Start Blog Seite 819

Verliebt, verlobt, verheiratet, geschieden

0
STeuerfragen Prof. Dr. Christoph Juhn ist Professor für Steuerrecht, Steuerberater und besitzt einen Master of Laws

Steuerfragen nach einer Trennung

Wer den Weg zum Altar antritt, denkt wohl kaum an eine mögliche Trennung. Dabei zeigen Studien, dass sich hierzulande jährlich 130.000 Paare scheiden lassen. 2023 wurden in Deutschland 360.979 Ehen geschlossen, im Vergleich dazu allerdings auch 35,7 Prozent, also etwa 129.000, durch richterlichen Beschluss wieder aufgelöst. Eine Trennung vom Lebenspartner bringt jedoch nicht nur emotionale, sondern auch steuerliche Folgen mit sich. Erzielen die Parteien keine Einigung über die Vermögensaufteilung, entsteht oft ein Rosenkrieg um das gemeinsame Eigentum.

Häufig greift dann der gesetzliche Güterstand der Zugewinngemeinschaft, um die während der Ehe erzielten Gewinne gleichmäßig zwischen den ehemaligen Partnern aufzuteilen. Dies umfasst auch die Übertragung von Vermögenswerten wie Immobilien oder Unternehmensbeteiligungen, wodurch stille Reserven aufgedeckt und besteuert werden können. Es gibt jedoch Möglichkeiten und Strategien, um die Abgabenlast nach einer Scheidung zu reduzieren oder sogar ganz zu vermeiden.

Vermögensausgleich bei einer Trennung

Ohne notariellen Ehevertrag gilt im Scheidungsfall die Zugewinngemeinschaft, bei der das während der gemeinsamen Zeit erworbene Vermögen zwar den Eheleuten einzeln gehört, aber bei der Trennung ausgeglichen wird. Erbschaften und Schenkungen sind davon ausgenommen. Verfügt der einkommensstärkere Partner über Immobilien oder Unternehmensbeteiligungen, erhält der andere einen Teil dieser Werte als Ausgleich. Ähnlich wie bei einem Verkauf an Dritte führt dies jedoch dazu, dass stille Reserven aufgedeckt und steuerpflichtig werden. Als Bruttowert ist dafür der zu übertragende Vermögenswert anzusetzen. Dabei gilt es auch latente Steuern zu berücksichtigen. Latente Steuern sind potenzielle Abgaben, die anfallen, wenn ein bestimmtes Ereignis eintritt, etwa die steuerpflichtige Übertragung von Immobilien vor Ablauf der zehnjährigen Spekulationsfrist, die durch Scheidung verursacht wird.

Konfliktthema Firmenbeteiligungen

Verfügt einer der Ehegatten im Scheidungsfall über Unternehmensvermögen, stellt der Zugewinnausgleichsanspruch des anderen Partners den größten Streitpunkt dar und bedroht unter Umständen die weitere Existenz des Betriebes. Wenn nur einer der Angetrauten durch den Wertzuwachs des Unternehmens erheblich mehr Vermögen aufgebaut hat, entsteht im Scheidungsfall ein Zugewinnausgleichsanspruch. Da es hierbei keine Spekulationsfrist gibt, fallen auf die Übertragung der Anteile in der Regel Abgaben an. In diesem Fall gilt es ebenfalls die latenten Steuern zu berücksichtigen.

Hierfür ist der Wert des Unternehmens beziehungsweise der Beteiligung zum Zeitpunkt der Eheschließung und der Scheidung zu ermitteln. Wenn die Partner allerdings mit einem Vertrag die Gütergemeinschaft vereinbart haben, wird das Vermögen jeweils zur Hälfte auf die Verheirateten aufgeteilt. Dabei spielt es keine Rolle, wer den Betrieb gegründet hat oder ob nur einer an der Unternehmensführung beteiligt war.

Von Häusern und Wohnungen

Besitzt ein Ehepartner eine Immobilie, steht dem anderen Gatten ein Vermögensausgleich zu. Geschieht das in Form einer Übertragung von Eigentum, gilt es verschiedene steuerliche Szenarien zu beachten. Bei vermieteten Objekten hängt die Abgabenpflicht vom Besitzzeitraum ab: Liegt dieser bei mindestens zehn Jahren, verliert die Spekulationsfrist ihre Gültigkeit und die Übertragung erfolgt, wie bei einem Verkauf, abgabenfrei. Findet die Übertragung vor Ablauf dieser Frist statt, unterliegt die Differenz zwischen Anschaffungskosten und aktuellem Marktwert der Besteuerung. Die Finanzverwaltung erhebt auf diesen Vorgang eine Steuer auf den angenommenen Veräußerungsgewinn.

Wenn Kinder, die noch Anspruch auf Kindergeld haben, im Verkaufsjahr und in den beiden vorangegangenen Jahren das Haus bewohnen, fällt keine Spekulationssteuer an. Für selbst genutzte Immobilien gilt eine andere Frist. Wenn das Objekt im Jahr der Trennung und in den beiden vorangegangenen Jahren zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurde, fällt nämlich ebenfalls keine Steuer auf die Übertragung an. Ähnliches gilt für kürzere Zeiträume des Bewohnens, wenn seit dem Erwerb der Immobilien nur die eigene Wohnnutzung stattfand. Grunderwerbsteuer wird bei Übertragungen zwischen den Partnern generell nicht erhoben.

Nur Bares ist Wahres

Im Rahmen einer Scheidung stellt das Angebot von Vermögenswerten zur Erfüllung des Ausgleichsanspruchs meist nur eine Option dar. In der Regel haben Ehepartner bei einer Trennung Anrecht auf einen Geldbetrag. Möchte der Ex-Gatte die Unternehmensanteile oder die Immobilie nicht übertragen, besteht die Möglichkeit, eine Geldkompensation zur Verfügung zu stellen und somit die Nutzung der Sachwerte für sich einzubehalten. Gleichzeitig lassen sich auf diese Weise Steuern sparen. Da Geld als Nominalgut gilt und im Gegensatz zu Immobilien oder Unternehmensanteilen keinen Wertzuwachs erfährt, erfolgt die Übertragung dieser Summe stets abgabenfrei. Fehlen liquide Mittel, lassen sich Immobilien oder Unternehmensanteile als Sicherheit für einen Kredit nutzen, was oft günstiger ist als eine Veräußerung, die stille Reserven aufdeckt und abgabenpflichtig ist.

Auch wenn in Zeiten steigender Zinssätze ein Darlehen nicht besonders verlockend scheint, macht es dennoch einen großen Unterschied, ob lediglich einige Prozent an Zinsen zu entrichten sind oder bis zu mehr als 45 Prozent an Steuern. Eine direkte Geldzahlung an den ehemaligen Partner vermeidet somit zusätzliche Abgaben, die im Zuge einer Scheidung anfallen würden.
Bild: Prof.Dr.C.Juhn Bildquelle ©JUHN Partner GmbH

Weitere Informationen unter https://www.juhn.com

Autor:
Prof. Dr. Christoph Juhn ist Professor für Steuerrecht, Steuerberater und besitzt einen Master of Laws. Seine Schwerpunkte in der Gestaltungsberatung liegen auf Umwandlungen und Umstrukturierungen, Unternehmen- und Konzernsteuerrecht, internationalem Steuerrecht, Unternehmenstransaktionen (M&A), Beratung für Berater sowie der laufenden Steuerberatung.

Die Zukunft der Beschäftigung im Handel

0
Danilo Schmidt ist Gründer und Geschäftsführer von Brandible.de

Mensch gegen Maschine: Die Zukunft der Beschäftigung im Handel

In der Geschichte der Menschheit hat jede industrielle Revolution Unsicherheiten mit sich gebracht. Vor der Mechanisierung arbeiteten rund 80 % der Weltbevölkerung in der Landwirtschaft. Heute, mit einer Bevölkerungsexplosion von 1,6 Milliarden im Jahr 1900 auf über acht Milliarden heute, sind es in Deutschland nur noch etwa 2 %, die in diesem Bereich tätig sind. Dennoch haben sich Beschäftigungsfelder diversifiziert, viele davon undenkbar in früheren Zeiten. Jetzt stehen wir vor einer weiteren Schwelle: der Durchdringung der Arbeitswelt durch Künstliche Intelligenz (KI) und Automatisierung.

Elon Musks Ankündigung, einen Haushaltsroboter zu entwickeln, der Aufgaben wie Lieferungen und sogar Barkeeper-Dienste übernimmt, illustriert diesen Wandel. Mit einem geplanten Preis von 20.000 bis 30.000 Dollar könnte dieser Roboter bald in vielen Haushalten ebenso selbstverständlich sein wie Staubsaugroboter. Solche Entwicklungen werfen die Frage auf: Was bedeutet dies für die Arbeitswelt, insbesondere im Handel, wo das jährliche Mindestlohnniveau ähnliche Summen erreicht?

Historische Parallelen: Lehren aus der Vergangenheit

Ein Blick auf die Erfindung des Automobils zeigt, wie skeptisch technische Neuerungen zunächst betrachtet werden. Viele hielten Pferde für das schnellste Transportmittel und glaubten, die Geschwindigkeit durch einfache Mittel erhöhen zu können. Doch mit dem Aufkommen von Autos entstand eine neue Mobilitätsära, die weitreichende Innovationen und eine Steigerung des Lebensstandards mit sich brachte. Die Einführung des Fließbands durch Henry Ford löste ähnliche Befürchtungen aus: Eine übermäßige Arbeitsteilung könnte Arbeitsplätze kosten. Doch auch hier folgte eine Zunahme neuer Berufe.

Auch die heutigen Technologien im Handel wie KI und Robotik sorgen für Unbehagen. Roboter könnten Lager verwalten, Kassen bedienen oder Regale auffüllen. Sie arbeiten ununterbrochen, sind nicht krankheitsanfällig und benötigen lediglich Ladepausen. Die zentrale Frage bleibt: Welche Rolle bleibt dem Menschen in einer derart automatisierten Umgebung?

Neue Aufgabenfelder für den Menschen

Die Antwort liegt in einer höheren Spezialisierung. Automatisierung führt dazu, dass Menschen sich vermehrt auf kreative und strategische Tätigkeiten konzentrieren, die Maschinen nicht bewältigen können. Der Handel könnte sich darauf konzentrieren, Kundenbeziehungen zu stärken und Erlebnisse zu schaffen, die über den reinen Verkauf hinausgehen. Empathie und komplexe Problemlösung bleiben menschlichen Mitarbeitern vorbehalten und könnten deren zukünftige Rolle definieren.

Das Beispiel der Pflege

Die Notwendigkeit der Automatisierung zeigt sich besonders in der Alten- und Krankenpflege, wo ein eklatanter Fachkräftemangel herrscht. Laut Berichten fehlen in Deutschland bis zu 24.000 Pflegekräfte. Roboter könnten einfache Aufgaben wie den Materialtransport oder die Essensverteilung übernehmen und so das Pflegepersonal entlasten. Das Ergebnis: mehr Zeit für zwischenmenschliche Pflege, die Maschinen nicht leisten können.

Einsatz im Handel: Chancen und Herausforderungen

Roboter könnten verschiedene Handelsbereiche optimieren, etwa die Lagerlogistik und den Kundenservice. Sie könnten Bestände rund um die Uhr überwachen, Waren für den Versand vorbereiten oder an Kassen einfache Anfragen beantworten. Eine weitere Möglichkeit besteht in der Integration von Robotern als flexible Packstationen, die den Übergang zwischen Online- und Offline-Handel erleichtern.

Ein neuer Arbeitsstil für den Handel

Die menschliche Anpassungsfähigkeit bleibt ein entscheidender Vorteil. Innovation bedeutet nicht das Ende der Arbeit, sondern den Beginn einer neuen Ära. Der Mensch wird verstärkt in kreative und beratende Rollen schlüpfen, während Maschinen Routinetätigkeiten übernehmen. Die Dampfmaschine und das Automobil führten die Industrialisierung an; die Robotik könnte nun ein Zeitalter des höheren Komforts und der Effizienz einläuten.

Unternehmer und Führungskräfte sollten den Roboter nicht als Bedrohung, sondern als Chance betrachten. Wie in anderen Industrien wird die Automatisierung im Handel neue Berufe und Bedürfnisse schaffen. Der Mensch bleibt unverzichtbar – als Innovator, Planer und Berater. Der zukünftige Handel wird ein Zusammenspiel von Technik und menschlichem Einfallsreichtum sein, das neue Maßstäbe setzt und den Fortschritt vorantreibt.

Autor:
Danilo Schmidt ist Gründer und Geschäftsführer von Brandible.de, Visionär, Unternehmer und KI-Enthusiast. Als Experte für Zukunftsthemen sieht er nicht die Bedrohung, sondern die Chance, die jede technologische Innovation für eine fortschrittliche Gesellschaft mit sich bringt.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Experte zeigt nachhaltige Strategien für Unternehmer

0
Vermögensaufbau Sven Lorenz ist der Gründer und Geschäftsführer der Sven Lorenz GmbH

So gelingt der langfristige Vermögensaufbau: Experte zeigt nachhaltige Strategien für Unternehmer

Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit fragen sich viele Unternehmer, wie sie ihr Vermögen langfristig aufbauen, ohne unnötige Risiken einzugehen. Schwankende Märkte und unvorhersehbare Entwicklungen machen es allerdings nicht gerade leichter.

Doch es gibt Möglichkeiten, wie man trotz dieser Herausforderungen seine Finanzen erfolgreich in die Hand nimmt – und das eigene Unternehmen spielt dabei eine zentrale Rolle. Denn für Unternehmer ist die einzige Ressource ihrer finanziellen Zukunft das eigene Unternehmen. Wer clever plant und die richtigen Strukturen schafft, kann nicht nur das Wachstum vorantreiben, sondern auch gezielt Vermögen aufbauen. Wie das geht, erfahren Sie hier.

Wirtschaftliche Unsicherheiten: Warum es Unternehmern schwerfällt, Vermögen aufzubauen

Selbst bei steigenden Umsatzzahlen im Unternehmen fällt es vielen Unternehmern schwer, eigenes Vermögen aufzubauen. Durch wirtschaftliche Unsicherheiten, schwankende Märkte und unvorhersehbare Entwicklungen lässt sich langfristige finanzielle Stabilität nur schwer planen. Oft fehlt auch das Bewusstsein, dass der Schlüssel zum Vermögen komplett in den eigenen Händen liegt – es ist die Aufgabe des Unternehmers, aktiv vorzusorgen. Ohne klare Zielsetzung und Planung bleibt der Weg in die finanzielle Unabhängigkeit unklar. Statt sich von äußeren Faktoren treiben zu lassen, sollten Unternehmer daher bewusst die Kontrolle übernehmen und ihre Zukunft gestalten.

Typische Fehler beim Vermögensaufbau und wie man sie vermeidet

Viele Unternehmer machen beim Vermögensaufbau allerdings immer wieder ähnliche Fehler. Ein häufiger Denkfehler ist, dass sie das eigene Unternehmen allein als Garant für das aktuelle Einkommen sehen, anstatt es als zentrale Ressource für den langfristigen Vermögensaufbau zu nutzen – also auch nach der aktiven Karriere. Zudem fehlt oft eine durchdachte Struktur, um Gewinne steuerlich optimiert aus dem Unternehmen zu entnehmen. Auch bei Investments wie beispielsweise Fonds oder ETFs fehlt häufig eine klare Strategie, die sich auf die individuellen Vermögensziele ausrichtet. Wer diese Stolperfallen vermeidet, kann bereits viel effektiver Vermögen aufbauen.

Das Unternehmen als Basis für den erfolgreichen Vermögensaufbau

Zunächst ist es wichtig, sichere gesellschaftsrechtliche Rahmenbedingungen zu schaffen, um Haftungsrisiken zu minimieren. Darüber hinaus sollte das Unternehmen konsequent am persönlichen finanziellen Ziel des Unternehmers ausgerichtet werden. Das bedeutet oft, alte Strategien hinter sich zu lassen und neue Wege zu gehen – sei es durch zusätzliche Kapitalströme, neue Einkommensquellen oder sogar die Erschließung neuer Zielgruppen. Außerdem sollten sich Unternehmer klare Ziele setzen, wie das Unternehmen zum persönlichen Vermögensaufbau beitragen soll. Unternehmer sollten dafür mit Partnern arbeiten, die dieses Prinzip verstehen und in der Lage sind, alle Aspekte von der Zielsetzung über die Strukturierung bis hin zur Vermögensplanung zu begleiten. Ein idealer Partner bringt steuerliche, strategische und Investment-Kompetenz mit, um das Unternehmen optimal aufzustellen und Vermögen effektiv aufzubauen.

Vermögen sichern: Schutz vor unvorhersehbaren wirtschaftlichen Veränderungen

Vermögen aufzubauen ist das eine – es langfristig zu schützen, das andere. Um ihr Vermögen vor unvorhersehbaren wirtschaftlichen Veränderungen zu schützen, ohne dabei unnötige Risiken einzugehen, sollten Unternehmer daher einige clevere Strategien verfolgen. Eine Möglichkeit ist die Einrichtung einer vermögensverwaltenden Gesellschaft, die nicht nur steuerliche Vorteile bietet, sondern auch Flexibilität in der Gewinnverwendung des operativen Unternehmens schafft. Darüber hinaus können intelligente Investmentstrategien sowohl in der Aufbauphase als auch später in der „Verbrauchsphase“ helfen, das Vermögen zu sichern und zu vermehren. Für zusätzlichen Schutz, etwa im Hinblick auf Erbschaftsfragen oder den Zugriff von Dritten, sind bewährte Modelle wie Stiftungen oder Vereine eine gute Lösung, um das Vermögen langfristig abzusichern.

Autor:
Sven Lorenz ist der Gründer und Geschäftsführer der Sven Lorenz GmbH. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung in den Bereichen Unternehmensgestaltung, Vermögensplanung und -entwicklung. Sein Wissen gibt er Unternehmern weiter und hilft ihnen, ihr Unternehmen langfristig optimal zu strukturieren sowie genügend Kapital für den persönlichen Vermögensaufbau zu erwirken. Mehr Informationen unter: https://sven-lorenz.com/

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Ultraschnelles Laden und smarter Store: Aral pulse eröffnet ersten reinen Ladepark für Elektrofahrzeuge

0

Elektromobilität

  • Offizielle Einweihung im Beisein des NRW-Umwelt- und Verkehrsministers Oliver Krischer und des Mönchengladbacher Oberbürgermeisters Felix Heinrichs
  • Ladepark im Mönchengladbacher Nordpark bietet 28 Ladepunkte für Elektrofahrzeuge
  • An 14 Ladesäulen mit einer Leistung von bis zu 400 Kilowatt je nach Fahrzeugtechnik innerhalb von 10 Minuten bis zu 300 Kilometer Reichweite laden
  • Innovativer 24/7 Smart Store unter der Marke REWE To Go mit SitzgelegenheitenAral pulse, die E-Mobilitätsmarke von Aral, hat im Beisein des nordrhein-westfälischen Umwelt- und Verkehrsministers Oliver Krischer und des Oberbürgermeisters von Mönchengladbach Felix Heinrichs den ersten reinen Ladepark des Unternehmens in Deutschland in Betrieb genommen. Der Ladepark für Elektrofahrzeuge ist die bislang größte Anlage dieser Art von Aral pulse in Deutschland und liegt im Mönchengladbacher Gewerbepark Nordpark, in unmittelbarer Nähe zur A61. Der Ladepark umfasst 14 Ultraschnell-Ladesäulen mit einer Leistung von bis zu 400 Kilowatt. Jede Ladesäule bietet zwei Ladepunkte, was insgesamt 28 Ladebuchten für Elektroautos bedeutet. Weitere Ladeparks dieser Art sind in Planung.

    Je nach Fahrzeugtechnik, insbesondere im Hinblick auf Typ, Alter und Zustand der Batterie, können Elektrofahrzeuge innerhalb von 10 Minuten bis zu 300 Kilometer Reichweite laden. Auf dem Dach der Anlage wurde eine Photovoltaik-Anlage installiert, die den Bedarf des Ladeparks an Ökostrom anteilig deckt. Das Projekt wurde in einer Partnerschaft zwischen Aral pulse und der PPG Nordpark, einem Gemeinschaftsunternehmen der Entwicklungsgesellschaft der Stadt Mönchengladbach und Borussia Mönchengladbach, realisiert. Die Trafo-Station zur Netzanbindung des Ladeparks wurde von Siemens Smart Infrastructure geliefert.

    Felix Heinrichs, Oberbürgermeister der Stadt Mönchengladbach: „2023 hatten wir bei der Luftqualität in Mönchengladbach die besten Werte seit Beginn der Messungen. Gleichzeitig hat sich die Zahl der genehmigten E-Ladesäulen in der Stadt verdoppelt. Der Wandel zu emissionsärmerer, elektrischer Mobilität in Mönchengladbach ist in vollem Gange. Und er erreicht heute mit der Inbetriebnahme des neuen Schnellladeparks von Aral pulse einen neuen Meilenstein. Ich bin sehr froh, dass wir mit Aral pulse und unserer PPG Nordpark – einer gemeinsamen GmbH von Stadt, EWMG und Borussia – starke Partner haben, um so ein wegweisendes Projekt umzusetzen.“

    Aral pulse inzwischen einer der größten Schnellladeanbieter Deutschlands

    „Die Eröffnung des Ladeparks ist ein Meilenstein für die Entwicklung von Aral pulse in Deutschland und eine wichtige Innovation im 100. Jubiläumsjahr von Aral“, erklärte Alexander Junge, Aral Vorstand für Elektromobilität. „Wir betreiben inzwischen mehr als 3.000 Ladepunkte an mehr als 400 Standorten, gehören damit zu den größten Schnellladeanbietern Deutschlands und wollen erste Wahl für unsere Kundinnen und Kunden sein. Weiterer Ausbau ist geplant. Hierfür wünschen wir uns geeignete politische Rahmenbedingungen und insbesondere Baugenehmigungsfreiheit für Transformatoren und sonstige Nebenanlagen von Ladeinfrastruktur, wie von der Bundesregierung im Masterplan Ladeinfrastruktur II von den Ländern gefordert. Aral pulse setzt auch am Standort Mönchengladbach auf ultraschnelles Laden und wurde nicht zuletzt wegen der Qualität seines Netzes erst vor kurzem erneut von Connect zum besten Schnellladeanbieter Deutschlands gekürt. Wir sind zudem seit Anfang August e-Charge-Partner des ADAC.“ Vor 100 Jahren, im Frühjahr 1924, schlug die Geburtsstunde der Marke Aral. Das Unternehmen erfand den ersten Super-Kraftstoff der Welt und entwickelte in den vergangenen 100 Jahren viele weitere Mobilitätslösungen.

    REWE To Go Smart Store mit Sitzgelegenheiten

    Auf dem Gelände des Ladeparks befindet sich ein Smart Store unter der Marke REWE To Go. In dem unbemannten Shop können Ladepark-Nutzerinnen und -Nutzer, Anwohner und weitere Kunden rund um die Uhr einkaufen. Das Sortiment des 54 Quadratmeter großen Stores umfasst viele aus dem REWE To Go-Sortiment bekannte Produkte wie frische Snacks, Klassiker der Unterwegsversorgung, kalte und heiße Getränke. Kunden erwartet ein moderner Aufenthaltsbereich mit Sitzgelegenheiten innen und außen, Toiletten und kostenloses WLAN. Um einkaufen zu können, scannen Kunden zunächst ein bargeldloses Zahlmittel, beispielsweise eine Kreditkarte. Anschließend können sie die gewünschten Produkte aus Kühlschränken entnehmen. Dank künstlicher Intelligenz, unterstützt durch Kameras und Gewichtssensoren, wird automatisch erfasst, welche Artikel ausgewählt wurden – und der Rechnungsbetrag vom zuvor gescannten Zahlungsmittel abgebucht.

    „Wir feiern heute eine doppelte Premiere: Für den ersten reinen Ladepark von Aral haben wir zum ersten Mal einen Smart Store mit Aufenthaltsbereich und Sitzgelegenheiten entwickelt“, sagt Patrick Steppe, Vorstandsvorsitzender von Lekkerland, der Convenience-Sparte der REWE Group. „Denn zusammen mit der Mobilität entwickelt sich auch der Unterwegskonsum ständig weiter. Das Angebot dieses unbemannten Shops ist daher auf die Bedürfnisse von E-Auto-Fahrerinnen und -Fahrer zugeschnitten.“

    Kunden können an den Ladesäulen von Aral pulse einfach und bequem über die Aral pulse App oder Aral pulse Ladekarte laden. Mehr Informationen und Downloadmöglichkeiten gibt es unter www.aral-pulse.de Selbstverständlich stehen an den Ladesäulen weitere Bezahlmöglichkeiten zur Verfügung. Seit 2021 baut Aral unter seiner E-Mobilitätsmarke Aral pulse das Ultraschnell-Ladenetz aus. Zusätzlich zu den Ultraschnell-Ladesäulen für Pkw soll das Ladeangebot für Lkw bis Ende des Jahres auf bundesweit voraussichtlich 30 Standorte wachsen.

    Bild:v.l.n.r.: Alexander Junge (Aral Vorstand Elektromobilität), Oliver Krischer (Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen), Felix Heinrichs (Oberbürgermeister Mönchengladbach), Achim Bothe (Vorstandsvorsitzender Aral AG) und Patrick Steppe (Vorstandsvorsitzender Lekkerland SE) nahmen den Aral pulse Ladepark in Mönchengladbach offiziel in Betrieb.

   Quelle:Aral

Qonto ernennt Heidrun Luyt aus Deutschland zur Chief Growth Officer, um europaweite Expansion weiter zu stärken – und steigert den Frauenanteil im Führungsteam auf 45 Prozent

0
  • Qonto ernennt Heidrun Luyt zur Chief Growth Officer, um die europaweite Expansion zu verstärken und die Marktführerschaft zu festigen.
  • Mit der Ernennung von Heidrun Luyt steigert Qonto den Frauenanteil im Führungsteam auf 45 Prozent.
  • Heidrun Luyt fokussiert auf kundenorientierte Innovationen, um Qontos Position als bevorzugte Finanzlösung für KMU und Freiberufler in Europa weiter zu stärken.

Qonto, die führende europäische Finanzlösung für KMU und Freiberufler:innen mit mehr als 500.000 Kunden, gibt heute die Ernennung der deutschen Heidrun Luyt zur neuen Chief Growth Officer (CGO) bekannt. Durch den Start von Luyt, die aus Deutschland stammt, und die kürzliche Ernennung von Chief Product Officer Natalia Williams, baut Qonto den Frauenanteil in der Führungsebene auf 45 Prozent aus. Dies setzt ein starkes Zeichen in der Fintech-Branche, wo im Jahr 2023 nur 17 Prozent der C-Suite-Positionen in europäischen Start-ups und Scale-ups von Frauen besetzt waren (Quelle). Diese Ernennung ist ein bedeutender Schritt zur strategischen Expansion in den europäischen Märkten und spiegelt zudem Qontos Engagement für ein vielfältiges und inklusives Führungsteam wider. Außerdem bietet sie eine einmalige Gelegenheit, die Verbindung zwischen den Bereichen Growth und Product zu stärken, um die Lösungen von Qonto noch stärker am Markt auszurichten und gleichzeitig den Kundenfokus zu bewahren.
In ihrer Rolle als CGO leitet Luyt ein wachsendes Team von fast 300 Mitarbeitenden, das sich über die Bereiche lokaler und globaler Vertrieb, Akquisition, Kundenentwicklung sowie Brand & Communications und Growth-Projekte & -Operations Teams erstreckt.

Luyt bringt umfangreiches Wissen in organischem und akquisitorischem Wachstum aus leitenden kommerziellen Rollen im Marketing und im Customer Experience Management mit. Mit fast zwei Jahrzehnten Erfahrung in internationalen Unternehmen aus diversen Branchen wie SaaS, Fintech und Retail, besitzt Luyt eine bewährte Erfolgsbilanz in den Bereichen digitales Marketing, Go-to-Market-Strategien und exzellenter Kundenerfahrung. In ihrer bisherigen Karriere war sie in verschiedenen Führungspositionen bei globalen FTSE250-Unternehmen wie der IG Group, Private Equity-unterstützten Unternehmen wie Pipedrive und David Lloyd Leisure sowie bei privat geführten Marken wie Le Creuset und Peek & Cloppenburg tätig.

„Ich freue mich sehr, in dieser entscheidenden Phase der Unternehmensentwicklung als CGO zu Qonto zu stoßen“, sagt Luyt. „Das beeindruckende Wachstum von Qonto und das Engagement, Freiberufler:innen und KMU zu unterstützen, decken sich mit meinen persönlichen Ambitionen. Ich freue mich darauf, mit diesem talentierten Team zusammenzuarbeiten, um unsere Banking- und Finanztools mehr Kunden zugänglich zu machen und so unsere Präsenz in Europa über unsere acht Märkte hinaus zu erweitern.“

Luyt tritt Qonto zu einem entscheidenden Zeitpunkt seiner Wachstumsphase bei. Nach der kürzlichen Einführung in vier neuen Märkten (Österreich, Belgien, die Niederlande und Portugal) konzentriert sich Qonto nun darauf, sich als beste Finanzmanagementlösung für Geschäftskunden in seinen acht europäischen Märkten zu etablieren und gleichzeitig zukünftige Wachstumshebel auszumachen.

Alexandre Prot, CEO und Mitbegründer von Qonto, kommentiert: „Wir freuen uns sehr, Heidrun in unserem Führungsteam willkommen zu heißen. Ihre Fähigkeit, Unternehmen international zu skalieren, kombiniert mit ihrem strategischen Wachstumsdenken und ihrem Fokus auf die Bedürfnisse der Kunden, werden entscheidende Faktoren im Rahmen unserer europäischen Expansion sein. Ihre Ernennung bringt nicht nur ein außergewöhnliches Talent in unser Führungsteam, sondern markiert auch einen wichtigen Moment in unserer Entwicklung: Frauen sind nun in 45 Prozent der C-Level-Positionen bei Qonto vertreten. Das unterstreicht unser Engagement für den Aufbau eines vielfältigen und inklusiven Unternehmens, das die Kundenvielfalt reflektiert, die wir bedienen.“

Bild:Heidrun Luyt (© Qonto)

Quelle:Qonto

Eye-Able® schließt Series A-Finanzierung in Höhe von 20 Millionen Euro ab

0

Digitale Barrierefreiheit:

  • Eye-Able® festigt Position als Deutschlands führende Software für digitale Barrierefreiheit
  • Yttrium führt die Finanzierung als Lead-Investor, der Bestandsinvestor 5I Ventures des Ex-SoftwareONE-CEOs Dieter Schlosser stockt auf
  • Erstes Start-up Europas mit inklusivem Geschäftsmodell erreicht Series A
  • Finanzierungsmittel für Expansion in die europäischen Märkte Frankreich, Italien, Spanien, Polen sowie Großbritannien vorgesehen

Die Gründer von Eye-Able®, der führenden deutschen Software für Barrierefreiheit im Internet, geben den erfolgreichen Abschluss einer Finanzierung über 20 Millionen Euro bekannt. Investoren sind der B2B Technologie Fund Yttrium und der bestehende Investor Dieter Schlosser, Ex-CEO von SoftwareONE mit seinem Investmentfonds 5I Ventures. Joshua Kimmich, Kapitän der deutschen Fußballnationalmannschaft, und Harald Krüger, ehemaliger CEO von BMW zählen unter anderen schon länger zu den Investoren. Mit Eye-Able® gelingt es dem ersten Start-up Europas mit inklusivem Geschäftsmodell eine Series-A-Finanzierung zu erhalten.
„Eye-Able® hat uns aus mehreren Gründen begeistert“, sagt Dr. Julian Mattes, Partner bei Yttrium in Frankfurt. „Die digitale Barrierefreiheit und damit die Verbesserung der Nutzbarkeit des Internets für alle Menschen, ist ein zentrales Thema mit großem Nutzen für die Gesellschaft. Eye-Able® hat in diesem Bereich alle Voraussetzungen, um sich zum Software-Marktführer zu etablieren: Hervorragende Kundenreferenzen wie Roche, skalierungsfähige Software für alle Größen von öffentlichen und privaten Kunden und was einzigartig ist, ein exzellentes Team um Oliver und Tobias Greiner, Eric Braun und Chris Schmidt, die durch ihre persönliche Erfahrung seit dem ersten Tag davon getrieben sind, das Internet barrierefrei zu machen.“

Lösung zum richtigen Zeitpunkt auf den Markt gebracht
„Uns war zwar mit der Gründung im Oktober 2020 klar, dass wir das Richtige tun.“ sagt Oliver Greiner, Mitgründer von Eye-Able®. „Aber damals haben wir weder an eine Series-A-Finanzierung in zweistelliger Millionenhöhe noch an eine europäische Expansion gedacht. Umso großartiger fühlt sich das jetzt an. Und das kurz vor dem hoffentlich letzten Black Friday mit Barrieren im Internet!“ Neben Deutschland, wo Eye-Able® bereits Software-führend ist, will das Gründerteam nun in europäische Märkte mit großem Wachstumspotential wie Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien und Polen expandieren. Chris Schmidt, ebenfalls Mitgründer erklärt: „Die Unterstützung der Investoren verstehen wir als Vertrauensbeweis, für den wir dankbar sind. Für das ganze Team ist das ein Motivationsschub weiterhin mit voller Konzentration unsere Vision zu realisieren: ‚Einfach für alle‘ – wir wollen die digitale Welt für alle zugänglich machen, unabhängig von Behinderungen. Dabei spielt uns der European Accessibility Act in die Hand.“

Für viele Webseitenbetreibende wurde Eye-Able® als Software zum richtigen Zeitpunkt auf den Markt gebracht. Die Europäische Union hat mit dem European Accessibility Act (EAA) eine Richtlinie erlassen, die es zum Stichtag 28. Juni 2025 zur Pflicht macht, Online-Angebote, die sich an Konsumentinnen und Konsumenten richten, barrierefrei zu gestalten. Dies gilt für den gesamten kommerziellen Online-Handel, ebenso wie für Reiseportale einschließlich Fluggesellschaften und öffentlichem Personennahverkehr sowie den Ticketverkauf für Veranstaltungen, aber auch für Banken, Versicherungen und Versorgungsunternehmen. In Deutschland wird der EAA im Barrierefreiheitsstärkungs-gesetz (BFSG) umgesetzt. Losgelöst vom EAA müssen auch die digitalen Angebote der öffentlichen Hand, darunter Städte, Kommunen, Landes- und Bundesbehörden, laut einer anderen EU-Regulierung barrierefrei gestaltet sein.

Persönliche Erfahrung führt zur Gründung
Die Gründungsgeschichte ist eng an eine persönliche Erfahrung des Mitgründers Oliver Greiner geknüpft. Sein Schulfreund Lennart hat eine genetisch bedingte Krankheit, wegen der er heute nur noch über 10 Prozent Sehvermögen verfügt. Aufgrund digitaler Barrieren musste er sein Studium abbrechen. Das trieb Oliver Greiner an, eine Lösung für ein barrierefreies Internet zu entwickeln. Im Oktober 2020 gründete er gemeinsam mit seinem Bruder Tobias Greiner sowie Eric Braun und Chris Schmidt die Web Inclusion GmbH, die hinter der Software Eye-Able® steht. Ein Jahr später gelang der Markteintritt.

Die Software prüft, ob Webseiten BITV- und WCAG-konform sind. BITV steht für Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung, WCAG für Web Content Accessibility Guidelines. Dies sind Standards in Deutschland, die WCAG gilt darüber hinaus als globale Richtline für Barrierefreiheit von Online-Angeboten. Im Sommer 2024 testete Aktion Mensch die 71 größten Webseiten deutscher Online-Shops.[1] Nur ein Fünftel der Seiten entsprachen den WCAG-Kriterien. „Für Menschen mit Behinderung bedeutet das eine Benachteiligung im Alltag und leider wird es kaum besser. Täglich werden mehr neue Webseiten im Netz mit Barrieren frei geschaltet als ohne“, sagt Oliver Greiner. „Dabei schaden sich die Unternehmen selbst. Denn ihnen entgehen weite Teile der Kaufkraft von Menschen mit Behinderung. Das sind immerhin knapp 8 Millionen Menschen in Deutschland“, gibt er zu bedenken. Greiners Schulfreund Lennart arbeitet heute als Produkttester für Eye-Able®.

Erst Wachstum in Rekordgeschwindigkeit, jetzt Expansion in europäische Märkte
Bereits ein Jahr nach offizieller Markteinführung der Softwarelösung, im Sommer 2022, konnte das Team starke Wachstumszahlen von bis zu 400 Prozent Year-Over-Year-Growth verzeichnen. Heute sind es mehr als 2.000 Kundinnen und Kunden, die mit Eye-Able® 15.000 Webseiten kuratieren, über 90 Prozent von ihnen sind aus Deutschland. Zur größten Kundengruppe gehören öffentliche Auftraggeber, vor allem Kommunen, aber auch Landesministerien und Bundesprojekte. In den letzten Monaten sind immer mehr Unternehmen hinzugekommen, darunter auch sogenannte Blue Chips, etwa die Deutsche Telekom, die Hypo-Vereinsbank und Thomann aus Deutschland sowie Roche aus der Schweiz und Panini als internationaler Player.
Schon im Sommer dieses Jahres hat Eye-Able® Teams in Singapur, Amsterdam, Paris und Warschau aufgebaut, nachdem das Start-up in den jeweiligen Märkten erste Nachfragen bedient hat. In Italien gibt es seit längerem eine bestehende Kundenbasis und Mitarbeitende, Eröffnungen von Niederlassungen stehen kurz bevor. „Die EU-Auslandsmärkte haben eine Gemeinsamkeit. Wie in Deutschland unterliegen auch sie dem EAA“, erklärt Chris Schmidt. „Zugleich gibt es einen grundlegenden Unterschied: Während wir in Deutschland zunächst vor allem Kundinnen und Kunden aus der kommunalen Verwaltung betreut haben, schließen wir in den Auslandmärkten zunehmend Verträge direkt mit Unternehmen – darunter auch sehr großen Firmen – ab.“ In Großbritannien ist die Situation noch einmal anders. Dort ist das Bewusstsein für Inklusion im Allgemeinen und auch für digitale Barrierefreiheit größer als in den meisten EU-Ländern.

Bild:Eye-Able Gründerteam

Quelle:APCO worldwide

Female Empowerment und Leadership: Mareen Eichinger über Chancen, Wandel und die Zukunft der PR

0

Warum ist Female Leadership so wichtig, gerade in einer Branche wie der PR?

Mareen Eichinger: Female Leadership und Empowerment sind für mich weit mehr als Trends – sie sind die Basis, um langfristig echte Veränderungen zu schaffen. In der PR-Branche sind Frauen bereits stark vertreten, doch der Sprung in Führungspositionen bleibt oft eine Herausforderung. Seit meiner Selbstständigkeit vor 14 Jahren bilde ich Frauen aus, weil ich daran glaube, dass sie mit ihren Stärken wie Empathie, Teamführung und strategischem Denken die Zukunft unserer Branche prägen können.

Für mich bedeutet Female Leadership aber auch, Frauen zu ermutigen, ihre eigenen Wege zu gehen, Verantwortung zu übernehmen und sich nicht von äußeren Erwartungen begrenzen zu lassen. Meine Mission ist es, nicht nur Frauen zu fördern, sondern auch ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem sie nachhaltig wachsen können. Diese Überzeugung gebe ich übrigens auch an meine Tochter weiter: Sie begleitet mich, seit sie denken kann, zu Events und Meetings, um zu sehen, was alles möglich ist – und dass sie jede Chance nutzen kann, um ihre eigenen Träume zu verfolgen.

Wie können Unternehmen konkret dazu beitragen, Female Leadership in der PR-Branche zu fördern?

Mareen Eichinger: Die PR-Branche hat einen hohen Frauenanteil und viele Frauen prägen die Branche bereits auf unterschiedlichen Ebenen. Doch wenn es um Führungspositionen geht, besteht noch immer Nachholbedarf. Unternehmen sollten daher gezielt Strukturen schaffen, die Frauen nicht nur den Aufstieg ermöglichen, sondern auch nachhaltig dabei unterstützen, ihre Rolle auszufüllen.

Das fängt bei flexiblen Arbeitsmodellen an, die mit den Lebensrealitäten vieler Frauen vereinbar sind und reicht bis zur Förderung von Netzwerken und Mentoring-Programmen, die Frauen stärken und ihnen Perspektiven eröffnen. Besonders wichtig ist es jedoch, dass Female Empowerment und Leadership keine kurzfristigen Initiativen bleiben, sondern tief in der Unternehmenskultur verankert werden.

Wenn wir Vielfalt und Gleichberechtigung aktiv leben, schaffen wir nicht nur die Basis für Innovation und Wandel, sondern begegnen auch Herausforderungen wie dem Fachkräftemangel mit einer zukunftsfähigen Perspektive. Female Leadership ist dabei nicht das Ziel, sondern ein wichtiger Schritt hin zu mehr Chancengleichheit und nachhaltiger Veränderung.

Was waren Ihre prägendsten Erfahrungen in der PR-Branche im Jahr 2024?

Mareen Eichinger: 2024 war ein Jahr voller Dynamik und spannender Entwicklungen. Besonders beeindruckend finde ich den Wandel von Influencern hin zu Sinnfluencern. Es geht nicht mehr nur um Reichweite, sondern darum, Werte zu vermitteln, die Menschen berühren und inspirieren. Als Agentur haben wir begonnen, Kampagnen zu entwickeln, die diese Werte stärker in den Mittelpunkt rücken.

Zudem war es inspirierend, wieder mehr persönliche Begegnungen bei Presse-Events und Konferenzen zu erleben. Der persönliche Austausch ist durch nichts zu ersetzen und zeigt, wie wichtig es ist, Geschichten nicht nur digital zu erzählen, sondern auch im direkten Dialog.

Welche Herausforderungen und Chancen bringt KI für Frauen in der PR-Branche mit sich?

Mareen Eichinger: KI hat in unserer Branche vieles verändert, aber sie ist und bleibt ein Werkzeug, das von Menschen gesteuert wird. Für Frauen in der PR – unabhängig davon, ob sie in Führungspositionen sind oder nicht – sehe ich hier große Chancen. Empathie, kreatives Denken und die Fähigkeit, strategische Zusammenhänge zu erkennen, sind Stärken, die viele Frauen mitbringen und die essenziell sind, um KI sinnvoll einzusetzen und Innovationen voranzutreiben.

Wichtig ist aber, dass wir bei aller Technologie die Menschlichkeit nicht verlieren. Frauen, die authentisch und empathisch arbeiten, können hier den Unterschied machen, indem sie die Balance zwischen Effizienz und Authentizität wahren. Denn letztlich geht es in der PR nicht nur um Zahlen oder Daten, sondern um Geschichten, die Menschen bewegen – und dafür braucht es vor allem die menschliche Perspektive.

Welche Trends erwarten Sie für 2025 in der PR-Branche?

Mareen Eichinger: Ich sehe zwei zentrale Trends: Zum einen wird die Integration von KI noch selbstverständlicher – sie wird zum alltäglichen Begleiter, der unsere Arbeit effizienter macht. Zum anderen wird der Wunsch nach Sinn und Substanz weiter zunehmen. Unternehmen wollen nicht nur gehört werden, sie wollen Werte vermitteln, die authentisch und glaubwürdig sind.

Für mich ist das auch eine persönliche Mission: Projekte zu gestalten, die nicht nur kurzfristig beeindrucken, sondern langfristig wirken. Female Empowerment und Sinnfluencer spielen dabei eine Schlüsselrolle, weil sie genau diese Werte verkörpern.

Welchen Rat würden Sie jungen Frauen geben, die in die PR-Welt einsteigen möchten?

Mareen Eichinger: Seid mutig, bleibt neugierig und habt Geduld. Die PR-Welt bietet unendlich viele Möglichkeiten, aber sie erfordert auch Durchhaltevermögen. Mein wichtigster Rat ist: Probiert vieles aus, um herauszufinden, was euch wirklich begeistert. Aber sobald ihr eure Stärke gefunden habt, bleibt dabei und baut Expertise auf.

Ich sage meinen Mitarbeiterinnen oft: Der Weg zum Erfolg ist keine gerade Linie. Es geht darum, Erfahrungen zu sammeln, Fehler zu machen und daraus zu lernen. Authentizität und Leidenschaft sind entscheidend – und das möchte ich jeder Frau mit auf den Weg geben. Der Weg mag nicht immer einfach sein, aber er ist es wert.

Bild: Mareen Eichinger Foto-Credits: Vanessa Seifert

Quelle:macheete | Büro für PR & Digitales

Gestern schüchtern – heute Bühnenprofi

0
bühne Daniela Landgraf Gestern schüchtern Heute Bühnenprofi

Wie jeder es schaffen kann, seine Selbstunsicherheit zu überwinden und selbstsicher, souverän und überzeugend aufzutreten.

Selbstsicher, souverän auftreten und überzeugen – wer wünscht sich das nicht. Ob im Zweiergespräch (was auch eine Bühne ist), ob vor Kollegen oder Mitarbeitern, ob als Trainer und Coach oder auf einer großen Show-Bühne – wer souverän und sympathisch wirkt, dem hören andere Menschen gerne zu. Wer es schafft, die Herzen der Menschen zu erreichen, dem stehen alle Türen offen. Doch nicht jeder ist als Bühnentalent geboren – viele müssen sich das hart erarbeiten. Aber es ist schaffbar – für jeden.

Ein Spiegelbild und große Träume

Ich stehe vor dem Spiegel, drehe mich im Kreis und träume davon, ein großer Star zu sein. Ich bin fünf Jahre alt und fühle mich zur Bühne hingezogen. Sängerin oder Schauspielerin will ich werden. Doch die Erwachsenen sagen mir immer wieder, ich hätte kein Talent und solle mir diese Träume aus dem Kopf schlagen. Ich nehme ihre Worte als Wahrheit an und bin fest davon überzeugt, untalentiert zu sein.

Hinzu kommt meine Besonderheit. Mein Verhalten wird als „auffällig“ eingestuft: unwillkürliche Zuckungen, Grimassen, verdrehte Arme – keine guten Voraussetzungen für die Bühne. Niemand ahnt zu diesem Zeitpunkt, dass dieses Phänomen einen Namen hat: Tourette-Syndrom. Ende der 70er Jahre war dieses neurologische Phänomen kaum bekannt, und so blieb ich ohne Erklärung. Stattdessen wurde ich in eine Schublade gesteckt, die weder mir noch meinen Träumen gerecht wurde. Ich nahm diese Schublade an und wurde immer schüchterner und ängstlicher.

Mein beruflicher Weg führte mich in die Finanzbranche, weit weg von meinen Kindheitsträumen. Doch die Sehnsucht nach der Bühne blieb. Als Trainerin und Ausbilderin lebte ich sie ein Stück weit aus. Aber der Weg war hart. Immer wieder hörte ich: „Ja, es ist alles perfekt, aber irgendwas fehlt.“ 
Heute weiß ich, was gemeint war: Ich war gefangen im Perfektionismus – und dadurch verlor ich meine Wirkung.
Inzwischen stehe ich regelmäßig und leidenschaftlich gerne auf Bühnen – manchmal vor Hunderten von Menschen. Es ist nie zu spät, seinen Traum zu leben. Alles ist möglich, wenn man es wirklich will.
Übrigens: Eine Diagnose und damit Antworten darauf, warum ich so anders bin, bekam ich erst mit 29 Jahren.

Warum Perfektionismus deine Wirkung blockiert

Perfektionismus fühlt sich oft an wie ein sicherer Hafen. Wenn alles makellos ist, können doch keine Angriffe kommen, oder? Genau hier liegt die Herausforderung: Je mehr wir versuchen, perfekt zu sein, desto weniger wirken wir als Mensch. Perfektionismus wird zum Schutzschild. Doch er nimmt uns die Leichtigkeit, die es braucht, um auf andere authentisch und überzeugend zu wirken.
Die Krux dabei ist: Je mehr die Energie darauf verwendet wird, perfekt zu wirken und je mehr man dadurch mit sich selbst beschäftigt ist, desto weniger kann echter (Herzens-) Kontakt zum Publikum aufgebaut werden.

Fünf Tipps zur Überwindung von Unsicherheit und Schüchternheit

Ein erster wichtiger Schritt ist es, sich von der Perfektion zu lösen und in die eigene Echtheit zu kommen. Was so einfach klingt, ist für schüchterne und unsichere Menschen eine große Herausforderung. Aber es kann trainiert werden – Stück für Stück.
Manchmal ist der Weg etwas länger – so wie bei mir – doch er lohnt sich. Aus genau dieser Erfahrung heraus weiß ich, dass es jeder Mensch, der es wirklich möchte, Bühnenprofi werden kann – selbst, wenn die äußeren Rahmenbedingungen suboptimal erscheinen.

1. Die innere Haltung stärken

Gedanken beeinflussen die eigene Wirkung stark. Statt in selbstkritischen Gedanken zu versinken, hilft es, den Fokus auf Lernbereitschaft zu lenken: „Ich bin bereit zu lernen.“ Die innere Haltung entscheidet über Souveränität – auch bei Unsicherheit. Wenn der selbstkritische Anteil mal wieder allzu hoch ist, hilft es, bewusst für das zu danken, was da ist, auch wenn es noch so selbstverständlich erscheint. Beispiel: Den Füßen danken, dass sie einen tragen.

2. Schritt für Schritt mutiger werden

Mut entsteht durch kleine Schritte: Gespräche initiieren, vor dem Spiegel üben oder Improvisationstheater ausprobieren. Übungen wie das Nachfragen nach Rabatten im Geschäft oder das Wortergreifen in Meetings helfen, Selbstbewusstsein aufzubauen und Schüchternheit zu überwinden.

3. Atmung und Körpersprache bewusst einsetzen

Eine aufrechte Haltung und tiefe Atemzüge beruhigen und vermitteln Stärke. Bei Aufregung und Unsicherheit hilft es, bewusst in den Bauch zu atmen und dabei zu lächeln.

4. Fehler willkommen heißen

Fehler machen menschlich und sympathisch. Ein entspannter Umgang damit nimmt Druck und bringt Leichtigkeit. Die Haltung „Scheiter heiter“ aus dem Improvisationstheater hilft dabei, sich Fehler zu erlauben und sich sogar darüber zu freuen.

5. Lernen durch Training und Feedback

Regelmäßiges Üben und ehrliches Feedback helfen, blinde Flecken zu erkennen und die Wirkung zu verbessern. Gruppen wie Toastmasters oder Improvisationstheater bieten dafür ideale Übungsfelder.

Fazit
Selbstsicheres Auftreten ist selten ein angeborenes Talent, sondern das Ergebnis von innerer Arbeit, Mut und kontinuierlicher Übung. Der Weg aus der Unsicherheit heraus beginnt mit kleinen Schritten – Schritt für Schritt, Tag für Tag. Es ist nicht immer leicht, doch definitiv lohnend.

Bild: Daniela Landgraf Gestern schüchtern Heute Bühnenprofi

Autor

Daniela Landgraf ist Autorin von 20 Büchern, unter anderem von „Gestern schüchtern – heute Bühnenprofi“, sowie Buch-Mentorin, Keynote Speakerin und Moderatorin. Als Expertin für Selbstwert, mentale Stärke, Resilienz, Rhetorik und Wirkung unterstützt sie Menschen dabei, souveräner, selbstbewusster und selbstsicherer aufzutreten.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Wärmehelden von Bearaby

0
Bearaby Wärmehelden Snuggler 2 Copyright Bearaby @ Bearaby

Aufwärmen, entspannen, wohlfühlen: mit den Wärmehelden von Bearaby

Wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen tiefer sinken, nutzen wir die Gunst der Stunde, um es uns zu Hause so richtig gemütlich zu machen. Dafür kommen die Wärmehelden von der nachhaltigen New Yorker Home-Wellness Brand Bearaby wie gerufen. Die Wärmehelden sind eine Kollektion aus beheizbaren Wohlfühl-Produkten, die sich wie eine warme, wohlige Umarmung anfühlen, für verschiedene Körperregionen und Bedürfnisse: Der „Lounger“ ist eine große, flexible Heizdecke, der „Calmer“ ist ein ergonomischer Nackenwärmer und der „Snuggler“ eine Wärmflasche ohne Wasser und ohne Gummi. Weil sie aus dem Hause Bearaby stammen, das vor allem durch seine handgestrickten Gewichtsdecken aus Bio-Baumwolle bekannt ist, sind natürlich auch alle Wärmehelden sanft beschwert und sorgen für besonders viel Entspannung.

Wärmehelden: die natürlichen Wellness-Begleiter für das ganze Jahr

Alle Wärmehelden verfügen über einen Kern aus TerraclayTM, einer natürlichen, biologisch abbaubaren Tonerde mit temperaturspeichernden Eigenschaften. Deshalb sind sie sowohl für eine wärmende als auch kühlende Anwendung geeignet. Zum Erhitzen kann man die Wärmehelden ganz einfach bei 800–1000 Watt für 60 Sekunden in die Mikrowelle geben, für eine kühlende Anwendung legt man sie für eine Stunde in den Gefrierschrank. So begleiten uns die Wärmehelden durch das ganze Jahr und heizen uns ein oder kühlen uns runter. Sie reduzieren Stress, lindern Schmerzen und lösen gezielt Verspannungen auf. Der Vorteil des „Snuggler“ gegenüber herkömmlichen Wärmflaschen: Die Wärme wird länger gespeichert und es gibt keine Verbrennungsgefahr durch zu heißes Wasser oder geplatzte Flaschen. Die Heizdecke „Lounger“ funktioniert ohne Strom oder Kabel und sorgt damit ganz natürlich für Entspannung. Der Nackenwärmer „Calmer“ ist die absolute Geheimwaffe für schmerzende Nacken nach langen Bürotagen und für Schultern, die viel schultern.

Deshalb lieben wir die Wärmehelden:

Gewicht und lang anhaltende Wärme helfen beim Entspannen
Sie lindern Schmerzen, regenerieren Muskeln und helfen dabei, nachts besser zu schlafen
Der Kern ist aus natürlichem und biologisch abbaubarem TerraclayTM
Weiches Außenmaterial: Snugknit aus 100 % GRS-zertifiziertem, upgecyceltem Polyester
Zeitloses Design

Bearaby – von der Erde, für die Erde

Die Wärmehelden sind nicht nur gut für uns, sondern auch für die Umwelt. Die natürliche, therapeutische Tonerde, Terraclay™, ist biologisch abbaubar und wurde speziell entwickelt, um Spannungen genau an den richtigen Stellen zu lösen. Das Außenmaterial besteht aus weichem Snugknit, einem upgecycelten, GRS-zertifizierten Polyester. Seit der Gründung von Bearaby spielt die Nachhaltigkeit der Produkte und Prozesse eine wichtige Rolle: Vom Baumwollanbau über die Produktion bis zum Versand wird auf umweltgerechte Maßnahmen geachtet – Mensch und Natur stehen immer an erster Stelle.

Die Produkte von Bearaby sind online unter bearaby.eu erhältlich. Die Wärmehelden kosten ab 79 Euro.

Bild : Wärmehelden Snuggler 2 Copyright Bearaby @ Bearaby

Quelle Cleo Public Relations

PR braucht heute mehr als Reichweite

0
PR braucht reichweite mareen eichinger Bild Foto-Credits: Vanessa Seifert

das Jahr 2024 war für die Kommunikationsbranche, insbesondere im Bereich PR, von einigen Veränderungen geprägt. Die fortschreitende Digitalisierung und der verstärkte Einsatz von Künstlicher Intelligenz haben die Kommunikationsstrategien maßgeblich beeinflusst. Gleichzeitig rückte die Bedeutung von authentischem Storytelling und persönlichen Begegnungen wieder in den Vordergrund. Mareen Eichinger, erfahrene PR-Beraterin mit besonderem Fokus auf Female Leadership und Inhaberin der Agentur macheete, teilt in diesem Interview ihre Erfahrungen und Einschätzungen zu den Entwicklungen des Jahres. Sie beleuchtet, wie technologische Innovationen und gesellschaftliche Trends die PR-Arbeit verändert haben und welche Herausforderungen und Chancen sich daraus ergeben. Zudem gibt sie einen Ausblick auf die kommenden Trends, die die Branche im Jahr 2025 prägen könnten.

Was waren Ihre prägendsten Erfahrungen in der PR-Branche im Jahr 2024?

Mareen Eichinger: Das Jahr 2024 war ein Jahr der Veränderung und Innovation. Besonders eindrucksvoll fand ich, wie die Integration von KI die PR-Landschaft bestimmt hat. Prozesse, die früher Stunden oder Tage dauerten, lassen sich jetzt in Minuten oder Stunden umsetzen. Aber trotz aller technologischen Fortschritte bleibt gutes Storytelling das Herzstück jeder erfolgreichen Kommunikation – ob digital oder persönlich.

Dieses Jahr war für uns als Agentur auch geprägt von zahlreichen Presse-Events und Konferenzen. Es war inspirierend zu erleben, wie wertvoll echte Begegnungen sind. Die Energie und Kreativität, die durch persönlichen Austausch entstehen, sind durch nichts zu ersetzen. Gleichzeitig haben wir begonnen, den Wandel von Influencern hin zu Sinnfluencern mitzugestalten. Es geht nicht mehr nur um Reichweite, sondern darum, Werte zu vermitteln, die Menschen berühren und inspirieren. Diese Kombination aus technologischer Innovation, persönlicher Begegnung und inhaltlicher Tiefe hat 2024 zu einem außergewöhnlichen Jahr gemacht.

Welche Bedeutung hatten Presse-Events im Jahr 2024 für Ihre Arbeit?

Mareen Eichinger: Es war intensiv und unglaublich bereichernd. Presse-Events und Konferenzen sind der Kern unserer Arbeit und dieses Jahr hat uns daran erinnert, warum das so ist. Egal wie digital wir werden, es bleibt etwas ganz Besonderes, Menschen von Angesicht zu Angesicht zu begegnen. Die Möglichkeit, direktes Feedback zu erhalten, spontane Gespräche zu führen und Verbindungen zu schaffen, verleiht solchen Events eine Dynamik, die keine Technologie ersetzen kann. Für mich war 2024 ein Jahr, das gezeigt hat, wie stark der persönliche Austausch unsere Arbeit bereichert und vorantreibt.

Sie haben 2024 den Trend von Influencern hin zu Sinnfluencern aktiv begleitet. Was macht diesen Wandel so spannend?

Mareen Eichinger: Sinnfluencer setzen auf Werte statt bloße Reichweite – und das ist genau das, wonach viele Unternehmen heute suchen. Es geht nicht mehr nur darum, Produkte oder Marken zu präsentieren, sondern Geschichten zu erzählen, die Menschen berühren und inspirieren. Für uns ist es eine großartige Herausforderung, diesen Wandel aktiv mitzugestalten und Kampagnen zu entwickeln, die Marken schon jetzt und auch 2025 erfolgreich mit den passenden Sinnfluencern verbinden. Dieser Trend hat gerade erst begonnen und wird in den kommenden Jahren noch stärker an Bedeutung gewinnen. Es ist spannend mitanzusehen, wie Authentizität und Substanz die Welt der Kommunikation neu definieren.

Welche Rolle spielte KI in der Umsetzung Ihrer Arbeit in diesem Jahr?

Mareen Eichinger: KI war ein unsichtbarer, aber unverzichtbarer Helfer. Der Mensch gibt die Vision vor, formt die kreativen Ideen und legt die strategische Richtung fest – KI unterstützt dabei, diese Prozesse zu optimieren und effizient umzusetzen. Besonders bei der Analyse von Daten, der Optimierung von Ad-Kampagnen und der Entwicklung von Storylines hat KI uns in der Agentur enorm unterstützt. Sie übernimmt repetitive Aufgaben und schafft uns den Raum, uns auf das große Ganze zu konzentrieren. Fachliche Expertise bleibt unverzichtbar, denn KI kann nur so gut arbeiten, wie sie angeleitet wird. Ohne ein klares Verständnis davon, wie das Ergebnis aussehen soll, bleibt die Technologie ein Werkzeug ohne Richtung – es ist der Mensch, der die Qualität und den Erfolg letztlich bestimmt. KI ist ein Werkzeug, das unsere Visionen Realität werden lässt, ohne den Kern unserer Arbeit zu ersetzen.

Wie hilft KI dabei, das Agenturgeschäft effizienter zu gestalten?

Mareen Eichinger: Das Agenturgeschäft ist traditionell wenig skalierbar, da es stark von individuellen Ressourcen wie Zeit, Kreativität und menschlicher Kapazität abhängt. KI bietet uns hier die Möglichkeit, Prozesse zu optimieren, ohne dabei Abstriche bei der Qualität zu machen. Sie übernimmt Routinetätigkeiten wie Datenanalysen, Textoptimierungen oder die Erstellung erster Entwürfe. Dadurch können wir mehr Projekte umsetzen und gleichzeitig eine gleichbleibend hohe – wenn nicht sogar bessere – Qualität liefern.

Wichtig ist dabei: KI ergänzt unsere Arbeit, aber sie ersetzt uns nicht. Der Mensch bleibt der kreative Kopf, der die Richtung vorgibt. Es ist unsere Vision, die KI antreibt, und diese Verbindung aus menschlicher Expertise und technologischer Unterstützung macht unser Geschäft effizienter und zukunftsfähiger.

Warum ist Female Leadership so wichtig, gerade in einer Branche wie der PR?

Mareen Eichinger: Female Leadership ist ein Herzensthema und bedeutet für mich, eine Arbeitskultur zu schaffen, in der Frauen ihre Potenziale entfalten und Verantwortung übernehmen können. Gerade in einer Branche wie der PR, die sich ständig wandelt, bringen Frauen oft Kompetenzen wie Empathie, Teamführung und langfristiges Denken mit – Eigenschaften, die essenziell sind, um Innovation voranzutreiben und komplexe Herausforderungen zu meistern.

Seit meiner eigenen Selbstständigkeit vor 14 Jahren bilde ich Frauen aus – unabhängig davon, ob sie eine Führungsposition anstreben, sich selbstständig machen oder im Angestelltenverhältnis arbeiten möchten. Ich sage oft: Wer bei mir arbeitet, soll nicht einfach mitschwimmen, sondern die Richtung selbst bestimmen und Verantwortung übernehmen. Es geht darum, Stärken zu entdecken, sich zu spezialisieren und dabei langfristig Expertise aufzubauen. Das ist für mich der Schlüssel zu nachhaltigem beruflichen Erfolg.

Diese Werte gebe ich auch an meine Tochter weiter. Sie begleitet mich seit sie klein ist zu PR-Events und kennt meine Arbeit, weil ich ihr zeigen möchte, was möglich ist – dass sie mutig ihre eigenen Wege gehen und Großes erreichen kann.

Wie können Unternehmen konkret dazu beitragen, Female Leadership in der PR-Branche zu fördern und langfristig zu stärken?

Mareen Eichinger: In der PR-Branche sind wir grundsätzlich schon gut aufgestellt: Der Frauenanteil ist hoch, und viele Frauen prägen die Branche maßgeblich. Unternehmen müssen Frauen bewusst Räume schaffen, in denen sie wachsen können – und das beginnt bei einer Kultur, die Vielfalt und individuelle Stärken schätzt. Es geht darum, Chancen zu bieten, Verantwortung zu übernehmen, Fehler machen zu dürfen und dabei zu lernen. Führung wird nicht allein durch Titel bestimmt, sondern durch den Mut, Entscheidungen zu treffen und Teams mit einer klaren Vision zu inspirieren.

Aber es reicht nicht aus, Frauen nur in Führungspositionen zu bringen – wir müssen sie dort auch halten und langfristig stärken. Das gelingt, indem Unternehmen flexibel auf die Lebensrealitäten von Frauen eingehen: durch flexible Arbeitszeiten, familienfreundliche Strukturen und die gezielte Förderung von Netzwerken.

Am wichtigsten ist jedoch, dass Female Leadership kein einmaliges Projekt bleibt, sondern zu einem festen Bestandteil der Unternehmenskultur wird. Nur so können wir sicherstellen, dass Frauen in der PR-Branche weiterhin Innovation und Wandel vorantreiben. Gerade in einer Zeit, in der auch diese Branche zunehmend vom Fachkräftemangel betroffen sein wird, ist es entscheidend, Talente zu fördern und nachhaltige Strukturen zu schaffen – für eine zukunftsfähige Kommunikation und eine stärkere Rolle von Frauen in der PR.

Welche Trends erwarten Sie für 2025 in der PR-Branche?

Mareen Eichinger: Ich sehe zwei zentrale Trends: Erstens wird die Integration von KI noch selbstverständlicher und zum alltäglichen Begleiter. Das ermöglicht uns, unsere Arbeit noch präziser und relevanter zu gestalten. Zweitens spüre ich, dass der Wunsch nach Sinn und Substanz weiter zunimmt. Unternehmen wollen nicht nur Reichweite, sondern echte Verbindungen schaffen und ihre Werte glaubwürdig kommunizieren.

Für mich ist das auch eine persönliche Mission: Projekte zu gestalten, die nicht nur kurzfristig beeindrucken, sondern langfristig wirken. Female Leadership und Sinnfluencer spielen hier eine Schlüsselrolle, weil sie genau diese Werte verkörpern und glaubwürdige Verbindungen schaffen können. Es ist inspirierend, Teil dieser Entwicklung zu sein – und es motiviert mich, mein Wissen und meine Erfahrung an mein Team und junge Talente weiterzugeben.

Welchen Rat würden Sie jungen Frauen geben, die in die PR-Welt einsteigen möchten?

Mareen Eichinger: Seid mutig, bleibt neugierig und habt Geduld. Die PR-Welt bietet unendlich viele Möglichkeiten, sich zu entfalten, aber sie erfordert auch Durchhaltevermögen. Mein wichtigster Rat: Probiert alles aus, um herauszufinden, was euch wirklich liegt – aber wenn ihr eure Stärke gefunden habt, bleibt dabei und werdet die Beste darin. Spezialisierung ist der Schlüssel, um nachhaltig erfolgreich zu sein.

Ich sage meinen Mitarbeiterinnen oft: Der Weg zum Erfolg ist keine gerade Linie. Es geht darum, Erfahrungen zu sammeln, Fehler zu machen und daraus zu lernen. Authentizität, Geduld und Leidenschaft sind entscheidend. Diese Werte ziehen sich auch durch meine Arbeit – und das möchte ich jeder Frau mitgeben. Der Weg ist nicht immer einfach, aber wenn man mit Leidenschaft dabei ist, lohnt sich jeder Schritt.

PR braucht heute mehr als Reichweite – es geht um echte Werte”: Interview mit PR-Expertin Mareen Eichinger

Bild Foto-Credits: Vanessa Seifert

Quelle macheete | Büro für PR & Digitales