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Nauseda erneut zum Präsidenten Litauens gewählt

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Gitanas Nauseda (Archiv), via dts NachrichtenagenturVilnius (dts Nachrichtenagentur) – Bei der Stichwahl um die litauische Präsidentschaft ist Amtsinhaber Gitanas Nauseda offiziellen Teilergebnissen zufolge im Amt bestätigt worden.

Nach Auszählung von über 60 Prozent der Stimmzettel lag Nauseda mit 78 Prozent der Stimmen deutlich vor seiner Herausforderin Ingrida Simonyte, wie die Wahlkommission am Sonntag mitteilte. Die Regierungschefin gestand am Sonntagabend bereits ihre Niederlage ein: „Ich möchte dem gewählten Präsidenten Litauens gratulieren.“

In der ersten Runde der Präsidentschaftswahl vor zwei Wochen hatte Nauseda 44 Prozent der Stimmen geholt und die für einen direkten Sieg erforderliche absolute Mehrheit damit verpasst. Die zweitplatzierte Simonyte kam auf 20 Prozent. Simonyte war bereits 2019 in einer Stichwahl gegen Nauseda angetreten und damals unterlegen.

In Litauen bestimmt der Präsident maßgeblich die Verteidigungs- und Außenpolitik und vertritt das Land auf EU- und Nato-Gipfeln. Allerdings muss er sich mit der Regierung und dem Parlament bei der Besetzung der ranghöchsten Posten abstimmen.


Foto: Gitanas Nauseda (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Laschet begrüßt Konsequenzen im Sylt-Vorfall

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Armin Laschet (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der CDU-Bundestagsabgeordnete Armin Laschet hat das Sylt-Video von rassistischen Gesängen als „in jeder Hinsicht daneben und abscheulich“ verurteilt. Laschet sagte in der ARD-Sendung: „Das ist die Elite des Landes, das sind die reichen, jungen Kinder, die scheinbar in ihrer Erziehung nicht gelernt haben, dass man nicht gegen andere Menschen – erst recht die, die unter ihnen stehen – hetzt“, sagte er am Sonntag im „Bericht aus Berlin“.

Er glaube, die Teilnehmer „haben aber ihren Preis bezahlt“, so Laschet weiter. „In kürzester Zeit waren alle Namen öffentlich. Sie haben alle ihren Job verloren. Und ich glaube, als Gesellschaft müssen wir darauf achten, dass das bei allen diesen Vorfällen gilt.“ Er wünsche sich, dass auch in anderen Fällen von Fehlverhalten – etwa antisemitischen Angriffen oder Kalifats-Forderungen – so reagiert werde. „Da wünsche ich mir, dass man genauso jeden Einzelnen versucht zu bestrafen, der antisemitisch, der rassistisch ist.“

Demokratische Werte an junge Menschen vermitteln – dazu sei Tiktok aber nicht das richtige Medium, sagte Laschet der ARD: „Ich selbst halte davon nichts.“ Man müsse eher auf Seriosität setzen. Auf Tiktok seien „viele Albernheiten dabei“. Laschets Fazit: „Es ist ein Medium der jungen Leute. Und Politiker sollten nicht so tun, als wären sie 16.“


Foto: Armin Laschet (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Macron hebt Bedeutung deutsch-französischer Freundschaft hervor

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Emmanuel Macron und Frank-Walter Steinmeier am 26.05.2024, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat die Bedeutung der deutsch-französischen Freundschaft hervorgehoben.

Diese sei „entscheidend für den Aufbau eines gemeinsamen Europas“ gewesen, sagte er am Sonntag in Berlin zu Beginn seines dreitägigen Staatsbesuchs nach einem Treffen mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Dabei verwies er auch auf die Rolle, die das Grundgesetz sowie die Wiedervereinigung in diesem Prozess gespielt hätten. Weiter sagte Macron, dass es mit Steinmeier in den vergangenen Jahren „nie Meinungsverschiedenheiten“ gegeben habe, auch wenn es sie in den Beziehungen der beiden Länder manchmal gebe.

Macron war am Sonntagnachmittag auf dem Flughafen Berlin-Brandenburg zum ersten offiziellen Staatsbesuch eines französischen Staatsoberhaupts seit 24 Jahren eingetroffen. Anschließend nahm er an einem Bühnengespräch mit Steinmeier auf dem Demokratiefest teil. Vor Schloss Bellevue wurde Macron danach mit militärischen Ehren empfangen.

Im weiteren Verlauf des Sonntags wird das französische Staatsoberhaupt mit dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner (CDU), sowie mit Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) zusammenkommen. Dabei wird sich Macron unter anderem ins Goldene Buch der Stadt Berlin eintragen. Abgeschlossen wird der erste Tag des Besuchs mit einem Staatsbankett.

Am Montagmorgen wird der Präsident dann am Denkmal für die ermordeten Juden Europas einen Kranz niederlegen. Fortgesetzt wird der Staatsbesuch am Mittag in Dresden. Dort wird Macron vom sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) empfangen. In der Landeshauptstadt stehen zunächst vor allem Bildungsinstitutionen im Fokus. Anlässlich des Europafestes wird Macron vor der Frauenkirche eine Rede halten. Am Abend wird er dann gemeinsam mit seiner Frau Brigitte zu einem Abendessen einladen.

Weiter geht es am Dienstag in Münster, wo ihn NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) in Empfang nehmen wird. Dort wird Macron der Internationale Preis des Westfälischen Friedens verliehen. Am Abend wird er schließlich bei einem Treffen des deutsch-französischen Sicherheitsrates auf Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) treffen. Das Verhältnis zwischen beiden gilt als angespannt. Unter anderem bei Fragen der militärischen Unterstützung der Ukraine sowie im Verhältnis zu China hatte es zuletzt Unstimmigkeiten gegeben.


Foto: Emmanuel Macron und Frank-Walter Steinmeier am 26.05.2024, via dts Nachrichtenagentur

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Geywitz nennt Plattenbauten "großartiges Erbe"

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Plattenbauten (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) appelliert an die Länder, die Grunderwerbsteuer zu senken. „Die Grunderwerbsteuer sollte nicht so hoch sein“, sagte sie den „Potsdamer Neuesten Nachrichten“ und dem „Tagesspiegel“. „Mich schmerzt es, wenn ich als Bundesministerin bei knapper Kasse Förderprogramme auflege, damit Familien sich mit preiswerten Krediten ein Eigenheim zulegen können, aber die Kollegen in den Ländern dann sagen: Ist ja super, aber wir brauchen das Geld aus der Grunderwerbsteuer.“

Um schnell mehr Wohnungen zu schaffen, wirbt Geywitz für das Aufstocken von DDR-Plattenbauten. „Die Platte ist ein großartiges Erbe unserer Vorgängergenerationen“, so die Ministerin „Sie haben seriell gebaut, sodass wir jetzt auch seriell aufstocken können.“ Gerade sei in Frankfurt an der Oder eine Fabrik eingeweiht worden, die durch Modulbau aus Holz bis zu 2.000 Wohnungen pro Jahr aus märkischer Kiefer herstellen könne.

Generell plädiere sie für Holzbau, sagte Geywitz: „Holz ist eine Möglichkeit, das zu schaffen, was in meinem Ministerium manchmal als Quadratur des Kreises gesehen wird – nämlich neu zu bauen und gleichzeitig das Klima zu schützen. Das ist ein ganz, ganz großartiger Ansatz, den ich unterstütze.“

Ihre Heimatstadt Potsdam sei „eine der Städte Deutschlands mit der schwierigsten Situation am Wohnungsmarkt“, denn Potsdam sei „unfassbar schön und attraktiv“. Bezahlbarer Wohnraum könne nur mit neuen Sozialwohnungen entstehen. In Potsdam könnten „andere lernen, wie man das gut macht“: Bei den flexiblen Belegungsbindungen des kommunalen Wohnungsunternehmens sei „die Sozialmiete nicht mehr an eine bestimmte Wohnung gekoppelt, sondern an das Einkommen der Mieter, also an den Menschen, der die Wohnung bewohnt“.

Geywitz hat das Ziel von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr deutlich verfehlt, in der Baubranche herrscht Krise. Sie empfinde ihr Amt trotz der schwierigen Lage nicht als undankbar. „Der Glamourfaktor ist in anderen Ressorts größer“, sagte Geywitz. „Dafür kann ich mit sehr vielen, sehr handfesten Menschen sehr praktische Fragen klären. Das finde ich toll.“ Bei Frust helfe es ihr, zu bügeln: „Wenn ich die ganze familiäre Wäsche geplättet habe, bin ich wieder entspannt.“

Geywitz ist eine von nur zwei gebürtigen Ostdeutschen im Kabinett Scholz. Sie ruft zu mehr Repräsentanz für den Osten auf. Dafür sei Handeln nötig, auch der Ostdeutschen. „Ähnlich wie bei der Frauenförderung hat man auch bei den Ossis gedacht, das kommt schon von allein, das wächst sich mit der Zeit aus. Doch das tut es nicht“, so Geywitz. Im Bundesbauministerium seien „50 Prozent aller Abteilungsleiter ostdeutsch und die Hälfte kommt aus Brandenburg“, sagte die Ministerin: „Unter Horst Seehofer wäre das nicht passiert.“ Doch auch die Ostdeutschen müssten aktiv werden: „Wenn die ostdeutsche Gesellschaft will, dass ihre Interessen wahrgenommen werden, sollte sie sich aufraffen, einmischen und Mitglied werden, in Parteien, Gewerkschaften, NGOs.“

Dass die Ost-West-Debatte geführt werde, sei gut, sagte Geywitz. „Sehr viele Ostdeutsche haben das Ost-West-Thema im Hinterkopf. Das ist sehr lebendig, auch wenn man nicht jeden Tag darüber spricht.“ Sie kritisierte die Debatte jedoch als „in der Regel betrachtend statt einbeziehend“. Auch die Medienstruktur sei westdeutsch geprägt.

Angesichts der gewaltsamen Attacken auf Politiker und Wahlkämpfer sagte Geywitz: „Ich wundere mich, dass sich jetzt alle darüber wundern.“ Angriffe auf Politiker gebe es schon lange. Geywitz dazu: „Diese Gewalt ist insbesondere in Ostdeutschland nie weg gewesen.“ Brandenburg habe frühzeitig mit einer „Kombination aus Repression und starkem Staat, Demokratieförderung und Investitionen in Sozialarbeit“ darauf reagiert. „Vieles ist dadurch besser geworden.“

Geywitz, die auch stellvertretende Bundesvorsitzende der SPD ist, sieht die vielen Veränderungen als Ursache für die politische Stimmung in Brandenburg vor der Landtagswahl im September. Die AfD liegt hier in Umfragen vorn. Insbesondere die ostdeutsche Gesellschaft sei veränderungsmüde. „Ich habe tiefes Verständnis dafür, dass man nach 30 Jahren Umbruch einfach mal sagt: Ich will in Ruhe meinen Garten genießen und ein paar Steaks grillen – und dass sie eine Debatte um Dekarbonisierung so dringend brauchen wie ein Loch im Kopf“, so Geywitz. Das begründe, „warum die Abwehrreflexe im Osten größer sind“.


Foto: Plattenbauten (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Formel 1: Leclerc gewinnt Heimrennen in Monaco

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Formel-1-Rennstrecke in Monaco (Archiv), via dts NachrichtenagenturMonaco (dts Nachrichtenagentur) – Ferrari-Pilot Charles Leclerc hat den Großen Preis von Monaco gewonnen. Der Monegasse fuhr am Sonntag vor Oscar Piastri (McLaren) und Carlos Sainz (Ferrari) über die Ziellinie. Es ist das erste Mal in der Formel-1-Karriere Leclercs, dass er sein Heimrennen gewinnen konnte.

Schon beim Start war der von der Pole ins Rennen gegangene Leclerc vor Piastri geblieben, während Sainz nach einer Berührung zunächst zurückfiel. Weiter hinten im Feld krachte es zudem zwischen Sergio Pérez (Red Bull) und den beiden Haas von Kevin Magnussen und Nico Hülkenberg, wobei vor allem das Auto von Pérez stark beschädigt wurde. Auch Esteban Ocon (Alpine) schied nach einer Kollision mit seinem Teamkollegen Pierre Gasly aus. Das Rennen musste zur Räumung der Trümmerteile für circa 45 Minuten unterbrochen werden.

Auch nach dem Neustart blieb Leclerc vor Piastri und Sainz, der seinen Startplatz zurückerhalten hatte. Zu erneuten Unfällen kam es diesmal nicht. Im weiteren Rennverlauf gab es dann nicht mehr viele Verschiebungen im Feld, da in Monaco wie üblich kaum Überholmanöver möglich waren. Für Weltmeister Max Verstappen (Red Bull) sprang deshalb diesmal auch kein Podiumsplatz heraus.

Auf den Punkterängen hinter dem Podium landeten am Sonntag Lando Norris (McLaren), George Russell (Mercedes), Verstappen, Lewis Hamilton (Mercedes) und Yuki Tsunoda (Racing Bulls). Alex Albon (Williams) holte auf Rang neun zwei Punkte für die WM-Wertung, Pierre Gasly auf dem zehnten Platz einen Punkt. Das nächste Formel-1-Rennen findet in zwei Wochen in Kanada statt.


Foto: Formel-1-Rennstrecke in Monaco (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Innenministerin unterstützt Initiative gegen "Politisches Stalking"

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Nancy Faeser am 22.05.2024, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) unterstützt die Bundesratsinitiative Sachsens, einen neuen Straftatbestand „Politisches Stalking“ einzuführen, will ihn aber auch ausweiten. „Ich wäre dagegen, das nur bei Mandatsträgern zu machen“, sagte sie am Sonntag in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“.

Sie glaube, auch Polizeibeamte, Rettungskräfte oder Mitarbeiter auf dem Sozialamt einen solchen Schutz bräuchten. „Und insofern müsste man das aus meiner Sicht auf jeden Fall auf diese Personengruppen auch erweitern.“ Laut Sachsens Justizministerium könne eine solche Änderung im Strafgesetzbuch einen Graubereich schließen, der bislang oft genutzt werde, um Amts- und Mandatsträger einzuschüchtern – etwa durch Fackelaufzüge vor Privathäusern.

Faeser kündigte in der Sendung auch an, noch vor den Herbstwahlen Änderungen im Meldegesetz zum Schutz von Politikern vorzunehmen: „Ich bin sicher, dass das relativ schnell geht“, sagte Faeser über den Kabinettsbeschluss, der nun noch durch den Bundestag muss. Auskunftssperren könnten dann schneller erteilt werden: „Es geht vor allen Dingen darum, dass die Abgeordneten nicht mehr so umfangreich wie jetzt darlegen müssen, dass sie tatsächlich bedroht sind.“


Foto: Nancy Faeser am 22.05.2024, via dts Nachrichtenagentur

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Klingbeil stärkt Pistorius bei Bundeswehr-Investitionen den Rücken

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Lars Klingbeil (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach anfänglicher Zurückhaltung unterstützt SPD-Chef Lars Klingbeil in der parteiinternen Kontroverse um umfangreiche Investitionen in die Bundeswehr jetzt offen den Kurs von Verteidigungsminister Boris Pistorius. „Wir müssen in den nächsten Jahren mehr Geld in unsere Sicherheit investieren, wenn wir in Frieden zusammenleben wollen“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

„Mit Blick auf die Gefahr, die von Aggressoren wie Russland ausgeht, heißt das vor allem, die Bundeswehr besser aufzustellen und auszustatten, damit wir verteidigungsfähig sind, und die Ukraine stark zu halten, damit Putin gestoppt wird. Verteidigungsminister Boris Pistorius hat meine volle Unterstützung, wenn er genau dafür wirbt.“

Auch der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Bernd Westphal, sagte dem RND mit Blick auf den russischen Überfall auf die Ukraine am 24. Februar 2022: „Die Prioritäten haben sich seit Februar 2022 verschoben. Bei Sicherheit und Verteidigung sind wir in einer historischen Notsituation. Da können wir nun wirklich nicht sparen.“ Es sei falsch, an der Schuldenbremse festzuhalten.

Pistorius (SPD) hatte gefordert, die Ausgaben für Verteidigung und auch für Teile der Krisenvorsorge von der Schuldenbremse auszunehmen – Finanzminister Christian Lindner (FDP) ist der Auffassung, dass die Hilfe für die Ukraine ohne eine Ausnahme der Schuldenbremse geleistet werden. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat Pistorius bisher nicht öffentlich unterstützt, sondern erklärt, dass bei der Suche nach Einsparungen für den Haushalt 2025 alle Kabinettsmitglieder „schwitzen“ müssten.

Klingbeil sagte, fünf Verteidigungsminister der Union hätten in den vergangenen Jahren bei der Bundeswehr „ein Chaos“ hinterlassen. Das räume Pistorius nun gemeinsam mit dem Kanzler auf.


Foto: Lars Klingbeil (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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GdP erwartet mehr Ermittlungsfälle wegen Volksverhetzung

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Polizisten (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach dem rechtsextremistischen Vorfall von Sylt rechnet die Gewerkschaft der Polizei (GdP) mit einer starken Zunahme von Ermittlungsfällen in den kommenden Monaten. „Wir werden in diesem Sommer deutlich mehr Anzeigen wegen rechtsextremer, volksverhetzender Vorfälle erleben“, sagte der GdP-Bundesvorsitzende Jochen Kopelke den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagsausgaben).

Der Vorfall in Sylt werde Gastgeber und Gäste auf Volksfesten und in Partyzelten sensibilisieren. Das sei gut so. „Auf diese Weise wird das Dunkelfeld der verfassungsfeindlichen Auftritte für die Ermittler deutlich heller.“ Der Fall von Sylt rüttele gerade das ganze Land wach, so der GdP-Chef: „Jeder kann sehen, was mit Leuten passiert, die ausländerfeindliche oder volksverhetzende Parolen grölen. Sie werden angezeigt, die Polizei ermittelt, sie verlieren zum Teil sogar ihre Jobs, ihr Ruf ist ruiniert.“

Der GdP-Chef forderte zudem eine erhöhte Wachsamkeit von Veranstaltern und Gastgebern: „Wenn volksverhetzende Zeilen gesungen werden, kann man die Polizei rufen. Leute, die den Hitlergruß zeigen, sollte man sofort anzeigen.“ Bei Firmenfeiern und Betriebsausflügen sollten Arbeitgeber im Vorfeld klarstellen, dass es klare Spielregeln gibt, mahnte Kopelke: „Es ist wichtig, gerade jetzt darauf hinzuweisen, dass Parolen wie „Ausländer raus“ oder der Hitlergruß kein Partyspaß sind, sondern eine Straftat.“

Kopelke warnt Gastronomen davor, aus wirtschaftlichen Gründen nicht genau hinzusehen: Die Gastronomie habe durch die Corona-Pandemie massiv gelitten, viele könnten sich nicht leisten, Gäste und Umsatz zu verlieren. „Das darf aber nicht dazu führen, dass sich niemand mehr dafür interessiert, wer Gast ist.“ Wenn ein Gast mit strafbaren Handlungen auffalle, müssten Betreiber ihr Hausrecht durchsetzen und Anzeige erstatten. „Niemand sollte sich Illusionen machen: Der langfristige Schaden für Gastwirte, deren Gäste unwidersprochen Nazi-Parolen grölen können, ist enorm.“

Kopelke forderte darüber hinaus die Länder auf, die Digitalisierung der Polizei zu beschleunigen: Im Sylter Fall hätten viele Menschen online Anzeige erstattet. Sie hätten das Video im Netz gesehen und sofort reagiert. Die Staatsanwaltschaft könne in solchen Fällen dann unmittelbar ermitteln, die Gerichte könnten schnell urteilen. „Digitale Anzeigen von Straftaten wie Volksverhetzung sind aber leider noch nicht flächendeckend in Deutschland möglich“, kritisierte der GdP-Chef. Viele Länder seien hier noch nicht so weit wie die Polizei in Schleswig-Holstein. „Wir brauchen flächendeckend digitale Polizeiwachen, damit die Ermittlungsbehörden schnell reagieren können.“


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Rufe nach strengeren Sicherheitsmaßnahmen für Parlamente

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Reichstagskuppel bei Sonnenaufgang (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Politiker mehrerer Parteien fordern im AfD-Spionageskandal strengere Sicherheitsmaßnahmen für die Parlamente – darunter Zugangsbeschränkungen und die Überprüfung von Mitarbeitern.

Offenbar nutze die AfD ihre Abgeordnetenrechte aus, um Akteuren und Agenten feindlicher Mächte Zugänge zu den Parlamenten zu verschaffen, sagte Sebastian Hartmann, innenpolitischer Sprecher der SPD im Bundestag, dem Nachrichtenportal T-Online. „Mit Blick auf die AfD bleibt nur die Möglichkeit, an die Grenzen des freien Abgeordnetenmandats zu gehen“, fordert er. „Diese bedeutet engere Sicherheitsüberprüfung auch von Abgeordnetenmitarbeitern, Zugangsbeschränkungen und Ausschluss sowie letztlich Nichtwahl von AfD-Abgeordneten in sicherheitsrelevante Gremien.“

Konstantin von Notz, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen im Bundestag und Chef des Parlamentarischen Kontrollgremiums, sagte T-Online: „Die AfD agiert ganz offenbar nicht nur als Sprachrohr der Diktatoren dieser Welt im Deutschen Bundestag und zahlreichen Landesparlamenten, sondern auch als Türöffner für Gefährder und Spione aus gleich mehreren autoritären Ländern.“ Es sei dringend notwendig, diese Bedrohung sehr ernst zu nehmen, Netzwerke auszuleuchten und die Verfassungsorgane, auch den Deutschen Bundestag, wehrhafter aufzustellen, so von Notz.

„Es offenbart sich ein Abgrund von Landesverrat durch AfD-Politiker“, sagte unterdessen Reinhard Bütikofer, Abgeordneter der Grünen im Europaparlament, dem Portal. „Um die parlamentarische Arbeit dagegen besser zu schützen, müssen Parlamente die Möglichkeit haben, in begründeten Zweifelsfällen bei Mitarbeitern eine Sicherheitsüberprüfung zu verlangen.“

Konstantin Kuhle, Innenpolitiker der FDP im Bundestag, warnte: „Indem Vertreter der AfD nicht nur Geld aus Russland annehmen, sondern russischen Agenten Zutritt zu Parlamenten gewähren, verschaffen sie Putins Schergen einen direkten Zugang zu den Strukturen unserer Demokratie.“ Die Parlamentsverwaltungen auf nationaler und europäischer Ebene müssten sich dieser Gefahr bewusst sein. Es brauche hier ein Umdenken, etwa eine stärkere Sensibilisierung für die Gefahr der Spionage, so Kuhle.

Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Spitzenkandidatin der FDP für die Europawahl, sagte T-Online: „Es handelt sich hier um Kriminelle und deren kriminelle Strukturen.“ Es sei „ein Skandal“, dass die AfD-Politiker Krah und Bystron immer noch für das EU-Parlament kandidierten. Das zeige, welch Geistes Kinder die Mitglieder der AfD-Fraktionen in den Parlamenten seien. „Diese Partei gehört verboten, wenn es hierfür eine reale Möglichkeit gibt.“

„Es zeigt sich, dass die AfD tief verstrickt ist in einem Sumpf von Spionage und Bestechlichkeit mit Russland und China“, sagte auch Alexander Throm, innenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, dem Nachrichtenportal. Ihre Abgeordneten seien schon „lange als Sicherheitsproblem für unsere Parlamente erkannt“. Der Bundestag wie das Europäische Parlament müssten vor Verfassungsfeinden von innen geschützt werden, so Throm. Deshalb werde gerade auch das Haus- und Polizeirecht innerhalb des Bundestags nachgeschärft.

„Das eigentliche Problem ist freilich die kriminelle Energie der Rechtsradikalen“, sagte der CDU-Abgeordnete und Jurist Marco Wanderwitz T-Online. „Derer wird man kaum Herr.“ Die AfD lähme so auch ein Stück weit die Parlamente. „Nachhaltigste Lösung wäre ein gelingendes Verbotsverfahren.“

Martin Schirdewan, EU-Abgeordneter und Vorsitzender der Linken, sagte, dass die AfD „ein einziges Sicherheitsrisiko“ sei. „Für diese Partei ist die Demokratie nur ein trojanisches Pferd, um ihre autoritäre Politik umsetzen zu können.“ In AfD-Bundestagsbüros säßen „verurteilte Gewalttäter“, im Europaparlament öffne die AfD die Türen für Putins Spione, so Schirdewan. „Das Europäische Parlament darf kein Spielplatz für korrupte Agenten und käufliche Abgeordnete der AfD und anderer Rechtsparteien sein.“


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Scholz kondoliert nach tödlichem Erdrutsch in Papua-Neuguinea

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Olaf Scholz (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach dem tödlichen Erdrutsch in Papua-Neuguinea mit Hunderten Opfern hat Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) ein Kondolenztelegramm an den Premierminister des Landes, James Marape, geschickt.

„Mit tiefer Betroffenheit habe ich von den massiven Erdrutschen in der Provinz Enga erfahren, bei denen zahlreiche Menschen ums Leben gekommen sind und viele weitere verletzt wurden“, so der Kanzler am Sonntag. Sein aufrichtiges Mitgefühl und Beileid gelte den Angehörigen der Opfer. Den Verletzten wünsche er baldige Genesung.

Bei der Katastrophe am Wochenende waren nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) mehr als 670 Menschen ums Leben gekommen. Das Unglück hatte sich am frühen Freitagmorgen in der Hochlandprovinz Enga im Norden Papua-Neuguineas ereignet. Geröllmassen hatten dabei zahlreiche Häuser verschüttet und die Gegend von der Außenwelt abgeschnitten. Rettungskräfte kamen deshalb nur per Helikopter in die Region, sodass sich die Rettungsmaßnahmen schwierig gestalteten.


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