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Trustlocal vermittelt Dienstleister mit Qualität

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Manuel Eiteljörge, Country Lead Deutschland von Trustlocal

Trustlocal vermittelt Dienstleister mit Qualität: Benelux-Marktführer krempelt deutsche Branchensuche um

Anwälte, DJs oder Cateringdienste braucht man nur gelegentlich. Aber wenn, dann sucht man in der Regel nicht die billigste Lösung, sondern hohe Qualität zum angemessenen Preis. Bisherige Anbieterverzeichnisse im Internet helfen dabei wenig, denn hier tummeln sich oft vor allem solche Anbieter, die aus guten Gründen freie Kapazitäten haben. Die in Amsterdam gegründete Plattform Trustlocal hat die Dienstleistersuche umgekrempelt, indem sie pro Service-Kategorie und Ort eine Bestenliste an Firmen katalogisiert, die dann noch einen persönlichen Qualitätscheck absolvieren müssen.

Seit 2022 ist Trustlocal auch in Deutschland aktiv und weitet sein Angebot kontinuierlich Service um Service und Region um Region aus. Mittlerweile deckt Trustlocal mit seiner Berliner Zentrale das gesamte Bundesgebiet ab und listet seit Neuestem über 75.000 Firmen in 29 verschiedenen Dienstleistungsarten. Dabei verdoppelt sich die Nachfrage in immer kürzeren Abständen und lag im Juli 2024 bei mehr als 250.000 deutschen Usern. Zielgruppen sind einerseits qualitativ hochwertige Service-Anbieter und andererseits diejenigen Konsumenten und Unternehmen, die mittlere und größere Projekte reibungslos erledigt haben möchten. Pieter Westerhuis, ehemals VP Internet bei dem europäischen Gelbe Seiten-Dienstleister European Directories, gründete zusammen mit Lars Freriks das Unternehmen 2019 in den Niederlanden.

*Zitat Manuel Eiteljörge, Country Lead Deutschland von Trustlocal*

„Die Zeiten sind vorbei für Plattformen, auf denen sich Dienstleister bei den Preisen unterbieten oder man nur einfache Anbieterlisten ohne Verifizierung der aktuellen Kapazität und mit Bewertungen zweifelhafter Herkunft einsehen kann. Das Prinzip von Trustlocal beruht darauf, dass wir alle verfügbaren Informationsquellen gewichten und tagesaktuell kombinieren und zusätzlich noch ein eigenes Anbieter-Screening durchführen. Damit garantieren wir sowohl die Qualität des Services als auch die Passgenauigkeit zum Projekt. Auf Trustlocal geht man nicht unbedingt, wenn man eine Waschmaschine angeschlossen bekommen möchte, sondern eher, wenn man gleich das gesamte Bad umplant”, kommentiert Manuel Eiteljörge, Country Lead Deutschland von Trustlocal.

*Zitat Pieter Westerhuis, Co-Founder und Product Director von Trustlocal*

„Im Alltag fallen immer wieder Aufgaben an, bei denen wir professionelle Unterstützung brauchen. Sei es die Steuererklärung, ein DJ für die nächste Party oder die Renovierung der Küche. Den besten Anbieter zu finden, war bisher mühselig, kleinteilig, von Branche zu Branche ganz verschieden – und vor allem bis dato nicht voll digitalisiert. Mit Trustlocal setzen wir genau da an und listen alle Dienstleistungen auf einer Plattform, bewerten sie nach dem eigens entwickelten Trustlocal-Score und legen volle Transparenz auf die Kommunikation zwischen Anbietern und Usern”, ergänzt Pieter Westerhuis, Co-Founder und Product Director von Trustlocal.

„In fünf Jahren wollen wir mit dieser Offensive der führende Marktplatz für Dienstleistungen in Deutschland sein, so wie es Booking.com heute für Reisen ist. Unsere Vision ist klar: Über 50 Service-Kategorien, 200.000 Dienstleister auf der Plattform und über 1.000.000 Service-Anfragen pro Jahr”, so Westerhuis weiter.

*Der Trustlocal-Score hat die Qualität im Fokus*

Jeder gelistete Dienstleister durchläuft einen unternehmensinternen Qualitätscheck, bevor er auf der Plattform veröffentlicht wird. Das Team prüft im Vorfeld alle zugänglichen Online-Informationen und bezieht auch offizielle Informationen mit ein. Quellen sind eigene Business-Webseiten, das Handelsregister und die Handelskammern, aber auch Profile auf anderen Service-Plattformen sowie Bewertungen und Empfehlungen, etwa auf Google. Auf dieser Grundlage berechnet das Unternehmen den individuellen Trustlocal-Score. In den Score inkludiert werden außerdem die Marktpräsenz, Akkreditierungen und spezifische Qualitätsmerkmale je nach Kategorie, beispielsweise Zulassungen für Rechtsanwälte. User bekommen schnell einen Überblick über die Top-Tier-Anbieter pro Kategorie und feiern schnellere Sucherfolge.

*Große Vielfalt der Dienstleistungen, Option für Premium-Partnerschaften*

Gestartet ist Trustlocal in Deutschland mit den drei Kategorien Rechtsanwälte, Maler und Fotografen. Zwei Jahre später stehen bereits 29 Service-Kategorien zur Verfügung – von klassischen Gewerken wie Dachdecker oder Solarteur über Steuerberater bis hin zu kreativen Dienstleistungen wie DJs. Auf Trustlocal finden sowohl Privatpersonen als auch kleine und mittelständische Unternehmen Hilfe bei der Wahl des passenden Dienstleisters.
Anbieter haben zusätzlich die Option, Trustlocal-Premium-Partner zu werden und profitieren etwa von individuellen Filteroptionen, einer sofortigen Info bei User-Anfragen sowie einer besseren Sichtbarkeit auf der Plattform.
In Deutschland besonders relevant ist die Kategorie der Rechtsanwälte, die bereits 15.000 Angebote auf der Plattform listet.

Bild Manuel Eiteljörge, Country Lead Deutschland von Trustlocal

Quelle Agentur Frische Fische

BDI: Müssen "dringend an strukturelle Themen heran"

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Autoproduktion (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner warnt im Vorfeld der Herbstprojektion der Bundesregierung davor, den erwarteten Rückgang des Wirtschaftswachstums als konjunkturelles Phänomen abzutun.

Die deutsche Wirtschaft stagniere schon seit Jahren, die absehbare Erholung helfe nicht aus der Wachstumsschwäche heraus. „Insofern gilt der Satz: Wir verlieren auf dem Weltmarkt Anteile und insofern müssen wir dringend an strukturelle Themen heran“, sagte Gönner am Mittwoch den Sendern RTL und ntv. Es reiche nicht, nur über Konjunkturfragen zu sprechen.

Gönner fordert von der Bundesregierung mehr Anstrengungen angesichts der Wachstumsschwäche der deutschen Wirtschaft. Die angekündigte Wachstumsinitiative hält sie für nicht ausreichend. „Wir sehen, dass es mehr ein Konjunktur- als ein Wachstumsprogramm ist“, sagte sie. Das sei zunächst gut und helfe. „Wir sind aber der festen Überzeugung, wir brauchen strukturelle Veränderungen.“ Dazu zähle eine industriepolitische Agenda, die Politik müsse die Industrie mit besseren Rahmenbedingungen unterstützen. „Ich sage bewusst und ausdrücklich `durch das Setzen von Rahmenbedingungen`.“

Weiter regte sie einen neuen Ansatz für Bürokratieabbau und Bürokratievermeidung an. Der BDI strebe eine Entschlackung an. „Wir treten ein dafür, dass wir wieder ein grundsätzlich anderes Verhältnis aufbauen, also dass man Politik, Wirtschaft und den Menschen in diesem Land vertraut, dass sie Gesetze einhalten“, sagte Gönner. „Dann muss ich nicht kleinteilig regulieren, sondern ich mache, setze einen Rahmen, vertraue darauf, dass die Menschen einfach sich daran halten.“ Die sich daraus ergebenden Freiheiten seien ein wichtiges Signal.


Foto: Autoproduktion (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Wir müssen erkennen, dass Armut kein individuelles Schicksal ist, sondern ein systemisches Problem

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Sirkka Jendis Sirkka Jendis ist Geschäftsführerin der Tafel Deutschland, dem Dachverband von über 970 Tafeln in Deutschland

Wir müssen erkennen, dass Armut kein individuelles Schicksal ist, sondern ein systemisches Problem

Armut hat viele Gesichter und Ursachen, aber in den seltensten Fällen ist sie selbst verschuldet, weiß Sirkka Jendis, Geschäftsführerin der Tafel Deutschland. Im Gegenteil: „Armut hat System“, sagt die Autorin des gleichnamigen Buches. Es ist ein Gespräch über Vorurteile gegenüber Armutsbetroffenen und über Fehler im System – und ein Plädoyer für ein neues Menschenbild.

„Armut ist viel mehr als der Mangel an Geld und Lebensmitteln. Sie bedeutet auch einen Mangel an Chancen und gesellschaftlicher Teilhabe.“

herCAREER: Sirkka Jendis, was sind die häufigsten Mythen und Annahmen über Armut in Deutschland?

Sirkka Jendis: Eine Annahme, die ich oft höre, ist: „Hier muss doch niemand hungern“. Und das stimmt natürlich im globalen Vergleich – Armut und Hunger sehen zum Beispiel in afrikanischen Ländern ganz anders aus. Aber es ist wichtig – und das hat auch die Europäische Union so formuliert –, dass Armut in dem Kontext definiert wird, in dem Menschen leben. Wenn hier am Ende des Monats der Kühlschrank leer ist und man zur Tafel gehen muss, dann sprechen wir von existenziellen Sorgen. Darüber hinaus lässt sich Armut nicht auf Geld reduzieren.

herCAREER: Sondern?

Armut ist viel mehr als der Mangel an Geld und Lebensmitteln. Sie bedeutet auch einen Mangel an Chancen und gesellschaftlicher Teilhabe.

herCAREER: Welche weiteren Vorurteile gibt es?

Eines, das immer wieder zu hören ist, ist das Narrativ von der selbstverschuldeten Armut. Dem versuche ich mit meinem Buch entgegenzuwirken. Schon der Titel „Armut hat System“ sagt es: Wenn sich Leistung bei uns immer lohnen würde, wären nicht ganze Bevölkerungsgruppen häufiger von Armut betroffen oder armutsgefährdet. Die beste Versicherung gegen Armut ist immer noch, in eine vermögende Familie hineingeboren zu werden.

herCAREER: In deinem Buch gehst du näher auf die Lebensrealität dieser besonders von Armut betroffenen Bevölkerungsgruppen ein. Wie wirkt sich Armut zum Beispiel auf das Leben von Kindern aus?

Mir ist es wichtig, immer wieder zu betonen: Es gibt eigentlich keine armen Kinder. Es gibt nur Kinder von armutsbetroffenen Erwachsenen. Politiker:innen sind sich immer sehr einig, dass wir die Kinder unterstützen müssen – aber um Kinder zu unterstützen, müssen wir die Eltern unterstützen. Und obwohl sich auch hier hartnäckige Mythen halten, zeigen Studien, dass arme Eltern ebenso das Beste für ihre Kinder wollen wie wohlhabendere Menschen. Nur haben arme Kinder von allem weniger.

herCAREER: Wovon, zum Beispiel?

Beengte Wohnverhältnisse, wenig Ruhe für die Hausaufgaben, keine Ressourcen für die Teilnahme am Vereinsleben. Weniger Bewegung, ungesündere Ernährung, vielleicht wird zu Hause nicht Deutsch gesprochen – all das kann sich auf die schulischen Leistungen und die Psyche auswirken. Diese Kinder lernen früh, dass sie nicht die gleichen Chancen haben wie andere Kinder.

herCAREER: Frauen sind von Altersarmut besonders betroffen, das wissen wir. Aber wie sieht es bei Frauen im erwerbsfähigen Alter aus?

Frauen sind in allen Armutsgruppen überrepräsentiert – bei Senior:innen, Migrant:innen, Arbeitslosen. Das ist ein Ergebnis, das ich für sehr besorgniserregend halte und ein Zeichen dafür, dass wir in Sachen Chancengerechtigkeit noch viel Arbeit vor uns haben. Alle Probleme, die durch mangelnde Gleichberechtigung in Deutschland entstehen oder bestehen, potenzieren sich bei Menschen, die von Armut betroffen sind.

herCAREER: Viele Menschen können von ihrer Rente nicht leben. Wie sieht Altersarmut aus?

Senior:innen sind eine der Gruppen, in denen wir bei den Tafeln Zuwächse feststellen. Es kommen Senior:innen zur Tafel, die ihr Leben lang gearbeitet haben, sei es in Form von Erwerbsarbeit oder unbezahlter Sorge- und Pflegearbeit, und bei denen jetzt die Rente nicht ausreicht. Zudem gehen Alter und besonders Altersarmut mit zunehmenden körperlichen Einschränkungen und nachlassender Gesundheit einher. Vertraute Menschen verlassen einen, die Einsamkeit wächst und mit ihr das Gefühl, in einer Leistungsgesellschaft keinen Beitrag mehr stiften zu können. Wenn man dann noch im letzten Lebensdrittel jeden Cent zweimal umdrehen muss, ist das kein Altern in Würde. Das kann nicht der Anspruch eines reichen Landes wie Deutschland sein.

herCAREER: In einem Gespräch mit der Präsidentin des Sozialverbands VdK, Verena Bentele, habe ich gelernt: Armut macht krank und Krankheit macht arm. Wie kommt das?

Wer schwer oder chronisch krank ist, hat verständlicherweise Schwierigkeiten, Geld zu verdienen. Umgekehrt erkranken arme Menschen häufiger an Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das liegt unter anderem an Stress und ungesunder Ernährung, am Leben in beengten Wohnverhältnissen in Gegenden mit mehr Lärm und Feinstaubbelastung. Arme Menschen haben dazu weniger Möglichkeiten, sich sportlich zu betätigen.

herCAREER: Ist davon auszugehen, dass Menschen in Armut auch psychisch stark belastet sind?

Um psychisch gesund zu bleiben, brauchen Menschen Chancen, Gesellschaft und soziale Teilhabe. Armutsbetroffene Menschen dagegen haben mit Scham und Stigmatisierung zu kämpfen. Viele von ihnen leiden unter enormen psychischen Belastungen. Ein Grund mehr, schon aus volkswirtschaftlicher Sicht dafür zu sorgen, dass weniger Menschen von Armut betroffen sind. Denn das zahlt sich für den Staat auf vielen Ebenen finanziell aus.

herCAREER: Menschen, die Bürgergeld oder Sozialhilfe beziehen, werden im öffentlichen Diskurs oft heftig kritisiert. Ist diese Kritik berechtigt?

Unser Arbeitsminister Hubertus Heil sagt immer: „Der wichtigste Schutz vor Armut ist Arbeit“. Aber ich möchte hinzufügen: Arbeit, von der man auch leben kann! Und wenn die FDP dafür plädiert, Überstunden steuerfrei zu machen, „weil sich Leistung wieder lohnen soll“, dann grenzt sie Menschen strukturell aus. Eine alleinerziehende Mutter kann keine bezahlten Überstunden machen. Und wer im Niedriglohnsektor arbeitet, verdient zu wenig. Viele kommen zur Tafel, weil ihr Lohn nicht zum Leben reicht. Leistung lohnt sich eben nicht für alle.

herCAREER: An welchen Stellschrauben muss deiner Meinung nach gedreht werden?

Ein großes Thema ist der Bürokratieabbau. Ich wünsche mir Politiker:innen, die eine Vision für Bildung, Arbeit und Infrastruktur haben. Alles hängt zusammen: Wenn der öffentliche Verkehr nicht ausgebaut wird, ist es für Armutsbetroffene schwieriger, zur Arbeit zu kommen. Ohne flächendeckende Kinderbetreuung können Mütter weder in Teilzeit noch Vollzeit arbeiten. Wenn wir keine Rahmenbedingungen schaffen, damit Abschlüsse zugewanderter Fachkräfte anerkannt werden, bleiben viele qualifizierte Arbeitskräfte arbeitslos. Je mehr wir Menschen befähigen, für sich selbst zu sorgen, desto weniger Ausgaben hat der Staat. Ich wünsche mir Visionen seitens der Politik, aus denen Menschen Hoffnung schöpfen können.

herCAREER: Also eher eine Frage des Wollens als des Könnens?

Deutschland ist im Dezember vom Europarat gerügt worden, weil es hier eine soziale Ungleichheit gibt, die in keinem Verhältnis zu diesem reichen Land steht. Deutschland hat eine sehr ungleiche Vermögensverteilung. Außerdem wird der Zugang zu Bildung und Chancen überproportional vom Elternhaus bestimmt. Das muss sich ändern! Wir versäumen es, Menschen zu fördern, die so viel für unser Land tun könnten. Ich habe es schon einmal gesagt: Die beste Versicherung gegen Armut ist, mit Vermögen ins Leben zu starten. Aber

herCAREER: Armut hat viele Gesichter, das macht dein Buch deutlich. In der Begegnung mit anderen Menschen kann sie Unbehagen und Ablehnung hervorrufen. Was kann ich als Einzelner tun, um meine Haltung bewusst zu verändern?

Ich glaube, das fängt bei unserem Menschenbild an. Mit meinem Buch lade ich dazu ein, die eigenen Annahmen über Armut und die eigenen Privilegien zu hinterfragen. Zu erkennen, dass Armut kein individuelles Schicksal ist, sondern ein systemisches Problem. Zu verstehen, dass Menschen, die von Armut betroffen sind, nicht faul sind, sondern im Gegenteil sehr, sehr hart arbeiten, um ihren Alltag zu bewältigen.

Das Gespräch führte herCAREER-Redakteurin Kristina Appel.

Über die Person

Sirkka Jendis ist Geschäftsführerin der Tafel Deutschland, dem Dachverband von über 970 Tafeln in Deutschland. Zuvor war die studierte Kommunikationswissenschaftlerin Vorständin des Deutschen Evangelischen Kirchentages, Dozentin und in leitender Funktion in der ZEIT-Verlagsgruppe tätig. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Berlin.

Auf der herCAREER Expo spricht Sirkka Jendis beim Podcast-MeetUp am 17. Oktober 2024 mit der Journalistin und herCAREER-Redakteurin Kristina Appel über ihre Arbeit und ihr Buch „Armut hat System“. Ort und Zeitpunkt finden Sie im Programm.

Bild Sirkka Jendis ist Geschäftsführerin der Tafel Deutschland, dem Dachverband von über 970 Tafeln in Deutschland

Quelle messe.rocks GmbH

Hajo Funke sieht Initiative für AfD-Verbot aktuell kritisch

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Logo auf AfD-Parteitag (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Politologe und Rechtsextremismus-Experte Hajo Funke sieht die parlamentarische Initiative für ein AfD-Verbot zum aktuellen Zeitpunkt kritisch.

„Vor der Bundestagswahl 2025 ist ein Parteiverbotsverfahren gegen die AfD nur Ablenkung vom Vertrauensverlust in der Bevölkerung gegenüber den etablierten demokratischen Parteien“, sagte er der „Rheinischen Post“. „Nicht ein Verbotsverfahren – das im Übrigen bis zu vier Jahre dauert – sollte im Wahlkampf dominant sein, sondern eine glaubwürdige Politik, um die Menschen wieder zurückzugewinnen. Das lässt sich nicht an das Bundesverfassungsgericht delegieren.“

Funke, der mehrere Bücher über Rechtsextremismus und die AfD geschrieben hat, sagte zugleich: „Nach der Bundestagswahl wäre es einen Versuch wert: Es gibt viele Belege dafür, dass die AfD verfassungsfeindlich und verbotsfähig ist.“ Er fügte hinzu: „Der Verfassungsschutz hat schon viel Vorarbeit geleistet. Das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster hat schon die Einstufung der Partei als extremistischen Verdachtsfall bestätigt. Gerade der Machtkern um den Thüringer AfD-Chef Björn Höcke und seinem Vertrauten, Verleger Götz Kubitschek, dominiert inzwischen die AfD in allen Entscheidungen.“


Foto: Logo auf AfD-Parteitag (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Lüders zweifelt an Staatsräson gegenüber Israel

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Michael Lüders (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Nahostexperte Michael Lüders fordert die Bundesregierung angesichts der Eskalation im Nahen Osten auf, sich nicht länger hinter dem Begriff der Staatsräson zu verstecken.

„Deutschland tut sich schwer damit, die Staatsräson in Einklang zu bringen mit dem Völkerrecht“, sagte Lüders der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). So seien die „Entscheider in Deutschland der Meinung, die richtigen Lektionen aus der jüngeren deutschen Geschichte gezogen zu haben, soll heißen, sich ohne Wenn und Aber hinter Israel zu stellen“. Damit aber mache sich Deutschland, „indirekt zum Komplizen mit dem, was zunehmend mehr Staaten dieser Welt als Genozid bezeichnen“, sagte Lüders.

Lüders, der bei der Europawahl im Sommer für das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) kandidiert hat, bekräftigte in der NOZ: „Es wäre doch die Frage, ob die richtige Lektion aus der jüngeren deutschen Geschichte nicht wäre, zu sagen, wir wissen, was Massenmord, was Genozid bedeutet und gerade deswegen werden wir unsere Stimme immer dann erheben, wenn irgendwo auf der Welt Unrecht epochalen Ausmaßes geschieht, ganz gleich, von wem es ausgeht“. Diese Überlegung aber spiele im Kontext Berliner Politik in diesen Tagen keine Rolle.

Dass es Israel ausschließlich um Selbstverteidigung gehe, sei eine „irrige Annahme“, sagte der Nahostexperte. „Welches Israel ist denn gemeint, das es zu verteidigen gilt? Das Israel in den Grenzen des 4. Juni 1967 vor dem Sechs-Tage-Krieg oder dasjenige danach, also ein Groß-Israel, das darauf abzielt, sich das gesamte vermeintlich biblisch verheißene Land untertan zu machen? Das Parteiprogramm der regierenden Likud-Partei von Benjamin Netanjahu hält unmissverständlich fest, dass es einen palästinensischen Staat westlich des Jordanflusses nicht geben kann“, sagte Lüders.

Nach Ansicht des ehemaligen Präsidenten der Deutsch-Arabischen Gesellschaft findet im Schatten der Militärschläge gegen die Hisbollah im Libanon eine Vertreibung der Menschen in Gaza statt. „Anhaltende Militäroperationen im Norden des Gazastreifens deuten darauf hin, dass die Israelis dabei sind, das Gebiet ethnisch zu säubern“, sagte Lüders und fügte hinzu: „Gleichzeitig verhandelt die israelische Politik weltweit mit Gesprächspartnern, zum Beispiel der EU und auch afrikanischen Ländern, intensiv über die Aufnahme von Palästinensern. Der Krieg im Libanon ist auch eine Ablenkung von dem, was im Gazastreifen passiert.“

Die EU und Deutschland forderte Lüders auf, mehr Druck auf Israel auszuüben. Er sagte der NOZ: „Man hätte durchaus einige Maßnahmen in petto, die man anwenden könnte, um Israel zur Mäßigung zu zwingen. Das kann zum Beispiel konkret bedeuten, dass Deutschland genau das tut, was andere europäische Länder bereits getan haben, nämlich den Staat Palästina anzuerkennen. Darüber hinaus könnte es bedeuten, dass große Investmentfirmen, wie es bereits in Norwegen, Irland und anderen europäischen Ländern zu beobachten ist, keine Investitionen mehr in Israel tätigen“. Zudem könne man „die bevorzugte Behandlung Israels im Rahmen der Europäischen Union – israelische Produkte unterliegen ja den gleichen Handelsbedingungen wie die der EU-Partner – zurückfahren“, zumindest so lange, wie es „keinen Fahrplan für die Gründung eines palästinensischen Staates“ gebe.


Foto: Michael Lüders (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Krankenkassen halten deutlich höheren Zusatzbeitrag für nötig

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Krankenhaus (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) halten angesichts ihrer dramatischen Finanzlage im kommenden Jahr einen deutlich höheren Zusatzbeitrag für nötig als bislang befürchtet.

„Da es keine politischen Gegenmaßnahmen gibt, muss der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung deutlich steigen“, sagte TK-Chef Jens Baas dem Nachrichtenportal Politico. „Laut aktueller Schätzungen ist eine Größenordnung von 0,7 Prozentpunkten realistisch.“

In diesem Fall würde das Wahljahr 2025 mit einem historischen Beitragssprung beginnen. Dann würden Beiträge in Höhe von 17 Prozent des Bruttolohns an die GKV abgeführt. Im Sommer hatte der GKV-Spitzenverband für das kommende Jahr noch einen Anstieg um 0,6 Prozentpunkte prognostiziert.

„Die finanzielle Lage der gesetzlichen Krankenversicherung ist mehr als schwierig“, sagte Baas. „Die Ausgaben steigen ungebremst und viel stärker als die Einnahmen.“ Er fordert einen höheren Steuerzuschuss und höhere Beiträge für Bürgergeldempfänger. Der Chef einer anderen Krankenkasse hält sogar eine Erhöhung „um 0,8 oder sogar einen Prozentpunkt“ für nötig, sagte er Politico. „Gesundheitsminister Lauterbach darf die Lage nicht schönreden.“

Im Gesundheitsministerium stellt man sich offenbar schon darauf ein, dass die 0,6 Prozentpunkte nicht reichen könnten. Entscheidend wird die kommende Woche sein, wenn der Schätzerkreis tagt, in dem neben dem Gesundheitsministerium auch das Finanzministerium und die Kassen vertreten sind. Das Gremium schätzt die Einnahmen und Ausgaben der GKV im kommenden Jahr, woraus sich rein rechnerisch der durchschnittliche Zusatzbeitrag ergibt. Zum Jahresende legt dann jede Kasse ihren Beitrag individuell fest. Baas warnte: „Die Entwicklung darf von der Politik nicht mit einem Schulterzucken hingenommen werden, sondern braucht aktive Gegenmaßnahmen.“


Foto: Krankenhaus (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Grimm sieht vor Herbstgutachten strukturelle Probleme

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Veronika Grimm (Archiv), via dts NachrichtenagenturNürnberg (dts Nachrichtenagentur) – Vor der Präsentation des Herbstgutachtens durch Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) am Mittwoch hat die Wirtschaftsweise Veronika Grimm scharfe Kritik am Agieren der vorherigen und jetzigen Bundesregierung geäußert. In den Merkel-Jahren sei zu viel verteilt und zu wenig in die Zukunft investiert worden, sagte die Siemens-Energy-Aufsichtsrätin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben).

„Die aktuelle Bundesregierung reagiert nun nicht strukturiert auf die Probleme, sondern oft als Feuerwehr. Das schafft Orientierungslosigkeit“, so Grimm. „All das fällt uns jetzt auf die Füße.“

Die Wirtschaftswissenschaftlerin von der Technischen Universität Nürnberg setzt offenbar auf Kürzungen im Sozialbereich. „Wir brauchen mehr Geld für Verteidigung und andere zukunftsorientierte Ausgaben und müssen die Ausgaben für soziale Sicherung in Einklang mit diesen Notwendigkeiten und den wachstumsbedingt geringeren Spielräumen bringen“, mahnte die Professorin.

Mit Blick auf die von Habeck am Mittwoch vorgestellte Herbstprojektion regte sie an, sich nicht zu sehr an den Zahlen für das nächste Jahr aufzuhängen. Grimm attestierte eher strukturelle Probleme. „Hohe Energiekosten und zugleich fehlende Richtungsentscheidungen in der Energiepolitik führen zu Unsicherheit und Zurückhaltung bei den Investitionen“, erklärte die Aufsichtsrätin von Siemens Energy. „Viele Mittelständler wandern bereits ins Ausland ab. Und immer mehr große Unternehmen bekommen Probleme.“

Die Konjunkturprognose ist wichtig bei der Frage, wie viele Steuereinnahmen die Regierung erwarten kann. Die Erwartungen der Ampel in Berlin hält Grimm für zu optimistisch. „Für das nächste Jahr rechnet die Bundesregierung aufgrund des Wachstumspakets mit einem höheren Wachstum. Allerdings ist noch völlig unklar, ob alle Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden“, sagte Grimm. Daran gebe es aus ihrer Sicht berechtigte Zweifel.


Foto: Veronika Grimm (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Skoda will Prämien für E-Autos

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Škoda (Archiv), via dts NachrichtenagenturJungbunzlau (dts Nachrichtenagentur) – Skoda-Chef Klaus Zellmer hat den industriepolitischen Kurs der Ampelregierung kritisiert und ihr die Hauptschuld an der Absatzkrise bei den Elektroautos gegeben. „Es ist wenig überraschend, dass die Nachfrage einbricht, wenn quasi über Nacht die staatliche Förderprämie gestrichen wird“, sagte er dem „Stern“. „Das war ein Schock für Verbraucher, weil es die Fahrzeuge massiv verteuerte.“

Deutschland ist der wichtigste Markt der tschechischen VW-Tochter. Schon deshalb fordert Zellmer von der Bundesregierung die Wiedereinführung der ehemaligen Bafa-Prämie, die die Ampelkoalition 2023 gestrichen hat. „Wir brauchen besonders jetzt Anreizsysteme, um der Nachfrage nach E-Autos neuen Schwung zu geben“, sagte er. 6.000 Euro pro Fahrzeug sei ein guter Wert für eine Prämie.

Der ehemalige Vertriebschef von VW, der 2022 Skoda als CEO übernommen hat, legte ein klares Bekenntnis zur Elektromobilität ab. „Die Zukunft ist elektrisch, weil der Wirkungsgrad eines Elektroantriebs mit nahezu 100 Prozent unschlagbar ist.“

Gegen harte Verbrennerverbote wehrte er sich dennoch. „Mit Zwang erreicht man nichts, denken Sie an die Wärmepumpen“, so Zellmer.

Er fordert zudem von der EU, E-Fuels als CO2-mindernd zu klassifizieren, wie den Batterieabtrieb. Nur so ließen sie sich zur Marktreife entwickeln. „Meine Rechnung ist ganz einfach: 2035 dürfen, Stand heute, in der EU keine Verbrenner mehr zugelassen werden. Dann werden voraussichtlich ungefähr 290 Millionen Fahrzeuge unterwegs sein, und zwei Drittel davon werden weiterhin Verbrenner sein. Es ergibt keinen Sinn, wenn wir für diese keine alternativen und CO2-neutralen Spritsorten anbieten können.“


Foto: Škoda (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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US-Börsen legen zu – KI-Hoffnungsträger im Aufwind

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Wallstreet in New York, via dts NachrichtenagenturNew York (dts Nachrichtenagentur) – Die US-Börsen haben am Dienstag zugelegt. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 42.080 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,3 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag.

Wenige Minuten zuvor war der breiter gefasste S&P 500 mit rund 5.750 Punkten 1,0 Prozent im Plus, die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt mit rund 20.108 Punkten 1,6 Prozent im Plus.

Nachdem im Nahost-Konflikt in den vergangenen Tagen keine neuen größeren Eskalationsschritte erkennbar waren, zeigen sich Anleger wieder etwas beruhigter. Der Ölpreis sank entsprechend stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit 77,57 US-Dollar, das waren 336 Cent oder 4,2 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Zusätzliche Impulse gab es außerdem erneut von KI-Hoffnungsträger Nvidia. Der Chipdesigner zeigte sich äußerst zufrieden mit der Nachfrage nach dem Blackwell-Chip, der vor allem Anwendungen mit „Künstlicher Intelligenz“ ermöglichen soll. Insbesondere die „Magnificent Seven“ konnten am Tag der Nobelpreisentscheidung zugunsten von KI-Pionieren profitieren.

Unterdessen war die europäische Gemeinschaftswährung am Dienstagabend etwas stärker: Ein Euro kostete 1,0978 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,9109 Euro zu haben.

Der Goldpreis zeigte sich schwächer, am Abend wurden für eine Feinunze 2.623 US-Dollar gezahlt (-0,8 Prozent). Das entspricht einem Preis von 76,82 Euro pro Gramm.


Foto: Wallstreet in New York, via dts Nachrichtenagentur

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Scholz blickt mit "Zahnschmerzen" auf künftige Koalitionsbildungen

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Olaf Scholz (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) blickt mit Sorge auf die aktuelle Phase des deutschen Parteiensystems. „Ich habe so ein bisschen manchmal Zahnschmerzen bei dem Gefühl, wie das wohl die nächsten zehn, 20 Jahre sein wird“, sagte er zu „RTL Direkt Spezial“.

„Wir werden ja keine Regierung mehr haben, wie wir sie in früheren Jahrzehnten gewohnt waren, eine Partei mit sehr vielen Stimmen und eine kleinere Partei“, so Scholz am Dienstagabend bei RTL und ntv. „Es wird sehr viele Regierungen geben, die aus mehreren Parteien gebildet werden und da sind Kompromisse notwendig.“

Über sich in der Funktion als Bundeskanzler sagte Scholz: „Die Kraft fehlt nicht, es ist allerdings schwer und wird auch schwer bleiben.“


Foto: Olaf Scholz (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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