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Dax legt zu – Warten auf US-Zinsentscheid

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Frankfurter Börse, über dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Am Mittwoch hat der Dax zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 15.815 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,6 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss.

Nachdem der deutsche Leitindex am Vortag deutlich nachgelassen hatte, scheinen Anleger am Mittwoch vor den anstehenden Zinsentscheiden verhalten optimistisch. Um die am Dienstag erlittenen Verluste vollständig zu kompensieren, reicht das aber nicht. Die US-Notenbank Federal Reserve will am Abend ihre Entscheidung über eine mögliche Zinsanhebung verkünden. Marktbeobachter rechnen mit einer Anhebung um 25 Basispunkte.

Am Donnerstag soll dann die EZB nachziehen. An der Spitze der Kursliste in Frankfurt befanden sich bis kurz vor Handelsschluss Sartorius, Merck und BASF. Abschläge gab es entgegen dem Trend bei Anteilsscheinen von Zalando, Daimler Truck und Adidas. Unterdessen sank der Gaspreis weiter: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im Juni kostete 37 Euro und damit zwei Prozent weniger als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund 8 bis 9 Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.

Der Ölpreis fiel deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 72,50 US-Dollar, das waren 282 Cent oder 3,7 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags. Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Mittwochnachmittag stärker. Ein Euro kostete 1,1055 US-Dollar (0,49 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9046 Euro zu haben.


Foto: Frankfurter Börse, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Bundesrat will Heizungsgesetz in zentralen Punkten abändern

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Heizung, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Länder wollen über den Bundesrat das geplante Gebäudeenergiegesetz an zentralen Stellen abändern. Das berichtet „Business Insider“.

Der Bundesratsausschuss für Städtebau fordert, dass das neue Heizungsgesetz erst ab dem 1. Januar 2027 in Kraft treten sollte – drei Jahre später, als von der Ampel-Koalition geplant. Im Hinblick „auf bestehende Lieferengpässe bei Wärmepumpen, mangelnde personelle Ressourcen im SHK-Gewerbe und noch erforderliche Fortbildungen“ sei eine effektive Umsetzung des Gesetzes ab 2024 gar nicht möglich und von einer „Zielverfehlung“ auszugehen. Der Umweltausschuss des Bundesrats spricht sich zudem dafür aus, die Möglichkeiten zum Einbau neuer Heizungen, die in Zukunft mit Wasserstoff betrieben werden könnten, aus dem Gesetz zu streichen. Der Einsatz von Wasserstoff sei beim Heizen aus Energiespar- und Kostengründen aktuell „nicht sinnvoll“ und setze „falsche Anreize“ bei Verbrauchen.

Eine Einschätzung, die im Wirtschaftsministerium unter Leitung von Robert Habeck (Grüne) geteilt wird – nicht aber bei der FDP, die sich für Wasserstoff-Heizungen stark einsetzte. Der Umweltausschuss bemängelt außerdem – ebenso wie der Ausschuss für Wohnungswesen sowie der Arbeitsausschuss – die Ausnahmeregelung für Menschen ab 80 bei der Heizungsreform. Laut dem Kabinettsentwurf sollen diese von der Austauschpflicht auf erneuerbare Heizungen ausgenommen werden. Der Umweltausschuss des Bundesrats hält so eine Altersregelung für willkürlich und verfassungsrechtlich bedenklich; der Wohnungsausschuss schlägt stattdessen vor, die Ausnahmepflicht auszuweiten und ab „Renteneintrittsalter“ zu formulieren.

Weiter fordert der Umweltausschuss, Vermietern die Umlage von Investitions- und Einbaukosten neuer klimafreundlicher Heizungen auf ihre Mieter komplett zu verbieten. Der aktuelle Gesetzesentwurf sieht vor, dass nur 50 Prozent der entsprechenden Kosten auf die Miete umgelegt werden dürfen. Der Umwelt- sowie der Wohnausschuss fordern zudem, dass die Klimaboni, die die Gesetzesreform vorsieht, angepasst werden. Bestimmte Boni sollen nur Eigentümer bekommen, die die Maßgabe von mindestens 65 Prozent durch erneuerbare Energien betriebene Heizungen noch übertreffen.

Die Ausschüsse fordern, die Boni allen Eigentümern zu zahlen, die sie grundsätzlich erfüllen. Der Gebäudesektor verfehlt seit 2020 jährlich die im Klimaschutzgesetz vorgeschriebenen Emissionsminderungsziele, mit denen die Verpflichtungen aus dem Pariser Klimaabkommen eingehalten werden sollen.


Foto: Heizung, über dts Nachrichtenagentur

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Bundestag will NS-Mahnmal für verfolgte Zeugen Jehovas schaffen

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Reichstagskuppel bei Sonnenaufgang, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Bundestag will den von den Nationalsozialisten verfolgten und ermordeten Zeugen Jehovas ein Denkmal widmen. Das geht aus einem gemeinsamen Antrag von SPD, CDU/CSU, Grünen und FDP im Bundestag hervor, über den die „Welt“ (Donnerstagausgabe) berichtet.

In dem Antrag heißt es: „Der Deutsche Bundestag fordert die Bundesregierung auf, sich für ein Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Zeugen Jehovas in Europa am historischen Ort im Berliner Tiergarten (Bereich Goldfischteich / Straße des 17. Juni) in Gestalt einer Gedenkskulptur mit Informationstafeln einzusetzen und über die Verfolgung dieser Opfergruppe und die damit zusammenhängenden NS-Verbrechen zu informieren.“ Am Goldfischteich betrieb der „Bibelforscher“ Ernst Varduhn einen Stuhlverleih, der als geheimer Treffpunkt der Zeugen Jehovas diente. Die Gemeinschaft kam dort zusammen, um Flugschriften gegen das NS-Regime zu verfassen und an Kuriere zu übergeben. Die Zeugen Jehovas verweigerten aus religiösen Gründen den Hitlergruß, die Mitgliedschaft in NS-Organisationen, den Wehrdienst und Tätigkeiten in der Rüstungsproduktion.

In dem Antrag heißt es: „Ein solches Denkmal trägt dazu bei, dem fortgesetzten Vergessen entgegenzuwirken.“ Die Antragsteller fordern die Bundesregierung darin zudem auf, „zur Entwicklung von modernen Formen der Erinnerung beizutragen, die sich vor allem an junge Menschen richten“. Auch heißt es in dem Antrag: „In Schulbüchern fehlt nach wie vor eine Auseinandersetzung mit ihrem Schicksal und mitunter sogar jeder Hinweis auf sie als Opfergruppe.“ Im Berliner Tiergarten wird bereits mit Denkmälern an die verfolgten und ermordeten Homosexuellen sowie Sinti und Roma Europas erinnert.

Die Denkmäler befinden sich damit in der Nähe des Stelenfeldes, das an die ermordeten Juden Europas erinnern soll.


Foto: Reichstagskuppel bei Sonnenaufgang, über dts Nachrichtenagentur

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EZB dürfte eine Anhebung um 50 Basispunkte vorziehen

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EZB ECB Franklin Templeton
Foto von David Zahn (Quelle: Franklin Templeton)

Den bevorstehenden Zinsentscheid der EZB kommentiert David Zahn, Head of European Fixed Income bei Franklin Templeton:

Wir gehen davon aus, dass die EZB die Leitzinsen in den kommenden Monaten entweder um 25 Basispunkte oder um 50 Basispunkte anheben wird. Unserer Einschätzung nach dürfte die EZB eine Anhebung um 50 Basispunkte vorziehen, um die verbleibenden Zinserhöhungen eher früher als später vorzunehmen und die Inflation zu bekämpfen, da diese nach wie vor hoch ist.

Wie die Märkte reagieren werden, hängt jedoch auch von der Pressekonferenz ab, auf der Christine Lagarde die Zinserhöhung und mögliche weitere Anhebungen erläutern wird.

EZB dürfte eine Anhebung um 50 Basispunkte vorziehen

Foto von David Zahn (Quelle: Franklin Templeton)

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Bundeskabinett beschließt Neuausrichtung der Sahel-Politik

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Verteidigungsministerium, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Das Bundeskabinett hat eine letztmalige Verlängerung des Minusma-Einsatzes der Bundeswehr in Mali beschlossen. Im Zuge dessen will die Bundesregierung ihre Sahel-Politik neu ausrichten, teilte das Verteidigungsministerium am Mittwoch mit.

„Nach dem möglichen Ende von EUTM Mali und dem absehbaren Abzug der deutschen Kräfte bei Minusma wollen wir in der Sahel-Region dennoch unseren militärischen und verteidigungspolitischen Beitrag leisten“, ließ sich Ressortchef Boris Pistorius (SPD) zitieren. Dementsprechend werde die Bundesregierung die zivile Unterstützung für die Region vertiefen und den Fokus ihres Engagements im Sicherheitsbereich verstärkt auf Niger, Mauretanien und die Staaten am Golf von Guinea legen, hieß es weiter. Die jüngste Eskalation im Sudan habe „uns vor Augen geführt, wie plötzlich die Instabilität eines Landes zu einer existenziellen Bedrohung für das Leben unserer Staatsangehörigen werden kann“, so Pistorius. Daher engagiere man sich nicht nur im Rahmen der Bündnisse, sondern auch bilateral.

„So bilden wir weiterhin nigrische Spezialkräfte aus und geben so unser Know-how weiter“, fügte der SPD-Politiker hinzu. Von Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hieß es dazu: „Wenn im Sahel Staaten zerfallen, dann spüren wir das Beben auch hier in Europa, deswegen werden wir uns auch in Zukunft weiter für die Menschen in der Region engagieren – zivil und militärisch.“ Dass sich dort „Terrorgruppen ausbreiten“ und „russische Kräfte einnisten“, bedrohe „nicht nur die Menschen in der Region“, so die Ministerin weiter. „Wir richten daher unser Engagement in der Region neu aus und lassen unsere Beteiligung an Minusma über die nächsten 12 Monate strukturiert auslaufen.“

Gemeinsam mit den Staaten der Region wolle man verhindern, dass die Krisen der Region weiter auf diese Länder übergriffen und zum „Flächenbrand“ würden, so Baerbock. Zu den Sicherheitsfragen äußerte sich auch Entwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD): „Viele Menschen im Sahel schließen sich Terrorgruppen nicht aus Überzeugung an, sondern weil sie ein Einkommen brauchen.“ Hier könne Entwicklungspolitik dazu beitragen, dem Terrorismus den „Nährboden zu entziehen“. Man sei dabei bereit, in der Sahel-Allianz „politisch mehr Verantwortung zu übernehmen“, so Schulze.

Das aktuelle Mali-Mandat des Bundestages läuft bis zum 31. Mai.


Foto: Verteidigungsministerium, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Die Märkte schätzen die Fed noch immer falsch ein

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Fed Jackson Hole Inflation
Foto von Blerina Uruci (Quelle: T. Rowe Price)

Die bevorstehende Fed-Sitzung kommentiert Blerina Uruci, US-Chefvolkswirtin bei T. Rowe Price:

Eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte ist bei der Fed-Sitzung in dieser Woche so gut wie sicher. Die Meinung, dass dies die letzte Zinserhöhung ist und bald Zinssenkungen folgen werden, ist jedoch zu optimistisch. Auch wenn sich die Inflation verlangsamt, ist sie nach wie vor hoch bzw. beständig, was auch für die Arbeitsmarktdaten gilt. Warum sollte die Fed, die mit den schwersten Inflationsproblemen seit Jahrzehnten konfrontiert ist, bereit sein, das Ende der Straffung für diesen Zyklus zu verkünden und das Risiko einzugehen, dass die Daten sie zu einer Kehrtwende zwingen?

Punktdiagramm von März zeigt, warum Vorsicht geboten ist

Unmittelbar nach dem Ausfall der Silicon Valley Bank im März gingen 7 Mitglieder des FOMC davon aus, dass eine weitere Zinserhöhung nach der Mai-Sitzung gerechtfertigt sei. Die neuen Informationen, die wir seit März gewonnen haben, deuten darauf hin, dass: (1) die Kerninflation hartnäckig bleibt, auch wenn energiebezogene Effekte einen deutlichen Fortschritt bei der Gesamtinflation zeigen, (2) die Beschäftigung stark geblieben ist (das Lohnwachstum im ersten Quartal war mit 345.000 höher als im vierten Quartal 2022) und (3) der Druck auf die Banken und die Marktvolatilität im Vergleich zu ihrem hohen Niveau im März nachgelassen hat.

Es ist schwer, den Höchststand der Zinssätze genau zu bestimmen, doch in einigen Punkten können wir uns recht sicher sein: Erstens stehen wir kurz vor dem Ende der Zinserhöhung und zweitens wird die Fed die Zinssätze in diesem Jahr nicht signifikant senken können. Sie wird angesichts der schwächeren Wirtschaftsdaten nicht nachgeben, und der politische Schwenk wird spät erfolgen. 2022 war für mich das Jahr, in dem die Märkte eine zu frühe Zinspause der Fed angenommen hatten, und 2023 könnte sich als das Jahr erweisen, in dem die Märkte eine zu frühe Zinssenkung der Fed einpreisen.

Nach meiner Einschätzung wird die US-Notenbank auch weiterhin den Konjunkturdaten folgend handeln, und die Daten deuten auf eine Pause und nicht auf Zinssenkungen hin.

Die Belastung des Bankensektors ist ein Faktor, der in die Diskussion einfließen wird, aber aus den richtigen oder falschen Gründen wird die Fed wahrscheinlich zu dem Schluss kommen, dass eine Kombination aus den bisher angekündigten Marktmaßnahmen und einem gut kapitalisierten Bankensektor ihr den nötigen Spielraum verschafft, um die Inflation weiter auf das 2 %-Ziel zu senken.

Welche Daten werden nun die Entscheidung der Fed beeinflussen?

Betrachtet man beispielsweise den Verbraucherpreisindex (VPI) und die persönlichen Konsumausgaben (PCE), so zeigt sich, dass sich die Inflation aufgrund von Basiseffekten im Energiebereich deutlich verlangsamt.

Der Arbeitsmarkt beginnt sich zu entspannen. Dies lässt sich an der Zahl der offenen Stellen und der Neueinstellungen ablesen. Ein wichtiger Punkt ist jedoch, dass die Arbeitslosenquote mit etwa 3,5 Prozent immer noch niedrig ist und die wöchentlichen Anträge auf Arbeitslosenhilfe trotz des Anstiegs der Entlassungen niedrig sind.

Eine weitere Verschärfung der Kreditbedingungen wird allgemein erwartet. Die Daten der Senior Loan Officer Opinion Survey (SLOOS) werden nächste Woche veröffentlicht. Die Kreditvergabebedingungen und die Nachfrage nach Krediten haben sich bereits deutlich verlangsamt. Der FOMC wird dies bereits auf seiner Sitzung in dieser Woche erörtert haben, und Jerome Powell wird auf der Pressekonferenz wahrscheinlich Hinweise auf das Ergebnis geben.

Die Märkte schätzen die Fed noch immer falsch ein

Foto von Blerina Uruci (Quelle: T. Rowe Price)

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Doktorandin der Freien Universität Berlin gehört zu den KI-Talenten 2023

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Viktoriya Olari

Viktoriya Olari wurde vom Bundesforschungsministerium und der Gesellschaft für Informatik als eine von zehn KI-Newcomer*innen 2023 ausgezeichnet

An der aktuellen Diskussion um die Zukunft der „Künstlichen Intelligenz“ (KI) beteiligen sich längst nicht nur etablierte KI-Expert*innen. Auch viele Nachwuchsforschende gestalten die Ausrichtung von KI in ihren jeweiligen Disziplinen mit. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie die Gesellschaft für Informatik e.V. haben bundesweit zehn herausragende Forscher*innen ausgezeichnet, die mit ihren innovativen Ideen die Entwicklung der KI in Deutschland schon jetzt vorantreiben. Unter den Preisträger*innen ist auch Viktoriya Olari vom Institut für Informatik der Freien Universität Berlin.

Viktoriya Olari befasst sich schon seit mehreren Jahren mit Einsatz von KI im Bildungsbereich. Sie promoviert derzeit in der Informatikdidaktik bei Prof. Dr. Ralf Romeike zu KI und Data Science. Konkret untersucht sie, welche KI- und Datenkompetenzen für Schüler*innen relevant sind und wie diese Kompetenzen effektiv erreicht werden können. „Dabei interessiert mich, ob Schülerinnen und Schüler mit Data Science und KI kreativ sein können und was sie dafür brauchen.

Der kreative Umgang mit KI-Technologien ist nicht immer einfach, da er oft technisches Verständnis voraussetzt. So erarbeite ich gerade eine Reihe von Fallbeispielen, die junge Menschen an Schulen zu einem ethischen, kritischen und kreativen Umgang mit KI- und Data Science-Technologien befähigen sollen“, betont Viktoriya Olari.

Was sie an ihrer Arbeit besonders begeistert, ist die gesellschaftliche Relevanz ihres Forschungsthemas. „KI-Technologien sind mächtig und können positive Auswirkungen auf die Gesellschaft haben. Gleichzeitig bin ich sehr besorgt über die aktuellen gesellschaftlichen und internationalen politischen Entwicklungen“, betont die Informatikerin. Durch eine nachhaltige Bildung der Gesellschaft über KI und Data Science könnte aber eine Möglichkeit entstehen, „die Welt zu einem friedlicheren und gerechteren Ort zu machen“.

Zur aktuellen Debatte zum Einsatz von ChatGPT betont die Informatik-Doktorandin zudem: „Für mich zeigt der öffentliche Hype um ChatGPT, dass künstliche Intelligenz für alle Disziplinen und gesellschaftlichen Gruppen bewusst und relevant geworden ist. Ich glaube jedoch, dass die Verfügbarkeit der Technologie nicht unbedingt zu ihrem Verständnis beiträgt. Wenn wir zum Beispiel eine Suchmaschine benutzen, bedeutet das nicht, dass wir die Technologie dahinter verstehen.“ Viktoriya Olari ist überzeugt davon, dass KI in fünf Jahren stärker in den Alltag integriert sein wird als heute.

Viktoriya Olari studierte IT Systems Analysis and Design an der University of Oxford sowie Informationsverarbeitung, Geschichte, Philosophie und Bildungswissenschaften auf Lehramt für Gymnasien und Gesamtschulen an der Universität zu Köln. Sie war viele Jahre am Zentrum für LehrerInnenbildung der Universität zu Köln im Bereich der digitalen Lehre und als Dozentin für digitale Bildung tätig.

Als Didaktik-Expertin entwickelte sie Technologien und Aktivitäten bei der Roberta-Initiative des Fraunhofer IAIS, um Robotik und maschinelles Lernen für Schüler*innen greifbar zu machen und veröffentlichte ihre Ergebnisse auf internationalen Konferenzen wie der Association for the Advancement of Artificial Intelligence (AAAI). Derzeit ist Viktoriya Olari wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin an der Professur für Didaktik der Informatik der Freien Universität Berlin unter der Leitung von Prof. Dr. Ralf Romeike. Sie unterrichtet Informatiklehramtsstudierende und ist am europäischen Projekt TrainDL aktiv, indem sie Informatiklehrer*innen in künstlicher Intelligenz und Data Science fortbildet.

In ihrer Freizeit engagiert sich Viktoriya Olari als Jugendvertreterin und KI-Expertin beim Europarat für KI-Bildung und die Demokratisierung der KI-Governance. Sie ist Jurorin beim Deutscher Multimediapreis mb21, rezensiert für wissenschaftliche Zeitschriften und begleitet junge Menschen auf ihrem Weg in die Informatik bei verschiedenen Initiativen wie Girls’Day und MINToring-Programm an der Freien Universität Berlin. (cxm)

Bild Viktoriya Olari (c) Alexander Klebe Bildquelle: Alexander Klebe

Quelle Freie Universität Berlin

Windenergieverband kritisiert Brandenburger Denkmalschutzpläne

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Windräder bei Tantow in Brandenburg, über dts NachrichtenagenturPotsdam (dts Nachrichtenagentur) – Der Landesverband Windenergie Brandenburg kritisiert den Entwurf des Potsdamer Kabinetts für ein neues Denkmalschutzgesetz. Die Industrie befürchte, dass das Gesetz und die geplante Verordnung den Ausbau der Windenergie ausbremsen könnten, sagte Verbandschef Jan Hinrich dem RBB. „Bereits heute wissen wir, dass bundesweit ungefähr zehn Prozent der Windkraftanlagen-Projekte durch den Denkmalschutz blockiert sind.“

Nach den Plänen der Landesregierung sollen Windkraftanlagen in einem Radius von bis zu zwölf Kilometern rund um 93 schützenswerte Objekte zukünftig nur nach besonderer Prüfung errichtet werden. Nach Berechnungen des Projektierers WPD betrifft das ungefähr ein Drittel der Landesfläche. Der Sprecher der zuständigen Kulturministerin Manja Schüle (SPD) widerspricht der Kritik: „Bislang war das ganze Land beim Bau von Windkraftprojekten denkmalfachliche Prüffläche“. Jetzt werde es in weiten Teilen des Landes überhaupt keine Denkmal-Prüfung mehr geben.

Der Gesetzentwurf schaffe Transparenz und Entlastung für die Windkraftplaner. Im Kulturausschuss des Landtags wird es am Mittwoch eine Anhörung zur neuen Verordnung geben. Vertreter der Windkraft-Industrie sind nicht eingeladen.


Foto: Windräder bei Tantow in Brandenburg, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Business-Entscheidungen treffen

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Dr. Johanna Dahm, Organisationsberaterin und Entscheidungs-Expertin, CEO der Dahm International Consulting Foto/Fotograf: Dominik Pfau

Entscheidungen zu treffen ist eine der wichtigsten Aufgaben im Berufs- und Privatleben. Doch viele Menschen tun sich schwer damit und schieben Entscheidungen auf. Warum ist das so und wie kann man es besser machen?

Einer der Gründe, warum Entscheidungen schwer fallen, ist die große Auswahl an Optionen. Doch das ist nicht der einzige Faktor. Entscheidungen erfordern langfristiges Denken und das fällt vielen Menschen schwer. Wir neigen dazu, kurzfristige Bedürfnisse und Wünsche zu priorisieren und langfristige Ziele aus den Augen zu verlieren. Das zeigen bereits Studien mit Kindern, die einem Marshmallow widerstehen sollen, wenn später eine attraktivere Belohnung lockt. Die meisten wählen die sofortige Belohnung, statt auf die langfristige zu warten.

Viele Führungskräfte sprechen von Strategien, handeln aber nur taktisch

Auch im Geschäftsleben ist langfristiges Denken oft nicht einfach. Viele Führungskräfte verlangen Strategien, meinen aber nur einen taktischen 2-3 Jahresplan. Denn wer weiß schon, ob sie danach noch im Amt sind oder bereits in neuer Position. Doch langfristige Entscheidungen sind gerade in Branchen wie Pharma oder Chemie wichtig, wo die Entwicklung eines Medikaments Jahre dauern kann und Vorfinanzierungen in die Millionen gehen können. Das erfordert Weitblick: Eine Garantie auf Zulassung gibt es dabei nicht – Nur zwischen 5 und 10 % der Entwicklungen schaffen es tatsächlich auf den Markt.

9 von 10 Führungskräften machen Dienst nach Vorschrift – wider Willen

Laut Umfragen ist nur eine von zehn Führungskräften willens und in der Lage dazu, mittel- und langfristige Entscheidungen zu treffen. Die überwiegende Mehrheit beschreibt sich als schlecht und ist auch nur wenig begeistert, was Entscheidungen angeht. Vorgezogen werden Team-Entscheidungen oder die „Weisung von oben“, trotzdem diese vielfach nur halbherzig vertreten wird. Doch in einer Zeit, die sozial, politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich keinen Aufschub mehr duldet, sind mit Klarheit und Engagement vertretene Entscheidungen wichtiger denn je.

Viele fürchten um den Arbeitsplatz

Doch wie kann man besser Entscheidungen treffen und diese auch erfolgreich umsetzen? Dazu muss man sich von Abhängigkeiten lösen und sich bewusst über die eigene Entscheidung kaltwerden. Viele Menschen fühlen sich jedoch von vornherein abhängig von Vorgesetzten, Familie, Freunden oder anderen Meinungen. Doch wer wirklich überlegen will, muss die eigene Haltung und die Konsequenzen der Entscheidung unabhängig von fremden Meinungen betrachten. Und das ist vielen zu riskant, weil sie im Zweifel Status, Chancen, schlimmstenfalls sogar den eigenen Job verlieren könnten.

Entscheiden – so einfach und doch ein Teufelskreis in deutscher Unternehmenspolitik

Dabei hat Entscheiden weder mit komplizierter Mathematik zu tun, noch mit dem Verzichten auf Möglichkeiten. Viele Menschen scheuen Entscheidungen, weil sie Angst vor Kontrollverlust haben oder weil sie sich nicht sicher sind, ob sie die perfekte Entscheidung treffen. Doch eine gute Entscheidungskultur ist wichtig für das Wohlbefinden der Mitarbeiter:innen und den Erfolg des Unternehmens. Laut Umfragen klagen 82% der deutschen Mitarbeiter:innen über entscheidungsschwache Chef:innen, die sich wiederum in gleicher Höhe entschlossenere Beschäftigte wünschen würden – um aus der Selbstverantwortung zu kommen. Ein Teufelskreis gegenseitiger Demotivation, den sich Firmen Geld und Talente, darüber hinaus Wissen und Markenwert kosten lassen.

Neue Publikation für mehr Entscheidungskultur

Eine gute Entscheidungskultur kann also ein entscheidender Wettbewerbsvorteil sein. Dr. Johanna Dahm, Entscheidungsexpertin und Organisationsentwicklerin, CEO Dahm International Consulting mit Sitz in Frankfurt, baut Teams und Organisationen so auf und aus, dass sie sowohl mit Lernmotivation als auch aufbauend auf deren Wissen, Erfahrungen, Entscheidungen, Fehlern und Erfolgen für sich den Schritt gehen, Entscheidungen nicht nur zu wagen, sondern Praxis-Erfolge zu ermöglichen.

„Über detaillierte Visionen, das Selbstvertrauen, diese in die Tat umzusetzen und auch die Resultate habe ich Verantwortliche aus KMU und Konzernen gebeten, zu berichten. Daraus ist nun bereits der zweite Band meines ‚Atlas der Entscheider‘ entstanden, diesmal mit dem Titel: Von der Entscheidung zum Erfolg“, sagt die Beraterin, selbst Inhaberin zweier Unternehmen. „Meist haben wir nur die Warnleuchten an, was bei Entscheidungen schiefgehen könnte: angefangen von finanziellen Verlusten über die des beruflichen Ansehens oder gar des Jobs an sich. Die Devise „lieber unentschieden sicher als wegen einer falschen Entscheidung die Konsequenzen ziehen“ wollen wir gern entkräften“ so Dahm.

30+ Tipps gehen Entscheidungs-Lähmung. 3 Basics

Über dreißig UnternehmensvetreterInnen aus namhaften Unternehmen wie Hérmes, Swarovski, OTTO, Bosch, Volkswagen uva haben die Karten offengelegt, was ihre Entscheidungsstrategien angeht. „Natürlich funktionieren Abstimmung und Entscheidungen stets unterschiedlich und abhängig davon, ob die Interessen von Shareholders oder Eigentümerfamilien, Mitbestimmung eines Betriebsrates etc berücksichtigt werden müssen. Aufgrund dieser Diversität ist das Buch ja umso spannender. Im Kern herrscht aber Übereinkunft über drei Aspekte, die ich auch in meinen Strategie-Beratungen immer zur Priorität mache“: und im folgenden führt Dahm die Punkte auf, die sie bereits in ihrer Publikation „Die Entscheidungs-Matrix“ (Springer, 2021) diskutiert hat:

1: Ziele klar, kompromisslos und ohne Konditionen setzen: anstatt Ziele in Abhängigkeit zu Budget, Laufzeiten, Ressourcen zu diskutieren, fordert Dahm wieder Ziele mit deutlicher und autarker Priorität. Umso unbedingter, desto leichter und zugleich dringlicher

2. Worst Case Scenarios unterstützen die Dringlichkeit: Sind Ziele „nice to have“, rät Dahm sie gleich zu streichen. Ziele werden dann erreicht, wenn sie im Fall von Risiken auch einen Notfall-Plan fordern, um sie zu erreichen.

3. Entscheidungs-Prozesse radikal kürzen: 30% der Zeit für Sitzungen, Diskussionen etc. reichen aus, um zu entscheiden und auch in die Umsetzung zu kommen, so Dahm. Zweites solle zügig passieren, damit gar nicht erst die Idee eines Aufschubs aufkomme.

Entscheidungs-Kultur als Wettbewerbs-Vorteil

Eine gute Entscheidungskultur erfordert Zeit und Übung. Doch wenn man es schafft, sich von Abhängigkeiten zu lösen und bewusst zu entscheiden, kann man langfristige Ziele erreichen und persönlich wachsen. Eine gute Entscheidungskultur ist also nicht nur wichtig für den Erfolg des Unternehmens, sondern auch für die persönliche Entwicklung und die Bewältigung von Herausforderungen im Leben.

Um willen der Anschaulichkeit und Lernbarkeit lässt sie im „Atlas der Entscheider“ anhand von Modellen und Visualisierungen verschiedene Entscheidungs-Situationen einfach und übertragbar erläutern. „Damit auch mittel- und langfristige Entscheidungen keine Angst mehr machen“.

Über Dr. Johanna Dahm
Johanna Dahm, CEO Dahm International Consulting, mit Sitz in Frankfurt, berät, coacht und unterstützt als Entscheidungsexpertin Menschen und Organisationen in der Geschäftsfeldentwicklung und Transformation. Bereits während der Finanzkrise 2007/08 verhalf sie einem DAX Unternehmen zur Stabilisierung, 2016-18 unterstützte sie mehrere globale Banken und Industrie-Unternehmen bei der Portfoliobereinigung und Reorganisation. Dazu engagiert sie sich mit Private Equity insbesondere bei GreenTech und StartUp Unternehmen und ist zusammen mit Heiko Stahnke und Kati Sharp Herausgeberin der Publikationsreihe „Atlas der Entscheider“. Mehr über Dahm International Consulting und die Publikationen von Johanna Dahm unter www.drjohannadahm.com.

Über das Buch

Atlas der Entscheider 2 – Von der Entscheidung zum Erfolg

Bourdon Verlag Münster

246 S., gebunden

19,95 Euro

ISBN

978-3-949869-70-9

Bild Dr. Johanna Dahm, Organisationsberaterin und Entscheidungs-Expertin, CEO der Dahm International Consulting Foto/Fotograf: Dominik Pfau

QuelleJ ANE UHLIG PR

Xentral kauft Schnittstellen-Unternehmen yedi

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Xentral kauft Schnittstellen-Unternehmen yedi

ERP-Unternehmen erweitert seinen Funktionsumfang mit yedi – und ermöglicht sofortigen Datenaustausch mit allen relevanten Systemen

Xentral übernimmt yedi, einen Spezialisten für die Bereitstellung von leistungsfähigen Datenschnittstellen und datengestützten Prozessen zwischen IT-Systemen, für einen einstelligen Millionenbetrag. Zukünftig wird yedi unter dem Namen Xentral Connect laufen.

Mit dem Kauf ermöglicht Xentral seinen Kunden, komplexe Datenschnittstellen zu bauen, unterschiedliche Datenquellen anzubinden und datengestützte Unternehmensprozesse zu automatisieren – ohne jegliche Programmierkenntnisse. Mit der yedi-Technologie können Xentral-Kunden zukünftig eigenständig Daten aus individuellen Geschäftsprozessen und Tools ganz einfach in ihre Xentral-Plattform integrieren.

„Mit der Übernahme von yedi verschaffen wir uns einen großen Vorsprung in der Produktentwicklung und ermöglichen unseren Kunden in kürzester Zeit all ihre Daten und Prozesse in ihr Xentral zu integrieren. So wie Xentral ist auch yedi aus der Praxis heraus entstanden – in meinen Augen ein Erfolgsfaktor für performante und benutzerfreundliche Software-Lösungen”, sagt Benedikt Sauter CEO von Xentral.

Durch die Integration können Shopsystem und Marktplätze wie Shopware, Shopify oder Zahlungsanbieter bzw. weitere ERP-Systeme einfach miteinander verbunden werden. Statt mehrerer Tage lassen sich Schnittstellen nun innerhalb weniger Stunden einrichten. Das ermöglicht einen sofortigen Datenaustausch von Aufträgen, Produkten und weiteren Businessdaten mit Kunden, Lieferanten und Third-Party-Software. In Summe bietet yedi aktuell über 60 Integrationen im Bereich Shop, Marktplätze, ERP, CRM, PIM, Cloudspeicher, Datenbanken und Co. an.

Philipp Niehues, Gründer und CEO von yedi: „Mit dem Anschluss an Xentral werden wir Teil eines starken Teams und einer hoch performanten Software-Suite, die uns die Möglichkeit bietet, unser Tool noch schneller und zielgerichteter für einen großen Kundenstamm weiterzuentwickeln.”

Bereits heute setzen über 2000 Kunden auf die ERP-Software von Xentral, da sie alle wichtigen Geschäftsbereiche in einem übersichtlichen Interface vereint – vom Auftragsmanagement, über Einkauf bis zu Logistik, Lagerverwaltung und Versand. Über Schnittstellen zu Onlineshops, Marketplaces, Finanztools, Zahlungs- und Versanddienstleistern können Unternehmen ihre Daten und Prozesse an einer zentralen Stelle sammeln, strukturieren und bearbeiten.

Bild Jens Niehues, Philipp Niehues (Geschäftsführer yedi GmbH), Benedikt Sauter (Geschäftsführer Xentral ERP Software GmbH)

Quelle Startup Communication GmbH