Argentinien: Die aktuelle Situation ist einzigartig
Die am 22. Oktober bevorstehenden Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in Argentinien kommentiert Yasmine Ravai, Senior Fund Manager Emerging Market Debt bei Eurizon SLJ Capital:
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Argentinien werden immer unhaltbarer: das BIP schrumpft, die Inflation liegt im dreistelligen Bereich, die Nettoreserven sind negativ und die Haushaltslage ist fragil. Die Ungewissheit im Zusammenhang mit den Wahlen ist ein zusätzlicher Risikofaktor für Argentinien. In einem Worst-Case-Szenario wie keine klare Mehrheit im Kongress, eine ungeordnete Dollarisierung oder eine Hyperinflation, könnten einige der weniger notleidenden Länder wie Ecuador oder Angola von einer Abwanderung aus Argentinien profitieren.
Angesichts der Isolierung Argentiniens in den vergangenen Jahren und des sehr geringen Engagements globaler Anleger in dem Land seit der Wahl von Fernandez sehen wir jedoch kein Ansteckungsrisiko für die Schwellenländer. Argentinien ist zu einer Randregion für globale Investitionen geworden, während die traditionellen Schwellenländer weiterhin von einer Kombination aus lokalen Faktoren (länderspezifische Fundamentaldaten) und globalen Faktoren (Geldpolitik der Fed, China, Rohstoffe) angetrieben werden.
Märkte für lokale Schwellenländeranleihen weiterhin mit vielversprechenden Renditen
Trotz eines schwierigen externen Umfelds war es für die Schwellenländer ein bemerkenswertes Jahr, was die Performance angeht: EM-Staatsanleihen in lokaler Währung und EM-Staatsanleihen in USD stiegen um 5,12 % bzw. 3,04 % (in EUR, Stand: 29. September). Angesichts des Gegenwinds durch die hohen US-Zinsen, die Stärke des Dollars und die Rohstoffpreisrisiken wurden die EM-Schuldtitelmärkte in letzter Zeit in einer engen Spanne gehandelt und mussten die Auswirkungen der sich abzeichnenden höheren und länger anhaltenden Zinsen verdauen.
Günstige Bewertungen, eine leichte Positionierung und ein attraktiver Carry dürften die Märkte für lokale Schwellenländeranleihen jedoch weiterhin mit vielversprechenden Renditen unterstützen. Eine leichte Positionierung bedeutet, dass ausländische Investoren nur zu einem geringen Prozentsatz im Markt investiert sind und ihren Anteil folglich erhöhen können. Zudem kann der Ausverkauf im Falle einer Risk-Off-Stimmung nicht zu stark ausfallen.
Bei den Auslandsanleihen sind wir für asiatische Anleihen positiv gestimmt, da sie von starken strukturellen und zyklischen makroökonomischen Faktoren gestützt werden. Wir erwarten für beide Segmente eine höhere Gesamtrendite, die durch niedrigere Zinsen bei lokalen Anleihen und engere Spreads bei Auslandsanleihen getrieben wird.
Kommentar zu den Präsidentschaftswahlen in Argentinien am 22.10. von Eurizon Capital
Foto von Yasmine Ravai (Quelle: Eurizon)
Kennen Sie schon das Wirtschaftsmagazin „Paul F„? Jetzt bei Readly lesen. Eine kostenlose Leseprobe von Paul F gibt es bei United Kiosk. Ebenfalls finden Sie die aktuelle Ausgabe im Lesezirkel von Sharemagazines.





Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – DFB-Sportdirektor Rudi Völler sieht den neuen Bundestrainer Julian Nagelsmann als „beste Lösung“ für den Posten. „Wenn ich nach dem Sieg gegen Frankreich ein Zeichen zum Weitermachen gegeben hätte, wäre das vielleicht möglich gewesen, aber ich bin ehrlich zu mir selbst: Ich wäre nicht die beste Lösung gewesen“, sagte er dem „Kicker“. 
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – In einem offenen Brief fordern Islam-Experten und Politiker eine Wiedereinsetzung des „Expertenkreises Politischer Islamismus“. Das berichtet die „Welt“. 



Stockholm (dts Nachrichtenagentur) – Der Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften geht in diesem Jahr an die US-Ökonomin Claudia Goldin. Das teilte die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften am Montag in Stockholm mit. 
Brüssel (dts Nachrichtenagentur) – In der EU mehren sich nach den verheerenden Angriffen der Hamas auf Israel die Forderungen nach Konsequenzen für die Palästinenser-Unterstützung aus EU-Geldern. „Die EU hat seit dem Beginn des Osloer Friedensprozessen 8,5 Milliarden Euro an die Palästinenser gespendet – mit der bedingungslosen Hilfe muss Schluss sein“, sagte der FDP-Haushälter und Europa-Abgeordnete Moritz Körner der „Rheinischen Post“ (Dienstagsausgabe). 
Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Die Börse in Frankfurt ist am Montag mit Verlusten in den Handel gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Dax mit rund 15.125 Punkten berechnet, 0,7 Prozent unter dem Schlussniveau vom Freitag. 
London/Moskau/Teheran (dts Nachrichtenagentur) – Der britische Militärgeheimdienst geht davon aus, dass Russland seine Wirtschaftsbeziehungen mit dem Iran in den kommenden Monaten weiter vertiefen will. Moskaus Partnerschaft mit Teheran habe sich in den letzten Jahren verstärkt, was „mit ziemlicher Sicherheit“ durch die russische Invasion in der Ukraine beschleunigt worden sei, heißt es am Montag im täglichen Lagebericht aus London.