Montag, Februar 9, 2026
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Generalinspekteur setzt weiter auf Rüstungskooperationen mit den USA

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Carsten Breuer, hält an Rüstungskooperationen mit den USA fest. „Meine größte Herausforderung ist im Moment, die Einsatzbereitschaft der Truppe schnell sicherzustellen – und das muss ich mit allen auf dem Markt zur Verfügung stehenden Mitteln tun“, sagte Breuer der „Welt am Sonntag“.

„Wir schauen natürlich zunächst in Deutschland und Europa, ob dort etwas im Regal steht. Falls nicht, müssen wir angesichts des Zeitdrucks auch in den USA kaufen, wenn es dort verfügbar ist“, sagte Breuer. „2029 ist unsere Zielmarke, bis dahin müssen wir einsatzbereit sein.“

Der General sieht „eine deutliche Bedrohung durch Russland“, dessen Streitkräfte im nächsten Jahr mit 1,5 Millionen Soldaten doppelt so groß sein würden wie vor dem Angriffskrieg gegen die Ukraine. „Wir sehen, dass jährlich um die 1.500 Kampfpanzer entweder neu produziert oder aus Depots herausgeholt und instandgesetzt werden – das ist deutlich mehr, als für den Krieg gegen die Ukraine gebraucht wird. Und die Lager werden mit Munition gefüllt“, so Breuer.

Nach seiner Einschätzung wäre Russland 2029 „damit zu einem großmaßstäblichen, konventionellen Angriff auch auf Nato-Gebiet in der Lage“. Es sei Putins Ziel, „die Nato als Bündnis zu schwächen und zu zerstören und unsere westliche Gesellschaftsform zu diskreditieren“.

Auch bezüglich der Versorgung des von der Bundeswehr bestellten US-Kampfjets F-35 mit Software-Updates gibt sich Deutschlands oberster Soldat gelassen. Nach Einschätzung von Experten haben die Vereinigten Staaten die Möglichkeit, die Kampfkraft des Flugzeugs durch das Verweigern von Aktualisierung der Betriebssoftware erheblich zu mindern. „Zunächst mal gibt es für den F-35 keinen Kill-Switch, es wird kein Luftfahrzeug vom Himmel fallen oder plötzlich nicht mehr eingesetzt werden können“, sagte Breuer.

Darüber hinaus gebe es gegenseitige Abhängigkeiten. „Sowohl bei der Software für die Kommunikation als auch bei der Hardware. So werden zum Beispiel die Landeklappen für die F-35 in Belgien gefertigt, die Rückenfinnen in Norwegen. Das sind länderübergreifende Verflechtungen, die man nicht so schnell auflösen kann“, sagte der General. Er sei zuversichtlich, „dass dieser Verbund hält und die F-35 uns mit ihren Fähigkeiten deutlich nach vorne bringen wird“.

Breuer setzt insgesamt weiterhin auf die Bündnistreue der Vereinigten Staaten. Auf die Frage, ob er im Falle eines russischen Übergriffs auf die baltischen Staaten Vertrauen in die USA habe, sagte Breuer: „Ja, absolut.“ Er sei gerade in den USA gewesen und habe bei seinen Kollegen an keiner Stelle erkennen können, „dass man von der Nato abrückt“. Er erlebe im Gegenteil, „dass gerade die Generalstabschefs aller Nato-Staaten enger zusammenrücken, dass man den Schulterschluss sucht, sehr viel mehr konsultiert und Analysen austauscht als in den vergangenen Jahren“, so Breuer.

Die Befürchtungen der baltischen Staaten, dass Russland bereits das Manöver „Zapad“ in diesem Herbst für kleinere Übergriffe auf Nato-Territorium nutzen könnte, teilt Breuer derzeit nicht. „Putin ist daran interessiert, die Menschen in Gesellschaften zu verunsichern. Er wird uns immer dann austesten, wenn sich die Möglichkeit dazu ergibt“, sagte der General. Das könne natürlich auch im Rahmen eines solchen Manövers geschehen.

Allerdings sei das Zapad-Manöver „eine wiederkehrende Übung, die alle vier Jahre stattfindet, dieses Jahr erstmalig unter der Führung von Weißrussland. Im Moment gehen wir davon aus, dass dabei rund 13.000 Soldaten eingesetzt werden, also deutlich weniger als bei früheren Manövern“, so Breuer. Die Bundeswehr behalte die Lage gemeinsam mit den Verbündeten im Blick.


Foto: Carsten Breuer (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Reichinnek kritisiert Linken-Landesverbände für Ja zu Schuldenpaket

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die kommissarische Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, Heidi Reichinnek, hat die Landesverbände ihrer Partei aus Mecklenburg-Vorpommern und Bremen dafür kritisiert, dass sie mit ihren Landesregierungen im Bundesrat für das Schuldenpaket von Union, SPD und Grünen gestimmt haben.

Sie verstehe zwar, dass die Länder unter Haushaltsprobleme litten und auf neue Gelder angewiesen seien, sagte sie dem Podcast „Tagesanbruch – die Diskussion“ von „T-Online“. „Trotzdem bin ich nicht zufrieden mit diesem Abstimmverhalten.“ Die Linke lehnt vor allem die Investitionen in die Verteidigung ab.

Zudem kritisierte sie den Koalitionsvertrag von Union und SPD. „Für uns ist das verantwortungslos, weil die zukünftige Koalition die zentralen sozialen Fragen unserer Zeit nicht adressiert“, sagte Reichinnek. „Es ist eine Koalition der Ratlosigkeit, der Ignoranz.“

Als Beispiel nannte sie fehlende Maßnahmen beim Thema Wohnen und Mieten. „Wenn das Einzige, was die Koalition da bietet, die Verlängerung der Mietpreisbremse auf vier statt zwei Jahre ist, dann finde ich das wirklich lächerlich“, sagte Reichinnek. Mit der Mietpreisbremse seien die Probleme erst entstanden. Sie forderte hingegen einen „Mietendeckel, der Mieten einfriert und mit dem man Mieten auch absenken kann“. Das wäre „wirklich mal ein klares Zeichen“, so die Linken-Politikerin.


Foto: Heidi Reichinnek (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Union und SPD streiten über Einnahmen aus CO2-Bepreisung

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Union und SPD sind sich offenbar nicht einig darüber, wie die Einnahmen aus der CO2-Bepreisung künftig genutzt werden sollen. Grund dafür ist ein Satz zum Klima- und Transformationsfonds (KTF) im Koalitionsvertrag, wonach alle Einnahmen „grundsätzlich dem Gesamthaushalt zur Verfügung“ stünden.

„Die Einnahmen aus der CO2-Bepreisung sollen an die Verbraucher und die Wirtschaft zurückfließen – das kann innerhalb oder außerhalb des KTF geschehen“, sagte der Chefhaushälter der Unionsfraktion, Christian Haase (CDU), der „Welt am Sonntag“. Es gebe keine zweckgerichtete Bindung von Einnahmen.

Die SPD wiegelte ab. „Im Koalitionsvertrag ist klar beschrieben, dass dem KTF Geld zugeführt wird und wofür die Mittel des KTF ausgegebenen werden sollen. Der von Ihnen beschriebene Satz hat darüber hinaus keine Relevanz“, sagte eine Sprecherin von Parteichef Lars Klingbeil. Ein namentlich nicht genannter SPD-Haushaltspolitiker vermutete hinter dem Satz gar ein „redaktionelles Versehen“.

Bisher fließen die Gelder aus dem Europäischen Emissionshandel (EU-ETS-1) und aus der nationalen CO2-Besteuerung von Heizöl, Erdgas, Benzin und Diesel sowie von Kohle- und Abfallverbrennung in den Klima- und Transformationsfonds (KTF). Daraus wurden daraus beispielsweise die Förderung von Energieeffizienz im Gebäudebereich, die EEG-Förderung und der Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektroautos bezahlt. Die nationale CO2-Bepreisung soll ab 2027 durch das Europäische Emissionshandelssystem 2 für Gebäude, Straßenverkehr und weitere Sektoren (EU-ETS-2) ersetzt werden, dessen Einnahmen über den Klima-Sozialfonds der EU fließen und darüber von den Mitgliedstaaten für Einkommenshilfen, die Dekarbonisierung von Gebäuden und emissionsarme Mobilität genutzt werden können.

Bei den Verhandlungen zum geplanten Sondervermögen haben sich Union, SPD und Grüne zudem darauf geeinigt, dass die einst über die EEG-Umlage von den Stromkunden bezahlte Förderung Erneuerbarer Energien (EEG) künftig nicht mehr – wie seit 2022 – aus dem KTF, sondern aus dem regulären Haushalt bezahlt werden soll. Aus dem 500-Milliarden-Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz können zudem 100 Milliarden in den KTF gesteckt werden.

Im Koalitionsvertrag heißt es nun: „Wir konzentrieren den Klima- und Transformationsfonds auf die zentralen Herausforderungen auf dem Weg zur Klimaneutralität. Wir werden die Effizienz der Mittelvergabe steigern und stärker an den Kriterien der CO2-Vermeidung und des sozialen Ausgleichs ausrichten.“ Die Einnahmen aus der CO2-Bepreisung gebe man an Verbraucher und die Wirtschaft zurück: „Durch eine spürbare Entlastung beim Strompreis und durch die Förderung von Investitionen in die Klimaneutralität“, heißt es weiter. „Wir führen dem KTF aus dem Sondervermögen jedes Jahr Mittel in Höhe von rund zehn Milliarden Euro zu. Alle Einnahmen stehen grundsätzlich dem Gesamthaushalt zur Verfügung.“


Foto: Neubau mit Wärmepumpe (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Ex-Außenminister Gabriel kritisiert Schuldenpaket

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Sigmar Gabriel (SPD) hat das Schuldenpaket der neuen schwarz-roten Koalition kritisiert und Reformen nach dem Vorbild der Agenda 2010 gefordert. „Wirtschaftspolitik ist eben etwas anderes als mit viel Geld um sich zu werfen“, sagte der Ex-Außenminister der Neuen Osnabrücker Zeitung (Samstagausgabe).

Zwar habe das Investitionspaket eine positive Wirkung auf die Wirtschaft. „Aber die Investitionsbedingungen verbessert das gar nicht“, kritisierte Gabriel. „An der Tatsache, dass seit 2022 mehr Investitionen aus Deutschland heraus in andere Länder geflossen sind als umgekehrt, ändern diese großen Infrastrukturpakete nichts“, so der Ex-Außenminister weiter.

Die Steuern und Energiepreise seien unabhängig vom Schuldenpaket weiterhin zu hoch und Fachkräfte fehlten noch immer. „Wir müssen wieder als Investitions- und Innovationsstandort attraktiver werden. Erst wenn unsere Rahmenbedingungen so interessant sind, dass Investitionen in Deutschland getätigt werden, geht es wieder aufwärts“, sagte Gabriel.

Außerdem gebe es eine Reihe von „unangenehmen Fragen“, denen sich das Land stellen müsse. Der frühere SPD-Vorsitzende nannte beispielhaft die sinkenden Arbeitsstunden pro Kopf, die steigende Zahl von Krankheitstagen und Debatten über eine mögliche Vier-Tage-Woche. „Ohne Anstrengungsbereitschaft aller werden wir es nicht schaffen, den sozialen, kulturellen und ökologischen Wohlstand in Deutschland zu erhalten“, sagte Gabriel.

Deshalb brauche es nun ein Reformprogramm, das sich an der Agenda 2010 orientiert. „Der Sozialstaat ist in den letzten Jahren zum `Sozialhilfestaat` geworden, bei dem die Gefahr überdeutlich wird, dass sich Arbeit und Anstrengung nicht mehr in dem Maße lohnt, wie es früher der Fall war“, kritisierte Gabriel. Der Sozialstaat sei als Freiheitsprojekt gedacht gewesen, doch heute halte der Staat „die Menschen in der Armut, anstatt ihnen herauszuhelfen“.


Foto: Sigmar Gabriel (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Deutsche Wohnen erteilt Telekom-Vertretern Hausverbot

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Wohnungskonzern Deutsche Wohnen hat offenbar ein Betretungsverbot gegen Vertriebsmitarbeiter der Deutschen Telekom und ihrer Partnerfirmen in Hunderten Gebäuden verhängt. Es habe in letzter Zeit „vermehrt Beschwerden über aggressive Vertriebsaktivitäten von Vertriebsmitarbeitern der Deutsche Telekom“ von Mietern gegeben, heißt es auf Aushängen in den Mietshäusern, über die die „Welt am Sonntag“ berichtet.

Es seien Mieter von rund 130.000 Wohnungen in Magdeburg, Dresden und Berlin in den Beständen der Deutsche Wohnen betroffen gewesen, bestätigte ein Sprecher der Deutsche Wohnen der Zeitung. Man wolle die Mieter in den Wohnquartieren „bestmöglich schützen“. Das Hausverbot wurde im Februar ausgesprochen, nachdem Gespräche zwischen den beiden Unternehmen nicht zu einem Ende der Beschwerden geführt hatten.

Die Deutsche Telekom teilte mit, das Hausverbot des Vonovia-Tochterunternehmens Deutsche Wohnen sei ihr bekannt. „Vonovia legt völlig zu Recht Wert darauf, dass der Vertrieb in den Vonovia Liegenschaften gemäß dem Haustürkodex stattfindet“, sagte eine Telekom-Sprecherin der Zeitung. „Die Telekom teilt diesen Anspruch.“

Beide Konzerne erklärten, dass man weiterhin in konstruktiven Gesprächen zu dem Thema sei. Inzwischen wirke das Hausverbot. „Seit unserem Aushang haben wir keine weiteren Beschwerden mehr erhalten“, sagte der Deutsche-Wohnen-Sprecher.


Foto: Deutsche Telekom (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Ifo-Institut schließt neue Weltwirtschaftskrise nicht aus

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München (dts Nachrichtenagentur) – Der Chef des Münchner Ifo-Instituts, Clemens Fuest, hat vor einer neuen Weltwirtschaftskrise gewarnt. „Das ist leider nicht auszuschließen“, sagte Fuest der „Süddeutschen Zeitung“ (Samstagausgabe).

Die USA allein würden die Weltwirtschaft zwar nicht in die Krise stürzen. „Aber wenn sich der Protektionismus immer schneller ausbreitet, in China und in Europa, dann ist das eine große Gefahr. Wenn alle in die falsche Richtung gehen, kann es zu einer großen Krise kommen“, sagte Fuest. Gleichzeitig zerstörten die USA gerade ihre Reputation als zuverlässiger Vertragspartner. „Das ist gefährlich, weil die USA immer noch die wichtigste Wirtschaftsmacht der Welt sind“, so Fuest.

Der Ifo-Chef glaubt, dass der massive Verfall bei US-Staatsanleihen US-Präsident Donald Trump dazu bewogen habe, viele Zölle für 90 Tage auszusetzen. Was jetzt passiere, sei ein Alarmsignal für die USA und für die Finanzarchitektur der gesamten Welt. Zwei Drittel der weltweiten Börsenkapitalisierung sei auf dem US-Aktienmarkt, der Dollar sei die weltweite Ankerwährung, so Fuest. „Wenn das alles kippt, hätte das unkalkulierbare Folgen.“

Fuest lobte die Strategie von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU/EVP). „Es ist richtig, erst einmal abzuwarten, anders als die Chinesen. Das sorgt für möglichst kühle Köpfe“, sagte er.

Auch den Koalitionsvertrag hält Fuest trotz einiger Kritikpunkte für grundsätzlich gelungen. „Ich finde es gut, dass man die Überwindung der wirtschaftlichen Stagnation in den Mittelpunkt des Koalitionsvertrags gestellt hat“, sagte der Ifo-Chef. Das sei nicht selbstverständlich. Union und SPD hätten sich zusammengerauft und aus seiner Sicht die richtigen Punkte genannt, also Investitionserleichterungen, steuerliche Entlastung von Arbeit, Bürokratieabbau, mehr Investitionen in die Infrastruktur, sinkende Energiekosten. „Wachstum steht im Mittelpunkt. Das alles ist richtig“, so Fuest.


Foto: Containerschiff in Wilhelmshaven (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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US-Börsen legen kräftig zu – Verbraucherstimmung deutlich trüber

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New York (dts Nachrichtenagentur) – Die US-Börsen haben am Freitag kräftig zugelegt. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 40.213 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 1,6 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag.

Wenige Minuten zuvor war der breiter gefasste S&P 500 mit rund 5.365 Punkten 1,9 Prozent im Plus, die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt mit rund 18.690 Punkten 1,9 Prozent im Plus.

Zum Ende dieser Woche zeigten sich die Anleger erleichtert über die vorübergehende Aussetzung von höheren Zöllen, doch die Zinspolitik von US-Präsident Donald Trump und die vergangenen turbulenten Wochen hinterließen eine zutiefst verunsicherte Bevölkerung. Die Verbraucherstimmung in den USA ist den vierten Monat in Folge gesunken, wie eine am Freitag veröffentlichte Umfrage der University of Michigan ergab. Im Vergleich zum März fiel der Wert um 11 Prozent. Seit Dezember 2024 ist die Stimmung nun um mehr als 30 Prozent gesunken.

Der Anteil der Verbraucher, die für das kommende Jahr einen Anstieg der Arbeitslosigkeit erwarten, ist den fünften Monat in Folge gestiegen und hat damit den höchsten Wert seit 2009 erreicht. Die Inflationserwartungen für das laufende Jahr stiegen nach Angaben der Universität von 5,0 Prozent im Vormonat auf 6,7 Prozent in diesem Monat und damit auf den höchsten Stand seit 1981.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagabend deutlich stärker: Ein Euro kostete 1,1343 US-Dollar (+1,32 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,8816 Euro zu haben.

Der Goldpreis konnte deutlich profitieren, am Abend wurden für eine Feinunze 3.230 US-Dollar gezahlt (+1,7 Prozent). Das entspricht einem Preis von 91,55 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis stieg unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit 64,73 US-Dollar, das waren 2,2 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Wallstreet in New York, via dts Nachrichtenagentur

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1. Bundesliga: Leipzig gewinnt gegen Wolfsburg

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Wolfsburg (dts Nachrichtenagentur) – Zum Auftakt des 29. Spieltags der 1. Bundesliga hat sich RB Leipzig am Freitagabend in der Volkswagen‐Arena mit 3:2 gegen den VfL Wolfsburg durchgesetzt. Die Sachsen gingen durch Treffer von Lois Openda (11. Minute) sowie Xavi Simons (26. und 49. Minute) in Führung, während Wolfsburg später mit Kilian Fischer (58. Minute) und Andreas Skov Olsen (75. Minute) antwortete.

Die Partie begann mit einer deutlichen Präsenz der Leipziger, die früh Druck aufbauten und bereits in der elften Minute das erste Tor erzielten. Eine kompakte Defensivleistung in Verbindung mit präzisem Passspiel ermöglichte es den Gästen, die Kontrolle über den Spielablauf zu übernehmen. Mit der Halbzeitpause stand es 2:0 für RB Leipzig, was ein Vertrauensvotum für die Besucher darstellte, deren Spielgestaltung von Sicherheit und konsequenten Angriffen geprägt war.

Im zweiten Durchgang intensivierten die Gastgeber ihre Bemühungen, den Rückstand aufzuholen. Wolfsburg versuchte, über schnelle Flügelwechsel und gezielte Doppelwechsel wieder ins Spiel zu finden. So gelang es dem Aufsteiger im Mittelfeld, mit einem präzisen Linksschuss aus kurzer Distanz um die Defensive der Sachsen brechen zu lassen – Kilian Fischer verkürzte in der 58. Minute auf 1:3. Trotz zahlreicher frischer Impulse durch beide Trainer blieb es zunächst bei diesem knappen Ausgleichsversuch. Kurz vor Schluss gelang es jedoch Andreas Skov Olsen in der 75. Minute den zweiten Treffer für Wolfsburg zu erzielen.

Insgesamt zeugte das Spiel von intensiver Zweikampfkraft, taktischer Finesse und einer hohen individuellen Einsatzbereitschaft beider Mannschaften. Die klare Führung zur Halbzeit sowie die effiziente Umsetzung in entscheidenden Momenten sorgten dafür, dass die Leipziger auch in einem umkämpften Duell ihre Favoritenrolle behaupten konnten.


Foto: Xavi Simons (RB Leipzig) (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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2. Bundesliga: Braunschweig schlägt HSV – Remis in Fürth

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Hamburg/Fürth (dts Nachrichtenagentur) – In der 2. Bundesliga hat am Freitagabend Eintracht Braunschweig gegen den Hamburger SV mit 4:2 gewonnen, während sich in der parallel laufenden Partie Greuther Fürth und der 1. FC Köln mit 1:1 trennten.

Die Gäste aus Braunschweig setzten sich in Hamburg mit einer deutlichen Offensivleistung durch. Bereits in der 40. Minute brachte Léon Bell Bell die Führung für Braunschweig, bevor ein unglückliches Eigentor von Silvan Hefti in der 41. Minute den Rückstand weiter ausbaute. Kurz vor der Halbzeitpause fielen dann weitere Treffer: In der 84. Minute traf Julian Baas per präzisem Rechtsfußschuss, und in der darauffolgenden Phase erhöhte Rayan Philippe in der 86. Minute den Vorsprung. Demgegenüber blieb der HSV nicht untätig. In der 74. Minute verkürzte Davie Selke per Kopfball den Rückstand, bevor in der 6. Minute der Nachspielzeit Davie Selke erneut traf. Trotz des späten Trefferwillens der Hausherren blieb das Ergebnis letztlich zugunsten der Blau-Gelben.

Im zweiten Spiel trafen Aufstiegsaspirant und Abstiegsbittere aufeinander. Fürth ging in der 12. Minute durch ein anschlussstarkes Tor von Noel Futkeu in Führung. Die Kölner setzten jedoch zur Halbzeit einen Konter, als Luca Waldschmidt per Foulelfmeter in der 45. Minute eiskalt ins linke Eck verwandelte, sodass beide Teams am Ende einen Punkt mitnahmen. Trotz zahlreicher Chancen in den letzten Spielminuten blieb der Ausgleich der Rheinländer der entscheidende Treffer.


Foto: Denis Huseinbasic (1. FC Köln) (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Kretschmer kritisiert "vorschnelle Urteile" über neue Koalition

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Dresden (dts Nachrichtenagentur) – Der Ministerpräsident von Sachsen, Michael Kretschmer (CDU), bittet darum, der neuen Bundesregierung eine Chance zu geben. „Früher bekamen Regierungen wenigstens 100 Tage Zeit, bevor man ein Urteil über sie fällte“, sagte Kretschmer der „Welt am Sonntag“. „Darum bitte ich auch jetzt.“

Manche seien über die Regierung Merz hergefallen, obwohl sie noch gar nicht im Amt sei. „Das ist doch absurd“, sage Kretschmer weiter.

Die vergangenen großen Koalitionen hätten wesentlich besser funktioniert und mehr für Deutschland erreicht, „als das in den zurückliegenden dreieinhalb Jahren der Fall war“, sagte der CDU-Politiker. Die Union und die SPD seien Volksparteien. „Wir haben den Anspruch, für das ganze Land da zu sein.“

Zwischen den Parteivorsitzenden Friedrich Merz (CDU) und Lars Klingbeil (SPD) sei in den vergangenen Wochen „ein persönliches Vertrauensverhältnis entstanden“. Genau darauf käme es an. „Koalitionen scheitern in den seltensten Fällen an Sachfragen. Sie scheitern immer an Menschen. Das haben wir im Fall der Ampelregierung gesehen“, so Kretschmer.

Der Ministerpräsident kündigte einen „deutlichen Kurswechsel in der Zuwanderungspolitik“ an. Natürlich werde es Zurückweisungen an den Grenzen geben. Die Migrationspolitik der Ampel habe Deutschland den Unmut aus ganz Europa eingebracht. „Beim Thema Migration war doch die Bundesrepublik der Falschfahrer in Europa. Die anderen Staaten wollen schon lange eine Politik, die eine Begrenzung und Bekämpfung der illegalen Zuwanderung verfolgt“, behauptete Kretschmer.

Friedrich Merz führe dazu „bereits die dafür nötigen Gespräche, obwohl er noch gar nicht Kanzler ist“. Er stehe schon jetzt in einem viel intensiveren Austausch mit den europäischen Nachbarn als der amtierende Bundeskanzler. „Die Regierungen in unseren Nachbarstaaten warten darauf, dass wir endlich etwas gegen die ungebremste Zuwanderung unternehmen“.

In Warschau, Prag oder Budapest wisse man, dass die Menschen, die in die EU kommen, überwiegend nach Deutschland wollten, behauptete er. „Dieser Sogeffekt wird gestoppt, wenn eine Bundesregierung endlich dafür sorgt, dass von Deutschland keine Magnetwirkung mehr ausgeht“, sagte Kretschmer der „Welt am Sonntag“.

In der Debatte um Flüchtlinge werden häufig Pull-Faktoren aufgeführt, die als Anreiz für mehr Zuzug von Asylbewerbern wirken würden. Dieses Modell der Push- und Pull-Faktoren aus den 1960er Jahren wird in der Migrationsforschung heute kritisch gesehen, weil es die hohe Komplexität von Migrationsprozessen stark vereinfacht. Die aktuelle Studienlage zeigt, dass Pull-Faktoren allein keine große Sogwirkung haben.


Foto: Michael Kretschmer (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts