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SUMMERSAVER Wiedersehen mit Gründerin Denise Hahn und ihrem Anti-Wundreib-Stick

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summersaver

Mit SUMMERSAVER konnte Denise Hahn 2021 in der „Höhle der Löwen” überzeugen und hat mit Ralf Dümmel ihren Wunschlöwen als Investor gewinnen können

Die Temperaturen steigen, tolle Sommernächte stehen bevor – aber reibende Hautstellen können die Vorfreude schnell dämpfen. Besonders in der Hitze oder beim Sport kann das an den Oberschenkeln, Füßen oder am BH sehr unangenehm werden. Genau mit diesem Problem kam Gründerin Denise Hahn 2021 in die Löwenhöhle und stellt ihre Lösung vor: Der SUMMERSAVER Anti-Wundreib-Stick schützt effektiv vor Wundreibungen und Scheuerstellen! Die speziell entwickelte Balsamtextur aus pflegendem Mandel- und Kokosöl lässt sich ganz einfach vorsorglich an den betroffenen Stellen auftragen und passt in seinem edlen Design in jede Tasche.

Im Staffelfinale der 15. Staffel der VOX Gründershow „Die Höhle der Löwen“ berichtet Gründerin Denise Hahn beim Wiedersehen von der unglaublichen Erfolgsgeschichte mit ihrem Startup.

Von der Löwenhöhle in jeden deutschen Drogeriemarkt!

Auf der Suche nach einem starken Geschäftspartner nahm Gründerin Denise Hahn 2021 an der VOX Gründer-Show „Die Höhle der Löwen“ teil. Es hat sich gelohnt: Begeistert von dem Problemlöser SUMMERSAVER und der kompetenten jungen Gründerin ging Ralf Dümmel einen Deal mit ihr ein.
Seither hat das Startup wichtige Meilensteine erreicht: Neben den beeindruckenden Verkaufszahlen ist es Gründerin Denise in Zusammenarbeit mit dem Team von Ralf Dümmel und der DS Gruppe gelungen, in allen deutschen Drogeriemärkten gelistet zu werden.

„WOW – was für eine sensationelle Erfolgsgeschichte. Denise hat einen echten Problemlöser entwickelt und unendlich viele Menschen werden Denise dankbar sein: “Einen Wolf laufen” hat mit SUMMERSAVER ein Ende. Und die Zahlen sprechen für sich – in kurzer Zeit haben wir über 600.000 SUMMERSAVER verkauft und einen Handelsumsatz von über zehn Millionen Euro erzielt und darüber hinaus eine Listung in allen deutschen Drogeriemärkten erzielt. Das ist eine unglaubliche Leistung.

Denise ist eine großartige Gründerin und ich bin von ihrer Entschlossenheit und ihrem Engagement SUMMERSAVER voranzutreiben zutiefst beeindruckt. Ich bin mega happy, dass ich Denise mit SUMMERSAVER schon so lange begleiten darf und freue mich auf die weitere Zusammenarbeit – und jetzt wollen wir den internationalen Markt erobern! Auf die SUMMERSAVER, fertig, los…“ Ralf Dümmel 
Investor und Gesellschafter der DS Gruppe

„Wenn ich an die Anfänge, nach meinem Pitch in der Höhle zurückdenke, kann ich kaum in Worte fassen, wie glücklich es mich macht, genau das erreicht zu haben, wovon wir geträumt haben – nämlich SUMMERSAVER in allen Drogeriemärkten deutschlandweit verkaufen zu können. Für mich hat diese Erfolgsgeschichte einen sehr emotionalen Wert, nicht nur weil ich selbst an Wundreibung litt, sondern weil ich mich damals finanziell in einer sehr schwierigen Lage befand. Ich saß in einer leeren Wohnung ohne Möbel und habe dort das Startup gegründet.

Dass ich heute hier stehe und mir ein Team von 20 großartigen Mitarbeitern aufbauen konnte, macht mich unglaublich stolz. Ich bin Ralf und seinem Team sehr dankbar, dass sie mich bis hierher derartig unterstützt haben, und ich freue mich sehr auf die weitere Zusammenarbeit.“ Denise Hahn, Gründerin von SUMMERSAVER

SUMMERSAVER – ein MUST-HAVE zu jeder Zeit, immer mit dabei!

Um den Erfolg auch online noch weiter auszubauen, organisiert das Startup ein Diversity Fotoshooting im Fotostudio des Headquarters der DS Gruppe, um neues Bildmaterial für die Website zu schießen. Im Fotoshooting lichtet die Fotografin die verschiedenen Anwendungsgebiete für den SUMMERSAVER Anti-Wundreib-Stick ab: Ideal für Oberschenkel, Füße, BH-Kontur, Sport und vieles mehr.

Durch die gezielte Auswahl der Models, hebt die Kampagne die diverse Zielgruppe von SUMMERSAVER vor: SUMMERSAVER ist für ALLE! Egal ob jung, alt, Mann oder Frau, sportlich oder kurvig – Wundreibung kann jeden betreffen.

SUMMERSAVER ist unter www.summersaver.de aktuell für 17,99€ – aber auch im Handel – erhältlich.

Fotocredits: SUMMERSAVER | DS Unternehmensgruppe

Quelle SUMMERSAVER | DS Unternehmensgruppe

EU droht mit Strafzöllen auf bestimmte Elektroautos aus China

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Straßenverkehr in Peking (Archiv), via dts NachrichtenagenturBrüssel (dts Nachrichtenagentur) – Die Europäische Kommission will Strafzölle auf bestimmte Elektroautos aus China verhängen. Das teilte die Brüsseler Behörde am Mittwoch mit.

Demnach werde man ab dem 4. Juli „vorläufige Ausgleichszölle“ auf die Einfuhren von batteriebetriebenen Elektrofahrzeugen aus China, wenn nicht vorher mit den chinesischen Behörden gefunden werde. Die Zölle sollen sich im Bereich von 17,4 bis 38,1 Prozent bewegen.

Zur Begründung teilte die Kommission mit, dass man in einer Untersuchung vorläufig zu dem Schluss gekommen sei, „dass die Wertschöpfungskette für batteriebetriebene Elektrofahrzeuge (BEV) in China von einer unfairen Subventionierung profitiert, durch die den BEV-Herstellern in der EU eine wirtschaftliche Schädigung droht“.

Zuletzt hatten bereits die USA Strafzölle auf Elektroautos aus China erhoben. Auch dabei wurden Wettbewerbsnachteile ins Feld geführt. Aus der hiesigen Autoindustrie wurde jedoch vor einem ähnlichen Schritt gewarnt.


Foto: Straßenverkehr in Peking (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Investmentmöglichkeiten blockchainbasierter Assets

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STeuerfragen Prof. Dr. Christoph Juhn ist Professor für Steuerrecht, Steuerberater und besitzt einen Master of Laws

Was Anleger in puncto Steuer unbedingt wissen müssen

Im Kryptohandel gibt es mehr als nur Bitcoins und potenziell zweifelhafte NFT-Angebote. Unter den Begriff Kryptowerte fallen neben Kryptowährungen als Zahlungsmittel auch Produkte, die ähnlich wie traditionelle Aktien oder Anleihen funktionieren. Dabei steht spätestens seit dem Urteil des Bundesfinanzhofs vom Februar 2023 fest: Wer beim Handel mit Kryptowährungen Gewinne macht, muss diese versteuern. Je nach Art des Kryptowerts gelten hier jedoch unterschiedliche Regeln.

Krypto für private Einsteiger

Laut Stuttgarter Börse existieren weltweit mehr als 9.000 verschiedene Kryptowährungen – also Token-Arten, die hauptsächlich auf zahlreichen Internetplattformen als nicht gesetzliches Zahlungsmittel dienen. Üblicherweise tragen diese die Bezeichnung Coins. Ihr bekanntester Vertreter bleibt der Bitcoin, der derzeit fast 50 Prozent des Marktvolumens ausmacht. Kein Wunder, dass die virtuelle Währung mittlerweile mehr als nur den Flug ins nächste Urlaubsdomizil oder in ausgewählten Geschäften den Wocheneinkauf bezahlt. Coins finden auch als Anlageinstrumente Verwendung. Dabei stuft das Bundesfinanzministerium Bitcoin und Co. rechtlich als „anderes Wirtschaftsgut“ ein.

Zwar sind sie somit keine Währung und kein Geld, doch haben sie einen entsprechenden monetären Gegenwert. Dadurch werden Krypto-Erträge steuerlich betrachtet auch nicht etwa mit Gewinnen aus Aktiengeschäften gleichgestellt. Für private Krypto-Anleger bietet das einen großen Vorteil: Der Fiskus wertet ihren Gewinn nicht als Kapitalertrag, weshalb keine Abgeltungsteuer anfällt. Tauschen oder kaufen Anleger Bitcoins und andere Token, gilt diese Transaktion als privates Veräußerungsgeschäft, das in der Steuererklärung als solches deklariert werden muss.

Ob beziehungsweise wann eine Abgabe ans Finanzamt fällig wird, hängt grundsätzlich von der Haltedauer ab. So gibt es für Kryptowährungen aktuell eine einjährige Spekulationsfrist. Das heißt: Wer die virtuellen Münzen mindestens 365 Tage im eigenen Wallet behält, zahlt beim Verkauf keine Steuern auf einen etwaigen Gewinn. Veräußern Anleger die Bitcoins vor der Jahresfrist, entfällt auf den Gewinn der persönliche Steuersatz, sofern dabei der Freibetrag von 1.000 Euro für private Veräußerungsgeschäfte überschritten wird.

Token für Unternehmen

Am ehesten mit klassischen Aktien oder Wertpapieren zu vergleichen sind sogenannte Security Token. Im Gegensatz zu Utility Token, die häufig für den Zugang zu spezieller Software oder zu besonderem Service genutzt werden, stehen sie tatsächlich für einen Anteil an einem realen Vermögenswert, also an einer Unternehmensbeteiligung, an Dividendenansprüchen oder anderen Eigentumsrechten. Wobei sich prinzipiell jedes existierende Wertpapier als Security Token emittieren lässt. Dazu erfolgt lediglich ein Wechsel des Mediums sowie der Abwicklungsstruktur.

Wegen ihrer Eigenschaft als tokenisierte Vermögensanlagen unterliegt diese Art von Krypto Assets besonderen regulatorischen Anforderungen. Ihre Ausgabe erfordert die Genehmigung durch entsprechende Aufsichtsbehörden sowie die Erstellung eines Wertpapierprospekts. Für institutionelle Anleger, die ihr Portfolio diversifizieren möchten und Interesse an blockchainbasierten Assets haben, eignen sich diese Security Token tatsächlich besonders, da sie gegenüber anderen Kryptowerten signifikante Besteuerungsvorteile aufweisen.

Steuerrechtlich gelten die Gewinne aus dem Verkauf dieser Token-Art aufgrund ihrer Ähnlichkeit zu Aktien und Wertpapieren als Einkünfte aus Kapitalvermögen. Während Privatanleger auf derartige Gewinne Abgeltungsteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer entrichten, zahlen Kapitalgesellschaften nur einen Bruchteil des regulären Steuersatzes. Geregelt ist diese Besonderheit in § 8b KStG, der besagt, dass lediglich auf 5 Prozent des Gewinns der übliche Steuersatz der Gesellschaft anfällt. Im Falle einer GmbH setzt sich dieser aus Körperschaft- und Gewerbesteuer zuzüglich Soli zusammen und beträgt etwa 30 Prozent.

Daraus ergibt sich eine Belastung von nur circa 1,5 Prozent, weshalb sich der Kauf und Verkauf von Security Token insbesondere in der Rechtsform einer GmbH lohnt. Auf andere Kryptowerte, wie beispielsweise Coins, fällt dagegen immer der komplette Regelsteuersatz an, da Verkäufe steuerrechtlich als Veräußerungen aus dem Betriebsvermögen und die erzielten Gewinne damit als Einkünfte aus dem Gewerbebetrieb gelten.

Vorteile der Blockchain-Technologie

Auch wenn keine Steuerbefreiung eintritt, können sich Coins für gewerbliche Käufer als interessant erweisen: Beispielsweise im internationalen Zahlungsverkehr bringt die Verwendung virtueller Währungen durchaus Vorteile mit sich. Geldgeschäfte ohne Intermediäre wie Banken ermöglichen zügige Zahlungsabwicklungen, sodass Geschäftspartner im Ausland schnell, unkompliziert und kostengünstig bezahlt werden können. Zudem erübrigt sich der Währungstausch und die Kompatibilität ist jederzeit gegeben. Ähnliche Vorteile bieten auch Security Token im Gegensatz zu traditionellen Aktien.

Sie sind rund um die Uhr „peer to peer“ handelbar, Käufer und Verkäufer sind dementsprechend nicht an die Öffnungszeiten der Börsen gebunden. Dies erhöht einerseits die Handelsgeschwindigkeit und spart andererseits Transaktionskosten ein. Zudem erfolgt die Verbuchung von Token-Trades auf Blockchainbasis beinahe augenblicklich. Gleichzeitig vereinfacht die Token-Form den Kauf- und Verkaufsprozess im Vergleich zum konventionellen Börsenhandel erheblich, was sogenannte Reibungsverluste beim Traden minimiert. Insgesamt bietet die Blockchain-Technologie also einige Vorteile, allerdings gilt wie bei jedem Investment auch hier die goldene Regel: Information ist alles. Wer also investieren möchte, sollte sich im Vorfeld genauestens informieren, welche Kryptowerte und welche Anbieter im Einzelnen infrage kommen.

Weitere Informationen unter https://www.juhn.com

Zum Autor:
Prof. Dr. Christoph Juhn ist Professor für Steuerrecht, Steuerberater und Gründer der Kanzlei JUHN Partner GmbH Steuerberatungsgesellschaft. Seine Schwerpunkte in der Gestaltungsberatung liegen unter anderem auf Umwandlungen und Umstrukturierungen, dem Unternehmens- und Konzernsteuerrecht sowie im internationalen Steuerrecht.

Bild: Prof.Dr.C.Juhn_Bildquelle_©JUHN Partner GmbH

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Wir brauchen mehr sichtbare weibliche Vorbilder

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Clara Meyer zu Altenschildesche

In einem interdisziplinären Forschungsteam widmet sich Clara Meyer zu Altenschildesche der Unsichtbarkeit von Innovatorinnen. Im Gespräch erklärt sie, warum der gängige Innovationsbegriff sehr eng gefasst ist, wieso das ein Nachteil für Frauen ist und was wir tun können, um mehr innovative Frauen sichtbar zu machen.

„Wir können es uns schlicht nicht leisten, auf das Potential von Frauen zu verzichten.“

herCAREER: Clara, du forschst zur Unsichtbarkeit von Innovatorinnen, also innovativer Frauen, in den Medien. Was zeichnet Innovatorinnen aus?

Clara Meyer zu Altenschildesche: Innovatorinnen sind Frauen, aus deren Arbeit sich künftig oder aktuell Fortschritte ergeben – egal ob im unternehmerischen, technologischen, wissenschaftlichen, gesellschaftlichen oder sozialen Bereich. In unserer Forschung ist der Innovationsbegriff sehr breit. Oftmals werden Innovationen mit technischen Neuerungen assoziiert. Wir berücksichtigen aber etwa auch Innovationen in Dienstleistungs- und sozialen Bereichen, in denen Frauen verstärkt vertreten sind.

herCAREER: Sie sind nicht so zahlreich vertreten wie ihre männlichen Kollegen, ist das richtig?

Clara Meyer zu Altenschildesche: Frauen sind in den als innovativ betrachteten Bereichen deutlich unterrepräsentiert – etwa Gründerinnen, Professorinnen an Hochschulen oder Patentanmelderinnen. Ein Beispiel: Zwischen 1978 und 2019 lag der Frauenanteil bei Patentanmelderinnen bei 10 Prozent. 2021 lag der Anteil von Frauen bei Start-up-Gründungen bei 17,7 Prozent, 2022 bei 20,3 Prozent. Das heißt, wir machen Fortschritte, es ist aber noch deutlich Luft nach oben.

herCAREER: Dazu kommt, dass sie nicht so sichtbar sind?

Clara Meyer zu Altenschildesche: Genau, sie und ihre Leistungen sind weniger sichtbar, etwa in den Medien, bei Preisverleihungen oder auch innerhalb der Unternehmen. Auf deutschen Veranstaltungen liegt der Sprecherinnen-Anteil bei unter 25 Prozent. Schaut man sich den Nobel-Preis an, sind 6,4 Prozent aller Preisträger:innen weiblich. In TV-Informationsformaten befragte Expert:innen sind zu 26 Prozent weiblich.

herCAREER: Welche Gründe gibt es dafür?

Clara Meyer zu Altenschildesche: Hierzu habe ich in einem interdisziplinären Team drei Jahre lang geforscht. Es ist leider nicht so, dass wir nur einen Grund benennen könnten. Die Gründe sind vielschichtig und komplex. Nur ein Beispiel: Unsere Untersuchungen haben bestätigt, dass die Vorstellungen, die von Innovation vorherrschen, auf bestimmten Aspekten des Konstrukts von Männlichkeit beruhen und sehr technisch geprägt sind.

herCAREER: Welche Auswirkungen hat das?

Clara Meyer zu Altenschildesche: Dadurch haben es Frauen, die im Dienstleistungssektor oder im sozialen Bereich innovativ vertreten sind, es schon von Anfang an schwieriger, als innovativ wahrgenommen zu werden. So werden sie oft auch nicht von Medien als Innovatorinnen erkannt und etwa als Expertin angefragt. In der Wirtschaftsförderung etwa beeinflussen solche Stereotype auch, wohin Fördergelder fließen und wer mit Preisen ausgezeichnet wird.

herCAREER: Kannst du ein Beispiel nennen für eine Innovation im sozialen Bereich?

Clara Meyer zu Altenschildesche: Eine Innovatorin in unserer Forschungsregion hat den Verein “Tausche Bildung für Wohnen” mit dem Ziel gegründet, Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit zu stärken. Junge Menschen, die eine Ausbildung machen oder studieren und sich eigentlich keine Wohnung finanzieren könnten, helfen als Bildungspat:innen Kindern in strukturell benachteiligten Stadtteilen, geben zum Beispiel Nachhilfe. Dafür können sie mietfrei wohnen. Das Projekt expandiert mittlerweile in weitere Regionen.

herCAREER: Welche innovative Frau hat es geschafft, sichtbar zu sein?

Clara Meyer zu Altenschildesche: Mai Thi Nguyen-Kim ist mit ihrem maiLab ein gutes Beispiel, genauso Tijen Onaran. Sie sind sichtbar mit dem, was sie tun, also Wissenschaft und Business.

herCAREER: Abgesehen von einer gleichberechtigten Repräsentation: Wieso ist es ein Problem, wenn innovative Frauen in der Masse ihrer männlichen Kollegen untergehen?

Clara Meyer zu Altenschildesche: Wir hören und lesen jeden Tag von Herausforderungen, die unsere gesamte Gesellschaft betreffen. Wenn wir so viele Innovationen brauchen, um etwa dem Klimawandel oder dem demografischen Wandel zu begegnen, dann macht es keinen Sinn, dass wir nur das Potential der Hälfte der Bevölkerung nutzen. Wir können es uns schlicht nicht leisten, auf das Potential von Frauen zu verzichten. Die Sichtbarkeit ist hier ein wichtiger Hebel. Wir brauchen mehr sichtbare weibliche Vorbilder. Mädchen und junge Frauen werden vor allem durch sie ermutigt: You can´t be, what you can´t see.

herCAREER: Basierend auf deiner Forschung: Was rätst du innovativen Frauen – gerade den leiseren?

Clara Meyer zu Altenschildesche: Der erste Schritt ist, sich seiner eigenen Expertise bewusst zu werden. Viele Frauen, die wir für unsere Forschung angefragt haben, sagten: Innovatorin oder Expertin? Das bin doch nicht ich! Das Selbstverständnis hat direkten Einfluss auf den eigenen Auftritt – und nur, wenn man selbst etwas verstanden hat, kann man es anderen gegenüber auch sichtbar machen. Selbstreflexion ist der erste Schritt, danach kann man sich auch Themen wie Personal Branding widmen.

herCAREER: Und was muss sich strukturell ändern?

Clara Meyer zu Altenschildesche: Es ist wichtig, dass sich nicht nur einzelne Personen für mehr Sichtbarkeit einsetzen, sondern auch Institutionen wie Hochschulen und Ministerien. Wir haben mit unserem Projekt “Westfälischen Erfinderinnen” in einer Förderrichtlinie des BMBF 71 Innovatorinnen aus dem Ruhrgebiet und dem Münsterland ausfindig gemacht und ihre Geschichte erzählt. Das ist ein Anfang.

Das Interview führte herCAREER-Chefredakteurin Julia Hägele.

Bild@ Clara Meyer zu Altenschildesche

Quelle messe.rocks GmbH

Susanne Kaiser Backlash

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susanne kaiser

Susanne Kaiser: Der Backlash und die autoritären Bewegungen zeigen, wie weit die feministischen Errungenschaften gekommen sind

Je stärker die Frauen, desto größer der Hass auf sie, beobachtet die Journalistin Susanne Kaiser. In ihrem Buch “Backlash” geht sie der körperlichen und psychischen Gewalt gegen Frauen auf den Grund und entwirft mögliche Lösungen. Im Interview erklärt sie, warum es einen Rückschlag gegen die Gleichberechtigung gibt, was das mit einem gebrochenen Männlichkeitsideal zu tun hat und was bei Gewalterfahrungen eine gute erste Anlaufstelle ist.

„In den letzten zehn, zwanzig Jahren sind Frauen unglaublich sichtbar geworden und haben Positionen erklommen wie niemals zuvor – als Politikerinnen, Unternehmerinnen, in allen Bereichen“

herCAREER: Susanne, du sagst, wir erleben einen Backlash, also einen Rückschlag gegen den Aufstieg der Frauen, mit neuen Formen von Gewalt. Warum?
Susanne Kaiser: In den letzten zehn, zwanzig Jahren sind Frauen unglaublich sichtbar geworden und haben Positionen erklommen wie niemals zuvor – als Politikerinnen, Unternehmerinnen, in allen Bereichen. Denken wir nur an Angela Merkel als erste Kanzlerin. Dass Gleichberechtigung – selbst, wenn es noch einiges zu tun gibt – ein essenzieller Wert einer Demokratie ist, würde niemand mehr bestreiten und damit ernsthaft eine Diskussion lostreten.

herCAREER: Und das provoziert?

Susanne Kaiser: Je stärker die Frauen, desto größer der Widerstand – ich nenne dieses Phänomen das “feministische Paradoxon”. In Europa und darüber hinaus erstarken rechtsextreme Parteien, die ein tradiertes Frauenbild wieder ins Zentrum der Gesellschaft rücken wollen – etwa in Finnland, wo Sanna Marin als Regierungschefin abgelöst wurde. Rechtspopulisten kommen in der Mitte der Gesellschaft an und schaffen es, Dinge sagbar zu machen, die wir schon längst hinter uns gelassen haben. In Deutschland erfährt die AfD viel Zuspruch, gerade auch von jungen Männern. Es werden Rechte rückabgewickelt, wie in den USA, wo in vielen Bundesstaaten Frauen nicht mehr über Abbruch oder Fortführung ihrer Schwangerschaft selbst entscheiden können. Gendergerechte Sprache hat sich so weit etabliert, dass Bayern sie verboten hat. Das alles ist eine Form politischer Männlichkeit. Dahinter steht die Erzählung, dass es die Frauen und der Feminismus zu weit getrieben haben. Männlichkeit wird hier zur Identitätspolitik.

herCAREER: Ist das klassische Männlichkeitsideal denn wirklich gebrochen?

Susanne Kaiser: Die Norm, das waren lange die Männer – weiß, hetero, cisgeschlechtlich. Das Stereotyp sagt: Sie sind immer stark, sorgen für das Haushaltseinkommen, treffen Entscheidungen, spielen die dominante Rolle in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik. An diese Stelle ist nun ein vielfältigeres Bild getreten.

herCAREER: Wie kam das?

Susanne Kaiser: Im Zuge der Frauenbewegungen, aber auch in der jüngsten Geschichte haben wir angefangen, Männlichkeit zu problematisieren, von toxischer Männlichkeit und vom Patriarchat zu sprechen und es zu kritisieren. Nicht nur in kleinen feministischen Kreisen, sondern in der Breite. Die #MeToo-Bewegung hat ein kollektives Bewusstsein für sexistische Strukturen geschaffen. Das Internet hat eine große Rolle dabei gespielt, dass Frauen sich formieren konnten. Genauso aber, dass sich eine Gegenbewegung formieren konnte.

herCAREER: Wo liegt denn die Wurzel dieser Gewalt?

Susanne Kaiser: Männer sind verunsichert in ihrer Männlichkeit. Schon kleine Jungs werden mit der Frage konfrontiert, was ist denn Männlichkeit überhaupt? Und wenn sie versuchen, Antworten für sich zu finden, werden sie bombardiert mit ambivalenten Botschaften und Erwartungen. Auf der einen Seite steht: Du darfst nie über Grenzen gehen, musst ein Nein akzeptieren. Auf der anderen Seite heißt es: Sei ein Macher, nimm dir die Dinge, die du willst. Wenn du erfolgreich sein willst, musst du über Grenzen gehen, über deine und über andere. Erfolg bedeutet für viele Männer – wie den frauenfeindlichen Influencer Andrew Tate –: viel Geld, schöne Statussymbole und Frauen.

herCAREER: Wie können junge Männer bei sich bleiben – im Hinblick auf Identifikationsfiguren wie Andrew Tate?

Susanne Kaiser: Für mich ist die Antwort, darüber zu sprechen. Es geht darum, Stereotype zu hinterfragen. Gibt es naturgegebene Eigenschaften, wie beispielsweise weibliche Fürsorglichkeit? Oder können Männer nicht auch fürsorglich sein und sich hervorragend um die Kinder kümmern – am besten ohne gesellschaftliche Stigmatisierung und ohne berufliche Nachteile?

herCAREER: Welche Arten von Gewalt gibt es?

Susanne Kaiser: In “Backlash” habe ich mir vor allem Partnergewalt angesehen. Es gibt Gewalt im Netz in Form von Hass und auch Gewalt auf der politischen Ebene, also strukturelle Gewalt. Seit die Statistik zu Partnergewalt in der polizeilichen Kriminalstatistik erhoben wird, in Deutschland seit 2015, ist die Gewalt angestiegen. Und wir sehen, dass bestimmte Gewaltformen zunehmen, etwa sexuelle Gewalt, was ein Zurückwerfen-auf-den-Körper ist. Im Netz ist es leider völlig normal, dass da Vergewaltigungsdrohungen ausgesprochen werden.

herCAREER: Soll das die Frauen zum Schweigen bringen?

Susanne Kaiser: Wenn wir uns die Top 10 der Influencerinnen ansehen, sind alle aus dem Beauty-Bereich – keine Politikerin, keine Aktivistin, keine Journalistin. Tatsächlich zeigen Studien, dass jede zweite Frau im Netz ihre Meinung nicht mehr sagen will. Journalistinnen wie Dunya Hayali bekommen viel Hass ab. Sie wird so bedroht, dass sie sich immer wieder zurückziehen muss. Und es macht etwas, wenn Frauen nicht mehr partizipieren wollen. Das macht etwas mit unseren Idealen, aber auch mit unserer Demokratie. Sie erodiert.

herCAREER: Viele denken, Gewalt gegen Frauen ist ein Phänomen, das es vermehrt in anderen Kulturen gibt – denkst du, die Angst, dass wir patriarchale Strukturen durch Einwanderung “importieren”, ist berechtigt?

Susanne Kaiser: Bei Lesungen und Vorträgen ist das immer eine Frage, die mir gestellt wird. Ich finde sie wichtig, weil sie viele Menschen umtreibt. Ich habe aber bisher noch keinen Raum gesehen, in dem dieses Problem thematisiert wird, ohne es zu instrumentalisieren. Und ich sehe oft den Versuch, von der eigenen patriarchalen Gewalt abzulenken. In rechten Medien ist lange ignoriert worden, dass die Gewalt gegen Frauen steigt. Inzwischen wird das anerkannt, aber immer mit dem Impetus: Seit 2015 so viele Flüchtlinge kamen, trauen sich Frauen nachts nicht mehr auf die Straße. Die Gewalt, die steigt, steigt aber nicht auf der Straße. Der gefährlichste Ort bleibt für Frauen das eigene Zuhause. Die meisten Täter sind deutsch. Aber es gibt selbstverständlich auch Täter aus Afghanistan, Iran, Syrien – und gewiss sind diese Länder patriarchaler. All diese Gewalt hat jedoch gemein, dass sie von Männern verübt wird.

herCAREER: Haben wir es bei misogyner Gewalt mit einem Phänomen am Rande der Gesellschaft zu tun?

Susanne Kaiser: Frauenfeindliche Gewalt passiert in allen Schichten. Wir sehen, dass das Klischee des Mannes: ständig betrunken, arbeitslos und bildungsfern – nicht stimmt. Die größten Ressentiments gegenüber Frauen haben Akademiker und darunter besonders Ingenieure, Mediziner und BWLer. Das sind die drei Gruppen, die am ehesten sagen würden, mir kann mal die Hand ausrutschen.

Wichtig zu verstehen ist: Es kann jede Frau treffen. Die Muster sind nicht bei den Frauen zu suchen, sondern bei den Männern. Es sind oft diese Konstellationen: Sie verdient mehr als er, ist akademisch besser gebildet. Männer kommen damit oft nicht klar. Denn Männer sind es leider immer noch gewöhnt, ihre Karrieren auf dem Rücken von Frauen zu bilden, weil Frauen den Großteil der unbezahlten Care-Arbeit übernehmen.

herCAREER: Mit welchen Vorurteilen haben Opfer von Gewalt zu tun?

Susanne Kaiser: Oft wird die Frage gestellt: Warum hat sie sich nicht einfach getrennt – und das so lange mit sich machen lassen? Gerade so eine gebildete Frau. Es wird unterschätzt, wie sehr das Victim-Blaming selbst in einer Zweierbeziehung wirkt. Und wenn Frauen als Schuldige, vielleicht psychisch gestört, hingestellt werden, dann fangen sie an, an sich selbst zu zweifeln. Sie entschuldigen die Gewalt, weil sie denken, sie haben einen Anteil daran.

herCAREER: Ein konservativer Mann, der in Absprache mit seiner Frau das klassische Modell lebt: Er arbeitet, sie bleibt zuhause. Ist das schon gewaltvoll?

Susanne Kaiser: Gewalt entsteht ab dem Moment, in dem die Frau nicht einverstanden ist mit der Situation. Der Feminismus wird missverstanden, wenn es heißt, Frauen dürften sich nicht mehr entscheiden für ein Leben als Hausfrau und Mutter. Das sehe ich anders. Jede Frau, die sich freien Willens dafür entscheidet, soll das tun. Wichtig ist, dass die Entscheidung einvernehmlich ist und dass sie sich jederzeit umentscheiden kann.

herCAREER: Was kann man tun, wenn man das Gefühl hat, dass beispielsweise Freundinnen psychischer oder physischer Gewalt ausgesetzt sind, sich aber nicht lösen können?

Susanne Kaiser: Wenn es eine Freundin betrifft, ist es sehr schwierig. Das Wichtigste ist, für sie da zu sein, wann immer sie es braucht. Was man sonst noch tun kann, ist, auf Beratungsangebote hinzuweisen. Für einen selbst gilt dasselbe: Es ist fatal, sich isolieren zu lassen. Am besten wäre es, mit anderen über die Gewalt zu sprechen, aber überhaupt mit anderen in Kontakt zu bleiben ist sehr wichtig. Ich empfehle auch, für ökonomische Unabhängigkeit zu sorgen und ein eigenes Konto zu besitzen. Das spielt oft eine große Rolle. Bei gemeinsamen Kindern wird es natürlicher komplizierter – hier empfehle ich, sich frühzeitig zu informieren und gegebenenfalls anwaltliche Hilfe zu holen.

herCAREER: Was ist eine gute erste Anlaufstelle?

Susanne Kaiser: Der Frauennotruf ist eine gute erste Anlaufstelle, weil er die Frauen auch gezielt weitervermittelt. Es ist unverbindlich und anonym. Bald gibt es die von Stefanie Knaab entwickelte App, mit der sich Frauen informieren und auch Gewalterfahrungen dokumentieren können. Sie ist nicht als eine solche App auf dem Handy zu erkennen und deshalb sicher.

herCAREER: Was ist deiner Meinung nach auf politischer Ebene wichtig, um der Gewalt gegen Frauen entgegenzuwirken?

Susanne Kaiser: Die Istanbul-Konvention (Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt, Anm. Red.) ist zwar unterzeichnet, aber nicht ordentlich umgesetzt. Hierfür müsste viel mehr Geld aufgewendet werden. Frauenhäuser sind eine gute, aber keine dauerhafte Lösung, denn Frauen werden als Betroffene aus dem Leben ins Frauenhaus genommen, während sich die Täter frei bewegen können. Das schafft ein Machtungleichgewicht. Wir brauchen außerdem mehr politische Regularien für das Internet, für die sich etwa die Organisation HateAid einsetzt.

herCAREER: Gibt es etwas, dass sich deiner Meinung nach bereits zum Guten wendet?

Susanne Kaiser: Der Backlash und die autoritären Bewegungen zeigen, wie weit die feministischen Errungenschaften gekommen sind. Es gibt viel mehr Bewusstsein für Gewalt gegen Frauen. Vor zehn Jahren hätten wir beispielsweise über Till Lindemann von Rammstein noch anders debattiert. Ich sehe es optimistisch, wie wir in Sachen Gleichberechtigung vorangehen. Die Mehrheit will in einer Demokratie leben. Diese Fortschritte lassen sich nicht wieder zurückschrauben, genauso wenig das Bewusstsein für toxische Männlichkeit. Die Alternative wäre eine Diktatur, in der Frauen unterdrückt werden. Und daran glaube ich nicht.

Das Interview führte herCAREER-Chefredakteurin Julia Hägele.

Bild © Jonas Ruhs

Quelle messe.rocks GmbH

Welche Vorteile bieten digitale Werkzeuge für dein KMU?

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Die Bedeutung von Datenanalyse für kleine und mittlere Unternehmen

In der heutigen digitalen Welt ist Datenanalyse zu einem unverzichtbaren Werkzeug für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) geworden. Sie ermöglicht es, wertvolle Erkenntnisse aus großen Datenmengen zu gewinnen und fundierte Geschäftsentscheidungen zu treffen. Datenanalyse bietet KMU die Möglichkeit, ihre Marktchancen besser zu erkennen, effizienter zu arbeiten und gezielter auf die Bedürfnisse ihrer Kunden einzugehen.

Dies verschafft ihnen einen klaren Wettbewerbsvorteil gegenüber Unternehmen, die ihre Entscheidungen noch auf Basis von Bauchgefühl und unzureichenden Informationen treffen. In diesem Beitrag beleuchten wir die verschiedenen Aspekte und Vorteile der Datenanalyse für KMU und zeigen, wie sie diese Technologien effektiv nutzen können.

Verbesserung der Entscheidungsfindung

Die Datenanalyse spielt eine zentrale Rolle bei der Entscheidungsfindung. Durch die systematische Auswertung von Daten können KMU Muster und Trends erkennen. Diese Erkenntnisse helfen, fundierte Entscheidungen zu treffen und Risiken zu minimieren. Zum Beispiel können Verkaufsdaten analysiert werden, um die Nachfrage nach Produkten besser zu verstehen. Auf dieser Grundlage können Unternehmen ihre Lagerbestände optimieren und Kosten senken.

Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, Kundenverhalten zu analysieren. Durch die Auswertung von Kundendaten können KMU besser verstehen, was ihre Kunden wünschen und benötigen. Diese Informationen sind wertvoll für die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen, die den Bedürfnissen der Kunden entsprechen.

Effizienzsteigerung und Kostensenkung

Datenanalyse hilft KMU, ihre Betriebsabläufe zu optimieren und die Effizienz zu steigern. Durch die Analyse von Prozessdaten können Engpässe identifiziert und beseitigt werden. Dies führt zu einer höheren Produktivität und geringeren Betriebskosten. Beispielsweise kann die Analyse von Produktionsdaten dabei helfen, die Produktionsprozesse zu verbessern und den Materialverbrauch zu reduzieren.

Ein weiteres Beispiel ist die Optimierung der Lieferkette. Durch die Analyse von Logistikdaten können Unternehmen die Lieferzeiten verkürzen und die Transportkosten senken. Dies verbessert nicht nur die Effizienz, sondern auch die Kundenzufriedenheit.

Marketing und Kundenbindung

Die Datenanalyse spielt auch eine entscheidende Rolle im Marketing. Durch die Auswertung von Marketingdaten können KMU ihre Marketingstrategien optimieren und zielgerichtete Kampagnen entwickeln. Zum Beispiel können Social-Media-Daten analysiert werden, um zu verstehen, welche Inhalte bei der Zielgruppe am besten ankommen. Auf dieser Grundlage können Unternehmen ihre Inhalte anpassen und die Reichweite erhöhen.

Darüber hinaus hilft die Datenanalyse, die Kundenbindung zu stärken. Durch die Analyse von Kundendaten können Unternehmen personalisierte Angebote und Dienstleistungen entwickeln, die den Bedürfnissen ihrer Kunden entsprechen. Dies führt zu einer höheren Kundenzufriedenheit und langfristigen Kundenbeziehungen.

Herausforderungen und Lösungen

Trotz der vielen Vorteile gibt es auch Herausforderungen bei der Implementierung von Datenanalyse in KMU. Eine der größten Herausforderungen ist die Datenqualität. Unvollständige oder fehlerhafte Daten können zu falschen Schlussfolgerungen führen. KMU müssen daher sicherstellen, dass ihre Datenquellen zuverlässig sind. Datenbereinigung und -validierung sind wichtige Schritte, um die Datenqualität zu gewährleisten.

Eine weitere Herausforderung ist der Datenschutz. KMU müssen sicherstellen, dass sie die geltenden Datenschutzgesetze einhalten. Dies umfasst den Schutz personenbezogener Daten und die Einholung von Einwilligungen. Transparenz und Datensicherheit sollten oberste Priorität haben.

Schließlich ist auch das nötige Fachwissen eine Hürde. Die Implementierung von Datenanalyse erfordert spezialisierte Kenntnisse. KMU sollten in die Ausbildung ihrer Mitarbeiter investieren oder externe Experten hinzuziehen. Dies stellt sicher, dass die Technologien effektiv eingesetzt werden.

Abschließende Gedanken

Datenanalyse bietet KMU enorme Chancen. Sie ermöglicht eine fundierte Entscheidungsfindung, verbessert die Effizienz und stärkt die Kundenbindung. Trotz einiger Herausforderungen können diese Technologien erfolgreich implementiert werden, wenn die richtigen Maßnahmen ergriffen werden.

Durch den Einsatz von Datenanalyse können KMU ihre Wettbewerbsfähigkeit erhöhen und langfristigen Erfolg sichern. Es ist wichtig, kontinuierlich in diese Technologien zu investieren und sich an neue Entwicklungen anzupassen. So bleiben KMU nicht nur konkurrenzfähig, sondern können sich auch in einem zunehmend datengetriebenen Markt behaupten.

Die Zukunft gehört denjenigen, die die Macht der Daten zu nutzen wissen. KMU, die Datenanalyse in ihre Geschäftsstrategie integrieren, haben einen klaren Vorteil. Sie können nicht nur schneller auf Marktveränderungen reagieren, sondern auch proaktiv handeln und somit nachhaltigen Erfolg erzielen

Titelbild/ Bildquelle: Bild von u_485kmhchiv auf Pixabay

Struber wird neuer Trainer des 1. FC Köln

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Spieler des 1. FC Köln (Archiv), via dts NachrichtenagenturKöln (dts Nachrichtenagentur) – Der 1. FC Köln wird mit Gerhard Struber als neuen Cheftrainer in die kommende Zweitliga-Saison starten. Der Österreicher tritt damit die Nachfolge von Timo Schultz an, wie der Absteiger am Mittwoch mitteilte.

„Gerhard passt super in unser Anforderungsprofil“, ließ sich FC-Geschäftsführer Christian Keller zitieren. „Exemplarisch seien seine Passfähigkeit zur FC-Spielidee sowie seine Kompetenz und Erfahrung in der Entwicklung junger Spieler genannt.“ Der neue Trainer sagte: „Ich möchte sehr schnell und richtig tief in die FC-Welt eintauchen, um unseren Zielen nachzujagen und sie auch zu erreichen.“

Zuletzt war Struber bei Red Bull Salzburg tätig, wurde dort aber während einer für den Serienmeister enttäuschenden Saison im April entlassen. Zuvor trainierte er unter anderem die New York Red Bulls sowie den FC Barnsley.


Foto: Spieler des 1. FC Köln (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Dax startet vor US-Inflationsdaten und Fed-Zinsentscheid positiv

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Mittwochmorgen positiv in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 18.475 Punkten berechnet, 0,6 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag.

„Der heutige Handelstag steht ganz im Zeichen der Geldpolitik“, sagte Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. „Die Inflationsdaten aus den USA und die dann folgende Zinsentscheidung der Federal Reserve dürften die Richtung der Aktienmärkte über den Sommer bestimmen. Die Rohstoffpreise sind in den vergangenen Wochen wieder gefallen, was für einen nachlassenden Preisdruck gesorgt haben könnte. Auf der anderen Seite aber steht ein starker Arbeitsmarktbericht für den Monat Mai, der zwar die Renditen am US-Anleihemarkt nach oben trieb, während der Aktienmarkt die Zahlen bislang völlig ignoriert hat.“

„Die Apple-Aktie steigt so hoch wie nie zuvor und treibt damit auch den Technologieindex Nasdaq 100 Index auf ein neues Rekordhoch. In ihrem Schatten stehen die Aktien von Microsoft, Meta, Alphabet und Amazon in Reichweite zu ihren Rekordständen.“ Wenn die großen Aktien die Rally nun wieder aufnähmen, könnte der Anstieg im Nasdaq erst der Anfang einer größeren Aufwärtsbewegung gewesen sein.

„Der Deutsche Aktienindex allerdings nimmt nicht wirklich an dieser Dynamik teil und verharrt weiter in einer Konsolidierung.“ Die Wall Street reagiere damit auch viel optimistischer auf eine bevorstehende Zinssenkung der Fed als der Dax auf die bereits erfolgte der Europäischen Zentralbank.

„Die größte Überraschung, und darauf scheinen einige Investoren im Moment sogar zu spekulieren, wäre eine Zinssenkung der Fed bereits heute Abend. Dafür liegt die Wahrscheinlichkeit lediglich bei 0,6 Prozent. Ein Zinsschritt im Juli wird mit knapp neun Prozent eingepreist, einer im September mit 48 Prozent. Es geht heute Abend in der um 20 Uhr veröffentlichten Pressemitteilung also um den sogenannten Zinspfad der Fed. Die Erwartungen schwanken zwischen einer und zwei Zinssenkungen in diesem Jahr. Es könnte aber sogar einige Mitglieder im Offenmarktausschuss geben, die für gar keine Zinssenkungen in diesem Jahr plädieren“, sagte Stanzl.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochmorgen etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,0739 US-Dollar (-0,06 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9312 Euro zu haben.

Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 82,34 US-Dollar, das waren 42 Cent oder 0,5 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


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Mohamed Ali kritisiert Wehrpflicht-Pläne

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Bundeswehr-Soldaten (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Den Plänen von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD), ein neues Wehrpflichtmodell aufzubauen, steht BSW-Chefin Amira Mohamed Ali kritisch gegenüber.

„Ich finde es falsch, die Wehrpflicht wieder einzuführen“, sagte die Bundestagsabgeordnete am Mittwoch den Sendern RTL und ntv. Über die Wehrpflicht oder Kriegstüchtigkeit zu reden, lehnt die BSW-Politikerin ab: „Das ist alles eine Kriegsrhetorik, die darauf abzielt, Deutschland auf einen großen Krieg vorzubereiten. Das muss unbedingt vermieden werden.“

Doch Mohamed Ali sagte auch: „Klar ist: Die Bundeswehr hat ein Problem. Sie ist in der aktuellen Situation nicht in der Lage, ihren verfassungsgemäßen Auftrag zu erfüllen. Und der heißt, das Land zu verteidigen.“ Dafür müsse die Bundeswehr entsprechend ausgestattet und das Beschaffungswesen geändert werden. „Seit Jahren werden Milliarden in den Militäretat reingebuttert. Das Geld versickert irgendwo in Kanälen für Beraterfirmen oder für Gerätschaften, die nicht richtig funktionieren. Das ist erkennbar der falsche Weg“, beklagt Mohamed Ali.

Pistorius will seine Pläne für einen neuen Wehrdienst am Mittwochnachmittag vorstellen. Dem Vernehmen nach sollen für ein neues Wehrpflichtmodell die 2011 ausgesetzte Erfassung von Wehrfähigen wieder aufgebaut werden. Junge Männer sollen verpflichtet werden, in einem Fragebogen Auskunft über ihre Bereitschaft und Fähigkeit zum Dienst zu geben und sich bei Auswahl einer Musterung zu stellen. Dafür bräuchte es zusätzliche Kapazitäten für Musterungen.


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Anstieg von Kurzarbeit in der Industrie gestoppt

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Stahlproduktion (Archiv), via dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Auf die winterliche Konjunkturflaute haben die deutschen Industriefirmen mit deutlich mehr Kurzarbeit reagiert. In den kommenden Monaten dürfte sie zwar erhöht bleiben, sich aber nicht weiter verschärfen. Das geht aus den am Mittwoch veröffentlichten Quartalsumfragen des Ifo-Instituts hervor. So antworteten im zweiten Vierteljahr 18,8 Prozent der Industriefirmen, sie planten Kurzarbeit in den kommenden drei Monaten.

Im ersten Vierteljahr 2024 waren es noch 19,6 Prozent, im vierten Quartal 2023 waren es 19,1 und im Quartal davor 13,8. Die tatsächliche Zahl liegt allerdings immer einige Punkte darunter, derzeit fahren der Ifo-Umfrage zufolge 12,5 Prozent der Industriefirmen Kurzarbeit.

Unternehmen in der Metallerzeugung und -bearbeitung (42,9 Prozent nach 44,6) planen am häufigsten mit diesem Instrument, gefolgt von den Herstellern von Metallerzeugnissen (30,8 nach 27,2 Prozent). Bei den elektrischen Ausrüstern sind es 28,3 nach 34,6 Prozent, im Maschinenbau 23,7 nach 21,2 Prozent. In der Autobranche sank die Planzahl von 17,3 auf 16,1 Prozent der Firmen. Die kleine Branche der Möbelhersteller liegt bei 46,7 nach 52,9 Prozent.

Laut Bundesagentur für Arbeit hat die konjunkturell bedingte Kurzarbeit im Winterhalbjahr kräftig zugelegt um 44 Prozent. Das ist ein Anstieg von 152.000 Menschen im September 2023 auf 219.000 im März 2024. Mehr als 80 Prozent der Kurzarbeitenden arbeiten in der Industrie. Im langjährigen Vergleich liegt sie damit auf erhöhtem Niveau, ist allerdings von den Rekordständen während Corona weit entfernt.


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