München (dts Nachrichtenagentur) – Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) hat sich gegen den Verkauf von deutscher Verkehrsinfrastruktur an private Investoren ausgesprochen. „Verkehrswege sind Teil der Daseinsvorsorge und müssen im Eigentum der öffentlichen Hand bleiben“, sagte ADAC-Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben). Deutschland brauche eine nachhaltige Infrastrukturpolitik, die alle Verkehrsträger berücksichtige und pragmatische Lösungen für die steigenden Verkehrsströme finde.
Die Union hatte sich zuletzt generell dafür offen gezeigt, private Geldgeber zu gewinnen, um bei der Sanierung von Straßen und Brücken in Deutschland schneller voranzukommen. Man werde auf „starke Anreize für private Investoren“ setzen, heißt es dazu im Wahlprogramm. Von einem konkreten Plan, Verkehrsinfrastruktur zu verkaufen, ist dabei zunächst nicht die Rede.
Nötig sei laut ADAC aber eine gesicherte, mehrjährige Infrastrukturfinanzierung. „Der große Investitionsstau im Autobahn- und Schienennetz wird in diesem Jahr noch zusätzlich durch den fehlenden Bundeshaushalt verschärft, sodass neue Vorhaben nicht begonnen werden können“, sagte Hillebrand weiter. Dies zeige, wie wichtig mehrjährige Investitionssicherheit für die Bundesverkehrswege sei, die unabhängiger von der jährlichen Haushaltsgesetzgebung werde.
Der ADAC-Verkehrspräsident sprach sich auch dafür aus, die Einnahmen aus den Straßennutzungsgebühren für Lastkraftwagen gezielter einzusetzen. Eine Zweckbindung des Infrastrukturanteils der Lkw-Maut für Fernstraßen sei dafür eine sinnvolle Basis, befand Hillebrand. Derzeit steht nur die Hälfte der Einnahmen aus der Abgabe für Bundesfernstraßen zu Verfügung, die andere Hälfte fließt in den Bereich Mobilität und dabei ganz überwiegend in Bundesschienenwege. Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz (CDU) hatte sich bereits dafür ausgesprochen, Einnahmen aus der Lkw-Maut künftig wieder ausschließlich für Straßen verwenden zu wollen.
Die Belastung für die Verkehrswege in Deutschland werde nach Ansicht des Mobilitätsclubs in den nächsten Jahren weiter zunehmen. „Die Verkehrsprognose 2040 des Bundes zeigt sehr deutlich, wir brauchen nicht nur eine stärkere Schiene, sondern auch leistungsfähigere Straßen“, so Hillebrand. Der Lkw-Verkehr werde um ein Drittel wachsen, ohne dass der Pkw-Verkehr nachlassen werde. Insbesondere auf den Fernstraßen sei mehr Verkehr zu erwarten.
Damit sei davon auszugehen, dass auch langfristig mehr als 70 Prozent des Güterverkehrs und 75 Prozent des Personenverkehrs über die Straßen abgewickelt würden. „Der Bundesverkehrswege- und -mobilitätsplan 2040 muss nicht nur die Schiene, sondern auch den Ausbau und die Modernisierung der Straßeninfrastruktur in den Fokus rücken“, forderte er.
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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die AfD verliert wenige Tage vor der Bundestagswahl in der Wählergunst. Die AfD kommt in einer Umfrage des Instituts Insa auf 21 Prozent (-1 im Vergleich zum Montag), wie die „Bild“ (Donnerstagausgabe) berichtet.
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Im letzten TV-Duell vor der Bundestagswahl des TV-Senders der „Welt“ haben Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Unionskanzlerkandidat Friedrich Merz (CDU) unter anderem über das Bürgergeld und die Mehrwertsteuer diskutiert.
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach dem Anschlag von München mit zwei Todesopfern will die Gewerkschaftsbewegung weiterhin zu Demonstrationen und Kundgebungen aufrufen. „Nicht mehr streiken – das ist keine Option“, sagte Yasmin Fahimi, Chefin des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), der „Süddeutschen Zeitung“ (Donnerstagausgabe). „Wir lassen uns nicht einschüchtern. Das sind wir auch den Opfern schuldig.“
Dortmund (dts Nachrichtenagentur) – Borussia Dortmund hat sich in den Playoffs der Champions League den Einzug ins Halbfinale gesichert. In der Rückrunde haben sich der BVB und Sporting Lissabon mit 0:0 unentschieden getrennt. Im Hinspiel hatte Dortmund 3:0 gewonnen.
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat die Behauptung von US-Präsident Donald Trump, der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sei ein „Diktator“, scharf zurückgewiesen. „Es ist schlicht falsch und gefährlich, Präsident Selenskyj die demokratische Legitimation abzusprechen“, sagte der SPD-Politiker am Mittwochabend dem „Spiegel“ am Mittwoch.
Saarbrücken (dts Nachrichtenagentur) – In der Mittwochs-Ausspielung von „6 aus 49“ des Deutschen Lotto- und Totoblocks wurden am Abend die Lottozahlen gezogen. Sie lauten 4, 8, 10, 25, 28, 44, die Superzahl ist die 3.
Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Am Mittwoch hat der Dax kräftig nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 22.434 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 1,8 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem freundlichen Start und einem neuen Allzeithoch um 9:41 Uhr bei 22.935 Punkten drehte der Dax ins Minus und baute seine Verluste kontinuierlich aus.
Brüssel (dts Nachrichtenagentur) – Im Handelsstreit mit den USA will die EU-Kommission nicht über Gesetze verhandeln, die US-Tech-Konzerne in Europa regulieren sollen. „Wir müssen unsere starken Instrumente vollständig durchsetzen“, sagte die zuständige EU-Kommissarin für die Tech-Regulierung, Henna Virkkunen, dem „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe). „Wir wollen sicherstellen, dass unser digitales Umfeld sicher, fair und demokratisch ist. All unsere Regeln basieren darauf.“
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Angesichts der Verhandlungen der USA mit Russland über die Zukunft der Ukraine hat Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) zu einem selbstbewussten Auftreten gegenüber der US-Regierung geraten. Europas Rolle kleinzureden, spiele „nur der russischen Agenda in die Hände“, sagte sie am Mittwoch. „Ich werbe daher für ein selbstbewusstes Agieren gegenüber der US-Administration.“