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Dax lässt nach – Sorge wegen chinesischer Konjunkturdaten

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Börse Frankfurt (Archiv), über dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Am Dienstag hat der Dax nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 15.767 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,9 Prozent.

„Es zeichnet sich immer noch kein klares Bild ab, ob der US-Binnenmarkt die globale Konjunkturschwäche vollends für die Gesamtkonjunktur in den USA abfedern wird“, kommentierte Marktanalyst Andreas Lipkow den Handelstag. „Das ist auch für viele europäische Unternehmen eine wichtige Frage, da diese von der US-Wirtschaft teilweise hochgradig abhängig sind.“ Lipkow bezog sich dabei auf die deutlicher als erwartet gestiegenen US-Einzelhandelsumsätze und den im Empire State Index ermittelten Wert für die US-Industriestimmung, der hingegen den Erwartungen nicht gerecht wurde. Konstantin Oldenburger, Analyst bei CMC Markets, verwies zudem auf schwache chinesische Konjunkturdaten, die seiner Ansicht nach dem Dax zusetzen.

„Anleger sorgen sich, dass die Situation in China nach Europa und die USA überschwappt“, so Oldenburger. „Die Serie der schlechten Daten aus der zweitgrößten Volkswirtschaft reißt einfach nicht ab. Industrieproduktion, Einzelhandelsumsätze, Anlageinvestitionen, Immobilieninvestitionen und auch die Arbeitslosenquote blieben allesamt hinter den Erwartungen zurück. Man könnte sogar so weit gehen, dass sich die chinesische Wirtschaft in der Rezession befindet.“

Technisch sei es eine Wachstumsverlangsamung, da die aktuellen Raten deutlich unter den vorgegebenen fünf Prozent liegen. In Frankfurt rangierte bis kurz vor Handelsschluss ein Großteil der Werte im Minus, die Papiere von Vonovia und Siemens Energy bildeten dabei das Schlusslicht. Zur selben Zeit konnten die Aktien von Sartorius, Adidas und Heidelberg Materials die deutlichsten Zugewinne verzeichnen. Unterdessen stieg der Gaspreis kräftig: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im September kostete 39 Euro und damit 13 Prozent mehr als am Vortag.

Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund acht bis zehn Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben. Der Ölpreis sank hingegen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 84,88 US-Dollar, das waren 133 Cent oder 1,5 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags. Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Dienstagnachmittag stärker. Ein Euro kostete 1,0932 US-Dollar (+0,24 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9147 Euro zu haben.


Foto: Börse Frankfurt (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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Linke und Steuerzahlerbund für geringere Nutzung der Flugbereitschaft

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Regierungsjet (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Fraktionschef der Linken im Bundestag, Dietmar Bartsch, hat sich nach der Panne eines Regierungsflugzeugs, mit dem Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) nach Australien, Neuseeland und Fidschi fliegen wolle, für eine deutliche Reduktion von Flügen der Flugbereitschaft ausgesprochen. Dass alle Minister die Flugbereitschaft nutzen könnten, sei „übertrieben und ist ein Relikt aus dem vergangenen Jahrhundert“, sagte Bartsch im TV-Sender „Welt“.

Er frage sich, warum es nicht mehr Linienflüge gebe. „Ich finde, dass das notwendig wäre“, so Bartsch. Es brauche dazu „eine solide Diskussion mit vernünftigen Entscheidungen – im Sinne der Kosten, im Sinne der Umwelt“. Das Auswärtige Amt beteuerte auf Baerbocks Instagram-Account, es seien alle Möglichkeiten ausgelotet worden, auch Linienflüge.

Grund für die Nutzung der Regierungsmaschine seien die begrenzten Kapazitäten von Linienflügen für den Rückweg aus Fidschi gewesen. Bartsch sagte, nach dem Abbruch der Baerbock-Reise sei jedenfalls klar: „Eine solche Flugbereitschaft braucht es nicht.“ Da habe seine Parteifreundin Gesine Lötzsch recht. Die hatte allerdings gleich die komplette Abschaffung der Flugbereitschaft gefordert.

So weit wollte Bartsch nicht gehen, aber eine auf das Wesentliche reduzierte Flugbereitschaft würde Bartsch reichen: „Selbstverständlich muss es die Möglichkeit geben, für den Bundespräsidenten, für den Kanzler.“ Aber eben nicht für alle Minister. „Das ist so unsäglich peinlich für Deutschland, wenn man nicht einmal dort ankommt, wo man hinfliegen will. Wenn man über Abu Dhabi dann noch das Kerosin in die Umwelt versprüht, das ist alles wirklich peinlich“, sagte Bartsch.

„Dazu Leerflüge und vieles andere.“ Der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Reiner Holznagel, forderte eine Neuorganisation der Flugbereitschaft. „Man sollte in Sachen Flugbereitschaft endlich neu denken“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Mittwochausgabe). „Die Gründe liegen auf der Hand: Sie ist das teuerste Mittel, um Politiker-VIPs in Regie der Bundeswehr um den Globus zu bringen. Weil die Serie an Pleiten, Pech und Pannen gar nicht mehr aufhört, sollte man sich nicht um die Diskussion drücken, die Flugbereitschaft neu zu organisieren“, so Holznagel.

Die Flugbereitschaft erfordere eine teure Infrastruktur und verursache hohe Beschaffungs- und Wartungskosten, kritisierte er. „Mit Blick auf die vielen VIP-Flüge sollten andere Betreibermodelle auf Wirtschaftlichkeit geprüft werden.“


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Bericht: VDA lädt "Letzte Generation" zur Automobilmesse IAA ein

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München (dts Nachrichtenagentur) – Der Verband der Automobilindustrie (VDA) will der „Letzten Generation“ offenbar bei der Automobilmesse IAA einen eigenen Stand auf einer der Ausstellungsflächen in der Münchener Innenstadt anbieten. Das berichtet die „Welt“ (Mittwochausgabe) unter Berufung auf informierte Kreise.

Statt sich auf anderen Ständen festzukleben, könnten die Aktivisten auf ihrer eigenen Fläche mit Besuchern in den Dialog treten, hofft man offenbar bei der Autolobby. Der VDA wollte sich zu den Plänen nicht äußern. Die „Letzte Generation“ ließ eine Anfrage zunächst unbeantwortet.


Foto: Protest von „Letzter Generation“ (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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Umfrage: Mehrheit sieht wirtschaftliche Zukunft des Landes kritisch

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Autoproduktion (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Fast zwei Drittel der Deutschen rechnen damit, dass sich die wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland in den kommenden Jahren verschlechtern werden. Das geht aus einer Forsa-Umfrage für die Sender RTL und ntv hervor.

Demnach glaubt nur etwas mehr als ein Zehntel (13 Prozent) an eine Verbesserung der ökonomischen Lage im Land. Dass zwei ausländische Chip-Unternehmen für ihre Ansiedlungen in Magdeburg und Dresden fast 15 Milliarden Euro Subventionen erhalten, findet eine Minderheit von 33 Prozent der Befragten sinnvoll und gerechtfertigt. Die Mehrheit (60 Prozent) fände es besser, wenn dieses Geld zur Förderung von Forschung und Entwicklung im Land ausgegeben würde. Nur eine kleine Minderheit der Befragten glaubt, dass sich Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) in ausreichendem Maße um die Belange der Wirtschaft kümmert (18 Prozent).

Deutlich mehr Bürger meinen, Habeck kümmere sich vorwiegend um den Klimaschutz (43 Prozent). 23 Prozent sagen, er kümmere sich um beides gleichermaßen. Die Daten zu wurden am 11. und 14. August 2023 erhoben. Datenbasis: 1.003 Befragte.


Foto: Autoproduktion (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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Wie kann Content-Marketing im Network-Marketing den Umsatz nachhaltig steigern?

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Content-Marketing

Content-Marketing im Network-Marketing: Ein essenzieller Pfad zur Umsatzerhöhung

Das Network-Marketing, auch bekannt als Multi-Level-Marketing, ist eine Verkaufsstrategie, die sich auf ein Netzwerk von Vertriebsmitarbeitern stützt, um Produkte direkt an die Verbraucher zu verkaufen. In einer digitalen Welt, in der die Verbraucher täglich mit einer Vielzahl von Marketingbotschaften bombardiert werden, ist es entscheidend, sich durch effektive Strategien abzuheben, um die Aufmerksamkeit der Kunden zu gewinnen und sie zu halten. Hier kommt das Content-Marketing ins Spiel.

Content-Marketing ist eine strategische Marketingtechnik, die auf die Erstellung und Verteilung wertvoller, relevanter und konsistenter Inhalte abzielt, um eine klar definierte Zielgruppe anzusprechen und letztendlich zu rentablen Kundenaktionen zu führen. Im Kontext des Network-Marketings kann Content-Marketing dazu beitragen, ein solides Netzwerk aufzubauen, das Markenbewusstsein zu stärken, potenzielle Kunden anzuziehen und das Engagement zu fördern.

Ein wesentlicher Aspekt des Content-Marketings im Network-Marketing ist die Schaffung von Mehrwert. Der von Ihnen erstellte Inhalt sollte Ihren potenziellen Kunden einen konkreten Nutzen bieten, sei es durch die Bereitstellung von nützlichen Informationen, die Beantwortung häufig gestellter Fragen oder die Lösung von Problemen. Durch die Schaffung von Mehrwert können Sie die Vertrauenswürdigkeit und Glaubwürdigkeit Ihrer Marke erhöhen und letztlich eine loyale und engagierte Community aufbauen.

Die Auswahl der richtigen Plattformen für die Verbreitung Ihrer Inhalte ist ein weiterer entscheidender Aspekt. Soziale Medien spielen eine herausragende Rolle im Network-Marketing, da sie dazu dienen, Beziehungen zu potenziellen Kunden aufzubauen, das Engagement zu fördern und Ihre Inhalte einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Ob es sich um Facebook, Instagram, LinkedIn oder Twitter handelt, die Auswahl der richtigen Plattform sollte auf einer genauen Kenntnis Ihrer Zielgruppe und ihrer Präferenzen basieren.

Doch wie sieht eine effektive Content-Marketing-Strategie für das Network-Marketing aus? Es beginnt mit der Identifizierung Ihrer Zielgruppe und dem Verständnis ihrer Bedürfnisse und Herausforderungen. Basierend auf diesen Erkenntnissen können Sie relevante und wertvolle Inhalte erstellen, die diese Bedürfnisse ansprechen und Ihre Zielgruppe dazu motivieren, sich mit Ihrem Angebot zu beschäftigen.

Ein effektiver Content-Marketing-Plan im Network-Marketing könnte Blog-Posts, E-Books, Infografiken, Webinare, Podcasts und Videomaterial umfassen, die alle darauf abzielen, Ihren potenziellen Kunden einen Mehrwert zu bieten und sie auf ihrer Reise zum Kauf zu begleiten.

In einem zunehmend überfüllten digitalen Raum ist die Qualität Ihres Contents von entscheidender Bedeutung. Hochwertiger Content erzeugt nicht nur mehr Engagement, sondern verbessert auch die Suchmaschinenoptimierung (SEO) Ihrer Website, was zu einer verbesserten Online-Sichtbarkeit und letztlich zu mehr Traffic führt.

Für das Network-Marketing ist die Erstellung von SEO-optimierten Inhalten ein Muss. Durch die Optimierung Ihrer Inhalte mit relevanten Keywords können Sie Ihre Sichtbarkeit in Suchmaschinen wie Google verbessern und so eine höhere Position in den Suchergebnissen erzielen. Denken Sie daran, dass Sie Ihre Keywords auf natürliche Weise in Ihren Content einfügen sollten, um eine Strafe von Google zu vermeiden.

Darüber hinaus sollte Ihr Content-Marketing im Network-Marketing darauf abzielen, die Interaktion zu fördern. Social Media-Plattformen bieten zahlreiche Möglichkeiten zur Interaktion, wie z.B. Kommentare, Shares, Likes und sogar private Nachrichten. Indem Sie Ihre Zielgruppe dazu ermutigen, mit Ihren Inhalten zu interagieren, können Sie nicht nur Ihre Reichweite und Sichtbarkeit erhöhen, sondern auch eine engagierte Community aufbauen.

Es ist wichtig, die Leistung Ihrer Inhalte regelmäßig zu überwachen und zu analysieren. Dies kann Ihnen dabei helfen, die Effektivität Ihrer Content-Marketing-Strategie zu bewerten und Anpassungen vorzunehmen, um die Leistung zu verbessern. Nutzen Sie dazu Analysetools, um wichtige Metriken wie Klickrate, Engagement-Rate, Verweildauer und Conversion-Rate zu verfolgen.

Schließlich erfordert eine erfolgreiche Content-Marketing-Strategie im Network-Marketing Ausdauer und Engagement. Es ist ein langfristiger Prozess, der regelmäßige Anpassungen und Verbesserungen erfordert. Es geht nicht darum, einmalige Hits zu erzielen, sondern darum, langfristige Beziehungen zu Ihren Zielkunden aufzubauen und zu pflegen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Content-Marketing eine entscheidende Rolle im Network-Marketing spielt, indem es dazu beiträgt, Vertrauen aufzubauen, das Markenbewusstsein zu stärken und loyale Kundenbeziehungen zu pflegen. Indem Sie sich auf die Erstellung von hochwertigen, relevanten und wertvollen Inhalten konzentrieren, können Sie sich von der Konkurrenz abheben und letztlich Ihren Umsatz steigern.

Titelfoto: Bild von Diggity Marketing auf Pixabay

Bayerns Wirtschaftsminister begrüßt Netzentgelte-Pläne der Ampel

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Umspannwerk (Archiv), über dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) unterstützt die Pläne der Bundesregierung zur Entlastung von Regionen mit viel Windenergie bei den Netzentgelten. Es sei ein „historisch gewachsenes System“, dass „vor allem die mitzahlen müssen oder höhere Netzentgelte haben“, wo die Erneuerbaren massiv ausgebaut würden, sagte er im Deutschlandfunk.

Das liege daran, dass die Kosten auf die Netzbetreiber umgelegt werden. „Das kommt in den nächsten Monaten und Jahren auch auf Bayern vermehrt zu, wenn wir jetzt Windparks errichten, weil wir ja die 10h-Regel massiv durchlöchert haben“, fügte Aiwanger hinzu. Der Minister drängt deshalb auf eine bundesweite Lösung: Man müsse versuchen, die Zusatzkosten, die durch den Ausbau der Erneuerbaren kommen, möglichst bundesweit anzupassen. Zudem könnte der Staat auch einen Teil dieser Netzentgelte übernehmen.

Man müsse ein „faires System“ finden: „Ich bin auch überzeugt, mit Beteiligung der Bundesrepublik“, so Aiwanger. „Dann bin ich überzeugt, dass wir da einen vernünftigen Weg finden, der dazu führt, dass weiterhin Erneuerbare ausgebaut werden und nicht gebremst werden.“ Mit Blick auf Warnungen des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) vor unterschiedlichen Strompreiszonen im Norden und Süden äußerte sich der Freie-Wähler-Chef unterdessen irritiert: Die Netzentgelte seien „eine ganz andere Baustelle“ als die Strompreiszonen. „Hier wurde ja beides irgendwo in einen Topf geworfen in den letzten Tagen.“

Er habe keine Ahnung, wie man Söder „hier am linken Fuß erwischt hat“, so Aiwanger.


Foto: Umspannwerk (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

100 Jahre Inflation in Deutschland: DGW gibt erweitertes Themenheft heraus

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DGW
Foto von Klaus-Dieter Grebhahn, Christina Bach und Dr. Matthias Wühle (von links nach rechts)

Es bleibt bis heute das kollektive Trauma der Deutschen – und hat Generationen von Numismatikern und Geldscheinsammlern fasziniert. Die deutsche Inflation, die im Herbst 1923 ihren Höhepunkt fand, flutete Waschkörbe und Kinderzimmer mit immer neuen wertlosen Geldscheinen, die bald als Postkarte, bald als propagandistisches Flugblatt, als Werbemittel, Notizzettel, Lesezeichen, Spielgeld – oder eben als Sammlerobjekt ihren Weg in heutige Museen und private Sammlungen fand.

Die Bandbreite reicht dabei von Banknoten mit astronomischen Nennwerten von bis zu 100 Billionen Mark (ausgeschrieben 100.000.000.000.000), deutschen Banknoten, die alternativ auf Fremdwährungen wie den US-Dollar ausgestellt waren, oder auf Naturalien wie Roggen bis hin zu den fantasievoll gestalteten Notgeldscheinen der Städte und Gemeinden, auf denen nicht selten Gedichte, Rätsel, Karikaturen oder Reklamesprüche zu finden sind.

Auch wurden bei weitem nicht alle Banknoten auf Papier gedruckt: „Bei den Materialien war der Erfindungsreichtum sehr groß. So gab es Notgeld aus Holz, Porzellan oder auch Seide“, erklärt Christina Bach, M.A., Sammlungsleiterin der Finanz- und Wirtschaftsgeschichte im Deutschen Historischen Museum Berlin und Mitautorin des Sonderheftes.

Der Verein Deutsche Geldschein- und Wertpapiersammler e.V. (DGW) hat sein aktuelles Informationsheft, das zwei Mal jährlich seine Mitglieder mit Beiträgen zu Numismatik und Geldgeschichte versorgt, ganz unter das Thema der Inflation gestellt. Das mehr als 20 Beiträge und zahlreiche Abbildungen umfassende Heft wird daher in Buchform vorgestellt und umfasst 124 Seiten. Darin finden sich nicht nur historische Analysen zu den Ursachen und Auswirkungen der deutschen Inflation, es werden auch Parallelen zu heute gezogen:

„Noch zu Beginn des letzten Jahres schien die Inflation ein Relikt aus längst vergangenen Zeiten. Zum Jahresende 2022 wurde schließlich die 10-Prozent-Marke geknackt. Allerdings sind wir heute weit entfernt von den Banknotenexzessen von 1923“, sagt der DGW-Vorsitzende und Sonderheft-Mitautor Dr. Matthias Wühle.

„Viele Ereignisse aus der Wirtschaftsgeschichte lassen sich erst anhand von solchen Sammlerstücken anschaulich bebildern“, ergänzt der Schatzmeister und stellvertretende DGW-Vorsitzende Klaus-Dieter Grebhahn. „Viele Sammlerstücke haben oft nur durch Zufall Kriegswirren und Haushaltsauflösungen überstanden. Von einigen Geldscheinen ist die Existenz von nur wenigen Exemplaren im unteren einstelligen Bereich bekannt“, so Grebhahn weiter.

Der DGW sieht sich als Wahrer dieses Teils deutscher Wirtschaftsgeschichte und deutschen Kulturguts. Neue Sammler und Geschichtsinteressierte sind jederzeit willkommen. Weiterführende Informationen unter https://www.dgwev.de oder E-Mail an. Nichtmitglieder können das Heft beim Verein gegen eine Schutzgebühr von 19,60 EUR erwerben. Redakteure fordern ein kostenloses Exemplar unter info@dgwev.de an.

100 Jahre Inflation in Deutschland: DGW gibt erweitertes Themenheft heraus

Foto von Klaus-Dieter Grebhahn, Christina Bach und Dr. Matthias Wühle (von links nach rechts)

Bildquellen für alle Abbildungen: DGW e.V.

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Dax verharrt am Mittag deutlich im Minus – Daten ernüchtern

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Frankfurter Börse, über dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Dienstag nach einem bereits schwachen Start weiter in den roten Bereich gerutscht. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 15.710 Punkten berechnet, 1,2 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag.

Zu den größten Verlierern gehörten am Mittag die Aktien von Vonovia, Infineon und Rheinmetall. Leichte Zuwächse gab es lediglich bei Sartorius, Brenntag und Fresenius. „Die negativen Nachrichten reißen nicht ab und so vermeldete einer der größten und wichtigsten Hafenbetreiber in Europa eher ernüchternde Quartalszahlen“, sagte Marktanalyst Andreas Lipkow. „Der Hamburger Hafenbetreiber ist zwar nicht Mitglied der Dax-Familie, aber ein ausgezeichneter Konjunkturindikator“, fügte er hinzu.

Auch der ZEW-Index zeichne weiterhin eine schlechte Stimmung bei den befragten Finanzprofis auf. Die mittelfristigen Konjunkturerwartungen hatten sich zwar leicht verbessert, aber die Einschätzung der gegenwärtigen konjunkturellen Lage dagegen stark verschlechtert. „Die Aktienmärkte scheinen zu weit vorgerannt zu sein und werden nun von der nüchternen Realität eingeholt“, so Lipkow. In diesem Kontext würden die US-Importpreise und die Einzelhandelsumsätze in den USA am Dienstag noch sehr interessant werden.

„Auch der Empire State Index wird auf Interesse bei den Marktteilnehmern stoßen“, erwartet Lipkow. Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Dienstagmittag stärker. Ein Euro kostete 1,0935 US-Dollar (+0,27 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9145 Euro zu haben. Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 85,85 US-Dollar.

Das waren 36 Cent oder 0,4 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


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Habeck-Beirat warnt vor Unfinanzierbarkeit der Rente

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Rentenversicherung (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der wissenschaftliche Beirat beim Bundeswirtschaftsministerium kritisiert die Rentenpolitik der Ampel-Regierung scharf und warnt vor einer Unfinanzierbarkeit der gesetzlichen Altersvorsorge. Das berichtet die „Bild“ (Mittwochsausgabe) unter Berufung auf einen Brief der 38 Wissenschaftler an Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne).

Demnach warnen die Experten, durch die im Koalitionsvertrag vereinbarte Festschreibung des Rentenniveaus auf 48 Prozent und der Alterung der Bevölkerung würden die Rentenausgaben „deutlich und dauerhaft steigen“. Das müsse vor allem durch höhere Bundeszuschüsse finanziert werden. Schon in den Jahren nach 2040 müsste mehr als die Hälfte des Bundeshaushalts in die Rente fließen. „Die Gefahr ist groß, dass dadurch die Finanzierung von Zukunftsaufgaben verdrängt wird“, heißt es in dem Schreiben.

Der Beirat „warnt eindringlich“ davor, das Rentenniveau „auf alle Einkommensgruppen zu beziehen“. Wie die „Bild“ weiter schreibt, kritisieren die Experten auch die Rente mit 63. Obwohl das Rentenalter schrittweise auf 67 Jahre steige, „findet die Mehrheit der Renteneintritte bereits vor dem Regelrentenalter statt“. So gehe etwa jeder dritte Neurentner wegen der abschlagsfreien „Rente mit 63“ viel früher aufs Altenteil. Damit ginge eine große Zahl von Beitragszahlern verloren und der Fachkräftemangel verschärfe sich weiter.

„Die `Rente mit 63` ist daher aus gesamtwirtschaftlicher Sicht eine höchst problematische Regelung“. Stattdessen sollte die Regierung eine „Frührente“ „nur denen zukommen lassen, die gesundheitlich und/oder einkommensmäßig weniger privilegiert sind“. Der Beirat warnt auch vor den Ampel-Plänen, die Rente durch einen milliardenschweren Renten-Aktienfonds zu stützen. „Der Schwerpunkt sollte nicht auf einen öffentlich verantworteten Fonds gelegt werden“, heißt es in dem Schreiben.

Denn solche Fonds würden „unterdurchschnittliche Renditen abwerfen“. Stattdessen solle die Ampel lieber die Betriebsrenten stärken und „sie mittels einer Standardbetriebsrente auf kleinere und mittlere Unternehmen“ ausweiten.


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Vertrauen in staatliche Handlungsfähigkeit sinkt auf Tiefpunkt

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Bundeskanzleramt (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Das Vertrauen in die staatliche Handlungsfähigkeit ist auf einen neuen Tiefpunkt gesunken. Laut einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage von Forsa im Auftrag des Beamtenbunds (DBB) gehen aktuell nur noch 27 Prozent der Bürger davon aus, dass der Staat in der Lage sei, seine Aufgaben zu erfüllen.

Überfordert sei der Staat demnach vor allem mit der Asyl- und Flüchtlingspolitik, der Bildungspolitik sowie in der Klima- und Umweltpolitik. Alle abgefragten staatlichen Dienstleistungen und Institutionen haben in 2023 schlechtere Performance-Noten bekommen als im Vorjahr. Die Ergebnisse seien „alarmierend“, sagte DBB-Chef Ulrich Silberbach am Dienstag in Berlin. Die wichtigsten Aufgaben des Staates sind aus Sicht der Befragten 2023 die Aufrechterhaltung der sozialen Gerechtigkeit, die Verbesserung der Infrastruktur sowie der Klimaschutz.

Im Westen werden Klimaschutz, Migrationsfragen und die Unterstützung der Ukraine als wichtigste Staatsaufgaben gesehen, im Osten eher die Entlastung der Bevölkerung von Inflationsfolgen, der soziale Ausgleich und die Angleichung der Lebensverhältnisse zwischen Stadt und Land. „Besonders bedenklich ist dabei die sich immer stärker abzeichnende Spaltung der Gesellschaft“, so Silberbach weiter. „Die Gräben zwischen Ost und West, Arm und Reich, je nach Bildungsabschluss werden tiefer und der gesellschaftliche Stresslevel steigt.“ Inzwischen konstatieren 80 Prozent der Befragten eine generelle Verrohung der Gesellschaft.

26 Prozent sind dabei selbst Zeuge von Übergriffen auf öffentlich Bedienstete geworden. Mehr als die Hälfte der Beschäftigten im öffentlichen Dienst (54 Prozent) ist selbst beschimpft, bedroht oder tätlich angegriffen worden. „Das ist ein vollkommen inakzeptabler Wert. Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes zahlen die Zeche für den generellen Ansehensverlust des Staates, nicht nur bei Polizei und Rettungsdiensten, sondern auch in Schulen, Jobcentern und Bürgerämtern“, sagte Silberbach.

Die Verrohung und Gewaltbereitschaft sei inzwischen ein Riesenproblem für den öffentlichen Dienst, aber eigentlich für die ganze Gesellschaft. „Schauen Sie sich nur an, was im Internet, in Fußballstadien oder im Straßenverkehr los ist.“ Die Politiker in Bund, Ländern und Gemeinden seien in der Pflicht, sich „endlich wirklich vor ihre Beschäftigten zu stellen und sie moralisch, materiell und organisatorisch angemessen zu unterstützen“, so der DBB-Chef: Was die Bürger und die Beschäftigten im öffentlichen Dienst wollten, sei ganz einfach: „Der Staat soll seine Aufgaben erfüllen und für die Menschen da sein, sie wollen keinen anderen Staat, sondern einen effizienten.“ Auch da seien die Ergebnisse der Bürgerbefragung eindeutig.


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