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Synthetische Biologie: VALANX erhält Wachstumsfinanzierung in der Höhe von 2,3 Millionen Euro

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Plattform für die Konjugation von Proteinen soll von der Krebsforschung über die Diagnostik bis zur Biosensorik eine breite Anwendung finden

Das Biotech-Startup VALANX hat sich auf die präzise Herstellung von definierten Protein-Wirkstoffkonjugaten für die Pharmaindustrie spezialisiert. Das von Michael Lukesch gegründete Unternehmen mit Sitz im Klosterneuburger xista science park forscht und entwickelt an einem Produktionssystem, mit dem die firmeneigenen synthetischen Aminosäuren in beliebige Proteine an frei wählbaren Positionen in mehreren Kopien eingebaut werden können. Mithilfe der Klick-Chemie können die modifizierten Proteine schnell und zuverlässig mit anderen molekularen Einheiten verbunden werden. Vereinfacht gesagt setzt VALANX innovative Techniken aus der Synthetischen Biologie ein, um kreative Lösungen für ein bislang hartnäckiges Problem der Kunden in der Pharmaindustrie und darüber hinaus anzubieten. Das soll neue Wege für die Entwicklung von Medikamenten ermöglichen.

Bereits im Frühjahr 2020 erfolgte eine sechsstellige Seed-Beteiligung eines Syndikats bestehend aus IST cube, tecnet equity und SOSV aus den USA. Nun gibt das Unternehmen eine daran anschließende Wachstumsfinanzierung bestehend aus Eigenkapital und öffentlichen Förderungen in der Höhe von 2,3 Millionen Euro bekannt. Als Lead Investor fungiert diesmal SkyGene aus Niederösterreich, der erstmals in VALANX investiert. Die Bestandsinvestoren xista science ventures (vormals IST cube), tecnet equity und SOSV haben sich ebenfalls an dieser Finanzierungsrunde beteiligt.

„Wir sehen einen stark wachsenden Bedarf an einer einfachen, aber höchstpräzisen Technologieplattform für die Proteinkonjugation sowie die Entwicklung neuer Klick-Chemie zur Darstellung von komplexen Biotherapeutika. VALANX Anstrengungen, ermöglicht durch die innovative Verwendung einer patentierten synthetischen Aminosäure sowie durch moderne CRISPR Strategien, und erste Erfolge des hauseigenen IL-2 Konjugats, waren die ausschlaggebenden Gründe für unser Investment“, erklärt Ingo Nagler von SkyGene.

Michael Lukesch, Gründer und CEO von VALANX Biotech, betont: „Seit unserer Gründung im Jahr 2017 arbeiten wir an einer Technologie, die Pharma- und Biotechnologieunternehmen unterstützen soll, Proteinwirkstoffe rascher und zuverlässiger herstellen zu können. Durch unseren Prozess werden Proteinkonjugate in ihrer molekularen Zusammensetzung genau definiert, was in der Produktion und auch in der Wirkstoffsicherheit einen signifikanten Vorteil bietet. Denn viele Impfstoffe sind Proteinkonjugate.“

„Nun wollen wir unser Team ausbauen, unsere revolutionäre Technologie der Proteinkonjugation weiterentwickeln und unsere Kontakte zu Industriepartnern intensivieren“, so Lukesch.

Doris Agneter, CEO von tecnet equity: „VALANX macht die Konjugate als Werkzeug für völlig neue Anwendungen der Pharmaindustrie einsetzbar. Wir schaffen als Investor das Umfeld, dass diese disruptive Technologie ihr volles Potenzial entwickeln kann. Unser neuerliches Investment in VALANX ermöglicht Forschungs- und Entwicklungsarbeit auf Weltniveau in Niederösterreich.“

„Es ist toll zu sehen, wie aus einer wissenschaftlichen Idee, wie ein praktisches Problem der Pharmabranche zu lösen sein sollte, eine gut aufgesetzte Firma entstanden ist, die dabei ist, mit ihrer Technologie einen echten Impact zu schaffen”, freut sich Alexander Schwartz von xista science ventures.

Bild:Alexander Schwartz (xista science ventures), Michael Lukesch (VALANX), Georg Altenbacher (VALANX) und Christian Laurer (tecnet equity)

Quelle:Reiter PR

Von der KI-Revolution zu Smart Health: internationale Free Software Konferenz in Bozen

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Bei der SFSCON 2023 im NOI Techpark dreht sich alles um Freie Software,
offene Daten und digitale Innovation

2 Tage, 100 Vorträge und mehr als 100 Referierende, 10 thematische Tracks, ein Hackathon, zahlreiche Rahmenveranstaltungen und die Verleihung des European SFS Award. SFSCON, die internationale Konferenz zu Freier Software, kehrt am 10. und 11. November 2023 in den NOI Techpark in Bozen zurück. Entscheidungsträger, Entwicklerinnen, Unternehmen und Forschende versammeln sich in Südtirols Innovationsviertel, um ihre Erfahrungen und Visionen zur Zukunft der Freien Software zu teilen. Die Konferenz ist auch ein Treffpunkt für die wichtigsten weltweiten Organisationen für Freie Software, darunter die Free Software Foundation Europe (FSFE), die Eclipse Foundation, die Open Source Initiative (OSI), OW2 und viele andere.

Den Startschuss zur SFSCON 2023 gibt Ex-OSI-Präsident Simon Phipps mit seinem Vortrag über die sich verändernde Softwarefreiheit in Europa. Früher hat man sich darauf verlassen, dass Menschen Codes prüfen und ausführen, um sicherzustellen, dass Software für alle frei zugänglich ist. Durch die Verbreitung von Cloud-Technologien, KI und strengeren Regulierungen in Europa hat sich diese Idee verändert. Phipps zeigt auf, wo wir aktuell stehen und ob Softwarefreiheit immer noch ein realistisches Ziel ist.

Besonders spannend in diesem Jahr: der Themenschwerpunkt Künstliche Intelligenz mit Referierenden wie Frank Karlitschek, dem Gründer von Nextcloud, der die Auswirkungen von KI auf Open Source, Open Tech und Open Societies beleuchtet, und seinem Partner Björn Schießle, der aufzeigt, wie seine Organisation KI integriert und dabei auch ethische Konsequenzen berücksichtigt. Ein weiterer Fokus der diesjährigen Konferenz liegt auf Smart Health, also darauf, wie KI im Gesundheitswesen Anwendung findet. Im von Floriano Zini der Freien Universität Bozen und Chiara Ghidini, Forscherin der Trientner Bruno-Kessler-Stiftung, kuratierten Track wird Wissen über Methoden und Techniken der KI zur Analyse von klinischen Daten und zur Entwicklung von Open-Source-Gesundheitssoftware weitergegeben: von der elektronischen Gesundheitsakte bis zur medizinischen Bildgebung, von intelligenten Krankenhäusern bis hin zu Technologien für Training, Rehabilitation und Wohlbefinden von Patientinnen und Patienten. Neben diesen beiden Schwerpunkten können bei der SFSCON weitere thematische Tracks verfolgt werden: Community, Cybersecurity, Developers, Legal, OW2, Public Money Public Code & Open Data, ZOOOM Project, Open Data & Open Hardware.

Daneben erwarten die Teilnehmenden zahlreiche Side-Events, darunter die mittlerweile 10. Ausgabe des NOI Hackathon SFSCON Edition, bei der junge Software Developer 24 Stunden lang gemeinsam neue digitale Lösungen für reale Herausforderungen von Unternehmen entwickeln. Der Toolkit Interactive Workshop mit ZOOOM beschäftigt sich mit geistigem Eigentum in Ökosystemen kollaborativer Innovation, die auf Open Source, Open Hardware und Open Data basieren (die drei „O‘s“). Darüber hinaus organisiert die Freie Universität Bozen am 9. November im NOI Techpark den World Usability Day 2023 (WUD), der die South Tyrol Free Software Conference antizipiert.

Nach dem großen Interesse im letzten Jahr findet auch 2023 wieder die Buchlesung von „Ada und Zangemann“ statt. Das Kinderbuch erzählt die Geschichte des berühmten Erfinders Zangemann und des kleinen Mädchens Ada, einer neugierigen Tüftlerin. Ada beginnt mit Hard- und Software zu experimentieren und erkennt dabei, wie wichtig die unabhängige und freie Nutzung davon für sie und andere ist. Nicht zuletzt wird bei der diesjährigen SFSCON erstmals der European SFS AWARD verliehen. Dieser geht an jene Person, die sich am meisten um die Förderung und Verbreitung von Freier Software verdient gemacht hat. Der Preis wird in Zusammenarbeit zwischen der Free Software Foundation Europe (FSFE) und der Linux User Group Bozen-Bolzano-Bulsan (LUG BZ) vergeben.

Bild:Patrick Ohnewein, Digital Technologies ICT, Head of Unit at NOI Techpark

Quelle: blumvision

Champions League: BVB gewinnt gegen Newcastle

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Borussia-Dortmund-Spieler (Archiv), über dts NachrichtenagenturDortmund (dts Nachrichtenagentur) – Am 4. Gruppenspieltag der Champions League hat Borussia Dortmund gegen Newcastle United 2:0 gewonnen. Dortmund erreicht somit den ersten Rang der Gruppe F, während Newcastle auf Platz drei stagniert.

Während letztere nur langsam ins Spiel fanden und nur phasenweise gefährlich werden konnte, dominierte der BVB die Partie klar. Niclas Füllkrug verschaffte Dortmund in der 26. Minute die Führung, Julian Brandt erhöhte in der 79. Minute. Im parallel stattfindenden Spiel hat Schachtar Donezk gegen den FC Barcelona 1:0 gewonnen. Barcelona bleibt folglich auf Platz eins der Gruppe H, Donezk auf Rang drei.


Foto: Borussia-Dortmund-Spieler (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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Diskriminierungsmonitor: Schwarze häufig von Polizei diskriminiert

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Polizei in Berlin-Neukölln (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Schwarze Menschen in Deutschland sind besonders von Diskriminierung durch Behörden und die Polizei betroffen. Das zeigt der am Dienstag veröffentlichte Nationale Diskriminierungs- und Rassismusmonitor des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung.

„Die Intensität sowie die Konsequenzen erlebter Diskriminierung sind in Deutschland ungleich verteilt“, sagte die Direktorin des Forschungsinstituts, Naika Foroutan. „Am häufigsten trifft es Bevölkerungsgruppen, die rassistisch markiert sind und deren Zugehörigkeit zu Deutschland immer wieder Gegenstand der öffentlichen Debatten ist: Schwarze, asiatische und muslimische Menschen.“ Mehr als jede zweite Schwarze Person (54 Prozent) habe von Rassismuserfahrungen in der Öffentlichkeit berichtet. „41 Prozent der Schwarzen Männer und auch 39 Prozent der muslimischen Männer erleben rassistische Diskriminierung bei der Polizei – im Vergleich zu neun Prozent der weißen Männer. Aber auch ein Drittel der Schwarzen Frauen (34 Prozent) erlebt Rassismus bei der Polizei – im Vergleich zu fünf Prozent der weißen Frauen.“

Auch Ämter und Behörden würden schlecht abschneiden. „Etwa jede zweite muslimische Person beschreibt hier rassistische Diskriminierung, aber auch knapp 40 Prozent der asiatischen Menschen – im Vergleich zu 13 Prozent der nicht rassistisch markierten (weißen) Menschen. Das darf in Demokratien nicht passieren, dass gerade deren Ämter und Institutionen nicht alle Menschen gleichbehandeln.“

Rassistisch markierte Personen erhielten zum Beispiel schlechter Termine und fänden weniger Gehör mit ihren Leiden, sagte Frank Kalter, Direktor des Instituts. „Schwarze, muslimische oder asiatische Frauen und Männer geben jeweils mehr als doppelt so häufig wie der Rest der Bevölkerung an, im letzten Jahr medizinische Behandlungen aus Angst vor Schlechterbehandlung verzögert oder vermieden zu haben. Unsere Daten zeigen, dass Diskriminierungs- und Rassismuserfahrungen auch sehr deutlich mit Angststörungen oder depressiven Symptomen zusammenhängen.“ Für den Monitoringbericht haben die Wissenschaftler von Juni bis November 2022 eine Befragung durchgeführt, an der mehr als 21.000 Personen in Deutschland teilgenommen haben.

Für den Schwerpunkt Gesundheit wurden weitere qualitative Studien durchgeführt und weitere Daten erhoben oder neu ausgewertet. Der Deutsche Bundestag hat im Juli 2020 erstmals Mittel bereitgestellt, um den Nationalen Diskriminierungs- und Rassismusmonitor aufzubauen. Die aktuelle Bundesregierung hat die Verstetigung des Monitors im Koalitionsvertrag bekräftigt.


Foto: Polizei in Berlin-Neukölln (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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Kubicki für Deckelung des Migrantenanteils in Stadtteilen

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Wolfgang Kubicki (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – FDP-Vize Wolfgang Kubicki will den Anteil von Migranten pro Stadtteil bei 25 Prozent deckeln. „Wir müssen dazu beitragen, dass wir auch Viertel entflechten, dass wir die Residenzpflicht wieder einführen“, sagte Kubicki dem TV-Sender „Welt“ am Dienstag.

„Wir können nicht – wie in Frankreich – Banlieues sich entwickeln lassen, sondern müssen sagen: Ein Viertel einer Stadt darf nicht mehr als 25 Prozent Migrantenanteil haben, damit keine Parallelgesellschaften entstehen. Das, was wir heute auf deutschen Straßen sehen, ist das Ergebnis von Parallelgesellschaften, die sich entwickelt haben, weil Menschen verständlicherweise sich zusammengefunden haben in bestimmten Vierteln.“ Kubicki plädierte auch für Abschiebeabkommen mit Drittstaaten. „Wir können auch schon heute einfach gesetzlich in Drittstaaten abschieben, die aufnahmebereit sind. Und ich würde empfehlen, dass die Bundesregierung nicht nur mit Herkunftsländern redet, sondern mit afrikanischen Ländern beispielsweise, von denen wir wissen, sie wären gegen Zahlung eines kleinen Obolus bereit, Menschen aufzunehmen. Und das könnten wir heute schon tun.“ Diese Zentren müssten nicht zwangsläufig in Afrika liegen, so Kubicki. „Ruanda beispielsweise wäre bereit, und man kann auch in anderen Ländern verhandeln. Wir müssen zunächst einmal den politischen Willen haben, aus Deutschland so was zu tun, und dann kann Joachim Stamp auch in afrikanische Länder reisen oder in andere Länder reisen auf der Welt und fragen, ob diese bereit wären, die Ausreisepflichtigen, die bei uns rechtskräftig nicht mehr in Deutschland bleiben können, aufzunehmen.“ Das sogenannte „Ruanda-Modell“ stammt aus Großbritannien. Dort hatte die Regierung Anfang 2022 angekündigt, eine unbegrenzte Anzahl an Flüchtlingen in das 6.500 Kilometer entfernte Land zu schicken. Bislang wurden allerdings noch keine Flüchtlinge über das Abkommen nach Ruanda geschickt: Ein Berufungsgericht hatte geurteilt, dass der Plan nicht rechtmäßig ist. Das Land sei kein sicheres Drittland, weil Asylsuchende dort in ihre Heimatländer zurückgeschickt werden könnten, wo ihnen Verfolgung drohen könnte. Zudem verstoße das „Ruanda-Modell“ gegen Artikel 3 der Europäischen Menschenrechtskonvention, nach der Folter und unmenschliche Behandlung verboten ist.


Foto: Wolfgang Kubicki (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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Dax legt geringfügig zu – Daimler Truck hinten

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Frankfurter Börse, über dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Am Dienstag hat der Dax geringfügig zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 15.153 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,1 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss.

Nach einem schwachen Tagesstart drehte der Dax erst am Nachmittag ins Plus. „Anleger greifen in diesen Tagen bei Aktien zu, weil die sich abschwächende Konjunktur eine lockerere Geldpolitik und am Ende auch Zinssenkungen erfordert“, erläuterte Konstantin Oldenburger, Marktanalyst von CMC Markets. „Aber nur darauf zu setzen, kann sich am Ende als Fehler herausstellen. Nach den jüngsten Zahlen spricht vieles dafür, dass der außergewöhnliche Beschäftigungsboom in den USA zu Ende geht.“

Hier lohne sich der Blick auf die Kehrseite der Medaille. „Wenn Menschen keine Arbeit finden, werden sie weniger konsumieren. Konsumieren sie weniger, fällt das Einkommen eines anderen weg. Und das bedeutet theoretisch weitere Jobverluste“, so Oldenburger.

„Die Arbeitslosenquote hat deshalb historisch gesehen die Tendenz, in die Höhe zu schnellen. Das macht bereits scheinbar marginale Veränderungen der Arbeitslosenquote zu einem großen Warnzeichen.“ Zinssenkungen wären ein Instrument, das dagegen durchaus helfen und mit einem richtigen Timing einen tieferen Abschwung verhindern könne, so Oldenburger. „Da die Inflation aber immer noch hoch ist, dürfte es schwierig für die Notenbanken werden, diesen richtigen Zeitpunkt zu finden.“

Bis kurz vor Handelsschluss bildeten die Aktien von Daimler Truck in Frankfurt das Schlusslicht der Kursliste. Neu veröffentlichte Quartalszahlen zeigten zwar einen gestiegenen Umsatz, jedoch bereitet eine weiterhin geringe Auftragslage Anlegern Sorgen. Überzeugen konnten dagegen die Quartalszahlen der Deutschen Börse sowie die Ankündigung des Unternehmens, Aktien rückkaufen zu wollen. Die Papiere der Deutschen Börse standen an der Spitze der Dax-Titel.

Unterdessen stieg der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im Dezember kostete 46 Euro und damit drei Prozent mehr als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund neun bis elf Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben. Der Ölpreis sank stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 82,77 US-Dollar, das waren 241 Cent oder 2,8 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags. Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Dienstagnachmittag schwächer.

Ein Euro kostete 1,0686 US-Dollar (-0,33 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9358 Euro zu haben.


Foto: Frankfurter Börse, über dts Nachrichtenagentur

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António Costa als Premierminister Portugals zurückgetreten

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Portugiesische Fahne (Archiv), über dts NachrichtenagenturLissabon (dts Nachrichtenagentur) – António Costa hat seinen Rücktritt vom Amt als Premierminister Portugals eingereicht. Das teilte er am Dienstag in einer Fernsehansprache mit.

Die Polizei hatte am Vormittag den Amtssitz des Sozialdemokraten durchsucht. Laut Staatsanwaltschaft wird gegen Costa wegen Verdachts auf Korruption bei Lithium- und Wasserstoffprojekten ermittelt. Insgesamt fünf Menschen aus dem Umfeld Costas wurden festgenommen. Wie die portugiesische Nachrichtenagentur Lusa berichtet, nahm der Präsident der Republik, Marcelo de Sousa, den Rücktritt an.

Er hat die im Parlament vertretenen Parteien für Mittwoch und den Staatsrat für Donnerstag einberufen. Costa hatte das Amt des Premierministers seit 2015 inne. 2019 bildete er eine Minderheitsregierung, die vom Linksblock und der „Demokratschen Einheitskoalition“ aus Kommunisten, Grünen und dem Verein der demokratischen Intervention, gestützt wird.


Foto: Portugiesische Fahne (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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NRW-Flüchtlingsministerin lobt MPK-Beschlüsse zur Asylpolitik

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Asylbewerberunterkunft (Archiv), über dts NachrichtenagenturDüsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – Nordrhein-Westfalens Flüchtlingsministerin Josefine Paul (Grüne) hat die Beschlüsse von Bund und Ländern in der Flüchtlingspolitik begrüßt. Man habe „wichtige Weichen gestellt, um endlich zu einem Gesamtkonzept für Migration zu kommen“, sagte Paul der „Rheinischen Post“ am Dienstag.

Der Beschluss der Ministerpräsidenten sehe eine Pauschale pro Geflüchteten vor. „Das heißt: Wenn mehr Menschen untergebracht und versorgt werden müssen, stellt der Bund mehr Geld zur Verfügung.“ Auf diese bessere, wenn auch unter dem Bedarf gebliebene Finanzierung und ein Gesamtkonzept habe man lange gedrungen. „Doch dies kann nur ein erster Schritt sein“, sagte die Grünen-Politikerin.

Schnellere Verfahren seien zentral für die Steuerung von Migration und Integration. „Es ist wichtig, schnell Klarheit über eine Bleibeperspektive und damit auch schnellen Zugang zu Integration und Teilhabe zu schaffen, und gleichzeitig auch denjenigen, die nicht bleiben können, hier schnell Klarheit zu verschaffen.“ Paul forderte, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge personell so aufzustellen, dass Verfahren schnell durchgeführt werden könnten. Zugleich verwies sie auf die Notwendigkeit weiterer Migrationsabkommen.

Diese müssten einerseits legale Wege der Arbeits- oder Ausbildungsmigration eröffnen und gleichzeitig die Rücknahmebereitschaft ausreisepflichtiger Staatsangehöriger erhöhen, so Paul. „So reduzieren wir irreguläre Migration entscheidend und tragen dafür Sorge, dass Menschen ohne Bleiberecht auch zurückkehren.“


Foto: Asylbewerberunterkunft (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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Klimaaktivistisches Investieren als notwendiger Hebel

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Klima
Foto von Andreas von Angerer (Quelle: Inyova)

Ein aktueller Marktkommentar von Andreas von Angerer, Head of Impact bei Inyova Impact Investing:

Wirkung auf der Nachfrageseite erzielen – Klimaaktivistisches Investieren als notwendiger Hebel

Kommentar Andreas von Angerer, Head of Impact bei Inyova Impact Investing

Die Ausübung von Aktionärsrechten ist ein zentraler Wirkhebel, um mit Investments Impact zu erzielen, also eine Veränderung in der realen Welt. Die Klimakrise bedroht nicht nur den Planeten, sondern bietet auch klare Argumente, mehr Nachhaltigkeit bei den Unternehmen zu fordern. Um die globale Wirtschaft klimakompatibel für die Zukunft aufzustellen, braucht es das Engagement der Investierenden mit den Unternehmen, insbesondere auch der vielen Kleinanlegenden.

Der Haupttreiber der Klimakrise sind fossile Energien – Kohle, Öl und Gas – die für fast 90 % der weltweiten Emissionen verantwortlich sind. Viele der großen Energiekonzerne wissen das bereits seit den 1980er Jahren. Dennoch hat sich in den letzten 40 Jahren kaum ein Unternehmen dazu entschieden, sein Geschäftsmodell grundlegend zu verändern. Das macht diese Unternehmen angesichts des nahenden Endes der fossilen Ära zu keinem guten Investment – weder für die langfristige Rendite noch um bei ihnen Wirkung durch Engagement zu erzielen.

Deutlich mehr kann man auf der Nachfrageseite erreichen. Also in den Branchen, die derzeit fossile Brennstoffe nutzen, dies aber ändern können: Versorgungsunternehmen zur Stromerzeugung, der Verkehrssektor zum Antrieb ihrer Transportmittel und die Immobilienbranche zur Heizung und Kühlung von Gebäuden. Eine wichtige Rolle spielen auch jene Unternehmen, die die Förderung fossiler Energie ermöglichen, z. B. durch direkte Finanzierung neuer Ölprojekte oder durch Dienstleistungen, die das Geschäftsmodell von Energiekonzernen durch Greenwashing und Lobbying schützen. Klimabewusste Anlegende sollten sich hier entsprechend für einen anderen Kurs einsetzen und dies auf die Tagesordnungen der Hauptversammlungen bringen.

Druck erhöhen für Veränderungen in der Strategie und Strukturen der Unternehmen

Statt wie bislang auf inkrementelle Verbesserungen beim Fußabdruck hinzuarbeiten, stehen beim klimaaktivistischen Investieren der Handabdruck (also die Produkte und Dienstleistungen) im Mittelpunkt. Das kann auch die Strategie und Strukturen des Unternehmens betreffen.

Hauptversammlungen bieten sich als Plattform an, um Diskussionen voranzutreiben und neue Ideen zur Abstimmung zu stellen. Dafür braucht es eine starke, aktive Gemeinschaft von Investierenden, die solchen Anliegen ihr Gehör schenken und für Mehrheitsentscheidungen sorgen. Erste Schritte für klimaaktivistisches Investieren sind am Beispiel BMW zu erkennen.

Letztes Jahr gelang es auf der Hauptversammlung, deren fehlendes Tempo bei der Mobilitätswende anhand der mangelnden Diversität und Expertise im Aufsichtsrat zu thematisieren. Mittlerweile hat BMW mehrfach betont, dass die Zukunft ausschließlich elektrisch sei und zwei Frauen in den Prüfungsausschuss aufgenommen. Auch wenn die Ziele zur Erhöhung des rein elektrischen Anteils der Flotte wohl früher erreicht werden als bislang angenommen, besteht ohne weiteren Druck seitens der Investierenden, sich voll der E-Mobilität zu widmen, für BMW weiterhin das Risiko, abgehängt zu werden.

Engagement beim Handabdruck für mehr Wirkung

Auch bei Unternehmen, deren Produkte nicht wie bei BMW direkt klimaschädliche Emissionen produzieren, ist es wichtig, auf eine Veränderung bei deren Geschäftstätigkeiten hinzuwirken. Ein Beispiel ist die Publicis Groupe, deren PR- und Werbedienstleistungen eine negative Klimawirkung haben. So tragen z. B. Rebranding-Kampagnen für Energiekonzerne dazu bei, deren wirklichen Fußabdruck zu verschleiern, und durch die mit Marketing erzeugte Nachfrage für klimaschädliche Produkte entstehen “advertised emissions”.

Diese gilt es zu reduzieren, und zwar aus zwei Gründen: erstens, um die Fähigkeit, das Verhalten der Konsumierenden zu beeinflussen, dafür zu nutzen, dass sie klimafreundlichere Alternativen kaufen. Zweitens, damit man auch der nächsten Generation, die deutlich klimabewusster ist, einen attraktiven Arbeitsplatz bieten kann, in einer Branche, deren wichtigste Ressource junges, kreatives Talent ist.

Alle Anlegenden sind Anteilsinhabende der größten Unternehmen unserer Zeit durch ihr Geld in den Rentensystemen, Lebensversicherungen und letztlich der direkten Kapitalanlagen. Die Vielzahl der Investierenden übt ihre Eigentumsrechte derzeit noch nicht aus. Das Ergebnis ist eine zu starke Fokussierung auf kurzfristige Ergebnisse anstatt auf eine langfristige Wertentwicklung und den notwendigen Wandel. Klimaaktivistisches Investieren kann das ändern.

Klimaaktivistisches Investieren als notwendiger Hebel

Foto von Andreas von Angerer (Quelle: Inyova)

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Umfrage: Mehrheit stützt Israels Vorgehen im Gazastreifen

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Gazastreifen (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Mehrheit der Deutschen hat Verständnis für das Vorgehen Israels im Gazastreifen. In einer Erhebung von Forsa für die Sender RTL und ntv äußerten sich 62 Prozent der Befragten entsprechend.

31 Prozent haben für die Reaktion Israels auf den Großangriff der Hamas kein Verständnis. In der Umfrage wurde auch die Meinung zu einer Resolution der UN-Vollversammlung abgefragt, in der Israel zu einem sofortigen Waffenstillstand im Gazastreifen aufgefordert, der Überfall der Hamas auf Israel gleichzeitig aber nicht verurteilt wurde; Deutschland hatte sich bei der Abstimmung der Stimme enthalten: 39 Prozent der Bundesbürger finden das Abstimmungsverhalten Deutschlands richtig, 30 Prozent hingegen meinen, Deutschland hätte die Resolution in dieser Form ablehnen sollen. 24 Prozent sind der Meinung, Deutschland hätte der Resolution zustimmen sollen. Die Daten für die Umfrage wurden am 3. und 6. November erhoben.

Datenbasis: 1.003 Befragte.


Foto: Gazastreifen (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts