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Mediation und Coaching für internationale Mitarbeiter

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Interkulturelle Dorothee Haag arbeitet selbstständig als Interim HR Managerin, Coachin und Trainerin

4 Herausforderungen und Lösungen

Interkulturelle Fähigkeiten sind zu einem unverzichtbaren Erfolgsfaktor geworden.

Internationale Teams bereichern Unternehmen durch ihre Vielfalt und ihren Ideenreichtum, doch das Zusammenspiel unterschiedlicher Kulturen und Kommunikationsstile bringt auch Herausforderungen mit sich. Die erfahrene HR-Managerin und Trainerin Dorothee Haag beleuchtet vier zentrale Problemfelder, denen internationale Teams häufig begegnen, und zeigt praktische Lösungsansätze. Diese Strategien zielen darauf ab, kulturelle Unterschiede zu überwinden, effektive Kommunikation zu fördern und ein harmonisches, produktives Arbeitsumfeld zu schaffen.

1. Herausforderung: Unterschiedliche Kommunikationsstile

In interkulturellen Teams treffen oft sehr unterschiedliche Kommunikationsgewohnheiten aufeinander. Während in manchen Kulturen direkter Ausdruck und Kritik geschätzt werden, legen andere Wert auf Zurückhaltung und indirekte Kommunikation. Diese Unterschiede können zu Missverständnissen und Spannungen führen.
Lösung: Interkulturelle Kommunikations-Workshops
Ein gezieltes Kommunikationstraining vermittelt den Teammitgliedern interkulturelle Sensibilität und zeigt ihnen, wie sie Missverständnisse vermeiden können. In Workshops lernen internationale Mitarbeiter:
Direkte und indirekte Kommunikation zu erkennen und zu deuten,
auf nonverbale Signale zu achten, die in manchen Kulturen eine zentrale Rolle spielen,
klar und verständlich zu kommunizieren, um Missverständnisse zu reduzieren.
Diese Workshops schaffen ein Verständnis für die kulturellen Hintergründe der Kommunikation und legen die Grundlage für eine offene, respektvolle Teamatmosphäre.

2. Herausforderung: Konflikte durch unterschiedliche Arbeitskulturen

Internationale Teams vereinen Menschen mit verschiedenen Arbeitsstilen und Erwartungen. Während einige Kulturen formale Hierarchien und strikte Regeln bevorzugen, schätzen andere Flexibilität und eine offene Arbeitsstruktur. Diese Diskrepanz kann zu Konflikten führen, die das Teamklima belasten.
Lösung: Teambuilding und Mediation zur Klärung
Durch gezielte Teambuilding-Maßnahmen und Mediation können kulturelle Unterschiede geklärt und ein besseres Verständnis füreinander geschaffen werden. In gemeinsamen Sessions erfahren die Teammitglieder mehr über die Werte und Erwartungen ihrer Kollegen und lernen, die unterschiedlichen Arbeitskulturen zu schätzen. Konkrete Schritte umfassen:
Teambuilding-Workshops, die Teammitglieder durch gemeinsame Aktivitäten näher zusammenbringen,
Mediationsgespräche, die Raum für offene Diskussionen bieten und Konflikte frühzeitig lösen können,
Austausch über Werte und Ziele, um eine gemeinsame Arbeitskultur zu etablieren, die die verschiedenen Arbeitsstile respektiert.
Diese Maßnahmen fördern nicht nur die Zusammenarbeit, sondern stärken das Vertrauen und die Motivation der Teammitglieder.

3. Herausforderung: Anpassung an verschiedene Führungsstile

Internationale Teams setzen sich häufig aus Menschen zusammen, die an unterschiedliche Führungsstile gewöhnt sind. In einigen Kulturen erwarten Mitarbeiter klare Anweisungen und autoritäre Führung, während in anderen eine partnerschaftliche und selbstverantwortliche Arbeitsweise bevorzugt wird. Diese Differenzen können Unsicherheit und Spannungen hervorrufen.
Lösung: Führungskräfte-Coaching für flexibles Leadership
Ein Führungskräfte-Coaching hilft Managern, ihre Führungsstrategie an die Bedürfnisse eines kulturell vielfältigen Teams anzupassen. Die Führungskräfte lernen, ihren Stil flexibel zu gestalten und die unterschiedlichen Erwartungen der Teammitglieder zu berücksichtigen. Das Coaching bietet:
Anleitung für situatives Führen, bei dem Führungskräfte zwischen direkter und partnerschaftlicher Führung wechseln können,
Strategien für eine offene Feedback-Kultur, die Raum für Austausch und Verständnis schafft,
Methoden zur Förderung des gegenseitigen Vertrauens, damit alle Teammitglieder ihre Potenziale entfalten können.
Durch die Anpassung des Führungsstils werden internationale Mitarbeiter motiviert und fühlen sich verstanden und unterstützt.

4. Herausforderung: Stress und Isolation durch kulturelle Anpassung

Die Eingewöhnung in eine neue Kultur und ein neues Arbeitsumfeld ist oft mit Stress und Unsicherheiten verbunden. Internationale Mitarbeiter können sich isoliert fühlen, was sich negativ auf ihre Zufriedenheit und Leistung auswirkt.
Lösung: Mentoren-Programme und Mental-Health-Coaching
Um internationalen Mitarbeitern den Einstieg zu erleichtern, bietet sich ein Mentoren-Programm an, in dem erfahrene Kollegen als Ansprechpartner fungieren. Zusätzlich hilft Mental-Health-Coaching, Stress abzubauen und sich an die neue Umgebung zu gewöhnen. Diese Programme umfassen:
Mentoren-Programme, bei denen neuen Mitarbeitern ein erfahrener Kollege zur Seite steht,
Mental-Health-Coaching, das Techniken zur Stressbewältigung und Anpassung vermittelt,
Teamaktivitäten, die die soziale Integration fördern und das Zugehörigkeitsgefühl stärken.
Solche Maßnahmen tragen entscheidend dazu bei, dass sich internationale Mitarbeiter in ihrer neuen Arbeitsumgebung willkommen und wertgeschätzt fühlen.

Fazit

In einer globalisierten Arbeitswelt sind interkulturelle Fähigkeiten essenziell. Mediation und Coaching bieten wertvolle Unterstützung, um die Zusammenarbeit in internationalen Teams erfolgreich zu gestalten. Die Tipps von Dorothee Haag zeigen, dass gezielte Maßnahmen wie Kommunikations-Workshops, Teambuilding, Führungskräfte-Coaching und Mentoring-Programme die interkulturelle Kompetenz im Team stärken und ein harmonisches Miteinander fördern können. So schaffen Unternehmen eine Arbeitsatmosphäre, in der Vielfalt als Stärke genutzt wird und alle Teammitglieder ihr volles Potenzial entfalten können.

Autorin

Dorothee Haag arbeitet selbstständig als Interim HR Managerin, Coachin und Trainerin. Mit langjähriger Erfahrung im Personalbereich und einer tiefen Leidenschaft für die Entwicklung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterstützt sie Unternehmen und Bildungseinrichtungen.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Warum deine Lebensgeschichte eine wertvolle Inspiration für andere ist

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Leben Beate Fischer ist Expertin für maßgeschneiderte Texte und Freude am Schreiben

„Ich bin dann mal weg“, nannte Hape Kerkeling die Erinnerungen an seine Wanderung auf dem Jakobsweg und hat damit Millionen von Menschen inspiriert.
Michelle Obama hat ihre Geschichte in ihrem Buch „Becoming“ erzählt. Sie schreibt über ihre Wurzeln und darüber, wie sie zu einer selbstbewussten und einflussreichen Frau wurde. Vielleicht denkst du jetzt: Das sind berühmte Menschen. Natürlich haben die etwas zu sagen. Aber ich? Was soll an mir schon besonders sein?
Meine Antwort ist klar: Alles ist an dir besonders. Niemand ist wie du. Du bist einzigartig. Du hast so viel zu geben.

Echt sein

Auch das Leben von Anna Wimschneider schien nichts Besonderes zu sein. Die niederbayerische Bäuerin schrieb ihre Geschichte ungeschminkt auf und das 1984 erschiene Buch wurde zu einem der erfolgreichsten autobiografischen Texte in Deutschland. Es wurde mehrfach aufgelegt und verfilmt. Woran das lag? Meiner Meinung nach vor allem an der Authentizität. Anna Wimschneider erzählt von den Höhen und Tiefen ihres Lebens, von ihrer Familie, harter Arbeit, Leid und eher seltenen Lichtblicken. Wie das Leben damals so spielte – und auch heute oft noch spielt.

Viele Menschen lesen gerne Geschichten über bekannte Persönlichkeiten. Dadurch fühlen sie sich ihnen näher. Noch näher fühle ich mich aber Menschen „wie du und ich“, die offen über ihre Erlebnisse und Erfahrungen berichten. Die sich zeigen, wie sie sind, mit ihren Stärken und Schwächen. Die ihre Erkenntnisse teilen und so meinen Blickwinkel weiten können. Aha, denke ich dann oft, so kann man das auch sehen. Spannend. Oder: Genauso empfinde ich das auch. Schön, dass ich eine Gleichgesinnte gefunden habe.

Was unter der Oberfläche liegt

Manchmal muss man genauer hinschauen. Aber man findet immer das Besondere, das in jedem Menschenleben steckt. Jemand lebt sein ganzes Leben an einem Ort, ist seit dreißig Jahren mit derselben Person verheiratet, übt über diese Zeit denselben Beruf aus. Ist das langweilig? Nein.
Spannend ist zum Beispiel: Ist dieser Mensch dabei glücklich? Ja? Wie macht er das? Was ist sein Geheimnis für eine gelingende Beziehung? Wie ist er seinem Heimatort verbunden? Welche tragfähigen Verbindungen sind privat und im Beruf gewachsen?

Das kann viele Leute inspirieren. Besonders in unserer schnelllebigen Zeit. Oder ist dieser Mensch unglücklich? Genauso spannend. Aus welchem Grund hält er an der Beziehung fest? Liegen dahinter Verletzungen und Fesseln? Engt ihn der Heimatort ein und lässt ihn verzweifeln? Das ist der Stoff, aus dem Krimis und Tragödien gemacht sind.

Bist du weit gereist, bist in andere Kulturen eingetaucht und hast von ihnen gelernt? Bist du beruflich erfolgreich und kennst Strategien, die auch andere voranbringen können? Und bist du ein Familienmensch, dem das Wohl seiner Lieben über alles geht?

Über all diese Erfahrungen und Lebensfragen zu schreiben, kann die Augen öffnen und dem Leben eine andere Richtung geben. Dem eigenen Leben und dem Leben anderer.

Für Familie, Freunde, Öffentlichkeit?

Du kannst deine Geschichte für die Öffentlichkeit aufschreiben. Aber Lebensgeschichten können auch ein „Familiengedächtnis“ für einen vertrauten Kreis sein, in dem die eigenen Erinnerungen und weiter zurückliegende Familienerinnerungen aufbewahrt werden. Man kann sie an zukünftige Generationen weitergeben. Sie können dazu beitragen, dass die Kinder oder Enkelkinder ihre Eltern oder Großeltern besser verstehen – und andersrum. Das Erinnern und das Aufschreiben helfen auch, sich selbst besser zu verstehen, mit sich oder anderen ins Reine zu kommen. Und Geschichten aus dem Leben können Gesprächsanlässe zwischen den Generationen sein: „Hast du tatsächlich halbnackt und bekifft beim Woodstock-Festival getanzt, Mama?“ „Wie war das, Opa, als du kurz vor dem Mauerbau in den Westen flüchten wolltest und geschnappt wurdest?“ „Wie fühlst du dich, Leoni, wenn dich jemand in den Sozialen Medien beschimpft?“ In jedem Leben warten kleine und große Geschichten darauf, aufgeschrieben und erzählt zu werden.

Lebensbeschreibung

Der Begriff der Biografie setzt sich aus den griechischen Wörtern „bios“, also „Leben“, und „gráphein“, also „schreiben“, zusammen. Biografie bedeutet also: Lebensbeschreibung. Eine Autobiografie ist eine Lebensbeschreibung, die jemand über sich selbst verfasst hat.

Die Biografie beschreibt das Leben aus der subjektiven Sicht eines Menschen. Dazu gehören beispielsweise seine Erfahrungen und Erkenntnisse, seine Lebensweise, sein familiärer, kultureller, sozialer und gesellschaftlicher Hintergrund. Die Biografie ist also unsere „Innensicht“, die mit dem geschichtlichen Kontext verknüpft ist. Wir alle sind „Kinder unserer Zeit“. In meiner Kindheit hatte noch lange nicht jeder Haushalt ein Telefon – und wenn, dann mit Wählscheibe und Kabel. Heute haben schon Kinder Smartphones und können sich in Sekundenschnelle mit der ganzen Welt verbinden.

In unserer subjektiven Lebensbeschreibung sind wir echte Zeitzeugen. Wir deuten geschichtliche Ereignisse aus unserer Perspektive und bewahren ein Stück Alltagsgeschichte auf. Wir stellen dar, was wir gelernt haben, transportieren unsere Werte, zeigen unsere Persönlichkeit und setzen Zeichen für eine Welt, wie wir sie uns vorstellen.

Autor:

Beate Fischer ist Expertin für maßgeschneiderte Texte und Freude am Schreiben. Sie unterstützt und begleitet Menschen als Biografin und Trainerin für Biografiearbeit, Texterin und Autorin, freie Lektorin und Journalistin, Schreibcoach und Schreibpädagogin – und als Mensch.

Fotografin: Denise Claus

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Heusgen fordert Zugehen auf Trump

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Christoph Heusgen (Archiv), via dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Der Chef der Münchner Sicherheitskonferenz Christoph Heusgen schlägt vor, mit dem künftigen US-Präsidenten Donald Trump das Gespräch zu suchen. „Wichtig ist, ihn nicht zu ignorieren, sondern auf ihn zuzugehen, Kontakte zu den Leuten in seinem Umfeld zu pflegen“, sagte der ehemalige Berater von Angela Merkel der „Augsburger Allgemeinen“.

Der Sicherheitsexperte appelliert, die finanziellen Verpflichtungen der Nato-Partner bei den Verteidigungsausgaben einzuhalten. „Wenn wir jetzt tatsächlich die 2-Prozent-Marke überschreiten, tun wir das natürlich in unserem eigenen Interesse, aber gegenüber Trump können wir es als Eingehen auf seine Forderungen darstellen“, sagte Heusgen. Dabei müssten auch Kontakte zu Trumps Umfeld gepflegt werden, um Vereinbarungen zu treffen.

Gerade im Umgang mit Putin dürften Deutschland und Europa sich keinen Illusionen hingeben. „Das Einzige, was der Kreml respektiert, ist eine Politik der Stärke“, sagte Heusgen. Deshalb gebe es trotz angespannter finanzieller Lage und Friedenssehnsucht keine Alternative, als die Ukraine zu unterstützen. „Am besten natürlich gemeinsam mit den USA, ansonsten eben als Europa“, betonte der MSC-Chef.

Heusgen war ab 2005 außen- und sicherheitspolitischer Berater von Bundeskanzlerin Angela Merkel und von 2017 bis 2021 Ständiger Vertreter der Bundesrepublik Deutschland bei den Vereinten Nationen. Seit 2022 leitet er die Münchner Sicherheitskonferenz, der frühere Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg löst ihn nach der kommenden Konferenz im Februar 2025 in dieser Funktion ab.


Foto: Christoph Heusgen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Dax am Mittag weiter freundlich – fast alle Werte im Plus

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax hat sich am Montag nach einem bereits freundlichen Start bis zum Mittag deutlich im grünen Bereich gehalten. Gegen 12:30 Uhr wurde der Index mit rund 19.450 Punkten berechnet, dies entspricht einem Plus von 1,2 Prozent gegenüber dem vorherigen Handelstag. An der Spitze der Kursliste rangierte Continental mit starken Gewinnen. Am Ende gaben nur Fresenius, Porsche, Siemens Healthineers und Daimler Truck entgegen dem Trend nach.

„Die Marktteilnehmer werden derzeit von den Ereignissen und Impulsen vor sich her getrieben“, sagte Marktexperte Andreas Lipkow. Es sei nicht klar, wann die Stimmungslage wieder kippen könne und wie nachhaltig die derzeitigen Kursgewinne im deutschen Gesamtmarkt seien. „Wenn die US-Aktienmärkte heute Nachmittag eine andere Richtung einschlagen würden, wären auch die Kursgewinne des Dax 40 wieder dahin.“

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagmittag schwächer: Ein Euro kostete 1,0663 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,9378 Euro zu haben.

Der Ölpreis sank unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 72,93 US-Dollar; das waren 94 Cent oder 1,3 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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Bundesinnenministerium erweitert Hamas-Verbot

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Innenministerium (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Das Bundesinnenministerium stuft das rote Dreieck, welches die Hamas zur Markierung von Feinden verwendet, sowie Bildnisse von Hamas-Repräsentanten künftig als verbotene Kennzeichen der islamistischen Terrororganisation ein. Dies geht aus einem internen Schreiben des Ministeriums unter der Leitung von Nancy Faeser (SPD) an die Innenministerien der Bundesländer vom 31. Oktober hervor, über das die „Welt“ berichtet. Das Ministerium habe die Echtheit des 14-seitigen Rundschreibens bestätigt, schreibt die Zeitung.

Nach Rechtsauffassung des Innenministeriums fällt die Verbreitung oder öffentliche Verwendung dieser Symbole, beispielsweise auf Demonstrationen, damit unter den Paragrafen 86a des Strafgesetzbuchs. Über die Strafbarkeit entscheiden Gerichte. „Das Bundesministerium des Innern und für Heimat bewertet in seiner Kompetenz als Verbotsbehörde des Bundes auch das auf der Spitze stehende rote Dreieck als Kennzeichen der Hamas“, heißt es in dem Schreiben. Das Dreieck sei erstmals in einem Video der Al-Kassam-Brigaden vom 29. Oktober 2023 verwendet worden, also dem militärischen Arm der Hamas. „In diesem Video werden israelische Militärfahrzeuge im Sinne einer Zielmarkierung mit einem roten Dreieck markiert“, heißt es in dem Schreiben.

Des Weiteren gelten laut Schreiben „Bildnisse von Repräsentanten der Hamas als Kennzeichen der Hamas“. Als Beispiele werden etwa der im Oktober getötete Hamas-Führer Yahya Sinwar sowie sein Nachfolger Khaled Meschaal genannt. Kennzeichen könnten sich „allmählich durch Gebrauch als Erkennungszeichen durchsetzen, ohne dass es auf einen formalen Akt der Widmung eines Symbols zum Kennzeichen des Vereins durch dessen Leitungsebene ankommt“, heißt es in dem Schreiben weiter.


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Japans Premierminister Ishiba wiedergewählt

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Fahne von Japan (Archiv), via dts NachrichtenagenturTokio (dts Nachrichtenagentur) – Japans Premierminister Shigeru Ishiba ist trotz der Wahlniederlage seiner Partei LDP im Amt bestätigt worden.

Im japanischen Unterhaus erhielt er am Montag im zweiten Wahlgang 221 Stimmen. Oppositionsführer Yoshihiko Noda kam auf 160 Stimmen. Es ist das erste Mal seit 30 Jahren, dass eine Stichwahl im Unterhaus durchgeführt wurde. Damit führt Ishiba künftig eine Minderheitsregierung an.

Die von der LDP geführte Regierungskoalition hatte bei den Parlamentswahlen am 27. Oktober ihre Mehrheit verloren. Die Minderheitsregierung wird künftig von der konservativen Oppositionspartei DPP geduldet.


Foto: Fahne von Japan (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Dax startet im Plus – Continental gefragt

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Montag mit deutlichen Kursgewinnen in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 19.465 Punkten berechnet, 1,3 Prozent über dem Schlussniveau vom Freitag. An der Spitze der Kursliste rangierten Continental, MTU und BASF, am Ende Fresenius, Daimler Truck und die Deutsche Börse.

Vor allem bei Continental ging es mit einem Plus von über sieben Prozent deutlich nach oben, was mit neuen Geschäftszahlen zusammenhängt, die am Morgen veröffentlicht wurden. Der Autozulieferer übertraf die Erwartungen von Analysten dabei teilweise deutlich, auch wenn der Konzern seine Umsatzprognose senkte.

Insgesamt spielt vor allem die Politik an den Märkten weiter eine entscheidende Rolle. „Das Hin und Her der politischen Einflüsse spiegelt sich derzeit fast eins zu eins in der Kursentwicklung des Dax wider“, sagte Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. „Eine richtungslose Schaukelbörse ist die Folge, unter dem Strich kommt der Markt nicht vom Fleck.“ Auf der einen Seite herrsche zwar Erleichterung, dass Deutschland vor Neuwahlen stehe, diese aber werde durch die Unsicherheit über den potenziellen Wahlausgang wieder etwas getrübt.

„Zum anderen agiert Donald Trump bereits auf der politischen Bühne, als wäre er schon der vereidigte Präsident der USA“, so Stanzl. „Das kann schon jetzt zu Veränderungen führen, die sich in teilweise hektischen Kapitalbewegungen an den Märkten niederschlagen.“

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagmorgen etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,0693 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,9352 Euro zu haben.

Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 74,03 US-Dollar; das waren 16 Cent oder 0,2 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


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Auftragsmangel in Deutschland verschärft sich weiter

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Stahlproduktion (Archiv), via dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Die deutsche Wirtschaft leidet immer stärker unter fehlenden Aufträgen. Laut einer am Montag veröffentlichten Umfrage des Ifo-Instituts meldeten im Oktober 41,5 Prozent der Unternehmen Auftragsmangel, nach 39,4 Prozent im Juli.

Das ist der höchste Wert seit der Finanzkrise 2009. „Der Mangel an Aufträgen hemmt weiterhin die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland“, sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. „Kaum eine Branche bleibt verschont.“

In der Industrie berichtet fast jedes zweite Unternehmen (47,7 Prozent) von fehlenden Aufträgen. Gerade die Kernbranchen wie Maschinenbau, Metall- und Elektroindustrie sorgen sich. „Die im September wieder gestiegenen Auftragsbestände können ein Hoffnungssignal sein. Aber es ist noch ein weiter Weg zu gehen, bis die Bücher wieder voll sind“, so Wohlrabe.

Bei den Dienstleistern ist der Anteil leicht von 31,2 auf 32,1 Prozent gestiegen. Insbesondere der Transportsektor ist von der schlechten Industriekonjunktur betroffen. Aufgrund der schwachen Arbeitsnachfrage berichten rund zwei Drittel der Personalagenturen von mangelnden Aufträgen. „Leiharbeiter sind in der aktuellen Lage weniger gefragt“, sagte Wohlrabe. Etwas mehr als ein Drittel der Gastronomiebetriebe haben zu wenig Gäste.

In der Veranstaltungsbranche liegt der Anteil von Unternehmen, die über zu wenig Aufträge klagen, bei 48,5 Prozent nach 38,5 Prozent im Juli. „Die Großereignisse haben sicherlich etwas Kaufkraft für kleinere Konzerte und Veranstaltungen abgezogen“, so Wohlrabe. Rechts- und Steuerberater sowie Wirtschaftsprüfer blicken im Moment weniger sorgenvoll auf ihre Auftragslage. Hoher Bürokratie- und Regulierungsaufwand bescheren ihnen eine hohe Nachfrage nach Beratung.


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IG Metall verteidigt Forderung nach sieben Prozent mehr Lohn

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Stahlproduktion (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die IG Metall hat vor der vierten Verhandlungsrunde in der Metall- und Elektroindustrie am Montag ihre Forderung nach sieben Prozent mehr Lohn bekräftigt.

„Die Menschen spüren immer noch die Folgen der Inflation, das hohe Niveau, auf dem sich die Preise eingependelt haben“, sagte die Erste Vorsitzende Christiane Benner den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Um die Lücke zwischen den gestiegenen Preisen und den Entgelten zu schließen, brauchen wir eine Erhöhung.“ Entsprechend sei die Forderung „nicht maßlos“. Vielmehr helfe eine entsprechende Erhöhung, die Kaufkraft zu stärken, den Konsum anzukurbeln und so zum Wirtschaftswachstum beizutragen.

Dass Unternehmen bei einem hohen Tarifabschluss Stellen abbauen könnten, wies Benner zurück: „Da gibt es keinen Zusammenhang.“ Die aktuellen Probleme seien nicht durch die Beschäftigten und die Lohnhöhe verursacht worden. Viel mehr empfinde sie an vielen Stellen das Management als ideenlos. „Man kann nicht immer alles auf die Bürokratie, China oder hohe Arbeitskosten schieben.“

Mit Blick auf Spekulationen zu möglichen Übernahmen deutscher Auto-Werke durch chinesische Hersteller sagte Benner: „Aktuell würde ich sagen: Lieber Chinesen als Elon Musk. Mit chinesischen Investoren haben wir auch gute Erfahrungen gemacht, als die anfingen, kleinere Mittelständler aufzukaufen. Da haben wir gut verhandelt.“ Es brauche nun Kapital in der Industrie. „Wenn die Chinesen das nach Deutschland bringen, würde ich das nicht für schlecht halten. Da würde es mir eher darum gehen, die lokale Wertschöpfungskette dadurch auch absichern zu können, um auch die Zulieferer zu stabilisieren.“


Foto: Stahlproduktion (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Generalsekretär der Wirtschaftsweisen sieht Streit als Belastung

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Wirtschaftsweise (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der schwere Konflikt innerhalb des Sachverständigenrates Wirtschaft belastet offenbar dessen Mitarbeiter. „Wir stecken viel Arbeit rein, damit das wissenschaftlich fundiert ist“, sagte Generalsekretär Niklas Garnadt kurz vor Veröffentlichung des Jahresgutachtens dem „Spiegel“. „Da ist es schon blöd, wenn die Leute sagen: Wirtschaftsweise – das sind doch die, die immer streiten.“

Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm hatte Anfang des Jahres ein Aufsichtsratsmandat bei Siemens Energy angenommen, obwohl ihre Ratskollegen dies für unvereinbar mit ihrer Tätigkeit in dem Gremium halten. Als Reaktion auf die Auseinandersetzung beschlossen die übrigen Wirtschaftsweisen einen vertraulichen Verhaltenskodex, gegen den Grimm jedoch vor dem Verwaltungsgericht Wiesbaden klagt. Verschärft wurden die Auseinandersetzungen, als Grimm im Frühjahrsgutachten ein Minderheitsvotum zur Dekarbonisierung des Straßengüterverkehrs abgab.

Garnadt sagte, er sehe in abweichenden Meinungen innerhalb des Rates kein Problem. „Wer immer eindeutige Empfehlungen will, muss Unternehmensberater fragen.“ Der Generalsekretär räumte jedoch ein, dass einstimmige Empfehlungen am ehesten Einfluss auf politische Entscheidungen haben. „Wenn man trotz dieser Heterogenität eine gemeinsame Position findet, dann ist es schwer, daran vorbeizukommen.“


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