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Russischer Ex-Diplomat warnt vor Angriff auf Nato durch Putin

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Wladimir Putin (Archiv), via dts NachrichtenagenturGenf (dts Nachrichtenagentur) – Der russische Exil-Diplomat Boris Bondarew spricht eine deutliche Warnung an das westliche Verteidigungsbündnis aus. „Ein Angriff auf die Nato ist Putin absolut zuzutrauen“, sagte Bondarew dem Nachrichtenportal T-Online.

„Mit jeder schwachen Reaktion des Westens angesichts einer russischen Provokation wird dieses Szenario wahrscheinlicher“, so der frühere Diplomat. „Niemand in Deutschland sollte die Gefahr unterschätzen.“

Bondarew appelliert: „Der Westen muss sich endlich dazu aufraffen, seine eigenen Werte zu verteidigen.“ Denn die Gefahr durch Russland würde selbst nach einem russischen Sieg in der Ukraine keineswegs schwinden: „Putin denkt in den geografischen Dimensionen des untergegangenen sowjetischen Imperiums.“ Der Exilant warnt: „An der Nato-Grenze ist Putins Regime eine ständige Bedrohung.“

Bondarew hatte 2022 den Dienst aus Protest gegen die Invasion der Ukraine quittiert.


Foto: Wladimir Putin (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

SPD drängt auf generelle Reform der Schuldenbremse

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Schuldenuhr (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die SPD dringt in der Debatte über langfristig höhere Verteidigungsausgaben auf eine generelle Reform der Schuldenbremse und zugleich weitere kreditfinanzierte Sondervermögen etwa für den Klimaschutz. „Sicherheit kostet Geld, nicht zu handeln, wird unbezahlbar“, sagte die SPD-Politikerin Nina Scheer der „Rheinischen Post“. Das gelte für die Verteidigung ebenso wie beim Klimaschutz – vom Ausbau der Erneuerbaren bis zur Schiene.

„Fragen der nationalen Sicherheit dürfen nicht von der jährlichen Haushaltslage abhängen. Neben dem Sondervermögen für die Bundeswehr brauchen wir gesicherte Investitionen in Klimaschutz und Energiewende – eine Weiterentwicklung der Schuldenbremse sowie ein umfassendes Sondervermögen bieten Lösungswege“, sagte Scheer. „Die Anforderungen des Klimaschutzes werden die militärischen Herausforderungen künftig eher über- als unterschreiten“, mahnte sie.


Foto: Schuldenuhr (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Hans Peter Haselsteiner übergibt den Investorenstuhl

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Hans Peter Haselsteiner übergibt den Investorenstuhl der „2 Minuten 2 Millionen“-Sendung auf PULS 4 an den Medienmanager Michael Grabner

Mit 80 Jahren dankt Bau-Tycoon Hans Peter Haselsteiner nach zehn Jahren von seiner Rolle als Business Angel bei der PULS 4 Start-Up-Show ab. Mit kommendem Dienstag vervollständigt Medienmanager Michael Grabner die hochkarätige Investoren-Runde.

„Es waren zehn Jahre, die ich sehr genossen habe“, fasst Grandseigneur Hans Peter Haselsteiner die vergangenen elf Staffeln von „2 Minuten 2 Millionen“ zusammen. Zum Anlass seines 80. Geburtstags tritt der Bau-Tycoon von seinem Amt als Business Angel der PULS 4 Start-Up-Show zurück. „Wenn ich zurückblicke, beeindrucken mich immer noch die vielen Überraschungen, die man mir bereitet hat“, so Haselsteiner. Am Dienstag-Abend beendet er nach seinem letzten Deal seine #2min2mio-Ära mit einer gesamten Investitionssumme von mehr als 11 Millionen Euro in den heimischen Unternehmergeist. Zur Überraschung statteten ihm einige seiner Investments dafür im PULS 4-Studio einen Besuch ab.

„Ich war wirklich zu Tränen gerührt“, gesteht Katharina Schneider, nachdem er seinen Abschied verkündet, „ich werde ihn sehr vermissen.“ Eveline Steinberger, die nur ein kurzes Vergnügen an seiner Seite hatte, sagt: „Für mich ist Hans Peter Haselsteiner ein Mann mit einem ganz großen Herzen.“ Für Heinrich Prokop steht fest: „Er wird auch immer mein großes Vorbild bleiben“ und Christian Jäger verabschiedet sich mit dankenden Worten: „Ich habe ihm zu verdanken, dass ich hier sein darf.“ „Keiner hat in den letzten Jahren die Show so sehr geprägt, wie Hans Peter Haselsteiner“, sagt Bernd Hinteregger, „er wird für immer eines der wichtigsten Mitglieder der ‚2 Minuten 2 Millionen‘-Investoren-Family bleiben.“

Medienmanager Michael Grabner tritt in die Fußstapfen von Hans Peter Haselsteiner

„Michael Grabner ist ein äußerst kluger und humorvoller Mensch und ich glaube beides ist wichtig“, kündigt Hans Peter Haselsteiner seinen Nachfolger an. Business Angel und Medienmanager Michael Grabner nimmt mit dem TV-Abend ab sofort immer dienstags neben Katharina Schneider, Eveline Steinberger, Heinrich Prokop, Christian Jäger und Bernd Hinteregger Platz. „In die Fußstapfen von Hans Peter Haselsteiner steigen zu dürfen ist fast ein ‚Super-Start-up‘ an sich. Ich werde mich bemühen! Mich interessieren neue Ideen von jungen und jung gebliebenen Unternehmer-Persönlichkeiten, die mit Kreativität und Engagement den Markt erobern wollen“, so Michael Grabner.

Grabner war in seiner beruflichen Laufbahn bereits Vorstandsmitglied mehrerer Mediengiganten und im Aufsichtsrat der ÖIAG. Nach seinem Wirtschaftsstudium arbeitete er unter anderem als Produktmanager eines namhaften Konsumgüterunternehmens, bis er schließlich zum Gründungsgeschäftsführer des Zeitungs- und Zeitschriftenverlags MediaPrint (Kronen Zeitung, Kurier) avancierte. Als Verlagsmanager setze er seinen Erfolg über Österreichs Grenzen hinaus nach Deutschland fort. 2005 wurde er in Deutschland zum Medienmann des Jahres gekürt und ist seit 30 Jahren in der Geschäftsführung und als Aufsichtsrat der Holtzbrinck-Gruppe (“Die Zeit”, “Handelsblatt”, “WirtschaftsWoche”, “Der Tagesspiegel” – Berlin) tätig.

Heute ist er selbstständig und in zahlreiche innovative, junge Unternehmen investiert. Als neuer Investor bei “2 Minuten 2 Millionen” möchte er nun auch in der PULS 4-Show Start-Ups mit Know How, finanziellen Mitteln und Neugier unter die Arme greifen.

„2 Minuten 2 Millionen – Die PULS 4 Start-Up-Show“ immer dienstags um 20:15 Uhr auf JOYN & PULS 4

Bild Hans Peter Haselsteiner und Michael Grabner Copyright: PULS 4/Gerry Frank

Quelle ProSiebenSat.1 PULS 4

Papas Shorts kann sich über 127% Gewinnwachstum freuen

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papas shorts

Lässige Umsatzsteigerung – Berliner Start-up Papas Shorts kann sich über 127% Gewinnwachstum im letzten Jahr freuen – legere Shorts und Jogginghosen statt Investoren

So geht Erfolg in lässig: Mit ihren legeren Shorts und Jogginghosen kann das Berliner Start-up Papas Shorts auf satte 127% Gewinnwachstum im letzten Jahr zurückblicken, bei einem gleichzeitigen Umsatzwachstum von 74% von einer Million auf 1,87 Millionen gesamt. „Die Zahlen zeigen, dass ein profitables Wachstum auch in schwierigen Zeiten möglich ist“, so die Geschäftsführer Tom Apel und Robert Frackowiak.

Denn das 2018 gegründete Unternehmen blickt auf eine starke organische Entwicklung zurück. Die beiden Gründer starteten mit einem einzigen Shorts-Modell und blicken mittlerweile auf eine umfangreiche Kollektion, die auch eine Jogginghose in unterschiedlichen Farben beinhaltet. Ihr Erfolg beruht auf zeitlosen Herrenhosen. Kurzfristige Modetrends wollen die Gründer dabei bewusst aussparen. Ihre Shorts und Jogger sind schlicht, praktisch und wenn man so möchte „anti-modisch“. Genau damit scheinen die beide einen Zeitgeist erwischt zu haben.

Ihre Prognose für dieses und die kommenden Jahre bleibt auf Wachstum gerichtet. „Wir arbeiten weiter daran, den Umsatz um 50 – 100% zu steigern und dabei weiterhin profitable sechsstellige Gewinne zu erzielen“, so die beiden Geschäftsführer. „Wir denken, dass wir diese Ziele auch erreichen können werden, da wir im letzten Jahr die ein oder andere Fehlinvestition getätigt haben und somit in den meisten Monaten die große Nachfrage gar nicht bedienen konnten.“

Profitables Wirtschaften, ein solides Fundament erschaffen und starke Kunden – sowie Lieferantenbeziehungen aufbauen waren Tom Apel und Robert Frackowiak von Anfang an wichtig.

Für die Designs ihrer Hosen lassen sich die beiden aus ihrer Kindheit inspirieren – bequeme Gummizüge am Hosenbund, verschiedene Farben. Immer mit dem Vorsatz, das Flair der guten alten Zeit neu zu verpacken – Papas Shorts, wie sie früher getragen wurden, nämlich kurz, komfortabel und mit praktischen Taschen für Taschenmesser und alle möglichen anderen Tools. Ihre Zielgruppe: Mehrheitlich Männer zwischen 30 und 60, die einen lockeren Lifestyle pflegen, die Arbeit und Familien – bzw. Freizeitleben perfekt miteinander kombinieren wollen.

„Für uns zahlt es sich aus, den Fokus auf unsere Zielgruppe gerichtet zu halten und auf funktionierende Kollektionen zu setzen, anstatt immer wieder neue, kurzlebige Produkte auf den Markt zu bringen“, so Apel und Frackowiak. „“So können wir profitabel arbeiten.“

Bild: Papas Shorts-Gründer Tom Apel und Robert Frackowiak Fotocredit: papas shorts

Quelle Rosenheim Rocks

BERGMENSCH LAUNCHT NEUE FUNKTIONSWÄSCHE

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bergmensch

ALPINMODELABEL BERGMENSCH LAUNCHT NEUE FUNKTIONSWÄSCHE FÜR DIE BEVORSTEHENDE WANDERSAISON

Während die Skisaison noch in vollem Gang ist, bringt das Alpinmodelabel BERGMENSCH bereits den ersten Vorboten für die warme Jahreszeit auf den Markt. Der Hersteller von trendbewusster Funktions-, Trekking – und Bergliebhabermode hat mit den Modal Shorts eine Funktionsboxershort ins Sortiment aufgenommen, die sich für alle Outdoor-Aktivitäten bei warmen Temperaturen optimal eignet und Schweiß absorbiert.

Die Shorts besteht dabei aus einem Gemisch von hochwertigem Modal aus Buchenholz und ist damit besonders atmungsaktiv, antibakteriell und allergikerfreundlich. Dank ihres längeren Beines kann sie bei Outdoor-Aktivitäten nicht hochrutschen, sondern absorbiert den Schweiß und verhindert Reibungen an der Haut. Sie eignet sich damit für Wandertouren und, dank des rutschfesten Beines, auch für aktivere Outdoor-Sport-Erlebnisse während der Frühlings- und Sommerjahreszeit.

„Durch das Modal ist sie superweich“, sagt Geschäftsführer Felix Keser. „Man fühlt sich fast wie nackt. Das Material ist optimal auch für empfindliche Haut und Allergiker geeignet, die Nähte hinterlassen keine Druckstellen. Gerade im Outdoor-Bereich ist es wichtig, dass nichts zieht, verrutscht oder an der Haut klebt, besonders wenn man viel schwitzt, da sonst die Haut leicht aufreiben kann.“

Neben funktioneller Kleidung für alle Saisonen zeichnet sich BERGMENSCH auch für ihre trendbewusste Ader aus. So konnte das Label auch dank ihrer Fashionprodukte im letzten Jahr eine satte 78%ige Wachstumsrate verbuchen – trotz rückläufiger Entwicklung in der Branche an sich. Erst jüngst machte BERGMENSCH durch eine Lizenzkollektion zu „Heidi“ auf sich aufmerksam, für die sie sogar als Lizenzprodukt des Jahres für die Licensing International Germany Awards nominiert waren.

Aktuell im Sale: Eine Apres Ski-Kollektion aus Shirts und Hoodies rund ums Apres Ski-Flair. Mit den Modeartikeln will das Label die diesjährige Skisaison ausläuten. Trotz dem hohen Trendbewusstsein verfolgen die Gründer hinter BERGMENSCH einen viel größeren, nachhaltigeren Gedanken, sowohl was das Material ihrer Produkte, als auch den Zeitgeist dahinter betrifft: Sämtliche Shirts sind aus Bio-Baumwolle und stammen aus 100% biologischem Anbau und werden darüber hinaus nachhaltig verpackt an die Kunden verschickt, plastikfrei und in einer Banderole aus Papier.

„Wir wollen Mensch und Natur so gut es geht miteinander verbinden. Menschen, mit einer Leidenschaft für die Berge und für die Schönheit der Natur“, lautet das Credo von Bergmensch. „Die Kraft, die wir in der Natur finden und die Zeit, die wir ganz bewusst offline verbringen, war für uns alle noch nie so wichtig. In den Bergen können wir zu jeder Jahreszeit neue Kraft tanken.“

2019 fällt der Startschuss für das neue Label. Mit enormem Erfolg: Bereits im ersten vollen Geschäftsjahr verbucht das junge Unternehmen einen Umsatz von über 5 Millionen. Das Startkapital: 2000 Euro. Investoren: Fehlanzeige. BERGMENSCH wächst organisch. Das Unternehmen hat aktuell 5 Festangestellte und ist derzeit dabei, das Team weiter zu vergrößern.

Auch Sortiment und Umsatz expandieren kontinuierlich. Die Modal-Funktionsshorts soll nun bei Outdoor-Sportlern und Trekking-Begeisterten gleichermaßen für mehr Komfort und optimalere Bedingungen sorgen.

Bild: Modalshorts von Bergmensch – Bildquelle: Bergmensch

Quelle Rosenheim Rocks

Michael Grabner startet in 2 Minuten 2 Millionen mit Erstinvestition

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michael grabner

Michael Grabner startet in „2 Minuten 2 Millionen“ mit Erstinvestition nach Staffelübergabe von Hans Peter Haselsteiner

In einem außergewöhnlichen Moment der diesjährigen Staffel von „2 Minuten 2 Millionen“ hat Medienunternehmer Michael Grabner gleich zum Einstand seiner Rolle als Business Angel der PULS 4-Show eine markante Investition getätigt. Diese Entwicklung folgt unmittelbar nach der überraschenden Staffelübergabe durch den langjährigen Investor Hans Peter Haselsteiner, einem der bekanntesten Gesichter der Sendung.

Grabner, der mit einem reichen Hintergrund im Medienmanagement und als erfahrener Business Angel antritt, zeigte sein Engagement für innovative Startups, indem er in Everleaf (früher bekannt als OASYS) investierte. Das von Christophe Vermeersch gegründete Unternehmen hat einen wegweisenden vertikalen Indoor-Garten (Everleaf Garden) entwickelt, der es Menschen in städtischen Umgebungen ermöglicht, das ganze Jahr über auf begrenztem Raum Gemüse und Kräuter anzubauen. Durch diese innovative Lösung strebt Everleaf danach, gesündere und nachhaltigere Lebensmittel für jeden zugänglich zu machen. (Mehr über Everleaf unter myeverleaf.com)

Die Investition in Everleaf spiegelt Grabners Überzeugung wider, dass innovative und nachhaltige Lösungen für städtische Lebensräume zunehmend wichtig werden. Seine Beteiligung wird nicht nur dem Unternehmen helfen, sein Wachstum und seine Präsenz auf dem Markt zu steigern, sondern auch dazu beitragen, das Bewusstsein für nachhaltige Lebensstile zu fördern. Dieser Schritt ist ein deutliches Zeichen dafür, dass Grabner nicht nur Kapital, sondern auch strategische Unterstützung und Branchenkenntnisse in seine Investments einbringt, was für Startups wie Everleaf von großem Wert ist.

Bild Michael Grabner Copyright: PULS 4/Gerry Frank

Quelle MGM – MICHAEL GRABNER MEDIA GmbH

Theurer sieht keine Streichungen von Schienenausbau-Projekten

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Bauarbeiten an einer Gleisanlage (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Schienenbeauftragte der Bundesregierung, Michael Theurer (FDP), sieht keine drohende Streichung von Projekten für den Schienenausbau. Die in einem zuletzt öffentlich gewordenen Dokument aufgeführten Projekte würden „selbstverständlich umgesetzt“, sagte der parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium den Partnerzeitungen der „Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft“ (Mittwochsausgabe).

Angesichts der schwierigen Haushaltslage müsse die Deutsche Bahn die Priorität auf die Sanierung des Schienennetzes legen, hieß es in einer bahninternen Liste. Neu- und Ausbauprojekte wie der Digitale Knoten Stuttgart seien in Gefahr.

„Es handelt sich bei der Liste um einen im Dezember vergangenen Jahres erstellten Zwischenstand zum Abschluss von Finanzierungsvereinbarungen zwischen Bund und DB“, erläuterte Theurer. Streichungen einzelner Projekte ließen sich daraus nicht ableiten. Zu einem Zeitplan äußerte er sich nicht.

„Ich kann beim Digitalen Knoten Stuttgart verbindlich erklären, dass die Umsetzung nicht an der Finanzierung scheitert“, sagte Theurer. „Es gibt zwar noch technische Herausforderungen, die nach Einschätzung aller Projektpartner aber gelöst werden können.“

Der Digitale Knoten Stuttgart ist ein Pilotprojekt zur Digitalisierung des Schienenverkehrs in Deutschland. Im Bereich Stuttgart soll auf rund 500 Kilometern unter anderem das Stellwerkssystem digitalisiert und das europäische Zugbeeinflussungssystem ETCS eingeführt werden.


Foto: Bauarbeiten an einer Gleisanlage (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Ampel will Doktortitel vor dem Nachnamen im Pass streichen

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Reisepass (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Ampelkoalition will den Doktortitel vor dem Nachnamen in Personalausweisen und Reisepässen streichen. Damit wolle man „internationalen Gepflogenheiten“ folgen, wie die „Rheinische Post“ (Mittwochausgabe) unter Berufung auf eine Verordnung des Bundesinnenministeriums berichtet.

Durch das Voranstellen der Buchstaben „DR.“ könne es bei ausländischen Grenzbehörden zu Irritationen kommen, „da die beiden Buchstaben oftmals für die Anfangsbuchstaben des Familiennamens gehalten werden“, heißt es in dem Papier. Das führe zu Verzögerungen bei den Grenzkontrollen.

Zugleich ist eine Neuregelung vorgesehen, weil bisherige Vorstöße, den Eintrag des Doktorgrades gänzlich zu streichen, gescheitert sind. Laut Verordnung soll der Titel künftig in einem neu geschaffenen Datenfeld auf der Rückseite des Personalausweises und im Reisepasses eingetragen werden können.

„Die Koalition hat sich auf ein Vorgehen geeinigt, das einen zentralen Bestandteil unserer Kritik aufnimmt und Missverständnisse beim Auslesen von Ausweisdokumenten im Ausland ausräumt“, sagte die Parlamentsgeschäftsführerin der Grünen, Irene Mihalic, der Zeitung.


Foto: Reisepass (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Bundesländer dringen auf Reform der Fernwärme-Preisgestaltung

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Fernwärme-Anschluss (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Energieministerien mehrerer Bundesländer dringen auf eine Reform der Preisgestaltungsregeln für Fernwärme. „Es ist offensichtlich, dass die Regeln für die Preisänderungsklauseln heute einfach nicht mehr zu den energiewende- und klimapolitischen Zielen passen“, sagte Tobias Goldschmidt (Grüne), Energieminister von Schleswig-Holstein, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben). „Selbst wenn Wärme zu 100 Prozent klimaneutral erzeugt wird, ist es bislang zulässig, dass Fernwärmepreise mit den Erdgaspreisen mitsteigen.“

Sogar die steigende CO2-Bepreisung für Erdgas erhöhe (über den Umweg der sogenannten Marktkomponente in den Preisänderungsklauseln) den Fernwärmepreis, erklärte er. „Hier braucht es zwingend eine Reform der AVB-Fernwärme-Verordnung.“ Der fehlende Wettbewerb im Bereich der Fernwärme führe außerdem dazu, dass Effizienzsteigerungen aktuell weniger von Bedeutung sind, als sie es unter Wettbewerbsdruck wären.

Schleswig-Holstein hat derzeit den Vorsitz in der Energieministerkonferenz und will beim nächsten Treffen im Mai das Thema auf die Agenda setzen. Mehrere andere Bundesländer begrüßten auf Anfrage der Funke-Zeitungen eine Debatte über Reformen.

Man müsse auf der Energieministerkonferenz im Mai „dringend über die zum Teil hohen Preissteigerungen bei der Fernwärme sprechen und Maßnahmen ergreifen“, um Kunden zu schützen, sagte der Hamburger Energiesenator Jens Kerstan (Grüne). Es könne nicht sein, dass Unternehmen Preissenkungen nicht weitergeben und die Kunden mit absurd hohen Abrechnungen konfrontiert würden. Hamburg wolle sich einer entsprechenden Initiative zur Regulierung anschließen oder sie sogar anstoßen.

Auch Kerstans niedersächsischer Amtskollege Christian Meyer (Grüne) begrüßte die Initiative aus Schleswig-Holstein. Eine Besonderheit der Fernwärmeversorgung sei, dass Verbraucher fest an ihren Fernwärmeversorger vor Ort gebunden seien, sagte er. „Für mich ist daher von zentraler Bedeutung, dass wir die Transparenz der Fernwärmeversorgung und die Verbraucherrechte stärken.“

Auf diese Weise müsse sichergestellt werden, dass gesunkene Kosten der Fernwärmeversorger und insbesondere die Preisvorteile der erneuerbaren Energien umfassend bei den Verbrauchern ankommen. „In der Strom- und Gasversorgung haben wir zudem gute Erfahrungen mit einer einheitlichen und spezialisierten Schlichtungsstelle für Streitfälle gemacht, so etwas wäre auch für den Bereich der Fernwärme sinnvoll.“

Armin Willingmann (SPD), Energieminister in Sachsen-Anhalt, befürwortet die Debatte ebenfalls. Er teile „die Einschätzung, dass Preisentwicklungen am Gas- und Heizölmarkt auch bei den Fernwärmepreisen schneller wirksam werden sollten“, sagte Willingmann.

Das bestehende System der AVB stelle grundsätzlich eine gute Grundlage für Verträge zur Fernwärme- und Fernkälteversorgung dar. Aber auch in Sachsen-Anhalt gebe es bei Fernwärmekunden aktuell Unmut über die späte Anpassung der Fernwärmepreise. „Deshalb würde ich es durchaus begrüßen, wenn wir bei der nächsten Energieministerkonferenz Reformvorschläge beraten“, so Willingmann.

Im Energieministerium in Brandenburg sieht man ebenfalls Handlungsbedarf und spricht sich in einem schriftlichen Statement nicht nur für „eine verbraucherfreundliche Novellierung der Fernwärme-Verordnung“ aus, sondern auch für eine „bundeseinheitliche Preisaufsicht“. Eine Änderung der AVB-Fernwärme-Verordnung werde grundsätzlich unterstützt.

Auch die zuständige Senatsverwaltung in Berlin teilt „die Einschätzung, dass Reformbedarf hinsichtlich der Fernwärme-Preisgestaltung besteht“. Baden-Württemberg begrüßt die Initiative. „Wegen der zentralen Bedeutung der Fernwärme auf dem Weg zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung ist der zugrundeliegende Rechtsrahmen verstärkt auf den Prüfstand zu stellen“, heißt es auf Anfrage.

Andere Bundesländer zeigten sich zurückhaltender. Es sei richtig, Maßnahmen zur Preissenkung zu prüfen, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD), den Funke-Zeitungen. Wegen der Verschiedenartigkeit der Unternehmen, der Erzeugung und der Netzgegebenheiten vor Ort werde es aber „keine einfachen Lösungen geben“, warnt er. „Mecklenburg-Vorpommern wird die Vorschläge aus Schleswig-Holstein genau prüfen, wenn diese konkret vorliegen. Danach werden wir entscheiden, ob und inwieweit Mecklenburg-Vorpommern da mitgehen kann.“

Aus dem bayerischen Wirtschaftsministerium heißt es, es dürfe bei einer Reform kein Risiko einseitiger Kostensteigerungen bei den Fernwärmebetreibern verbleiben. Auch der Ausbau der Netze dürfte nicht gehemmt oder verhindert werden. Im grün-geführten Energieministerium von Nordrhein-Westfalen lobt man Pläne der Fernwärmebranche, selbst für mehr Transparenz zu sorgen. Bremen hält Transparenz und Nachvollziehbarkeit bei den Preisen ebenfalls für einen wichtigen Baustein für mehr Akzeptanz, sieht aber die Bundesregierung in der Verantwortung, hier zu regulieren.

Das saarländische Energieministerium erklärt in einem Statement, die entsprechenden energie-, kartell- und missbrauchsrechtlichen Vorschläge des BMWK abwarten zu wollen. „In diesem Kontext“ heißt es, „ist auch darauf hinzuweisen, dass die gesetzlich vorgegebene Dekarbonisierung des Heizkraftwerks- und Heizwerkssektors sowie der erforderliche Leitungsausbau zu flächendeckend steigenden Fernwärmepreisen führen dürften.“


Foto: Fernwärme-Anschluss (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Lebensmittelpreise: Linke will "Inflationsgeld" von 125 Euro

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Joghurt in einem Supermarktregal (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Angesichts der gestiegenen Lebensmittelpreise fordert Linken-Chef Martin Schirdewan ein Inflationsgeld für Haushalte mit niedrigen und mittleren Einkommen sowie einen Sondergipfel der Bundesregierung. „Die aktuelle Teuerung bei den Lebensmitteln zwingt die Politik zum Handeln gegen die Gierflation bei Grundnahrungsmitteln“, sagte Schirdewan dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Mittwochausgabe).

Selbst Nudeln und Gemüse seien für immer mehr Menschen am Ende des Monats nur noch schwer finanzierbar. „Währenddessen gehen die Profite der großen Lebensmittelkonzerne durch die Decke“, kritisierte der Linken-Politiker. „Nötig ist jetzt ein Preisstopp für Lebensmittel und ein einkommensabhängiges Inflationsgeld für untere und mittlere Einkommen.“

Angemessen wären monatlich 125 Euro pro Haushalt, sagte Schirdewan und bezog sich dabei zunächst auf einen Ein-Personen-Haushalt. „Für jedes weitere Haushaltsmitglied soll es 50 Euro zusätzlich geben. Eine vierköpfige Familie bekäme dann 275 Euro monatlich“, führte er aus. „Das Geld soll für die Dauer der Inflationskrise monatlich ausgezahlt werden.“ Davon sollten alle profitieren, deren Haushaltseinkommen 4.200 Euro monatlich nicht überschreite.

Schirdewan übte zudem Kritik an der Bundesregierung, die nun etwas tun müsse. „Immer weniger Menschen ertragen diese tatenlose Ampelpolitik noch“, sagte er. „Nach der Wahl-Klatsche für die SPD in Berlin muss die Ampel jetzt aufhören, den sozialen Zusammenhalt nur in Sonntagsreden zu beschwören, es braucht endlich soziale Taten.“

Dazu gehöre auch ein Gipfel wie von Bundesverbraucherzentralen-Chefin Ramona Pop gefordert. „Ein Sondergipfel, bei dem wirksame Maßnahmen gegen den Anstieg der Lebensmittelpreise verabredet werden, ist dringend nötig“, sagte Schirdewan. „So ein Krisentreffen muss Politik und Wirtschaft, aber genauso Sozialverbände, Gewerkschaften und Betroffene der Teuerung mit einbeziehen.“


Foto: Joghurt in einem Supermarktregal (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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