5. Green Startup Monitor:Grüne Startups mit höherem Frauenanteil
Ökologische Nachhaltigkeit wird für immer mehr Gründer*innen zum relevanten Faktor beim Aufbau und der Entwicklung ihres Unternehmens. Der Green Startup Monitor 2023 von Startup-Verband und Borderstep Institut zeigt, wie grüne Startups Impact und Wachstum zusammenbringen. Die größten Herausforderungen liegen im Bereich Finanzierung und in der Messung der Nachhaltigkeitswirkung, also des ökologischen Impacts.
Anteil grüner Startups erreicht neuen Höchststand Mit 35 % hat der Anteil grüner Unternehmen unter deutschen Startups gegenüber dem Vorjahr (29 %) einen deutlichen Sprung gemacht und einen neuen Höchststand erreicht. Nachhaltiges Handeln setzt sich in der Breite der Gründungslandschaft immer stärker durch. Bemerkenswert ist außerdem, dass der Gründerinnenanteil bei grünen Startups mit 23 % höher liegt als unter nicht-grünen Startups (18 %). Frauen identifizieren sich stärker mit Nachhaltigkeitszielsetzungen und richten ihre Produkte und Geschäftsmodelle häufiger nach diesen aus.
Weniger Geld für grüne Startups Das Finanzierungsklima im deutschen Startup-Ökosystem hat sich im Verlauf des letzten Jahres abgekühlt – bei grünen Startups zeigt sich dieser Rückgang besonders deutlich. Die Kapitalbeschaffung ist für viele der Startups schwieriger geworden: 46 % der grünen Startups sehen hier eine der zentralen Herausforderungen, gegenüber 37 % im Vorjahr und 34 % bei nicht-grünen Startups. Hier wird deutlich, dass auf die Finanzierung grüner Geschäftsmodelle weiterhin ein besonderes Augenmerk gelegt werden muss, um die Transformation langfristig voranzubringen.
Grüne Startups kennen ihre Nachhaltigkeitswirkungen deutlich besser – bei der Messung hapert es noch Der diesjährige Report rückt mit der Betrachtung der Wirkungskompetenz erstmalig die Frage der praktischen Umsetzung in den Fokus. Wirkungskompetenz bezeichnet die Fähigkeit, die ökologischen und gesellschaftlichen Wirkungen der unternehmerischen Tätigkeit zu erfassen und zu steuern.
Hier sind grüne Startups bereits deutlich weiter: 52 % stimmen klar zu, ihre positiven Nachhaltigkeitswirkungen zu kennen, mit Blick auf die negativen Nachhaltigkeitswirkungen liegt der Wert bei 29 %. Am stärksten ausgeprägt ist das Wissen um die eigene Wirkung unter grünen Startups mit besonders hohem Innovationsgrad und starker Wachstumsorientierung.
Wenn es darum geht, diese Nachhaltigkeitswirkungen zu messen und damit auch kommunizieren zu können, zeigt sich jedoch noch Nachholbedarf: Erst 15 % der Startups insgesamt und 27 % der grünen Startups geben an, die nachhaltige Wirkung ihrer Geschäftstätigkeit klar mit Daten und Fakten belegen zu können.
Zitat Franziska Teubert (Geschäftsführerin Startup-Verband) “Der Anteil grüner Unternehmen unter deutschen Startups erreicht einen neuen Höchstwert. Mit Blick auf die dringend nötige Transformation hin zu einem klimaneutralen Wirtschaftssystem ist das eine gute Nachricht. Startups bringen nachhaltige Innovationen schnell in die Praxis und diese Geschwindigkeit sollten wir nutzen, um unsere Klimaziele endlich zu erreichen. Dafür müssen wir uns den besonderen Herausforderungen grüner Startups widmen, das gilt besonders mit Blick auf die Kapitalbeschaffung. Ein gutes Beispiel dafür ist der Deep Tech and Climate Fund der Bundesregierung. Gut gemeint, in der Praxis benötigt er allerdings noch Optimierung: Auch Investitionen von Wagniskapitalgebern sollten ermöglicht werden.”
Zitat Prof. Dr. Klaus Fichter (Gründer und Leiter des Borderstep Instituts für Innovation und Nachhaltigkeit, Professor für Innovationsmanagement und Nachhaltigkeit an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und wissenschaftlicher Leiter des Green Startup Monitors 2023)
„Rund vier Fünftel aller Startups in Deutschland wollen eine gesellschaftliche oder ökologische Wirkung erzielen. Um den ökologischen Impact voll zu entfalten, reicht es jedoch nicht, sich Nachhaltigkeitsziele zu setzen. Diese müssen durch gezielte Maßnahmen und ein datengestütztes Wirkungsmonitoring umgesetzt und begleitet werden. Mit dem Green Startup Monitor 2023 richten wir den Scheinwerfer auf das Thema Wirkungskompetenz. Unsere Studie ist die erste weltweit, die die Kompetenz von Startups zur Erzielung von Impact untersucht. Sie zeigt erheblichen Qualifizierungs- und Datenbedarf.“
Recyda nutzt 1,75 Millionen Euro einer kürzlich abgeschlossenen neuen Finanzierungsrunde, um seine SaaS-Lösung weiterzuentwickeln. Die Software erleichtert es international ausgerichteten Unternehmen, Verpackungen digital zu verwalten, um Zielvorgaben im Bereich der Kreislaufwirtschaft zu erreichen.
Recyda – der Name ist Programm für das Unternehmen des Gründerteams um Vivian Loftin, Anna Zießow und Christian Knobloch, das sich auf die softwaregestützte Auswertung der Recyclingfähigkeit von Verpackungen spezialisiert hat und nun mit frischem Kapital gestärkt wird. Angeführt wird die neue Finanzierungsrunde von einem Investorenkonsortium bestehend aus dem Lead Investor Speedinvest, dem bestehenden Investor Futury Capital aus der Pre-Seed-Runde 2021, dem Auxxo Female Catalyst Fund und renommierten Business Angels wie Dr. Stephan Rohr (TWAICE), Benedikt Franke (Helpling Group) und Martin Weber (one • fıve). Mit dem Kapital will sich Recyda auf den Ausbau internationaler Märkte, die Neukundengewinnung und die Produktentwicklung konzentrieren.
„Diese Finanzierungsrunde ist ein echter Meilenstein für uns“, sagt Vivian Loftin, Co-Founder und Co-CEO von Recyda. „Wir freuen uns, dass direkt mehrere Investoren aus verschiedenen Bereichen den innovativen Mehrwert unserer Software erkennen und mit ihrem Invest unser Produkt und unsere Vision nach vorne bringen wollen.“
Neue Lösung für aktuelle Herausforderungen Recyda bietet eine Software-as-a-Service-Lösung an, mit der Unternehmen Verpackungsdaten digital verwalten und Auswertungen durchführen können. Ein Kernbestandteil der Lösung ist die digitale Einschätzung der Recyclingfähigkeit von Verpackungen auf Basis internationaler Vorschriften. Mithilfe der All-in-One-Lösung können Unternehmen Verpackungslösungen effizient vergleichen und die beste Wahl für die jeweiligen Anforderungen treffen.
Die Software von Recyda ermöglicht detaillierte Auswertungen z.B. zur vorherrschenden Recyclinginfrastruktur, zu den geltenden Lizenzentgelten und damit verbundenen Optionen zur Ökomodulation oder etwa zur Kunststoffsteuer. Durch die langfristige Verwaltung und Optimierung von Verpackungen bietet Recyda Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen u.a. der der Fast Moving Consumer Goods, die Möglichkeit, ihre Ziele im Bereich der Circular Economy auf innovative und besonders effiziente Weise zu verfolgen und zu erreichen.
Namhafte Kunden sind schon überzeugt von der innovativen Lösung von Recyda, so etwa Beiersdorf, die seit Anfang 2022 mit dem Startup zusammenarbeiten. Die Software von Recyda unterstützt den Konzern dabei, die Bewertung der Recyclingfähigkeit der Verpackungen und deren Optimierung international für alle Verpackungsarten und Marken vorzunehmen. Eva Bredehorst, Global Packaging Sustainability Manager bei Beiersdorf erklärt: „Die Software-as-a-Service-Lösung von Recyda hilft einerseits schon in der Verpackungsentwicklung, die recyclingfähigste Lösung aufzuzeigen, und andererseits, bestehende große Verpackungssortimente abzubilden und sekundenschnell digitale Auswertungen und Reportings zu deren Optimierung auszugeben. Das trägt wesentlich dazu bei, in einem sich schnell verändernden Marktumfeld mit einer Vielzahl unterschiedlicher gesetzlicher Vorgaben wettbewerbsfähig zu bleiben.“
Hoher Druck auf die Verpackungsindustrie Nicht nur der jüngste Gesetzentwurf der EU-Kommission für eine neue EU-Verpackungsverordnung stellt die Verpackungsindustrie vor große Herausforderungen. Auch andere gesetzliche und finanzielle Vorgaben setzen die Verpackungsindustrie international zunehmend unter Druck, Verpackungen so zu gestalten, dass sie recyclingfähig sind. Aufgrund länderspezifischer Unterschiede ist das jedoch sehr aufwändig. Derzeit müssen Markenhersteller, Handelsketten und Verpackungshersteller selbst den Überblick behalten und Änderungen verfolgen.
„Wir kennen die aktuellen Herausforderungen der Verpackungsindustrie sehr genau und die zahlreichen Schwierigkeiten, mit denen Unternehmen derzeit konfrontiert sind. Mit diesem Wissen haben wir eine Softwarelösung entwickelt, die gezielt dabei unterstützt, die Anforderungen an Verpackungslösungen für unterschiedliche Märkte umzusetzen und Reportings signifikant zu optimieren. Mit unserer Software wollen wir einen Beitrag zu einer nachhaltigen Zukunft leisten, in der Ressourcen sinnvoll genutzt und wertvolle Materialien im Kreislauf gehalten werden“, so Christian Knobloch, Co-Founder und Co-CEO von Recyda.
Internationalisierung und Produktentwicklung: Die nächste Phase steht an Recyda richtet sich mit seiner Lösung an international aufgestellte Verpackungshersteller, Markeninhaber sowie Händler und unterstützt diese insbesondere in den Bereichen Verpackungs-R&D, Master Data Management und Finanzprognosen. Mit dem Seed-Investment kann das Start-up seine Marktpräsenz zügig ausbauen und das Produkt weiterentwickeln.
„Hinter unserer Software stehen nicht nur erstklassige Investoren, sondern auch unglaublich viel Know-how und Tatkraft in der Softwareentwicklung. Mit dem neuen Kapital können wir weitere Talente an Bord holen, um neue Ideen und Kundenwünsche umzusetzen“, freut sich Anna Zießow, Co-Founder und Co-CEO von Recyda. „Man sollte Recyda nicht aus den Augen verlieren, denn wir werden in den kommenden Monaten spannende Neuerungen unserer Software vorstellen.“
Der Bielefelder Tierbedarf-Hersteller HUNTER zeigt mit seinem Knigge vor allem eines: Hunde bereichern nicht nur den Alltag ihrer Besitzer:innen, sondern durchaus auch den der Arbeitskolleg:innen. Denn Hunde am Arbeitsplatz können dazu beitragen, den Stresspegel der Beschäftigten zu senken und somit psychischen Belastungen vorzubeugen. Das berichtete der TÜV erst 2021. Es werde “zunehmend beobachtet, dass Krankschreibungen auf psychische Belastungen zurückzuführen sind“, heißt es weiter.
Das Problem: Bisher sind nur bei weniger als 20 Prozent aller Arbeitgeber in Deutschland Hunde im Büro erlaubt. Dabei halten immer mehr Deutsche einen Hund als Haustier: Seit Beginn der Corona-Pandemie haben sich weitere drei Millionen Menschen einen Vierbeiner zugelegt. Was zu Zeiten von Kurzarbeit und Home-Office noch kein Problem war, wird mit der Rückkehr ins Büro mitunter zur Herausforderung – obwohl erwiesen ist, dass Hunde im Büro hilfreich sein können: So fördern sie etwa die Zufriedenheit der Mitarbeitenden und sorgen für eine entspannte Raumatmosphäre.
Dennoch sollte sichergestellt werden, dass bestimmte Regeln eingehalten werden. Genau aus diesem Grund hat Deutschlands führender Hersteller für exklusive Heimtier-Produkte HUNTER einen Knigge erstellt.
Mehr Oxytocin, weniger Stress durch Bürovierbeiner
“Hunde können zur Minimierung psychischer Belastungen beitragen. Zudem kann die Mensch-Hund-Interaktion einen positiven Einfluss auf weitere Faktoren, wie zum Beispiel die Arbeitsleistung und das Wohlbefinden der Mitarbeitenden haben“, sagt Nadine Trautwein, Geschäftsführerin bei HUNTER. “In unserem Unternehmen sind Hunde deshalb absolut willkommen.
Wir möchten anderen Arbeitgebern darüber hinaus als ‚Best-Practise-Beispiel‘ dienen und zeigen, wie bereichernd ‘der beste Freund des Menschen’ im Büroalltag ist.” So werden etwa Anspannung und Belastung im Umfeld eines Hundes durch die Ausschüttung des Bindungshormons Oxytocin und den Abbau des Stresshormons Cortisol minimiert. Auch das Arbeitsklima wird so deutlich verbessert – was positive Effekte auf die Gemeinschaft und die Beziehungen unter Mitarbeitenden hat.
Diese fünf Regeln sollten Hundehalter:innen einhalten
Trotzdem muss Rücksicht auf jede:n im Team genommen werden und Hunde sollten nicht einfach so mitgebracht werden. Um es Teams leichter zu machen, von den positiven Auswirkungen von Hunden im Büro profitieren zu können, hat HUNTER einen “Hunde-Knigge” erstellt: Fünf Regeln, die Hundehalter einhalten sollten, wenn sie aus ihrem Vierbeiner einen Bürohund machen wollen.
Ask your Team: Vorab gilt es, mit dem Team und der Teamleitung zu klären, ob Hunde mitgebracht werden dürfen. Es ist wichtig, dass die Interessen des Unternehmens sowie der Mitarbeitenden ohne Hund beachtet und gewahrt werden. Eventuelle Allergien und Ängste von Kolleg:innen müssen berücksichtigt werden.
Nicht mehr als ein Hund pro Mitarbeiter:in: Je nach räumlichen Möglichkeiten am Arbeitsplatz sollte maximal ein Hund pro Mitarbeiter:in und maximal zwei Hunde pro Büro erlaubt werden. Denn auch, wenn die tierischen Begleiter einen positiven Effekt auf die Mitarbeitenden haben, handelt es sich immer noch um den Arbeitsplatz – nicht um eine Spielwiese.
Rücksichtnahme: Nicht jeder ist ein großer Fan vom besten (tierischen) Freund des Menschen. Gegenseitige Rücksichtnahme ist daher unverzichtbar. Bei Terminen, Besprechungen und Besuchen durch Kolleg:innen und Kund:innen sollte der Hund in einer Hundebox bleiben können. Dies ist zu trainieren!
No naughty Boys: Jeder Mitarbeitende sollte seinen Hund kontrollieren können; der Hund sollte den Grundgehorsam (Sitz, Bleib, Leinenführigkeit) beherrschen.
Zu guter Letzt: Jeder Mitarbeitende haftet im Schadensfall für seinen Hund. Eine bestehende Hundehalterhaftpflichtversicherung muss nachgewiesen werden.
Darüber hinaus sollte klar sein, dass Hündinnen nicht mitgebracht werden, wenn sie läufig sind.
Über HUNTER: Als weltweit erfolgreicher Hersteller im Tierbedarf umfasst das Gesamtsortiment der Firma HUNTER rund 5000 verschiedene Artikel für Hunde und Katzen und reicht von Halsbändern, Geschirren und Leinen über modische und funktionale Hundebekleidung, Kissen und Betten bis hin zu Pflege- und Hygieneartikeln, innovativem Spielzeug und Snacks.
Herzstück des Unternehmens bildet die eigene Ledermanufaktur am Unternehmensstandort Bielefeld, in der Lederaccessoires für Mensch und Tier von Hand gefertigt werden. Hunter wurde im Jahr 1980 von Rolf Trautwein gegründet. Seit 2007 führt Nadine Trautwein mit über 160 Mitarbeitenden das Unternehmen in zweiter Generation.
Titelbild/ Bildquelle: Bild von Sarah Richter auf pixabay
Das Münchner Ferienhaus-Unternehmen Holidu expandiert mit Tochtergesellschaft Bookiply weiter und eröffnet zwei neue Niederlassungen in Frankreich
Das Ferienhaus-Unternehmen Holidu (www.holidu.de) baut seine internationale Aufstellung mit zwei weiteren Niederlassungen der Tochtergesellschaft Bookiply (www.bookiply.de) in Frankreich aus. Es werden lokale Büros in Rennes (Bretagne) und Marseille (Provence-Alpes-Côte d’Azur) eröffnet. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in München und verfügt nun über 22 Standorte in Europa.
Holidu ist ein schnell wachsendes Ferienhaus-Unternehmen, das ein gleichnamiges Buchungsportal für Ferienhäuser betreibt. Unter der Marke Bookiply hat Holidu eine synergetische und sehr erfolgreiche Lösung für Ferienhausvermieter geschaffen. Sie hilft Gastgebern, mehr Buchungen mit weniger Aufwand zu generieren. Ferienhausvermieter können nicht nur auf eine einfach zu bedienende Software zurückgreifen, sondern werden von Reise-Experten vor Ort persönlich unterstützt. Gäste profitieren von einem besonders vertrauensvollen Buchungs- und Urlaubserlebnis.
Nach starkem Auftakt eröffnet Holidu zwei weitere Büros in Frankreich
Bookiply expandierte 2022 nach Frankreich und eröffnete zwei Büros in Lyon und Bordeaux, bevor es 2023 seine Expansion in Marseille und Rennes fortgesetzt hat. Bookiply hat in Frankreich in den ersten beiden Monaten dieses Jahres seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fast verzehnfacht und bereits über die Hälfte des Umsatzes von 2022 erwirtschaftet.
Holidu-CEO Johannes Siebers erklärt: „Frankreich ist für Holidu einer der wichtigsten und größten Märkte, gemessen an Umsatz und Buchungen, und auch unsere Tochtergesellschaft Bookiply wächst in Frankreich exponentiell. Wir freuen uns, diesen Service nun noch mehr Ferienhausvermietern anbieten zu können. Unser Bookiply-Produkt erfreut sich äußerst großer Zufriedenheit bei Vermieterinnen und Vermietern, und die Bookiply-Häuser erzielen exzellente Nutzerbewertungen bei Gästen.”
Bookiply auf Erfolgskurs in Europa
In den letzten drei Jahren ist die Anzahl der von Bookiply verwalteten Ferienimmobilien in Europa von 5.000 auf über 20.000 Objekte gewachsen. Der mit diesen Bookiply-Ferienunterkünften generierte Umsatz ist von 2019 bis 2022 (Vergleichszeitraum Januar bis Dezember) um das 12-fache gestiegen und macht mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes des Unternehmens Holidu aus. Bookiply ist Marktführer in touristisch wichtigen Regionen in Spanien und Italien. Auch in Frankreich erwartet das Unternehmen starkes Wachstum. Weitere Eröffnungen in Europa sind in Planung.
Bretagne und Provence-Alpes-Côte d’Azur als Schlüssel-Destinationen
Die Attraktivität der Bretagne und Provence-Alpes-Côte d’Azur zeigt sich auch an der hohen Nachfrage: In Hochsaison 2023 sind bereits 80 Prozent der Ferienhäuser und Ferienwohnungen gebucht worden.
Simon Bernès, Head of Sales & Account Management für Frankreich bei Bookiply: „Unser Ziel ist es, den Ferienwohnungsmarkt in Frankreich weiter zu professionalisieren und eine bestmögliche Nutzererfahrung sowohl für Gastgeber als auch Gäste zu ermöglichen.“
Gender-Hinweis: Im Interesse der Lesbarkeit haben wir auf geschlechtsbezogene Formulierungen verzichtet. Selbstverständlich sind immer alle Geschlechter gemeint, auch wenn explizit nur eines der Geschlechter angesprochen wird.
Immer mehr Berufstätige sind im Home Office tätig. Das Nutzen eines eigenen Arbeitszimmers bietet Arbeitnehmern und Arbeitgebern gleichermaßen viele Vorteile. Damit das Arbeiten daheim aber auch möglichst produktiv und komfortabel ausfällt, gilt es, einige Punkte beim Einrichten zu beachten: Nicht immer ist das Home Office ein Selbstläufer.
Möbel fürs Home Office finden: Auch kleine Räume optimal nutzen
Die meisten Arbeitnehmer oder Freiberufler nutzen im Home Office einen Computer für ihre Tätigkeit. Bei der Wahl geeigneter Möbel darf also zunächst ein Schreibtisch nicht fehlen. Ebenso wie der dazugehörige Bürostuhl sollte dieser unbedingt ergonomisch ausfallen, um Rücken, Schultern und Nacken zu entlasten. Neben dem eigentlichen Arbeitsplatz empfehlen sich Aktenschränke in Form von Rollcontainern. Diese bieten den Vorteil, dass sie sich nach Feierabend platzsparend unter dem Tisch verstauen lassen.
Besonders in kleinen Räumen ist dies entscheidend: Je weniger Platz zur Verfügung steht, umso wichtiger ist es, diesen möglichst gut auszunutzen. Auch klappbare Möbel können an dieser Stelle zum Einsatz kommen: Lässt sich der Schreibtisch nach der Bürozeit zusammenklappen oder zusammenschieben, kann das Arbeitszimmer auch anderweitig genutzt werden. Das gilt noch einmal besonders, wenn kein gesonderter Raum für die Arbeit genutzt wird, sondern lediglich ein abgetrennter Bereich etwa im Wohnzimmer.
Dekoration und Farbgestaltung: Hier ist weniger mehr
Im Home Office kommt es in erster Linie auf Produktivität an. Natürlich möchten sich Berufstätige aber auch im heimischen Arbeitszimmer wohlfühlen: Nicht zuletzt trägt eine angenehme Atmosphäre am Ende auch zu guten Ergebnissen bei. Grundsätzlich können Arbeitnehmer im Home Office ihrer Fantasie freien Lauf lassen, was die Gestaltung angeht. Der Fokus sollte aber immer darauf liegen, dass es sich um ein Arbeitszimmer handelt: Ablenkungen durch viele Dekogegenstände oder grelle Farben können hier im wahrsten Sinne des Wortes kontraproduktiv wirken.
Das Motto „weniger ist mehr“ sollte daher im Home Office Anwendung finden. Dezente Farben wie Weiß, Beige oder Hellgrau eignen sich für die Wandgestaltung, aber auch für die Möbel. Ein ansprechendes Poster oder einige Bilder dürfen natürlich vorhanden sein; bunte und auffällige Deko gehört aber eher ins Wohnzimmer als in den Arbeitsbereich.
Ablenkungen im Home Office während der Arbeitszeit vermeiden
Wer seine Wohnung mit dem Partner oder der Familie teilt, läuft Gefahr, sich im Home Office ablenken zu lassen. An dieser Stelle ist es ratsam, feste Bürozeiten festzulegen und zu kommunizieren. Während der Arbeitszeit sind Störungen (außer in Notfällen) zu vermeiden. Wird der Workflow immer wieder unterbrochen, leiden Konzentrationsfähigkeit und Produktivität. Kann ein eigenes Zimmer für die Arbeit genutzt werden, bleibt die Tür am besten geschlossen.
In einem abgetrennten Bereich eines anderen Raumes ist es umso wichtiger, anderen Haushaltsmitgliedern die Wichtigkeit der Bürozeiten mitzuteilen. Auch Kinder können bereits verstehen, dass Mama oder Papa zu bestimmten Zeiten nicht gestört werden sollten. Ablenkungen können aber nicht nur durch andere Menschen entstehen. Das Smartphone sollte, wenn möglich, während der Arbeit stumm geschaltet werden.
Dies betrifft vor allem die sozialen Medien: Wer ständig Benachrichtigungen von WhatsApp, Instagram und Facebook erhält, kann sich nur schwer auf die Arbeit konzentrieren. Ein wenig Disziplin ist hier erforderlich, um sich nicht ablenken zu lassen und die eigene Konzentration zu fördern.
Titelbild/ Bildquelle: Bild von reallywellmadedesks auf pixabay
Autor Elisabeth Müller
Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder
Müncher Start-up cureVision gewinnt mit KI-gestützter Wundanalyse
cureVision, ein Münchner Start-up, das sich auf die Verbesserung der Versorgung chronischer Wunden durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz spezialisiert hat, hat den 2. Platz beim Digitalen Gesundheitspreis 2023 gewonnen. cureVision konnte die hochkarätige und unabhängige Jury überzeugen. Dr. Isabella Erb-Herrmann, Vorstandsmitglied der AOK Hessen, kommentierte die Entscheidung: „Die Qualität in der Versorgung wird durch diese Lösung wirklich revolutioniert werden.“
Die Versorgung chronischer Wunden ist eine verantwortungsvolle Aufgabe. Sie erfordert zum einen viel Wissen und Erfahrung, zum andern aber auch technisch exaktes Arbeiten. Die Wunden müssen vermessen und analysiert werden, um eine passgenaue Versorgung zu gewährleisten. Was bisher in Handarbeit erfolgte, kann jetzt mit einer KI-gestützten Technologie erledigt werden. Die Vorteile der einzigartigen, MDR-zugelassenen Lösung sind vielfältig.
Einfache Anwendung mit modernster Technologie
Die cureVision-Lösung besteht aus einer desinfizierbaren Hardware mit Software und Schnittstellen. Es eignet sich sowohl zur 3D-Wundanalyse als auch zur Dokumentation. Mit seinen exakten Messmöglichkeiten, der eingebauten Beleuchtung und Erinnerungsfunktionen sorgt es für nachvollziehbaren Heilungsverlauf und Sicherheit bei der Wunddokumentation. Länge, Breite und Fläche der Wunde werden exakt und auf Knopfdruck vermessen. Die Wundtiefe wird mit Hilfe künstlicher Intelligenz automatisch erkannt, und zwar nicht-invasiv und ebenfalls auf Knopfdruck.
Selbst die Ermittlung der drei wichtigsten Gewebearten im Wundbett erfolgt in Sekundenschnelle mit cureVision: Die Künstliche Intelligenz erkennt Granulation, Fibrin und Nekrose. Auch die Fotodokumentation ist im automatisch erstellten Wundbericht enthalten. Pflegekräfte können den Bericht direkt am Patienten erstellen und abschließen, ohne später aufwendig Notizen in die Patientenakte übertragen zu müssen. Sie werden damit auch entlastet und haben mehr Zeit für die Arbeit mit und an den Patient*innen.
Aus Liebe zum Menschen: Lebensqualität verbessern
Der Digitale Gesundheitspreis ist eine wichtige Instanz im Gesundheitswesen. Er wird jährlich von einer ehrenamtlichen Jury aus unabhängigen, hochkarätigen Expert*innen von Patient*innenorganisationen, Krankenkassen, Universitäten und aus der Gründerszene unter Schirmherrschaft von Novartis Deutschland verliehen. In diesem Jahr wurden insgesamt 80 Start-ups aus dem gesamten Bundesgebiet nominiert. Platz 1 ging an GerontoNet aus Leipzig, die im oberbergischen Kreis eine Plattform zur regionalen Vernetzung für die Gesundheitsversorgung einer alternden Gesellschaft betreiben.
Dass cureVision mit dem 2. Preis ausgezeichnet wurde, freut das Münchner Unternehmen sehr. Richard Fobo, Mitgründer und CEO von cureVision, betont: „Wir sehen das als Bestätigung unserer Arbeit und als Ansporn. Unser Ziel ist es, die Lebensqualität von Menschen mit chronischen Wunden zu verbessern und ihnen eine bessere Versorgung zu bieten. Diese Auszeichnung gibt uns zusätzlichen Antrieb, unsere Arbeit fortzusetzen und unsere Lösung weiterzuentwickeln.“
cureVision will in Zukunft eng mit dem Management von Krankenhäusern, mit Ärzt*innen und Pflegekräften zusammenarbeiten, um die Versorgung von Patient*innen mit chronischen Wunden zu verbessern und dazu beizutragen, dass sie ein besseres Leben führen können.
Repräsentative PwC-Umfrage unter 1.001 Befragten über die Einstellungen, Wünsche und das Nutzungsverhalten gegenüber ChatGPT und KI in Österreich. Als großes Thema der Stunde spielt Künstliche Intelligenz für die Zukunft unserer Arbeit und Bildung eine richtungsweisende Rolle. Der jüngste Erfolg von OpenAIs ChatGPT zeigt: KI hat unseren Alltag erreicht. Doch KI und KI-Tools wie ChatGPT sind in Österreich noch stark umstritten.
Zwar erkennen die Österreicher:innen durchaus das Potenzial der Anwendungen, aber dennoch überwiegen Vorbehalte und Unsicherheiten. Zu diesen Ergebnissen kommt die repräsentative Österreich-Umfrage zu ChatGPT & KI von PwC Österreich unter 1.001 Befragten (14-75 Jahre) im Februar 2023.
ChatGPT ist aktuell noch mehr Hype als Realität: Rund 18 Prozent der Österreicher:innen nutzen das KI-Tool oder haben es bereits genutzt. Dabei ist ChatGPT vor allem bei Jüngeren beliebt: Rund ein Drittel (34 %) der Gen Z (12-28 Jahre) gibt an, das KI-Tool zu nutzen oder bereits genutzt zu haben. Bei den Millennials (29-42 Jahre) sind es 22 Prozent, bei der Gen X (43-57 Jahre) 11 Prozent und bei der Generation Baby-Boomer (58-76 Jahre) nur mehr 6 Prozent.
Doch das Interesse der Österreicher:innen ist geweckt und ChatGPT hat Zukunftspotenzial: Rund ein Viertel (26,7 %) der Befragten, die das Tool bisher noch nicht nutzen, möchten das in naher Zukunft tun. Die Nutzer:innen-Anzahl könnte sich also schon bald erhöhen.
ANDREAS HLADKY Partner und Digital Consulting Leader bei PwC Österreich Copyright: PwC Österreich
„Egal ob die neue Text-KI GPT4 oder bilderkennende Analysetools, die zum Beispiel Brustkrebs schon Jahre vor dem Ausbruch erkennen können: KI-Lösungen verbessern sich laufend. Fast täglich gibt es derzeit Meldungen über Meilensteine in der Anwendung von künstlicher Intelligenz. KI wird auf diese Weise gerade jetzt Teil unseres Alltags und wir erleben sozusagen Technologiegeschichte“, erläutert Andreas Hladky, Partner und Leiter des Bereichs Digital Consulting bei PwC Österreich.
Von kurios bis nützlich: ChatGPT als Schummelhelfer, Liebesflüsterer, Google-Alternative ChatGPT erfüllt für die Österreicher:innen vielfältige Funktionen. Die derzeitig aktiven und potenziell zukünftigen Nutzer:innen geben an, das KI-Tool bereits für die folgenden Anwendungszwecke zu nutzen oder zukünftig nutzen zu wollen: Beruflich wie auch privat zum Übersetzen und Verfassen von fremdsprachigen Texten (75 %), wie eine Suchmaschine als Google-Alternative (73 %), um erfundene Texte für Unterhaltungszwecke zu verfassen wie Witze, Songtexte oder Geschichten (61 %) sowie um berufsbezogene Texte zu verfassen (55 %).
Auch Schüler:innen und Student:innen haben die Vorteile von ChatGPT für sich entdeckt. So wird das KI-Tool bereits für schulische Zwecke genutzt oder soll dafür zukünftig verstärkt verwendet werden: als virtueller Lehrer, der komplexe Sachverhalte einfach erklärt, um sich auf Prüfungen besser vorbereiten zu können (57 %), zum Verfassen von schriftlichen Arbeiten wie Hausarbeiten und Referate (38 %) sowie zum „Schummeln“ während Prüfungen (33 %).
Die KI-Anwendung ist darüber hinaus sogar als „Liebesflüsterer“ begehrt: Rund ein Drittel (37 %) der Befragten lassen sich von ChatGPT Nachrichten für ihre Liebsten verfassen oder haben dies zukünftig vor. Zu dieser Art Liebespost zählen zum Beispiel Liebesgrüße, -briefe, oder -gedichte. Bei rund einem Viertel (26 %) der Gen Z und bei fast einem Fünftel (18 %) der Millennials kam ChatGPT als Liebeshelfer bereits zum Einsatz.
Chance oder Gefahr? Wenig Vertrauen in ChatGPT und KI – die größten Sorgen und Ängste Obwohl die Österreicher:innen vom Zukunftspotenzial von ChatGPT und KI überzeugt sind, überwiegen aktuell noch Vorbehalte: Fast zwei Drittel (63 %) der Befragten sind der Meinung, dass KI-Anwendungen wie ChatGPT unsere Gesellschaft – vor allem im Arbeits- und Bildungsbereich – revolutionieren werden. Dennoch haben 67 Prozent nur wenig Vertrauen in KI-Anwendungen und empfinden deren zunehmenden Einsatz als beängstigend oder beunruhigend. Das Misstrauen ist mit 56 Prozent bei der Gen Z am geringsten und bei der Generation Baby-Boomer mit 81 Prozent am stärksten ausgeprägt.
Zu den größten Sorgen und Ängsten der Österreicher:innen zählen, dass ChatGPT und KI verstärkt für Betrugsmaschen eingesetzt werden könnten (78 %) und auf unseriöse Informationsquellen zurückgreifen oder Falschinformationen darstellen (77 %) könnten. Zudem haben die Befragten moralische und ethische Bedenken (67 %). Sie sorgen sich auch um den Schutz ihrer Privatsphäre sowie persönlichen Daten und erachten ChatGPT und KI als potenzielle Bedrohung für gesellschaftliche Grundrechte wie die Meinungsfreiheit (67 %). Darüber hinaus haben fast zwei Drittel (65 %) der Österreicher:innen die Sorge, dass KI in ferner Zukunft übermächtig oder sogar unkontrollierbar werden könnte und dass sie durch ihren hohen Energieverbrauch eine zusätzliche Belastung für unsere Umwelt sein könnte (61 %).
Die meisten Sorgen macht sich die Gen Z um unseriöse Informationsquellen und Falschinformationen (66 %), bei der Generation Baby-Boomer ist hingegen die Angst vor Betrugsmaschen (87 %) am größten. Das geringe Vertrauen in ChatGPT und KI lässt Forderungen nach strengeren Regulierungen laut werden: Rund 8 von 10 Österreicher:innen (81%) fordern, dass ChatGPT und andere KI-Anwendungen strenger reguliert, überwacht und regelmäßig überprüft werden sollten, um Datenschutz, Neutralität und Korrektheit zu gewährleisten.
Österreicher:innen fürchten um Arbeitsplätze, möchten Vorteile von KI aber im Job nutzen 63 Prozent sind der Meinung, dass KI und KI-Anwendungen wie ChatGPT in Zukunft zahlreiche Arbeitsplätze in Österreich bedrohen und für einen Wandel in der Arbeitswelt sorgen könnten. Dabei glaubt rund ein Drittel (37 %), dass der eigene Arbeitsplatz ganz oder zumindest teilweise ersetzt werden könnte. Insbesondere bei der Gen Z bangt jede:r Zweite um den eigenen Arbeitsplatz (50 %). Bei den Millennials (37 %) sowie der Generation Baby-Boomer (32 %) ist es nur rund jede:r Dritte. Dennoch sehen viele Österreicher:innen auch Vorteile im Einsatz von KI: Mehr als die Hälfte (57 %) denkt, dass dadurch mühsame und lästige Aufgaben wegfallen könnten und sich die Arbeit effizienter gestalten lassen könnte. 40 Prozent möchten, dass die Vorteile von KI genutzt und zukünftig verstärkt zur Arbeitserleichterung eingesetzt werden.
„Menschen haben Angst, künstliche Intelligenz könnte künftig unsere Arbeit wegnehmen. Gleichzeitig fehlt es der Wirtschaft an Fachkräften und Talenten. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, Mitarbeiter:innen die Angst vor der Automatisierung zu nehmen und da – wo sinnvoll – Aufgaben und Prozesse zu vereinfachen. Das bietet gleichzeitig eine Chance: Unternehmen können so Talente „freischaufeln“, die sich dann vermehrt der Lösung wirklich wichtiger gesellschaftlicher und umweltspezifischer Herausforderungen widmen können“, so Andreas Hladky.
Österreicher:innen sind für ein Verbot von ChatGPT und KI im Bildungsbereich Fast drei Viertel der Österreicher:innen (73 %) sind der Meinung, dass sich der zunehmende Einsatz von KI-Anwendungen wie ChatGPT negativ auf den Bildungsbereich wie beispielsweise das Bildungsniveau junger Menschen auswirken könnte. Folglich sind fast zwei Drittel (64 %) dafür, dass der Einsatz von ChatGPT und weiteren KI-Anwendungen an Schulen, Universitäten und anderen Bildungseinrichtungen verboten werden sollte. Für dieses Verbot sprechen sich rund 70 Prozent der Baby-Boomer und Gen X aus, hingegen deutlich weniger die Gen Z mit nur 54 Prozent.
„Die Österreicher:innen haben Vorbehalte, dass neue Technologien den Bildungsbereich durcheinanderbringen könnten. Damit teilen sie die Sorgen, die es auch in anderen Ländern gibt. Wir stehen uns jedoch mit unserer Technologieskepsis ein wenig selbst im Weg, denn moderne Bildungseinrichtungen nützen die Technologien, anstatt sie zu verbannen und stellen damit sicher, dass ihre Schüler:innen und Student:innen zukunftssicher ausgebildet werden“, fasst KI- und Digitalisierungsexperte Andreas Hladky zusammen.
Über die Umfrage Im Auftrag von PwC Österreich befragte das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Marketagent im Februar 2023 insgesamt 1.001 Personen österreichweit im Alter zwischen 14 und 75 Jahren zu ihrem Nutzungs- und Einstellungsverhalten gegenüber ChatGPT und KI. Die Studienteilnehmer:innen entsprechen weitestgehend den folgenden Generationen: Generation Z (Gen Z): 12-28 Jahre, Millennials (Gen Y): 29-42 Jahre, Generation X (Gen X): 43-57 Jahre, Baby- Boomer: 58-76 Jahre. Die Ausgangsstichprobe wurde gewichtet und ist repräsentativ für die österreichische Gesamtbevölkerung.
Der amtierende CEO und Piwik PRO-Gründer Maciej Zawadziński wechselt in den Aufsichtsrat. Auf ihn folgt COO Piotr Korzeniowski, der ab Anfang April die Unternehmensführung übernimmt.
Maciej Zawadziński, Gründer von Piwik PRO, gibt seine Position als Chief Executive Officer (CEO) ab. Der Manager wechselt Ende März in den Aufsichtsrat. Sein Nachfolger wird der bisherige COO Piotr Korzeniowski. Mit dem Wechsel richtet sich Piwik PRO auch strategisch neu aus.
Piotr Korzeniowski tritt in überaus erfolgreiche Fußstapfen. Aus den Händen von Maciej Zawadziński übernimmt er ein gut aufgestelltes Unternehmen. So erweiterte Piwik PRO im Jahr 2022 seinen Kundenstamm um 50 Prozent und erst kürzlich überschritt der Annual Recurring Revenue (ARR) die Marke von 11 Mio. US-Dollar. Diese Zahlen belegen: Die Analytics Plattform aus Polen avanciert damit zu einem ernstzunehmenden Herausforderer in der Branche.
Unter der Leitung von Maciej Zawadziński stieg das Kernprodukt des Unternehmens, die gleichnamige Piwik PRO Analytics Suite, zu einer führenden Webtracking-Lösung auf. Die SaaS-Plattform bietet Anwendern seit je her nicht nur aufschlussreiche Insights zur Performance von Webseiten und mobilen Apps. Sie bringt diese datenbasierten Erkenntnisse gleichzeitig mit dem Datenschutz sowie der Compliance in Einklang. Dadurch unterscheidet sich Piwik PRO maßgeblich von Lösungen wie Google Analytics, die diese Features nicht enthalten.
„In den vergangenen sechs Jahren baute unser Team eine vielseitige Digital-Analytics-Plattform auf, die sehr erfolgreich mit Google und Adobe konkurriert und ihr Marktführer-Potenzial eindeutig unter Beweis gestellt hat“, sagte Maciej Zawadziński, scheidender CEO bei Piwik PRO.
Zawadziński verlässt Ende März seine Position als CEO. Als Mitglied das Aufsichtsrates bleibt er dem Unternehmen jedoch weiterhin erhalten und wirkt auch in Zukunft in beratender Funktion an der Entwicklung von Piwik PRO mit.
Nachfolger Piotr Korzeniowski stammt ebenfalls aus der Piwik PRO-Familie. Das Piwik PRO- Urgestein arbeitet seit über sieben Jahren eng mit Zawadziński zusammen. Er nimmt seine Arbeit als CEO Anfang April auf. Zu seinen ersten Amtshandlungen zählt u. a. die strategische Neuausrichtung des Unternehmens.
„Wir werden auf dem soliden Fundament aufbauen, das Maciej hinterlassen hat. Gleichzeitig steuern wir Piwik PRO aber auch in eine neue Richtungen. In seinem Kern bleibt unser Produkt immer datenschutzfreundlich. Aber wir wollen die Plattform weiterentwickeln. Unser Ziel ist es, Piwik PRO Analytics nahtlos in jeden Marketing-Stack zu intergieren und dessen Performance durch seine umfangreichen Datenaktivierungsmöglichkeiten zu verbessern“, erklärte Piotr Korzeniowski, zukünftiger CEO bei Piwik PRO.
Die ersten Neuerungen will Piwik PRO bereits im zweiten Quartal abschließen. So plant das Unternehmen u. a. ein verbessertes E-Commerce-Tracking sowie eine neuen Customer Data Platform (CDP). Aus ihr sollen historische, verhaltensbasierte Daten gewonnen werden, die sich überdiese anreichern lassen. Das erlaubt datenbasierte und damit fundiertere Schlussfolgerungen, die sich auf das zukünftige User-Verhalten beziehen. Und das trägt zu einer weitaus präziseren Aktivierung von Zielgruppen bei.
Für den weiteren Jahresverlauf visiert das Unternehmen eine Reihe weitere Innovationen an. U. a. soll insbesondere die neue CDP von den engen Verknüpfungen zwischen Piwik PRO Analytics, Tag- und Consent Manager profitieren. Ziel ist es, Kunden darüber einen entscheidenden Mehrwert zu liefern, der gleichzeitig das Angebot des Unternehmens weiter stärkt.
Mit dem Anbau von Erbsen setzt Greenforce neue Qualitätsstandards und will gemeinsam mit der BayWa AG transparente Wertschöpfungsketten für regional erzeugte vegane Lebensmittel aufbauen.
Im April werden die ersten Erbsen für Greenforce in Bayern und Thüringen ausgesät und das Pilotprojekt des Anbaus vor der eigenen Haustür gestartet. Damit ist das Münchner Foodtech Start-up seinem Ziel eines ganzheitlichen Ansatzes vom Saatgut bis hin zum fertigen Produkt wieder einen Schritt näher. Auf einer Fläche von rund 125 Hektar werden die von der BayWa unter Vertrag genommenen Landwirt*innen Erbsen für Greenforce anbauen.
Bei der Ernte im Spätsommer wird mit einem Ertrag von etwa 300 bis 400 Tonnen Rohware gerechnet, die zu Fleisch- Fisch-, Ei- und Milchersatzprodukten weiterverarbeitet werden. Mit dieser Menge können beispielsweise bis zu 700 Tonnen frische Cevapcici produziert werden.
„Alternative Proteine sind mehr als nur ein Hype. Um dem steigenden Bedarf an Nahrungsmitteln und den sich verändernden Verbraucherwünschen gerecht zu werden, braucht es neben tierischen Proteinen eine sichere, pflanzenbasierte Proteinerzeugung,“ erklärt Kristal Golan, Head of New Protein Solutions der BayWa AG, Deutschlands größtem Agrarhändler. „Greenforce bietet diese innovativen Proteinlösungen. Im Rahmen der Kooperation profitiert das Unternehmen von unserer 100-jährigen Expertise im Handel mit Agrarrohstoffen. Wir unterstützen die Geschäftsentwicklungen, indem wir über unser Netzwerk den Zugang zu Saatgut und zu unseren Kunden, den Landwirtinnen und Landwirten, herstellen.“
Noch mehr Qualität, noch weniger CO2 Beim Anbau der Erbse ist Greenforce bei jedem Schritt involviert. So kann das Foodtech Start-up höchste Qualitätsstandards garantieren. Beispielsweise werden die Hülsenfrüchte ohne Einsatz von Pflanzenschutzmitteln mit Wirkstoffen wie Glyphosat oder Tebuconazol angebaut. Ebenso benötigen die Pflanzen keine Stickstoffdüngung, da Erbsen durch Knöllchenbakterien selbst Stickstoff aus der Luft binden können und somit ihren eigenen Bedarf decken. Greenforce wird von der BayWa während der gesamten Anbauperiode mit ihrer Agrar-Expertise von der Auswahl der bestmöglichen Sorte bis hin zur Ernte unterstützt.
Die Bewirtschaftung von Feldern in unmittelbarer Nähe hat den weiteren Vorteil, dass bei der Ernte und der anschließenden Lagerung in regionalen BayWa-Silos nur kurze Wege zurückgelegt werden müssen. Auch an dieser Stelle spart Greenforce zukünftig weitere Emissionen ein. Die kurzen Transportwege ziehen sich entlang der weiteren Rohstoffverarbeitung durch und sorgen für einen minimalen CO2-Ausstoß während der gesamten Wertschöpfungskette.
Zudem hat Greenforce durch den Anbau der eigenen Erbse die Möglichkeit, die vollständige Erntegut zu verwerten und bei der Proteinextraktion entstandene Reste in weitere Produkte zu verarbeiten. Aktuell werden beispielsweise die Möglichkeiten für pflanzliche Hundekauknochen geprüft.
„Der Anbau der Greenforce-Erbse ist für uns ein weiterer Meilenstein bei der Schaffung eigener und transparenter Wertschöpfungsketten, um die Proteinversorgung der Zukunft sicherzustellen. Mit BayWa haben wir einen erfahrenen, regionalen Partner an der Seite, der für uns die bisher fehlende Brücke zwischen Agrar- und Lebensmittelindustrie schlägt,“ so Thomas Isermann, Gründer und Geschäftsführer von Greenforce. „Und das ist erst der Anfang. Wir wollen neue Maßstäbe setzen und haben es uns zum Ziel gesetzt, zukünftig sogar ein eigenes Saatgut mit dem Namen GREENFORCE PowerErbse zu entwickeln.“
From Field to Fork
Mit „From Field to Fork“ bezeichnet das Foodtech Start-up sein langfristiges Ziel, die komplette Wertschöpfungskette vom Saatgut bis hin zum pflanzlichen Endprodukt selbst abbilden zu können. Diese ganzheitliche Herangehensweise bringt von besserer Qualitätskontrolle bis hin zur Unterstützung regionaler Landwirtschaft und der EU-Eiweißstrategie viele Vorteile mit sich – einer der wichtigsten ist dabei jedoch eine unabhängige Rohstoffversorgung für die pflanzlichen Greenforce Produkte. Ohne diese Bindung an lange und oftmals sogar internationale Wertschöpfungsketten ist Greenforce kaum anfällig für Engpässe in der Herstellung und Verarbeitung essenzieller Rohstoffe.
Bayern Kapital beteiligt sich an internationaler Finanzierungsrunde für Raumfahrt-Start-up Isar Aerospace
Isar Aerospace, Entwickler und Hersteller von Trägerraketen zum Transport von kleinen und mittleren Satelliten, hat sich in einer Series C-Finanzierungsrunde 155 Millionen Euro zusätzliches Kapital gesichert. Zum internationalen Investorenkreis dieser in 2023 weltweit bislang größten SpaceTech-Finanzierungsrunde zählen Bayern Kapital mit dem ScaleUp Fonds Bayern sowie 7-Industries Holding, Porsche SE, Earlybird Venture Capital, HV Capital, Lakestar, Lombard Odier, UVC und Vsquared Ventures.
Mit einer Gesamtfinanzierungssumme von nun mehr als 310 Millionen Euro ist Isar Aerospace das am stärksten kapitalisierte unabhängige New-Space-Unternehmen in Europa und ein Key Player bei der Stärkung der europäischen Kapazitäten für einen konsistenten, flexiblen und kosteneffizienten Zugang zum Weltraum für globale kommerzielle und institutionelle Kunden.
Isar Aerospace mit Sitz in Ottobrunn bei München entwickelt und baut Trägerraketen für den Transport von kleinen und mittleren Satelliten sowie Satellitenkonstellationen in die Erdumlaufbahn. Das Unternehmen wurde 2018 als Spin-off der Technischen Universität München gegründet und hat sich seither als vollständig vertikal integrierter Technologieführer etabliert. Derzeit arbeiten die mehr als 300 Mitarbeitenden auf den Erstflug der Trägerrakete „Spectrum“ hin, der für die zweite Hälfte des Jahres 2023 von Andøya in Norwegen geplant ist. Zudem durchläuft das vollständig im Unternehmen entwickelte und hergestellte „Aquila“-Triebwerk aktuell Triebwerkstests.
Neben diesen Projekten sollen die zusätzlichen Mittel aus der Finanzierungsrunde für die Intensivierung der Entwicklung sowie für den Ausbau der automatisierten und damit kosteneffizienten Produktionskapazitäten genutzt werden.
Isar Aerospace verfügt bereits über einen starken Kundenstamm und hat feste Verträge mit Kunden auf der ganzen Welt unterzeichnet, darunter große kommerzielle Unternehmen, New-Space-Firmen und staatliche Institutionen. Die Anwendungsbereiche der Satelliten, die das Unternehmen in Erdumlaufbahnen transportiert, umfassen unter anderem Umweltüberwachung und -schutz, Erdbeobachtung, Telekommunikation, Landwirtschaft, Katastrophenmanagement, Transport, wissenschaftliche Forschung und Sicherheit.
Daniel Metzler, Mitgründer und CEO von Isar Aerospace, erklärt: „Das starke Interesse unserer internationalen Investoren unterstreicht ihr Vertrauen in unsere Vision und technologischen Fähigkeiten. Zugang zum Weltraum ist der Schlüssel zu Innovation, technologischer Entwicklung und Sicherheit – bereits heute und erst recht in der Zukunft. Isar Aerospace öffnet den Zugang zum Weltraum, der von kommerziellen, institutionellen und staatlichen Kunden dringend benötigt wird. Diese Finanzierungsrunde ist ein wichtiger Meilenstein auf unserem Weg in den Orbit.“
Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Start-ups wie Isar Aerospace heben den Raumfahrttechnologie-Standort Bayern auf ein neues Level. Das Unternehmen ist ein herausragendes Beispiel: Es bietet wichtigen Anwendungen wie zum Beispiel der Klimabeobachtung einen zuverlässigen und erschwinglichen Zugang zum Weltall. Mit unserem ScaleUp Fonds Bayern unterstützen wir solche Technologieführer auf dem Weg zu international agierenden Unternehmen.“
„Die Flüge von Isar Aerospace sind bereits auf Jahre ausgebucht – das unterstreicht die Nachfrage nach einem kosteneffizienten Zugang zum Orbit. Wir freuen uns sehr, Isar Aerospace als Teil eines internationalen Investorenkreises bei seinem weiteren steilen Aufstiegskurs begleiten zu können“, sagt Monika Steger, Geschäftsführerin von Bayern Kapital.
Bayern Kapital gehört zum Kreis derjenigen Venture-Capital-Gesellschaften, die als erste im Luft- und Raumfahrtsektor investiert haben, und ist aktuell unter anderem beim Isar-Aerospace-Kunden und Vegetationsbeobachtungs-Satelliten-Entwickler OroraTech, und dem Drohnen-Start-up Quantum Systems engagiert.
Mit mehreren Fonds unterstützt Bayern Kapital die verschiedenen Entwicklungsstadien junger Technologieunternehmen – der 2021 aufgelegte ScaleUp Fonds Bayern mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 200 Millionen Euro ist dabei ein leistungsfähiges Finanzierungsangebot für besonders stark expandierende Tech-Unternehmen.
Bild:Pressefoto: Co-Founder Daniel Metzler & Josef Fleischmann (c) Isar Aerospace