliner InsurTech ELEMENT weitere 21,4 Millionen Euro ein. Das Gesamtinvestment beträgt nun insgesamt 88 Millionen Euro. Zeitgleich erzielt das Unternehmen sein bisher bestes YTD-Ergebnis. Die Investitionsrunde wird angeführt von dem Versorgungswerk Zahnärztekammer Berlin (VZB). Weiterhin investieren Alma Mundi, Witan Group und Ilavska Vuillermoz Capital in den Erfolg des digitalen Versicherungsunternehmens. 

Die aktuelle Investitionsrunde bestätigt die kontinuierliche Entwicklung des Berliner InsurTechs. Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz auf 10,4 Millionen Euro – eine Steigerung von mehr als 50 % gegenüber dem Vorjahr. Die 200.000-Kunden-Marke wurde überschritten. Über 50 Partner vertreiben ELEMENT-Produkte, darunter drei DAX 40-Unternehmen. Mit seinen Partnern und 140 Mitarbeitern ist ELEMENT mittlerweile in mehreren EU-Ländern aktiv und baut seine Position als führender paneuropäischer Anbieter von schnellen, effizienten und zuverlässigen End-to-End-Versicherungslösungen weiter aus.

Mit Produkten wie der Cloud-Ausfallversicherung, der Garantie für Immobilienkäufe und der All-Risk-Deckung unterstreicht ELEMENT seine Innovationskraft. Die weit unter dem Industriestandard liegenden Schadenquoten belegen den Kostenvorteil.

„Gerade diese Profitabilität auf jeder Produkt- und Partnerebene wird sich in den nächsten Jahren als entscheidend erweisen. Im Jahresvergleich verzeichnen wir einen Umsatzanstieg von 66 % gegenüber dem Vorjahr und sind damit auf dem besten Weg, unser Ziel von 100 % Wachstum bis 2022 zu erreichen“, erklärt Dr. Christian Macht, CEO von ELEMENT.

Mit dem frischen Kapital wird ELEMENT seine Marktposition ausbauen und neue Produktkategorien in sein Portfolio integrieren. „Vor allem aber werden wir unser langfristiges Ziel weiterverfolgen, unnötige Kosten in Milliardenhöhe im europäischen Versicherungsmarkt zu beseitigen“, führt Dr. Macht weiter aus.

„Wir haben bereits in einer frühen Phase des Unternehmens in ELEMENT investiert und sehen uns durch das Wachstum und die Innovationskraft von ELEMENT bestätigt, sowohl auf der Produktseite als auch in ihrem Bestreben, im Bereich ESG Standards in der Branche zu setzen“, erklärt VZB-Direktor Ralf Wohltmann.

Weitere Informationen finden Sie hier

Quelle schoesslers GmbH

Estateguru erhält Auszeichnung „LendTech of the Year“ bei den Europe FinTech Awards 2022 

0
estateguru

Estateguru, die führende Plattform für Immobilienfinanzierung und -investitionen in Europa, erhält die Auszeichnung „LendTech of the Year“ bei den am 7. Juli 2022 in London vergebenen Europe FinTech Awards 2022. Die Awards würdigen die stetig wachsende Innovationskraft der europäischen FinTech-Branche. Bei der diesjährigen Verleihung war Estateguru in gleich drei Kategorien nominiert: „LendTech of the Year“, „Start-up of the Year“ und „Investment Tech of the Year“. Die Nominierten werden von unabhängigen Experten einem strengen Bewertungsverfahren unterzogen.

Marek Pärtel, Mitgründer und Chairman von Estateguru, sagt:

„Mir geht es eigentlich nicht darum, Awards zu gewinnen, sondern mit unserer Arbeit einen wirklichen Mehrwert für die Menschen zu schaffen. Doch diese Auszeichnung hat einen besonderen Stellenwert für mich. Denn nur durch unsere selbstentwickelte Technologie zur Digitalisierung der Kreditvergabeprozesse konnten wir bisher mehr als 136.000 Anleger auf ihrem Weg zur finanziellen Freiheit unterstützen und ihnen insgesamt fast 50 Millionen Euro an Zinsen auszahlen.

Dieselbe Technologie hat es uns ermöglicht, mehr als vier Millionen Investitionen im Wert von fast 600 Millionen Euro abzuwickeln und als Kredite an tausende kleine und mittlere Unternehmen und Projektentwickler zu vergeben. Unsere kontinuierliche harte Arbeit hat uns zum Vorreiter in Sachen Schnelligkeit und Flexibilität gemacht, wenn es darum geht, immobilienbesicherte Finanzierungslösungen in acht Ländern anzubieten. Ich freue mich sehr, dass diese Arbeit wahrgenommen und anerkannt wird. Vielen Dank an die Organisatoren und die Jury, und herzlichen Glückwunsch an unsere Mitnominierten.“

Die Auszeichnung als „LendTech of the Year“ unterstreicht Estategurus Rolle als Vorreiter im Bereich der Kreditvergabe, der durch die stetige technologische Weiterentwicklung seiner nahtlosen, grenzüberschreitenden Plattform die Finanzierungslücke für kleine und mittelständische Unternehmen in Europa schließt.


FinTech Intel, die Organisatoren des Preises, sagen: „Der Gewinner des Preises „LendTech of the Year“ leistet beeindruckende Arbeit, um die Immobilienfinanzierung erfolgreich zu gestalten und voranzutreiben. Dieses FinTech legt den Fokus auf Geschwindigkeit und Flexibilität. Damit erzielt es herausragende Ergebnisse in Europa und darüber hinaus und schließt große Finanzierungslücken, die ansonsten die Geschäftsentwicklung seiner Zielkunden behindert hätten. Eine echte Erfolgsgeschichte für Europa.“

Über Estateguru
Estateguru ist der führende paneuropäische Marktplatz für immobilienbesicherte Kredite für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie für sorgfältig ausgewählte Investitionsmöglichkeiten für private und institutionelle Anleger weltweit. Wir entwickeln ein digitales und grenzenloses Ökosystem für Immobilienfinanzierungen und Immobilien-Investitionen in Europa und darüber hinaus. Wir verbinden verschiedene Dienstleistungsanbieter, KMU und Investoren auf einem einzigen Marktplatz.

So erschaffen wir etwas Einzigartiges, das andere Finanzinstitutionen nicht bieten können: Einen nahtlosen, grenzüberschreitenden und digitalen Service für Kreditnehmer und Investoren. Das Team aus 117 Fachleuten mit 21 verschiedenen Nationalitäten sitzt in Berlin, Manchester, Helsinki, Jerewan, Tallinn (HQ), Riga und Vilnius. Weitere Informationen finden Sie unter www.estateguru.co.

Bild Judith Tan, Head of Capital Markets bei Estateguru, nimmt den „LendTech of the Year“ Award entgegen. / FinTech Intel

Quelle redRobin. Strategic Public Relations GmbH

EIB finanziert Hochtechnologie-Firma Blickfeld mit 15 Millionen Euro

0
eib blickfeld

Die Europäische Investitionsbank (EIB) stellt der Blickfeld GmbH, einem Hersteller von Hard- und Software für smarte LiDAR-Lösungen, 15 Millionen Euro zur Verfügung.

Die Finanzierung erfolgt im Rahmen des Venture-Debt-Programms der EIB, das auf den besonderen Finanzierungsbedarf wachstumsstarker innovativer Unternehmen zugeschnitten ist. Abgesichert ist die Finanzierung durch eine Garantie des Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI), bekannt auch als „Juncker-Plan“. 

LiDAR steht für Light Detection and Ranging und ist eine Methode zur Umfelderfassung. Dabei wird Licht in Form eines gepulsten Lasers eingesetzt, um Objekte zu erkennen, zu kategorisieren und zu zählen. LiDAR-Sensoren erzeugen präzise, dreidimensionale Informationen über die Form und Oberflächeneigenschaften der umgebenden Objekte. Zum Einsatz kommen soll LiDAR künftig verstärkt beim autonomen Fahren und zahlreichen industriellen Einsatzzwecken. 

Die Technologie wird bereits bei der datenschutzgerechten Erfassung von Fahrzeug- und Passantenströmen auf Verkaufsflächen und an öffentlichen Plätzen eingesetzt, außerdem zur Optimierung des Verkehrsflusses, in der Stadtplanung (Smart City) und zur Reduktion von Falschalarmen in Gebäude- und Sicherheitssystemen. Die detailgenaue dreidimensionale Erfassung der Umgebung kann zudem die Vermessung von bisher nur aufwändig und kostenintensiv quantifizierbaren Materialien wie Zuckerrüben, Dünger oder Recyclingmaterialien erleichtern.  

Blickfeld wird das zusätzliche Kapital einsetzen, um die Entwicklung seiner LiDAR-Lösungen beim autonomen Fahren und in verschiedenen Industrieanwendungen noch schneller voranzutreiben und seine Position in internationalen Schlüsselmärkten auszubauen. Die Zahl der Mitarbeitenden liegt heute bei 130 und steigt rasch. In internationalen Märkten wie den USA und China eröffnet das Unternehmen derzeit regionale Büros. Die Technologie wird für den Einsatz in vielen neuen Anwendungen optimiert.

EIB-Vizepräsident Ambroise Fayolle, zuständig für das Deutschland-Geschäft und EFSI, sagt: „Mit unserem Venture-Debt-Programm unterstützen wir innovative junge Unternehmen, die langfristiges Wachstumskapital benötigen, um sich voll und ganz auf die Weiterentwicklung ihrer Produkte und deren weltweite Vermarktung zu konzentrieren. Die Finanzierung von Blickfeld zeigt das starke Engagement der EIB, innovative Unternehmen in der Frühphase zu unterstützen, um die Wettbewerbsfähigkeit Europas zu stärken.“

EU-Kommissar Paolo Gentiloni sagt: „Innovation und Nachhaltigkeit sind zwei der zentralen Kriterien, die wir bei der Entscheidung für eine Finanzierung von Unternehmen und Projekten anlegen. Blickfelds 3D-LiDAR-Lösungen schaffen völlig neue Anwendungsgebiete, sei es beim autonomen Fahren und der smarten Mobilität, in der Bauindustrie oder der Landwirtschaft. Das verschafft nicht nur den Unternehmen Vorteile im Markt, sondern macht auch die Supply Chain als Ganzes effizienter und nachhaltiger.“ 

Mathias Müller, Gründer und CEO von Blickfeld, sagt: „Die Förderung durch die EIB zeugt von der Reife von Blickfeld als Unternehmen und vom Vertrauen, das die Verantwortlichen in das Potenzial unserer LiDAR-Technologie haben. Das von der EIB zur Verfügung gestellte Kapital ist für uns das ideale Finanzierungsinstrument, um noch rascher zu expandieren. Wir sind davon überzeugt, dass unsere LiDAR-Lösungen für zahlreiche Branchen einen echten Unterschied bedeuten und wir freuen uns sehr, dass die EIB darin eine wichtige innovative Technologie zur Stärkung des Standorts Europa erkannt hat.“ 

Quelle Blickfeld GmbH

RIDE Capital gewinnt prominente Investorinnen und Investoren auf dem Weg zur digitalen Privatbank

0
ride capital

Lea-Sophie Cramer, Verena Pausder und Mario Götze investieren in RIDE Capital

Die Unternehmerinnen und Business Angels Lea-Sophie Cramer und Verena Pausder sowie Business Angel und Profifußballspieler Mario Götze investieren in RIDE Capital. Gemeinsam mit weiteren Business Angels erhält RIDE Capital insgesamt 3 Millionen Euro. Seit der Gründung hat RIDE Capital insgesamt 8 Millionen Euro an Funding eingesammelt. Mit dem Geld plant das Berliner FinTech sich zur digitalen Privatbank weiterzuentwickeln.

Seit dem Start der Plattform im September 2020 betreut das Unternehmen mehr als 1.200 Kundinnen und Kunden mit insgesamt 250 Millionen Euro an Assets under Administration. Das Berliner Gründerduo Christine Kiefer und Felix Schulte entwickelt mit RIDE Capital spezielle Dienstleistungen für eine Zielgruppe unterhalb des klassischen Private Bankings, also für diejenigen, die gerade Vermögen aufbauen.

Verena Pausder kommentiert ihr Investment in RIDE Capital: „Vermögensverwaltung ist nicht nur etwas für Superreiche. Vielmehr sind Geldanlage, Vorsorge und Vermögensverwaltung auch für alle anderen relevant. Darum waren Lea und ich als Investorinnen von RIDEs Idee und Vorhaben überzeugt und möchten das Team von RIDE auf dem Weg zur digitalen Privatbank unterstützen.“ Beide Business Angels werden nicht nur Kapital, sondern auch ihr Know-how und ihre Netzwerke in die weitere Entwicklung von RIDE einbringen.

Ausbau existierender Angebote

Mit Dienstleistungen wie Vermögensstrukturierung, Bereitstellung einer Steuerberater-Plattform und automatisierter Wertpapierverbuchung hat RIDE Capital erste Schritte hin zur digitalen Privatbank gesetzt. Erste Bausteine sind ein kostenloses RIDE-Geschäftskonto (in Kooperation mit der Banking-as-a-Service-Plattform Swan) und Investmentmöglichkeiten in Alternative Assets. Seit kurzem können Kundinnen und Kunden in den geschlossenen Venture Fonds von Angel Invest – einem der aktivsten Angel-Fonds Europas mit Sitz in Berlin – investieren.

Neues Kundensegment

Mitgründerin und Geschäftsführerin von RIDE Capital und Partner bei Angel Invest, Christine Kiefer, kommentiert die Entwicklung hin zur digitalen Privatbank: „Wir haben festgestellt, dass es gerade in Deutschland eine Betreuungslücke für Menschen gibt, deren Ansprüche von Retailbanken nicht mehr gedeckt werden, die aber vom Anlagevolumen noch unterhalb des klassischen Private Bankings stehen. Dieser Zielgruppe möchten wir unsere bestehenden Services und neue Investmentmöglichkeiten an die Hand geben. Dank konsequenter Digitalisierung sind wir auf einem guten Weg, neue Produkte zu entwickeln und unser Portfolio weiter auszubauen.“

Weitere Informationen finden Sie hier

Bild Bild v.l.n.r Verena Pausder, Christine Kiefer und Lea-Sophie Cramer

Quelle RIDE GmbH

everdrop: Series B-Finanzierungsrunde in Höhe von 80 Mio. Euro

0
everdrop

EVERDROP SAMMELT 80 MILLIONEN EURO IN SERIES B-FINANZIERUNGSRUNDE, UM NOCH MEHR HAUSHALTE NACHHALTIGER ZU MACHEN

Wir haben erfolgreich eine Series B-Finanzierungsrunde in Höhe von 80 Millionen Euro in Form von Equity und Venture Debt abgeschlossen. Die Runde wird angeführt vom belgischen Growth Investor Sofina, dem Impact Fund der BCorp-zertifizierten Schweizer Bankengruppe Lombard Odier und dem Venture Lending-Partner TriplePoint Capital aus dem Silicon Valley. Neben den neuen Investoren beteiligten sich auch die bestehenden Investoren, Felix Capital aus Großbritannien sowie HV Capital und Vorwerk Ventures aus Deutschland, an der Runde.

Als junges Unternehmen sind wir stolz darauf, mit solch erfahrenen, globalen und renommierten Partner:innen zusammenzuarbeiten, die sich verpflichtet haben, über viele Jahre hinweg in Nachhaltigkeit zu investieren.

Seit Anfang 2020 bieten wir innovative Haushalts- und Körperpflegeprodukte an, die es den Menschen ermöglichen, ihren Alltag nachhaltiger und umweltfreundlicher zu gestalten. Unsere Produkte verzichten vollständig auf Einwegplastik und unnötige Chemikalien – und reduzieren die CO2-Emissionen im Transport um bis zu 95 %. Unser Ziel ist es, einen nachhaltigen Lebensstil für jeden so einfach zu machen, dass er zur neuen Normalität in unserer Gesellschaft wird.

„Wir sind dankbar, dass wir trotz der aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen in der Welt das Vertrauen unserer Partner gewinnen konnten. Wir sehen dies als einen wichtigen Meilenstein für unser Unternehmen, aber auch als ein deutliches Commitment der Wirtschaft zu dem Wandel, den wir in der Gesellschaft vorantreiben müssen“, so David Löwe, einer der Mitgründer von everdrop. „Wir wollen das zusätzliche Kapital nun in unsere drei großen Wachstumssäulen investieren: nachhaltigen Alltag in mehr internationale Märkte bringen, unsere Präsenz im Einzelhandel stärken und unser Produktportfolio erweitern.“

Harold Boël, CEO von Sofina: „Wir bei Sofina unterstützen Gründer, die mit unseren Werten und unserer Strategie übereinstimmen. Deshalb freuen wir uns auf die Partnerschaft mit everdrop, das sich zum Ziel gesetzt hat, mit seinen Produkten, die unser tägliches Leben berühren, einen nachhaltigen Lebensstil zu ermöglichen. Everdrop hat das Potenzial, einen positiven Wandel in der Konsumgüter-Landschaft voranzutreiben.“

Zu unseren Erfolgszahlen gehören Abonnements im sechsstelligen Bereich und im vergangenen Jahr ein Wachstum von 300 % im Vorjahresvergleich. Das Produktportfolio von everdrop umfasst rund 40 Haushaltsprodukte (u.a. Reinigungstabs, Spülmaschinentabs, Waschmittel, Geschirrspülmittel, WC-Reiniger, Accessoires) und Natur- kosmetik-zertifizierte Körperpflege-Produkte (u.a. Handseife, Duschgel, Shampoo).

Unsere Produkte sind in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien und Frankreich sowohl online als auch im Einzelhandel (u.a. dm, Rossmann, Alnatura, Coop, MPreis, Galeries Lafayette, BHV) erhältlich. „Wir setzen unsere Strategie um, eine echte Omnichannel-Marke zu werden, indem wir zusätzlich zu unserem eigenen Online-Shop Partnerschaften mit Einzelhändlern in ganz Europa eingehen“, so Mitgründer Chris Becker. „Die neue Finanzierungsrunde wird uns auch in den anderen europäischen Märkten einen starken Aufschlag im Retail ermöglichen.”

Weitere Informationen finden Sie hier

Quelle everdrop GmbH

Kenne die Branche, in der Du gründen willst, wie Deine Westentasche!

0
STRATAVIS

Esra Erdem und Thorsten Schwack, STRATAVIS Strategie- und Projektberatung, Weiterbildung und Dialogmarketing im Gespräch mit dem Herausgeber des UNITEDNETWORKER Magazins Markus Elsässer

Stellen Sie sich doch bitte kurz unseren Lesern vor!

Thorsten Schwack/ STRATAVIS : Mein Name ist Thorsten Schwack und ich bin Gründer und Geschäftsführender Gesellschafter der STRATAVIS GmbH und blicke nunmehr auf über 25 Jahre berufliche Praxis als Vertriebler, Trainer und Consultant zurück. Die Marke STRATAVIS besteht aus den drei Begriffen STRAtegie, TAktik und VISion. STRATAVIS ist meine Vision eines Weiterbildungsinstituts, dessen Mission es ist, den Erfolg der Kunden zu kreieren und mitzuverantworten.

Unsere Kernbereiche Strategie- und Projektconsulting, Weiterbildung und Dialogmarketing sind als Kompetenzen gebündelt worden und entsprechen meiner Vision einer wirksamen Unternehmensberatung. Jeder Einzelne unseres Teams ist daran interessiert, konkrete Wege und Lösungen zu schaffen, um wertschöpfende und nachhaltige Ergebnisse für Mandanten zu erzielen. Dies geschieht in Form von Workshops, Seminaren und Trainings, die effizient und individuell für Auftraggeber entwickelt und durchgeführt werden.

Wir haben längst verstanden, dass jedes Unternehmen und jede Organisation einzigartig ist, so dass Unterstützungsmaßnahmen konsequent und effektiv an den Bedarfen, Zielvorstellungen und Anforderungen der Auftraggeber ausgerichtet werden. Wir provozieren im Ergebnis einen hohen Ausschöpfungsgrad an Wertschöpfung für die Unternehmen unserer Kunden. Wir setzen das Ziel unseres Auftraggebers an den Anfang unserer Zusammenarbeit, weil wir subjektiv und objektiv verstehen, dass ein Wunschergebnis unsere Strategie bestimmt.

Esra Erdem / STRATAVIS: Mein Name ist Esra Erdem und ich bin mittlerweile seit mehr als sieben Jahren Beraterin und Trainerin und mittlerweile Expertin für die Themen Vertrieb, Verkauf, Strategie- und Performanceentwicklung. Als Vertriebsprofi und Zahlenenthusiastin bin ich sehr an Lösungen und Ergebnissen interessiert. Mein beruflicher Background liegt im Bankwesen und in der Finanzdienstleistungsbranche.

Ich habe früh gemerkt, welche Kraft gute Trainings- und Coachingarbeit in sich trägt. Auf großen Bühnen habe ich bereits gespürt, wie wichtig es ist, Menschen, Impulse und handfeste Handlungsoptionen zu vermitteln. Mir war es allerdings noch wichtiger, einen stärkeren Bezug zu Menschen aufzubauen. Ich wollte direkter mit Menschen arbeiten und individueller eingreifen. STRATAVIS hat genau diesen Arbeitsansatz. 

Heute arbeite ich in diesem Kontext und betreue unterschiedlichste Unternehmen aus verschiedensten Branchen. Das ist kein Beruf, sondern eine Berufung. Meine Mandanten kennen mich als absolute Expertin für Begeisterung. 

Welches waren für Sie die größten Herausforderungen?

Besondere Erfolge zu erzielen bedeutet oft gegen den Strom zu schwimmen und sich gegen gängige Normen und Werte durchzusetzen. Besondere Herausforderungen bestehen oft darin, bei aller Zielstrebigkeit und der Bereitschaft ein hohes Engagement an den Tag zu legen, dabei eine ausgewogene Work-Life-Balance zu wahren. Man kann es nicht immer jedem recht machen. Das muss man aushalten, dafür muss man geschaffen sein.

Was hat Sie in Ihrer Jugend am meisten geprägt?

Thorsten Schwack / STRATAVIS : Im Rahmen meiner ersten Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann habe ich meine Leidenschaft für Mode und Denim entdeckt und später auch beruflich für ein weltbekanntes Fashion-Label aus Italien eingebracht. Die Jeansmarke LEVI Strauss & Co. und insbesondere das Modell 501 war in meiner Jugend mein absoluter Favorit, hat mich damals schon bis ins kleinste Detail fasziniert und ein Stück meiner späteren Vertriebslaufbahn geprägt. Vielleicht auch, weil sich gerade dieses Modell schon nach dem zweiten Weltkrieg von der klassischen Arbeiterhose zu einer Ikone der rebellischen Jugend entwickelte. Ich hatte einfach schon immer ein Faible für gute Geschichten. 

Esra Erdem/ STRATAVIS: Was mich grundsätzlich immer sehr geprägt hat, waren Menschen, die es bereits dahin geschafft haben, wo ich selbst gerne hinwollte. Deshalb habe ich mich schon früh für erfolgreiche Menschen interessiert und den dazugehörigen Erfolgsmechanismen. Für mich war es schon früh klar, dass der Weg in die Selbstständigkeit mir wertvolle Impulse und Erfahrungen ermöglicht hat, die bis heute mein unternehmerisches Denken und Handeln prägen. Da ich aus normalen bürgerlichen Verhältnissen komme, hat sich mir sehr schnell ein klarer Zusammenhang zwischen Erfolg und persönlicher Arbeitsleistung erschlossen. 

Wie sieht ein ganz normaler Arbeitstag von Thorsten Schwack aus?

Es gibt keinen „ganz normalen Arbeitstag“ in meinem Leben. Die Arbeit mit meinen Mandanten ist sehr mannigfaltig und erfordert permanent eine solide Reflexion. Mein Hauptfokus liegt auf der Betreuung unserer Geschäftspartner. Ich führe viele Coachings, Workshops und Seminare durch. Das allein ist mit einem hohen Reiseaufwand verbunden. Darüber hinaus bestimmen natürlich zahlreiche Mitarbeitergespräche, Abstimmungen und administrative Themen mein Tagesgeschäft. Definitiv kein nine to five job.

Wie sieht ein ganz normaler Arbeitstag von Esra Erdem aus?

Ich bin aufgrund meiner starken Buchungsauslastung in der Regel viel unterwegs. Mein Arbeitsalltag ist bestimmt durch Trainings, Coachings und Beratung. Konzeptionelle Ausarbeitungen und Mandantenbetreuung bestimmen meist darüber hinaus meine Arbeitswelt. Gut so – denn unsere Arbeit dreht sich um unsere Kunden. Zusätzlich praktizieren wir auch unternehmensintern eine Art Förderprogramm und eine kollegiale Beratung. Es ist uns wichtig, gemeinsam zu wachsen – insofern coache ich auch intern unsere Trainer und Mitarbeiter. 

Wie sieht der klassische Kunde aus, der zu Ihnen kommt?

Esra Erdem und Thorsten Schwack/ STRATAVIS: Klassisch kann man das nicht nennen. Wir arbeiten mit unterschiedlichsten Unternehmen aus nahezu allen Branchen zusammen. Was allerdings oft der gemeinsame Nenner unserer Kunden ist, ist die Tatsache, dass unsere Kunden ein echtes Interesse an Entwicklung und Zielerreichung haben. Wir führen nicht einfach Standard-Seminare durch, sondern verstehen uns als Erfolgsbegleiter.

Unsere Dienstleistung ist kein Mittel zum Selbstzweck. Wir produzieren Ergebnisse und das differenziert uns auch von klassischen Weiterbildungsanbietern. 

Welches sind die häufigsten Probleme, die Ihre Kunden haben?

Esra Erdem und Thorsten Schwack/ STRATAVIS: Routinen, geringe Veränderungsbereitschaft, mangelnde Identifikation, Missverständnisse im Hinblick auf strategische Ausrichtungen im Abgleich zur tatsächlichen Leistungsbereitschaft.

Wie lang betreuen Sie in der Regel Ihre Kunden?

Langfristig.

Wir sind kein Anbieter für kurzfristige Impulse.

Wir verstehen uns im besten Sinne nicht einfach nur als Weiterbildungsinstitut. Wir sind Erfolgsbegleiter. 

Wie baue ich erfolgreich einen Vertrieb auf?

Esra Erdem und Thorsten Schwack/ STRATAVIS: Durch „Personality“. Erfolgreicher Verkauf basiert zu 80 % auf Persönlichkeit und den damit verbundenen Faktoren aus Kundensicht. Dies sind oft weiche Kriterien, die aus Kundensicht einen subjektiven Anteil bei der Entscheidungsfindung einnehmen. Dennoch kann man diese Frage pauschal nicht beantworten, da in den letzten Jahren der Begriff Vertrieb vielseitiger definiert wird und je nach Branche auch Digitalisierungsansätze und Empfehlungsmarketing eine immer größere Rolle spielen. Dennoch setzen wir mit unseren Mandanten immer wieder gerne auf die Kompetenz individueller Kommunikations- und Verhandlungsmöglichkeiten und auch auf das persönliche Engagement ambitionierter Vertriebsmitarbeiter. Ein guter Vertrieb sollte darüber hinaus nicht nur gut verkaufen können, sondern auch durch ein ausgeprägtes Serviceverständnis geprägt sein. 

Welches sind die häufigsten Fehler, die im Vertrieb gemacht werden?

Esra Erdem und Thorsten Schwack/ STRATAVIS: Eine erfolgreiche Vertriebsarbeit ist in der Regel kein Sprint, sondern ein Marathon. Das bedeutet, dass der Schlüssel für langfristigen Erfolg eben auch in der nachhaltigen Beziehungsarbeit mit Kunden liegt. Darin liegt auch ein gewisses Fehlerpotenzial, wenn Vertriebler beispielsweise eher auf der Jagd nach kurzfristigen Erfolgserlebnissen sind und dabei allzu oft die mittel- und langfristige Betreuung bestehender Kunden vernachlässigen.

Dafür ist es notwendig, sich ernsthaft mit seinen Kunden und den dazugehörigen Bedürfnissen auseinanderzusetzen und sich im selben als Teil einer Problemlösung zu begreifen. Oberflächliche Abarbeitung von Anfragen sind da eher kontraproduktiv. Weiter schätzen viele Kunden wieder vermehrt den persönlichen Dialog, wohingegen viele Vertriebler sich zu sehr auf unpersönlichen und rationalen E-Mail-Verkehr beschränken. Im weiteren Verkaufs- / Kommunikationsprozess erleben wir immer wieder, dass Vertriebler gerade dann, wenn es darauf ankommt, unzureichend vorbereitet sind und auf Einwände oder Widerstände nicht angemessen reagieren. Dem zufolge geben Vertriebler mitunter viel zu schnell auf, statt Einwände als echte Chance zu begreifen, um sich von etwaigen Wettbewerbern positiv zu differenzieren. 

Wie schaffe ich es, meine Mitarbeiter im Vertrieb zu motivieren?

Esra Erdem und Thorsten Schwack/ STRATAVIS: Wir denken, Motivation von außen ist ein Trugschluss. Lösungen für Herausforderungen und einen Antrieb muss jeder Mensch in sich selbst finden. Nur dann ist es möglich, Arbeit nicht als belastend zu empfinden und jeden Tag mit Freude aufzustehen. Wenn Menschen Jobs wählen, die ihnen leicht von der Hand gehen, in denen die eigene Kreativität genug Platz hat, dann ist hart zu arbeiten und auszubrennen kein Automatismus.

New Work ist eines Ihrer Kernthemen, was ist „NEW WORK“ und wie hat es unseren beruflichen Alltag verändern?

Esra Erdem und Thorsten Schwack/ STRATAVIS: NEW WORK hat sich einerseits zu einem Buzzword entwickelt und andererseits weiß kaum jemand, was sich exakt hinter diesem Ansatz verbirgt. Es reicht von der Idee, Arbeit für einen Teil der privilegierteren Arbeitnehmer noch schöner und komfortabler zu gestalten bis hin zu der Haltung, dass NEW WORK die Antwort darauf ist, wie Veränderungsprozesse in Wirtschafts- und Arbeitswelt gestaltet werden müssen, damit Menschen zukünftig noch selbstbestimmter und sinnstiftender Arbeit verrichten.

Gerade in Verantwortung für ein Unternehmen ist es unerlässlich, dieses ideale Szenario einer selbstbestimmten und sinnstiftenden Arbeitswelt mit der eigenen Unternehmensrealität abzugleichen und dabei das eigene Organisationsziel im Blick zu halten. Die ehrliche Beantwortung der Frage, was für das jeweilige Unternehmen tatsächlich auch leistbar ist, vor allem auch im Hinblick auf die eigene, sehr individuelle Unternehmenskultur, gehört eben auch dazu – gerade, weil Unternehmen ja keinem Selbstzweck dienen, sondern der Wertschöpfung verpflichtet sind. 

Grundsätzlich ist für mich NEW WORK keine Blaupause und keine ultimative Allzweckwaffe mit Erfolgsgarantie, sondern eher eine sehr grobe Skizze dessen, was für einige Unternehmen funktionieren kann und für andere nicht. Der Ansatz liefert eben keine frischen Erkenntnisse aufgrund neu auftretender Phänomene in unserer Arbeitswelt. Seitdem die Wirtschaftswelt existiert, gibt es Transformationsprozesse mit erheblichen Anpassungserfordernissen für beide Seiten – Unternehmen und Arbeitnehmern. Daraus ergibt sich auch die Frage, wer sich innerhalb dieser Wandlungsprozesse in welchem Ausmaß und zu welchem Zweck anpasst. Das Unternehmen den Mitarbeitenden? Oder ist es umgekehrt der Fall?

Natürlich muss es Unternehmen gelingen, sich den veränderten Realitäten einer immer dynamischeren Wirtschaft anzupassen. Eine Standortbestimmung durchzuführen, den unternehmerischen Blick dahingehend zu schärfen und sich durch die NEW WORK Brille geblickt, mögliche Ansatzpunkte für Verbesserungspotenziale für das eigene Unternehmen herauszufiltern, ist unerlässlich.

Zuletzt ist durch die Pandemie und insbesondere des Remote Work Ansatzes eine weitere positive Veränderung eingetreten. Unternehmen erkennen ebenso wie Arbeitnehmer, dass durch digitale Tools Arbeit in Teilen deutlich vernetzter, virtualisierter und flexibler gestaltet werden kann. Ein Maximum an Effizienz, Kreativität und Flexibilität mittels neuer digitaler Formen der Zusammenarbeit zu erreichen, ist aus meiner Sicht ebenfalls äußerst positiv. 

Wir haben heute einen signifikanten Fachkräftemangel, wie können Unternehmen dieses Problem lösen?

Esra Erdem und Thorsten Schwack/ STRATAVIS: Zunächst ist es unstreitbar, dass der Fachkräftemangel heute einer der größten Herausforderungen für Unternehmen ist – abgezeichnet hat sich dieses Problem seit Jahren. Eine allumfassende Lösung hierfür kann nicht allein durch Unternehmen bereitgestellt werden. Einige mitverantwortliche Bedingungen, wie z. B. der demografische Wandel, lassen sich kaum beeinflussen. Geburtenstarke Jahrgänge der 50er und 60er-Jahre werden in den nächsten Jahren auf dem Arbeitsmarkt fehlen. Auch die Tatsache, dass einige Berufsbilder in Handwerk oder der produzierenden Industrie zunehmend unpopulärer geworden sind, ist kurzfristig kaum veränderbar und durch Pandemie und Krieg hat der Fachkräftemangel nunmehr seine volle Wirkung entfaltet. Die Entwicklung möglicher Lösungsstrategien liegt eben nicht nur in der Verantwortung der Unternehmen, sondern werden auch maßgeblich durch Politik und Wissenschaft skizziert.

Ein Thema ist es, den perfekten Mitarbeiter zu finden, auf der anderen Seite sollte ich doch als Unternehmer es auch schaffen, den oder die Mitarbeiter/in an mein Unternehmen zu binden, wie schaffe ich das?

Wenn sich jemand mit der Philosophie, Zielen, Strategie eines Unternehmens und der vorherrschenden Unternehmenskultur identifizieren kann, dann schafft das im selben auch eine entsprechende Bindung. 

Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten sind sehrwichtig, sie sollten gegeben und realistisch sein.

Zugehörigkeit und Bindung setzt voraus, dass Mitarbeiter ein grundsätzliches Interesse daran haben, sich überhaupt auf langfristige Bindung einzulassen –Menschen, die sehr sprunghaft sind oder immer wieder in schneller Taktung etwas Neues erleben und erfahren möchten, bei denen ist es fast unmöglich, Bedingungen zu schaffen, die zu einer langfristigen Bindung führen. 

Ungeachtet dessen ist dies vielleicht auch mittlerweile für viele Mitarbeiter, aber auch Unternehmen nicht mehr unbedingt das oberste Ziel, insofern lohnt sich auch eine individuelle Auseinandersetzung mit jedem Mitarbeiter. Egal wie man es macht, man schafft es mit dem Gießkannenprinzip im Grunde so gut wie nie jeden Mitarbeiter im Unternehmen zu erreichen und auch zufriedenzustellen. 

Welche Bücher können Sie unseren Lesern empfehlen?

Esra Erdem

  • Dale Carnegie – Wie man Freunde gewinnt
  • Ray Dalio – Die Prinzipien des Erfolges
  • Robert Kiyosaki – Poor Dad, Rich Dad 

Thorsten Schwack 

  • Robertson, Ian – Macht, Wie Erfolge uns verändern
  • Covey, Stephen R. – Die 7 Wege zur Effektivität, Prinzipien für persönlichen und beruflichen Erfolg
  • Vollmer, Lars – Zurück an die Arbeit, Wie aus Business-Theatern wieder echte Unternehmen werden.

Welche 3 Tipps haben Sie für junge Unternehmer?

Esra Erdem und Thorsten Schwack/ STRATAVIS: Fakt ist, junge Unternehmer eines vielleicht neu gegründeten Unternehmens benötigen Zeit, um eine funktionstüchtige sowie effiziente Organisationsstruktur aufzubauen und Routinen innerhalb des eigenen Unternehmens zu entwickeln. Darüber hinaus gilt es, notwendige Beziehungen im unternehmerischen Umfeld aufzubauen. Die Überlebenschance eines jungen Unternehmens hängt stark davon ab, inwieweit die Gefahren typischer Killer wie Planungsfehler, Finanzierungsprobleme, Personalprobleme, fehlende Netzwerksynergien, weitere externe Probleme oder auch die fehlende Vision des Gründers in der Planungs- und Gründungsphase berücksichtigt wurden. Gerade junge Unternehmer konzentrieren sich viel zu häufig auf eine Produktentwicklung oder fachspezifische Details und geben dem Aufbau einer Vermarktungs- und Vertriebsstruktur zu wenig Gewichtung. 

Tipp Nr. 1 lautet: Kenne die Branche, in der Du gründen willst, wie Deine Westentasche!

Tipp Nr. 2 lautet: Sei immer integer, denn es ist der einzige Weg, der Dich nicht in die Irre führt.

Tipp Nr. 3 lautet: Sei Unternehmer, weil Dir Dein Business leicht von der Hand geht und Dir ermöglicht, Deiner Kreativität freien Lauf zu lassen. 

Wo sehen Sie sich in den nächsten fünf Jahren?

Esra Erdem und Thorsten Schwack/ STRATAVIS: Wir tun das was wir tun mit ausgeprägter Leidenschaft, Enthusiasmus und einem hohem Professionalitätsgrad. Dies hat uns in den letzten Jahren erfolgreich werden lassen und so betrachten wir das auch für die vor uns liegenden Jahre, weit über fünf Jahre hinaus.

Bildquelle/ Fotograf: Jascha van den Berg

Ich bedanke mich bei Esra Erdem und Thorsten Schwack für das spannende Interview!

Aussagen des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder!