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Barroso lobt deutsche Haltung im Ukrainekrieg

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José Manuel Barroso, über dts NachrichtenagenturBrüssel (dts Nachrichtenagentur) – Der frühere Präsident der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso, hat die deutsche Position im Ukraine-Krieg gelobt. „Ich bewundere die deutsche Haltung. Deshalb finde ich die Kritik an der deutschen Position im Ukraine-Krieg völlig unfair“, sagte der portugiesische Ex-Politiker der „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe).

Man dürfe niemals vergessen, dass die Sowjetunion ein Opfer der Nazi-Diktatur in Deutschland gewesen sei. „Eine vorsichtige Haltung der Deutschen ist also nur verständlich“, fügte Barroso hinzu. Zudem unterstütze Deutschland die Ukraine wie sonst kaum ein anderes Land.

„Die Bundesrepublik ist der zweitwichtigste Geldgeber. Kanzler Scholz hat die Pipeline Nord Stream II aufgegeben und eine dramatische Kehrtwende in der deutschen Politik vollzogen“, sagte der frühere portugiesische Ministerpräsident, der jetzt als Berater für die Investmentbank Goldman Sachs arbeitet. „Ich kann mich noch gut erinnern, wie Grünen-Politiker, die jetzt in der Regierung sitzen, gegen jede Aufstockung der Verteidigungsetats waren. Deutschland verdient nicht die Kritik, die das Land vor allem in den angelsächsischen Medien erfährt.“

Der Portugiese sprach sich auch für ein neues Asylrecht in der Europäischen Union aus. Auf die Frage, ob das Dublin-Abkommen noch halte, wonach Flüchtlinge lediglich im Land ihrer Ankunft einen Asylantrag stellen könnten, sagte Barroso: „Nein. Wir müssen es revidieren und für einen fairen Kompromiss bei der Aufnahme der Flüchtlinge sorgen.“ Die Europäische Union brauche eine gemeinsame Linie.

„Wir müssen in jedem Fall die Genfer Flüchtlingskonvention einhalten. Aber es gibt neben der humanitären Hilfe für verfolgte Flüchtlinge auch die illegale Migration“, schränkte Barroso ein. „Unsere Tore müssen offen sein, aber nicht völlig offen.“ Barroso, der als Parteigänger der konservativen Europäischen Volkspartei im EU-Parlament gilt, würde eine Wiederwahl Ursula von der Leyens als Kommissionspräsidentin unterstützen.

„Sie hat eine hervorragende Arbeit geleistet. Es ist ihre Entscheidung. Ich würde sie unterstützen, wenn sie antritt“, sagte der ehemalige Kommissionspräsident.


Foto: José Manuel Barroso, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

EU-Parlamentspräsidentin drängt auf Einigung in der Asylpolitik

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Flüchtlinge auf der Balkanroute, über dts NachrichtenagenturBrüssel (dts Nachrichtenagentur) – In der Debatte um ein neue EU-Migrationspolitik drängt die Präsidentin des Europäischen Parlaments zur Eile. „Wir brauchen jetzt von allen EU-Ländern einen konstruktiven Ansatz und eine schnellstmögliche Entscheidung, idealerweise an diesem Donnerstag, um das neue Migrations- und Asylpaket der EU noch vor dem Ende dieser Legislaturperiode im Juni 2024 verabschieden zu können. Wir können uns nicht erlauben Zeit zu verlieren, möglicherweise sogar Jahre“, sagte EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola der „Welt“ vor den Beratungen der EU-Innenminister an diesem Donnerstag in Luxemburg.

Es bräuchte möglicherweise eine zeitnahe Einigung der Mitgliedsländer, um das umfangreiche Gesetzespaket fristgerecht noch bis zu den Europawahlen im Juni 2024 zu verabschieden und anschließend in sogenannten Trilog-Verhandlungen eine Einigung zu finden mit der Europäischen Kommission und den Mitgliedstaaten. Abhängig vom Ausgang der Europawahlen könnte das neu gewählte EU-Parlament unter Umständen eine lange Zeit benötigen, um im Abgeordnetenhaus einen Konsens zu finden.


Foto: Flüchtlinge auf der Balkanroute, über dts Nachrichtenagentur

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Grüne drängen auf schnelle Einigung im EU-Asylstreit

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Helfer für Flüchtlinge aus der Ukraine, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Vor den Beratungen der EU-Innenminister über eine große Reform des europäischen Asylsystems drängen die Grünen im EU-Parlament auf eine schnelle Verständigung der Minister ohne Abstriche beim Recht auf Asyl. „Wir Grüne wünschen uns, dass es eine Einigung zwischen den Mitgliedsstaaten gibt, so dass dann das Europäische Parlament und der Rat das endgültige Paket verhandeln können“, sagte der Sprecher der deutschen Grünen, Rasmus Andresen, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben).

Das EU-Parlament habe seine Hausaufgaben bereits gemacht. „Aber einen Kompromiss kann es nicht um jeden Preis geben“, warnte Andresen. Offenbar wollten sich einige Regierungen von rechtspopulistischen Symbolen treiben lassen, was eine Einigung unter den Mitgliedstaaten erschwere, die konstruktiv an einer Lösung arbeiten wollen. Andresen beklagte, die zur Abstimmung vorliegenden Kompromisse würden einer modernen Migrationspolitik nicht gerecht und änderten nichts am grundlegenden Problem, dass weiterhin die Mitgliedsländer an den EU-Außengrenzen die Hauptverantwortung für die Asylverfahren tragen müssten, diese aber nicht stemmen könnten. „Für uns Grüne ist klar, es darf keine Reform der Asylpolitik gegen die Interessen der EU-Staaten mit Außengrenzen geben. Auch das universelle Recht auf Asyl darf nicht angetastet werden“, erklärte der Sprecher der Gruppe der deutschen Grünen-Abgeordneten. Eine erste Registrierung an den Grenzen sei nötig, aber monatelange Asylverfahren an den Außengrenzen gingen zu Lasten der Menschenrechte und seien wirkungslos. „Vor allem Kinder dürfen nicht über viele Monate in Massenlagern festgehalten werden.“


Foto: Helfer für Flüchtlinge aus der Ukraine, über dts Nachrichtenagentur

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Selenskyj sieht Putin massiv geschwächt

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Wolodymyr Selenskyj, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sieht den russischen Präsidenten Wladimir Putin infolge von Machtkämpfen in Moskau sowie des Verlaufs des Krieges gegen die Ukraine geschwächt. „Putin hat die Kraft verloren, die er mal hatte“, sagte Selenskyj der „Bild“ (Donnerstagausgabe).

Es gebe auf der einen Seite einen Krieg, den Russland als militärische Spezialoperation bezeichne, und es gebe einen sehr ernsthaften politischen Kampf zwischen staatlichen und privaten Armeen in Moskau. „Ich glaube, Putin versteht, dass er ein Problem hat“, so Selenskyj. „Ich glaube, dass seine Geschäftspartner den Glauben an ihn verloren haben.“ Das beeinflusse sowohl das Militär als auch viele andere Bereiche.


Foto: Wolodymyr Selenskyj, über dts Nachrichtenagentur

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Messi will zu Inter Miami

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Lionel Messi (Nationalmannschaft Argentinien), Markus Ulmer/Pressefoto Ulmer, über dts NachrichtenagenturParis (dts Nachrichtenagentur) – Superstar Lionel Messi will zum US-Fußballclub Inter Miami wechseln. Der 35-Jährige sagte am Mittwoch den spanischen Sportzeitungen „Mundo Deportivo“ und „Sport“, er gehe „nicht zurück zu Barça“.

Dort war er über zwei Jahrzehnte groß geworden, 2021 war er dann zu Paris Saint-Germain gewechselt, wo er allerdings erhebliche Anlaufschwierigkeiten hatte. Vom FC Barcelona habe er gehört, dass Spieler verkauft oder dass die Spielergehälter gesenkt werden müssten, das wolle er nicht durchmachen. Zudem wolle er Europa verlassen, etwas aus dem Rampenlicht treten und mehr an seine Familie denken. „Ich habe die Entscheidung getroffen, nach Miami zu gehen“, sagte Messi. Der Deal sei allerdings „noch nicht hundertprozentig abgeschlossen“. Seit jeher gelten die USA fußballerisch als Abklingbecken für alternde Superstars aus Europa. Obwohl Fußball dort nur eine untergeordnete Rolle spielt, lässt sich bei vergleichsweise wenig Einsatz relativ viel Geld verdienen. Inter Miami ist im Eigentum einer Investorengruppe um den ehemaligen englischen Nationalspieler David Beckham.


Foto: Lionel Messi (Nationalmannschaft Argentinien), Markus Ulmer/Pressefoto Ulmer, über dts Nachrichtenagentur

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US-Börsen uneinheitlich – Kanadas Zentralbank erhöht Leitzins

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Wallstreet in New York, über dts NachrichtenagenturNew York (dts Nachrichtenagentur) – Die US-Börsen haben sich am Mittwoch uneinheitlich gezeigt. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 33.665 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,3 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag.

Wenige Minuten zuvor war der breiter gefasste S&P 500 mit rund 4.268 Punkten 0,4 Prozent im Minus, die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt mit rund 13.105 Punkten 1,3 Prozent schwächer. Die Zentralbank Kanadas hat am Mittwoch den Leitzins auf den höchsten Stand seit 22 Jahren angehoben. Mit der Erhöhung um 25 Basispunkte liegt der Leitzins nun bei 4,75 Prozent. Bei der letzten Erhöhung im Januar hatte die Zentralbank angekündigt, den Zinssatz zunächst zu halten.

Nun gab die Bank of Canada zu Protokoll, der Nachfrageüberhang in der Wirtschaft scheine insgesamt hartnäckiger zu sein als erwartet. Für viele Anleger kam die Erhöhung überraschend. Sie fürchten, dass die US-Zentralbank Federal Reserve nachziehen könnte, wodurch Investitionen für Unternehmen teurer würden. Derweil tendierte die europäische Gemeinschaftswährung am Mittwochabend etwas stärker.

Ein Euro kostete 1,0697 US-Dollar (0,03 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9349 Euro zu haben. Der Goldpreis sank deutlich, am Abend wurden für eine Feinunze 1.940,32 US-Dollar gezahlt (-1,18 Prozent). Das entspricht einem Preis von 58,34 Euro pro Gramm. Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit 77,00 US-Dollar, das waren 71 Cent oder 0,9 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Wallstreet in New York, über dts Nachrichtenagentur

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Sicherheitsexperte sieht Russland militärisch geschwächt

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Fahne von Russland, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Christian Mölling, Sicherheitsexperte der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, sieht in der mutmaßlichen Sprengung des Kachowka-Staudamms in der Südukraine einen Beleg militärischer Schwäche Russlands. „Wir müssen einfach konstatieren, dass Russland militärisch offensichtlich überhaupt gar keine Optionen mehr hat und (…) in die Kiste reingreift, die eigentlich durch das humanitäre Völkerrecht verboten ist“, sagte Mölling am Mittwochabend zu „RTL Direkt“.

Man nehme „offensichtlich erhebliche Schäden in Kauf und hinterlässt im Grunde genommen verbrannte Erde, um möglicherweise noch kurzfristig einen militärischen Vorteil zu haben“, so der stellvertretende Direktor der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP). Dass der Staudamm wegen „Materialermüdung“ gebrochen sei, halte er für „relativ unwahrscheinlich“, genauso wie ein Motiv Kiews. Auf die Frage, welche Folgen die Überflutung in der Region Cherson auf die ukrainische Gegenoffensive habe, sagte Mölling: „Wir sehen eine Zunahme der militärischen Aktivitäten der Ukraine. Von daher darf man davon ausgehen, dass das schrittweise weitergehen wird. Aber es wird kein wildes Kampfgeheul geben.“

Es werde „keine Offensive geben, die morgens um fünf Uhr mit einem Trompetenstoß beginnt.“ Den Bruch des Staudamms nannte der Sicherheitsexperte eine „riesige humanitäre und Umweltkatastrophe“. Es sei davon auszugehen, dass „das ganze Ausmaß in solcher Dramatik erst in den nächsten Tagen und Wochen tatsächlich sichtbar wird“, so Mölling weiter.


Foto: Fahne von Russland, über dts Nachrichtenagentur

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Letzte Etappe vor der Rezession in den USA

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US Schuldengrenze USA Rezession Geldpolitik
Foto von Nikolaj Schmidt (Quelle: T. Rowe Price)

Ein aktueller Marktkommentar von Nikolaj Schmidt, internationaler Chefökonom bei T. Rowe Price:

Es gibt immer mehr Anzeichen dafür, dass wir kurz vor einer Rezession stehen. Die letzte Phase auf dem Weg dazu beinhaltet in der Regel eine Verlangsamung des Arbeitsmarktes. Zunächst geschieht dies langsam, aber plötzlich beschleunigt es sich so sehr, dass die Zentralbanken eingreifen und die Geldpolitik lockern. Vieles deutet darauf hin, dass wir auf eine durchschnittliche Rezession zusteuern, was keine gute Nachricht ist. Das wird die Finanzmärkte überraschen, denn eine durchschnittliche Rezession wiegt wesentlich schwerer als die derzeitige Markterwartung einer milden Rezession.

Die letzte Etappe der Reise könnte jedoch turbulenter und langwieriger werden, da sich der Arbeitsmarkt noch immer hält und keine entscheidenden Anzeichen für eine Verlangsamung zeigt. Darüber hinaus besteht die Herausforderung für die Wirtschaft darin, dass das Problem der US-Regionalbanken zwar gelöst zu sein scheint, wir aber noch nicht wissen, wie sich die Turbulenzen im regionalen Bankensektor auf die Kreditvergabe und die Bereitschaft der Banken zur Kreditvergabe auswirken werden. Es gibt jedoch auch Lichtblicke. Die früher als erwartet vorgenommenen Zinssenkungen der US-Notenbank könnten eine Abkürzung aus einer möglichen Rezession darstellen. Es ist daher sehr zu begrüßen, dass der Vorsitzende der Federal Reserve, Jerome Powell, angedeutet hat, dass die Zinserhöhungen vorerst vorbei sein könnten. Allerdings sollten wir uns nicht zu früh freuen.

Die gute Nachricht ist nur von kurzer Dauer
Sinkende Energiepreise, nachlassende Engpässe auf der Angebotsseite und eine neue COVID-19-Politik in China haben dem weltweiten Wachstum in letzter Zeit neuen Schwung verliehen. Diese Faktoren haben das Wachstum von einem rezessiven Niveau weggeführt. Leider scheint die Wirkung nur von kurzer Dauer zu sein, denn das Wachstum scheint nicht zu greifen, und vieles deutet darauf hin, dass wir erneut auf einen Abschwung zusteuern. Aus meiner Sicht und aus Sicht der Finanzmärkte stellt sich die Frage, ob sich das Wachstum so stark verlangsamen wird, dass eine rezessive Dynamik einsetzt.

Im Gegensatz zu einer Wachstumsverlangsamung ist eine Rezession etwas schwerwiegender, da sie eine inhärente selbstverstärkende Kraft hat: Zunächst schwächt sich das Wachstum ab, was sich auf den Arbeitsmarkt auswirkt, der wiederum das Wachstum weiter schwächt, wodurch eine sich selbst verstärkende Abwärtsspirale der Rezession entsteht. Um diese Spirale zu beenden, bedarf es eines externen Schocks, meist in Form einer Lockerung der Geldpolitik, die Wachstum und Beschäftigung ankurbelt. Daher ist der Arbeitsmarkt der Schlüsselfaktor, den wir genau beobachten müssen.

In den Vereinigten Staaten sieht der Arbeitsmarkt oberflächlich betrachtet immer noch robust aus. Es gibt zwar Anzeichen für Risse im Beschäftigungsfundament, aber wir sehen noch keinen Umschwung. Und wenn der Arbeitsmarkt nicht nachgibt, wird die Federal Reserve weiterhin eine straffe Geldpolitik verfolgen.

Ein weiterer Faktor, der zu einer Verschärfung der finanziellen Bedingungen beitragen wird, ist die Kreditpolitik der Banken. Obwohl die regionale Bankenkrise in den USA vernünftig gehandhabt wurde und die Behörden versichert haben, dass Einleger keine Verluste erleiden werden, bewerten die Banken ihre Geschäfte neu, und ich erwarte, dass dieser Prozess in den kommenden Quartalen sowohl zu einer straffen Geldpolitik beitragen als auch diese verstärken wird, da der Zugang der Unternehmen und Bürger zu Krediten eingeschränkt wird.

Letzte Etappe vor der Rezession in den USA

Foto von Nikolaj Schmidt (Quelle: T. Rowe Price)

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Japan im Blickfeld der Anleger: Privatanleger bevorzugen japanischen Yen gegenüber Euro und US-Dollar

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retail Privatanleger Japan Schulden IBEX 35
Foto von Michael Hall (Quelle: Spectrum Markets)
  • Entscheidung der Bank of Japan sendet gegensätzliche Signale für Währung und Aktien
  • Markt sieht japanischen Yen unter- und Aktien überbewertet

Der Spectrum European Retail Investor Index (SERIX), der die Stimmung europäischer Privatanleger misst, zeigt ein starkes positives Interesse am japanischen Yen im Vergleich zum Euro und US-Dollar. Diese gilt allerdings nur gegenüber der Währung, die Stimmung der Privatanleger gegenüber dem Nikkei 225 ist rückläufig.

Bei Investments, die an das Währungspaar EUR/JPY gekoppelt sind, lag der SERIX im vergangenen Monat bei nur 81 Punkten und damit 19 Punkte von dem neutralen Wert von 100 entfernt. Der Wert deutet darauf hin, dass die Anleger eine bessere Entwicklung des Yen gegenüber dem Euro erwarten. Auch beim USD/JPY erreicht der Index einen Tiefstand von 92 Punkten, dies vor dem Hintergrund der positiven Wirtschaftsdaten aus Japan.

Der SERIX-Wert, der von Spectrum Market, dem paneuropäischen Handelsplatz für verbriefte Derivate mit Sitz in Frankfurt, herausgegeben wird, zeigt die Stimmung der Privatanleger bei verschiedenen Anlageprodukten, z. B. Währungspaare, Rohstoffe, Aktien, etc. Eine Zahl über 100 für eine positive Stimmung und eine Zahl unter 100 für eine negative Stimmung steht. (Weitere Informationen zur Methodik siehe unten).

Der SERIX Index für die Stimmung beim Nikkei-225-Index erreichte einen Wert von 89 Punkten, was darauf hindeutet, dass die Privatanleger nicht so viel Vertrauen in japanische Aktien haben wie in die japanische Währung.
„Ein möglicher Grund für diese Diskrepanz könnte die Ankündigung der Bank of Japan Ende April sein, die ultraniedrigen Zinssätze beizubehalten, um die exportorientierte japanische Wirtschaft zu stützen“, erklärt Michael Hall, Head of Distribution bei Spectrum Markets.
„Da die Aktienkurse aufgrund der Zentralbankpolitik steigen und der Yen künstlich niedrig gehalten wird, könnte dies zu dem Eindruck führen, dass Aktien überbewertet sind und der Yen unterbewertet ist, was sich in der SERIX-Stimmung der Privatanleger widerspiegelt“, so Hall weiter.
Im Mai 2023 wurden 115,2 Millionen verbriefte Derivate auf Spectrum gehandelt, wobei 37 % der Trades außerhalb der traditionellen Handelszeiten (d. h. zwischen 17:30 und 9:00 Uhr MEZ) stattfanden.

78 % der gehandelten Derivate bezogen sich auf Indizes, 15,1 % auf Währungspaare, 5 % auf Rohstoffe, 1,6 % auf Aktien und 0,3 % auf Kryptowährungen, wobei die drei meistgehandelten Basiswerte der DAX 40 (23,8 %), der S&P 500 (19,1 %) und der NASDAQ 100 (18,6 %) waren.
Betrachtet man die SERIX-Daten für die drei wichtigsten zugrundeliegenden Werte, so blieb der DAX 40 bei 98, der S&P 500 stieg geringfügig von 97 auf 98, und der NASDAQ 100 wechselte von 101 zu negativen 95.

Japan

Japan im Blickfeld der Anleger: Privatanleger bevorzugen japanischen Yen gegenüber Euro und US-Dollar

Foto von Michael Hall sowie die Graphik zum SERIX Sentiment für Nikkei und die Währungspaare USD/JPY und EUR/JPY (Quelle für beide: Spectrum Markets)

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adesso ventures investiert in KI-Startup TamedAI

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adesso ventures, der Venture-Capital-Arm des IT-Dienstleisters adesso, beteiligt sich mit einem Seed-Investment am Essener Startup TamedAI, einem Spezialisten für KI-basierte Sprachmodelle. Mit der TamedAI-Entwicklung Perceptor können Dokumente mittels modernster Computer-Vision-Technologie automatisiert inhaltlich bearbeitet und ausgelesen werden.

KI-basierte Large-Language-Modelle sind derzeit in aller Munde. Das generative Sprachmodell ChatGPT des US-amerikanischen Unternehmens OpenAI bricht derzeit alle Rekorde, was Nutzungszahlen und mediale Aufmerksamkeit anbelangt. Schon jetzt wird dem KI-Chatbot, der textbasierte Fragen aller Art beantworten kann, ein disruptiver Charakter für Wirtschaft und Gesellschaft prognostiziert.

Der „Perceptor“, das Kernprodukt des 2019 gegründeten Startups TamedAI, bewegt sich als KI-basiertes „Multimodales Large-Language-Modell“ ebenfalls in diesem Kontext, ist allerdings auf die inhaltlich-semantische Auswertung von Dokumenten spezialisiert. Mit dem multilingualen Perceptor können Unternehmen aller Branchen Dokumente automatisiert nach unterschiedlichsten Informationsbestandteilen für die Weiterbearbeitung auslesen, ohne dass sich Sachbearbeiter noch manuell mit der Erfassung von Daten beschäftigen müssen. Eine immense Zeit- und Kostenersparnis für Wirtschaft und Verwaltung wird möglich.

Malte Unger, Geschäftsführer von adesso ventures, begründet die Beteiligung von adesso mit dem großen Marktpotenzial, das der Entwicklung prognostiziert wird: „Der Perceptor ist eine echte Bereicherung für die Dokumentenverarbeitung. Er geht weit über bisher übliche Texterkennungsanwendungen hinaus, die auf die rein optische Zeichenerkennung auf Basis von OCR-Technologie („Optical Character Recognition“) abstellen. Der Perceptor kann Dokumente KI-basiert auf Grundlage neuronaler Netze und Algorithmen ganzheitlich und umfassend auswerten. Wir sehen in der Lösung eine Analysetechnik der Zukunft, die adesso als Investor und IT-Dienstleister ab sofort auch im Rahmen von Kundenprojekten einsetzen wird.“

Malte Unger, Geschäftsführer von adesso ventures, prognostiziert dem „Perceptor“ von TamedAI großes Marktpotenzial: „Wir sehen in der Lösung eine Analysetechnik der Zukunft.“ (Copyright: adesso)

Die Geschäftsführer der TamedAI GmbH, Ole Meyer und Nils Schwenzfeier, haben das Spin-off aus dem Lehrstuhl für Software-Engineering, insb. mobile Anwendungen, an der Universität Duisburg-Essen ausgegründet. Die beiden Informatiker forschen seit Jahren zu neuronalen Netzen und ihren Anwendungsgebieten in Industrie und Wirtschaft. Dazu Nils Schwenzfeier: „Unser Perceptor ist ein kombiniertes Sprach- und Visionsmodell mit umfassendem semantischem Verständnis für sämtliche Datenbestandteile von Dokumenten, also auch von Tabellen, Grafiken, Bildern und Illustrationen. Als Enabler eingesetzt, kann unsere Software Geschäftsprozesse in der Sachbearbeitung, beispielsweise bei der im von Versicherungswesen, entscheidend verschlanken und beschleunigen. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit unserem Investor adesso unsere Entwicklung im Markt breiter bekannt zu machen.“

Die Beteiligung an TamedAI ist – nach dem jüngst verkündeten Engagement bei der Hanko GmbH (Passkeys-Technologie) – ein weiteres vielversprechendes Investment von adesso ventures in ein B2B-orientiertes Tech-Startup: „adesso ventures entwickelt sich immer mehr zu einer zentralen Anlaufstelle im Venture-Ökosystem, insbesondere für Firmen, die sich noch in einem frühen Entwicklungsstadium befinden“, erklärt Malte Unger von adesso ventures. „Unser Fokus liegt auf europäischen Tech-Startups, die insbesondere Innovationen für die Industrie- und Wirtschaftszweige entwickeln, auf die sich adesso mit profundem Technologie- und Branchen-Know-how konzentriert hat.“

Podcast zu TamedAI in der Reihe „IT-Tacheles“
TamedAI und dessen Entwicklungen sind auch Gegenstand der aktuellen Ausgabe der adesso-Podcast-Reihe „IT-Tacheles“. Gastgeber Prof. Dr. Volker Gruhn, Aufsichtsratsvorsitzender von adesso, unterhält sich mit Perceptor-Erfinder und TamedAI-Gründer Nils Schwenzfeier. Zu hören auf der Website von adesso unter: https://www.adesso.de/de/news/it-tacheles/folge-52.jsp

Eventhinweis adesso digital day 2023
Übrigens: Die Menschen und Technologien hinter den jüngsten Erfolgsgeschichten der Digitalen Transformation bringt adesso am 21. Juni 2023 auf seinem Event-Highlight des Jahres, dem adesso digital day, zusammen. Auf dem Areal Böhler in Düsseldorf stellt adesso digitale Werkzeuge der Zukunft vor, mit denen Unternehmen das Potenzial ihrer Daten voll ausschöpfen können. Nähere Informationen und Anmeldung unter: www.adesso.de/de/digital-day.jsp.

Titelbild: Nils Schwenzfeier, Geschäftsführer von TamedAI: „Als Enabler eingesetzt, kann unsere Software Geschäftsprozesse in der Sachbearbeitung entscheidend verschlanken und beschleunigen.“ (Copyright: Private)

Quelle PR-COM GmbH