Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Am Mittwoch hat der Dax nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 25.286 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,5 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem Start auf Vortagesniveau verzeichnete der Dax im Tagesverlauf zunehmend stärkere Verluste.
„Nach vier Wochen Rally über den Jahreswechsel und einem Plus von 1.600 Punkten war es nur eine Frage der Zeit, wann der Dax mal eine Pause einlegt“, kommentierte Christine Romar, Head of Europe von CMC Markets. „Und so wie der Markt ohne wirklich positive Nachrichten zuvor gestiegen ist, fällt er heute ohne negative Impulse. Damit handelt es sich um eine ganz normale und vollkommen gesunde Gegenbewegung in einem weiterhin intakten Aufwärtstrend.“
Wichtig sei nun, dass der Dax die 25.000er-Marke hält, um kein Fehl- und damit weiteres Verkaufssignal auszusenden, so Romar. „Eine Konsolidierung zurück auf diese Barriere würde den bislang skeptischen und abwartenden Anlegern auch die Chance geben, auf dem vermeintlich billigeren Niveau noch auf den fahrenden Börsenzug aufzuspringen.“
An der Wall Street mehrten sich der Marktanalystin zufolge die Anzeichen für eine stärkere Korrektur, auch weil die Favoriten des jüngsten Bullenmarktes, die Technologieaktien, nicht mehr so richtig in Schwung kämen. „Allen voran scheint das Schwergewicht Nvidia in eine Konsolidierung eingebogen zu sein, die noch eine Weile andauern dürfte“, erklärte sie. „US-Big-Tech scheint so langsam doch über die Bewertungssorgen zu stolpern und Investoren schichten ihr Kapital in andere Sektoren um. Aufgrund ihrer hohen Gewichtung in den Indizes ist der Nettoeffekt allerdings aktuell noch negativ.“
Positiv steche im Dax der Chemie- und Pharmakonzern Bayer heraus, so Romar. „Die Aktie springt erstmals seit mehr als zwei Jahren wieder über die Marke von 40 Euro. Neben den sich möglicherweise reduzierenden Risiken in der Causa Glyphosat, wo noch in dieser Woche eine Entscheidung in den USA erwartet wird, sieht das Management in Leverkusen auch operativ wieder ein schon lange in Vergessenheit geratenes Wachstum. Dank einiger Blockbuster-Medikamente soll die operative Marge, also das Verhältnis zwischen operativem Ergebnis und Umsatz, bis 2030 auf etwa 30 Prozent steigen.“
Bis kurz vor Handelsschluss rangierten die Bayer-Aktien an der Spitze der Kursliste in Frankfurt, am Tabellenende fanden sich die Papiere von Fresenius Medical Care wieder.
Unterdessen stieg der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im Februar kostete 32 Euro und damit zwei Prozent mehr als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund acht bis zehn Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.
Der Ölpreis stieg ebenfalls: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 65,89 US-Dollar, das waren 42 Cent oder 0,6 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochnachmittag etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1656 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8579 Euro zu haben.
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