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Habeck kritisiert Unionsvorschläge als "unseriös"

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Robert Habeck (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Vizekanzler und Wirtschaftsminister Robert Habeck zeigt sich verärgert über das Verhalten der Union in den Verhandlungen über das Wachstumschancengesetz. „Die Union ist wirklich ein Problem, das muss ich sagen“, sagte Habeck dem TV-Sender RTL am Mittwoch.

„Sie fordert viel, hinterlegt es nicht mit Zahlen. Und das was sie auf dem Tisch hat, rechnet sie runter, weil sie das Geld nicht bereitstellen will und dann verweigert sie den Abschluss. Also das ist in keinster Hinsicht konsistent“, so der Wirtschaftsminister. „Nicht, dass die Ampel immer alles richtig macht, aber das ist unseriös.“

Der Grünen-Politiker gab zu, dass das Wachstumschancengesetz klein geworden sei, „und dann ist es noch kleiner geworden durch das Verhandeln mit den Ländern und nun hält die Union es fest“. Das was man mache könne, sollte man tun, so Habeck. „Ich bin ein bisschen ratlos, was die Union angeht.“


Foto: Robert Habeck (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Bundespräsident ruft zu mehr Zuversicht auf

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Frank-Walter Steinmeier (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ruft mit Blick auf die verbreitete Krisenstimmung die Deutschen zu mehr Zuversicht auf. „Ich mache mir Sorgen, wie viele, und die Lage ist verdammt nicht einfach“, sagte er am Mittwochabend dem Nachrichtenformat „RTL Direkt Spezial“ am Mittwochabend (Voraufzeichnung). „Aber trotzdem werde ich nicht einstimmen in den vielstimmigen Chor derjenigen, die unser Land dem Abgrund entgegen reden“, so der Bundespräsident.

„Krise ist kein Schicksal. Wir sollten nicht so tun, als könnten wir dem nicht entrinnen. Deshalb sage ich: Pessimismus ist lähmend. Was wir brauchen, ist Haltung und die Besinnung auf unsere eigenen Stärken.“

Die seit Mitte Januar andauernden Proteste gegen Rechtsextremismus machten im Mut, so Steinmeier. „Wenn Zehntausende – Alte und Junge – auf den Straßen sind, sich nicht gegen etwas positionieren, sondern für die Demokratie, dann könnte das auch eine Trendwende sein, die am Ende auch auf die Politik ausstrahlt.“

Hier äußere sich ein „breites Spektrum“ der Gesellschaft, das sich darin einig sei, sich dieses Land nicht von Radikalen und Extremisten nehmen zu lassen. „Wir wollen eine scharfe Grenzlinie ziehen zwischen den Demokraten und denen, die Demokratie verachten oder gar angreifen“, so Steinmeier. Diese Änderung in der politische Landschaft dürfe man nicht übersehen.


Foto: Frank-Walter Steinmeier (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Weltfrauentag: RINGANA fördert Frauen in Forschung und Wissenschaft und setzt sich für gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit ein

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Beim Frische Kosmetikhersteller RINGANA dominieren weibliche Karrieren in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung.
Sie sind zu 100 Prozent in forschungsrelevanten Führungspositionen.
“Männer und Frauen erhalten bei uns für gleiche Arbeit das gleiche Gehalt, denn Fairness und Transparenz sind für uns nicht verhandelbar“, betont Ulla Wannemacher, Prokuristin bei RINGANA

Beim international erfolgreichen Pionier der Frischekosmetik, RINGANA, sind rund 50 Prozent der Führungspositionen weiblich besetzt. Insgesamt lag die Frauenquote Ende 2023 bei rund 70 Prozent.
Ulla Wannemacher, Prokuristin bei RINGANA, betont: „Wir glauben fest daran, dass alle Menschen unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder sonstigen Merkmalen die gleichen Chancen verdienen. Daher setzen wir konsequent auf eine Politik der Gleichstellung, sowohl im Einstellungsprozess als auch in der Bezahlung. Männer und Frauen erhalten bei uns für gleiche Arbeit das gleiche Gehalt, denn Fairness und Transparenz sind für uns nicht verhandelbar.“

„Unsere hauseigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung ist vorwiegend in weiblicher Hand, derzeit sogar 100 Prozent in forschungsrelevanten Führungspositionen. Bei uns stehen die Frauen jeden Tag im Rampenlicht, worauf wir sehr stolz sind,“ so Andreas Wilfinger, CEO von RINGANA.

RINGANA ist seit 27 Jahren bekannt für Beauty-Produkte mit dem vollen Spektrum an Wirkstoffen aus der Natur. Dabei wurde die Produktpalette stetig weiterentwickelt, immer am Puls der neuesten Forschungsergebnisse und den Bedürfnissen der KonsumentInnen. Daher kommt gerade der Forschung und Entwicklung eine große strategische Bedeutung in der Erfolgsgeschichte zu.

Frauen in der Forschung: Allgemein immer noch rar, bei RINGANA sogar federführend
Laut Zahlen des deutschen Statischen Bundesamtes zeigt sich immer noch ein deutliches Ungleichgewicht der Geschlechterverteilung in Forschung und Entwicklung. Der EU-27 Durchschnitt lag bei 33,7 Prozent. Laut aktueller Datenlage liegt der Frauenanteil in Führungspositionen in Österreichs Forschungslandschaft bereits bei rund 31 Prozent (zum Vergleich: Deutschland 29 Prozent). Als steirisches Familienunternehmen gestartet, weiss RINGANA um seine gesellschaftliche Verantwortung. Insgesamt sind die Produkte europaweit in mittlerweile 35 Märkten erhältlich. Nach vorläufigem Ergebnis erwartet RINGANA einen Umsatzwachstum von 10 Prozent in 2023 – ein Grund, die weiblichen Karrieren am Weltfrauentag besonders zu feiern und ins Rampenlicht zu stellen.

Bei RINGANA ist das Team mit naturwissenschaftlichem Hintergrund überwiegend weiblich. „Mädchen für Naturwissenschaftliche Studien zu begeistern, fängt nicht erst in der Schule an – natürlich sieht der Nachwuchs in meinem Umfeld, dass das Spaß macht und möglich ist. Ich freue mich, dass jede einzelne von uns als positives Vorbild für die Heranwachsenden dient“, sagt Abteilungsleiterin Marianne Hruby Forschung & Entwicklung.

„Ich wusste schon mit vierzehn, dass ich etwas von Grund auf neu erschaffen wollte. Darum habe ich Chemie studiert und bin heute für die Formulierung von Kosmetikprodukten zuständig. Bei RINGANA haben wir die Möglichkeit kreativ zu sein, zu experimentieren und schließlich neue, qualitativ hochwertige Produkte zu entwickeln, die das Leben so vieler Menschen beeinflussen. Ich würde mir wünschen, dass viel mehr Mädchen und Frauen in der Wissenschaft nicht nur aktiv tätig sind, sondern die Leitung von spannenden Projekten, Forschungen und Unternehmen übernehmen.“, meint Carola Schuhmacher, Senior Product Developer Cosmetics.

Lisa-Maria Müllner, Teamlead Development Supplements bei RINGANA, erklärt: „Meine Faszination für gesunde, pflanzenbasierte Ernährung und das Potential unsere Gesundheit zu steuern, ist riesig. Ich habe mich schon früh intensiv mit dem Einfluss der Ernährung auf uns, (Nutz-)tiere und die Umwelt beschäftigt. Darum habe ich nachhaltiges Lebensmittelmanagement und Ernährungstherapie studiert und arbeite aktuell an meinem Doktorat der medizinischen Wissenschaften. RINGANA ist ein Unternehmen, dass meine Werte teilt und in dem ich mein Wissen laufend vertiefen kann. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass die Vielfalt an Fachwissen, welches Frauen in die Wissenschaft einbringen, noch stärker geschätzt und gefördert wird – ganz ohne Stereotypen.“

Bild:RINGANA CEO credits felix werinos

Quelle:PR Professional

promiseQ erhält Seed-Finanzierung von ExtraVallis und APY Ventures

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Das Video-Intelligence-Startup promiseQ bietet eine einzigartige KI-Lösung für das Management von Videoüberwachungsnetzwerken, mit der Sicherheitsunternehmen Fehlalarme um bis zu 95 % reduzieren, ihre Kosten senken und die betriebliche Effizienz verbessern können.

promiseQ kooperiert mit Unternehmen wie HIKVISION, Sitasys AG, INSOCAM, AJAX, LISA (von Dr. Pfau Fernwirktechnik GmbH) und Security Robotics.

Das Berliner Unternehmen hat kürzlich eine siebenstellige Seed-Finanzierungsrunde unter der Führung von ExtraVallis und APY Ventures abgeschlossen, um sein Produkt- und Dienstleistungsangebot zu erweitern und seinen Wachstumskurs fortzusetzen.

Das 2021 gegründete Berliner Startup promiseQ nutzt die Leistungsfähigkeit von künstlicher Intelligenz (KI), Edge-Software und Human-Review-Analyse, um das Management von Videoüberwachungssystemen zu revolutionieren. Das Video Intelligence Hub des Unternehmens ermöglicht es Sicherheitsfirmen und anderen Unternehmen, ihr Video Surveillance Management zu zentralisieren, Kameras von jedem Standort aus zu überprüfen und bis zu 95% der Falschalarme bei der Videoüberwachung zu eliminieren.

Neue Finanzierungsrunde für weiteres Wachstum

Nachdem promiseQ im Sommer 2022 bereits eine sechsstellige Pre-Seed-Investitionsrunde (angeführt von APX und Experten aus der Sicherheitsbranche) verzeichnen konnte, freut sich das Unternehmen, einen neuen Meilenstein bekannt geben zu können: promiseQ hat vor Kurzem ein siebenstelliges Seed-Investment von bestehenden Business Angels (u.a. Valentin Schmitt und Uli Schmitt) und den Venture-Capital-Firmen ExtraVallis und APY Ventures (Bilişim Vadisi VCF) erhalten. Diese neue Finanzierungsrunde unterstreicht nicht nur die Ambition von promiseQ, Innovationen in der Sicherheitsbranche voranzutreiben, sondern stellt auch ein Vertrauensvotum von branchenführenden Investoren dar. Die neue Finanzierung soll dafür genutzt werden, die Produkt- und Dienstleistungspalette des Unternehmens zu erweitern und den eingeschlagenen Wachstumskurs fortzusetzen.

Video Intelligence Plattform – eine einzigartige Softwarelösung

Die Video Intelligence Plattform von promiseQ ist eine zentralisierte Verwaltungsplattform, mit der Benutzer jeden Aspekt ihres Videoüberwachungsnetzwerks steuern und anpassen können. Die Plattform ist mit einer Reihe von leistungsstarken Funktionen ausgestattet, die sie zur ultimativen Wahl für Unternehmen machen, die ihre Sicherheitsabläufe verbessern möchten:

Device Tree: Die Verwaltung mehrerer Standorte und Kamera-Feeds war noch nie so einfach. Mit der Funktion „Device Tree“ können Unternehmen ihre Überwachungsmaßnahmen rationalisieren, indem sie die Steuerung und den Zugriff auf verschiedene Standorte über ein einziges Dashboard zentralisieren.
Smart Alarm List: Die Video Intelligence Plattform verfügt über ein robustes “Smart Alarm List”-Tool, das sicherstellt, dass Unternehmen immer einen Schritt voraus sind. Die Funktion liefert sofortige Benachrichtigungen über verdächtige Aktivitäten und ermöglicht eine schnelle Reaktion und Abwehr von Bedrohungen.

Privacy Zone Control: Mit dieser Funktion können Unternehmen Parameter festlegen und bestimmte Bereiche von der Überwachung ausschließen, um die Privatsphäre zu schützen, ohne die allgemeine Sicherheit zu beeinträchtigen.

Reference Picture Configuration: Unternehmen können eine Momentaufnahme aus einem bestimmten Bereich erstellen und diesen als Referenzbild festlegen. Das System vergleicht dieses Bild dann kontinuierlich mit dem Live-Kamerabild und warnt den Benutzer in Echtzeit vor Abweichungen, was die Sicherheit weiter erhöht.

Camera Integrity Check: Sicherheitsausfälle aufgrund von Kameraproblemen gehören dank promiseQ der Vergangenheit an. Die Funktion „Camera Integrity Check“ ermöglicht regelmäßige Überprüfungen, die eine optimale Kameraleistung gewährleisten und potenzielle Unterbrechungen von Sicherheitsmaßnahmen minimieren.

Threat Filter – Reduktion von Falschalarmen um 95%

Das Vorzeigeprodukt von promiseQ, Threat Filter, ist ein hybrides KI-System, das Falschalarme beseitigt, die Sicherheitsnetzwerke unnötig belasten und Notfallmaßnahmen erschweren. Das intelligente System ermöglicht den Nutzern eine vollständige Online-Überwachung von Videoüberwachungsalarmen, ohne auf arbeitsintensive und kostspielige Überwachungszentren angewiesen zu sein. Der Falschalarmfilter hat den innovativen Vorteil, dass er externe, weltweit tätige Analytiker heranziehen kann, die bereit sind, Alarme in noch nie dagewesenen Situationen zu verifizieren. In zertifizierten Pilotprojekten vor der Markteinführung erreichte promiseQ eine Erfolgsquote von 95% bei der Unterscheidung von Falschalarmen und echten Bedrohungen. Das B2B Software-as-a-Service (SaaS)-Produkt wird inzwischen erfolgreich in der Sicherheitsbranche eingesetzt, z.B. von der International Security Group und WSD Permanent Security.

Tolga Ermis, Mitgründer und CEO von promiseQ: „promiseQ hat sich schnell zu einem dynamischen und zuverlässigen Akteur in der Sicherheitsbranche entwickelt. Unsere Video Intelligence Plattform in Kombination mit unseren KI-Funktionen für den Falschalarmfilter hat unsere Kunden in die Lage versetzt, die Genauigkeit ihrer Videoüberwachung deutlich zu verbessern, Betriebskosten zu senken und ihre Produktivität zu steigern. Dank der Seed-Finanzierungsrunde werden wir demnächst eine neue und innovative Softwaretechnologie in Form unseres promiseQube auf den Markt bringen – diese wird unseren Kunden dank Computer Vision und Generativer KI ein neues Maß an Sicherheit und Überwachungsgenauigkeit bieten.”

Elias Kardel, Mitgründer und CTO von promiseQ: „Ich bin unglaublich stolz auf den Weg, den wir bereits hinter uns haben, um zur Zukunft von Sicherheitstechnologie beizutragen. Unsere Vision war es seit dem ersten Tag, unseren Kunden die fortschrittlichsten Lösungen für ihre vielfältigen Aufgabenstellungen in der Videoüberwachung zu bieten. Heute sehen wir, wie diese Vision Wirklichkeit wird. Gemeinsam mit unserem engagierten Team und unseren strategischen Partnern freuen wir uns darauf, weiter zur Innovation in der Sicherheitsbranche beizutragen.”

Bild:promiseQ – founders – Elias Kardel – Tolga Ermis

Quelle:nōted – a story studio

Kenbi übernimmt renommierten Pflegedienst und profitiert von liquiden M&A-Chancen, um sich als führender Akteur in der digitalen Transformation zu positionieren

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Kenbi, das deutsche HealthTech-Startup mit dem einzigen ganzheitlichen Pflegeökosystem in Europa, gab heute die Übernahme des Brandenburger Pflegedienstleisters LIONCARE bekannt. Die Übernahme wurde durch eine private Series-B-Investmentrunde unterstützt. Diese Transaktion unterstreicht die enormen Wachstumschancen für kenbi als einzigen Homecare-Innovator, der über eine eigene Technologieplattform für Pflegekräfte und Kunden verfügt und somit in der Lage ist, den unter Druck stehenden Langzeitpflege-Markt in Deutschland zu transformieren.

Der Zusammenschluss mit LIONCARE markiert den bisher größten Zukauf für kenbi. Durch die Zusammenführung mit LIONCARE gewinnt kenbi einen Pflegeexperten mit einer dreißigjährigen Erfolgsgeschichte, spezifischem Fachwissen im Bereich Demenz und mehr als 650 erfahrene Pflegekräfte. LIONCARE betreibt 30 Pflegezentren in Brandenburg und Sachsen-Anhalt und ist mit einem einzigartigen Modell kuratierter regionaler Pflegezentren vertraut, die ambulante Pflege, Tagesbetreuung und gemeinsame Servicewohnungen anbieten. Durch dieses Cluster-Modell eröffnen sich für kenbi Perspektiven, das Leistungsangebot auf ganzheitliche Pflegeleistungen zu erweitern, neue Einnahmequellen zu erschließen und in Richtung des dynamisch wachsenden und äußerst kosteneffizienten Segments der gemeinsamen Apartments zu expandieren.

Deutschlands 60 Milliarden Euro umfassender Pflegesektor ist riesig und kein Anbieter ist in der Lage, ihn zu bedienen

Mit derzeit über fünf Millionen Langzeitpflegepatienten in Deutschland verzeichnet der Pflegemarkt einen Wert von 60 Milliarden Euro, der bis 2030 voraussichtlich auf über 80 Milliarden Euro steigen wird. Ein deutlicher Anstieg der Gesundheitsbedürfnisse ist unverkennbar, ebenso wie die steigende Präferenz für häusliche Pflege. Trotz dieser Entwicklungen bleibt der europäische Markt weiterhin stark unterversorgt und wirtschaftlich ineffizient.

Traditionelle Anbieter ambulanter Pflege, die es in den letzten dreißig Jahren versäumt haben, sich zu digitalisieren und zu modernisieren, sehen sich nun nicht in der Lage, auf die drastische Veränderung der Marktbedingungen nach Covid-19 zu reagieren. Der besorgniserregende Trend des Pflegemangels beschleunigt sich: Laut einer Umfrage aus dem Jahr 2023, durchgeführt vom Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa), stehen über 70 % der ambulanten Pflegedienste in Deutschland vor erheblichen finanziellen Schwierigkeiten. Unter den mehr als 17.000 häuslichen Pflegediensten in Deutschland sind die meisten kleine, nicht digitalisierte Einrichtungen ohne Innovationskraft oder Kapital, um das System zu verändern. Tatsächlich entfallen auf die 15 größten Anbieter auf dem Markt für häusliche Pflege weniger als 5 % des Marktes und nur wenige sind groß genug, um Konsolidierung oder Innovation voranzutreiben.

Marktveränderungen bieten einzigartige M&A-Chancen für digitale Vorreiter

Ganz anders sieht die Situation für den digitalen Pflege Disruptor kenbi aus. Veronika Clarici-Fanfule, Head of Direct Investments und Managing Director der SPFF Holding, dem Hauptinvestor der Series-B-Runde von kenbi, sagte: „Jetzt ist das optimale Zeitfenster, um sich auf die Konsolidierung von Anbietern zu konzentrieren, die über eine solide Versorgungsbasis und ein großes Modernisierungspotenzial im Rahmen des technologiegetriebenen Ansatzes von kenbi verfügen. Wir freuen uns darauf, in Zukunft weitere dieser Möglichkeiten zu unterstützen.“ Als erfahrene Expertin auf dem Gebiet der Insolvenzintegration wird Veronika auch dem Vorstand von kenbi beitreten.

Als einer der größten privaten Anbieter von ambulanter Pflege in Deutschland konnte kenbi ein dezentrales, aber dennoch gut verknüpftes Netzwerk von mehr als 50 Pflegestützpunkten im ganzen Land aufbauen, in dem über 1.000 Pflegekräfte monatlich über 120.000 Dienstleistungen für Patienten erbringen. In seinem digitalisierten System für die ambulante Pflege entlastet das Unternehmen die Pflegekräfte mit eigens entwickelten Planungs- und Effizienztools.

Mit kenbi+ lancierte kenbi erst kürzlich die erste nach außen gerichtete Technologielösung für Patientinnen und Patienten, deren Familien und dem damit verbundenen erweiterten Betreuungsnetzwerk. Die neue Online-Plattform vereint alle Pflege- und Homecare-Lösungen in einem Portal und bildet ein ganzheitliches Ende-zu-Ende-Pflegeökosystem, das traditionelle Pflegedienste ergänzt. Das zusätzliche Angebot umfasst eine digitale Pflegeberatung, automatisierte Prüfung von Versicherungsansprüchen, unterstützte Antragsstellung und ein Online-Wissenszentrum mit exklusiven Pflegekursen. In Zukunft wird kenbi+ einen Marktplatz für zusätzliche pflegerelevante Produkte und Dienstleistungen von ausgewählten Partnern bieten. Mit rund um die Uhr verfügbaren Self-Service-Lösungen, Einblick in den Verlauf der Pflege und der Analyse von Gesundheitsdaten. Dies ermöglicht die schnelle Skalierbarkeit einer dezentralen Pflegestruktur und gewährleistet gleichzeitig eine erhöhte und verbesserte Pflegeabdeckung, ohne zusätzliche Personalressourcen.

Der niederländische Achmea Innovation Fund hat genau aus diesem Grund investiert: „Kenbi ist der einzige Akteur in Deutschland, der seine eigene Technologie entwickelt, und der einzige in Europa, der ein technologiegetriebenes Ökosystem um seine eigenen Pflegestandorte und Kunden herum aufbaut“, betont Katharina Maass, Managing Director des Achmea Innovation Fund.

Das Beste aus beiden Welten, um den Weg der Pflege neu zu denken

Mit der Übernahme von LIONCARE entwickelt sich kenbi zu einem der führenden Akteure eines neuen Pflegesektors, indem es die Zusammenarbeit zwischen Produktpartnern, Pflegekräften, Kostenträgern
und der Regierung koordiniert. Dr. Ralf Molitor, Managing Director von Helsana HealthInvest, einem Investor der jüngsten Runde, erklärt: „Wir sehen in kenbi eine große Chance, neue Lösungen für die ambulante Pflege zu entwickeln und bestehende zu vernetzen, um die Verfügbarkeit von Pflegeleistungen bei geringeren Kosten zu verbessern. Ihr digital optimiertes Werteversprechen ist für alle überlasteten Gesundheitsmärkte relevant und wird eine ganze Branche auch über die deutschen Grenzen hinaus umgestalten.“

Mit Blick auf die Zukunft markiert der Wachstumskurs von kenbi den Auftakt zu einer umfassenderen und besseren ambulanten Pflegelösung, die die Art und Weise, wie wir in Zukunft Pflege leisten, erhalten und sichern, völlig neu gestalten könnte.

Bild:Founder team Bruno Pires Katrin Alberding Clemens Raemy Bildquelle:kenbi

Quelle:Kenbi GmbH

Vereinigung Cockpit bietet Lufthansa-Tochter Discover Schlichtung an

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Lufthansa-Maschine (Archiv), via dts NachrichtenagenturFrankfurt am Main (dts Nachrichtenagentur) – Im Tarifkonflikt bei Lufthansa mit der EW Discover hat die Vereinigung Cockpit dem Unternehmen eine Schlichtung vorgeschlagen. Eine Lösung am Verhandlungstisch wäre aus Sicht der VC möglich, teilte die Gewerkschaft am Mittwochnachmittag mit. Ob dies vonseiten des Unternehmens gewünscht ist, sei nun die entscheidende Frage.

„Die fortgesetzte Verweigerungshaltung des Unternehmens ist unverständlich“, sagte Marcel Gröls, Vorsitzender Tarifpolitik der VC. „Wir haben uns zum wiederholten Male konstruktiv gezeigt mit unserem Vorschlag, das Thema moderiert, zum Beispiel im Rahmen einer Schlichtung zu lösen.“

Der Ball liege nun im Spielfeld des Arbeitgebers, so Gröls. „Wir warten auf Angebote, die ernsthaft verhandelbar sind.“ Für die vor zweieinhalb Jahren gegründete Fluggesellschaft gibt es bisher noch keinen Tarifvertrag.


Foto: Lufthansa-Maschine (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

CONCEPT FAMILY begrüßt Gimme Gelato als neues Familienmitglied: Eine süße Expansion in die Welt des handgemachten Eises

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Die CONCEPT FAMILY Franchise AG (ehemals Enchilada Franchise AG), einer der größten Multi-Konzept-Franchisegeber in der deutschen Systemgastronomie, begrüßt die Eismanufaktur „Gimme Gelato” aus Berlin als neue Marke in der Unternehmensfamilie. Dieser Schritt markiert eine spannende Erweiterung der Unternehmensgruppe und unterstreicht die Strategie, durch Vielfalt und Qualität in der Gastronomie zu überzeugen.

Gimme Gelato, bekannt für seine gläserne Eismanufaktur im Herzen Berlins und die handwerkliche Herstellung einzigartiger Eiskreationen, ist das neueste Mitglied in der CONCEPT FAMILY. Gemeinsames Ziel ist es, das bestehende Konzept von Gimme Gelato für eine Expansion im Franchisemodell zu stärken, wobei die Marke ihre Authentizität und die hochwertigen Standards beibehalten wird. „Mit Gimme Gelato erweitern wir unser Portfolio um ein einzigartiges und authentisches Konzept, das mit seiner hohen Qualität, seinem Nachhaltigkeitsansatz und den einzigartigen Geschmacksrichtungen perfekt zu uns passt“, erklärt Dennis Müller, Vorstand der CONCEPT FAMILY Franchise AG.

Gründer Ralf Sander erhält Verstärkung durch Team der CONCEPT FAMILY

Der Gründer und bisherige Geschäftsführer von Gimme Gelato, Ralf Sander, bleibt gesamtverantwortlich für die Marke und wird in der neuen Struktur die Konzeptentwicklung sowie die Expansionsplanung weiterhin aktiv vorantreiben. Zur Seite stehen ihm dabei ab sofort der neue kaufmännische Geschäftsführer Matthias Much-Hufsky sowie das erfahrene Team der CONCEPT FAMILY, das beispielsweise in den Bereichen Einkauf, Operations, Bau, HR, IT, Marketing und Finanzen tatkräftig unterstützt. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit innerhalb der CONCEPT FAMILY und darauf, Gimme Gelato mit diesem Support auf das nächste Level zu heben und gleichzeitig unserer Philosophie treu zu bleiben. Wir wollen den Beweis antreten, dass sich Wachstum und Nachhaltigkeit nicht ausschließen, sondern sehr gut ergänzen können“, sagt Ralf Sander.

Gimme Gelato: ausgefallene Eiskreationen, nachhaltig und regional

Gimme Gelato spricht eine breite Zielgruppe an, die handgemachtes Eis mit einzigartigen Geschmacksrichtungen und qualitativ hochwertigen Zutaten schätzt. Bislang ist Gimme Gelato mit der gläsernen Eismanufaktur in Berlin-Charlottenburg sowie rund 20 mobilen Verkaufseinheiten (unter anderem Container, Food-Trucks und Eis-Bikes im Retro-Design) in ganz Berlin und weiteren Teilen Deutschlands vertreten, unter anderem auch auf privaten Veranstaltungen sowie Firmenevents.

Zur Philosophie von Gimme Gelato gehört die Verbindung von handwerklicher Eismacherkunst und moderner Technologie. Alle Rezepte werden inhouse von Patissièren erstellt und viele Zutaten der aufwendigen Eis-Kreationen selbst produziert. Das Produktportfolio umfasst neben Scoops (Eis zum Löffeln) und Popsicles (Eis am Stiel) auch Eisspeisen, Milchshakes und Kaffeespezialitäten. Rund 50 Prozent der Eis-Sorten sind vegan, nahezu alle zudem glutenfrei. Das gesamte Unternehmen wirtschaftet im „Zero-Waste-Ansatz” sowohl im Hauptquartier in Charlottenburg als auch im Take-Away-Geschäft (zum Beispiel mit essbaren Löffeln). Die Marke wird ab Frühjahr 2024 in ausgewählten Konzepten der CONCEPT FAMILY, wie Wilma Wunder und Aposto, vertreten sein. Darüber hinaus sind weitere Listungen innerhalb und außerhalb der Unternehmensfamilie geplant.

Zur CONCEPT FAMILY gehören damit aktuell mehr als zehn Franchise-Brands (u. a. Aposto, Burgerheart, Eat Tasty, Enchilada, Gimme Gelato, Heesh, Pepe, Pommes Freunde, Wilma Wunder und Wirtshaus Freunde) sowie zahlreiche Einzelkonzepte („Individual Brands”). Auf der INTERNORGA (08. – 12.3. in Hamburg) wird die Konzeptvielfalt der CONCEPT FAMILY mit einem eigenen Messestand (Halle A3/Stand 534) umfassend präsentiert. Mit dieser weiteren Beteiligung setzt die CONCEPT FAMILY Franchise AG ihre Expansionsstrategie fort und ist ab sofort deutschlandweit auf der Suche nach geeigneten Franchisepartnern für Gimme Gelato. Ziel ist es, die Marke national zu etablieren und Eisliebhabern überall Zugang zu hochwertigen, handgemachten Eiskreationen zu bieten.

Bild:Gimme Gelato Ralf Sander

Quelle:CONCEPT FAMILY Franchise AG

Auto-Abo Pionier Gert Schaub investiert in FAAREN

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Die FAAREN Group GmbH und Gert Schaub, Firmengründer der Fleetpool GmbH, arbeiten künftig zusammen. Neben einer signifikanten Unternehmensbeteiligung wird Gert das Würzburger Unternehmen strategisch unterstützen und durch sein Netzwerk wertvolle Synergien zwischen FAAREN, Automobilindustrie und Kooperationspartnern schaffen.

Die FAAREN Group GmbH, ein international führender Softwareanbieter für Abo-Lösungen im Fahrzeugbereich, hat mit Auto-Abo-Pionier und Fleetpool-Gründer Gert Schaub eine gemeinsame Zusammenarbeit beschlossen. Gert wird den Würzburger SaaS-Anbieter und Betreiber von Deutschlands größtem Fahrzeug-Abo-Marktplatz als Investor zukünftig finanziell begleiten und als strategischer Berater und Board Advisor eng in die Entscheidungsprozesse des Unternehmens eingebunden sein.

„Gert besitzt umfassendes Wissen über die Automobilindustrie und eine tiefgehende Expertise im Auto-Abo-Markt. Er war der Erste, der das Auto-Abo ‘salonfähig’ gemacht und bewiesen hat, dass das Modell in der Fläche funktioniert und wirtschaftlich erfolgreich betrieben werden kann.“, erklärt Daniel Garnitz, CEO der FAAREN Group. „Sein Wort hat Gewicht in der Branche und seine Rolle als Bindeglied zwischen Handel, Herstellern und Mobilitätsanbietern ist von enormer strategischer Bedeutung, um das Auto-Abo als attraktiven digitalen Vertriebskanal neben Leasing und Finanzierung im Markt weiter zu etablieren.“

Gert Schaub gilt als Pionier der Auto-Abo-Branche und Visionär im Automobilhandel. Nach Stationen im Handel und bei Herstellern gründete er im Jahr 2008 Fleetpool und hat das Unternehmen zu einem führenden Unternehmen in einem neuen, rasch wachsenden Markt ausgebaut. Ende 2021 verkaufte der Automobil-Profi das Unternehmen erfolgreich an ALD Automotive S.A. und ist seitdem als Berater und Investor aktiv.

„Das FAAREN Team hat mit seinem System als Enabler für das Auto-Abo und der erfolgreichen Etablierung des eigenen Marktplatzes eine strategisch einmalige Positionierung geschaffen. Unter den künftig gemeinsam vorangetriebenen Aktivitäten werden wir die FAAREN GmbH als führenden SaaS-Provider sehen und den FAAREN Marktplatz in den kommenden Jahren als den relevanten Vertriebskanal im Automobilgeschäft etabliert haben“, erläutert Gert Schaub.

Bild:FAAREN-Group-Pressebild-2-Gert-Schaub-Investment

Quelle:FAAREN GmbH

Finanzierungsrunde mehrfach überzeichnet

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allygatr-Venture WAY sammelt beeindruckende 1,2 Millionen Euro ein

Das Berliner Start-up WAY hat in einer Pre-Seed-Finanzierungsrunde 140 Prozent mehr als ursprünglich geplant eingesammelt – eine Bestätigung für das außerordentliche Potenzial der Technologielösung. Mit der Finanzierung kann WAY die innovative IT-Plattform weiter ausbauen und den Service entscheidend vorantreiben.

Die ursprünglich auf 500.000 Euro angelegte Finanzierungsrunde haben der belgische VC-Fonds Pitchdrive und IBB Ventures, FvS Investments sowie allygatr angeführt. Auch namhafte Angel-Investoren der Branche wie David Padilla, CEO des HR-Systems Kenjo, die Comatch-Gründer Jan Schächtele und Christoph Hardt, sowie Joblift-CTO Denis Bauer und Circus Kitchen-CTO Helge Plehn beteiligten sich an der Runde.

allygatr festigt seine Position als treibende Kraft der Branche
Die überzeichnete Finanzierungsrunde zeigt das große Interesse an WAY. Zudem beweist es, wie sehr die Branche an den Erfolg und die Notwendigkeit glaubt.

“WAY ist eine starke Ergänzung unseres HR Tech-Portfolios. Eine clevere Lösung, die wir selbst in unserem Unternehmen einsetzen. WAY hat in dieser Finanzierungsrunde erfolgreich bewiesen, dass es ein großartiges Produkt und ein starkes Team hat”, freut sich Benjamin Visser, Gründer und CEO von allygatr.

Mit dem Investment festigt allygatr seine Position als treibende Kraft hinter Innovationen im HR Tech-Sektor, die die Zukunft der Arbeit nachhaltig prägen werden.

Bild:2023 allygatr-investiert-in-way Bildquelle:© WAY/Pia Henkel

Quelle:allygatr GmbH

Trotz besserer Wirtschaftsdaten: Anleger brauchen jetzt vor allem Geduld

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Der weltweite Wirtschaftsausblick für das Jahr 2024 ist durch zwei Faktoren geprägt: wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit auf der einen Seite und sich verändernde Herausforderungen auf der anderen. Während das robuste Wachstum in den USA einen eindrucksvollen Präzedenzfall bildet, müssen Anleger in der Eurozone aufgrund des vorsichtigen Aufschwungs Ausdauer beweisen. Die Zentralbanken, allen voan die US-Notenbank (Fed) und die Europäische Zentralbank (EZB), sind bei der geldpolitischen Lockerung zu einem vorsichtigen Ansatz übergegangen. Vor diesem Hintergrund ist bei der Kapitalanlage ein geduldiger Ansatz geboten.

USA: Geduld bei Normalisierung der Zinsen – trotz robuster Konjunktur

Die jährliche Wachstumsrate in den USA stieg von 1,9 Prozent im Jahr 2022 auf 2,5 Prozent im Gesamtjahr 2023 und erreichte im vierten Quartal mit 3,3 Prozent ihren Höhepunkt. Dieses beeindruckende Wachstum verdeutlicht die Vorteile eines bedächtigen und geduldigen Ansatzes gegenüber konjunkturellen Heraus­forderungen. Trotz des Aufschwungs in den letzten Quartalen könnten die Echtzeitindikatoren wie die Wirtschaftsaktivität und die Einkaufsmanager­indizes die Wirtschaftsdynamik immer noch unterschätzen. Zwar werden in letzter Zeit wieder mehr Arbeitsplätze geschaffen, vor allem im Privatsektor, jedoch bleibt die Arbeitslosenquote nach wie vor bei 3,7 Prozent.

Die Entscheidung der Fed, den Leitzins bei 5,5 Prozent zu belassen, zeigt: Die Notenbank vollzieht einen vorsichtigen Balanceakt in Erwartung eindeutigerer Anzeichen für eine nachhaltige Annäherung der Inflation an das 2-Prozent-Ziel. Fed-Chef Jerome Powell betonte, dass ein größeres Vertrauen in die Inflationstrends nötig sei, bevor eine Anpassung der Zinssätze in Betracht gezogen werden könne. Die Fed ist entschlossen, bei der Normalisierung der Geldpolitik Geduld zu üben.

Im Februar hält keine der großen Zentralbanken eine Sitzung ab. Damit haben die Märkte genügend Zeit, ihre Erwartungen an den Zeitpunkt und die Höhe der künftigen Zinssenkungen weiter anzupassen. Die Wahrscheinlichkeit einer ersten Zinssenkung der Fed bereits im März hat sich in nur sechs Wochen von 90 Prozent auf weniger als 20 Prozent verringert. Unser Szenario, dass der Lockerungszyklus im kommenden Sommer beginnt, wird zunehmend zur Konsensmeinung.

Eurozone: Keine schlechten Nachrichten sind schon gute Nachrichten

Auf dieser Seite des Atlantiks ist die Konjunkturerholung in der Eurozone mit Vorsicht zu betrachten, denn die wirtschaftliche Landschaft ist von Kontrasten geprägt. Es gibt zwar Anzeichen für eine Verbesserung, insbesondere in der Industrie, doch insgesamt ist die Dynamik verhalten – das zeigen die PMI-Umfragen und die Arbeitsmarktdaten. Die Eurozone steuert auf ein leicht positives BIP-Wachstum im Jahr 2024 zu – 0,5 Prozent, wie im Jahr 2023 –, und der Trend wird allmählich disinflationär. Dieser zaghafte Erholungsprozess erfordert einen vorsichtigen und geduldigen Ansatz der Währungspolitik und der Wirtschaftsförderung.

In den USA werden „gute“ Nachrichten zur Wirtschaft und zu den Unternehmensgewinnen offensichtlich so aufgefasst, wie sie erscheinen: Sie treiben die Wertpapierkurse nach oben. In der Eurozone beobachten wir hingegen, dass bereits das Fehlen von zunehmend „schlechteren“ Nachrichten allmählich als gute Nachricht gesehen werden. Und tatsächlich: Zum ersten Mal seit November 2020 erleben wir sowohl positive als auch negative Überraschungen in Bezug auf das Wachstum.

Aktien: Tech, Gesundheit und langer Atem bei Europa-Titeln

Wir sind der Meinung, dass die Anleger eine etwas vorsichtigere Haltung gegenüber globalen Aktien einnehmen und regionale Allokationen außerhalb Europas bevorzugen sollten. In den USA legt die Widerstandsfähigkeit des Marktes in Verbindung mit der geduldigen Politik der Fed eine selektive Strategie nahe, die Sektoren bevorzugt, die von einem anhaltenden Wirtschaftswachstum und einer überschaubaren Inflation profitieren dürften. Der Technologiesektor, insbesondere im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz (KI), und das Gesundheitswesen, könnten wertvolle Chancen bieten, die durch den fortgesetzten digitalen Wandel und die demografischen Trends entstehen.

In Europa könnten geduldige Investoren belohnt werden: Wer Sektoren ins Auge fasst, die von einer möglichen Stabilisierung der Wirtschaft und einem geldpolitischen Richtungswechsel der EZB begünstigt werden, könnte profitieren. Die Puzzleteile könnten sich allmählich zusammenfügen, und deutlichere Anzeichen eines vorteilhafteren geldpolitischen Mix dürften ein willkommenes Signal für die Vermögenswerte in Europa sein. Im Augenblick sind die Prognosen der Analysten­ an die zukünftigen Unternehmens­gewinne sehr schwach. Dies belastet europäische Aktien.

Anleihen profitieren von vorsichtiger Zinssteuerung und künftigen Lockerungen

Bei Anleihen müssen sich Anleger durch eine hohe Komplexität navigieren – doch wer dazu die Geduld hat, erhält eine vielfältige Palette an Möglichkeiten. US-Treasuries und Investment-Grade-Anleihen schaffen in Portfolios einen defensiven Anker, denn sie profitieren von der vorsichtigen Zinssteuerung der Fed. Europäische Anleihen, insbesondere im Investment-Grade-Segment, sind attraktiv, da wir einen Renditevorteil im Zusammenhang mit wahrscheinlichen künftigen geldpolitischen Anpassungen der EZB anstreben. Schwellenländeranleihen könnten attraktive Gesamtrenditen bieten, besonders jene, die von der moderaten Haltung der lokalen Zentralbanken unterstützt werden. Voraussetzung ist, dass Anleger es schaffen, mögliche Schwankungen geduldig auszusitzen.

Eine gute ausgewogene Asset-Allokation

Zu Beginn des Jahres 2024 ist „Geduld“ das Leitmotiv für die globalen Wirtschafts- und Investitionsaussichten. In einer Welt, in der die Zentralbanken bei geldpolitischen Anpassungen einen vorsichtigen Ansatz verfolgen, müssen sich auch Anleger in Geduld üben. Die Stimmung hat gedreht, die Ungleichgewichte haben zugenommen und die Finanzmärkte stellen in Frage, ob die Zinssenkungen der Fed bereits im März noch realistisch sind. Investoren müssen das berücksichtigen. Eine ausgewogene Strategie – unter Beachtung der sich verändernden Narrative und der Wahlkampagnen in den USA, im Euroraum und darüber hinaus – wird daher entscheidend sein, um die Chancen und Herausforderungen zu meistern, die auf uns zukommen.

Bei unserer Asset-Allokation bevorzugen wir Anleihen gegenüber Aktien, da die Risikoprämien für Aktien immer noch unzureichend sind, um die Anleger zu einer wesentlichen Höhergewichtung der Anlageklasse zu bewegen. Insgesamt halten wir an einer neutralen Allokation in Aktienindizes außerhalb von Europa fest. Der europäische Markt hat augenscheinlich die Talsohle erreicht, ist aber relativ betrachtet immer noch weniger attraktiv als der Rest der Welt. Im festverzinslichen Segment nutzen wir nach wie vor die Renditevorteile (Carry) von Investment-Grade-Unternehmensanleihen und Emerging Market Debt.

Fixed Income-Allokation:

Wir konzentrieren uns auf qualitativ hochwertige Anleihen und bleiben in Schwellenländeranleihen engagiert, um von ihrem attraktiven Carry zu profitieren.
Wir investieren außerdem in europäische Staatsanleihen. Auf diese Weise wollen wir uns die Renditevorteile zunutze machen, die vor dem Hintergrund einer sich abschwächenden Inflation, der schleppenden Konjunktur und der bevorstehenden Zinssenkungen der Zentralbanken entstehen. Da die Inflationserwartungen nach wie vor gut verankert sind, ist die EZB zu einer weniger restriktiven Rhetorik umgeschwenkt.
Die US-Renditen sind von 5,0 Prozent Mitte Oktober auf 3,8 Prozent Ende 2023 gefallen. Daher haben wir bei unserer Long-Position auf die US-Duration Gewinne mitgenommen. In Bezug auf US-Staatsanleihen sind wir neutral aufgestellt und halten Ausschau nach einem neuen, attraktiven Einstiegspunkt, da wir davon ausgehen, dass die Märkte ihre Erwartungen an die Fed revidieren werden.
Aktien-Allokation:

Die Gesamtmarktbewertung hat sich in den letzten Monaten von der Höhe der realen Renditen gelöst. Dies impliziert ein weniger attraktives Niveau für Käufe.
Angesichts der vergleichsweise optimistischen Gewinnwachstumserwartungen sehen wir nur ein begrenztes Aufwärtspotenzial für Aktien und sind daher derzeit eher vorsichtig. Dies zeigt sich in einer Untergewichtung von Aktien der Eurozone und einer neutralen Gewichtung in anderen Regionen.
Wir warten auf ein besseres Risiko-Rendite-Verhältnis und ein deutlicheres Signal der Zentralbank, bevor wir unser Aktien­engagement anheben.
Andererseits setzen wir bei Aktien auf bestimmte Themen. Unter anderem gefallen uns die Bereiche Technologie und KI. Ebenso achten wir auf Chancen bei abgeschlagenen Aktien von Small Caps und Mid Caps bzw. im Bereich erneuerbare Energien. Wir sind auch nach wie vor Käufer von spätzyklischen Sektoren wie dem Gesundheitswesen und Verbrauchsgütern.
Absicherung und Diversifizierung:

Wir halten eine Long-Position im japanischen Yen und Engagements in einigen Rohstoffen, unter anderem in Gold. Beides sind gute Absicherungen in einem risikoaversen Umfeld.
Weiterhin rechnen wir mit einer guten Entwicklung von alternativen Anlagen, da sie eine gewisse Dekorrelation gegenüber traditionellen Vermögenswerten bieten.

Bild:Nadège Dufossé, Head of Asset Allocation bei Candriam (Foto: Candriam)

Quelle:redRobin. Strategic Public Relations GmbH