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Trump geht gegen Huthi-Rebellen im Jemen vor

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Donald Trump (Archiv), via dts NachrichtenagenturWashington (dts Nachrichtenagentur) – US-Präsident Donald Trump hat das US-Militär angewiesen, gegen die Houthi-Rebellen im Jemen vorzugehen. „Sie haben eine unerbittliche Kampagne der Piraterie, der Gewalt und des Terrorismus gegen amerikanische und andere Schiffe, Flugzeuge und Drohnen geführt“, schrieb Trump am Samstag auf „Truth Social“.

„Die Reaktion von Joe Biden war erbärmlich schwach, sodass die Houthis ungehindert weitermachen konnten. Es ist über ein Jahr her, dass ein unter amerikanischer Flagge fahrendes Handelsschiff sicher durch den Suezkanal, das Rote Meer oder den Golf von Aden gefahren ist“, so der Republikaner.

„Der Angriff der Houthi auf amerikanische Schiffe wird nicht geduldet. Wir werden überwältigende tödliche Gewalt anwenden, bis wir unser Ziel erreicht haben“, kündigte der US-Präsident an. „Die Houthis haben die Schifffahrt auf einer der wichtigsten Wasserstraßen der Welt zum Erliegen gebracht und damit weite Teile des globalen Handels zum Stillstand gebracht und das Grundprinzip der Schifffahrtsfreiheit angegriffen, von dem der internationale Handel abhängt.“

Derzeit würden „Luftangriffe auf die Stützpunkte, Anführer und Raketenabwehrstellungen der Terroristen durchgeführt“, erklärte Trump. „Keine terroristische Kraft wird amerikanische Handels- und Marineschiffe daran hindern, frei auf den Wasserstraßen der Welt zu fahren.“ Trump warnte zudem den Iran, „die Unterstützung für die Houthi-Terroristen sofort zu beenden“.


Foto: Donald Trump (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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1. Bundesliga: Leipzig profitiert von Dortmunder Chancenwucher

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RB Leipzig - BVB am 15.03.2025, via dts NachrichtenagenturLeipzig (dts Nachrichtenagentur) – Am 26. Spieltag der 1. Fußball-Bundesliga hat RB Leipzig daheim gegen Borussia Dortmund mit 2:0 gewonnen.

Im Duell der kriselnden Top-Mannschaften machte der BVB zu Beginn noch den besseren Eindruck: In der neunten Minute prüfte Guirassy Keeper Gulacsi, der den zu zentralen Versuch aber problemlos entschärfen konnte.

In der Folge riss die Rose-Elf das Heft des Handelns aber an sich und hatten die beste Chance in der 14. Minute: Openda ließ nach Raum-Zuspiel aus wenigen Metern die Latte erzittern. In der 18. Minute machte es Xavi da besser: Nach einem Versuch von Raum gegen Kobel prallte das Leder nach der Parade zum Niederländer und der bedankte sich mit dem Führungstreffer.

Überforderte Gäste hatten nun vermehrt Glück: In der 35. Minute schlenzte Baku herrlich an die Latte, in der 38. Minute köpfte Batshiabu nach Ecke haarscharf vorbei.

Kurz vor dem Halbzeitpfiff hätte Adeyemi in der zweiten Minute der Nachspielzeit fast ausgeglichen, Gulacsi machte sich aber ganz lang und kratzte die Kugel aus dem linken Eck. Verdientermaßen ging es mit einer Leipziger Führung in die Pause.

Nach Wiederanpfiff zauberte RB dann regelrecht: Xavis Ecke nahm Openda in der 48. Minute volley ab und hämmerte das Spielgerät in den linken Winkel. Beier hätte darauf in der 50. Minute beinahe perfekt geantwortet, köpfte nach Flanke von Ryerson aber nur an den Querbalken. In der 52. Minute war Beier erneut im Alu-Pech, diesmal traf er allein vor dem Kasten nur den linken Pfosten.

Die Sachsen vernachlässigten nun die Defensivarbeit und hatten mehrfach Riesenglück: In der 62. Minute verlor Guirassy das Duell mit Gulacsi, in der 64. Minute lenkte der Ungar einen Adeyemi-Schuss noch an die Latte.

Mitten in der BVB-Drangphase hatte Sesko in der 67. Minute die Riesenchance zur Entscheidung, Can klärte in der höchster Not aber nach dem Abschluss des Stürmers vor der Linie.

Danach ging es weiter munter Richtung RB-Tor und weiterhin betrieb die Kovac-Elf einen irren Chancenwucher. In der 76. Minute feuerte Groß drüber, in der 78. Minute schoss Gittens ans Außennetz und in der 79. Minute ging Schlotterbecks Direktabnahme knapp vorbei. Es wollte aber einfach nicht gelingen und das Heimteam durfte über drei Punkte jubeln.

Damit klettert Leipzig in der Tabelle vorerst auf Rang fünf, Dortmund rutscht auf Platz elf ab und sieht die internationalen Felle immer weiter davonschwimmen.


Foto: RB Leipzig – BVB am 15.03.2025, via dts Nachrichtenagentur

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Ökonom Höfgen verlangt größeren Länderanteil an Investitionspaket

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Einsturz der Carolabrücke (Archiv), via dts NachrichtenagenturMönchengladbach (dts Nachrichtenagentur) – Der Ökonom Maurice Höfgen schätzt nach der Einigung von Union, SPD und Grünen beim Schuldenpaket den Anteil für Länder und Kommunen als zu gering ein. „Die Länder und Kommunen tragen 60 Prozent aller öffentlichen Investitionen, kriegen aber nur 20 Prozent der Mittel. Das ist ein Missverhältnis“, sagte er bei „Geld für die Welt“.

Die Grünen hatten zuvor gefordert, 200 statt 100 Milliarden Euro an Länder und Kommunen zu adressieren, konnten sich diesbezüglich aber nicht durchsetzen.

Auch sei das Paket nicht größer geworden, 100 Milliarden Euro mehr hätten etwa für eine Altschuldentilgung der Kommunen genutzt werden können, sagte der Makroökonom. „Das hat man jetzt leider verpasst. Stattdessen wurde das Paket sogar noch aufgeweicht, indem man das nicht über zehn sondern über zwölf Jahre abfließen lässt“, kritisierte Höfgen.

Die Grünen hätten sich bei den Verhandlungen „auf die falschen Dinge konzentriert“, etwa „die Mütterrente, die Gastro-Steuer und den Agrardiesel zu verhindern“, so der Wirtschaftswissenschaftler. Und nicht einmal dabei hätten sie sich durchsetzen können.


Foto: Einsturz der Carolabrücke (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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1. Bundesliga: Bayern München lässt Federn bei Union Berlin

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Union Berlin - FC Bayern München am 15.03.2025, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Am 26. Spieltag der 1. Fußball-Bundesliga hat der 1. FC Union Berlin an der Alten Försterei gegen den FC Bayern München mit 1:1 unentschieden gespielt.

Nach dem eindrucksvollen Triumph über Leverkusen in der Champions League agierte der FCB zwar spielbestimmend, aber wenig zwingend. Die Eisernen verteidigten tapfer und ließen wenig zu.

In der 27. Minute verzog Olise, in der 37. Minute fing Rönnow einen Musiala-Fernschuss sicher. Am nächsten dran war wohl Gnabry in der zweiten Minute der Nachspielzeit, aus spitzem Winkel kam der Nationalspieler aber nicht am Union-Keeper vorbei. Entsprechend folgerichtig ging es torlos in die Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel hätte fast ein Eigentor die Hauptstädter jubeln lassen, in der 52. Minute kratzte Urbig Kimmichs abgefälschten Ball aber noch aus der Ecke.

Die Baumgart-Elf schien nun Blut geleckt zu haben und konterte in der 59. Minute über Juranovic, dessen wuchtigen Abschluss der junge Neuer-Vertreter aber entschärfen konnte.

In der 75. Minute war es dann aber doch passiert: Stanisic legte von rechts in den Rückraum für Joker Sané auf und der vollstreckte locker zur Führung.

Das warf die Köpenicker aber nicht aus der Bahn: In der 84. Minute besorgte Hollerbach den Ausgleich, als der eingewechselte Angreifer eine Juranovic-Flanke von Urbig pfannenfertig serviert bekam und aus sechs Metern humorlos einschob.

Anschließend bemühte sich sogar eher das Heimteam um den Siegtreffer, es blieb jedoch bei der Punkteteilung.

Damit hat Tabellenführer Bayern München immer noch komfortable neun Punkte Vorsprung auf Verfolger Leverkusen vor deren Duell mit Stuttgart, Union Berlin kann dagegen an Hoffenheim vorbeiziehen und belegt nun Platz 13.

In den Parallelspielen der 1. Bundesliga kam es zu folgenden Ergebnissen: Bremen – Mönchengladbach 2:4, Augsburg – Wolfsburg 1:0, Mainz – Freiburg 2:2.


Foto: Union Berlin – FC Bayern München am 15.03.2025, via dts Nachrichtenagentur

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Scholz begrüßt ukrainische Bereitschaft zu Waffenstillstand

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Wolodymyr Selenskyj und Olaf Scholz (Archiv), via dts NachrichtenagenturLondon (dts Nachrichtenagentur) – Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat am Samstag am virtuellen Gipfeltreffen zur weiteren Unterstützung der Ukraine teilgenommen. Das teilte der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Hebestreit, mit. Die Einladung zu dem Treffen erfolgte durch den britischen Premierminister Keir Starmer.

Scholz begrüßte dabei laut Hebestreit die Bereitschaft des ukrainischen Präsidenten zu einem bedingungslosen 30-tägigen Waffenstillstand. Er habe aber gleichzeitig auch die Bedeutung der Führungsrolle des US-Präsidenten, um einen möglichen Waffenstillstand und dauerhaften Frieden für die Ukraine zu erreichen, hervorgehoben. Scholz forderte den Angaben zufolge Russland auf, seine täglichen Angriffe auf ukrainische Städte und zivile Infrastruktur zu beenden und den Weg zu einem dauerhaften und gerechten Frieden einzuschlagen.

Der Bundeskanzler habe die anhaltende Solidarität Deutschlands mit der Ukraine bekräftigt und versichert, dass Deutschland die Ukraine in enger Abstimmung mit europäischen und internationalen Partnern weiter unterstützen werde, bis ein gerechter, umfassender und dauerhafter Frieden erreicht sei, so Hebestreit.


Foto: Wolodymyr Selenskyj und Olaf Scholz (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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2. Bundesliga: Paderborn gewinnt Spektakel gegen FCK

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Spieler des 1. FC Kaiserslautern (Archiv), via dts NachrichtenagenturPaderborn (dts Nachrichtenagentur) – Am 26. Spieltag hat der SC Paderborn in einem packenden Zweitliga-Duell den 1. FC Kaiserslautern mit 5:3 besiegt.

Die Partie begann furios, als Paderborn bereits in der zweiten Minute durch Aaron Zehnter in Führung ging. Raphael Obermair erhöhte per Foulelfmeter auf 2:0, bevor Filip Bilbija mit einem Kopfball das 3:0 erzielte. Kaiserslautern schien zunächst chancenlos, kämpfte sich jedoch zurück ins Spiel.

In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit verkürzte Daniel Hanslik per Elfmeter auf 3:1, bevor Ragnar Ache kurz vor dem Pausenpfiff das 3:2 erzielte. Nach der Pause gelang Ache der Ausgleich zum 3:3, als er eine Ecke von Hanslik per Kopf verwandelte. Doch Paderborn schlug zurück: Adriano Grimaldi erzielte nach einem Freistoß von Zehnter den entscheidenden Treffer zum 4:3. In der Nachspielzeit erhöhte Zehnter noch einmal.

Trotz der Niederlage zeigte Kaiserslautern eine beeindruckende Moral, indem sie einen 0:3-Rückstand aufholten. Paderborn hingegen festigt mit diesem Sieg seine Position im Aufstiegsrennen der 2. Bundesliga.

Die weiteren Ergebnisse vom Nachmittag: Fortuna Düsseldorf – Jahn Regensburg 1:0 und SV Elversberg – Preußen Münster 0:1.


Foto: Spieler des 1. FC Kaiserslautern (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Klimaneutralität im Grundgesetz: Sorge vor Klagen

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Demonstranten protestieren für Klimaschutz am 13.03.2025, via dts NachrichtenagenturCottbus/Augsburg (dts Nachrichtenagentur) – Wirtschafts- und Rechtsexperten haben den Beschluss von Union, SPD und Grünen scharf kritisiert, das Ziel der Klimaneutralität Deutschlands bis 2045 ins Grundgesetz aufzunehmen.

„Falls das ins Grundgesetz kommt, ist damit zu rechnen, dass das Bundesverfassungsgericht Investitionen verhindert, Wachstum verlangsamt oder ganz ablehnt“, sagte der Wirtschaftswissenschaftler Jan Schnellenbach von der Universität Cottbus der „Bild“. „Umweltgruppen könnten dann gegen so gut wie alle Investitionen klagen. Jede Autobahn-Sanierung stünde auf der Kippe.“

Auch der Verfassungsrechtler Josef Franz Lindner von der Universität Augsburg sieht den Plan kritisch. „Das Grundgesetz regelt die Grundregeln des Staates“, sagte er der „Bild“. „Politische Detailziele in das Grundgesetz zu schreiben, ist dysfunktional. Es verpflichtet die staatlichen Organe, Ziele unbedingt und mit allen Mitteln erreichen zu müssen, ohne Abwägungsmöglichkeiten – unter Disruption von Wirtschaft und Gesellschaft. Das hätte desaströse Folgen.“


Foto: Demonstranten protestieren für Klimaschutz am 13.03.2025, via dts Nachrichtenagentur

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Nouripour will Bundestagsvizepräsident werden

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Omid Nouripour (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Grünenpolitiker Omid Nouripour möchte Vizepräsident des Deutschen Bundestags werden.

In einem zweiseitigen Bewerbungsschreiben, über das der „Spiegel“ berichtet, wirbt der frühere Parteichef um die Unterstützung der Grünen-Bundestagsfraktion. Darin schreibt Nouripour: „Ich trete mit der festen Überzeugung an, dass ich mit meiner Erfahrung, meinem Engagement und meiner vermittelnden Art einen sinnvollen Beitrag zur Arbeit des künftigen Präsidiums leisten kann.“

Nouripours familiäre Wurzeln liegen in Iran. Darauf spielt er in seiner Bewerbung an. So habe ihn auch sein biografischer Hintergrund gelehrt, „Brücken zu bauen, unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen und respektvolle Debatten zu fördern – weit über Parteigrenzen hinaus.“ Besonders wichtig sei ihm „die Vielfalt unseres Landes und ihre Sichtbarkeit, die Wahrung bewährter parlamentarischer Traditionen und eine transparente, bürgernahe Politik“.

Als Vizepräsident wolle er sich dafür einsetzen, dass der Bundestag als „Ort des respektvollen und konstruktiven Austauschs“ geschützt werde. Offenbar mit Blick auf die erstarkte AfD-Fraktion schreibt der Grüne: „Das antidemokratische Geschrei ist der Feind des Streits. Diesem in Inhalt und Form entgegenzutreten, ist Verpflichtung aller demokratischen Kräfte. Der erste Ort dafür wiederum ist das Plenum des Deutschen Bundestags.“


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CDU-Politiker warnen vor Mehrheiten für AfD-Kandidaten im Bundestag

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AfD-Bundestagsfraktion mit Weidel, Chrupalla und Baumann am 13.03.2025, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – CDU-Politiker warnen davor, der AfD im Bundestag wichtige Posten zuzugestehen.

Die AfD wirke als verlängerter Arm des Kreml, sagte der CDU-Abgeordnete Roderich Kiesewetter dem „Spiegel“. Bekäme die AfD-Fraktion einen Platz im Parlamentarischen Kontrollgremium (PKGr), drohe ein „Informationsabfluss, Spionage oder auch Einflussnahme ausländischer Staaten“.

Das PKGr kontrolliert die Nachrichtendienste und hat tiefe Einblicke in deren Arbeit. Kiesewetter sagte: „Würde nun ein AfD-Abgeordneter in dieses Gremium gewählt werden, wäre der außen- und sicherheitspolitische Schaden immens.“

Der frühere Ostbeauftragte Marco Wanderwitz (CDU) rät der Unionsfraktion dazu, auch in Zukunft die Kandidaten der AfD für die Ausschussvorsitze im Bundestag abzulehnen. „Ich gehe davon aus, dass bei einer sich stetig weiter radikalisierenden Partei und den gemachten schlechten Erfahrungen keine Experimente gemacht werden“, sagte er dem „Spiegel“.

Sowohl die Besetzung der Ausschüsse und Gremien als auch die Wahl der Mitglieder des Bundestagspräsidiums stehen demnächst an. Unionsfraktionschef Friedrich Merz lehnt einen Bundestagsvizepräsidenten von der AfD ab. Er werde den Abgeordneten seiner Fraktion nicht empfehlen, einen AfD-Politiker in ein Staatsamt zu wählen, hatte er kürzlich erklärt.


Foto: AfD-Bundestagsfraktion mit Weidel, Chrupalla und Baumann am 13.03.2025, via dts Nachrichtenagentur

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Steinmeier lobt Bedeutung des Bauernkriegs für moderne Demokratie

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Frank-Walter Steinmeier (Archiv), via dts NachrichtenagenturMemmingen (dts Nachrichtenagentur) – Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Bedeutung der historischen Forderungen im Bauernkrieg für die heutige Demokratie hervorgehoben.

„Die Herrschenden sollten daran gemessen werden, ob sie ihr Handeln am Gemeinwohl und an den Menschenrechten orientieren“, sagte er am Samstag beim Festakt „500 Jahre Zwölf Artikel“ in Memmingen. Auch wenn die Verfasser der Zwölf Artikel noch keine Vorstellung vom modernen Staat oder von moderner Demokratie gehabt hätten, sei in ihren Forderungen die Idee einer politischen Ordnung zu erkennen, in der auch die Herrschenden an universelles Recht und für alle geltende Regeln gebunden seien.

Die Zwölf Artikel enthielten laut Steinmeier zukunftsweisende Ideen wie die gemeindliche Selbstbestimmung und die Forderung nach schriftlich fixierten Gesetzen. Sie beklagten die ungleiche Behandlung vor dem Gesetz, sprachen sich gegen willkürliche Strafen aus und forderten einen würdigen Lohn. Zudem verlangten sie eine gerechte Verteilung von Ressourcen wie Wäldern, Wiesen und Äckern.

Steinmeier warnte davor, heutige Proteste mit den historischen Kämpfen der Bauern oder der Oppositionellen in der SED-Diktatur gleichzusetzen. Damals hätten mutige Menschen ihr Leben riskiert und verloren, während heute Proteste friedlich geäußert werden könnten. Er ergänzte, dass Freiheit in der heutigen Gesellschaft untrennbar mit Verantwortung für andere und das Gemeinwesen verbunden sei.


Foto: Frank-Walter Steinmeier (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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