Hannover (dts Nachrichtenagentur) – Die Elektroindustrie in Deutschland meldet trotz der derzeitigen Wirtschaftskrise gute Geschäfte. „Wir haben gerade durchaus Rückenwind, auch weil Elektronik-Komponenten bei allen Themen der Energiewende und des Klimaschutzes eine Rolle spielen“, sagte der Präsident des Verbands der Elektro- und Digitalindustrie (ZVEI), Gunther Kegel, der „Welt“ (Montagsausgabe).
„Die Produktion in den ersten beiden Monaten war so gut, dass wir die Jahresprognose für 2023 anheben können.“ Bislang ist der ZVEI von einer Seitwärtsbewegung mit Nullwachstum ausgegangen. „Aber schon jetzt ist absehbar, dass die Branche wachsen wird“, sagte Kegel. Die Auftragsreichweite liege mit fast sechs Monaten äußerst hoch.
Üblich seien sonst rund dreieinhalb Monate. Die genaue Zahl für das Produktionswachstum will der Verband am Montag zum Auftakt der Hannover-Messe bekannt geben. Ungeachtet dessen macht sich Kegel Sorgen um den Industriestandort Deutschland. „Die bedenklichen Signale nehmen stetig zu in Deutschland: Es werden kaum neue Fabriken gebaut, in bestehende wird nicht ausreichend investiert und mit den kriegsbedingt stark gestiegenen Energiepreisen droht nun auch noch ein schneller Abschied vieler Unternehmen aus den energieintensiven Branchen“, sagte der Unternehmer.
In den vergangenen Jahren sei der Anteil der Industrie an der deutschen Wirtschaftsleistung ohnehin schon in bedenklichem Ausmaß geschmolzen auf zuletzt noch rund 20 Prozent. Wenn in Deutschland nicht endlich eine aktive Industriepolitik gemacht werde, etwa durch weniger Regulierung, eine Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren und einen wettbewerbsfähigen Industriestrompreis, könne sich dieser Trend nochmal beschleunigen. „Damit droht uns ein ähnliches Schicksal wie Großbritannien oder Frankreich, wo der Industrieanteil eher Richtung zehn Prozent tendiert.“ Die Politik habe das aus Sicht Kegels überwiegend auch verstanden, handele aber absichtlich nicht.
„Das Problem ist, dass es Kräfte gibt, die sich darüber sogar freuen und einzelne Industriezweige extra kaputtgehen lassen wollen, um etwas Neues zu schaffen und die zweifellos nötige Transformation in Richtung Klimaneutralität in einer kaum zu schaffenden Art und Weise beschleunigen wollen“, sagte der ZVEI-Präsident. „Das sind ideologische Weltenretter, die aller Welt zeigen und vormachen wollen, wie die Industrie in Zukunft auszusehen hat.“ Eines werde dabei aber verkannt: „Niemand will sich von Deutschland mit dem erhobenen Zeigefinger führen und anweisen lassen. Im Gegenteil: Viele Länder gucken völlig verstört auf uns und wundern sich, wie und warum man die eigene Industrie sehenden Auges so dermaßen an die Wand fährt.“
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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Unionsfraktion im Bundestag strebt eine Reform der Deutschen Bahn an. Diese sieht auch eine Aufspaltung des Konzerns vor, wie aus einem Positionspapier der Fraktion hervorgeht, über welches das ZDF berichtet. 
Rom (dts Nachrichtenagentur) – Nach dem Tod von drei Mitarbeitern stellt das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) seine Arbeit im Sudan vorerst ein. Das teilte die Organisation am Sonntag mit. 
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) hat noch keinen Zeitplan für den Entschädigungsfonds, der für die Opfer des Transsexuellengesetzes (TSG) von der Bundesregierung vorgesehen ist. „Es ist richtig, dass viel Leid produziert worden ist dadurch, dass trans- und intergeschlechtliche Menschen lange als krank gesehen wurden“, sagte Paus der „taz“ (Montagsausgabe). 
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesliga-Schlusslicht Hertha BSC hat sich mit sofortiger Wirkung von Cheftrainer Sandro Schwarz getrennt. Zunächst bis zum Saisonende soll Pál Dárdai die Mannschaft übernehmen, wie der Verein am Sonntag mitteilte. 
Saarbrücken/Erfurt (dts Nachrichtenagentur) – Der Vorstoß des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU), den Weiterbetrieb von Atomkraftwerken in die Landesverantwortung zu übergeben, ist bei anderen Länderchefs auf Ablehnung gestoßen. „Nachdem sich Bayern jahrelang gegen den Ausbau von Netzen und erneuerbaren Energien gewehrt hat, wirkt diese Idee wie skurriles CSU-Wahlkampfgetöse“, sagte die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) der „Rheinischen Post“ (Montagsausgabe). 
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Im Streit um die Atomkraft wirft die SPD dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) Heuchelei vor. „Bei der Endlagersuche würde ich mir ebenso viel Leidenschaft von Herrn Söder wünschen“, sagte SPD-Parlamentsgeschäftsführerin Katja Mast der „Rheinischen Post“ (Montagsausgabe). 
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – FDP-Fraktionschef Christian Dürr hat mit Skepsis auf die Forderung von Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) reagiert, die Sanktionen gegen Russland mit schärferen Zollkontrollen durchzusetzen. Auch wenn es richtig sei, die Umgehung von Sanktionen zu bekämpfen, sollte man vermeiden, dass Unternehmen in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten noch mehr Papier produzieren müssen, sagte Dürr den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. 
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach der Eskalation des Machtkampfs zwischen der Armee und der paramilitärischen Gruppe RSF im Sudan drängt Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) auf ein schnelles Ende der Kämpfe. „Ich bin entsetzt über die vielen Opfer, die die Kämpfe in Sudan bereits gefordert haben“, schrieb sie am Sonntag bei Twitter. 
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) fordert eine schnelle Regulierung für Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz auf europäischer Ebene. „Es ist atemberaubend, was Künstliche Intelligenz inzwischen kann“, sagte Wissing der „Bild am Sonntag“.