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IW: Zweite Trump-Ära könnte deutsche Wirtschaft Milliarden kosten

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Donald Trump (Archiv), via dts NachrichtenagenturKöln (dts Nachrichtenagentur) – Sollte Donald Trump ein zweites Mal US-Präsident werden, könnte das nach Einschätzung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) gravierende Folgen für die deutsche Wirtschaft haben. Seine geplanten Zölle auf Importe könnten über eine vierjährige Amtszeit gerechnet insgesamt einen Verlust von bis zu 150 Milliarden Euro für die deutsche Wirtschaft bedeuten, heißt es in einer Studie des Instituts, die am Montag veröffentlicht wurde.

Mit Trumps absehbarem Triumph am sogenannten „Super Tuesday“ und seinem guten Abschneiden bei Umfragen wächst die Aussicht auf seine Wahl im November. Im Falle einer erneuten Präsidentschaft erwägt er, einen Mindestzoll von zehn Prozent für Importe aus allen Ländern und für chinesische Einfuhren sogar von 60 Prozent zu erheben. Besonders für deutsche Unternehmen, die in die USA exportieren, wäre das laut IW ein schwerer Schlag – schließlich zählen die USA vor allem für die Automobilindustrie, aber auch für viele andere Branchen zu den wichtigsten Handelspartnern.

Wie sich die Zollerhöhung auf die Wirtschaft in den USA, Europa und Deutschland auswirken würde, hat das Institut in einer Simulation geschätzt: Der BIP-Verlust in Deutschland würde sich demnach über die gesamte Amtszeit Trumps gerechnet voraussichtlich auf mehr als 120 Milliarden Euro belaufen. Für den Fall, dass sich China gegen diese Handelspolitik der USA wehrt und die Zölle für US-Importe seinerseits um 40 Prozentpunkte erhöht, würde das die deutsche Wirtschaft voraussichtlich 150 Milliarden Euro kosten. Dahinter stehe vor allem, dass der Zollschock auch den Welthandel dämpfen würde und dass hierzulande neben den Exporten auch die privaten Investitionen sinken würden, so das IW.


Foto: Donald Trump (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Verdi ruft Lufthansa-Bodenpersonal zu zweitägigem Warnstreik auf

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Lufthansa-Maschine (Archiv), via dts NachrichtenagenturFrankfurt am Main (dts Nachrichtenagentur) – Die Gewerkschaft Verdi hat die Lufthansa-Bodenbeschäftigten zu einem erneuten Warnstreik aufgerufen. Die Arbeit in den passagiernahen Bereichen soll ab Donnerstagmorgen um 4 Uhr niedergelegt werden, teilte Verdi am Montag mit. Enden sollen die Maßnahmen am Samstag um 7:10 Uhr. Für die nicht passagiernahen Bereiche, wie Fracht oder Technik, gelten laut Verdi abweichende Zeiten.

Hintergrund sind die konzernweiten Vergütungstarifverhandlungen für die rund 25.000 Beschäftigten am Boden unter anderem bei der Deutschen Lufthansa, Lufthansa Technik, Lufthansa Cargo, Lufthansa Technik Logistik Services, Lufthansa Engineering and Operational Services und weiteren Konzerngesellschaften. Auch in der jüngsten Verhandlungsrunde am 21. und 22. Februar war es zu keiner Einigung gekommen.

Das Angebot der Arbeitgeber sei im Kern lediglich an zwei Stellen verbessert worden, so die Gewerkschaft. Die auch im jetzigen Angebot noch vorhandenen Nullmonate seien reduziert und die nachhaltige Gehaltserhöhung um 0,5 Prozent verbessert worden. Gleichzeitig habe die Lufthansa die Laufzeit ihres Angebotes aber nochmals um drei Monate auf insgesamt 28 Monate verlängert, so Verdi.

Die „Kernforderung“ der Gewerkschaft von 12,5 Prozent, mindestens aber 500 Euro monatlich mehr, werde auch in dem Angebot bei mehr als doppelt so langer Laufzeit im Vergleich zur Forderung von zwölf Monaten nicht erreicht. Eine Einigung sei vor dem Hintergrund dieses „geringen Entgegenkommens“ somit auch in der vierten Verhandlungsrunde ausgeblieben, hieß es.

„Es ist niemanden vermittelbar, dass dieser Konzern diese Woche ein Rekordjahresergebnis verkünden wird, die Boni für Vorstände ordentlich anhebt und Beschäftigte am Boden mit Stundenlöhnen von teils 13 Euro nicht einmal mehr wissen, wie sie in den teuersten Städten Deutschlands über die Runden kommen sollen“, sagte Verdi-Verhandlungsführer Marvin Reschinsky.

In dem Tarifkonflikt kam es bereits mehrfach zu Streiks, zuletzt war der Passagierverkehr davon aber ausgenommen worden. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 13. und 14. März statt.


Foto: Lufthansa-Maschine (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Kann KI wirklich menschliche Empathie im Kundenservice ersetzen?

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Kundenbetreuung

Die Rolle der künstlichen Intelligenz in der Kundenbetreuung

KI als Gamechanger im Kundenservice

In einer Ära, in der Technologie die Geschäftswelt rasant verändert, hat sich künstliche Intelligenz (KI) als ein Gamechanger in der Kundenbetreuung etabliert. Unternehmen aller Branchen erkennen zunehmend das Potenzial der KI, um nicht nur effizienter zu arbeiten, sondern auch um ein tieferes Verständnis und eine stärkere Bindung zu ihren Kunden aufzubauen. Von Chatbots, die rund um die Uhr verfügbar sind, bis hin zu ausgeklügelten Analysesystemen, die individuelle Kundenpräferenzen erkennen – KI ist dabei, die Art und Weise, wie Unternehmen mit ihren Kunden interagieren, grundlegend zu transformieren. Dieser Artikel beleuchtet die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von KI in der Kundenbetreuung, untersucht die damit verbundenen Herausforderungen und wirft einen Blick auf die Zukunft dieses dynamischen Feldes.

Personalisierung durch KI

Die Anwendung von KI in der Kundenbetreuung ermöglicht eine nie dagewesene Personalisierung. Indem KI-Systeme riesige Mengen von Kundendaten analysieren, können sie individuelle Präferenzen und Verhaltensweisen erkennen. Unternehmen nutzen diese Informationen, um auf die spezifischen Bedürfnisse jedes Kunden einzugehen, sei es durch personalisierte Empfehlungen, maßgeschneiderte Angebote oder angepasste Kommunikation.

Automatisierung von Standardanfragen

KI-Technologien wie Chatbots und virtuelle Assistenten revolutionieren die Bearbeitung von Routineanfragen. Sie können eine Vielzahl von Standardfragen schnell und effizient beantworten, was den Kundenservice entlastet und es den Mitarbeitern ermöglicht, sich auf komplexere und individuelle Kundenanliegen zu konzentrieren. Dies führt zu einer deutlichen Steigerung der Effizienz und Kundenzufriedenheit.

Verbesserung der Servicequalität

Die Implementierung von KI im Kundenservice führt zu einer spürbaren Verbesserung der Servicequalität. Durch maschinelles Lernen und kontinuierliche Datenanalyse werden KI-Systeme immer präziser in ihren Antworten. Sie können wiederkehrende Muster in Kundenanfragen erkennen und somit proaktive Lösungen für häufig auftretende Probleme anbieten.

KI und emotionale Intelligenz

Eine große Herausforderung in der Integration von KI in den Kundenservice ist der Mangel an emotionaler Intelligenz. KI kann zwar Daten effizient verarbeiten und darauf basierend handeln, jedoch fehlt ihr die Fähigkeit, komplexe menschliche Emotionen vollständig zu verstehen und empathisch darauf zu reagieren. Deshalb ist es wichtig, KI mit menschlichem Einfühlungsvermögen zu kombinieren, um ein ganzheitliches Kundenerlebnis zu gewährleisten.

Datenschutz und ethische Überlegungen

Der Einsatz von KI im Kundenservice wirft wichtige Fragen in Bezug auf Datenschutz und Ethik auf. Unternehmen müssen sicherstellen, dass sie die Privatsphäre ihrer Kunden respektieren und transparent darüber kommunizieren, wie KI-Technologien eingesetzt werden. Es ist entscheidend, dass Kundendaten sicher verwaltet und genutzt werden, um Vertrauen aufrechtzuerhalten und gesetzliche Vorgaben zu erfüllen.

KI-gestützte Analyse von Kundenfeedback

Eine der Stärken von KI liegt in der Fähigkeit, große Mengen von Kundenfeedback schnell und präzise zu analysieren. Diese Analysen ermöglichen es Unternehmen, tiefe Einblicke in die Kundenmeinungen und -bedürfnisse zu gewinnen. Sie können Muster und Trends identifizieren, die für die Verbesserung von Produkten, Dienstleistungen und Kundenerfahrungen entscheidend sind.

Proaktive Kundenbetreuung durch KI

KI ermöglicht eine proaktive Kundenbetreuung, indem sie Kundendaten nutzt, um potenzielle Probleme zu identifizieren, bevor sie auftreten. Dies kann dazu beitragen, das Kundenerlebnis zu verbessern und die Kundenbindung zu stärken. Unternehmen können so präventiv handeln, anstatt nur auf Probleme zu reagieren.

Training und Weiterentwicklung der KI-Systeme

Für die Effektivität von KI-Systemen im Kundenservice ist regelmäßiges Training und kontinuierliche Weiterentwicklung unerlässlich. Durch das Sammeln und Analysieren neuer Daten können diese Systeme ihre Leistungsfähigkeit und Genauigkeit kontinuierlich verbessern und so den Kundenservice stetig optimieren.

Integration von KI in Omnichannel-Strategien

Die Integration von KI in Omnichannel-Strategien ermöglicht eine konsistente und effiziente Kundenerfahrung über verschiedene Kanäle hinweg. KI-Systeme können dabei helfen, Kundendaten über verschiedene Plattformen zu synchronisieren und so ein nahtloses Kundenerlebnis zu schaffen.

KI als Unterstützung für Kundenservice-Mitarbeiter

Neben der Automatisierung kann KI auch als wertvolle Unterstützung für Kundenservice-Mitarbeiter dienen. Sie bietet Einblicke und Empfehlungen, die es den Mitarbeitern ermöglichen, effizienter und effektiver zu arbeiten und somit den Kundenservice insgesamt zu verbessern.

Schlussfolgerung: KI als Zukunft der Kundenbetreuung

Die Rolle der künstlichen Intelligenz in der Kundenbetreuung ist entscheidend für die Zukunft des Kundenservices. Sie bietet enorme Chancen für eine personalisierte, effiziente und qualitativ hochwertige Betreuung. Unternehmen, die diese Technologie geschickt einsetzen, können sich im Wettbewerb abheben und langfristig erfolgreiche Kundenbeziehungen aufbauen

Foto/Quelle/ Credits: stock.adobe.com – Alexander Limbach

Wie verändert Geheimnisvolles unsere Wahrnehmung?

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Das Neunte Haus von Leigh Bardugo

In Das Neunte Haus entführt uns Leigh Bardugo in eine Welt, in der Geheimnisse und okkulte Praktiken den Alltag an einer renommierten Universität prägen.

„Das Neunte Haus“ von Leigh Bardugo, veröffentlicht im Jahr 2020 vom Knaur Verlag, erzählt die Geschichte von Alex Stern. Nachdem sie einen tragischen Mord überlebt hat, erhält sie die Möglichkeit, an der Yale-Universität zu studieren. Dort taucht sie in die Welt des Okkulten und der Geheimgesellschaften ein.

Der Schreibstil des Buches ist sehr bildhaft, sodass die Ereignisse wie ein Film im Kopf des Lesers ablaufen. Anfangs erfordert das Buch etwas Einarbeitung, wobei ein Glossar am Ende des Buches hilfreich ist. Die Erzählweise folgt dem natürlichen Verlauf von Gedanken, mit Rückblenden zu früheren Gesprächen und Ereignissen. Es handelt sich um eine Geschichte, die Aufmerksamkeit erfordert, da fortlaufend subtile Hinweise gegeben werden, die auf zukünftige Entwicklungen hindeuten.

Im ersten Band der Reihe gibt es fünf Hauptfiguren

Allen voran steht Alex Stern, die einzige Überlebende eines grausamen Mordes, die dank ihrer Fähigkeit, Geister zu sehen, an Yale studieren darf und Teil des Neunten Hauses wird. Sie ist zunächst misstrauisch und handelt oft, bevor sie Fragen stellt, bedingt durch negative Erfahrungen in der Vergangenheit. Im Laufe des Buches durchläuft sie eine bemerkenswerte Charakterentwicklung, lernt, anderen zu vertrauen und ihre Schwächen zu akzeptieren. Ihr Mentor, Darlington, ist ein Gentleman mit strikten moralischen Grundsätzen, der tief im Inneren an Magie glauben möchte, jedoch keine signifikante Entwicklung durchmacht. Pamela Dawes, zuständig für die Forschung, erlebt eine deutliche Veränderung, indem sie sich öffnet und gegen Autoritäten aufbegehrt. Detektiv Abel Turner, der widerwillig mit dem Neunten Haus zusammenarbeitet, sowie der Geist Bertram Boyce North, der Alex bei der Aufklärung des Mordes unterstützt, sind ebenfalls zentrale Figuren.

Die Handlung entfaltet sich in zwei Zeitsträngen: einer folgt Darlington und bietet Einblicke in die Geheimgesellschaften, der andere konzentriert sich auf Alex, die einige Monate später versucht, einen Mord auf dem Campus aufzuklären. Dabei werden zahlreiche Fragen aufgeworfen, insbesondere in Bezug auf Darlingtons Verschwinden und die Verbindung des Mordes zu den Geheimgesellschaften. Das Buch thematisiert Privilegien, Wissen, Macht und Moral und ist ideal für Leser, die nach mentaler Herausforderung und unerwarteten Plot-Twists suchen. Aufgrund des düsteren Settings empfiehlt es sich, vorab Trigger-Warnungen zu beachten, da einige Szenen möglicherweise nicht für jeden Leser geeignet sind.

Das Neunte Haus von Leigh Bardugo

Herausgeber ‏ : ‎ Knaur HC; 4. Edition (3. Februar 2020)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Broschiert ‏ : ‎ 528 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 3426227177
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3426227176
Originaltitel ‏ : ‎ Ninth House

Homeoffice in Deutschland mittlerweile fest verankert

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Computer-Nutzerin (Archiv), via dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Im Februar 2024 haben rund 24 Prozent der Beschäftigten in Deutschland zumindest teilweise von zu Hause gearbeitet. Das geht aus einer Umfrage des Ifo-Instituts unter knapp 9.000 Unternehmen hervor, die am Montag veröffentlicht wurde.

„Der Anteil ist seit zwei Jahren nahezu gleichbleibend“, sagte Ifo-Experte Jean-Victor Alipour. „Ungeachtet der Debatten um die Rückkehr ins Büro bei einzelnen Unternehmen hat sich Homeoffice in Deutschland fest etabliert.“

Mit 20,5 Prozent liegt der Anteil in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) deutlich niedriger als in großen Unternehmen mit rund 32,1 Prozent. Am häufigsten arbeiten Dienstleister von zu Hause (34,1 Prozent). In der Industrie sind es nur 16 Prozent, im Handel 12,2. Schlusslicht ist die Baubranche mit 5,4 Prozent.

„Es ist unbestritten, dass Präsenzarbeit dem Homeoffice in einigen Bereichen überlegen ist: etwa beim Transfer von Wissen, bei Kreativität in der Gruppe oder bei sozialen Aspekten“, so Alipour. „Eine stärkere Koordination von Bürozeiten zur Stärkung des persönlichen Austauschs ist durchaus sinnvoll. Unsere Daten zeigen jedoch: Eine Abschaffung des Homeoffice zeichnet sich keinesfalls ab.“


Foto: Computer-Nutzerin (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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USA: Erster Vorwahl-Sieg für Trump-Rivalin Haley

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US-Flagge (Archiv), via dts NachrichtenagenturWashington (dts Nachrichtenagentur) – Bei den Präsidentschaftsvorwahlen der US-Republikaner hat die ehemalige UN-Botschafterin Nikki Haley ihren ersten Sieg errungen. Sie setzte sich bei der Abstimmung in der Hauptstadt Washington, D.C klar gegen den früheren Präsidenten Donald Trump durch.

Trotz des Sieges von Haley ist Trump aber weiter auf Kurs zur Kandidatur. Er konnte bisher 247 Delegiertenstimmen hinter sich vereinen, Haley nur 43. Eine Vorentscheidung könnte bereits am Dienstag beim sogenannten „Super Tuesday“ fallen. Dann finden in 15 weiteren Bundesstaaten Vorwahlen der US-Republikaner statt.

Offiziell aufgestellt wird der Kandidat der Republikaner beim Nominierungsparteitag, der vom 15. bis 18. Juli in Milwaukee stattfindet. Die Hauptwahl ist 5. November 2024. Dort läuft derzeit alles auf ein weiteres Duell zwischen Amtsinhaber Joe Biden und Trump hinaus.


Foto: US-Flagge (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Berlin bereitet sich auf mögliche Präsidentschaft "Trump 2.0" vor

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Donald Trump (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin/Washington (dts Nachrichtenagentur) – Acht Monate vor der US-Präsidentschaftswahl bereitet sich die Bundesregierung auf eine mögliche zweite Amtszeit von Ex-Präsident Donald Trump vor. Es gehe „darum, Methoden abzustimmen und in Szenarien zu denken“, sagte Michael Link (FDP), Regierungskoordinator für die deutsch-amerikanische Zusammenarbeit, dem „Tagesspiegel“ (Montagsausgabe).

„Etwa: Wie können wir uns beispielsweise mit Briten, Franzosen, Polen, Kanadiern koordiniert abstimmen, falls es zu Trump 2.0 kommt? Welche Kanäle nutzen wir in EU und Nato?“ Dabei gelte: „Wir dürfen nicht Trump den Gefallen tun, dass wir Joe Biden als Präsident abschreiben. Deshalb müssen Vorbereitungen auf eine mögliche Präsidentschaft Trumps vertraulich bleiben“, sagte FDP-Politiker.

Die Bundesregierung setzt dabei nach den Worten Links besonders auf die Einschätzungen Kanadas. „Von den Kanadiern können wir dabei besonders viel lernen, sie hatten sich schon auf Trumps Wahlerfolg 2016 exzellent vorbereitet.“

Mit Blick auf die von Trump kürzlich infrage gestellte Beistandsklausel der Nato appelliert Link an Deutsche und Europäer, sie sollten „alle Ankündigungen Donald Trumps ernst nehmen“ und sich „nicht in falscher Sicherheit wiegen“. Die Nato müsse sich auf seinen möglichen Sieg vorbereiten, „aber stets mit den Amerikanern gemeinsam“. Vielleicht lasse sich Frankreich dafür gewinnen, „in die nukleare Planungsgruppe der Nato zurückzukehren“, sagte Link.

Die Bundesregierung rechnet im Fall eines Trump-Siegs weniger mit einem Nato-Austritt der USA als mit einer Schwächung der Nato durch die USA. „Es droht gar nicht so sehr der Nato-Austritt der USA, sehr wohl aber die Aushöhlung der Nato durch Trump 2.0 von innen, und das wäre ein Worst-Case-Szenario“, sagte Link: „Wenn die USA in einem Szenario Trump 2.0 zwar einerseits in der Nato blieben, sich andererseits aber nicht an die Beistandsgarantie nach Artikel 5 des Nato-Vertrags hielten, würde ihre Abschreckungsfähigkeit unglaubwürdig. Eine solche Aushöhlung der Nato von innen spielte vor allem Putin in die Hände.“

Trump sei „in der konkreten Außenpolitik kein Mann von Prinzipien, sondern in gefährlicher Weise anfällig für Schmeicheleien und für Stimmungen. Er ist unberechenbar und sprunghaft. Das ist in dieser Weltlage hochgefährlich und spielt Regimen wie Russland, Nordkorea, Iran, aber auch Präsident Xi in die Hände.“

Trump verstehe die Nato „als Instrument, mit dem die USA anderen Staaten Sicherheit verkaufen können, für die sie bezahlen sollen, quasi wie für einen Sicherheitsdienstleister. Trump versteht die Natur der Nato als Bündnis auf Gegenseitigkeit nicht. Sie ist keine Sicherheitsfirma. Sie ist ein politisch-militärisches Verteidigungsbündnis, in dem die USA auch von der Unterstützung anderer profitieren.“


Foto: Donald Trump (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Link: Biden hat es heute schwerer als vor vier Jahren

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Joe Biden (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin/Washington (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundesregierung rechnet fest damit, dass Joe Biden und Donald Trump als Präsidentschaftskandidaten ihrer jeweiligen Parteien aus den maßgeblichen Vorwahlen am „Super Tuesday“ in den USA hervorgehen werden. „Derzeit spricht alles dafür, dass Joe Biden und Donald Trump in diesem Jahr, wie schon 2020, die beiden Kandidaten sein werden“, sagte Michael Link (FDP), Regierungskoordinator für die deutsch-amerikanische Zusammenarbeit, dem „Tagesspiegel“ (Montagsausgabe).

Ein Szenario ohne Biden als Präsidentschaftskandidaten der Demokraten und Trump als sein republikanischer Herausforderer sei „möglich, aber sehr unwahrscheinlich“. Für Trump sei der Rückhalt an der Basis der Republikanischen Partei sehr groß, sagte Link. Trump habe es „verstanden, die Gerichtsverfahren gegen ihn politisch für sich zu nutzen. Das mag uns paradox erscheinen, aber er zieht bei den Vorwahlen politisch Honig aus jeder Anklage.“

Ob Trump auch bei der Präsidentschaftswahl selbst politisch Nutzen aus den Gerichtsprozessen ziehen könne, sei hingegen fraglich. Im November brauche er, anders als bei den Vorwahlen, „auch Mitte-Wähler und Unabhängige, die von Gerichtsurteilen gegen Trump abgeschreckt werden könnten“. Link sagte, es bleibe zu hoffen, dass die ersten Urteile gegen Trump noch vor November gefällt werden. Das sei jedoch mit dem Eingreifen des US Supreme Court „unwahrscheinlicher geworden“.

Präsident Joe Biden hat es nach Ansicht Links „heute schwerer als vor vier Jahren. Der Krieg in Nahost führt dazu, dass arabisch-amerikanische Wähler, aber auch zahlreiche junge Schwarze die Unterstützung Israels durch die USA für zu unkritisch halten. Viele drohen, am 5. November zu Hause zu bleiben.“ In Michigan etwa lebten besonders viele arabischstämmige Muslime, bisher eine feste Bank für die Demokraten. Diese Wähler drohten Biden im Herbst zu fehlen. „Wenn die Wahl in Michigan so knapp ausgeht wie 2020, dann kann eine solche Wahlenthaltung im Extremfall zum Sieg Trumps führen“, sagte Link.


Foto: Joe Biden (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Demo zur Freilassung von Daniela Klette geplant

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Ort der Festnahme der früheren RAF-Terroristin Daniela Klette (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – In Berlin ist eine Demonstration angekündigt worden, in der die Freilassung der eine Woche zuvor festgenommenen früheren RAF-Terroristin Daniela Klette gefordert wird.

„Freiheit für Daniela Klette“ steht auf dem Aufruf, der seit Sonntagabend in sozialen Medien geteilt wird, und: „Soziale Frage hinter Gittern stellen“. In einer weiteren Ankündigung für dieselbe Demo heißt es: „Schluss mit den Staatsschutz-Razzien“. Unter anderem hat ein Journalist, der jüngst für eine linke Tageszeitung über Klette geschrieben hat, den Aufruf geteilt. Die Demo soll demnach am Dienstagabend um 19 Uhr am U-Bahnhof Moritzplatz im Bezirk Kreuzberg starten. Wenige hundert Meter entfernt hatte Klette unter falschem Namen in einem Mehrfamilienhaus gewohnt und war am Montagabend festgenommen worden – nach 30 Jahren auf der Flucht.

Am Sonntag gab es im Bezirk Friedrichshain mehrere Durchsuchungen, bei denen unter anderem ein Wohnwagen beschlagnahmt wurde, in dem mit Burkhard Garweg ein weiteres früheres RAF-Mitglied noch vor Kurzem gewohnt haben soll. Bei einer Wohnungsdurchsuchung am Abend versammelten sich Sympathisanten und beschimpften in Sprechchören die Polizei, Festnahmen gab es keine.

Von Garweg waren am Wochenende neue Fahndungsfotos in guter Qualität veröffentlicht worden. Klette, Garweg und dem ebenfalls flüchtigen Ernst-Volker Staub wird vorgeworfen, mehrere Terroranschläge der RAF durchgeführt zu haben oder an ihnen beteiligt gewesen zu sein. Nach der offiziellen Auflösung der RAF Ende der 1990er-Jahre soll das Trio bis vor wenigen Jahren angeblich Raubüberfälle geplant oder durchgeführt haben, um den Lebensunterhalt im Untergrund zu finanzieren.


Foto: Ort der Festnahme der früheren RAF-Terroristin Daniela Klette (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Hohe Asylzahlen: Bamf setzt Hunderte Leiharbeiter ein

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Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Archiv), via dts NachrichtenagenturNürnberg (dts Nachrichtenagentur) – Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) setzt Hunderte Leiharbeitskräfte zur Bearbeitung von Asylanträgen ein. Wie die „Neue Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) in ihrer Montagsausgabe berichtet, sind seit Oktober 2022 insgesamt 855 Arbeitskräfte von Vermittlerfirmen ausgeliehen worden. Sie sollen unter anderem Asylanträge entgegennehmen und entsprechende Akten anlegen.

Dabei sind nach Angaben eines Bamf-Sprechers bislang Kosten von etwa 22,34 Millionen Euro entstanden. Derzeit seien etwa 420 Leiharbeiter für die Bundesbehörde im Einsatz. Hintergrund sei die stark gestiegene Zahl an Asylanträgen sowie zusätzliche Aufgaben nach der Flucht von mehr als einer Million Ukrainern nach Deutschland. „Dieser sprunghafte Anstieg konnte mit dem dauerhaften Personalkörper des Bundesamtes nicht bewältigt werden“, teilte das Bamf der NOZ mit.

In den Jahren 2019, 2020 und 2021 seien keine Leiharbeitskräfte eingesetzt worden. Zuvor hatte Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) in der „Welt am Sonntag“ angekündigt, das Bamf mit 1.160 zusätzlichen Kräften stärken zu wollen. Auf Nachfrage der NOZ präzisierte das Ministerium am Wochenende, dass im Haushalt Mittel für 343 neue Planstellen „sowie weitere 817 Beschäftigungsmöglichkeiten für den Einsatz von befristet Beschäftigten und von Leiharbeitnehmenden“ hinterlegt seien. „Deren Einsatz wird sich vorrangig auf den Asylbereich konzentrieren“, teilte eine Ministeriumssprecherin mit. Leiharbeitsfirmen werben in Stellenausschreibungen für Tätigkeiten im Bamf mit guten Übernahmechancen.

Linken-Politikerin Clara Bünger sagte der NOZ: „Leiharbeit ist keine Lösung“. Die Bundestagsabgeordnete fordert stattdessen Umschichtung beim Bamf-Personal: „Um mit Personalengpässen umzugehen, könnte das Bamf zum Beispiel auf die Durchführung aufwändiger Dublin-Verfahren verzichten oder diese zumindest zurückfahren.“ Diese seien selten erfolgreich und erzeugten viel Leid bei den Betroffenen, so Bünger.

Bei Dublin-Verfahren handelt es sich um Fälle, in denen Asylbewerber in andere europäische Länder zurückgeschoben werden sollen. Laut früheren Angaben der Bundesregierung setzt das Bamf in diesem Bereich etwa 350 Beschäftigte ein.


Foto: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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