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Auszeichnung für Wiener Tech-Startup

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NXRT erhält „International VR Award” für Sales-Lösung im Autohaus

Eine internationale Jury aus über 70 ExpertInnen aus den verschiedensten VR-Sektoren, hat NXRT mit dem 6. „International VR Award” ausgezeichnet. Nominiert in zwei Kategorien, hat das Wiener Technologieunternehmen den Preis schließlich in der Kategorie „VR Marketing Product of the Year” gewonnen. NXRT hat die Auszeichnung für den Mixed Reality-Simulator „XQ Avatar” erhalten, eine Lösung für Autohäuser, die erstmals bei Porsche Wien zum Einsatz kam. Damit werden virtuelle Testfahren, im Rahmen des Verkaufsprozesses, einfach und sicher möglich.

Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie, wurde der Award erstmals wieder persönlich von der Academy of International Extended Reality übergeben: „Die High-End Simulation für virtuelle Testfahrten im Showroom hat unsere Fachjury überzeugt. Besonders hervorzuheben ist, neben dem realistischen Fahrerlebnis, der Sicherheitsaspekt im Verkaufsprozess. Bei dem Projekt handelt es sich damit nicht bloß um die Nachstellung einer virtuellen Welt, sondern um die Integration in reale Anwendungen“, begründet Daniel Colaianni, Chief Executive von AIXR, die Entscheidung der Academy of International Extended Reality.

Gleich in zwei Kategorien nominiert
NXRT durfte sich gleich über die Nominierung in zwei Kategorien freuen: „Innovative VR Company of the Year“ und „VR Marketing Product of the Year“. Beide gehen auf den Mixed Reality-Simulator für Fahrassistenzsysteme “XQ Avatar” zurück. Im Rahmen der Marketing-Kampagne wurde derselbe für ein Projekt in Zusammenarbeit mit Porsche Wien auserwählt. „Zum ersten Mal für einen Award nominiert zu sein und diesen dann zu gewinnen, macht mich sehr stolz. Ich möchte mich vor allem bei meinen KollegInnen bedanken, die über ein Jahr lang am Feinschliff des Produktes gearbeitet haben und jetzt dafür belohnt werden“, so Lukas Stranger, CEO von NXRT.

Feierliche Überreichung in Rotterdam
Unter den Finalisten befand NXRT sich im direkten Mitbewerb mit über 30 Mitstreitern aus dem internationalen „Extended Reality“-Umfeld. CEO Lukas Stranger hat den Preis am 1. Dezember 2022 gemeinsam mit Martin Kopciak und Philip Berger, die das XQ-Avatar Produkt maßgeblich mitgestaltet haben, in Rotterdam (Niederlande) übernommen und den Erfolg bei der anschließenden Party gebührend gefeiert.

XQ Avatar – der weltweit erste Mixed-Reality-Fahrsimulator für interaktive Probefahrten
Die Echtzeitsimulation unterstützt komplexe Vertriebs- und Trainingsprozesse in der Automobilindustrie. Durch virtuelle Probefahrten schafft NXRT neue Möglichkeiten in der Schulung von Verkaufsteams sowie im Vertrieb in Autohäusern. Autohersteller bzw. deren Händler und Ausbildungsstätten profitieren von der sicheren Simulation kostspieliger Fahrerassistenzsysteme. Zu den Kunden zählen unter anderen Porsche, Skoda und Audi.

Bild: Martin Kopcial, Philip Berger und Lukas Stranger von NXRT NXRT erhält International VR Award für Sales-Lösung im Autohaus (@NXRT)

Quelle Reiter PR

Every. Foods expandiert in die Schweiz

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Das Berliner E-Food Start-up Every. Foods setzt seinen Wachstumskurs weiter fort. Nachdem die ausgewogenen Tiefkühlgerichte des Startups bereits in Deutschland, Österreich, Dänemark, Belgien, den Niederlanden und Luxemburg erhältlich sind, expandiert Every. nun in die Schweiz. 

Seit der Gründung im März 2020 ist das von Benjamin Ahlers und Casimir Rob gegründete Unternehmen auf stetigem Wachstumskurs: Nach sechsstelligen Umsätzen im Jahr 2020 machte Every. im Jahr 2021 bereits siebenstellige Umsätze. Mittlerweile sind 48 Personen im Startup beschäftigt, weitere Stellen sollen in den kommenden Wochen besetzt werden. Die Produktpalette wurde zudem erweitert: Neben reichhaltigen Bowls, Smoothies, Gingershots und Desserts sind seit diesem Jahr auch Toppings und Ofen-Gerichte im Sortiment.  

Benjamin Ahlers und Casimir Rob haben Every. mit dem Ziel gegründet, gesunde Ernährung so einfach wie möglich in den Alltag zu integrieren. Die Every. Gerichte sind vegan, ohne Zusatz- oder Konservierungsstoffe und in nur 10 Minuten fertig zubereitet. Alle Every. Produkte sind ab dem 12.12.2022 online unter every-foods.com/de-ch erhältlich. Die Bowls kosten ab 13.99 CHF. Die Lieferung erfolgt immer Dienstag bis Freitag in der gesamten Schweiz. 

Every. Foods expandiert in die Schweiz

Bild: Every. Foods Counters Benjamin Ahlers und Casimir Rob Copyright Every. GmbH

Quelle Cléo Public Relations

Erfahrung für Start-ups – neue Anreize für Fach- und Führungskräfte 

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Ob aus einem innovativen Start-up ein langfristig erfolgreiches Unternehmen wird, hängt von diversen Faktoren ab. Vielen Gründern hilft es, Fachwissen erfahrener Mitarbeiter in die junge Firma zu holen und klassische Einsteigerfehler mit Erfahrung zu vermeiden. Für aktuelle Fach- und Führungskräfte hat der Einstieg in ein Start-up einen besonderen Reiz – vorausgesetzt, die Loslösung vom alten Arbeitgeber verläuft stressfrei.

Start-up-Förderung als reizvolles Arbeitsfeld

Networking ist für Start-ups auf allen Ebenen reizvoll. Neben der Erschließung von Kunden und dem fachlichen Austausch von Business-Partnern lohnt es, externes Fachwissen dauerhaft ins eigene junge Unternehmen hineinzubringen. Beide Seiten profitieren hiervon erheblich. Das junge Unternehmen bringt Erfahrung in das Start-up hinein und kann sich in heiklen Situationen auf die Erfahrung einer Arbeitskraft verlassen, die diese aus dem praktischen Berufsalltag kennt.

Für eine wechselwillige Fach- und Führungskraft stellt die Zusammenarbeit mit einem Start-up einen persönlichen und beruflichen Anreiz dar. Auch wenn finanziell nicht die Summen eines etablierten Großunternehmens gezahlt werden, genießt die eigene Arbeitskraft maximale Wertschätzung und wird wirklich benötigt. Dies führt zu einer größeren innerlichen Befriedigung, speziell wenn Arbeitslust und Motivation der letzten Jahre aufgrund von Routine und Streitigkeiten am alten Arbeitsplatz gelitten haben.

Wechsel zu einem Start-up durchdacht abwickeln

Natürlich sollte sich keine Fach- oder Führungskraft blind in das Abenteuer stürzen. Wichtig ist, den Wechsel gut vorzubereiten und Streit mit dem alten Arbeitgeber zu vermeiden. Gerade für etablierte Arbeitskräfte liegt es nahe, den Weg zusammen mit einer externen Beratung zu beschreiten. Das sogenannte Outplacement lässt sich hierüber gezielt und clever abwickeln, beispielsweise durch aktive Hilfe bei der Suche nach neuen Herausforderungen.

Speziell in Großstädten ist Hilfe im Outplacement aufgrund der breitgefächerten Struktur an Firmen und Branchen gefragt. So lässt sich das Outplacement Hamburg mit fachkundiger Beratung für Firmen der gesamten norddeutschen Region angehen. Nach einer Analyse der eigenen Wünsche und Fähigkeiten zeigt der Outplacement-Partner zeitnah attraktive Möglichkeiten auf, wo die zukünftige Anstellung stattfinden könnte.

Neuer beruflicher Weg passend zum Lifestyle

Bei einem guten Job muss es nicht alleine um möglichst viel Geld gehen. Dies wissen Führungskräfte zur Genüge, bei denen trotz höchster Einnahmen die Lebensqualität über Monate und Jahre hinweg leidet. Die persönliche Befriedigung sowie Freude und Motivation rund um den Arbeitsplatz treten im Laufe des Berufslebens stärker in den Fokus. Hier bietet die Hilfe im Outplacement ein großes Potenzial, zumal das eigene Fachwissen nicht nur bei Start-ups gefragt sein dürfte.

Eine Anstellung passend zum eigenen Lifestyle zu finden, ersetzt die blinde Suche nach horrend hohen Einnahmen. Bei einem Start-up können erfahrene Fach- und Führungskräfte etwas bewegen und jungen Menschen den Weg in die Business-Welt ebnen. Für viele ist genau dies eine Motivation des Jobwechsels, wobei die eigene Arbeitskraft im Idealfall zu einem absoluten Shootingstar der Wirtschaftswelt beiträgt.

Keine Angst vor dem beschädigten Renommee

Die Trennung vom alten Arbeitgeber sollte reibungslos und ohne Streit erfolgen. Sind politische Machtkämpfe in der Führungsebene an der Tagesordnung, kann dies schwierig sein. Umso wichtiger ist es, sich für eine erfüllende Karriere von dieser toxischen Umgebung zu lösen.

Die Zusammenarbeit mit einem Profi im Outplacement hilft, Stolperfallen beim Jobwechsel zu vermeiden. So nimmt das Renommee einer Fach- oder Führungskraft keinen Schaden und der erhoffte reibungslose Übergang zu einem attraktiven Start-up gelingt. 

Erfahrung für Start-ups – neue Anreize für Fach- und Führungskräfte

Autor Elisabeth Müller

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

MARMIND wird Teil der UNITED Marketing Technologies-Gruppe von DuMont

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MARMIND wird Teil der UNITED Marketing Technologies-Gruppe von DuMont

Weiter konsequent auf Wachstumskurs: UNITED Marketing Technologies by DuMont übernimmt 100 Prozent am Marketing Resource Management-Anbieter MARMIND mit Hauptsitz in Wien. Über den Kaufpreis haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart.

UNITED vereint innerhalb des Medien- und Technologieunternehmens DuMont eine Gruppe spezialisierter und erfolgreicher Marketing-Technology Unternehmen wie censhare, facelift, quintly – und seit wenigen Wochen auch artegic. Mit seinen Funktionen deckt MARMIND die Anfangs- (Planung und Budgetierung) und die Schlussphase (Results) des Marketingprozesses ab und stellt damit eine wichtige strategische Ergänzung des UNITED Angebots dar. Die Software wurde von Forrester in der Wave für MRM jüngst als „Strong Performer“ ausgezeichnet.

„UNITED wächst kontinuierlich – quantitativ und qualitativ. Dabei ist MARMIND für uns strategisch besonders wichtig“, so Dr. Christoph Bauer, CEO von DuMont und Vorsitzender des Beirats von UNITED. „Zum einen komplettiert MARMIND unser MarTech-Portfolio um das dynamische Wachstumsfeld Marketing Resource Management. Aber, noch entscheidender: MARMIND verbindet die UNITED-Point Solutions miteinander, begünstigt damit zusätzliche Vorteile für unsere Kunden und stärkt so konsequent die Zukunftsfähigkeit unseres MarTech-Angebots insgesamt.“

Als „Best of Breed“-Lösung bietet MARMIND die Funktionen Planung, Budgetierung und Messung der Resultate auf einer zentralen Plattform. Das Angebot richtet sich an alle Unternehmen, die aufgrund der Vielzahl an Tools, Kanälen und Anwendern keine ausreichende Transparenz über die eigene Marketingperformance erzielen können. MARMIND nimmt somit die Rolle einer Meta-Steuerungsplattform ein und ermöglicht eine transparentere und ganzheitliche, globale Steuerung aller Marketingmaßnahmen, -ressourcen und -etats. Unternehmen wie die Deutsche Telekom, Stihl, Mondi, Sharp NEC und Lufthansa setzen seit vielen Jahren auf MARMIND, um Planung, Budgets und Ergebnisse auf einer Plattform zu vereinen und ihre Marketing-Prozesse sicher zu steuern. Das Unternehmen beschäftigt derzeit rund 45 Mitarbeitende an den Standorten Wien, Graz und Chicago.

Die Geschäftsführung von MARMIND mit Patrick Moser und Gerhard Kragl wird sich auch weiterhin auf die Weiterentwicklung und internationale Skalierung von MARMIND fokussieren – auch innerhalb der UNITED-Gruppe. Der Gründer des Unternehmens, Peter Ramsenthaler, hatte die Führung von MARMIND bereits 2021 an die beiden Manager übergeben. Er selbst wird in den Beirat von UNITED berufen.

„Für uns ist es eine Auszeichnung, uns künftig als Teil der UNITED-Gruppe weiterzuentwickeln und gemeinsam zu wachsen“, kommentiert Peter Ramsenthaler. „UNITED steht europaweit für erfolgreiche und marktführende Kundenlösungen – mit MARMIND können wir hier einen wichtigen strategischen Beitrag leisten. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit im Beirat dieser herausragenden Gruppe.“  

„Welche Vorteile für unsere Kunden sich im Verbund mit den anderen UNITED Unternehmen perspektivisch erschließen lassen, zeigen bereits die ersten Erkenntnisse aus der Partnerschaft mit censhare, die wir auf der DAM New York im September dieses Jahres bekannt gegeben haben. Die Kombination der Kernkompetenzen ermöglicht ein vollständiges End-to-End-Lösungsangebot für den Markt“, ergänzt Gerhard Kragl, Managing Director von MARMIND.

MARMIND wird Teil der UNITED Marketing Technologies-Gruppe von DuMont

Bild MARMIND Gründer Peter Ramsenthaler

Quelle dot.communications

Recruitingfilme gegen Fachkräftemangel 

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Mit einem Recruitingfilm passende Fachkräfte finden – Die Filmagentur spezialisiert sich auf neue Anforderungen

Der Fachkräftemangel ist seit einigen Jahren das beherrschende Thema in der deutschen Wirtschaft. Für über 1,9 Millionen offene Stellen gibt es zu wenig potenzielle Mitarbeiter dadurch bewerben sich Unternehmen inzwischen bei ihrem zukünftigen Personal und nicht mehr umgekehrt.

Das geschieht auch mit mehr Information, mehr Werbung und damit mehr Würdigung des zukünftigen Teammitglieds – oft in Form von sogenannten Recruitingfilmen. Das sind Werbe- bzw. Imagefilme, die direkt auf das Ziel der Mitarbeitergewinnung zugeschnitten sind und die Berufsfelder und vor allem Unternehmenskultur zeigen. Und die sind eine Spezialität von „DIE FILMAGENTUR“ (www.diefilmagentur.de). Das Unternehmen – 2008 von Fabian Schmidt und Alexander Schulz gegründet – hat inzwischen über 1500 Filme gedreht, einen großen Teil davon Recruitingfilme für Kunden wie Amazon, Intersport, OTTO oder CureVac und dadurch einen großen Erfahrungsschatz in diesem Bereich gesammelt.

Die beiden Geschäftsführer haben den Wandel von einer Zeit, in der auf zu wenig Arbeitsplätze zu viele Bewerber kamen, zur heutigen Situation selbst miterlebt:

„Für die meisten Bewerber geht es nicht mehr nur darum, einen guten, sicheren Arbeitsplatz zu suchen, wie es z.B. as Hauptthema in den 1990er war, sondern eine Stelle, die auch ihrem persönlichen Wertesystem entspricht und individuelle Entfaltungsmöglichkeiten bietet.“ weiß Geschäftsführer Fabian Schmidt. „Der Arbeitgeber muss ordentliche Arbeitsplätze schaffen, z.B. mit Filmen Transparenz schaffen und inzwischen offene Stellen besonders online wie Produkte vermarkten, um sich beim Bewerber zu bewerber.“

Mit einem Recruitingvideo ist all das möglich. Die jeweilige Firmendynamik und die ganz individuelle Unternehmenskultur mit den positiven Aspekten eines Berufs können darin gut dargestellt werden. Passende Zielgruppen und Bewerber-Typen werden ganz direkt angesprochen und abgeholt. Die Trefferquote, den wirklich richtigen Kandidaten für eine bestimmte Stelle zu finden, steigt dadurch maßgeblich: „Letztendlich geht es auch im Recruiting-Video darum, die Markenbotschaft der Arbeitgebermarke zu transportieren.“

Das geschieht zum Beispiel über authentische Interviews mit den Mitarbeitern und dem Management, authentische Aufnahmen aus dem Arbeitsalltag und natürlich möglichst unterhaltsam vermittelte Informationen über die ausgeschriebene Stelle: „Der Kern der Leistung ist es dabei, die Stimmung des Unternehmens so einzufangen, wie sie auch wirklich ist.“ meint Geschäftsführer Alexander Schulz.

„Das Unternehmen erlebbar machen und die positiven Aspekte herausarbeiten, die es immer auch in Berufen mit schlechtem Image gibt das ist unser Ziel.“ Nur so könne man sich als attraktiver, wettbewerbsfähiger Arbeitgeber präsentieren und wird unter der derzeitigen Masse an Fachkräfte suchenden Firmen wahrgenommen. Voraussetzung dafür ist natürlich immer, dass das Unternehmen dafür auch wirklich das passende Umfeld bietet. Denn übertrieben positives Marketing fliegt spätestens in der Probearbeitszeit auf und nützt so weder Unternehmen noch Bewerber.

Bild/Bildquelle: Die Filmagentur 

Quelle Rosenheim Rocks

Die Werbeindustrie als Steigbügelhalter der Öl-Industrie 

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Fossile Brennstoffe sind nicht Teil der Klimalösung, sondern der größte Treiber der Klimakrise“, erklärt Dr. Tillmann Lang, CEO und Mit-Gründer von Inyova, der europaweit führenden digitalen Impact Investing-Plattform. „In der Öffentlichkeit hält sich nach wie vor ein völlig falsches Bild über fossile Brennstoffe, das durch die Werbeindustrie als Steigbügelhalter der Ölkonzerne durch konkrete Einflussnahme und irreführende Kommunikation befeuert wird.“ Um dem entgegenzuwirken, startet Inyova im Dezember seine neue Active Ownership-Initiative, bei der das französische Unternehmen Publicis, das im Inyova-Anlageuniversum vertreten ist, im Fokus steht.

„Publicis, mit mehr als 80.000 Mitarbeitenden der drittgrößte Werbedienstleister weltweit, ist in vielen Bereichen ein gut aufgestelltes Unternehmen“, erläutert Andreas von Angerer, Head of Impact bei Inyova. Publicis verfüge beispielsweise über einen hohen Frauenanteil sowohl bei der Gesamtbelegschaft als auch im Aufsichtsrat. Neben WPP, ebenfalls in der Top 5-Liste der größten Werbeunternehmen, haben sie auch eines der ambitioniertesten Klimaziele der Branche.

„Doch leider beinhaltet dieses nicht die sog. ‘beworbenen Emissionen’. Mit ihrer Arbeit für die fossile Industrie helfen sie mit, das Bild einer Transformation der Branche zu zeichnen, die aber überhaupt nicht ausreichend stattfindet. Sie tragen somit indirekt dazu bei, dass wichtige kurzfristige Reduktionsziele ignoriert und damit relevante Kipppunkte überschritten werden könnten.“

Verzerrung der wahrgenommenen Klimaperformance durch Kommunikation

Ein Beispiel ist das Unternehmen TotalEnergies, dessen Rebranding Publicis begleitet hat. Unter dem Claim “Die Energiewirtschaft erfindet sich neu, Total wird zu TotalEnergies“ hat das Unternehmen eine Werbekampagne gestartet, um eine klimapositive Marke zu schaffen. Die Fakten zeigen jedoch, dass 70 % der Investments von TotalEnergies immer noch in Fossile Energie gehen, darunter sogar der Bau der weltweit längsten Rohöl-Pipeline. Prognosen zeigen, dass ihre Ölproduktion in 2023 sogar noch einmal ansteigen soll. In der Werbung werden aber nahezu ausschließlich grüne Technologien gezeigt und vage Pläne zur CO2-Reduzierung des Geschäftes vermittelt.

Solche Werbung hilft dadurch Firmen wie TotalEnergies, sich als Teil der Klimalösung zu positionieren, selbst wenn ihr realwirtschaftliches Verhalten dem wissenschaftlichen Konsens zu einem Lösungsweg nicht entspricht. Diese problematische Rolle von Werbeagenturen haben der Weltklimarat und der UN-Generalsekretär bereits erkannt und konkret benannt. Mit Frankreich und Amsterdam gibt es erste Vorreiter auf diesem Gebiet, welche die Werbung für Ölkonzerne, Verbrennerautos und Privatflüge verboten haben mit dem Ziel, fossilen Unternehmen eine wichtige Plattform zu nehmen.

Active Ownership als Treiber für positiven Wandel

Nach der erfolgreichen Active Ownership-Initiative im Mai, bei der Inyova offenlegte, dass BMW aufgrund der fehlenden E-Mobilität-Strategie Gefahr läuft, das “Blackberry der Automobilindustrie“ zu werden, nimmt das Impact Investing Start-Up als zweiten Bereich die Medienlandschaft ins Visier. Dadurch, dass die Inyova-Impact-Investor*innen selbst ausgewählte Aktien in ihrem Depot haben, können sie ihre Stimmrechte als Eigentümer*innen bei Publicis ausüben. Inyova hat dafür ein neues Active Ownership App-Feature released, welches die Aktionär*innen nutzen können, um das Engagement mit ihrem Unternehmen zu unterstützen.

Die Impact-Investor*innen erhalten u. a. umfangreiche Informationen über Publicis und ihre Rolle beim Klimabild in der Gesellschaft, sowie die Möglichkeit in den Engagement-Dialog einzutreten bis hin zur Teilnahme an der Abstimmung auf der Publicis-Hauptversammlung. „Weniger Verfügbarkeit von Greenwashing-Möglichkeiten für Unternehmen der fossilen Energiewirtschaft durch ein Nein der Werbewirtschaft zu diesen Industrien könnte den Druck auf diese Unternehmen erhöhen, sich um echte, glaubwürdige Veränderungen zu bemühen“, erklärt von Angerer das Ziel der neuen Active Ownership-Aktivität.

Große Risiken, aber auch Chancen, für Publicis

„Kreatives Talent ist die wichtigste Ressource in der PR- und Werbebranche. Insbesondere die jüngeren Generationen erwarten von ihrem Arbeitgeber gesellschaftlich und sozial vorbildliches Verhalten”, berichtet von Angerer. Laut ihm habe die Publicis Groupe die Möglichkeit, das Risiko eines Reputationsverlustes, das durch die erhöhte Aufmerksamkeit auf Tätigkeiten für Ölkonzerne entsteht und bei der Agentur Edelman bereits eingetreten ist, in eine Chance umzuwandeln: „Und zwar indem sie zur ersten der vier großen Agenturen wird, die klar Nein dazu sagt und somit ihre Attraktivität für die junge Generation von Kreativen massiv erhöht. „

„Als neue Generation von Anleger*innen übernehmen die Inyova-Investor*innen Verantwortung“, führt Dr. Tillmann Lang aus. „Einer der Mechanismen, über den ihre Impact-Investments auf Portfoliounternehmen Einfluss nehmen können, ist die aktive Beteiligung. Dazu zählt der Dialog mit Unternehmen, die sich im Portfolio der Anleger*innen befinden, um den nachhaltigen Wandel gemeinsam konstruktiv zu diskutieren. Wesentlich ist außerdem das Voting, bei dem die Aktionär*innen ihre Stimmrechte bei der Hauptversammlung der Portfoliounternehmen wahrnehmen und damit direkt zentrale Entscheidungen beeinflussen. Wer in passive Fonds und ETFs investiert, hat diese Option der Einflussnahme auf Portfoliounternehmen nur äußerst selten.“

Publicis nutzt Chancen aktuell nicht

Generell ist Publicis weniger exponiert hinsichtlich ihrer Umsätze aus der Energiebranche (lediglich 3 % des Umsatzes). Neben TotalEnergies war Publicis auch für Saudi Aramco tätig. Im aktuellen Jahresbericht zählen sie Abu Dhabi National Oil zu ihren Hauptkunden. Publicis Tochtergesellschaft Sapient wirbt aktiv mit Serviceleistungen, welche durch Personalisierung helfen sollen, an Tankstellen mehr Benzin verkaufen zu können und versprechen konkret 20 – 30 % mehr Umsatz.

Auch Kampagnen für die Automobilindustrie zahlen auf die Darstellung der Hersteller als sogenannte Changemaker ein. „Der Werbespot für Jeep “Nature is in our Nature” zeigt auf sehr bizarre Art und Weise eine vermeintliche Verbindung zur Natur eines Unternehmens, das mit seinen Verbrennermotoren direkt zur Klimakrise und somit auch zum Verlust der Artenvielfalt beiträgt“, kommentiert von Angerer. Publicis zeichnet ebenfalls für die Sustainability-Initiative von Mercedes Benz verantwortlich, in dessen Image-Video die Kernbotschaft darin besteht, dass die Fabriken des Unternehmens 2022 ihren Strom aus Erneuerbarer Energie beziehen. Komplett unterschlagen wird an dieser Stelle, dass mehr als 70 % der Emissionen aus Verbrennungsmotoren in der Nutzungsphase stammen.

Die Werbeindustrie als Steigbügelhalter der Öl-Industrie 

Bild Andreas von Angerer (Quelle: Inyova)

Quelle TE Communications GmbH/Inyova

Schrankenloses Parkhaus für die Offenbacher Innenstadt

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Die Stadtwerke Offenbach bieten nahtloses Parkerlebnis im Zentrum und installieren das digitale Parkraumsystem der Münchner Firma Peter Park System GmbH im neu eröffneten “Parkhaus Innenstadt” in der Ziegelstraße.

Am Donnerstag, 1. Dezember, eröffnete die ESO Offenbacher Dienstleistungsgesellschaft, eine Beteiligung der Stadtwerke Offenbach und der Meinhardt Städtereinigung GmbH & Co.KG das neue „Parkhaus Innenstadt“ in der Ziegelstraße. Das installierte schrankenlose, digitale Parkraumsystem der Firma Peter Park System GmbH, führendes Unternehmen in der digitalen Bewirtschaftung von Parkräumen bietet dabei die Plattform für das bequeme und besucherfreundliche Parkerlebnis in der Innenstadt.

Die Stadtwerke Offenbach entschieden sich für das schrankenlose, vollautomatisierten Parkraumsystem aus vielseitigen Gründen. Durch den Verzicht auf Schranken und Papiertickets werden verschleißanfällige Bauteile reduziert, Papier und Müll eingespart sowie durch die Vermeidung von Rückstau, die Reduktion des CO2 Ausstoßes im Stadtkern unterstützt. Das System ist deutlich kosteneffizienter und weniger anfällig im Betrieb als eine Schrankenanlage, da auf wartungsintensive Verschleißteile wie defekte Schranken verzichtet wird.

Zudem kann das digitale System reibungslos an die individuellen Bedürfnisse des Betreibers angepasst werden. Zeitlich begrenzte Markttarife oder Tarife für bestimmte Besuchergruppen sind problemlos möglich. Auch der unkomplizierte, kundenfreundliche Bezahlvorgang per Kennzeicheneingabe überzeugte.

„Das neue Parkhaus ist nicht einfach irgendein weiteres Parkhaus, dafür hätte es nicht von einer Gesellschaft mit Beteiligung der Stadt betrieben werden müssen. Es ist mit seinen breiten Parkplätzen besonders familienfreundlich und gut geeignet für Seniorinnen und Senioren oder Menschen mit eingeschränkter Mobilität“, sagt Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke. „Ein solches Angebot gibt es bisher in Offenbach nicht. Dazu kommt: Um unseren Wochenmarkt zu unterstützen, gibt es einen Wochenmarkttarif.

Dienstags, freitags und samstags kostet es von 7 bis 10 Uhr nur 50 Cent pro angefangene Stunde. Wir haben damit insgesamt die gleichen Tarife wie in Hanau – nur starten wir an Markttagen eine Stunde früher und haben daher eine Stunde länger den Markttarif. Neben S-Bahn und Bussen machen wir mit dem neuen, Parkhaus Innenstadt‘ grundsätzlich allen Menschen, erstmals aber gezielt auch Familien, Seniorinnen und Senioren sowie Menschen mit eingeschränkter Mobilität ein attraktives Angebot, unsere Fußgängerzone und den Wochenmarkt auf dem Wilhelmsplatz mit dem Auto zu besuchen.

Und demnächst bieten wir dann, was mir sehr wichtig ist, für alle die noch fit sind, endlich erstmals auch einen sicheren Stellplatz für das Fahrrad“, kündigt der Oberbürgermeister an.

Das Parkhaus will aber auch mit einer höheren Aufenthaltsqualität punkten. „Wir wissen, dass für unsere Bürgerinnen und Bürger die Sauberkeit eine große Rolle spielt. Darauf wird großer Wert gelegt und regelmäßig kontrolliert“, sagt Stadtrat Martin Wilhelm, zuständiger Dezernent für den Stadtservice der Stadtwerke Offenbach. „Wir möchten hier ein Parkhaus anbieten, in dem sich Nutzerinnen und Nutzer auch wohl fühlen, wenn sie nachts durch das Treppenhaus gehen oder mit dem Lift fahren. Außerdem muss in diesem Parkhaus wegen des komfortablen neuen Bezahlsystems niemand Angst haben, sein Ticket zu verlieren. Man bezahlt ja mit der Eingabe seines Kennzeichens.“

„Mit dem Parkhaus Innenstadt ermöglichen die Stadtwerke allen Besucherinnen und Besuchern des Herzens von Offenbach die Vernetzung verschiedener Verkehrsmittel von der S-Bahn über Bus und Auto bis zum Fahrrad“, sagt Peter Walther, Geschäftsführer der Stadtwerke Offenbach GmbH und der ESO Offenbacher Dienstleistungsgesellschaft mbH. „So ist das Waren- und Serviceangebot in der City optimal angebunden und erreichbar.“

„Bisher profitieren über 130 Parkflächen In Deutschland, Österreich und der Schweiz von unserem schrankenlosen und papierfreien System .“, sagt Stefan Schenk, Chief Commercial Officer , des Service- und Systemanbieters Peter Park System. „Der Verzicht auf Tickets reduziert Kosten, spart Papier und Müll ein, der Verzicht auf Schranken erspart Reparatur- und Wartungskosten und bietet das kundenfreundlichste Parkerlebnis.Die Automatisierung sämtlicher Prozesse erhöht die Datentransparenz und Wirtschaftlichkeit der verwalteten Fläche. Wir freuen uns sehr darüber, gemeinsam mit den Stadtwerken Offenbach eine passgenaue Lösung konzipiert zu haben, die das bestmögliche und nachhaltigste Parkerlebnis für alle Besucher bietet. .“

Schrankenloses Parken – so funktioniert es:

Beim Ein- und Ausfahren wird das Kennzeichen des Fahrzeugs mithilfe eines Scanners gelesen und automatisch die Parkdauer ermittelt. Der Parkvorgang kann mit der Smartphone-App oder am Parkautomaten in bar oder per Karte bezahlt werden. Dabei muss nur die tatsächlich geparkte Zeit beglichen werden. Ausgehängte Beschilderung erinnert nochmals daran, das Bezahlen nicht zu vergessen. Ein herkömmliches Ticket aus Papier oder Plastik gibt es nicht, das reduziert Kosten und Müll. Zusätzlich zu Bar- und Kartenzahlung, gibt es die Möglichkeit, vollautomatisch mit der Parkster-App zu bezahlen. Nach Bezahlung kann die Fläche einfach mit dem Fahrzeug verlassen werden.

Welche Daten werden erfasst? Und ist das in Deutschland erlaubt?

Eine Bildaufnahme des Fahrzeug-Kennzeichens sowie eine Textdatei mit Zeit- und Datumsstempel zur Ermittlung der Parkdauer werden festgehalten. Es findet ausdrücklich keine Video-Aufzeichnung statt. Es wird auch kein öffentlicher Grund erfasst. Das Lesen des Kennzeichens erfolgt gemäß Art 6 Abs. 1 lit. b und f DSGVO.

Was passiert mit meinen Daten?

Bei der Einfahrt wird nur das Kennzeichen erfasst. Es ist dabei nicht erkennbar, wer der Fahrzeughalter ist. Lediglich im Fall eines Parkverstoßes kann ausschließlich durch die Parkplatz-Betreibenden über eine Abfrage beim Kraftfahrtbundesamt die Ermittlung der Fahrerdaten erfolgen, die zu diesem Zweck temporär in Deutschland gespeichert werden. Liegt kein Parkverstoß vor und erfolgt die Zahlung vor Verlassen des Parkhauses, werden die Daten über Ein- und Ausfahrt automatisch gelöscht.

Bild Reihenfolge Querformat: Peter Walther, Martin Wilhelm, Felix Schwenke, Keven Lehmann, Frank Herzog, Stefan Schenk, Mishal Kakar. © Monika Müller

Quelle Peter Park System GmbH

TWAICE gibt Garantie auf Analytik-Genauigkeit unterstützt durch Munich Re

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Führende Batterieanalytik-Software TWAICE gibt Garantie auf Analytik-Genauigkeit – abgesichert von Versicherer Munich Re

Die Kombination von Versicherung und KI (Künstlicher Intelligenz) ermöglicht Unternehmen, die mit Batterien arbeiten, Seelenfrieden. Der in München beheimatete Anbieter von Batterie-Analytiksoftware TWAICE garantiert die Genauigkeit von Analyseergebnissen bezüglich des Batteriezustands und wird dabei von Great Lake Insurances abgesichert. Dies markiert den Beginn einer neuen Ära der Risikominderung bei Batterien.

TWAICE, der führende Anbieter von Batterie-Analytiksoftware, garantiert die Genauigkeit der Einblicke in den Batteriezustand. Diese weltweit einzigartige vertragliche Garantie ist durch Great Lake Insurances, einer Tochter von Munich Re, einem der weltweit führenden Anbieter von Rückversicherungen, abgesichert. Sollte das Resultat dennoch einmal jenseits der garantierten Genauigkeit liegen, wird der Kunde in achtfacher Höhe der Softwarekosten entschädigt. Der zugrundeliegende Batteriezustand kann mit Hilfe eines klar definierten Ansatzes validiert werden, was Kunden zu jeder Zeit volle Transparenz und Kontrolle gibt. Hierfür hat Munich Re eine eingehende Bewertung der Analytik durchgeführt.

TWAICE bietet prädiktive Analytiksoftware für Unternehmen, die mit Batterien arbeiten, und geht dabei auf wichtige Aspekte wie Batteriezustand, Garantie und Sicherheit ein. Kunden, die TWAICE nutzen, verringern das Risiko ihres Batterie-Geschäfts und übertreffen ihre Mitbewerber, indem sie Zeit und Kosten sparen und dabei gleichzeitig Leistung und Lebensdauer von Batterien verbessern. Durch die einzigartige Kombination von tiefer Batterien-Expertise und künstlicher Intelligenz auf einer skalierbaren Analytikplattform generiert TWAICE handlungsorientierte Erkenntnisse in jeder Phase des Batterielebenszyklus, sowohl im Mobilitäts- als auch im Energiebereich. Die Analytikplattform ist nicht nur Grundlage der Produkte von TWAICE, sondern auch die Basis für Kunden- und Partnerlösungen, wie zum Beispiel für den Battery Quick Check, einem Joint Venture zwischen TWAICE und dem TÜV Rheinland. 

„Das Genauigkeitsversprechen von TWAICE ist das erste seiner Art im Bereich der Batterie-Analytiksoftware“, sagt Dr. Stephan Rohr, Gründer und Co-CEO von TWAICE. „Die Versicherung und Prüfung durch Munich Re dürfte bei Herstellern und Betreibern von elektrischen Fahrzeugen und Stromspeichern das Vertrauen stärken, mit der TWAICE-Plattform die Entwicklung und den Einsatz von Batterien zu beschleunigen.“

Quelle PR13 Agentur für Public Relations

Gleisbettreinigung vom sicheren Standort ermöglicht

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EcoTrackbedCleaningSystem

Studenten der Frankfurt UAS überzeugen Jury beim Hessen Ideen Wettbewerb

Ob Verpackungsmüll oder Zigarettenstummel: Viele Bahnhöfe sind insbesondere im Bereich der Gleise von enormen Verschmutzungen betroffen, die durch sporadische Reinigungsaktionen jedoch nicht vollständig beseitigt werden können. Die Reinigung eines Gleisbetts ist nicht nur mit einem hohen Arbeitsaufwand verbunden, sondern birgt auch Gefahren für das Reinigungspersonal: Es muss stetig auf den einfahrenden Zug geachtet werden, um schnell das Gleis zu verlassen, sobald dieser einfährt.

Um diese Probleme zu lösen, haben Andre Röll, Igor Meier, Stefan Resch, Abel Johannes und Bassam Al Magrakuni von der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) das „Eco Trackbed Cleaning System“ entwickelt. Hierbei handelt es sich um ein Reinigungssystem für Gleisbetten von einem sichereren Standort aus, etwa einem Bahnsteig oder einem Arbeitswagen. Für ihre Idee wurden die Studenten nun mit dem dritten Platz beim Hessen Ideen Wettbewerb ausgezeichnet. Sie teilen sich die Platzierung mit einer Idee von Studenten der Philipps-Universität Marburg.

„Mit unserer Produktidee wollen wir die manuelle Reinigung des Gleisbettes, die bisher über Greifzangen erfolgte, vollständig ersetzen. So sparen die zuständigen Reinigungsunternehmen Personal, Zeit und damit auch Kosten. Gleichzeitig kann das Personal sicherer arbeiten“, berichtet das Team, das am Fachbereich Informatik und Ingenieurwissenschaften der Frankfurt UAS studiert. Durch unterschiedliche Düsenaufsätze können so beispielsweise Grob- und Feinverschmutzungen aufgesaugt werden. Mithilfe des fraktalen Rohraufbaus sowie dem Bürstensystem kann zudem die gesamte Gleisbettbreite gleichzeitig gereinigt werden. Die Jury des Hessen Ideen Preises lobte das hohe Effizienzsteigerungspotential des Systems.

Mittels der integrierten elektrischen Linearantriebe und Drehachsen wird die Gleisdüse automatisch auf das Gleisbett positioniert. Der Industriesauger stellt die Saugkraft zur Verfügung, die über das strömungsoptimierte fraktale Rohrsystem auf vier Saugstellen aufgeteilt wird. Rotierende Bürsten, die an der Düsenkammer montiert sind, bewegen die Verschmutzung zu den Einsaugstellen des Systems. Die Düsenkammer kann mit verschiedenen Saugdüsen ausgestattet werden, um feine oder grobe Verschmutzungen aufzusaugen. Die Feindüsen bestehen jeweils aus mehreren Silikonröhrchen, welche sich im Schotter flexibel bewegen können und somit kleinste Verschmutzungen wie Zigarettenstummel zwischen den Steinen aufsaugen. Die Grobdüsen besitzen dagegen eine große Öffnung, um groben Verpackungsmüll oder Dosen aufzunehmen. Ein flexibler Einsatz in unterschiedlichen Gleisbetten ist durch die modulare Bauweise ebenfalls möglich.

Für die Studenten ist der Sieg im Hessen Ideen Wettbewerb nicht die erste Auszeichnung: Bereits im Februar 2022 waren die Gründer beim AppliedIdea-Ideenwettbewerb der Frankfurt UAS erfolgreich. Mit ihrer Idee gewannen sie damals den mit 1.500 Euro dotierten ersten Platz. Im nächsten Schritt plant das Projektteam, den Prototypen des Reinigungssystems aufzubauen, um sowohl technische Aspekte zu verbessern als auch neue Funktionen zu erarbeiten. Die Pläne des Teams gehen jedoch noch weiter: Gemeinsam wollen die Studenten nicht nur Gleise, sondern auch Bahntunnel von der hohen Feinstaublast befreien.

Hessen Ideen-Wettbewerb

Seit 2016 zeichnet das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst im Gründerwettbewerb „Hessen Ideen“ Hochschulangehörige aus, die mit ihrer Idee für ein eigenes Unternehmen noch am Anfang stehen. Der Wettbewerb ist Teil der gemeinsamen Initiative „Hessen Ideen“ vom Land Hessen, der hessischen Hochschulen und hessischen Unternehmen. Die Initiative, zu der auch das Hessen Ideen Stipendium und das Hessen Ideen Hochschulnetzwerk gehören, will unternehmerische Ideen an den Hochschulen entdecken und fördern. Der Wettbewerb wird von der Universität Kassel und der TU Darmstadt koordiniert. Die Initiative wird vom Land Hessen mit rund 5,4 Millionen Euro unterstützt. Im Jahr 2022 bewarben sich insgesamt 31 Teams aus 12 Hochschulen um den Preis. Weitere Informationen gibt es unter http://www.hessen-ideen.de.

Bildunterschrift: Erfolgreich beim Hessen Ideen Wettbewerb (v.l.) Abel Johannes, Igor Meier, Stefan Resch, Bassam Al Magrakuni und André Röll von der Frankfurt UAS.

Bildquelle: Privat

Quelle Frankfurt University of Applied Sciences

Retouren effizient managen – Wie eine intelligente Retourenabwicklung Kosten und Zeit spart

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Retouren gehören zum Handel – vor allem zum Online-Geschäft – dazu. Im Fashion- und Non-Food-Bereich sind sie oftmals nicht zu vermeiden. Laut EHI-Studie „Versand- und Retourenmanagement im E-Commerce 2021“ liegen die Retourenquoten einiger Händler bei bis zu 75 Prozent. In Deutschland senden fast zwei Drittel der Shopper ihre Artikel mit Wunsch einer zügigen Bearbeitung und der schnellen sowie korrekten Abwicklung zurück. Besonders nach Weihnachten steigt die Zahl enorm an, schließlich kommen nicht alle Weihnachtsgeschenke gut an.

Doch Kunden erhalten auch fehlerhafte Ware oder sie haben etwas Falsches beziehungsweise nicht Passendes bestellt. „Retournierte Waren bedeuten für jeden Händler aber einen nicht unerheblichen Aufwand. Sie müssen gesichtet und geprüft sowie für den Weiterverkauf wieder aufbereitet werden. Das kostet nicht nur Zeit, sondern auch Geld, da Händler in der Regel den Großteil der Retourenkosten tragen. Damit besteht der Bedarf, den Retourenprozess effizient zu organisieren und mit innovativen IT-Lösungen zu unterstützen“, sagt Maximilian Moersch, SAP Senior Consultant bei der retailsolutions AG.

Prozesse automatisieren

In der Regel würden Händler Retouren gerne vermeiden, aus Wettbewerbsgründen und aufgrund gesetzlicher Anforderungen ist es Händlern jedoch wichtig, diesen Service anzubieten. Bei retournierten Artikeln fallen Versand- beziehungsweise Porto- und Transportkosten an. Hinzu kommen Annahme, Vereinnahmung und Identifikation der Ware sowie Aufbereitung, Reinigung und die Wiedereinlagerung der Artikel. Kleidung muss auf Gebrauchsspuren untersucht werden, Elektrogeräte auf Funktionalität. Je nachdem in welcher Qualität ein Produkt zurückkommt, sind auch Reparaturen nötig. Bei Artikeln mit begrenzter Haltbarkeit stehen mitunter auch Kosten für die Entsorgung der nicht mehr verwendbaren Ware an.

„Der Einsatz von standardisierten Prozessen kann die heutigen Erwartungen von Händlern an einen optimierten Retourenprozess unterstützen. Wir helfen bei der Implementierung eines Retourenmanagements mit SAP-Standardlösungen. So lassen sich alle Retourenszenarien abbilden und die Prozessschritte ideal integrieren – die Erstellung des Retourenauftrages, das Erfassen von Materialinspektionsergebnissen, die Steuerung der logistischen Folgeaktionen, die schnelle und korrekte Rückerstattung an Kunden durch Gutschriften, die Nachlieferung von Ersatzprodukten und die Prozessüberwachung“, berichtet Dr. Amelie Winters, SAP Consultant bei der retailsolutions AG.

Überblick über alle Prozessschritte

Mithilfe der Integration aller Prozessschritte gelingt ein optimiertes Retourenmanagement, in dem Einblick, Transparenz und Klarheit im End-to-End-Prozess geschaffen werden. Ein Überblick über sämtliche Prozessschritte mithilfe von Cockpitfunktionalitäten bietet Mitarbeitern in Filialen, Zentralen und der Logistik Zugriff auf alle erstellten Folgebelege sowie Informationen zur logistischen Abwicklung, Materialprüfung und Erstattung. Statusmeldungen zum Bearbeitungsstand erleichtern die Nachverfolgung.

Gegebene Automatisierung reduziert Fehler und erhöht die Produktivität der Mitarbeiter, da sie seltener in die Prozesse eingreifen müssen. „Anhand von Leistungskennzahlen, sogenannten KPIs, wie Anzahl der Retouren, Retourenbearbeitungszeit oder Retourenquote pro Lieferanten sowie durch vom System durchgeführte Analysen lassen sich die Prozesse stetig verbessern. Reichen die Standardlösungen nicht aus, spezielle Anforderungen von Händlern abzubilden, werden effiziente Sonderlösungen benötigt, die auf die individuellen Gegebenheiten der jeweiligen Unternehmen angepasst werden. Hiermit können die Prozesse weiter verschlankt und effizienter gestaltet werden“, erklärt Maximilian Moersch.

Retouren reduzieren, um Nachhaltigkeitsziele zu erreichen

Insgesamt schafft ein IT-gestütztes Retourenmanagement also einen reibungslosen und transparenten Rückgabeprozess und führt ebenfalls zur Erhöhung der Kundenzufriedenheit. Die frühzeitige Avisierung von Retouren sorgt außerdem für die bestmögliche Disposition der zurückgegebenen Produkte für Händler und zur Kostenminimierung. „Effiziente Retourenprozesse gewinnen aktuell auch noch weiter an Relevanz. Schließlich spielt das Thema im Rahmen von Nachhaltigkeitsstrategien eine wichtige Rolle, da es zur Reduzierung des Foodwaste und der Warenentsorgung allgemein beiträgt. Auch die Wiederverkaufsmöglichkeiten für Artikel lassen sich steigern“, so Dr. Amelie Winters abschließend.

Weitere Informationen unter www.retailsolutions.ch

Retouren effizient managen – Wie eine intelligente Retourenabwicklung Kosten und Zeit spart

Bildquelle Retailsolutions Amelie Winters

Quelle Borgmeier Media Gruppe GmbH