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noris network nimmt Colocation-Betrieb für Stadt Nürnberg auf

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Foto-Reportage Eduard Wellmann

noris network, Betreiber von hochsicheren Rechenzentren mit Standorten in Nürnberg, München und Hof, hat den Rechenzentrumsbetrieb für die Stadt Nürnberg aufgenommen. Thorsten Brehm, Referent für Finanzen, Personal und IT, Albert Rösch, IT-Leiter der Stadt, und Joachim Astel, Vorstand von noris network, feierten die Eröffnung im Rechenzentrumsabschnitt Nürnberg Süd mit einem durchtrennten roten Band.

Die Stadt Nürnberg hat ein ambitioniertes Colocation-Projekt mit noris network erfolgreich umgesetzt: Seit Juni 2024 übernimmt der Rechenzentrumsbetreiber und IT-Dienstleister das Hosting für die IT-Infrastruktur der fränkischen Metropole. Albert Rösch, IT-Leiter der Stadt Nürnberg, kommentierte die Zusammenarbeit während der Eröffnung am 4. Juni: „Unser altes Rechenzentrumsgebäude war in die Jahre gekommen, und eine Sanierung machte aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten keinen Sinn. Mit noris network hat unsere Stadt einen kompetenten und leistungsfähigen Rechenzentrumspartner für zukünftige digitale Anforderungen gefunden.“

noris network hatte den Zuschlag im Mai 2023 nach einer Ausschreibung erhalten. Zu den Kriterien zählten neben der örtlichen Nähe höchste Anforderungen an die Verfügbarkeit und die Nachhaltigkeit. Durch den Einsatz von zukunftsweisenden Technologien ist das Rechenzentrum von noris network besonders energieeffizient. „Auch das hätten wir mit einer Modernisierung nicht erreicht“, so Rösch weiter.

KRITIS-Anforderungen

Joachim Astel, Vorstand bei noris network, erklärte: „Wir freuen uns sehr, nun auch die Stadt, in der unser Kernrechenzentrum steht, als Kunden begrüßen zu dürfen.“ Den Zuschlag erhielt der Anbieter nach den Worten Astels nicht zuletzt auch wegen seines besonders hohen Zertifizierungsgrads. noris network ist unter anderem nach ISO 27001 und EN 50600 VK4/SK4 zertifiziert. „Einzelne Verwaltungsbereiche der Stadt zählen sogar zur Kategorie KRITIS. Auch wir sind Bestandteil der KRITIS und können mit der Zertifizierung nach TÜViT TSI Level 4 das höchste Sicherheitsniveau garantieren.“ KRITIS steht für „Kritische Infrastrukturen“ und bezeichnet Einrichtungen, Anlagen oder Teile davon, die von wesentlicher Bedeutung für das Funktionieren des Gemeinwesens sind. Ein Ausfall oder eine Beeinträchtigung dieser KRITIS-Infrastrukturen hätte erhebliche Auswirkungen auf die öffentliche Sicherheit, die Versorgung der Bevölkerung oder andere wichtige gesellschaftliche Funktionen.

Colocation: Konzentration auf das Kerngeschäft

Die Stadt Nürnberg hat sich laut Rösch bewusst für die Option Colocation entschieden. Dabei handelt es sich um ein IT-Konzept, bei dem eigene IT-Infrastruktur wie Server und Netzwerkkomponenten in einem externen Rechenzentrum betrieben werden. Die Stadt nutzt die hohen Sicherheitsstandards, redundante Stromversorgung und schnelle Internetanbindungen von noris network. Damit kann die Verwaltung in der fränkischen Metropole auf eine professionelle und zuverlässige Infrastruktur zugreifen, ohne die Kosten und den Aufwand für den Aufbau und die Wartung einer eigenen Rechenzentrums-Umgebung tragen zu müssen. Colocation bietet eine besonders hohe Skalierbarkeit, bessere Performance und erhöhte Ausfallsicherheit.

Rückgrat der Digitalisierung

Rechenzentren sind zum Rückgrat einer souveränen, sicheren und leistungsstarken digitalen Infrastruktur geworden: Ohne Rechenzentren keine E-Mails, keine Apps, keine Cloud und keine digitalen Dienstleistungen für Bürger, die Privatwirtschaft und öffentliche Verwaltungen. Datacenter bieten ein Zuhause für fortschrittliche Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz (KI), für das Internet der Dinge (IoT), für die Telemedizin und Autonomes Fahren.

noris network wurde bereits 1993 gegründet, in einer frühen Phase des kommerziellen Internets, und war damit der erste Internet Service Provider vor Ort in Nürnberg und Nordbayern. In einer Zeit, als das Internet noch ausschließlich für große Unternehmen attraktiv war, hatte noris network 1994 als erster Anbieter Siemens weltweit ans Internet angeschlossen. Im Anschluss zählten andere große, regional ansässige Unternehmen wie adidas zum Kundenstamm. Einige dieser frühen Kunden sind noris network bis heute erhalten geblieben.

Heute besitzt noris network deutschlandweit sieben Hochsicherheits-Rechenzentren an fünf Standorten. Sie sind sowohl untereinander als auch international vernetzt. Das Rechenzentrum Nürnberg Süd beispielsweise ist nach höchsten Standards zertifiziert und testiert. Es gewährleistet einen sehr hohen Schutz und entspricht damit sogar KRITIS-Anforderungen. In den Rechenzentren selbst bietet noris NIS2-konforme Cloud Services, insbesondere „Private Cloud“ und „Virtual Private Cloud“-Plattformen, die nach BSI C5 testiert sind. noris network erwirtschaftete im vergangenen Geschäftsjahr einen Jahresumsatz von 150 Millionen Euro und beschäftigt inklusive Tochterfirmen 600 Mitarbeiter.

Referat für Finanzen, Personal und IT der Stadt Nürnberg

Das Amt für Informationstechnologie (IT) ist der Partner und Serviceprovider für IT-Leistungen der städtischen Referate und Dienststellen sowie der Eigenbetriebe. Als zukunfts- und serviceorientierter IT-Dienstleister gestaltet es die Zukunft der Nürnberger Stadtverwaltung mit moderner IT-Infrastruktur, High-End-IT-Beratung und einer 24/7 Versorgung von digitalen Services. IT ist zudem verantwortlich für die technische Umsetzung der digitalen Transformation in der Stadtverwaltung. Dabei wird durch moderne technische Lösungen die Schaffung von Mehrwerten für die Stadtverwaltung und die Bürgerinnen und Bürger unterstützt. Als unabhängiger Dienstleister steht die zentrale IT zudem für alle städtischen Dienststellen als kompetente IT-Beratung zur Verfügung. Im Rahmen von regelmäßigen Kundengesprächen wird dabei ein kontinuierliches Feedback der Dienststellen zum vorhandenen Serviceportfolio ermöglicht.

noris network AG

Die Nürnberger noris network AG bietet Unternehmen und Organisationen aus den Bereichen Finance, Public und Enterprise maßgeschneiderte IT-Lösungen in den Bereichen IT-Outsourcing, Managed Services, Cloud Services sowie Network & Security.

Neben Standardprodukten und Services für klassische, virtualisierte IT-Infrastrukturen bietet noris network Managed PaaS-Umgebungen für Container-Lösungen in eigenen Cloud-Plattformen. Technologische Basis ist eine leistungsfähige IT-Infrastruktur mit noris network-eigenen Hochsicherheitsrechenzentren – darunter mit Nürnberg Süd und München Ost zwei der anerkannt modernsten, sichersten und energieeffizientesten Rechenzentren Europas.

Die noris network AG ist mit ihren gesamten Geschäftstätigkeiten für ihre durchgängige Qualität und ihre Sicherheit im Service- und Informationssicherheitsmanagement nach ISO 20000-1, ISO/IEC 27001 und ISO 9001 zertifiziert. Im Bereich „Sicherheitsmanagement für bauliche Objekte“ ist noris network als erster Rechenzentrumsbetreiber nach VdS-Richtlinie 3406 zertifiziert. Zudem sind die maximalen Verfügbarkeits-, Schutz- und Energieeffizienzklassen des Rechenzentrums München Ost nach EN 50600 bestätigt. Die Rechenzentren Nürnberg Mitte und Nürnberg Süd sowie München Ost haben das ISO 27001-Zertifikat auf Basis von IT-Grundschutz des BSI erhalten. Am Standort Nürnberg Süd bietet noris network die einzigartige Möglichkeit, ein Colocation-Rechenzentrum mit dem höchsten Sicherheitsstandard EN50600, TÜViT TSI Level 4 und ISO/IEC 22237 zu nutzen. Weitere Zertifikate, die der IT-Dienstleister vorweisen kann, sind PCI DSS, TISAX und ISO 14001 Umweltmanagement.

Die noris network AG wurde 1993 gegründet und zählt heute zu den deutschen Pionieren auf dem Gebiet moderner IT-Dienstleistungen. Sie betreut renommierte Unternehmen wie adidas AG, Bayerncard, Consorsbank, Finanz Informatik Technologie Service, Firmengruppe Max Bögl, Flughafen Nürnberg GmbH, Nürnberger Versicherung, paydirekt, RCI Banque, Senacor Technologies AG, Teambank AG u. v. m.

Bild:Joachim Astel, Vorstand bei noris network, Albert Rösch, IT-Leiter bei der Stadt Nürnberg, Thorsten Brehm, Referent für Finanzen, Personal und IT bei der Stadt Nürnberg sowie Bernhard Göth, Vertriebsleiter bei noris network: Ein Schnitt für die digitale Zukunft (v. l.)
Bildquelle: noris network

Quelle:noris network AG

Menschenrechtsbeauftragte warnt vor Abschiebevereinbarung mit Taliban

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Luise Amtsberg (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Luise Amtsberg (Grüne), hat angesichts der aktuellen Abschiebedebatte vor einer Zusammenarbeit mit den Taliban gewarnt. „Die Taliban haben in Afghanistan seit 2021 ein menschenverachtendes Regime errichtet, unter dem besonders Frauen und Kinder leiden“, sagte Amtsberg der „taz“ (Freitagausgabe).

Es gebe keine Rechtsstaatlichkeit, die humanitäre Lage bleibe prekär. „Jede Ausweisung und jede Abschiebung nach Afghanistan erfordert eine Zusammenarbeit mit diesem islamistischen Terrorregime und damit quasi eine Anerkennung der Taliban“, so Amtsberg. „Die wäre aus meiner Sicht ein großer Fehler.“

Der Bundestagsabgeordnete Julian Pahlke (Grüne) bezeichnete Scholz` Vorstoß als „realitätsfremd“ und juristisch nicht umsetzbar. Der damalige Innenminister Horst Seehofer (CSU) habe Abschiebungen nach Afghanistan mit der Begründung ausgesetzt, es sei dort weder für die Abzuschiebenden noch für die begleitende Bundespolizei sicher. „Das hat er nicht aus Humanismus gemacht, sondern weil Gerichte die Abschiebungen gekippt hätten“, sagte Pahlke der Zeitung. „So würde es jetzt wieder kommen.“ Der Umweg über Pakistan mache rechtlich keinen Unterschied, da es sich um eine Kettenabschiebung handle. „Es ist äußerst zweifelhaft, ob das nach deutschem Recht zulässig wäre.“

Bundeskanzler Olaf Scholz hat angekündigt, Straftäter und Gefährder auch nach Afghanistan und Syrien abschieben zu wollen. Bislang sind Abschiebungen wegen der schlechten Sicherheitslage vor Ort und fehlenden Kontakten zu den dortigen Regimen ausgesetzt. Zudem legt der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte das sogenannte Refoulement-Verbot in der Genfer Flüchtlingskonvention in Kombination mit dem Folterverbot in der Europäischen Menschenrechtskonvention so aus, dass nicht in Länder abgeschoben werden darf, in denen den Betroffenen Folter droht.


Foto: Luise Amtsberg (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

coeo Group revolutioniert das Forderungsmanagement und eröffnet AI-Lab in Berlin

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Die coeo Group GmbH, das führende digitale und AI-basierte Inkassounternehmen in Europa, freut sich, die Eröffnung ihres neuen AI-Labs in Berlin bekannt zu geben. Mit dieser bedeutenden Erweiterung unterstreicht das Unternehmen sein Engagement, durch den Einsatz modernster Technologien und Methoden die Zukunft des Inkassos und darüber hinaus vieler Branchen zu gestalten.

Das neue AI-Lab wird als Kompetenzzentrum und Inkubator dienen, in dem fortschrittlichste AI-Module entwickelt und implementiert werden, um nicht nur die Effizienz und Produktivität von Inkassoprozessen weiter zu steigern, sondern nahezu alle Geschäftsbereiche zu optimieren, eine innovativere Arbeitsumgebung für die Mitarbeiter zu schaffen sowie einen maßgeblich verbesserten Kundenservice zu bieten.

Berlin wurde bewusst als Standort für das AI-Lab gewählt, da die Stadt als einer der führenden Tech-Standorte Europas gilt. Mit ihrem dynamischen Umfeld und einer Vielzahl von Talenten bietet Berlin die idealen Voraussetzungen, um wegweisende Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz voranzutreiben.

Unter der Führung von Dr. Kevin Yam, Chief Innovation and Technology Officer (CITO) bei coeo und promovierter Physiker, wird ein interdisziplinäres Team aus AI Engineers, Data Scientists, Softwareentwicklern und Branchenexperten die Potenziale zur Entwicklung zukunftsweisender KI-Lösungen voll ausschöpfen, um innovative Lösungen zu bieten, die weit über die traditionellen Inkassodienstleistungen hinausgehen.

„Die Eröffnung unseres AI-Labs in Berlin ist ein Meilenstein für coeo“, sagt Sebastian Ludwig, CEO der coeo Group GmbH. „Seit 2022 hat sich die Entwicklung generativer Künstlicher Intelligenz exponentiell beschleunigt. Alle Formen von KI werden Geschäftsfelder, ganze Branchen und unser aller Leben in Zukunft grundlegend verändern und revolutionieren. Es ist keine Notwendigkeit, KI zu nutzen, sondern eine großartige Chance – der Aufbruch in eine neue Ära. Gemeinsam mit unseren Technologie-Partnern, werden wir mit beeindruckender Umsetzungsgeschwindigkeit die beste Basis zur Entwicklung wegweisender Lösungen schaffen und die Branche damit maßgeblich vorantreiben.“

Die coeo Group GmbH freut sich bereits darauf, mit der Aufnahme der Arbeit des AI-Labs weiteren frischen Wind in die Zukunft des Forderungsmanagements zu bringen.

Bild:Von links nach rechts: Dr. Kevin Yam (CITO coeo Group) und Sebastian Ludwig (CEO coeo Group), © coeo group

Quelle:coeo Inkasso GmbH

Dax legt zu – Hoffnung auf zwei weitere Leitzinssenkungen

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Am Donnerstag hat der Dax zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 18.647 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,4 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem freundlichen Start baute der Dax im weiteren Tagesverlauf einen Teil seiner Zugewinne wieder ab.

Bestimmendes Thema des Börsentages war die Senkung des Leitzinses durch die Europäische Zentralbank (EZB). Nach den Kommentaren zahlreicher Mitglieder und auch der Präsidentin Lagarde habe im Vorfeld so gut wie kein Zweifel daran gegeben, dass die Leitzinsen in der Eurozone um 25 Basispunkte gesenkt würden, kommentierte Konstantin Oldenburger, Marktanalyst bei CMC Markets. „Doch lässt die Begründung des Schrittes aufhorchen, da die EZB zwar die Zinssätze gesenkt, aber ihre Inflationsprognosen für 2025 und 2026 angehoben hat. Natürlich muss die Notenbank auch auf andere Faktoren wie das Wirtschaftswachstum achten, jedoch sind solche halbherzigen Begründungen schlecht für die Reputation, da sie das Inflationsziel von zwei Prozent auf lange Sicht aufweichen“, so Oldenburger.

„Die Märkte rechnen für das laufende Jahr noch mit zwei weiteren Zinssenkungen der EZB, sodass die Idee eines Zinsschrittes ohne Seriencharakter zumindest bei den Investoren nicht wirklich verfangen hat. Am deutschen Aktienmarkt wurde die Zinssenkung dennoch eher abwartend zur Kenntnis genommen“, erklärte der Marktanalyst.

Der Schritt der EZB ist nicht unumstritten. Markus Demary, Ökonom am Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) Köln, warnte vor zu niedrigen Leitzinsen. „Die Inflation ist zurückgegangen, weil der Kostendruck, den die Unternehmen bewältigen müssen, nicht mehr so hoch ist – Energie ist wieder bezahlbar“, so Demary. „Doch andere Indikatoren, die man zur Prognose der Inflation nutzt, zeigen keine weitere Entspannung: Die Nachfrage der privaten Haushalte ist stabil. Und der Fachkräftemangel in vielen Dienstleistungsbereichen, etwa in der Gastronomie, der Reisebranche und bei Handwerksbetrieben, dürfte die Preise künftig ebenfalls nach oben treiben. Solange diese Indikatoren weiterhin hoch sind, können unerwartete Anstiege von Energie- und Nahrungsmitteln wieder schnell zu einer hohen Inflation führen.“

Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), hält den Schritt der EZB für überfällig. „Die EZB erfüllt ihr Mandat der Preisstabilität, auch wenn die Risiken nach wie vor hoch sind. Es ist wahrscheinlicher, dass die EZB über die mittlere Frist die Preisstabilität wegen einer zu geringen Inflation nicht erfüllt, als dass die Inflation zu hoch sein wird“, so Fratzscher. „Ein Handelskonflikt mit China und steigende Energiekosten durch geopolitische Konflikte sind die größten Risiken für die Inflation, starke Lohnsteigerungen sind es nicht.“

Bis kurz vor Handelsschluss standen die Papiere von SAP und Commerzbank an der Spitze der Handelsliste in Frankfurt, das Schlusslicht bildeten die Siemens-Energy-Aktien.

Unterdessen sank der Gaspreis geringfügig: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im Juli kostete 33 Euro. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund acht bis neun Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.

Der Ölpreis stieg hingegen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 79,70 US-Dollar, das waren 1,7 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagnachmittag etwas stärker: Ein Euro kostete 1,0885 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,9187 Euro zu haben.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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Kühnert will nur schwere Straftäter nach Afghanistan abschieben

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Kevin Kühnert (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert legt nach der Rede des Bundeskanzlers Wert auf die Feststellung, dass sich die Forderung von Olaf Scholz (SPD) nicht allgemein auf straffällige Afghanen oder Syrer bezieht, sondern ausschließlich auf „schwere“ Straftäter. „Uns ist wichtig, dass wir die Abschiebung, die dort jetzt diskutiert wird, auf schwere Straftäter begrenzen“, sagte Kühnert dem TV-Sender „Welt“ am Donnerstag.

„Grundsätzlich bleibt die Argumentation richtig, dass Afghanistan wie auch Syrien Bürgerkriegsregionen sind. Es gibt gute Gründe, dass dorthin grundsätzlich nicht abgeschoben wird“, so der SPD-Politiker.

Außerdem müsse man die Ausgestaltung der Abschiebeabkommen sehr sorgfältig prüfen. „Wenn wir solche Regelungen für diese Abschiebungen nach Afghanistan treffen, dann muss auch sichergestellt sein, dass wir es nicht wenige Monate später mit Wiedereinreisen oder mit dem Feiern von Märtyrern auf den Straßen Kabuls zu tun haben. Auch das wäre der deutschen Öffentlichkeit nur schwerlich zu verkaufen“, sagte Kühnert.

Verhandlungen mit den Taliban selbst würde er gerne vermeiden. Es gebe keine offiziellen Kontakte und außerdem wäre zu befürchten, dass es von den Taliban vermutlich Forderungen geben würde, die Deutschland nicht gutheißen könnte. „Es wäre sicherlich nichts Freundliches“, mutmaßte Kühnert. „Daher wäre es mir am liebsten, wenn wir andere Wege finden, schwere Straftäter mit afghanischer Staatsangehörigkeit aus Deutschland herauszuschaffen.“

Gespräche mit den Taliban seien aber auch nicht unbedingt nötig, findet der SPD-Generalsekretär. „Man muss dafür nicht mit den Taliban verhandeln. Ich finde, die Innenminister einzelner Länder haben jetzt gute Vorschläge gemacht, beispielsweise über Kontakte mit den afghanischen Nachbarländern zu agieren, also sich beispielsweise mit Pakistan ins Benehmen zu setzen und über den Umweg Pakistans Rückführungen nach Afghanistan vorzunehmen“, sagte Kühnert. „Das kann ein probates Mittel sein. Und genau dafür arbeitet das Innenministerium unter Nancy Faeser auch in Gesprächen, um diesen Weg möglich zu machen.“

2021 hatte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte Abschiebungen nach Afghanistan gestoppt. Der Gerichtshof legt das sogenannte Refoulement-Verbot in der Genfer Flüchtlingskonvention in Kombination mit dem Folterverbot in der Europäischen Menschenrechtskonvention so aus, dass nicht in Länder abgeschoben werden darf, in denen den Betroffenen Folter droht.


Foto: Kevin Kühnert (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Bundestag beschließt schnellere Genehmigungsverfahren für Windräder

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Windrad-Bau (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Bundestag hat den Weg für schnellere Genehmigungsverfahren für Windräder auf den Weg gebracht. Für eine entsprechende Novelle des Bundesimmissionsschutzgesetzes votierten am Donnerstag in namentlicher Abstimmung 377 Abgeordnete. Auf der Gegenseite gab es 258 Nein-Stimmen und neun Enthaltungen.

Mit dem Gesetz will die Bundesregierung Genehmigungsverfahren nach dem Immissionsschutzrecht vereinfachen, damit zum Beispiel Windkraftanlagen schneller gebaut werden können. Ziel ist es demnach, die Potenziale des Bundesimmissionsschutzgesetzes effektiver zu nutzen, um die Klimaziele zu erreichen. Bis 2030 erforderten diese „nahezu eine Verdreifachung der bisherigen Geschwindigkeit der Emissionsminderung“, heißt es in dem Gesetzentwurf.

Konkret ist unter anderem geplant, die Genehmigungsverfahren für Anlagen wie etwa Windenergieanlagen an Land und Elektrolyseuren für grünen Wasserstoff zu beschleunigen. Das soll nach einer Änderung im zuständigen Ausschuss auch für alle anderen Industrieanlagen gelten, die nach dem Gesetz genehmigt werden. Eine Verlängerung der Genehmigungsfristen durch die Behörde soll darüber hinaus nicht mehr unbeschränkt möglich sein. Anlagenbetreibern soll zudem das Nachreichen von Unterlagen im Genehmigungsverfahren erleichtert werden. Ebenfalls vereinfacht werden sollen Genehmigungsverfahren für das Ersetzen älterer Anlagen durch moderne.


Foto: Windrad-Bau (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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DGB und BDA fürchten nationale Alleingänge in der EU

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Yasmin Fahimi (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – In einem gemeinsamen Appell haben die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Yasmin Fahimi, und der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Rainer Dulger vor zu viel Isolationismus in der Europäischen Union gewarnt. „Eine Lähmung der EU durch nationale Alleingänge hätte fatale Folgen“, schreiben sie in einem Gastbeitrag für die „Welt“ (Freitagausgabe). „Der europäische Binnenmarkt ist unser Heimatmarkt. Er bildet die Grundlage für unseren Wohlstand.“

Fahimi und Dulger bemängelten eine Bürgerferne der EU-Institutionen. Die Sozialpartner könnten „in Teilen den EU-Frust“ mancher Wähler nachvollziehen. „Vieles, was in Brüssel beschlossen wird, wirkt fern und technokratisch“, so Fahimi und Dulger.

Sie forderten von der EU-Kommission und den Parlamentariern mehr Fokus auf große Themen und weniger Einmischung in kleinere Angelegenheiten, um die Akzeptanz der Bevölkerung für Europa zu steigern. „Kümmert Euch um die großen Themen – und mischt Euch weniger in die kleinen Themen ein.“


Foto: Yasmin Fahimi (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Neuer Ampelstreit um Elementarschadenversicherung

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Sandsäcke zum Hochwasserschutz (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – In der Koalition bahnt sich ein Streit zum Thema verpflichtende Elementarschadenversicherung an. SPD und Grüne machen Druck auf die FDP, ihren Widerstand gegen die Idee aufzugeben, wie der „Spiegel“ berichtet.

„Extremwetterereignisse können leider jeden treffen und darum brauchen wir dringend auch in Deutschland bezahlbare Versicherungen gegen Elementarschäden“, sagte Johannes Fechner, Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, dem Nachrichtenmagazin. „Das Eigentum der Bürger abzusichern, sollte doch auch Ziel der FDP sein“, so Fechner. „Das Argument der FDP, Bürger würden mit einer Elementarschadenversicherung sorglos werden und ihre Immobilie nicht mehr präventiv schützen, überzeugt nicht.“

Ähnlich argumentieren die Grünen: „Solche Extremwetterereignisse werden aufgrund der sich immer weiter verschärfenden Klimakrise immer häufiger werden“, sagte Fraktionschefin Katharina Dröge dem „Spiegel“. „Eine Versicherungspflicht kann dabei – neben Hochwasser-, Katastrophen- und Bevölkerungsschutz – Teil einer Gesamtstrategie zur Klimaanpassung sein.“ Indirekt appellierte auch Dröge an die FDP: „Es wäre gut, wenn wir hier in der Koalition gemeinsam vorankämen.“

Die Liberalen allerdings bleiben bei ihrer ablehnenden Position. „Die heftigen Überschwemmungen der letzten Tage haben einmal mehr gezeigt, wie verheerend und existenzbedrohend Naturkatastrophen sein können“, sagte Fraktionsvize Konstantin Kuhle dem „Spiegel“. „Eine Versicherungspflicht der Haus- und Wohnungseigentümer gegen solche Elementarschäden ist aber nur eine Scheinlösung.“ Der FDP-Politiker sagte weiter: „Sie verhindert keinen einzigen Schadensfall und macht durch erhöhte Versicherungsprämien das Wohnen für Eigentümer und Mieter teurer.“

„Stattdessen muss der Präventionsgedanke in den Mittelpunkt gerückt werden: Klimafolgenanpassung, technische Veränderungen bestehender Gebäude und Bauen in risikoärmeren Gebieten.“ Niemand werde „davon abgehalten, eine Versicherung gegen Elementarschäden abzuschließen“, sagte der FDP-Politiker. „Das gesamte Risiko durch eine Versicherungspflicht der Gemeinschaft aller Versicherten aufzubürden, geht aber in die falsche Richtung.“


Foto: Sandsäcke zum Hochwasserschutz (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Dax hält sich am Mittag im Plus – SAP vorn

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Donnerstag nach einem bereits freundlichen Start in den Handelstag bis zum Mittag weiter im grünen Bereich geblieben. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 18.695 Punkten berechnet, 0,7 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag.

An der Spitze der Kursliste rangierten die Aktien von SAP mit kräftigen Gewinnen. Hintergrund dürften ermutigende Aussagen von Finanzchef Dominik Asam bei der jährlichen Kundenmesse von SAP sein. Der Gesamtmarkt werde derzeit insbesondere von dem Dax-Schwergewicht getragen, sagte Marktanalyst Andreas Lipkow.

„Die Aktien des Walldorfer Software-Konzerns liegen aktuell 4,3 Prozent in der Gewinnzone. Insgesamt stehen heute kurz vor dem EZB-Zinsentscheid die defensiven Branchen auf der Gewinnerliste.“ Bei den klassischen zyklischen Branchen, wie dem Automotive-Sektor, der Chemiebranche und den Halbleiterwerten, herrsche dagegen eher Vorsicht, so Lipkow. „Die abwartende Haltung ist im Markt spürbar und sorgt für eine Art Showdown-Stimmung an den europäischen Aktienmärkten.“

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagmittag etwas stärker: Ein Euro kostete 1,0881 US-Dollar (+0,09 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9191 Euro zu haben.

Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 78,66 US-Dollar; das waren 25 Cent oder 0,3 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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Studie: Kinder von älteren Müttern sind besser in Mathe

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Kinder (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Zwischen dem Alter von Müttern und der kognitiven Entwicklung sowie dem Sozialverhalten ihrer Kinder bestehen positive Zusammenhänge. Das ergab eine Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) und der Universität Oldenburg auf Basis des Nationalen Bildungspanels (NEPS), die am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Besonders deutliche Unterschiede zeigen sich demnach bei den mathematischen Kompetenzen: Kinder von Müttern, die bei der Geburt jünger als 30 Jahre alt waren, haben mehrheitlich unterdurchschnittliche Testergebnisse in Mathematik. Dagegen weisen Kinder von Müttern, die bei der Geburt 30 Jahre und älter waren, durchschnittliche oder leicht höhere Kompetenzen auf.

Ein ähnliches Muster ergibt sich auch für das sozial-emotionale Verhalten der Kinder, wenngleich die Unterschiede hier schwächer ausgeprägt sind. „Die Befunde zeigen, dass sich Kinder deutlich besser entwickeln, wenn ihre Mutter bei der Geburt kein Twen oder gar Teenager ist“, sagte Mathias Huebener vom BiB.

„Die Entwicklung von Kindern hängt wesentlich von der Lernumwelt ab, die sie in den ersten Lebensjahren im Elternhaus erfahren“, sagte Mitautorin Susanne Schmid von der Universität Oldenburg aus. Ein Kind frühzeitig und bestmöglich zu fördern, sei eng mit den finanziellen und zeitlichen Möglichkeiten der Eltern verbunden.

In diesem Kontext hat die Studie Erklärungsansätze untersucht, die hinter dem Zusammenhang zwischen dem Alter der Mutter und den Kompetenzniveaus der Kinder stehen könnten: Unter anderem geht eine frühe Mutterschaft oft mit niedrigeren elterlichen Bildungsabschlüssen und einem geringeren Einkommen einher. Bekommen Frauen ihr erstes Kind hingegen in einer späteren Lebensphase, können sie davor höhere Bildungsabschlüsse erzielen und mehr Berufserfahrung sammeln. Dies begünstigt eine förderliche Lernumwelt des Kindes. Familiale Ressourcen wie das Haushaltseinkommen, das Bildungsniveau oder auch der Partnerschaftsstatus der Mutter sind wichtige Voraussetzungen für die Entwicklung von Kindern.

Des Weiteren berücksichtigt die Untersuchung das mütterliche Erziehungsverhalten, das beispielsweise gemeinsame Eltern-Kind-Aktivitäten umfasst oder wie sensibel die Mutter auf das Kind eingeht. Auch das mütterliche Wohlbefinden sowie das Gesundheitsverhalten während der Schwangerschaft spielen eine Rolle, da ein höheres allgemeines Wohlbefinden der Mutter die Entwicklung des Kindes begünstigen kann.

Trotz des positiven Zusammenhangs mit der kindlichen Entwicklung befürwortet die Studie nicht das Aufschieben der Mutterschaft. Aus medizinischer Perspektive sind Schwangerschaften nach dem 36. Lebensjahr häufiger mit gesundheitlichen Risiken für Mutter und Kind einhergehen.


Foto: Kinder (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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