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Nexoya stärkt den Vorstand

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Nexoya stärkt den Vorstand mit führendem Marketingstrategen Marco Caradonna

Der Gründer und Managing Partner von BlackSheep MadTech Fund gestaltet strategisch die internationale Expansion des Schweizer Marketing-Analytics-Start-ups mit

Nexoya begrüßt Marco Caradonna als neues Vorstandsmitglied. Der international anerkannte Geschäftsführer und Marketingexperte gründete mit Simple Agency die größte Agentur für digitales Marketing in Italien. Zudem war er als CEO der Medienagentur Carat Italia (Teil der Dentsu Inc.) tätig und ist Mitgründer und Managing Partner bei BlackSheep MadTech Fund. Das Start-up Nexoya mit Sitz in Zürich und Berlin profitiert insbesondere von Caradonnas internationaler Erfahrung in der Marketingbranche: Mit seiner Kompetenz unterstützt er die Gründer Manuel Dietrich und Marco Hochstrasser strategisch bei der internationalen Ausrichtung des 2018 gegründeten Unternehmens. Nexoya optimiert und automatisiert auf Basis von Künstlicher Intelligenz in Echtzeit digitale Multi-Channel-Marketingkampagnen. Werbetreibende erzielen so bis zu 70 Prozent mehr Conversions.

Bisher zählte das Führungsgremium vier Mitglieder: Die beiden Nexoya-Gründer Manuel Dietrich und Marco Hochstrasser, der Präsident des Swiss ICT Investor Club (SICTIC) Thomas Dübendorfer und der internationale Marketingstratege Chris Boorman, der unter anderem als Marketing Executive bei B2B SaaS-Firmen wie Salesforce oder NTT tätig war. Mit Marco Caradonna verstärkt nun ein ausgewiesener Marketingstratege und Medienexperte mit internationaler Erfahrung den Vorstand. Das Gremium erfüllt bei Nexoya vor allem strategische Aufgaben: Die Mitglieder beraten sich hinsichtlich der Großstrategie, fällen strategische Entscheidungen für die Geschäftsbereiche und entwickeln die langfristige Planung für das Start-up.

Enormes Potenzial auf internationalen Märkten
Marco Caradonna sieht für die internationale Expansion gute Chancen: „Nexoya ist die einzige Lösung im Markt, die modernste KI-basierte Vorhersagen und Algorithmen mit einer vollständig automatisierten und optimierten kanalübergreifenden Budgetverteilung kombiniert. Diese überzeugende und innovative technische Lösung ist entscheidend für das Performance-Marketing und die digitale Werbebranche. In Kombination mit dem erstklassigen Team um Marco Hochstrasser und Manuel Dietrich hat Nexoya aus meiner Sicht ein enormes Potenzial auch auf dem internationalen Parkett. Ich kenne die Bedürfnisse von Werbetreibenden und Medienagenturen auf internationalen Märkten und habe einschlägige Erfahrung im strategischen Management von Unternehmen in der Marketingbranche. Mein Expertenwissen und mein geschäftliches Netzwerk werden für das Nexoya-Team bei der erfolgreichen Etablierung auf neuen Märkten von Nutzen sein. Nexoya ist der ‚heilige Gral‘ für jeden Marketer. Meine Aufgabe im Vorstand wird es sein, die Beschleunigung des Wachstums und die Skalierung des Unternehmens strategisch zu unterstützen.”

Fünf Millionen US-Dollar für die Expansion

Caradonnas Begeisterung für Nexoya zeigte sich bereits: In seiner Funktion als Managing Partner bei BlackSheep MadTech finanzierte der Investor im Rahmen der Series-A das Start-up als Lead-Investor in der fünf Millionen US-Dollar Investmentrunde. BlackSheep MadTech Fund, gemanagt von Eureka! Venture SGR, ist auf Investitionen in innovative Marketing- und Werbetechnologie spezialisiert und der führende europäische Investor in der Marketingbranche. Das Kapital sichert das weitere Wachstum in der Schweiz und in Deutschland und ermöglicht Nexoya die Expansion in neue Märkte. Aktuell ist die Nexoya AG am Hauptsitz in Zürich für den Schweizer Markt und die Nexoya GmbH mit einem Team in Berlin für die Kunden in Deutschland vertreten. Im Zuge der Internationalisierung wird das Team im nächsten Schritt die Expansion nach Großbritannien und dann in die USA in den Blick nehmen.

Marco Hochstrasser sagt: „Mit Marco Caradonna haben wir einen hochkarätigen und sehr erfolgreichen Marketingexperten mit Erfahrung in internationalen Märkten für unseren Vorstand gewonnen. Er bringt genau das mit in die Arbeit bei Nexoya ein, was in naher Zukunft für uns entscheidend ist: Enorme Erfahrung in der Internationalisierung und in der strategischen Führung eines schnell wachsenden Unternehmens im Marketing-Technologiebereich.“

Bild: Das Management-Team von Nexoya (v.l.n.r.): Alen Cerovina, Geschäftsführer Deutschland, Philipp Meier, Head of Software Engineer, Marco Hochstrasser, CEO und Co-Founder, Flavia Wagner, Head of Customer Experience, Manuel Dietrich, Co-Founder (Foto: Nexoya).

Quelle : Sabrina Ortmann Kommunikation

Digitalisierung in deutschen Unternehmen: Noch immer Nachholbedarf

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Die fortschreitende Digitalisierung verändert Wirtschaft und Gesellschaft auf grundlegende Weise. Sie bringt neue Chancen für Geschäftsmodelle, Arbeitsprozesse und die globale Wettbewerbsfähigkeit. Trotz ihrer immer größer werdenden Bedeutung und verstärkter Anstrengungen, die viele Unternehmen in Deutschland unternehmen, zeigt der Digitalisierungsindex 2022, dass der digitale Wandel in der deutschen Wirtschaft noch immer nicht so weit fortgeschritten ist wie erhofft.

Dieser Artikel wird einen tieferen Einblick in den aktuellen Stand der Digitalisierung in deutschen Unternehmen bieten und mögliche Lösungsansätze für eine effektive und nachhaltige Digitalisierung in Deutschland aufzeigen.

Die Bedeutung der Digitalisierung für Unternehmen

Die Digitalisierung ist aus mehreren Gründen von entscheidender Bedeutung für die anhaltende Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen:

  • Sie ermöglicht Unternehmen, effizienter und produktiver zu arbeiten, indem sie Prozesse automatisiert und den Zugang zu Informationen verbessert. 
  • Sie eröffnet neue Möglichkeiten für Innovationen und kann Unternehmen helfen, in einer zunehmend digitalen und vernetzten Welt konkurrenzfähig zu bleiben. 
  • Darüber hinaus kann sie die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen anregen und sogar ganz neue Geschäftsmodelle erschließen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Digitalisierung ist ihre Rolle in der Kundeninteraktion. In einer digitalen Welt erwarten Kunden einen nahtlosen und personalisierten Service:

  • Durch die Digitalisierung können Unternehmen diese Erwartungen erfüllen, indem sie personalisierte Erfahrungen bieten und gleichzeitig wertvolle Daten sammeln, die für die Verbesserung ihrer Produkte und Dienstleistungen genutzt werden können.

Auf Gründen wie diesen ist es entscheidend, dass Unternehmen den Digitalisierungsbedarf effektiv nachholen. 

  • Dafür gibt es unterschiedliche Lösungsansätze, etwa die Zusammenarbeit mit einer Digitalisierungsagentur. Das Angebot für Softwarelösungen von softwarepartner.net beinhaltet zum Beispiel eine umfassende Analyse und Beratung über die Auswahl der geeigneten Systeme für unterschiedlichste Unternehmensfelder – von Cloud-ERP, Finanzbuchhaltung, Warenwirtschaft, CRM bis hin zu E-Commerce und mehr.

Stand der Digitalisierung in 2023

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz veröffentlicht jährlich einen Digitalisierungsindex, der den Fortschritt der Digitalisierung in deutschen Unternehmen anzeigt. Die aktuell verfügbaren Daten stammen aus dem Vorjahr, 2022. Trotz der offensichtlichen Vorteile und der drängenden Notwendigkeit, die Digitalisierung voranzutreiben, zeigt er, dass es in deutschen Unternehmen noch immer Aufholbedarf gibt. 

Insgesamt errechnet der Index einen Wert, der den Stand der Digitalisierung darstellen soll:

  • Für das Jahr 2022 liegt der Wert mit 108,09 Punkten nur wenig über der Punktzahl des vorherigen Jahres, 107,9. 
  • Im Vergleich dazu stieg die Zahl von 2020 zu 2021 von 100 Punkten auf 107,09 Punkte an. 

Diese Statistik deutet an, dass die Digitalisierung in Deutschland aktuell stagniert und der Digitalisierungsschub durch die Covid-Pandemie nicht angehalten hat. 

  • Allerdings muss auch beachtet werden, dass im letzten Jahr viele Ausnahmesituationen entstanden sind, wie die Energiekrise, Lieferkettenschwierigkeiten und damit zusammenhängende Preisentwicklungen. Dass dadurch keine Rückschritte in der Digitalisierung festzustellen sind, ist beachtlich. 

Dennoch besteht eine Diskrepanz zwischen dem Potenzial der Digitalisierung und dem aktuellen Stand in deutschen Unternehmen. Sie zeigt, dass eine intensive Auseinandersetzung mit den vorliegenden Herausforderungen und möglichen Lösungsstrategien unerlässlich ist.

Unterschiedliche Fortschritte in verschiedenen Bereichen

Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen allerdings auch an, dass der Fortschritt der Digitalisierung nicht gleichmäßig stagniert:

  • Große Unternehmen und die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT)-Branche zeigen gute Kennzahlen im Bereich der Digitalisierung. Sie verfügen in der Regel über die Ressourcen und das Know-how, um die Einführung digitaler Technologien und Prozesse zu priorisieren. 
  • Auch einige Bundesländer stehen besser dar. Besonders hervorzuheben sind die Unternehmen im Süden Deutschlands, insbesondere in Baden-Württemberg und Bayern, die als Digitalisierungsführer gelten.
  • Kleinere Unternehmen und das sonstige produzierende Gewerbe zeigen hingegen den größten Nachholbedarf. Sie haben oft Schwierigkeiten, die notwendigen Ressourcen für die Umsetzung von Digitalisierungsprojekten aufzubringen oder stoßen auf technische und organisatorische Herausforderungen. 
  • Ähnliche Herausforderungen sind in weniger verdichteten ländlichen Gebieten zu beobachten, in denen die Digitalisierung ebenfalls hinterherhinkt.
  • Erkennbar ist auch, dass neben Unternehmen auch in deutschen Behörden noch ein großer Mangel an digitalen Strategien besteht.

Insbesondere in diesen Bereichen ist ein tieferes Verständnis der Herausforderungen und der notwendigen Schritte zur Überwindung dieser Hindernisse entscheidend für den Erfolg der Digitalisierung in Deutschland.

Lösungsansätze zur erfolgreichen Digitalisierung in deutschen Unternehmen

Der Weg zur erfolgreichen Digitalisierung erfordert eine klare Strategie, Investitionen und die Bereitschaft zur kontinuierlichen Anpassung: 

  • Bessere Rahmenbedingungen

Ein notwendiger erster Schritt besteht darin, die Rahmenbedingungen für die Digitalisierung in Deutschland zu verbessern. Nicht immer liegt es an den Unternehmen, dass ihre Digitalisierung nicht angemessen fortgeschritten ist. An manchen Standpunkten muss zunächst die Regierung nachziehen und eine bessere Infrastruktur aufbauen. 

Dazu gehört die Förderung verschiedener Projekte, wie dem Ausbau von Breitband- und Mobilfunknetzen, speziell in ländlichen Gebieten, wo der Digitalisierungsbedarf besonders hoch ist.

  • Anreize durch den Staat

Darüber hinaus könnten politische Maßnahmen in Form von Anreizen eine wichtige Rolle spielen. Diese könnten dazu beitragen, den Kostendruck und die Unsicherheiten, denen Unternehmen gegenwärtig gegenüberstehen, zu verringern und somit den Investitionsspielraum für umfassende Digitalisierungsprojekte zu erhöhen.

  • Partnerschaften & Kooperationen

Kleinere Unternehmen, die über begrenzte Ressourcen verfügen, könnten von diversen Partnerschaften profitieren. Auf dem heutigen Markt gibt es ein großes Angebot an Start-ups und Technologieunternehmen, die verschiedene Services bieten, um bei der Digitalisierung zu helfen. 

Dazu gehören die bereits erwähnten Digitalisierungsagenturen, die eine umfassende Beratung anbieten. Sie helfen dabei, eine Strategie für Digitalisierungsmaßnahmen zu entwickeln und umzusetzen. Wertvolle Elemente dieser Zusammenarbeit liegen in der Auswahl der geeigneten Software, der Implementierung der notwendigen Hardware und der Schulung der Mitarbeiter. 

  • Digitale Kompetenzen aufbauen

Investitionen in Technologie und Infrastruktur allein reichen jedoch nicht aus. Unternehmen müssen auch in ihre Mitarbeiter investieren, indem sie Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten anbieten, um den digitalen Wandel zu unterstützen. 

In einer zunehmend digitalen Welt sind digitale Kompetenzen unerlässlich und Unternehmen können einen entscheidenden Unterschied erreichen, indem sie ihre Mitarbeiter mit den Fähigkeiten und dem Wissen ausstatten, die sie benötigen, um effektiv in einem digitalen Umfeld zu arbeiten.

Es ist wichtig zu betonen, dass es keine universelle Lösung für die Digitalisierung gibt. 

  • Jedes Unternehmen ist einzigartig und muss seine eigene Digitalisierungsstrategie entwickeln, die auf seine spezifischen Bedürfnisse, Ressourcen und Ziele abgestimmt ist. 

Dennoch können diese allgemeinen Ansätze und Wege als Leitfaden dienen, um den Weg in eine erfolgreich digitalisierte Zukunft zu ebnen.

Fazit: Der Weg zur Digitalisierung in deutschen Unternehmen

Trotz der anerkannten Wichtigkeit der Digitalisierung und der ausgiebigen Anstrengungen in Deutschland besteht laut dem Digitalisierungsindex 2022 noch erheblicher Aufholbedarf im digitalen Wandel der Wirtschaft. Diese Diskrepanz zwischen dem Potenzial der Digitalisierung und dem gegenwärtigen Stand der Dinge in deutschen Unternehmen stellt eine zentrale Herausforderung dar, welche die Entwicklung geeigneter Lösungsstrategien erfordert.

Der Weg zur erfolgreichen Digitalisierung benötigt eine klare Strategie, geeignete Investitionen und die Bereitschaft zu ständiger Anpassung. Kleinere Unternehmen könnten hierbei besonders von Kooperationen und Partnerschaften profitieren. Darüber hinaus spielen auch die Förderung von Infrastrukturprojekten, staatliche Anreize und Investitionen in die Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern eine entscheidende Rolle. 

Dabei muss jedes Unternehmen eine eigene, auf seine spezifischen Bedürfnisse und Ziele abgestimmte Digitalisierungsstrategie entwickeln. Trotz der Herausforderungen ist die Digitalisierung eine Chance und der Schlüssel für eine erfolgreiche, zukunftsfähige Wirtschaft. 

Titelfoto: Bild von Markus Spiske auf unsplash

Autor Conny Wilhelm

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Kritik an Wagenknecht-Entscheidung aus eigenen Reihen

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Sahra Wagenknecht, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – In der Linkspartei verschärft sich der Streit um Sahra Wagenknecht. Nachdem am Samstag der Bundesvorstand der Partei einstimmig beschlossen hatte, Wagenknecht zur Rückgabe ihres Bundestagsmandats aufzufordern, griffen Parlamentarier aus dem „Wagenknecht-Lager“ die Parteiführung am Sonntag scharf an.

„Dieser Parteivorstand hat fertig“, sagte die Bundestagsabgeordnete Zaklin Nastic der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Montagsausgabe). „Wer bei einem 4,9-Prozent-Wahlergebnis mit der Spitzenkandidatin und Parteivorsitzenden Janine Wissler und Prognosen, die knapp an der 5-Prozent-Hürde kratzen, die beliebteste Linken-Politikerin vor die Tür setzen will, ist nicht nur völlig verantwortungslos, sondern hat etwas von politischen Geisterfahrern“, so Nastic. Auch die Linken-Abgeordneten Klaus Ernst und Alexander Ulrich ergriffen in einer gemeinsamen Erklärung, über die die FAZ berichtet, Partei für Wagenknecht und gingen mit der Linken-Führung hart ins Gericht. Sie forderten den Parteivorstand auf, geschlossen seinen Rücktritt zu erklären. „Ausgerechnet jene, die ihr Mandat Sahra Wagenknecht, Oskar Lafontaine und anderen verdanken, fordern nun, dass Wagenknecht ihr Mandat zurückgeben soll. Das ist absurd.“ Ohne die genannten Zugpferde wären die Mitglieder des Parteivorstandes „nie ihrem Sektendasein entkommen und niemand hätte sie wahrgenommen. Zu Recht werden sie bald wieder ein Leben ohne Mandat führen können.“ Der Beschluss spalte die Partei und führe sie in die Bedeutungslosigkeit. Ernst und Ulrich appellieren an Wagenknecht, ihr Mandat keinesfalls zurückzugeben. „Sie spricht für Millionen Menschen in der Bevölkerung und für Tausende Mitglieder an der Parteibasis, die sich von diesem Vorstand und seinem Kurs nicht mehr vertreten fühlen.“ Zuvor hatten schon andere Abgeordnete des Wagenknecht-Lagers ihre Kritik auf Twitter geäußert. Dort kommentierte auch die Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, Amira Mohamed Ali, den Beschluss der Parteispitze als „großen Fehler“. Die Führung der Linken wirft Wagenknecht vor, trotz mehrfacher Aufforderung nicht davon abzulassen, öffentlich die Gründung einer neuen Partei zu erwägen.


Foto: Sahra Wagenknecht, über dts Nachrichtenagentur

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Lindner erhält in Intel-Debatte Rückendeckung von den Grünen

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Christian Lindner, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – In der Debatte um höhere Finanzhilfen für das neue Chipwerk von Intel in Magdeburg erhält Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) Rückendeckung von den Grünen. Der Chefhaushälter der Grünen-Bundestagsfraktion, Sven-Christian Kindler, teilt die Vorbehalte des Finanzministers.

„Die Bundesregierung ist gut beraten, im bisherigen Haushaltsrahmen zu bleiben“, sagte Kindler dem „Handelsblatt“ (Montagsausgabe). „Eine Erhöhung wäre haushälterisch schwer darstellbar und gleichzeitig bezüglich des Kosten-Nutzen-Verhältnisses einer Einzelsubvention für ein einziges Unternehmen nicht mehr begründbar.“ Lindner hatte in der „Financial Times“ möglichen höheren Subventionen für das Intel-Werk eine Absage erteilt.


Foto: Christian Lindner, über dts Nachrichtenagentur

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Zahl der Menschen in NRW mit mehreren Jobs um 40 Prozent gestiegen

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Gartenarbeiter auf einem Blumenbeet, über dts NachrichtenagenturDüsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – Die Zahl der Menschen in Nordrhein-Westfalen, die mehr als einem Job nachgehen, ist in den vergangenen Jahren um 40 Prozent gestiegen. Ein Sprecher des Arbeitsministeriums von Karl-Josef Laumann (CDU) sagte der „Rheinischen Post“ (Montagsausgabe), in NRW seien im September 2022 insgesamt 723.874 Personen im Nebenjob geringfügig beschäftigt, zehn Jahre zuvor habe die Zahl noch bei 516.545 gelegen.

Bei den Mehrfachjobbern handelt es sich in der Mehrheit um Fachkräfte: 437.636 von ihnen hatten eine abgeschlossene Berufsausbildung. Die Opposition zeigte sich alarmiert: „Wer arbeitet, darf nicht von Armut bedroht sein, wer einen Vollzeitjob hat, muss davon ohne Existenzsorgen mit einer Familie leben können, so einfach ist das“, sagte SPD-Fraktionschef Jochen Ott. „Dass es anders aussieht, ist ein Versäumnis vieler, vieler Jahre.“ Niedriglohnbeschäftigung sei in vielen Fällen auch reguläre sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, betonte Laumanns Sprecher.

Sie werde lediglich dadurch beschrieben, dass ein Arbeitnehmer weniger als zwei Drittel des mittleren Lohns erhalte. „Ziel muss es sein, den Niedriglohnsektor weiter einzudämmen, hierfür sind die Stärkung der Tarifbindung und die Qualifizierung der Beschäftigten wichtige Schritte, dies ist der beste Weg zu flächendeckend existenzsichernden Löhnen.“ Die Erhöhung des Mindestlohns auf zwölf Euro im vergangenen Oktober sei ein erster wichtiger Schritt gewesen. Oppositionsführer Ott zufolge profitieren von der Erhöhung allein in NRW 1,3 Millionen Menschen.

„Dadurch sinkt glücklicherweise die Zahl der Menschen, die aufstocken müssen. Dennoch dürfen wir uns jetzt nicht ausruhen.“ Die Zahl derer, die neben dem Job auf Sozialleistungen angewiesen seien, sei weiterhin zu hoch. „Viel zu viele brauchen zudem zwei Jobs, um über die Runden zu kommen. Das hat Gründe, die wir angehen müssen“, verlangte er und kritisierte die rückläufige Tarifbindung.

„Die Forderung nach allgemein verbindlichen Tarifverträgen unterstützen wir.“ Zugleich forderte er, Familien bei den Bildungskosten zu entlasten. „Bildung und alles, was damit zusammenhängt, ist einfach zu teuer in unserem Land: Noch immer sind Kitas bei uns in NRW nicht gebührenfrei, noch immer gibt es kein kostenloses Mittagessen.“

Das alles wäre echte Unterstützung für Familien, aber von Schwarz-Grün komme da bisher nichts, so Ott. Auch die Kindergrundsicherung müsse endlich in trockene Tücher: „Wenn der Staat für Kinder kein Geld übrig hat, dann leben wir in einer sehr armen Gesellschaft, dann müssen wir uns das Geld von denen holen, die davon im massenhaften Überschuss viel zu viel haben.“ An der Besteuerung sehr hoher Vermögen führe daher kein Weg mehr vorbei.


Foto: Gartenarbeiter auf einem Blumenbeet, über dts Nachrichtenagentur

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Söder löst mit Demo-Auftritt "Populismus"-Vorwurf aus

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Markus Söder, über dts NachrichtenagenturBerlin/München (dts Nachrichtenagentur) – Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder hat mit einem Auftritt bei einer Demonstration gegen das geplante Heizungsgesetz deutliche Kritik ausgelöst. An der Kundgebung sollen sich auch rechtsextreme Kräfte beteiligt haben, neben dem GEG wurden von den Demonstranten auch andere Themen wie die Corona-Politik thematisiert.

SPD und Grüne im Bundestag werfen Söder „Populismus“ vor. Katja Mast, erste parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfraktion, sagte der „Welt“ (Montagsausgabe): „Mit solchen Auftritten positioniert sich die CSU als eindeutig populistische Partei, das schadet unserer Demokratie.“ Aiwanger und Söder normalisierten mit ihrer Präsenz populistische Inhalte und befeuerten die Verunsicherung von Menschen in herausfordernden Zeiten. „Als demokratische Kräfte sollte es unser aller Ziel sein, Sicherheit zu geben durch sachlichen Diskurs. Dieser Populismus zum eigenen Vorteil ist Gift für unser Land“, so Mast.

Lamya Kaddor, innenpolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, sagte der „Welt“: „Söders Populismus ist überdeutlich geworden: Vor Kurzem umarmte er noch Bäume, und jetzt hetzt er gegen Klimaschutz.“ Es sei „erschreckend“, dass der Ministerpräsident und sein Vize „eines noch immer nicht verstanden haben: Wer den Rechten und Antidemokraten nach dem Mund redet, wird weder Debatten noch Wählerstimmen gewinnen“. Stattdessen schade das der Demokratie „massiv“ und zahle am Ende nur bei der AfD ein.

„Ich erwarte, dass der bayerische Ministerpräsident und sein Vize mehr Verantwortung für unsere Demokratie übernehmen“, so Kaddor. Es sei „unredlich und kurzsichtig“, die gesellschaftliche Debatte für die „trügerische Hoffnung auf ein paar mehr Wählerstimmen zu vergiften“.


Foto: Markus Söder, über dts Nachrichtenagentur

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Ricarda Lang kritisiert EU-Asylkompromiss

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Flüchtlinge auf der Balkanroute, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Grünen-Chefin Ricarda Lang sieht den auf dem sogenannten EU-Asylgipfel ausgehandelten Kompromiss kritisch. „Ich glaube, dass der Vorschlag für die GEAS-Reform, wie er jetzt vorliegt, dem Leid an den Außengrenzen nicht gerecht wird und auch nicht zu wirklich geordneten Verfahren führt“, sagte sie am Sonntag im „Bericht aus Berlin“ der ARD. Von Co-Chef Omid Nouripour und Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) waren zuvor dagegen eher verteidigende Worte gekommen.

Gemeinsam werde man das Thema auf dem Parteitag diskutieren, „weil sich ja niemand diese Sache leicht macht, weil es ja auch schlichtweg nicht leicht ist“, kündigte Lang an. Zudem setzt sie bezüglich Nachbesserungen Hoffnungen auf die Verhandlungen im Europaparlament. Sie sei sich sicher, „dass sich unsere Europäer da sehr klar für Verbesserungen einsetzen werden – unter anderem, was eine Ausnahme für Kinder angeht“. Allerdings wäre das Ergebnis ohne Deutschland „noch schlechter“ gewesen, so Lang.


Foto: Flüchtlinge auf der Balkanroute, über dts Nachrichtenagentur

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Jens Härtel neuer Cheftrainer von Eintracht Braunschweig

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Fußbälle, über dts NachrichtenagenturBraunschweig (dts Nachrichtenagentur) – Zweitligist Eintracht Braunschweig hat Jens Härtel als neuen Cheftrainer verpflichtet. Der 54-Jährige erhalte einen Vertrag bis zum 30. Juni 2025, teilte der Verein am Sonntag mit.

„Es hat sich in den Gesprächen herauskristallisiert, dass Jens Härtel von seiner Herangehensweise, seiner inhaltlichen Arbeit und sportlichen Ausrichtung sehr gut zu uns passt“, ließ sich Sport-Geschäftsführer Peter Vollmann zitieren. „Er bringt die Erfahrung und die nötige Klarheit an der Seitenlinie mit, um uns sportlich weiterzuentwickeln“, fügte er hinzu. Härtel sagte: „Ich freue mich, Teil von Eintracht Braunschweig und damit eines besonderen Traditionsvereins zu werden und kann es kaum erwarten, die Mannschaft, Mitarbeiter und Fans kennenzulernen und mit ihnen zu arbeiten.“ Zuletzt stand Härtel von Januar 2019 bis November 2022 bei Hansa Rostock an der Seitenlinie, wo ihm 2021 der Zweitliga-Aufstieg gelang.

Zuvor war er von 2014 bis 2018 Cheftrainer des 1. FC Magdeburg und führte den Verein von der Regionalliga Nordost bis in die 2. Bundesliga. Die Braunschweiger, die die abgelaufene Saison auf Rang 15 beendeten, hatten sich am Freitag von Michael Schiele getrennt.


Foto: Fußbälle, über dts Nachrichtenagentur

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Stiftung Digitale Spielekultur für Gaming als Bildungsmöglichkeit

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Junge Leute beim Zocken, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Geschäftsführerin der Stiftung Digitale Spielkultur, Çigdem Uzunoglu, fordert, Gaming als Bildungsmöglichkeit zu begreifen. „Games sind ein großartiges Instrument für die Vermittlung von Bildung und Wissen und für die Stärkung von Kompetenzen“, sagte sie den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ (Montagsausgaben).

„Bei dieser interaktiven Wissensvermittlung bleiben Inhalte auf andere Weise hängen als bei Vorträgen eines Lehrers oder beim Lesen eines Buchs.“ Es gehe dabei nicht um ein Ranking von Methoden, sondern darum, „diese Potenziale von Games zu verstehen und zu wissen, wie sie eingesetzt werden können“, so Uzunoglu. Die Stiftung Digitale Spielkultur hat in Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt Leitlinien für die Verwendung von Games im außenpolitischen Kontext entwickelt. Am Dienstag soll darüber auf einer Fachkonferenz in Berlin diskutiert werden.

Als Massenmedium gehörten Games zudem zur Lebensrealität von vielen. „Warum soll man so ein Medium dann nicht nutzen, um komplexe Zusammenhänge zu erklären?“, sagte Uzunoglu. Zu fast jedem Spiel lasse sich ein Einsatz in der Bildung entwickeln, auch zu Action-Spielen. „Wichtig ist, dass diese Spiele kontextualisiert und methodisch-didaktisch aufgearbeitet werden“, so die Geschäftsführerin.

So ließen sich Autorennspiele zur Erklärung mathematischer Probleme einsetzen, über Action-Spiele lasse sich auf Problemfelder aufmerksam machen. Auch komplexe politische Themen wie die Klimakrise, Migration und außenpolitische Konflikte ließen sich über Games vermitteln, so Uzunoglu.


Foto: Junge Leute beim Zocken, über dts Nachrichtenagentur

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Prien fordert verpflichtende Sprachtests für Kinder ab vier Jahren

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Mutter mit Kleinkind, über dts NachrichtenagenturKiel (dts Nachrichtenagentur) – Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) will die Deutschkenntnisse angehender Erstklässler verbessern. „Wir brauchen verpflichtende Sprachdiagnostik ab dem vierten Lebensjahr und werden Defizite festgestellt, dann muss es Förderangebote etwa in Sprach-Kitas geben“, sagte sie der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Montagsausgabe).

Wer anderthalb Jahre vor der Einschulung Sprachdefizite habe, müsse verpflichtend zusätzlichen Sprachunterricht erhalten, fordert Prien. Sie reagiere damit auf Meldungen, die sie aus Grundschulen erhalte: „Schüler mit Migrationshintergrund kommen mit immer schlechteren Deutschkenntnissen aus den Familien und aus den Kindergärten.“ Prien sprach von einem zentralen Problem im Bildungssystem. Obwohl die Kinder zuvor drei Jahre in den Kindergarten gegangen seien, sprächen sie trotzdem kein oder kaum Deutsch.

„Offenbar wird auch in manchen Kindergärten mit den Kindern zu wenig deutsch gesprochen“, so Prien. Die Bildungsministerin verwies aber auch auf die Verantwortung der Erziehungsberechtigten: „Auch die Eltern müssen die deutsche Sprache lernen.“ Prien regte an, dass Kitas und Grundschulen „als Familienzentren zum Lernort werden, an denen auch Sprachkurse für Eltern angeboten werden“. Das würde noch einmal mehr betonen, wie wichtig der Spracherwerb sei.

Zuvor hatten sich bereits die Schulleiter in Deutschland für eine Ausweitung verpflichtender Sprachtests ausgesprochen. Gudrun Wolters-Vogeler, Vorsitzende des Allgemeinen Schulleitungsverbandes, sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“: „Es muss sichergestellt werden, dass Kinder mit einem ausreichenden Wortschatz ins Schulleben starten und wer ihn nicht hat, muss ihn möglichst vorher erwerben.“ Nur so hätten Kinder mit Migrationshintergrund eine Chance im deutschen Schulsystem. Auch Prien betonte, dass Defizite bei der deutschen Sprache ein erheblicher Startnachteil für Erstklässler seien.

„Der lässt sich im späteren Verlauf nur mit großen Mühen aufholen, darauf muss der Staat reagieren“, so die Bildungsministerin.


Foto: Mutter mit Kleinkind, über dts Nachrichtenagentur

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