Donnerstag, Februar 19, 2026
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Spannung, Schreck und Schadenfreude

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Sabine Kaack feiert mit Der Geist der Mirabelle von Siegfried Lenz ein Literatur-Konzert mit Barockmusik und norddeutschem Charme. Fotograf Sinje Hasheider

Sabine Kaack arrangiert „Geist der Mirabelle“ – Premiere: 16. März 2026 Ohnsorg Theater Hamburg

Leise knarzen die Dielen. Das Fettnäpfchen zerdeppert schrill.
Mit Wucht saust eine Axt herab. Spannung, Schreck und Schadenfreude wechseln sich ab, faszinieren das Publikum. Eingerahmt von barocken Klängen. Leidenschaftlich und charmant arrangiert Schauspielerin Sabine Kaack (67) zum 100. Geburtstag von Siegfried Lenz ihr Literatur-Konzert „Sabine Kaack & United Baroque – Der Geist der Mirabelle“. Die Deutschland-Premiere ist am Montag, den 16. März 2026, im Ohnsorg Theater in Hamburg auf Plattdeutsch.

Verliebt in Siegfried Lenz

Fast auf den Tag genau ein Jahr zuvor hielt die mit dem TV-Erfolg „Diese Drombuschs“ deutschlandweit bekannt gewordene Schauspielerin und Sprecherin die legendäre Geschichten-Sammlung „Der Geist der Mirabelle – Geschichten aus Bollerup“ von Siegfried Lenz in einer Übersetzung von Hochdeutsch ins Plattdeutsche von Reimer Bull in ihren Händen: „Ich war sofort in Siegfried Lenz verliebt“, schwärmt Sabine Kaack. „Mit intelligentem und feinem Humor ist jede seiner 12 Geschichten von großer sprachlicher Pointe.“ Obwohl bereits 1975 erschienen, könnten sie heute kaum trefflicher sein. „Erzählt im wunderbar blumigen Plattdeutsch sind sie ein tiefgründiges, humoristisches Feuerwerk.“

Erste Bühnen-Aufführung als Produzentin

Schnell war klar: „Das muss ich auf die Bühne bringen“, so Sabine Kaack. „Klassische Gegenwartsliteratur kombiniert mit klassischer Musik. Für ein breites Publikum, nicht nur für regelmäßige Theater- und Konzertgänger.“ Mit ihr auf der Bühne stehen nun die hochqualifizierten Musiker von „United Baroque“. Das sind Künstlerinnen und Künstler der renommierten „lautten compagney BERLIN“, welche u.a. mit zwei Opus Klassik, mehreren Echo Klassik und zuletzt als „Bestes Ensemble 2025“ preisgekrönt wurden. „Ich habe mir hier einen kleinen beruflichen Traum erfüllt. Ein Abend, der mich fordert, bereichert und mir die Zusammenarbeit mit fantastischen Musikern ermöglicht, perfekt für mich zugeschnitten.“

Geschichten aus der Nachbarschaft

In einer Mischung aus Humor, Satire, Groteske und großer Live-Musik liest Sabine Kaack in allen nur möglichen stimmlichen Höhen und Tiefen „Der Geist der Mirabelle – Geschichten aus Bollerup“. Begleitet von „United Baroque“ auf Violine, Violoncello und Percussion mit Klängen des berühmten Komponisten Georg Philipp Telemann. Siegfried Lenz’ Bollerup ist ein fiktives Dorf irgendwo an der Ostsee. Nur wenige Leute heißen dort anders als Feddersen. Um sich gelegentlich voneinander zu unterscheiden, haben sich die Einwohner Zusatznamen gegeben: die Kneifzange zum Beispiel, der Schinken-Peter, der Dorsch oder die Schildkröte. Typisch ist auch der selbstgebraute Mirabellengeist. Der produziert seltsame, krummwüchsige Gedanken, erstaunliche Einfälle und prägt eigenwillige Charaktere.

„Dieses ländliche Milieu mitsamt aller Bauernschläue kenne ich seit meiner Kindheit aus der eigenen norddeutschen Nachbarschaft wie wohl die meisten Menschen“, schmunzelt Sabine Kaack. Mit einem Augenzwinkern, viel Witz und Schnack hat sie alles zu einem unterhaltsamen Theaterabend in einer ganz eigenen, unverwechselbaren Handschrift entwickelt. Hier wird mitgefiebert, gelacht und gelitten.

Nord, Nord, Nord

Wenn nach zwei Stunden vom „Geist der Mirabelle“ Publikum und Künstler zu einer verschwörerischen Dorfgemeinschaft zusammengewachsen sind, dann liegt das vielleicht auch an den norddeutschen Wurzeln aller Beteiligten: Schriftsteller Siegfried Lenz lebte bekanntlich Jahrzehnte in Hamburg. Barockkomponist Georg Philipp Telemann war ebenfalls Wahlhamburger. Reimer Bull, der Siegfried Lenz’ Werke ins Plattdeutsche übertrug, lehrte in Kiel. Produzentin und Erzählerin Sabine Kaack ist in Schleswig-Holstein Zuhause und mehr als eine Liebhaberin der plattdeutschen Sprache: „Bis zu meinem 7. Lebensjahr sprach ich nur Platt. 2016 wurde mir der Titel ‚Offizielle Botschafterin des niederdeutschen Theaters als nationales immaterielles Kulturerbe der UNESCO‘ verliehen. Darauf bin ich sehr stolz.“ Wenn sie demnächst mit „Sabine Kaack & United Baroque – Der Geist der Mirabelle“ auf Deutschland-Tournee geht, hat sie natürlich zwei Versionen im Gepäck – eine auf Hochdeutsch, eine op Platt.

Ein großer Dank gilt dem Sponsor VR Bank Schleswig-Holstein Mitte.

Fakten auf einen Blick

Sprecherin: Sabine Kaack
United Baroque: Violine – Birgit Schnurpfeil, Violoncello – Bo Wiget, Percussion – Peter A. Bauer
Musik: Georg Philipp Telemann, Georg Friedrich Händel
Geschichten: Siegfried Lenz (hochdeutsche Fassung), Reimer Bull (plattdeutsche Fassung)
Verlag: Hoffmann und Campe (hochdeutsche Fassung), Quickborn (plattdeutsche Fassung)
Termine: https://www.musiktransfair.de/

Beginn der Aufführung:19:30 Uhr
OHNSORG THEATER Heidi-Kabel-Platz 120099 Hamburg
Tickets: ab 31,92 Euro via Ohnsorg Theater oder Reservix.de

Bildcredits: Fotograf Sinje Hasheider

Quelle SOCIETY RELATIONS & Communications

Innenminister gegen Boykott der Fußball-WM wegen Trump

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) lehnt einen Boykott der Fußball-WM aus Protest gegen die Politik von US-Präsident Donald Trump ab.

„Ich kann Forderungen nach einem Boykott der Fußball-WM nicht nachvollziehen“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Ich habe nämlich noch sehr genau in Erinnerung, wie die Debatten um die Fußballweltmeisterschaft in Katar liefen, und habe schon damals die Meinung vertreten: Spielt Fußball und hört auf, zu versuchen, Politik zu machen. Das wäre auch mein Ratschlag für all diejenigen, die sich mit dem Thema jetzt beschäftigen.“

Dobrindt sagte allerdings, dass er das Vorgehen der Einwanderungsbehörde ICE, an dem sich unter anderem die jüngste Kritik an Trump derzeit entzündet, ebenfalls für kritikwürdig hält. „Die Bilder, die wir in den USA sehen, wirken auf uns alle mehr als befremdlich“, sagte der CSU-Politiker dem RND. „So ein Vorgehen ist bei professionell ausgebildeten und agierenden Polizeikräften wie in Deutschland vollkommen undenkbar und würde auch in keiner Weise von politisch Verantwortlichen geduldet.“ Ähnlich hatte sich zuvor Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) geäußert.


Foto: Fans der deutschen Fußball-Nationalmannschaft (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Frische als Prinzip. Wirkung als oberstes Gebot. Zukunft als Auftrag

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RINGANA setzt seit 30 Jahren auf Frische und Wachstum RINGANA - vlnr: RINGANA Geschäftsleitung Michael Wannemacher, Ulla Wannemacher, Andreas Wilfinger, Gründer und CEO Credits David Payr

Aus einer mutigen Idee von zwei Menschen ist in drei Jahrzehnten eine der dynamischsten Erfolgsgeschichten der europäischen Frischekosmetik- und Supplements-Branche geworden: RINGANA feiert 30 Jahre Innovation, Wachstum und konsequente Weiterentwicklung.

In nur 30 Jahren wuchs RINGANA von 2 auf bald 1.000 Mitarbeiter:innen, von 0 auf rund 300 Millionen Euro Umsatz, von einem Markt auf fast 40 internationale Märkte. Das Produktsortiment liegt aktuell bei mehr als 70 Frischeprodukten.

„Wir sind nie dem schnellen Wachstum hinterhergelaufen, sondern immer unserer Überzeugung gefolgt“, sagt Gründer Andreas Wilfinger. „Dass daraus heute ein internationales Unternehmen mit dieser Strahlkraft entstanden ist, zeigt: Konsequenz und Haltung zahlen sich aus.“

Von Kosmetik zu ganzheitlicher Frische

Der Ursprung von RINGANA liegt in der Frischekosmetik. Früh wurde das Portfolio konsequent erweitert: erst um CAPS, später um Drinks und PACKS und dann um eine Sportlinie – immer mit dem gleichen Anspruch: maximale Frische, kompromisslose Wirksamkeit und eine Philosophie, die sich an den Werten Exzellenz und Trendsetting orientiert.

„Unsere Produkte sind nie statisch“, betont Co-Gründerin Ulla Wannemacher. „Frische bedeutet für uns auch ständige Weiterentwicklung. Sobald wir eines unserer Produkte verbessern können, tun wir das! Unser Anspruch ist es, immer der Zeit voraus zu sein.“

Jubiläum ohne Nostalgie – ganz RINGANA like

Zum 30-jährigen Jubiläum bleibt RINGANA sich treu: Keine limitierten Jubiläumsprodukte, keine Rückblicke in Formeln von gestern. Stattdessen werden bestehende Formulierungen weiterhin konsequent auf das nächste Level gehoben. Gleichzeitig dürfen sich Kundinnen und Kunden freuen: Für den Herbst werden neue Produkte angekündigt – Details bleiben noch unter Verschluss. Spannung ist garantiert.

Internationale Expansion mit Fokus USA

Auch geografisch setzt RINGANA seinen Wachstumskurs fort. Nach dem erfolgreichen Markteintritt in Mexiko, Kolumbien und der Türkei folgen 2026 Peru und die USA.

Startschuss für Peru wird bereits Anfang Februar erfolgen. Bereits im Laufen sind sehr intensive Evaluierungen für den neuen Markt USA.

Österreichisches Familienunternehmen mit starken Wurzeln

RINGANA ist und bleibt ein Familienunternehmen. Ein Verkauf der Brand kommt für Ulla Wannemacher und Andreas Wilfinger nicht in Frage. Mit Michael Wannemacher als Co-CEO ist auch die nächste Generation bereits in zentraler Verantwortung.

Auch an den Standorten St. Johann in der Haide und Hartberg möchte man festhalten. „Globales Wachstum und regionale Verbundenheit schließen sich nicht aus – im Gegenteil. In St. Johann in der Haide und Hartberg liegen unsere Wurzeln, denen wir treu bleiben wollen“, sagt Michael Wannemacher.

Blick nach vorne: Forschung, Entwicklung und neue Projekte

Für 2026 hat sich RINGANA viel vorgenommen: Ein klarer Fokus auf den Ausbau von Forschung und Entwicklung soll die Innovationskraft weiter stärken. Der Ausbau des Kompetenzzentrum für Nahrungsergänzungsmittel in Hartberg wird mit Mitte des Jahres abgeschlossen sein. Zudem ist die Eröffnung des Hotels „Mikeli“ in Hartberg für Ende 2026 geplant.

„30 Jahre RINGANA stehen für konsequente Weiterentwicklung. Unser Blick ist dabei immer nach vorne gerichtet – auf das, was wir besser machen können“, fasst Ulla Wannemacher zusammen. „So machen wir weiter. Wir feiern nicht die Vergangenheit – wir investieren in die Zukunft“, schließt Andreas Wilfinger ab.

Bild vlnr: RINGANA Geschäftsleitung Michael Wannemacher, Ulla Wannemacher, Andreas Wilfinger, Gründer und CEO Credits David Payr

Quelle marco.agency/RINGANA

NRW-Gesundheitsminister Laumann lehnt Zuckersteuer ab

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Düsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) lehnt die von vielen geforderte Erhöhung von Tabak- und Zuckersteuer ab.

„Jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt, um über höhere Steuern zu diskutieren. Ich finde, wir haben vordringlichere Probleme. Etwa die Stabilisierung des Gesundheitssystems“, sagte Laumann der „Rheinischen Post“.

Dazu fordert Laumann, die Ausgaben für Ärzte und Arzneien an die Einnahmenentwicklung der Krankenkassen zu binden. „Wir geben jedes Jahr rund 500 Milliarden Euro für unser Gesundheitssystem aus. Das muss reichen. Wir müssen zu einer einnahmenorientierten Ausgabenpolitik kommen. Das bedeutet zum Beispiel, dass auch die Honorare der Ärzte und die Pharmaausgaben nicht stärker steigen können als die Einnahmen.“

Der CDU-Politiker warnt die SPD davor, alle Beamten in die gesetzliche Krankenversicherung einzubeziehen: „Dies würde den Bund, aber vor allem die Länder mit hohen Kosten belasten, da diese wegen der Lehr- und Polizeikräfte besonders viele Beamte haben. Sie müssten nicht nur die Behandlungskosten für Pensionäre weiter finanzieren und gleichzeitig auch die Arbeitgeberbeiträge für neue Beamte. Ich sehe zurzeit leider nicht, wie wir in den Ländern so einen Systemwechsel finanzieren können“, so Laumann.


Foto: Kinder in einem Supermarkt (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Schnitzer: "Gen Z arbeitet mehr als die Generationen vor ihr"

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München (dts Nachrichtenagentur) – Die Chefin der Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer, hat die Arbeitsbereitschaft junger Menschen gegen Kritik verteidigt.

„Die Gen Z arbeitet mehr als die Generationen vor ihr“, sagte die Münchner Ökonomieprofessorin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Die jungen Menschen sind schneller im Arbeitsmarkt und arbeiten auch mehr Stunden als früher.“ Viele könnten sich ihr Studium gar nicht leisten, ohne zu arbeiten.

„Jetzt auf die Jungen zu schimpfen, finde ich verfehlt. Mit diesen Unterstellungen und Schuldzuweisungen muss Schluss sein“, kritisierte Schnitzer. „Es sind übrigens oft die Älteren, die meinen, sie hätten genug gearbeitet – und sich für die Rente mit 63 oder jetzt 64 entscheiden.“

Die Wirtschaftsweise wandte sich auch gegen die Einschätzung, junge Menschen mieden das Risiko und strebten vermehrt in den Staatsdienst. „Von wegen. Die stehen bei uns nicht Schlange. In München wollen viele lieber zu BMW“, sagte sie. Zugleich stellte Schnitzer den Beamtenstatus von Lehrern infrage. „Lehrer müssen nicht Beamte sein“, sagte sie. „Professoren im Übrigen auch nicht.“


Foto: Junge Leute mit Laptop (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Dobrindt: Viele Hinweise zu Anschlag auf Berlins Stromnetz erhalten

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach Angaben von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) trägt die Auslobung einer Belohnung des Bundes von einer Million Euro zur Aufklärung des Anschlags auf das Berliner Stromnetz Früchte.

„Seit Auslobung der Belohnung ist eine Vielzahl von Hinweisen eingegangen“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Denen geht das BKA nun nach, deswegen kann man auch jetzt noch nicht sagen, ob eine Spur dabei ist.“ Dobrindt sagte zugleich: „Klar ist aber, dass es die Belohnung nur für valide, also erfolgreiche Hinweise gibt, die also zur Ergreifung des oder der Täter führen.“

Der CSU-Politiker hält die Belohnung, die bis zum 24. Februar befristet ist, für aussichtsreich. „Wir glauben, dass es innerhalb der linksextremistischen Szene sehr unterschiedliche Einschätzungen über den Erfolg des Anschlags gibt, in dessen Folge tausende Berliner tagelang bei Minusgraden ohne Strom und Heizung auskommen mussten“, sagte er dem RND. „Darum kann ich mir gut vorstellen, dass aus dieser Szene Hinweise auf die Täter kommen könnten.“

Dabei seien Belohnungen „grundsätzlich befristet, um deutlich zu machen, dass die Aufklärung von Kriminaldelikten nicht auf die lange Bank geschoben wird und etwaige Mitwisser keine 12 Monate Zeit haben, um zu überlegen, ob sie auf der richtigen Seite stehen wollen“. Sie seien „ein Anreiz, zeitnah notwendige Informationen zu liefern“.


Foto: Alexander Dobrindt (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Mütterrente kostet 13,5 Milliarden Euro im Jahr

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Mütterrente hat seit ihrer Einführung im Jahr 2014 rund 119 Milliarden Euro an Kosten verursacht. Das geht aus Zahlen der Deutschen Rentenversicherung hervor, über die die Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ berichten.

Derzeit kostet die Mütterrente demnach pro Jahr rund 13,5 Milliarden Euro, die von der Rentenversicherung getragen werden. Es geht dabei um die bessere Anerkennung der Erziehungsleistung von Frauen der älteren Generation – konkret von jenen, die vor 1992 Kinder zur Welt gebracht haben.

Ab 2027 ist eine erneute Ausweitung der Mütterrente geplant, wodurch die jährlichen Kosten noch mal um 5 Milliarden Euro wachsen. Diese zusätzlichen Milliarden sollen aus Steuermitteln finanziert werden. Die Gesamtkosten für die Mütterrente, wenn auch aus verschiedenen Töpfen beglichen, steigen dann auf rund 18,5 Milliarden Euro jährlich.

Jüngere Politiker in der Koalition, aber auch Experten, sehen die Mütterrente kritisch, weil das Rentensystem wegen der Alterung der Gesellschaft ohnehin unter großem finanziellem Druck stehe. Der CDU-Wirtschaftsrat – ein Lobbyverband außerhalb der Partei – forderte zuletzt die Abschaffung der Mütterrente. Diese wurde Mitte 2014 eingeführt. Frauen mit Geburten vor 1992 waren bei der Rentenberechnung zuvor stark benachteiligt: Während für nach 1992 geborene Kinder drei Erziehungsjahre angerechnet werden, war es bei Müttern und Vätern von früher geborenen Kindern zuvor nur ein Jahr.

2014 wurde die angerechnete Erziehungszeit bei älteren Frauen mit der Mütterrente I zunächst von einem auf zwei Jahre erhöht. Damals lagen die jährlichen Kosten laut Rentenversicherung bei etwa 7 Milliarden Euro. 2019 wurde die Anrechnungszeit noch mal um sechs Monate erhöht (Mütterrente II): auf zweieinhalb Jahre. Damit stiegen die jährlichen Kosten zunächst auf mehr als 12 Milliarden Euro. Mit der Mütterrente III, die im vergangenen Dezember im Bundestag beschlossen wurde, soll schließlich eine Ausweitung um weitere sechs Monate auf drei Jahre folgen – und damit eine komplette Gleichstellung der Erziehungszeiten für Kinder, die vor und nach 1992 geboren wurden.


Foto: Seniorin (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Litauen mahnt europäischen "Plan B" für Sicherheit an

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Vilnius (dts Nachrichtenagentur) – Laut Litauens Ministerpräsidentin Inga Ruginiene betreibt ihr Land trotz aller Bündnistreue der Nato bereits Vorsorge für den Ernstfall. „Man weiß nie, was passieren kann“, sagte Ruginiene der „Welt am Sonntag“. Deshalb müsse die „absolute Top-Priorität“ darin liegen, „die EU zu stärken“.

Angesichts möglicher Veränderungen der US-Sicherheitsgarantien setzt Litauen auf Abschreckung und Eigenvorsorge. „Ich hoffe, dass wir die US-Streitkräfte in Litauen behalten werden. Wir glauben an ein starkes Nato-Bündnis“, sagte Ruginienė.

Zugleich machte sie deutlich, dass ihr Land auch alternative Szenarien mitdenkt: „Wir müssen also sehr hart daran arbeiten, dass die Nato stark bleibt. Aber wir müssen gleichzeitig hart daran arbeiten, die EU zu stärken.“ Europa müsse in der Lage sein, „Verantwortung“ zu übernehmen, falls Washington seine Rolle verändere.

Konkret bereitet sich Litauen auch auf den Fall vor, dass Bündnishilfe nicht sofort greift. „Auch wenn wir ein starkes Bündnis haben und Artikel 5 gilt, wissen wir, dass wir für eine kurze Zeit zunächst allein wären“, sagte Ruginiene mit Blick auf mögliche Angriffsszenarien. In dieser Phase müsse Litauen die Lage stabilisieren, „bis unsere Partner eintreffen“. Deshalb sei die Präsenz europäischer Truppen zentral: „Wenn jemand unser Land angreift, dann attackiert er nicht Litauen, sondern die EU.“

Ruginiene verwies auf eine Reihe hybrider Bedrohungen aus Weißrussland und Russland, darunter gezielte Luftraumverletzungen. „Wir registrieren unterschiedliche Angriffe. Aktuell zum Beispiel Ballons, die von Belarus aus gezielt in unseren Luftraum eindringen“, sagte sie. Dabei handle es sich um „eine Mischung aus Schmuggel, weil damit etwa Zigaretten zu uns geschickt werden, und hybridem Angriff“. Hybride Angriffe und Provokationen seien aus ihrer Sicht die größte Gefahr. „Grundsätzlich behandeln wir alle Bedrohungen aus Belarus oder Russland als Fragen der nationalen Verteidigung“, erklärte die Regierungschefin.


Foto: Inga Ruginiene (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Weniger Lebensmittelkontrollen wegen Personalmangels

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – In Deutschland fehlen mehr als 1.500 Lebensmittelkontrolleure.

Nach Angaben des Bundesverbands der Lebensmittelkontrolleure Deutschlands (BVLK) gibt es deshalb weit weniger behördliche Kontrollen als vorgeschrieben. „Aktuell schaffen wir gerade mal die Hälfte der Plankontrollen“, sagte Maik Maschke, Bundesvorsitzender des BVLK, der „Welt am Sonntag“. „Wir können uns daher nur noch auf Überprüfungen in Bereichen mit besonders hohem Risiko konzentrieren.“

Derzeit gibt es bundesweit rund 2.500 Lebensmittelkontrolleure bei etwa 430 kommunalen Überwachungsbehörden. Sie prüfen unter anderem Hygiene, Produkte, Lagerbedingungen, Kennzeichnungen und Rückverfolgbarkeitssysteme bei Lebensmittelherstellern, aber auch in Handwerksbetrieben wie Bäckereien und Metzgereien, im Einzelhandel, auf Wochenmärkten, in der Gastronomie und in Kantinen.

Der BVLK fordert eine bessere personelle Ausstattung, aber auch technische Ressourcen, um die Behörden besser zu vernetzen. Als Gründe für den Personalmangel nannte Verbandschef Maschke neben dem allgemeinen Fachkräftemangel auch eine schlechte Bezahlung und die Sparzwänge der Kommunen. „Ich weiß von Fällen, in denen Lebensmittelkontrolleure zwar ausgebildet, aufgrund knapper Kassen vor Ort aber nicht in den aktiven Dienst übernommen werden“, sagte Maschke.

Die bisherige Reaktion der Politik war anstelle von Personalaufbau eine Reduzierung der Regelkontrollen. Vorgeschrieben seien seit der letzten Reform der Rahmenvorschriften 40 Prozent weniger Kontrollen. Aber selbst diese Vorgaben würden vielerorts nicht erreicht.


Foto: Früchte auf einem Obststand (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Hagel warnt Union: "Leute nicht vor den Kopf stoßen"

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Stuttgart (dts Nachrichtenagentur) – Wenige Wochen vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg am 8. März warnt CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel seine Partei, weiter unbedachte Debatten zu führen.

Hagel sagte der „Rheinischen Post“ (Samstag), Vorschläge wie die zur Begrenzung der Teilzeit oder der Privatisierung der Zahnarztkosten seien „völliger Quatsch“. Er halte nichts davon, „durch solche unbedachten Äußerungen die Leute vor den Kopf zu stoßen“, ergänzte Hagel. „Das ist kontraproduktiv, auch weil es die Bereitschaft, echte Reformen anzugehen, untergräbt.“

Der CDU-Spitzenkandidat weiter: „Wir Christdemokraten sind die Partei mit der größten Wirtschaftskompetenz, aber die Vorschläge der Mittelstandsunion oder des Wirtschaftsrates sind kein konstruktiver Beitrag.“ Darüber hinaus sei die Union auch „die Partei für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer“, sagte Hagel.


Foto: Manuel Hagel (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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