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Aktive ETFs – hohe Nachfrage beflügelt Vielfalt des Angebots

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Indien ETFs
Foto von Marcus Weyerer (Quelle: Franklin Templeton)

Ein aktueller Marktkommentar von Marcus Weyerer, CFA, Senior ETF Investment Strategist, Franklin Templeton ETFs EMEA:

Der Begriff ETF bedeutet zunächst wortwörtlich nichts anderes als börsengehandelter Fonds. Dabei ist in dem Wort der Begriff „passiv“ nicht enthalten. Trotzdem herrscht jedoch häufig die Meinung, es handle sich bei einem ETF immer um ein passives Produkt. Inzwischen sind jedoch aktiv gemanagte ETFs auf dem Vormarsch.

In der Vergangenheit hat ein ETF einen passiven Ansatz bei dem versucht wird, einen Index möglichst exakt nachzubilden. Heute muss eine passive Anlage, die nach Marktkapitalisierung gewichtet ist, aus Investorensicht nicht immer die beste Lösung sein. Eine Verbesserung kann eine Smart-Beta-Strategie erzielen, die zum Beispiel fundamentale Faktoren wie die Qualität der einzelnen enthaltenen Indexwerte berücksichtigt. Doch das ist nicht die einzige Fortentwicklung. Inzwischen gibt es aktive ETFs, deren Ziel ist, wie ein aktiver Investmentfonds die Benchmark zu schlagen.

Aktive ETFs stellen eine neue Art der Geldallokation dar – sie kombinieren die Vorzüge des aktiven Managements mit den Vorteilen der ETF-Verpackung. Sie bieten den Anlegern eine zusätzliche Auswahl neben den traditionellen Investmentfonds, passiven ETFs, individuellen Aktien und Anleihen sowie Derivaten. Traditionelle Nutzer von ETFs sehen in aktiven ETFs die Möglichkeit, dank der in der Hülle enthaltenen aktiven Strategie eine bessere Performance zu erzielen, und da sie das Instrument bereits kennen, scheinen sie sich damit recht wohl zu fühlen.

Auf der anderen Seite sehen die Käufer traditioneller aktiver Investmentfonds, die mit aktiven Strategien vertraut sind, die aktiven ETFs als eine Möglichkeit, sich in das ETF-Land zu wagen und zusätzliche Flexibilität für ihr Portfolio zu erhalten. In der Welt der Investmentfonds gibt es sowohl aktive als auch passive Strategien.Das Gleiche gilt nun auch für ETFs in Europa.

Aktive ETFs – rasanter Wachstumsmarkt

Weltweit sind etwa zehn Billionen Dollar in ETFs investiert. Nur ein Bruchteil – etwa 5,5 Prozent beziehungsweise rund 550 bis 650 Milliarden USD – zählt heute zu den aktiven ETFs. Doch das Segment wächst sehr schnell. In Europa, so verlässliche Schätzungen, umfasst der Markt etwa 1,3 bis 1,4 Billionen USD, auch hier mit hohen Wachstumsraten von jährlich rund 40 Prozent. So sind im Jahr 2022 90 Milliarden USD in aktiv verwaltete ETFs geflossen, 70 Prozent der Investmentgelder gingen in Aktienprodukte und etwa 20 Prozent festverzinsliche Papiere. Schon im Jahr 2021 wurden erstmals mehr aktiv verwaltete ETFs aufgelegt als traditionelle passive ETFs.

Gleichzeitig zeigte sich auf dem US-Markt ein Phänomen, das wir in Europa aus verschiedenen Gründen noch nicht beobachten: Viele traditionelle Investmentfonds wurden in ETFs umgewandelt. Inzwischen bieten in den USA 30 von 50 Vermögensverwaltern, die im ETF-Markt tätig sind, auch aktive ETFs an. Die USA sind Europa bei aktiven ETFs circa 5-8 Jahre voraus. Fazit: Der Gesamtmarkt für aktive ETFs wird stark wachsen, in den nächsten Jahren könnte sich das verwaltete Volumen auf rund 100 Milliarden vervierfachen.

Der erste aktive ETF (mit dem Namen Current Yield) wurde übrigens schon im Jahr 2008 von Bear Stearns aufgelegt. Der erste aktiv verwaltete ETF in Europa wurde im Jahr 2011 aufgelegt. In Europa sind inzwischen etwa 100 aktive ETFs verfügbar, viele davon auf Aktienbasis, doch festverzinsliche Wertpapiere holen recht schnell auf, ebenso wie Geldmarkt- und Multi-Asset-Produkte. Die Anbieter bilden eine inhomogene Gruppe aus traditionellen ETF-Anbietern, aber auch einige mittelgroße Vermögensverwalter und White-Label-Unternehmen, die sich auf aktive ETF spezialisiert haben.

Können ETF-Manager mittels aktivem Management Alpha erzeugen? Entscheidend sind, wie bei allen gemanagten Produkten, die Faktoren erfahrenes Team, elaborierter und bewährter Auswahlprozess mit hoher Erfolgsquote sowie niedrige Kosten. Es werden also die beiden Aspekte des traditionellen ETF-Auswahlverfahrens mit dem traditionellen Auswahlverfahren eines aktiven Investmentfonds kombiniert. Aktive ETFs behalten die traditionellen Vorteile von ETFs bei: ihre Flexibilität, die Handelbarkeit innerhalb eines Tages, die Transparenz und die Kosteneffizienz.

Aktien-ETFs und Anleihen-ETFs mit unterschiedlicher Strategie

Das gilt sowohl für Aktien- als auch für Anleihen-ETFs. Unternehmen geben bestenfalls zwei Arten von Aktien aus: Vorzugsaktien und Stammaktien. Bei festverzinslichen Wertpapieren gibt es dagegen eine hohe Zahl verschiedener Varianten: unterschiedliche Laufzeiten, Währungen, Anleihen mit oder ohne Optionen und so weiter. Wegen der hohen Komplexität können Indizes mit festverzinslichen Papieren kaum vollständig nachgebildet werden. Es ist sinnlos, enorm viele Anleihe-Varianten zu replizieren, das ist praktisch nicht machbar.

Es ist auch nicht nötig, 30.000 Bestandteile eines Anleihen-Index nachzubilden, wenn man dasselbe zuverlässige Ergebnis mit einer viel geringeren Anzahl von Bestandteilen, welche die gleichen Merkmale wie das ursprüngliche Universum aufweisen, erzielen kann. Ein weiterer Punkt ist die Liquidität. Unter diesen 30.000 Anleihen-Varianten gibt es eine große Anzahl, die nur selten oder gar nicht gehandelt wird. Selbst wenn man sie also nachbilden könnte, würde man das nicht tun – aus dem einfachen Grund, dass der Prozess des Kaufs und Verkaufs dieser Anleihen sehr ineffizient – und kostspielig – sein könnte. Aktives Management kann hier einen Mehrwert liefern.

Trotzdem gibt es auf Basis der großen Auswahl von aktiven Aktien- und Anleihen-ETFs heute schon für jede Markt- und Rendite-Erwartung geeignete Investmentprodukte und die bisherige Entwicklung spricht dafür, dass dieses innovative Angebot weiter wächst. Aktive ETFs, insbesondere Anleihen-ETFs, stellen, besonders in einem volatilen Marktumfeld, einen Bereich anhaltenden Wachstums für den ETF-Markt in Europa dar.

Aktive ETFs – hohe Nachfrage beflügelt Vielfalt des Angebots

Foto von Marcus Weyerer (Quelle: Franklin Templeton)

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Extremisten sollen schneller aus Bundeswehr entlassen werden

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Bundesverteidigungsministerium (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Extremisten sollen künftig schneller aus der Bundeswehr entlassen werden. Das Kabinett beschloss am Mittwoch einen entsprechenden Gesetzentwurf des Verteidigungsministeriums.

Dafür soll ein neuer spezifischer Entlassungstatbestand geschaffen werden, der an das Bundesverfassungsschutzgesetz anknüpft, teilte das Ministerium mit. Soldaten, die nachweislich verfassungsfeindliche Bestrebungen unterstützen oder verfolgen, könnten dann unabhängig von ihrem Status durch einen Verwaltungsakt aus dem Dienstverhältnis entfernt werden. Dabei erfolgt die Entlassung nun durch die Behörde selbst, nicht nach langwierigen Gerichtsverfahren. Der Rechtsschutz bleibe aber gewährleistet, da eine gerichtliche Überprüfung dieser Entscheidung möglich sei, hieß es weiter.

Man sei „wachsam, um im Einzelfall schnell und konsequent handeln zu können“, sagte Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD). Der Gesetzentwurf schaffe die Möglichkeit, „die Bundeswehr vor verfassungsfeindlichen Strömungen zu bewahren, und das bei Wahrung aller rechtsstaatlichen Grundsätze“, fügte er hinzu. Neben dem neuen Entlassungstatbestand wird dem Entwurf gemäß – in Anlehnung an die Regelungen für Beamte – das Soldatengesetz dahingehend geändert, dass eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe wegen Volksverhetzung zum Verlust der Rechtsstellung des Soldaten führt, ohne dass es eines weiterführenden Verwaltungsaktes bedarf. Diese Regelung wird für sämtliche Soldaten sowie frühere Soldaten eingeführt.

Zudem steht eine solche Verurteilung einer Berufung in das Dienstverhältnis eines Berufssoldaten sowie eines Soldaten auf Zeit von vornherein entgegen.


Foto: Bundesverteidigungsministerium (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

SPD-Fraktionsvize stützt Lindner im Streit mit Paus

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Lisa Paus (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – SPD-Fraktionsvize Verena Hubertz hat sich im neuen Streit der Ampel-Koalition hinter Finanzminister Christian Lindner (FDP) gestellt. „Das Verschieben des Gesetzes ist für mich nicht nachvollziehbar, die Wirtschaft braucht jetzt Maßnahmen“, sagte sie mit Blick auf das Veto von Familienministerin Lisa Paus (Grüne) gegen das „Wachstumschancengesetz“ dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

In dem Gesetz gebe es „einige gute Vorschläge“, fügte sie hinzu. „Daher müssen wir als Ampelkoalition in die Gänge kommen und das parlamentarische Verfahren schnellstmöglich starten, anstatt uns gegenseitig zu blockieren.“ Spätestens nach den Erfahrungen mit dem Heizungsgesetz müsse allen bewusst sein, dass es nur gemeinsam konstruktiv nach vorne gehen könne, so die SPD-Politikerin.


Foto: Lisa Paus (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Quality Hotel Vienna: Ein Wien-Trip im Herbst

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QUALITY HOTEL VIENNA
Schonbrunn palace in Vienna, Austria

Das Quality Hotel Vienna ist ein zentraler Ausgangspunkt zu den Highlights der Stadt

Wien begeistert. 365 Tage im Jahr verbinden sich in der Donaumetropole weltbekannte Sehenswürdigkeiten, kultureller Hochgenuss, spannendes Urban Life, vielfältiges Shopping, kulinarische Facetten, der geliebte Wiener Charme und noch so viel mehr zu einem unvergesslichen Erlebnis. Im Herbst punktet die Stadt mit vielen Highlights: Ausgedehnte Spaziergänge durch die herbstlich-bunten Parks entspannen, unzählige Events für jeden Geschmack stehen auf dem Programm und es ist Hochsaison bei den Heurigen, wo der frische „Sturm“ eingeschenkt wird. Jetzt, nach der Sommerhitze, macht es wieder Spaß die Museen zu besuchen und so viel mehr.

Wer im Quality Hotel Vienna wohnt, der startet an der Haustür zu seinen Entdeckungstouren. Das einladende Haus liegt direkt am Schlosspark Schönbrunn und nur wenige Schritte von dem beliebten Tiergarten entfernt. Die exzellente Lage macht es einfach, vom Stephansdom über das Sissi Museum bis hin zur Nationalbibliothek alle Sehenswürdigkeiten und besonderen Plätzchen der Stadt zu erkunden.

In den Zimmern des Quality Hotels kann man sich wunderbar wohlfühlen und eine erholsame Pause vom Trubel der Stadt genießen. Geräumige Familienzimmer kommen Groß und Klein entgegen. Von den Executive Zimmern schweift der Blick weit über die Dächer der beeindruckenden Stadt. Fünf luxuriöse Zimmerkategorien stehen zur Wahl und treffen jeden Geschmack. Feinschmecker und Food-Aficionados wissen, dass die kulinarische Vielfalt Wiens unschlagbar ist.

Dennoch, wer gerne einmal im Hotel bleibt, ist im Quality Hotel bestens bedient. Das Hotelrestaurant verwöhnt mit internationalen Gerichten und einem umfangreichen Frühstücksbuffet im angenehm-gemütlichen Ambiente. Städtereisende wohnen hier mit Top-Quality, wie der Name schon sagt. Und wer zum Arbeiten kommt, der nutzt den hellen, komfortablen Meetingraum. Räumlichkeiten bis 102 Personen stehen für Tagungen zur Verfügung. Ein professionelles Tagungsteam kümmert sich um erfolgreiche Veranstaltungen. Besonders praktisch: Direkt am Hotel gibt es In- und Outdoor-Parkplätze (19 Euro pro Nacht).

Besuch im Schloß Schönbrunn (bis 02.11.23)
Leistungen: 2 Übernachtungen im Standard DZ, reichhaltiges Frühstücksbuffet, Classic Pass Schloss Schönbrunn inklusive Grand Tour mit Audioguide, Eintritt in den Kronprinzengarten, Irrgarten & Labyrinth, Orangeriegarten sowie die Gloriette und Aussichtsterrasse – Preis p. P.: ab 174 Euro im DZ

Bild QUALITY HOTEL VIENNA

Quelle mk Salzburg

Heidelberger Start-up mamly gewinnt die Debeka als Partner

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mamly

Das Heidelberger FemTech Start-up Institut für digitale Frauengesundheit hat mit mamly ein innovatives digitales Versorgungsprogramm zur Erkennung, Prävention und Linderung von peripartalen Depressionen entwickelt und schließt damit eine bestehende Versorgungslücke. Vor kurzem konnte das Team um Gründerin und Geschäftsführerin Anna-Lena Hudalla (40 Jahre) als weiteren Partner die Debeka Krankenversicherung gewinnen. Neben der Techniker Krankenkasse ein zweiter wichtiger Partner, um möglichst viele Frauen zu erreichen. Aktuell werden 16.000 Nutzer*innen durch die Applikation betreut, davon sind ca die Hälfte bei einem der Partner versichert.

Als zertifiziertes Medizinprodukt begleitet die mamly App Mütter durch die sensitive Zeit der Schwangerschaft und nach der Geburt und schließt eine versorgungslücke bei der Betreuung von Schwangeren und Müttern.

Die Gründerinnen Anna-Lena Hudalla und Prof. Dr. Stephanie Wallwiener haben die Vision, dass alle Schwangeren und Mütter durch die mamly App gestärkt und unterstützt werden. Mentale Gesundheit ist ein wichtiges Thema und wird oft vernachlässigt oder gar zum Tabu-Thema, obwohl die Folgen von fehlender Unterstützung in dieser besonderen und wichtigen Zeit schwerwiegend sein können. Die mamly App wurde von einem ExpertInnen-Team aus PsychologInnen, GynäkologInnen und Hebammen entwickelt und ist ein zertifiziertes Medizinprodukt mit evidenzbasierten Inhalten, basierend auf neuesten Forschungserkenntnissen, um ein Online-Versorgungsangebot zu schaffen, das da niedrigschwellig Hilfe gibt, wo es am dringendsten benötigt wird.

Anna-Lena Hudalla über die Zusammenarbeit mit der debeka: “Wir freuen uns sehr, ab sofort auch alle Versicherten der Debeka Versicherung mit unserem innovativen Programm zu versorgen.“ Für uns steht es an oberster Stelle, Schwangere und Mütter im ersten Jahr zu unterstützen und ihnen in dieser vulnerablen Zeit zur Seite zu stehen. Deswegen ist es umso wichtiger starke Partner*innen an der Seite zu haben, die uns bei dem Vorhaben, noch mehr Frauen zu erreichen, unterstützen ”.

Bild mamly Gruppenfoto Fotocredit mamly

Quelle Henrike Redecker

Lindner nennt neuen Ampel-Streit "bedauerlich"

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Christian Lindner (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach der Vertagung des Kabinettsbeschlusses zum geplanten „Wachstumschancengesetz“ von Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) haben die Liberalen verärgert reagiert. „Deutschland braucht wieder Wachstum“, sagte Lindner am Mittwoch.

Die strukturellen Bedingungen für die Wirtschaft müssten verbessert und Investitionen „attraktiver“ werden. Es sei daher „bedauerlich“, dass ein Kabinettsbeschluss zu dem Gesetz trotz des Einvernehmens mit dem Bundeswirtschaftsministerium „nicht möglich“ gewesen sei. „Jede und jeder sollte wissen, dass alle sozialen Ausgaben ein starkes wirtschaftliches Fundament benötigen“, fügte Lindner hinzu. „Auch Familien mit Kindern benötigen gute Arbeitsplätze.“ Ähnlich äußerte sich Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP): „Wer einen starken Sozialstaat will, braucht eine starke Wirtschaft“, sagte sie.

Mit der Blockade des „Wachstumschancengesetzes“ schade man beidem. „Wir brauchen jetzt Vorfahrt für Wachstum, Forschung und Bildung“, so die FDP-Politikerin. Das Gesetz war am Mittwoch nicht wie geplant im Kabinett behandelt wurden – offenbar wegen einer Blockade durch Familienministerin Lisa Paus (Grüne). Diese soll das Vorhaben mit Forderungen zur geplanten Kindergrundsicherung verbunden haben.

Das Gesetzespaket von Lindner sieht unter anderem Steuererleichterungen für Unternehmen vor. Geplant sind mehrere Maßnahmen, die für „Entlastungen“ in einem Umfang von sechs Milliarden Euro sorgen sollen.


Foto: Christian Lindner (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

SoSafe warnt Mitarbeitende vor Cyberbedrohungen

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sofie

SoSafe präsentiert „Sofie“ – ein KI-basierter Bot, der Mitarbeitende unmittelbar vor neuen Cyberbedrohungen warnt

Neues KI-gestütztes Rapid Awareness-Tool ermöglicht unmittelbaren Versand von Security-Alerts an Mitarbeitende über MS Teams, um schnelles Bewusstsein für neue Cyberbedrohungen zu schaffen

SoSafe, Europas führende Plattform für Security Awareness und Training, gibt die Markteinführung von Sofie bekannt, einer KI-gestützten Rapid Awareness-Lösung. Sofie eröffnet neue Wege der Sicherheitskommunikation – immer dann, wenn schnelles Handeln erforderlich ist. Das Tool hilft Sicherheitsexpertinnen und -experten, leicht verständliche sowie personalisierte Sicherheitswarnungen zu akuten Cyberbedrohungen über MS Teams sofort an alle Mitarbeitenden zu versenden. Die direkte Ansprache fördert ein kontinuierliches Sicherheitsbewusstsein und proaktives Verhalten und hilft über die stetig neuen Strategien von Cyberkriminellen aufzuklären.

Im Vergleich zu herkömmlichen Methoden wie Intranetartikeln, E-Mails und Gruppenchats erleichtern die Rapid Awareness-Alerts die Arbeit der Sicherheitsteams: Diese können wertvolle Zeit durch Automatisierung sparen, Mitarbeitende direkt in ihrem Arbeitsumfeld erreichen und so mit einfachen Mitteln das Engagement-Level von Mitarbeitenden anheben. Mit Sofies KI-gesteuertem Alert-Generator erhalten Sicherheitsverantwortliche Hilfe beim Schreiben der Benachrichtigungen: Während Sicherheitsverantwortliche komplett über den Inhalt bestimmen können, unterstützt das AI-Plugin automatisiert bei einer kurzen und einprägsamen Formulierung, die eine hohe Verständlichkeit sicherstellt.

„In einer Welt voller eskalierenden Cybersicherheitsbedrohungen mit zunehmend professionalisierender Cyberkriminalität und immer dezentraleren Arbeitsumgebungen müssen Unternehmen auf Gefahren schneller reagieren als je zuvor“, so Dr. Niklas Hellemann, Psychologe und CEO von SoSafe. „Herkömmliche Schulungen zur Informationssicherheit reichen nicht mehr aus, um die Aufmerksamkeit und das Engagement der Mitarbeitenden zu gewinnen – insbesondere, wenn es um die Bekämpfung neuer akuter Bedrohungen geht, die sofortiges Handeln erfordern. Der SoSafe Human Risk Review 2023 hat bei Sicherheitsverantwortlichen die größten Schwierigkeiten mit herkömmlichen Schulungsmethoden abgefragt: Diese reichen von langwierigen Sitzungen, die wertvolle Arbeitszeit verschlingen, über wenig relevante und nicht maßgeschneiderte Inhalte bis hin zu sich wiederholenden Formaten, die die Aufmerksamkeit der Mitarbeitenden nicht gewinnen können.“

Durch die nahtlose Integration in MS Teams bietet Sofie Sicherheitsexpertinnen und -experten einen zusätzlichen Kanal zur Stärkung des Sicherheitsbewusstseins. Damit bringen sie das Thema Cybersicherheit genau dorthin, wo die Mitarbeitenden einer Organisation sind, und sorgen dafür, dass sichere Verhaltensweisen Teil des Arbeitsalltags werden. Diese Multi-Channel-Strategie gewährleistet die unmittelbare und schnelle Übermittlung von Sicherheitswarnungen, verbessert die Einhaltung von Richtlinien und verringert das Risiko von Sicherheitsvorfällen.

„Unternehmen auf der ganzen Welt sind täglich Cyberbedrohungen ausgesetzt, und Kriminelle nutzen immer vielfältigere Methoden und Kanäle, um Mitarbeitende anzugreifen“, sagt Pierre Noel, CSO bei Le Collectionist, Mitglied des Beirats von mehreren Fortune 100 Unternehmen und Regierungen. „Um die Cyber-Resilienz einer Organisation zu erhöhen, ist es entscheidend, alle Sicherheitsmaßnahmen dorthin zu verlagern, wo die Menschen in ihrer routinierten Umgebung sind – zu ihren täglichen Interaktionen und auf ihre wichtigsten Kommunikationsplattformen. Die Rapid Awareness-Lösung von SoSafe ermöglicht dies und stärkt die Verteidigungssysteme von Organisationen, indem sie Risiken sofort angeht und alle Betroffenen informiert.“

„Mit der Markteinführung von Sofie können wir nun eine Komplettlösung anbieten, die Mikro-Lerninhalte, Praxis-Training mit Phishing-Simulationen und direkte Wissensvermittlung durch Rapid Awareness umfasst“, so Hellemann. „Als erste Multi-Channel Rapid Awareness-Lösung auf dem Security Awareness-Markt stellt der ganzheitliche Ansatz von SoSafe sicher, dass Mitarbeitende in Unternehmen jeder Größe eine umfassende und ansprechende Lernerfahrung erhalten.“

Sofie ist derzeit exklusiv über eine Integration mit MS Teams verfügbar. Die Einbindung in andere Kommunikationsplattformen wie Slack ist im Zuge der weiteren Entwicklung des Tools geplant. Ziel von SoSafe ist es, durch verbesserte Funktionen und mehr Komfort die Wirksamkeit der Plattform zu vergrößern und den Bedürfnissen der vielfältigen Kundenbasis gerecht zu werden.

Bild Sofie

Quelle Tyto Public Relations Limited

Wir müssen Leitplanken setzen, damit KI den Menschen dient

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PINKTUM implementiert einen Code of Conduct für den Umgang mit Künstlicher Intelligenz. / Bildrechte: PINKTUM

KI-Experte Alois Krtil plädiert für mehr Selbstverpflichtung der Unternehmen im Umgang mit Künstlicher Intelligenz und implementiert einen Code of Conduct bei PINKTUM. Das Unternehmen für digitale Personalentwicklung gehört so zu den Vorreitern im selbstregulierten Umgang mit KI.

KI drängt rasend schnell in unser Alltagsleben vor, teilweise ohne dass sich die Menschen dessen bewusst sind und die Daten rechtskonform verwendet werden. Diese unkontrollierte und ungerichtete Ausbreitung ist auch für Unternehmen riskant, meint Alois Krtil, einer der führenden Experten und Dozent auf dem Gebiet Künstlicher Intelligenz. Viele Entwickler:innen wünschen sich Regeln, um den starken Hebel, den KI bietet, abgesichert einzusetzen und gleichzeitig im internationalen Wettbewerb schrittzuhalten: „Wir müssen Leitplanken setzen, damit KI den Menschen dient und wir die Chancen dieser Schlüsseltechnologie verantwortlich ausschöpfen können“, so Krtil. Ohne Verlässlichkeit in Bezug auf Ethik, Governance, Transparenz, Datensicherheit und Robustheit der Systeme bliebe KI häufig im Prototypen-Status stecken, oder würde erst gar nicht als Lösungsansatz betrachtet.

PINKTUM unter den Vorreitern der Selbstverpflichtung
Noch bevor die KI-EU -Verordnung in Europa spätestens 2026 in Kraft treten soll, empfiehlt der Experte Organisationen, die ihre Leistungen mit Hilfe von KI ausbauen wollen, eine Selbstverpflichtung. „Insbesondere unter Digitalunternehmen mit ersten Referenzen in der Entwicklung und Nutzung von KI, gebe es Vorreiter. Dazu zählt PINKTUM, wo Krtil im April 2023 zum CTO berufen wurde.

PINKTUM hat einen Code of Conduct veröffentlicht, der zehn Punkte umfasst. Der erste Punkt heißt „Sicherheit“ und gibt Datenschutz höchste Priorität, weshalb jede Anwendung eine Risikoanalyse durchläuft. „Transparenz“ folgt dem Grundsatz, dass maschinelle Prozesse nachvollziehbar sein müssen. „Fairness“ bedeutet, dass die KI-Modelle keine diskriminierenden Ergebnisse liefern. Unter „Datensparsamkeit“ verpflichtet sich PINKTUM, personenbezogenen Daten nur dann zu verwenden, wenn sie im Dienste der Lernenden stehen. Nicht alles, was technologisch geht, ist notwendig und sollte gemacht werden. (Mehr hier)

Joachim Pawlik, CEO PINKTUM: „Regeln und Leitplanken für KI müssen Teil der Kultur werden. Daher haben wir den Code of Conduct mit einer bereichsübergreifenden Gruppe von Mitarbeitenden entwickelt und machen ihn in allen Unternehmensbereichen zum Teil unserer internen Aus- und Weiterbildung. Jede:r wird in der Lage sein, unsere Selbstverpflichtung zu überprüfen und kritisch zu hinterfragen. Das wird ein fortlaufender Prozess.“

Bild: PINKTUM implementiert einen Code of Conduct für den Umgang mit Künstlicher Intelligenz. / Bildrechte: PINKTUM

Quelle PINKTUM Pink University GmbH

Kabinett gibt grünes Licht für Teillegalisierung von Cannabis

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Cannabis (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundesregierung hat grünes Licht für die teilweise Legalisierung von Cannabis gegeben. Nach dem Gesetzentwurf, der am Mittwoch vom Kabinett beschlossen wurde, soll der Besitz von bis zu 25 Gramm Cannabis sowie der Anbau von drei Pflanzen zum Eigenkonsum erlaubt werden.

Auch der Verkauf soll teilweise legalisiert werden, allerdings nur über sogenannte „Cannabis Social Clubs“. Diese nicht-gewinnorientierten Vereinigungen sollen unter „engen, klar definierten gesetzlichen Rahmenbedingungen“ gemeinschaftlich Cannabis zu Genusszwecken anbauen und an Mitglieder für den Eigenkonsum abgeben dürfen. Die Abgabe des geernteten Cannabis ist dabei ausschließlich an Mitglieder erlaubt. Maximal sollen 25 Gramm Cannabis pro Tag und 50 Gramm pro Monat sowie höchstens sieben Samen oder fünf Stecklinge pro Monat abgegeben werden dürfen.

Die Abgabe an Heranwachsende unter 21 Jahren wird demnach begrenzt auf eine Menge von 30 Gramm pro Monat, zusätzlich mit einer Begrenzung des zulässigen THC-Gehalts. Der ursprünglich vorgesehene Verkauf in lizenzierten Geschäften ist noch kein Teil der jetzt beschlossenen Regierungspläne. Er soll später im Rahmen eines weiteren Gesetzentwurfs in regionalen Modellprojekten erlaubt werden. Diese sollen zunächst auf fünf Jahre befristet sein, in denen die Folgen der Legalisierung wissenschaftlich aufgearbeitet werden sollen.


Foto: Cannabis (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Mehrwerk übernimmt Beyond-Banking-Experten Tenerity in Deutschland

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mehrwerk

Die Mehrwerk GmbH hat die deutschen Töchter des amerikanischen Wettbewerbers Tenerity GmbH und Professional Travel GmbH (PTG) übernommen. Damit setzt das auf Mehrwertlösungen für Banken, Versicherungen und Energieversorger spezialisierte Unternehmen mit seiner vierten Übernahme in diesem Jahr seinen Wachstumskurs fort. Erst im vergangenen Monat hatte das inhabergeführte Bielefelder Unternehmen den Erwerb des Hamburger FinTechs Etvas bekannt gegeben.

„Mit Tenerity sind wir im Beyond Banking in Deutschland zukünftig noch stärker aufgestellt. Gemeinsam können wir neue Potenziale erschließen und die Angebote für unsere gemeinsame Kundenbasis weiter ausbauen. Professionelle Abwicklung, umfassende Beratung, State-of-the-Art-Technologie – all das kommt für unsere Kunden effektiv aus einer Hand“, sagt Mehrwerk-Partner Niels Kokkeel. Neben der Übernahme wurde eine strategische Kooperation mit der bisherigen Muttergesellschaft Tenerity International im Bereich Cyber Services für Endkunden in Deutschland begründet.

„Tenerity hat sich in den vergangenen Jahren als innovativer Partner im klassischen Mehrwertkundengeschäft etabliert und ist bekannt für intelligente und profitable Kundenbindungsprogramme, die messbar und nachhaltig eine stärkere Bindung zwischen Marke und Kunde aufbauen. Renommierte Großkunden sprechen für die Qualität der Leistung“, sagt Mehrwerk Gruppe-CFO Jan Streich.

Mit dem 55-köpfigen Tenerity-Team in Hamburg wächst die Mehrwerk Gruppe in Deutschland auf mehr als 500 Mitarbeiter und über 200 Unternehmenskunden mit Services für mehr als 10 Millionen Haushalte in Deutschland. „Wir bauen unsere führende Position im Markt für Mehrwertleistungen hierzulande kontinuierlich aus. Neben dem Kundenportfolio ist für uns vor allem das hochqualifizierte Team von großem Wert. Auch Hamburg als unser fünfter Standort in Deutschland ist für viele Talente sehr attraktiv. Dabei bleiben wir unserer ostwestfälischen Herkunft treu und behalten unseren Hauptsitz in Bielefeld“, so CEO und Gründer von Mehrwerk Frank Hippen.

Michele Conforti, President und Managing Director International von Tenerity, begrüßt die erfolgreiche Transaktion mit dem deutschen Branchenprimus: „Wir freuen uns, einen so starken und innovativen Partner für die Weiterentwicklung unserer Aktivitäten in Deutschland gefunden zu haben. Beide Unternehmen ergänzen sich und können gemeinsam künftig noch bessere Dienstleistungen wie beispielsweise Cyber Services anbieten.“

Die Muttergesellschaft Tenerity hat ihren Hauptsitz in Stamford, Connecticut, und ist in 15 Ländern international aktiv.

Bild: Nils Kokkeel, Jan Streich und Frank Hippen (von links nach rechts)

Quelle corpNEWSmedia