Samstag, Februar 7, 2026
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Chefin der Wirtschaftsweisen fordert Rente mit 70

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Chefin der Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer, fordert von der Bundesregierung eine rasche Rentenreform mit längerer Arbeitszeit und höheren Abschlägen. „Die Lage ist ernst. Ohne Reformen werden die Beitragssätze zur Sozialversicherung in nicht allzu ferner Zukunft 50 Prozent erreichen. Wir müssen länger arbeiten“, sagte Schnitzer der „Rheinischen Post“ (Mittwoch).

Konkret fordert die Münchener Ökonomin eine Anhebung der Regelaltersgrenze und nennt erstmals Zahlen: „Die Menschen beziehen heute im Schnitt acht Jahre länger Rente als vor 40 Jahren. Die zusätzliche Lebenszeit kann nicht nur in den Ruhestand gehen. Zwei Drittel sollten in mehr Arbeitszeit gehen – und zwar Schritt für Schritt. Mit Blick auf die Prognosen der Lebenserwartung heißt das: Alle zehn Jahre müsste die Regelaltersgrenze um sechs Monate steigen. Ab 2050 gäbe es dann die Rente mit 68 Jahren, ab 2070 mit 69 Jahren, ab 2090 mit 70 Jahren.“

Zudem fordert Schnitzer höhere Abschläge für den Vorruhestand: „Eine weitere wichtige Stellschraube ist die Frühverrentung. Der Abschlag für den vorzeitigen Ruhestand muss steigen. Derzeit liegt er nur bei 3,6 Prozent pro Jahr, das man früher in Rente geht. Er müsste doppelt so hoch liegen.“ Sie betonte, dass die ,Rente mit 63` vor allem von Fachkräften genutzt werde, die überdurchschnittlich gesund seien: „Die brauchen wir im Arbeitsmarkt und nicht im Vorruhestand.“

Die Wirtschaftsweise hält nichts vom Vorschlag von Ministerin Bas, das Rentenalter nach Beitragsjahren zu staffeln: „Das ist die Rente mit 63 in neuem Gewand, der Vorschlag löst keine Probleme. Es ist schon heute so, dass Akademiker meist keine 45 Beitragsjahre zusammenbekommen und damit die Rente für besonders langjährig Versicherte nicht erreichen können“, so Schnitzer.

Im neuen Jahr nimmt die Rentenkommission der Bundesregierung ihre Arbeit auf und soll Reform-Vorschläge machen.


Foto: Monika Schnitzer (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Opernsängerin Ortrun Wenkel mit 83 Jahren gestorben

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Hirschberg-Leutershausen (dts Nachrichtenagentur) – Die Opernsängerin Ortrun Wenkel ist im Alter von 83 Jahren gestorben.

Wie der „Mannheimer Morgen“ berichtet, erlag die Altistin bereits am Sonntag einer kurzen, aber schweren Krankheit. Dies sei von Familienangehörigen bestätigt worden, sie sei „friedlich eingeschlafen“, hieß es.

Wenkel galt seit ihrer Darstellung der Erda im Bayreuther „Jahrhundertring“ (1976-1980) als eine der bedeutendsten Opern- und Konzertsängerinnen des 20. Jahrhunderts in dieser Stimmlage. Sie trat in den bedeutendsten Opernhäusern der Welt auf, unter anderem in der Deutschen Oper Berlin, der Opéra Garnier Paris, in der Mailänder Scala, der Royal Opera London oder in den Opernhäusern in München, Zürich, Genf, Lissabon, Rom, Venedig, Prag und Buenos Aires.

Foto/Quelle: dts

Krankenhausreform: Luftrettung will mehr Landeplätze bei Kliniken

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Filderstadt (dts Nachrichtenagentur) – Der Chef der DRF Luftrettung, Krystian Pracz, hat dazu aufgerufen, die Transportlogistik und die Infrastruktur bei der Klinikreform stärker als bisher mitzudenken. „Manche Kliniken haben nur einen Parkplatz, auf dem wir landen müssen“, sagte der Chef von Deutschlands zweitgrößer nicht kommerzieller Luftrettung den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben). „Für eine sichere Versorgung sollten deshalb entsprechende Landeplätze gebaut werden, besonders da künftig weniger Kliniken mehr Patienten versorgen.“

Das Thema Landeplätze werde mit der Klinikreform wichtiger. „Es ist nötig, dass Kliniken bessere Helikopterinfrastruktur haben, damit Landungen jederzeit möglich sind – bei Tag und Nacht“, forderte Pracz. Nötig seien sogenannte „Points in Space“ (PinS). „Dabei handelt es sich um einen virtuellen GPS-referenzierten Punkt, den der Helikopter mit Instrumenten anfliegen kann. So wäre es möglich, auch durch Wolken zu fliegen und auf einem Krankenhausdach zu landen, sobald die Sicht frei ist. Heute ist das noch nicht erlaubt, obwohl es die Technik zulässt“, sagte der Luftrettungs-Chef. „Jede Großklinik sollte so einen „Point in Space“ erhalten.“ Im kommenden Jahr soll in Schleswig-Holstein ein einjähriges Pilotprojekt mit der Technik beginnen.

Mit Blick auf die Transportlogistik warnte Pracz vor „unnötigen Zwischenstationen“, die dann auftreten würden, wenn Patienten direkt in eine Spezialklinik hätten geflogen werden können, stattdessen aber erst mit einem Rettungsdienst am Boden in ein Krankenhaus gebracht werden würden, das mit dem Fall überfordert sei. Es brauche im Zuge der Klinikreform klare Strukturen, mit denen sich die Intensivtransporte zwischen den Kliniken separat planen ließen, führte Pracz aus. Allerdings lasse sich der Hubschraubereinsatz erst dann besser planen, wenn klar sei, welche Kliniken überhaupt bleiben würden.

Selbst mit der Schließung einiger Krankenhäuser werde es aber nicht vorkommen, dass Patienten vor Ort bleiben müssten, weil es kein geeignetes Krankenhaus in der Nähe gebe. „Unsere Helikopter haben so große Einsatzradien, dass immer eine Klinik mit den nötigen Kompetenzen erreichbar ist“, sagte der DRF-Chef.

Mit Blick auf die kommenden Jahre rechnet Pracz mit einer Zunahme von Luftrettungsstationen. „Ich gehe davon aus, dass in Deutschland in den nächsten Jahren durchaus noch ein paar neue Luftrettungsstationen entstehen werden.“ Entscheidender seien aber die bodengebundenen Kräfte, da die Luftrettung nur rund drei Prozent aller Notarzteinsätze ausmache.

Zudem werde die Luftrettung häufig alarmiert, obwohl sie am Ende nicht gebraucht werde. „Bei etwa 50 bis 60 Prozent der Flüge transportieren wir am Ende nicht den Patienten“, sagte Pracz. Als Hauptgrund dafür nannte Pracz, dass sich für Betroffene bei einem Notfall die Lage oftmals dramatischer darstelle, als sie wirklich ist.

„Hinzu kommt: In Deutschland gibt es über 200 Leitstellen, die fast alle nach unterschiedlichen Vorgaben ihrer jeweiligen Bundesländer arbeiten. Wir fordern daher einheitliche Regeln und mehr Ermessensspielraum bei der Entscheidung des Disponenten“, sagte der DRF-Luftrettungschef. Bestimmte Schlagworte würden automatisch zu einer Alarmierung führen. Im Gegensatz zu früher, als der Rettungshubschrauber nur in besonderen Fällen zum Einsatz gekommen sei, sei der Rettungshubschrauber heute ein vollwertiges Mitglied des Rettungsdienstes.


Foto: Hubschrauberlandeplatz (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Steinmeier mahnt zu Einsatz für gemeinsame Werte

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat in seiner Weihnachtsansprache für eine bessere Debattenkultur in Deutschland geworben und zum Einsatz für gemeinsame Werte aufgerufen.

„Ich glaube, wenn wir uns gemeinsam mit anderen auf die Suche nach Orientierung, nach Zielen machen, können wir viel gewinnen“, sagte Steinmeier. Man müsse dabei andere „mit echtem Interesse zu Wort kommen lassen“ und sie nicht nur mit dem behelligen, was man selber schon immer für richtig gehalten habe. „Orientierung gewinnen durch echtes Fragen, durch Offenheit, durch Gespräch und durch gemeinsames Tun: Das kann den vor uns liegenden Weg erhellen und ihm Richtung geben.“

Zugleich rief das Staatsoberhaupt zu Solidarität mit der Ukraine auf. „Unsere Unterstützung und Solidarität gelten nicht nur denen, die uns räumlich ganz nahe sind“, sagte der Bundespräsident. Er denke etwa an die Ukrainer, gegen die Russland seit fast vier Jahren Krieg führe. In den vergangenen Tagen sei intensiv darum gerungen worden, Wege zu einem Ende des Krieges zu finden. „Die meisten von uns werden die Geschehnisse erwartungsvoll, auch mit Skepsis und mit Sorgen verfolgt haben. Aber: Immer wieder gab und gibt es Zeichen von Hoffnung und Grund zur Zuversicht.“

„Dazu gehört, dass wir uns als Europäer gemeinsam unserer Stärke und unserer Werte wieder neu bewusst werden und entsprechend handeln“, so Steinmeier. „In langen Jahrhunderten haben wir gelernt, wie wichtig, ja unverzichtbar Freiheit und Menschenwürde, gerechter Friede und demokratische Selbstbestimmung sind. Das geben wir nicht auf, nicht für uns, nicht für unsere Partner und Freunde.“ Vieles, was uns wertvoll und unverzichtbar erscheine, werde uns selbst „einiges abverlangen“, fügte der Bundespräsident hinzu. „Dazu müssen wir bereit sein – und ich glaube, dazu sind wir bereit.“


Foto: Frank-Walter Steinmeier bei seiner Weihnachtsansprache 2025, via dts Nachrichtenagentur

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UN-Sicherheitsrat berät über Spannungen zwischen USA und Venezuela

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New York (dts Nachrichtenagentur) – Angesichts der US-Operationen im südlichen Karibikraum vor der Küste Venezuelas, die die USA mit der Bekämpfung von Drogenhandel begründen, hat der UN-Sicherheitsrat hat am Dienstag in einer Dringlichkeitssitzung über die Spannungen zwischen den beiden Ländern beraten. Die Sitzung war von der Regierung Venezuelas mit Unterstützung von Russland und China beantragt worden.

Kritik am Vorgehen der US-Regierung kam von der großen Mehrheit der Sicherheitsratsmitglieder. Russland verurteilte die „illegale Zerstörung von Zivilschiffen in der Karibik“. Chinas Vertreter erklärte, man lehne „alle Akte des Unilateralismus und der Einschüchterung“ ab und verurteile jede Einmischung in die inneren Angelegenheiten Venezuelas.

Frankreich blieb bei einem abstrakteren Statement. „Wie immer“ bekräftige man die Pflicht zur Einhaltung des Völkerrechts. Die Grundsätze der Souveränität und territorialen Integrität von Staaten müssten gewahrt bleiben und internationale Streitigkeiten stets friedlich beigelegt werden. Zugleich pocht der Vertreter Frankreichs auf Maßnahmen gegen Drogenkriminalität.

Großbritannien mahnte ebenfalls die Einhaltung von internationalem Recht an. „Das Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen ist ein Eckpfeiler des Völkerrechts in Fragen, die die Ozeane betreffen“, erklärte der Vertreter. Zugleich machte er klar, dass aus Sicht der britischen Regierung das Regime von Nicolás Maduro nicht demokratisch legitimiert sei.

Die USA verteidigten ihr Vorgehen. Die Vereinigten Staaten würden „alles in unserer Macht Stehende tun, um unsere Hemisphäre, unsere Grenzen und das amerikanische Volk zu schützen“, so der Vertreter der USA. Er warf Maduro vor, ein Drogenkartell anzuführen. Dessen Ressourcen werde man austrocknen.

Venezuela warnte, dass „eines der Länder, die an diesem Tisch sitzen“, öffentlich erklärt habe, „dass es unser Land annektieren will“. Dieses Ziel sei kontinental. In der US-Sicherheitsstrategie heiße es, dass „die Zukunft des Kontinents ihnen gehört“, so der Vertreter Venezuelas.


Foto: Vereinte Nationen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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US-Börsen legen zu – US-Wirtschaft unerwartet stark gewachsen

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New York (dts Nachrichtenagentur) – Die US-Börsen haben am Dienstag zugelegt. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 48.442 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,2 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag.

Wenige Minuten zuvor war der breiter gefasste S&P 500 mit rund 6.910 Punkten 0,5 Prozent im Plus, die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt mit rund 25.588 Punkten ebenfalls 0,5 Prozent im Plus.

Am Dienstag veröffentlichte Daten zeichnen ein widersprüchliches Bild der US-Wirtschaft. Einerseits wuchs das Bruttoinlandsprodukt der USA im vergangenen Quartal um 4,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Damit wurden Erwartungen von Experten deutlich übertroffen. Zugleich sank der Consumer Confidence Index von Conference Board. Erstmals seit 2024 schätzen die Konsumenten die aktuelle Geschäftslage negativ ein und auch die Wahrnehmung der Arbeitsmarktlage verschlechterte sich.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagabend stärker: Ein Euro kostete 1,1790 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8482 Euro zu haben.

Der Goldpreis konnte deutlich profitieren, am Abend wurden für eine Feinunze 4.491 US-Dollar gezahlt (+1,0 Prozent). Das entspricht einem Preis von 122,47 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit 62,49 US-Dollar, das waren 42 Cent oder 0,7 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Wallstreet in New York, via dts Nachrichtenagentur

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Gewinnzahlen Eurojackpot vom Dienstag (23.12.2025)

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Helsinki (dts Nachrichtenagentur) – In der Dienstags-Ausspielung des Eurojackpots wurden am Abend die Gewinnzahlen gezogen.

Sie lauten 24, 29, 35, 40, 41, die beiden „Eurozahlen“ sind die 6 und die 7. Diese Angaben sind ohne Gewähr.

Die Gewinnwahrscheinlichkeit in der Gewinnklasse 1, also beim eigentlichen „Eurojackpot“, liegt bei 1:140 Millionen. Glücksspiel kann süchtig machen.

Der Eurojackpot wird seit 2012 gespielt, 19 Länder sind an der Lotterie beteiligt. Bei den Ziehungen am Dienstag und Freitag in Helsinki werden fünf Zahlen aus der Zahlenreihe 1 bis 50 gezogen und separat zwei von 12 Zahlen, die sogenannten „Eurozahlen“.


Foto: Spielschein für Eurojackpot, via dts Nachrichtenagentur

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Bericht: Verein "Rote Hilfe" wurden Konten gekündigt

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Göttingen (dts Nachrichtenagentur) – Dem Verein „Rote Hilfe“ wurden bei zwei Banken die Konten gekündigt. Das berichten die „taz“ und die „Süddeutsche Zeitung“. „Beides ist innerhalb weniger Tage geschehen“, sagte Hartmut Brückner, Bundesvorstand des Vereins, der „taz“. „Das stellt jetzt für uns tatsächlich die Existenzfrage.“

Konkrete Gründe für die Kündigungen seien nicht genannt worden, sagte Brückner. Die Rede sei nur von „regulatorischen Anpassungen“ gewesen – also Änderungen, um sich neuen Vorschriften oder Gesetzen anzupassen. Die Auflösung der Konten solle innerhalb der nächsten zwei Monate erfolgen.

Die Banken wollten sich zu den Kündigungen auf Anfrage der „taz“ nicht äußern. Aufgrund des Bankgeheimnis und Datenschutzes könne man keine Auskünfte zu Konten oder Kunden erteilen, hieß es von beiden Banken.

Die „Rote Hilfe“ ist eine der größten Organisation innerhalb der linken Szene und zählt rund 19.000 Mitglieder. Seit mehr als 100 Jahren unterstützt der Verein linke Gefangene, zahlt ihnen Prozesskosten oder verschafft ihren Verfahren Öffentlichkeit. Vom Verfassungsschutz wird die „Rote Hilfe“ schon länger als linksextremistische Vereinigung eingestuft und beobachtet. Ihr wird dort vorgeworfen, den Rechtsstaat zu „delegitimieren“, indem sie ihm eine Klassenjustiz unterstelle und Sicherheitsbehörden diskreditiere.

Die „Rote Hilfe“ vermutet, dass hinter den Kontokündigungen die jüngste Einstufung der „Antifa Ost“ als ausländische terroristische Vereinigung durch die USA steht. Mit dem Namen wird eine Gruppe Antifaschisten bezeichnet, denen schwere Angriffe auf Rechtsextreme in Ostdeutschland und Budapest vorgeworfen werden. Die US-Regierung hatte bei der Einstufung erklärt, dass für Beschuldigte ein Ausschluss vom US-Finanzsystem verbunden ist. Und sie stellte die „Antifa Ost“ auch auf eine Sanktionsliste. Die „Rote Hilfe“ wiederum unterstützt auch Inhaftierte der „Antifa Ost“ und startete hier eine Solidaritätskampagne.

„Es liegt sehr nahe, dass die Kontokündigungen mit der US-Einstufung der `Antifa Ost` zu tun hat“, sagte Brückner. Er kritisierte den Schritt scharf. „Wenn sich das Vorgehen bewahrheitet, wäre es ein erheblicher Eingriff der USA in das politische Handeln und die Zivilgesellschaft in Deutschland. Den dürfte sich die Bundesrepublik nicht bieten lassen.“

Dass sich „zwei Banken ohne erkennbare rechtliche Notwendigkeit gebeugt haben“, sei ein „besorgniserregendes Zeichen dafür, dass autoritäre Politik zunehmend über technische und wirtschaftliche Infrastrukturen durchgesetzt wird“, so Brückner.

Die „Rote Hilfe“ legte inzwischen eine einstweilige Verfügung beim Landgericht Göttingen gegen die Kontenkündigung ein – mit dem Verweis auf deren rechtlich verbrieften, öffentlichen Versorgungsauftrag.


Foto: Sparkassen-Filiale (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Dax legt zu – Energieunternehmen gefragt

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Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Am Dienstag hat der Dax zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 24.340 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,2 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem freundlichen Start am Morgen gab der Dax am frühen Nachmittag deutlich nach und rutschte kurzzeitig unter den Vortagesschluss. In den letzten Handelsstunden erholte sich der Index jedoch.

„Die Investoren haben die schwachen Absatzzahlen der deutschen Autobauer mit entsprechenden Positionsreduzierungen quittiert“, kommentierte Marktanalyst Andreas Lipkow. „Insgesamt zeigt sich das Handelsumfeld jedoch sehr ruhig und in engen Kursbahnen. Das Handelsvolumen bleibt ausgedünnt und der allgemeine Handel in den Dax 40 Unternehmen selektiv.“

Die Investoren bevorzugten die defensiven Branchen im Dax 40 und schöben dadurch die Aktien von Bayer, Merck und der Deutschen Börse auf der Gewinnerliste nach vorne, erklärte Lipkow. „Nun warten die Marktteilnehmer noch auf eine Fülle an makroökonomischen Daten aus den USA. Insbesondere die BIP-Daten, die Konsumausgaben als auch die PCE-Kernrate werden im Fokus stehen.“

Bis kurz von Handelsschluss standen die Papiere von Eon, RWE und Bayer an der Spitze der Kursliste. Am Tabellenende fanden sich die Aktien von Zalando und Adidas wieder.

Unterdessen stieg der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im Januar kostete 28 Euro. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund sieben bis neun Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.

Der Ölpreis sank leicht: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 62,05 US-Dollar, das waren zwei Cent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagnachmittag etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1777 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8491 Euro zu haben.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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SPD-Fraktion begrüßt Reuls Absage an die AfD

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Berlin/Düsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – Der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Dirk Wiese, hat die Absage von Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) an eine Zusammenarbeit mit der AfD ausdrücklich begrüßt. „Herbert Reul benennt da klar und deutlich, was wir Sozialdemokraten von jedem Dach rufen: Eine Zusammenarbeit mit einer gesichert rechtsextremen AfD darf es zu keinem Zeitpunkt geben“, sagte Wiese dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe).

Die AfD sei „kein normaler politischer Gegner“, erklärte Wiese. „Ihre Ziele verraten alles, was uns heilig ist: den Zusammenhalt in der Gesellschaft, die Bedeutung der Demokratie als historische Errungenschaft, die europäische Einheit als Grundlage für unseren wirtschaftlichen Erfolg in Zeiten von Trump, Xi Jinping und Putin.“

AfD-Politiker verträten weder deutsche noch europäische Interessen, sondern ließen sich ihre Politik „von ausländischen Staaten diktieren“, sagte der SPD-Politiker. „Ihnen geht es um die reine Macht und Verächtlichmachung der Demokratie“, so Wiese.

Er zeigte sich zugleich überzeugt, dass diese Einschätzung nicht nur in der SPD geteilt werde. „Ich bin sicher, das sieht auch eine klare Mehrheit von CDU und CSU so“, sagte Wiese.


Foto: Dirk Wiese (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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