Freitag, Januar 30, 2026
spot_img
Start Blog Seite 25

Mentale Resilienz fürs Klassenzimmer

0
Super Chill App bringt Achtsamkeit in die Schule

Super Chill ist jetzt über Eduplaces für Schulen verfügbar

Die gemeinnützige Super Chill Stiftung und Eduplaces, die Plattform für digitale Bildungsangebote und Lern Apps in Schule und Unterricht, bündeln ihre Kräfte, um Kinder in ganz Deutschland zu erreichen. Die Super Chill App ist ab sofort über Eduplaces für mehr als 6.000 Schulen in Deutschland kostenlos verfügbar. Kindgerechte Achtsamkeitsübungen bringen Ruhe und Konzentration ins Klassenzimmer, wo Leistungsdruck, Prüfungsangst und Mobbing viele Kinder täglich herausfordern.

Berlin, Januar 2026. Lehrkräfte haben ein neues Werkzeug für mehr Achtsamkeit im Unterricht. Die Super Chill App ist jetzt kostenlos über Eduplaces verfügbar. Die Super Chill Stiftung verfolgt das Ziel, Kindern zu mehr mentaler Resilienz und emotionaler Stärke zu verhelfen. In einer Welt, die immer lauter und reizintensiver wird, ist mentale Widerstandskraft eine notwendige Fähigkeit für zukünftige Generationen.

Herzstück der Initiative ist die kostenlose und werbefreie Super Chill App. Sie unterstützt Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren mit kurzen, kindgerechten Audio und Video Übungen aus Achtsamkeit, Atmung, Meditation und kleinen Ritualen. So erhalten Kinder Werkzeuge, um gelassener mit herausfordernden Situationen umzugehen und Schritt für Schritt ihre Selbstregulation zu stärken. Diese Fähigkeiten sind zentral für erfolgreiches Lernen und gesundes Aufwachsen.

Super Chill kommt direkt ins Klassenzimmer

Mit Eduplaces hat Super Chill einen Partner an der Seite, der das Angebot direkt in den Schulalltag integriert. Eduplaces bietet Schulen ein breites Portfolio an Bildungs und Lern Apps für den Unterricht, komfortabel zugänglich über den SSO Login. Die Plattform nimmt Lehrkräften administrative Aufgaben ab, vereinheitlicht Prozesse und erleichtert den Einsatz digitaler Anwendungen.

Alle Schulen, die die IServ Schulplattform nutzen, haben direkten Zugang zu Eduplaces. Super Chill erreicht damit mehr als 6.000 Schulen in ganz Deutschland und bringt wissenschaftlich fundierte Bewegungs und Entspannungsübungen zur Förderung der mentalen Resilienz direkt ins Klassenzimmer.

Selbstregulation als Schlüsselkompetenz

„Selbstregulation ist ein kleines Pausen Knöpfchen im Alltag“, betont Geert Pelsma, Managing Director der Super Chill Stiftung. Super Chill unterstützt Kinder dabei, Gedanken, Gefühle und Verhalten bewusst zu regulieren und einen gelassenen Umgang mit den Anforderungen des Alltags zu entwickeln. So selbstverständlich wie einmal tief durchzuatmen.

Mit kindgerechten, spielerischen Übungen gibt die Super Chill App Kindern passende Werkzeuge an die Hand, um ihre mentale Resilienz zu stärken. Im besten Fall können sie diese Übungen nach einiger Zeit ganz eigenständig auch ohne App einsetzen. Die Kooperation mit Eduplaces ist ein Meilenstein, um Kinder dort zu erreichen, wo sie täglich neuen Eindrücken, Herausforderungen und Reizen begegnen, in der Schule.

Wenn Stress für Kinder zum Alltag wird

Aktuelle Erhebungen der Super Chill Stiftung mit Civey zeigen, wie stark Kinder heute gefordert sind. Dreißig Prozent der deutschen Eltern erleben ihre Kinder mehrfach pro Woche als hoch bis sehr hoch belastet. Zu den Hauptursachen zählen Leistungsdruck, Hausaufgaben und Tests sowie Mobbing und Sticheleien.

Die Folgen sind deutlich spürbar. Reizbarkeit, Leistungsabfall und Schlafprobleme gehören zu den häufigsten Auswirkungen.

Achtsamkeit stärkt Lernen und Resilienz

„Der Leistungsdruck auf Kinder und Jugendliche steigt immer weiter an“, sagt Prof. Dr. Nina Kolleck, Universitätsprofessorin für Erziehungs und Sozialisationstheorie an der Universität Potsdam. Besonders Mobbing und Ausgrenzung, oft verstärkt durch soziale Medien, belasten viele junge Menschen stark.

Studien zeigen, dass Kinder, die regelmäßig Entspannungs und Meditationsübungen durchführen, bessere Schulleistungen erzielen und psychisch widerstandsfähiger werden. Achtsamkeit im Kindesalter ist damit ein zentraler Baustein für gesunde Entwicklung.

Kleine Pausen mit großer Wirkung

Für Lehrkräfte bietet Super Chill eine einfache Möglichkeit, den Unterricht zu bereichern. Alle Inhalte sind maximal fünf Minuten lang und lassen sich ohne Vorbereitung einsetzen. Ob als kurze Entspannung zwischen Lernphasen oder zur Fokussierung nach der Pause.

Eine Atemtechnik gegen Anspannung vor der Klassenarbeit, ein Ritual gegen Nervosität vor einem Referat oder eine Meditation zum Runterkommen nach dem Schultag. Die Inhalte sind wissenschaftlich fundiert, kindgerecht aufbereitet und leicht in den Schulalltag integrierbar.

Achtsamkeit wirkt auch über die Schule hinaus

Die Relevanz mentaler Stärke ist auch in Familien angekommen. Zweiundsiebzig Prozent der deutschen Eltern zeigen Interesse daran, mehr Achtsamkeit in den Familienalltag zu integrieren. Super Chill begleitet Kinder nicht nur in der Schule, sondern auch zu Hause.

Besonders Übungen zum abendlichen Runterkommen und besseren Einschlafen helfen dabei, den Tag gelassen abzuschließen. So entstehen Routinen, die Kinder langfristig dabei unterstützen, ihre Selbstregulation zu stärken und Herausforderungen souverän zu meistern.

Weitere Informationen für Lehrkräfte und Erziehungspersonen sowie Materialien für den Unterricht finden sich unter
superchill.org/de/super-chill-in-der-schule

Bild @SuperChill

Quelle Christine Maria Veauthier PR Professional 

Wenn Frische Design trifft

0
Air Cube für Luftreinigung im Badezimmer ©bellaria Technology GmbH

Der Air Cube von bellaria bringt Hightech‑Luftreinigung ins Badezimmer

Frische ist kein Zufall, sondern sie ist Technik. Mit dem Air Cube von bellaria hält modernste Luftreinigung Einzug ins Badezimmer. Das stylische Gerät, bekannt aus „Die Höhle der Löwen“ setzt auf Ionentechnologie statt Duftspray und sorgt so für reine, geruchsfreie Luft – ganz ohne Chemie. Mit einem leistungsstarken Ionisationssystem eliminiert der Air Cube nicht nur Fäkalien- und Uringerüche, sondern reinigt gleichzeitig die Raumluft. Millionen positiv geladener Ionen spalten Geruchs- und Schmutzmoleküle in ihre Bestanteile, ein Effekt, der 3000-mal stärker ist als der von Chlor, aber völlig ohne reizende Zusatzstoffe auskommt. Bis zu 45 Toilettengänge schafft der Air Cube 3.0 mit einer einzigen Akkulandung, ideal für Haushalte ohne Fensterbad oder auch unterwegs im Wohnmobil. Einfache Installation, nachhaltiger Betrieb und ein wartungsarmes Design machen den Air Cube zu einem Must-have für alle, die Wert auf ein sauberes, hygienisches Umfeld legen. 

Air Cube Freshness-Bundle (Air Cube und 6 Dufteinlagen) von bellaria Technology

UVP 124,95 Euro

Bellaria Technology GmbH

Seit der Gründung im Jahr 2021 tritt die Bellaria Technology GmbH mit überzeugender Innovation und einem klaren Ziel an: Badezimmer und WC hygienischer, komfortabler und geruchsfreier zu machen. Bellaria entstand mit dem Fokus auf die Entwicklung und den Vertrieb smarter Luft- und WC-Reinigungslösungen. Im Mittelpunkt steht das Produkt AIR CUBE, das mit einem patentierten Filtersystem unangenehme Gerüche zuverlässig eliminiert, Bakterien und Verunreinigungen automatisch beseitigt und für nachhaltige Frische sorgt – ganz ohne chemische Sprays oder WC-Steine. Das Münchener Unternehmen verbindet modernes Design, Umweltbewusstsein und technologische Innovation mit dem Anspruch auf einfache Handhabung und hohe Alltagstauglichkeit.

Geschäftsführer und Gründer Giuseppe Leo beschäftigt derzeit drei Mitarbeiter.

Bildquelle ©bellaria Technology GmbH

Quelle Borgmeier Media Gruppe GmbH

IWF hebt Wachstumsprognose für Deutschland an

0

Washington (dts Nachrichtenagentur) – Die deutsche Wirtschaft dürfte im laufenden Jahr nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) stärker wachsen als bislang angenommen.

Der IWF erwartet, dass das Wachstum 2026 bei 1,1 Prozent liegen wird, und damit 0,2 Prozentpunkte höher als die Prognose vom Oktober. Staatliche Milliardenausgaben sollen demnach kurzfristig für Auftrieb sorgen und die bremsenden US-Zölle abfedern.

Die IWF-Ökonomen zeigen sich damit optimistischer als die Bundesbank und das Ifo-Institut, bleiben jedoch vorsichtiger als die Bundesregierung, die ein Wachstum von 1,3 Prozent erwartet. Die Bundesregierung hofft bei ihrer Prognose vor allem auf die inländische Nachfrage, wobei stabile Preise, Lohnsteigerungen und Entlastungsmaßnahmen die verfügbaren Einkommen der Privathaushalte erhöhen sollen. Für 2027 erwarten die IWF-Experten ein Wachstum von 1,5 Prozent.

Deutschland soll im laufenden Jahr stärker wachsen als andere G7-Länder. Während die Bundesrepublik im vergangenen Jahr noch das Schlusslicht unter den großen westlichen Industrienationen bildete, hinken nun Japan und Italien mit einem prognostizierten Wachstum von 0,7 Prozent hinterher. Frankreich sehen die Ökonomen mit 1,0 Prozent ebenfalls etwas schwächer als Deutschland.


Foto: Chemie-Anlagen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Dax startet schwach – Zolldrohungen schicken Börse auf Talfahrt

0

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Montag schwach in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.020 Punkten berechnet, 1,1 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag.

„Die Unsicherheit ist zurück“, sagte Thomas Altmann von QC Partners. „Und wieder sind es US-Zolldrohungen, die die Märkte erschüttern. Noch ist es Rhetorik. Noch bleiben zwei Wochen Zeit für Verhandlungen.“

Es bestehe das Potenzial für eine noch nie dagewesene Spirale aus Zöllen, Gegenzöllen und weiteren Maßnahmen. Anders als in früheren Verhandlungen werde die EU wohl diesmal nicht klein beigeben.

Welche Zölle am Ende auf beiden Seiten drohen könnten, sei kaum absehbar. „Denn das im vergangenen Jahr ausgehandelte Zollabkommen zwischen der EU und den USA steht ebenfalls auf der Kippe. Für die deutsche Wirtschaft könnte das massive Folgen haben. Denn die USA sind der wichtigste ausländische Absatzmarkt für Produkte made in Germany.“

„An den Börsen ist der Höhenflug fürs Erste vorbei. Die initialen Verluste bleiben allerdings überschaubar. Dennoch besteht die Hoffnung, dass eine Einigung am Verhandlungstisch gefunden wird. Die Börsianer haben sich in den vergangenen 12 Monaten ein Stück weit daran gewöhnt, dass Donald Trump Zölle zum politischen Verhandlungsmittel gemacht hat. Dennoch werden Risikoassets wie Aktien abgebaut. Stattdessen wird der sichere Hafen der Edelmetalle gesucht“, sagte Altmann.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagmorgen stärker: Ein Euro kostete 1,1625 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8602 Euro zu haben.

Der Goldpreis konnte deutlich profitieren, am Morgen wurden für eine Feinunze 4.671 US-Dollar gezahlt (+1,6 Prozent). Das entspricht einem Preis von 129,17 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 63,66 US-Dollar, das waren 47 Cent oder 0,7 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Zahl der Privatschulen in Deutschland nimmt zu

0

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Die Zahl der Privatschulen in Deutschland nimmt zu.

Im Schuljahr 2024/25 waren rund 3.800 allgemeinbildende Schulen hierzulande in privater Trägerschaft. Das war knapp jede achte allgemeinbildende Schule (zwölf Prozent), wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag mitteilte.

Zugleich gab es gut 29.000 öffentliche allgemeinbildende Schulen. Die Zahl der Privatschulen ist in den vergangenen zehn Jahren um sieben Prozent gestiegen: Im Schuljahr 2014/2015 hatte es knapp 3.600 Privatschulen gegeben. Im selben Zeitraum ging die Zahl der öffentlichen Schulen um knapp vier Prozent zurück (2014/15: gut 30.000 Schulen).

Der Anteil der Privatschüler blieb im Zehn-Jahres-Vergleich jedoch weitgehend konstant: Im Schuljahr 2024/25 ging wie in den Jahren zuvor seit 2014/15 knapp ein Zehntel (neun Prozent) der Kinder und Jugendlichen, welche allgemeinbildende Schulen besuchten, auf Privatschulen. Insgesamt waren das 2024/25 rund 807.900 von insgesamt gut 8,9 Millionen Schülern. Im Schuljahr 2014/15 hatten 736.900 der insgesamt 8,4 Millionen Schüler eine Privatschule besucht. Diese Konstanz ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass die Privatschulen durchschnittlich kleiner als die öffentlichen sind und die Schließungen von öffentlichen Schulen häufig durch Vergrößerungen der verbliebenen öffentlichen Einrichtungen ausgeglichen wurden.

Wie stark Privatschulen genutzt werden, ist von Bundesland zu Bundesland sehr unterschiedlich. Am höchsten war der Anteil von Privatschülern in Mecklenburg-Vorpommern: Im Schuljahr 2024/25 gingen 13 Prozent der Kinder und Jugendlichen, welche dort allgemeinbildende Schulen besuchten, auf Privatschulen. Auch in Sachsen (zwölf Prozent) und Bayern (elf Prozent) war der Anteil der Schüler an Privatschulen vergleichsweise hoch. Am niedrigsten war er in Schleswig-Holstein (sechs Prozent), Niedersachsen (sechs Prozent) und Hessen (sieben Prozent).

Von den Schülern an allgemeinbildenden Privatschulen wurde im Schuljahr 2024/25 gut ein Drittel (34 Prozent) an Gymnasien unterrichtet. 14 Prozent der Privatschüler gingen auf eine Grundschule, zwölf Prozent auf eine Realschule. Elf Prozent waren an einer Freien Waldorfschule angemeldet, zehn Prozent an Schulen mit drei Bildungsgängen wie etwa Integrierte Gesamtschulen oder Gemeinschaftsschulen und zehn Prozent an Förderschulen. Die übrigen neun Prozent verteilen sich auf andere Schularten.

Ausländische Schüler besuchen deutlich seltener eine Privatschule als deutsche. Während vier Prozent der ausländischen Schüler an einer allgemeinbildenden Privatschule unterrichtet wurden, lag der Anteil bei deutschen Schülern bei zehn Prozent.

Für einen Platz an einer Privatschule muss häufig Schulgeld gezahlt werden. Für rund 599.000 Kinder und Jugendliche wurde in der Lohn- und Einkommensteuer 2021 Schulgeld geltend gemacht. 2.042 Euro im Jahr zahlten deren Eltern im Durchschnitt für einen kostenpflichtigen Privatschulplatz. Für sieben Prozent kostete der Platz mindestens 5.000 Euro im Jahr, knapp ein Viertel (24 Prozent) machte zwischen 2.000 und 5.000 Euro steuerlich geltend, rund die Hälfte (48 Prozent) zwischen 500 und 2.000 Euro und für 22 Prozent beliefen sich die Gebühren auf weniger als 500 Euro im Jahr. Deutliche Unterschiede zeigen sich auf regionaler Ebene: Am höchsten war das durchschnittlich steuerlich geltend gemachte Schulgeld in Hessen mit 3.261 Euro je Kind, am niedrigsten in Sachsen mit 1.270 Euro, so die Statistiker.


Foto: Klassenraum in einer Schule (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

1&1 kündigt Klage gegen Bundesnetzagentur wegen Frequenzvergabe an

0

Montabaur (dts Nachrichtenagentur) – Der Mobilfunkanbieter 1&1 will gegen die Bundesnetzagentur klagen.

Anlass ist die Entscheidung der Behörde, zentrale Mobilfunkfrequenzen nicht wie üblich zu versteigern, sondern die Nutzungsrechte für Telekom, Vodafone und Telefónica zu verlängern. Zugleich wurden die drei etablierten Netzbetreiber verpflichtet, 1&1 Zugang zu diesen Frequenzen zu gewähren. „Das ist bislang nicht passiert“, sagte 1&1-Chef Ralph Dommermuth dem „Handelsblatt“. Die Bundesnetzagentur habe sich nach Darstellung des Unternehmens bisher nicht eingeschaltet. „Das ist nicht okay und dagegen klagen wir.“

Dommermuth kritisierte, die sogenannte Verlängerung sei faktisch keine gewesen, da die Nutzungsrechte zum Jahresende ausgelaufen seien und neu hätten vergeben werden müssen. Statt eines wettbewerblichen Verfahrens sei 1&1 von der Frequenzvergabe ausgeschlossen worden, obwohl das Unternehmen mehr als zwölf Millionen Mobilfunkkunden versorge und für den weiteren Netzausbau dringend zusätzliche Frequenzen benötige. Die Klage solle klären, ob das Vorgehen der Behörde mit dem Wettbewerbs- und Gleichbehandlungsgrundsatz vereinbar sei.


Foto: Junge Frau beim Telefonieren (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Berlins SPD-Spitzenkandidat will Rückkehr zu 49-Euro-Ticket

0

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Steffen Krach, Spitzenkandidat der SPD Berlin und angehender SPD-Landeschef, will die Kosten für das Deutschlandticket erneut auf 49 Euro setzen.

„Ich würde mir wünschen, dass das Ticket wieder nur 49 Euro kostet“, sagte er dem Tagesspiegel mit der SPD-Politikerin Bettina König, seiner designierten Co-Landeschefin.

Er sei der Meinung, dass die Idee des Deutschlandtickets „vermutlich die beste Idee war, die die vorherige Bundesregierung hatte“. Jetzt werde diese Idee nach und nach zerredet und das Ticket durch die Preissteigerung immer unattraktiver. Auch wenn das Ticket mit aktuell 63 Euro günstiger sei als die meisten Monatsabos, sei das trotzdem eine „höhere Hemmschwelle“.

Er verwies auf die 50-50-Finanzierung zwischen Land und Bund. „Als Regierender Bürgermeister wäre ich bereit, dass wir als Land stärker in die Verantwortung gehen.“

Das Deutschlandticket, mit dem Abonnenten bundesweit im Regional- und Nahverkehr fahren können, kostete ursprünglich 49 Euro. 2025 wurde es auf 58 Euro angehoben, zum Jahresstart 2026 auf 63 Euro. Krach und König wollen auch den öffentlichen Nahverkehr in Berlin verbessern. „Für uns hat Priorität, den ÖPNV so attraktiv zu gestalten, dass es wirklich einen Anreiz gibt, das Auto stehen zu lassen und umzusteigen“, sagte König. Dazu gehörten eine höhere Verlässlichkeit des Angebots und der konsequente Ausbau der ÖPNV-Infrastruktur, vor allem im U-Bahn- und Tram-Netz.


Foto: S-Bahn in Berlin (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Immer weniger Menschen aus Russland erhalten Asyl in Deutschland

0

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach einem Höchststand der Asylanträge russischer Staatsangehöriger in Deutschland im Jahr 2023 sind die Zahlen 2025 weiter gesunken.

Von Anfang Januar bis Ende November beantragten 3.640 Russen Schutz in Deutschland. 2024 waren es noch 5.625, 2023 sogar 9.028. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor, über die die Tageszeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagsausgaben) berichten.

Die meisten Anträge auf Asyl in Deutschland lehnte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) demnach ab. Laut Bundesinnenministerium lag die bereinigte Schutzquote (ohne formelle Ablehnungen und Dublin-Verfahren) für russische Staatsangehörige von Januar bis November 2025 bei 6,8 Prozent. 2024 hatten noch 10,2 Prozent der Antragsteller einen Flüchtlingsstatus erhalten, 2023 waren es sogar 29 Prozent.

Aus den Zahlen der Regierung geht hervor, dass 60 bis 70 Prozent der Antragsteller in den vergangenen Jahren aus Tschetschenien stammten. Die russische Teilrepublik ist geprägt von schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen, Verfolgung politischer Gegner und Korruption unter der Herrschaft des Machthabers Ramsan Kadyrow. Zugleich erhalten mittlerweile nur wenige Tschetschenen Schutz in Deutschland. Während die Asylquote zwischen 2021 und 2023 laut Innenministerium noch bei 16 bis 21 Prozent lag, fiel sie 2025 auf 3,9 Prozent.

Russische Volkszugehörige bilden die zweitgrößte Gruppe unter den Asylsuchenden im Jahr 2025. Von Januar bis Ende November beantragten 357 Personen Schutz in Deutschland. 2022 und 2023 – in den ersten beiden Kriegsjahren – waren es laut Antwort der Bundesregierung jeweils noch mehr als 1.000. Auch hier sinkt die Anerkennungsquote weiter. 2022 hatte jeder zweite Antragsteller russischer Volkszugehörigkeit Schutz in Deutschland erhalten. 2024 war es noch jeder Vierte. 2025 sank die Schutzquote auf 21,6 Prozent.

Die innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Clara Bünger, kritisierte die aus Ihrer Sicht niedrigen Anerkennungsquoten von Menschen aus Russland in Deutschland. „Es gibt handfeste Gründe, warum viele Menschen sich zur Flucht aus Russland gezwungen sehen. Bürgerrechte werden dort massiv eingeschränkt, kritische Stimmen unterdrückt, Minderheiten wie LGBTIQ kriminalisiert“, sagte Bünger den Funke-Zeitungen. „Ich erwarte, dass die die Asylbehörde Asylsuchenden aus Russland den Schutz gewährt, den sie dringend brauchen.“

In Deutschland lebten Ende 2025 knapp 286.000 Menschen mit russischer Staatsbürgerschaft. Jeder Zweite hat ein unbefristetes Aufenthaltsrecht, knapp 92.000 dürfen befristet im Land bleiben. 11.500 sind formell ausreisepflichtig, 10.700 von ihnen verfügen aber über eine Duldung. 111 Personen schoben die deutschen Behörden von Januar bis Ende Oktober 2025 nach Russland ab – die Rückführungen liefen über die Transitstaaten Georgien, Serbien und Marokko.


Foto: Fahne von Russland (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Bär will ersten Fusionsreaktor und mehr Forschung für Frauen

0

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Wissenschaftsministerin Dorothee Bär (CSU) sieht die Zukunft der Energieversorgung auch in Fusionstechnologie. „Ich habe mich bewusst dafür entschieden, dass wir in Deutschland auf Fusion setzen“, sagte sie der SZ. „Der erste Fusionsreaktor soll in Deutschland stehen“. Das sei „ambitioniert“ und „richtig“.

Viele Experten kritisieren, Kernfusion sei sehr komplex und es sei unwahrscheinlich, dass die Energieversorgung in näherer Zukunft durch die Technik gesichert werden könne. Auch die Kosten dafür seien zu hoch. Mittel des Bundes für Bärs Hightech-Agenda, bei der es unter anderem um Kernfusion geht, wurden im Haushaltsausschuss lange zurückgehalten, weil die Planungen laut Abgeordneten zu unkonkret seien.

„Ob am Ende Laser- oder Magnetfusion den Durchbruch bringt, kann heute niemand seriös sagen – ich nicht, die Wissenschaft nicht“, sagte Bär. „Ich kann keinen dieser Vorwürfe nachvollziehen.“

Bär will zudem im kommenden Wissenschaftsjahr einen Fokus auf Frauengesundheit legen. „Deutschland rühmt sich, weit voraus zu sein, hier sind wir Entwicklungsland“, sagt Bär. Sie kritisierte den bisherigen Umgang der Medizin mit Frauen. „Häufig ist die Medikation auf den männlichen Körper ausgerichtet. Bestimmte Frauenkrankheiten wie Endometriose und Lipödeme sind noch nicht ordentlich erforscht“, sagt sie. Sie sei überzeugt: „Wenn Krankheiten, die ausschließlich Frauen betreffen, Männer treffen würden, stünde die Forschung heute an einem ganz anderen Punkt“.


Foto: Dorothee Bär am 16.01.2026, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Mindestens 10 Tote bei Zugunglück in Spanien

0

Madrid (dts Nachrichtenagentur) – In Spanien sind mindestens zehn Menschen bei einem Zugunglück ums Leben gekommen, mindestens 25 Menschen sollen schwer verletzt worden sein.

In Adamuz bei Córdoba im Süden des Landes waren zwei Hochgeschwindigkeitszüge entgleist. Der Zugverkehr zwischen Andalusien und Madrid wurde eingestellt.

Zunächst war kurz nach 19:30 Uhr ein Zug des privaten Bahnbetreibers Iryo entgleist und auf die Gleise eines entgegenkommenden Alvia-Zuges geraten. Allein der Iryo-Zug soll rund 300 Personen befördert haben – Todesopfer gab es aber in beiden Zügen. Die Ursache der Entgleisung ist derzeit unbekannt.

Rettungskräfte berichteten von einer entsetzlichen Situation am Unglücksort. Betroffen waren aber nur bestimmte Waggons. Manche Passagiere aus anderen Zugteilen konnten offenbar weitgehend unversehrt aussteigen und irrten in der Gegend herum, wie lokale Medien berichteten.


Foto: Spanische Polizei (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts