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Neue Angebote für LGBTQI+ Reisende auf den Inseln von Tahiti

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Tahiti Tourisme definiert mit der Kampagne „The Treasured Test“ Inklusivität neu

LGBTQI+-Reisende, die einen tropischen Urlaub verbringen möchten, legen viel Wert auf authentische Reiseerlebnisse, die Möglichkeit zur freien Entfaltung und eine sichere Umgebung am Urlaubsziel. Dabei können die kulturellen Unterschiede in verschiedenen Ländern oft eine Herausforderung darstellen, so dass sich die Reisenden unwohl oder diskriminiert fühlen. Darüber hinaus richten sich die gängigen „schwulenfreundlichen“ Urlaubsangebote, die sich speziell auf Nachtleben und Partys konzentrieren, vorwiegend an eine jüngere, männliche Zielgruppe. Aufgrund dessen sind die Inseln von Tahiti nun bestrebt ihr LGBTQ+-Angebot so zu erweitern, dass zukünftig ein breiteres Spektrum von LGBTQI+-Reisenden angesprochen wird.

Förderung von authentischer Inklusivität auf den Inseln von Tahiti

Auch wenn die Inseln von Tahiti schon seit längerer Zeit als romantischer Ort für LGBTQI+-Paare bekannt sind: Die neue Kampagne von Tahiti Tourisme zielt darauf ab, die Inseln von Tahiti als ein sicheres und einladendes Reiseziel zu präsentieren, das eine reiche kulturelle Vielfalt aufweist, die sowohl die Geschlechtervielfalt einschließt als auch über die konventionellen Vorstellungen von LGBTQI+-Party-Hotspots hinausgeht.

Die Einführung von „The Treasured Test“

Die LGBTQI+-Gemeinschaft reagiert sehr empfindlich auf oberflächliche Versuche des „Rainbow Washing“, daher ist es essenziell, dass die neue Kampagne an einem Ort stattfindet, an dem die Reisenden Verständnis erfahren, Authentizität erleben und sich willkommen und geborgen fühlen.

Als Antwort konzipierte Tahiti Tourisme in Zusammenarbeit mit der Agentur Circul8 und in Partnerschaft mit Air Tahiti Nui den „Treasured Test“ – eine Einladung an LGBTQI+-Reisende, die Herzlichkeit und Akzeptanz während ihres Aufenthalts auf den Inseln von Tahiti zu erleben und zu beurteilen, ob sie sich authentisch „willkommen und wertgeschätzt“ fühlen.

Im Mittelpunkt des Konzepts stand die Einbeziehung von authentischen LGBTQI+-Personen. Es wurde ein offener Aufruf an die LGBTQI+-Gemeinschaft gerichtet, ein vielfältiges Ensemble zu erstellen, das die Inseln von Tahiti aus erster Hand erleben und ihre ungefilterten Eindrücke teilen durfte. Die ausgewählte Gruppe umfasste einen Querschnitt unterschiedlicher LGBTQI+-Personen, darunter das US-amerikanische lesbische Paar Jen und Jess, das französische schwule Paar Seb und Diego und die beiden japanischen Freunde Yuma und Mizuki, beide Trans-Männer.

Das Filmteam begleitete diese Gruppe zehn Tage lang und erlebte alle Höhepunkte, die ein Urlaub auf den Inseln von Tahiti bieten kann. Vom Erlernen traditioneller Tänze auf Tahiti bis zum Schnorcheln in der Lagune von Bora Bora konnten sie die Destination erleben und die Einheimischen kennenlernen, ohne sich Gedanken darüber zu machen, ihre Identität zu verbergen zu müssen.

Das Ergebnis von „The Treasured Test“

Im Anschluss an ihre Reise teilte die Gruppe ihre Eindrücke in offenen Interviews mit und drückte ihre Begeisterung für die Herzlichkeit und Akzeptanz der Einheimischen aus. Sie betonten, dass sie sich wohl fühlten und frei ihre Identität leben konnten. Einhelliger Konsens war, dass die Inseln von Tahiti tatsächlich eine Destination bieten, an der jeder „geschätzt“ wird.

Bild:P2 BORA BORA TahitiT~© Hélène Havard

Quelle:Tahiti Tourisme

„Alter Hof sucht neue Liebe 2.0“, „Kunst- und Kulturraum Allgäu“ sowie das Gründerzentrum Allgäu erhalten finanzielle Förderung durch den Freistaat Bayern.

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Das bayerische Wirtschaftsministerium fördert seit Anfang dieses Jahres erneut zwei Erfolgsprojekte im Allgäu: das Konversionsmanagement und das Netzwerkmanagement für das Gründerzentrum Allgäu Digital. Wirtschaftsstaatssekretär Tobias Gotthardt übergab die beiden Förderbescheide von insgesamt 190.000 Euro an die Allgäu GmbH, welche die Projekte „Alter Hof sucht neue Liebe 2.0“, „Kunst- und Kulturraum Allgäu“ führt: „Die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von ländlich geprägten Regionen ist mir ein besonderes Anliegen. Mit unseren Förderungen ermöglichen wir der Region Allgäu innovative Projekte mit starken Partnern umzusetzen, sei es in Bezug auf die Herausforderungen der Wohnraumknappheit, zur Förderung des Kultursektors oder zur Gründung von Start-ups“, erläutert Gotthardt.

Im Konversionsmanagement werden die Projekte „Alter Hof sucht neue Liebe 2.0“ mit einer Erstberatung für Eigentümer von Hofstellen, der Gestaltung eines Mentoring-Programms sowie der Konzeptionierung einer Matching-Börse und „Kunst- und Kulturraum Allgäu“ zur Vernetzung des Kultursektors mit besonderem Augenmerk auf der Zielgruppe der Jugendlichen unterstützt. Das Konversionsmanagement umfasst die Landkreise Oberallgäu, Ostallgäu, Unterallgäu und Lindau sowie die Kreisfreien Städte Memmingen, Kempten und Kaufbeuren. Die Förderung beträgt 190.000 Euro bis März 2025, bei einem Fördersatz von 70 Prozent.

500.000 Euro für Allgäu Digital – 43 Startups, 270 Events, 14.000 Teilnehmer
Zusätzlich erhält Allgäu Digital 500.000 Euro im Rahmen der Initiative Gründerland Bayern, die 19 digitale Gründerzentren, darunter Kempten, unterstützt. Die Förderung der Netzwerkaktivitäten ist ausgelaufen und wurde nach einer positiven externen Evaluierung um fünf Jahre verlängert. „Wir sind stolz, dass unsere erfolgreiche Arbeit in München angekommen ist und Allgäu Digital mit 500.000 Euro für den Zeitraum 2024 – 2028 weiter gefördert wird“, sagt Oberbürgermeister Thomas Kiechle, Aufsichtsratsvorsitzender der Allgäu GmbH zum Förderbescheid. Sebastian Kehr, Leitung Allgäu Digital, ergänzt: „Allgäu Digital ist zum relevanten Player für Gründung, Innovation und Digitalisierung im Allgäu geworden. 43 Startups haben wir begleitet, 270 Events mit 14.000 Teilnehmenden realisiert. Da steckt viel Power drin, die wir mit dem Team, den Startups und Partnern täglich einsetzen. Nun folgt der kluge Ausbau und aus Markensicht, die konsequente Erfüllung des Werteversprechens gegenüber unseren Zielgruppen. Ich bin überzeugt, dass uns das unter diesen Voraussetzungen gelingen wird.“
„Es freut mich jedes Mal zu erleben, welche innovativen Ideen in unseren Regionen, wie hier im Allgäu, entstehen. Um deren Umsetzung in erfolgreiche Unternehmen zu ermöglichen, ist unsere Unterstützung für die Digitalen Gründerzentren und deren Netzwerkarbeit ein zentraler Baustein“, gratuliert Gotthardt der ganzen Mannschaft von Allgäu Digital

Bild:Übergabe Förderbescheide Thomas Kiechle (Oberbürgermeister der Stadt Kempten, Aufsichtsratsvorsitzender Allgäu GmbH); Landtagsabgeordneter Alexander Hold; Wirtschaftsstaatssekretär Tobias Gotthardt; Landtagsabgeordneter Joachim Konrad; Klaus Fischer (Geschäftsführer Allgäu GmbH)

Quelle:Allgäu GmbH – Gesellschaft für Standort und Tourismus

GdP kritisiert Entschädigungshöhe für Hinterbliebene

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Polizei (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jochen Kopelke, kritisiert die Höhe der Entschädigung für Hinterbliebene in Baden-Württemberg. Das Leben eines Polizisten in Baden-Württemberg sei weniger wert als etwa bei der Bundespolizei oder in anderen Bundesländern wie in Bayern, sagte Kopelke dem „Mannheimer Morgen“ (Dienstagausgabe).

„Hier ist ein Polizeileben in der Beamtenrechtswelt und Finanzwelt weniger wert als woanders. Das geht nicht. Wenn man den Betrag hochsetzt, hilft das den Hinterbliebenen“, so Kopelke. Der GdP-Bundesvorstand war am Freitag angereist zur Gedenkminute auf dem Mannheimer Marktplatz für den ermordeten Polizisten.

Die GdP erfahre aktuell eine weltweite Anteilnahme nach dessen Tod. Die Mannheim-Tat habe zudem eine unfassbare Strahlwirkung auf die gesamte Republik. Für eine Verbesserung für Polizisten im Dienst wünscht sich Kopelke zudem mehr Aufklärung über Extremismus in Schulen sowie endlich einen klaren einheitlichen Kurs der Bundesregierung, um die innere Sicherheit zu stärken.


Foto: Polizei (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

EU-Wahl: NRW-Wirtschaft besorgt über Zuwachs an politischen Rändern

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Wahllokal zur Europawahl am 09.06.2024, via dts NachrichtenagenturDüsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – Der Präsident des Verbands Unternehmer Nordrhein-Westfalen, Arndt Kirchhoff, zeigt sich angesichts der Zuwächse an den politischen Rändern nach der EU-Wahl besorgt. Kirchhoff sagte der „Rheinischen Post“ (Dienstagsausgaben): „Zwar sind die extremen und europafeindlichen Parteien weit von einer Mehrheit im Parlament entfernt. Allerdings wird die Mehrheitsfindung in dieser Legislaturperiode erneut kompliziert.“

Klar sei, dass der Kurs von Überregulierung, einseitigen Verboten und wirtschaftspolitisch nicht zu Ende gedachter Klimapolitik nach diesem Wahlausgang dringend korrigiert werden müsse, verlangte Kirchhoff. „Dies darf bei den anstehenden Personaldebatten auf keinen Fall in den Hintergrund rücken.“

Der Unternehmer-NRW-Präsident wertete das deutsche Votum gleichzeitig als ein eindeutiges Signal an die Ampel in Berlin, jetzt endlich den dringend erforderlichen wirtschafts- und sozialpolitischen Kurswechsel herbeizuführen. „Ein `Weiter so` darf es nach diesem Wahlergebnis nicht geben. Überdies muss es nachdenklich stimmen, dass die bürgerliche Mitte nicht von den hohen Stimmenverlusten von SPD und Grünen profitieren konnte.“

Die gestiegene Wahlbeteiligung lobte der Verbandspräsident: „Die Bürgerinnen und Bürger erkennen zunehmend die zentrale Bedeutung der Europäischen Union für unser Land. Und wir können auch feststellen, dass die weit überwiegende Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland proeuropäische Parteien gewählt hat.“


Foto: Wahllokal zur Europawahl am 09.06.2024, via dts Nachrichtenagentur

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EZB dämpft Erwartungen an Zinswende

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EZB (Archiv), via dts NachrichtenagenturFrankfurt (dts Nachrichtenagentur) – Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, verteidigt die erste Zinssenkung seit fast fünf Jahren gegen Kritik, dämpft aber Erwartungen an eine schnelle Zinswende. „Wir erklären den Kampf noch nicht für gewonnen“, sagte Lagarde dem „Handelsblatt“ (Dienstagsausgabe).

Die EZB hat vorige Woche die Zinswende begonnen, was offenbar auch intern für Diskussionen sorgte. EZB-Chefin Lagarde räumte ein, es gebe „einige aktuelle Zahlen, die hätten besser sein können“. Dennoch verteidigte sie die Zinssenkung als angemessen, „was aber nicht bedeutet, dass die Zinsen sich jetzt linear nach unten bewegen.“ Lagarde stellt auf eine Zinswende mit Unterbrechungen ein: „Es könnte auch wieder Phasen geben, in denen wir die Zinsen unverändert belassen.“

Zu den wirtschaftlichen Aussichten sagte Lagarde: „Die Wachstumsaussichten haben sich verbessert.“ Ihre Sorge gelte „der tatsächlichen Umsetzung und Einhaltung der EU-Fiskalregeln, die unter großen Mühen vereinbart wurden“. Zugleich wolle sie „darauf hinweisen, dass auch in Deutschland erheblicher Investitionsbedarf besteht.“

Zum digitalen Euro sagte Lagarde, dass sich „die Einführung beschleunigen“ müsste, falls dies noch während ihrer Amtszeit bis Oktober 2027 geschehen solle. Durch das Erstarken euroskeptischer Kräfte bei der Europawahl könnte sich allerdings das notwendige EU-Gesetz verzögern. Dessen ungeachtet fordert Lagarde mehr Einsatz für den digitalen Euro: „Wir arbeiten mit Hochdruck an den technischen Vorbereitungen, aber ohne den rechtlichen Rahmen kommen wir nicht zum Zuge.“


Foto: EZB (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Bericht: Ampel einigt sich auf Reform des Postgesetzes

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Briefkasten (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Ampelkoalition hat sich am Montag offenbar auf eine Reform des Postgesetzes geeinigt. Das berichtet das „Handelsblatt“ (Dienstagsausgabe) unter Berufung auf Koalitionskreise. Ein wichtiger Baustein dabei ist die Anpassung der Brieflaufzeiten.

Bisher müssen Briefe mit einer durchschnittlichen Wahrscheinlichkeit von 80 Prozent am folgenden Werktag beim Empfänger ankommen. Zu 95 Prozent müssen sie am zweiten Werktag da sein. In Zukunft soll es so laufen: Briefe müssen erst am dritten Werktag ankommen, dann aber mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent. Am vierten Tag müssen es 99 Prozent sein. Das soll die Kosten für die Anbieter senken und umweltschädliche Nachtflüge überflüssig machen.

Mit dem neuen Postgesetz sollen sich auch die Arbeitsbedingungen der Paketzusteller verbessern. Die Gewerkschaften hatten sich ein Verbot für die Weitergabe an Subunternehmen gewünscht, weil dabei Arbeitnehmerrechte umgangen werden können. Darauf habe sich die Ampel nicht einigen können, so das „Handelsblatt“.

Aber sie führe nun ein, dass sich Zustellerfirmen bei der Bundesnetzagentur in einem „Anbieterverzeichnis“ lizenzieren müssen und bei Verstoß mit Bußgeldern bestraft werden. Die Netzagentur überprüfe dann, ob die Schutzstandards eingehalten werden. Eine erneute Prüfung sehe die Ampel bereits nach drei Monaten und danach im Jahresrhythmus vor. Ausgenommen seien Speditionsunternehmen, die bereits über ein anderes Verfahren lizenziert sind. Unternehmen, die ihre Aufträge an Sub-Zusteller weitergeben, stehen in der Verantwortung, dass diese über eine Lizenzierung verfügen.

Eingeführt werde zudem, dass die Zusteller Pakete mit einem Gewicht von mehr als 20 Kilogramm nicht mehr allein tragen dürfen. Entweder brauche es dann eine zweite Person oder ein geeignetes technisches Hilfsmittel. Ob eine einfache Sackkarre bereits ein solches Hilfsmittel darstellt, darauf hätten die Koalitionäre nicht einigen können, so die Zeitung. Stattdessen solle das Bundesarbeitsministerium diese Frage in einer separaten Verordnung klären.


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Bericht: Bahn verschiebt Inbetriebnahme von "Stuttgart 21" erneut

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Stuttgart-21-Baustelle am Stuttgarter Hauptbahnhof (Archiv), via dts NachrichtenagenturStuttgart (dts Nachrichtenagentur) – Das Bahnprojekt „Stuttgart 21“ wird offenbar frühestens im Dezember 2026 in Betrieb gehen können. Das berichtet der „Spiegel“ unter der Berufung auf mit dem Vorhaben vertraute Personen. Das umstrittene Projekt verzögert sich damit erneut um ein weiteres Jahr.

Eigentlich hätte der Bahnknoten nach mehrmaliger Verschiebung 2025 in Betrieb gehen sollen. Doch daraus werde definitiv nichts, so der „Spiegel“. In einer Sitzung des sogenannten Lenkungskreises plane die Bahn am Dienstag, eine Erklärung vorzulegen. In diesem Steuerungsgremium des Großprojekts sitzen Vertreter von Stadt, Land, Region und Bahn.

Noch im März hatte der Staatskonzern nach einem „Spiegel“-Bericht behauptet, eine Inbetriebnahme sei weiterhin „für Dezember 2025“ vorgesehen. Allerdings schränkte man schon damals ein, dass „im Detail“ festzulegen sei, in welcher Abfolge was in Betrieb gehe. Dafür hatte der Konzern damals Überlegungen für ein provisorisches Stellwerk und eine stufenweise Inbetriebnahme des unterdimensionierten Tunnelbahnhofs ins Gespräch gebracht. Bei dieser Lösung wäre der alte Kopfbahnhof weiterhin von Zügen angefahren worden.

Die Pläne für diese teilweise Inbetriebnahme seien nun offenbar vom Tisch – aufgrund von Planungs- und Lieferschwierigkeiten und wohl auch, weil allein der Bau eines provisorischen Stellwerks einen hohen dreistelligen Millionenbetrag verschlungen hätte, so der „Spiegel“.

Derzeit gehe die Bahn von Kosten in Höhe von elf Milliarden Euro aus. Diese dürften laut Schätzungen von mit dem Projekt Betrauten auf mindestens 12 Milliarden oder mehr steigen, berichtet das Magazin. Zu Baubeginn war man im Konzern von Baukosten in Höhe von rund drei Milliarden Euro und einer Inbetriebnahme im Dezember 2019 ausgegangen.


Foto: Stuttgart-21-Baustelle am Stuttgarter Hauptbahnhof (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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SPD kritisiert "üppige Reiseaktivität" der NRW-Landesregierung

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Mona Neubaur und Hendrik Wüst (Archiv), via dts NachrichtenagenturDüsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – Die schwarz-grüne Landesregierung in Nordrhein-Westfalen hat seit ihrem Amtsantritt im Juni 2022 für Auslandsreisen mehr als eine halbe Million Euro ausgegeben. Das geht aus einer Übersicht hervor, über welche die „Rheinische Post“ (Dienstagsausgabe) berichtet.

Demnach summierten sich die bereits abgerechneten Reisen auf insgesamt 535.085,17 Euro, wie NRW-Finanzminister Marcus Optendrenk (CDU) in der Antwort auf eine Kleine Anfrage der SPD-Landtagsfraktion schreibt. Rechnet man zudem die Reisen der Staatssekretäre hinzu, kommen noch einmal knapp 97.598,04 Euro hinzu, womit das Gesamtvolumen bislang bei 632.683,21 Euro liegt.

Die tatsächliche Summe liegt noch deutlich höher, denn insgesamt fünf Reisen sind derzeit noch nicht abgerechnet, darunter der einwöchige Trip von NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) an die Westküste der USA, der Auslöser der Fragen der Opposition war.

Der größte Einzelposten bei den bisher angefallenen Reisekosten ist Wüsts Besuch in Japan vor genau einem Jahr, der die Staatskasse mit rund 225.700 Euro belastete. Auf Platz zwei folgt Wissenschafts- und Kulturministerin Ina Brandes (CDU) mit einem Trip in die USA für rund 82.500 Euro. In Summe entfielen knapp 56 Prozent der Kosten auf den Regierungschef, gefolgt von Staatskanzleichef Nathanael Liminski (CDU) auf Platz zwei mit 18 Prozent und Brandes auf dem dritten Platz mit knapp 16 Prozent.

Die SPD-Fraktion übte harsche Kritik an der Reisefreudigkeit der Landesregierung. „Rund eine halbe Million Euro in nur zwei Jahren sind kein Pappenstiel“, sagte Fraktionsvize Christian Dahm der „Rheinischen Post“. „Und die jüngste USA-Reise des Ministerpräsidenten ist da noch nicht einmal eingerechnet. Hier werden wir natürlich nachfassen, was diese Foto-Safari die Steuerzahler gekostet hat. Diese üppige Reiseaktivität nährt jedenfalls weiter den Verdacht, dass es Hendrik Wüst und seiner Regierung vor allem an schönen Bildern gelegen ist.“


Foto: Mona Neubaur und Hendrik Wüst (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Rangnick nennt Gründe für Bayern-Absage

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Ralf Rangnick (Archiv), via dts NachrichtenagenturWien (dts Nachrichtenagentur) – Mehrere Wochen nach seiner Absage an den FC Bayern München hat Österreichs Nationaltrainer Ralf Rangnick die Gründe für seine Entscheidung konkretisiert. Unter anderem habe die Vorstellung, zweieinhalb Monate gleichzeitig Trainer von Österreich und der Bayern zu sein, ihn abgeschreckt, sagte Rangnick dem „Kicker“.

„Wenn ich am 1. Mai zugesagt hätte, wäre ich ja nicht ab 15. Juli Trainer des FC Bayern gewesen, sondern ab dem 1. Mai.“ Und da sei ihm schon klar geworden, dass das nicht gehe, ohne dass irgendetwas darunter leide. „Wir haben hier in Österreich zwei Jahre investiert, um dahin zu kommen, wo wir jetzt sind. Das wollte ich nicht gefährden.“

Die Absage sei dennoch eine der „schwierigsten beruflichen Entscheidungen“ gewesen, die er in seiner Karriere bisher treffen musste. „Beim FC Bayern sind schon vier ehemalige Spieler von mir im Kader und vier Mitarbeiter, mit denen ich schon früher zusammengearbeitet habe“, so Rangnick. Das habe das Ganze schon besonders gemacht, und das bei einem der größten Vereine in Europa.

„Deswegen habe ich mich damit schon sehr ernsthaft auseinandergesetzt. Und ich möchte an dieser Stelle noch mal betonen, dass es keine Entscheidung gegen den FC Bayern war.“ Auch Aussagen von Uli Hoeneß hätten ihn nicht abgeschreckt: „Ich kann an dieser Stelle versichern, dass das überhaupt keinen Einfluss auf meine Entscheidung hatte“, sagte er. „Ich sage sogar: Uli Hoeneß wäre einer der Gründe gewesen, es zu tun und dort hinzugehen.“


Foto: Ralf Rangnick (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Friedensforschungsinstitute fordern Stärkung des IGH

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Internationaler Gerichtshof (IGH) (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Deutschlands führende Friedensforschungsinstitute sprechen sich mit Blick auf den anhaltenden Krieg im Gazastreifen für eine Stärkung unabhängiger Institutionen des Völkerrechts aus.

Der Internationale Gerichtshof (IGH) nehme eine „wichtige normative Leitfunktion“ im Israel-Gaza-Krieg ein, heißt es im Friedensgutachten 2024, welches am Montag in Berlin vorgestellt wurde. Die Bundesregierung sollte sich demnach „mit Nachdruck“ für die Befolgung der Entscheidungen und Anordnungen einsetzen.

Die Institute fordern unter anderem auch, Lieferungen bestimmter Waffengattungen an Israel auszusetzen. Dabei gehe es um solche Waffen, die in Gaza eingesetzt werden sollen. Waffen, die die Abschreckungsfähigkeit Israels aufrechterhalten sollen, seien aber nicht betroffen.

Kurzfristig brauche es diplomatische Initiativen für eine Verhandlungslösung zusammen mit regionalen Partnern, so die Institute weiter. Perspektivisch könnte sie durch eine internationale Mission in Gaza abgesichert werden. Die Bundesregierung und die Europäische Union (EU) müssten hierzu aktiver beitragen, heißt es in dem Gutachten.

Das Friedensgutachten ist eine gemeinsame Publikation der deutschen Friedensforschungsinstitute BICC, IFSH, INEF und PRIF. Es erscheint seit 1987 und beinhaltet in diesem Jahr neben Kapiteln zum Nahostkonflikt auch Empfehlungen zum Ukraine-Krieg, zur Entwicklungszusammenarbeit in Krisensituationen sowie zur Rüstungskontrollpolitik.


Foto: Internationaler Gerichtshof (IGH) (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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