Nigel Jankelson ist zum 01. November 2022 als neuer Vorstandsvorsitzender und CEO (Chief Executive Officer) der Luko Insurance AG bestellt worden.
Nigel Jankelson ist zum 01. November 2022 als neuer Vorstandsvorsitzender und CEO (Chief Executive Officer) der Luko Insurance AG bestellt worden. Er folgt damit auf Max Bachem, der das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlässt. Nigel Jankelson war seit 2020 COO (Chief Operating Officer) und seit 2021 Vorstand des Digitalversicherers Coya, der Anfang 2022 mit der Luko Gruppe fusionierte und seitdem als Luko Insurance AG firmiert.
Nigel Jankelson wurde zum 1. November 2022 neuer CEO und Vorstandsvorsitzender der in Berlin ansässigen Digitalversicherung Luko Insurance AG. Als Vorstandsvorsitzender verantwortet Jankelson nun die Bereiche Finanzen, Vertrieb, Operations und HR. In seiner neuen Funktion verfolgt er das Ziel, die Luko Insurance AG zum effizientesten Risikoträger im europäischen Markt auszubauen, indem er die proprietäre Technologie- und Datenplattform von Luko nutzt und vorantreibt.
Nigel Jankelson war COO der Investment Bank Macquarie in New York und ist seit 2020 COO und seit 2021 zudem Mitglied des Vorstands des Digitalversicherers Coya. Im Januar 2022 firmierte Coya nach Zusammenschluss mit der Luko Gruppe in Luko Insurance AG um.
„Ich freue mich darauf, in der Rolle des CEOs mit unserem großartigen Team Luko Insurance weiter zu entwickeln und unsere Position als digitaler Vorreiter bei Versicherungen weiter auszubauen“, so Nigel Jankelson über seine neue Rolle im Unternehmen.
Max Bachem, bisheriger CEO und Vorstandsvorsitzender der Luko Insurance AG, verlässt Luko auf eigenen Wunsch, um sich der Gründung eines neuen Unternehmens zu widmen. In seiner Zeit als Vorstandsvorsitzender konnte Max Bachem mit seinen Vorstandskollegen Nigel Jankelson und Julia Sharonova einen starkes Umsatzwachstum verbuchen, den Zusammenschluss der Coya AG mit der Luko Gruppe in kürzester Zeit realisieren sowie zahlreiche Unternehmenspreise für die Luko Insurance AG gewinnen.
“Es ist eine bemerkenswerte Leistung des aktuellen Vorstands, wie sich Luko Insurance entwickelt hat. Mit der Restrukturierung des Geschäftsbetriebs, welches zur Verdreifachung der Umsatzes bei einer stark verbesserten Kostenbasis und guten Schadenquoten im letzten Geschäftsjahr geführt hat, sowie mit der reibungslosen Umsetzung des Zusammenschlusses mit der Luko Gruppe wurden die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gesetzt. Ich danke Max Bachem für seinen höchst erfolgreichen Einsatz und freue mich, dass Nigel Jankelson den internationalen Ausbau der Luko Insurance AG als digitale Versicherung fortführen wird”, sagt Thomas Münkel, Aufsichtsratsvorsitzender der Luko Insurance AG.
Raphaël Vullierme, CEO und Gründer der Luko Gruppe sowie Aufsichtsratsmitglied der Luko Insurance AG, fügt hinzu: „Ich bin mir sicher, dass Nigel Jankelson die Erfolgsgeschichte der Luko Insurance AG fortschreibt. Unser gemeinsames Ziel für Luko Insurance ist es, den Versicherer weiter zu vergrößern, den Umsatz in 2023 erneut zu verdreifachen und bald die Profitabilität zu erreichen.”
Vorbilder gesucht: Die Zeit für corporate granfluencer ist gekommen
Der Fachkräftemangel spitzt sich weiter zu und zeitgleich steigt die Zahl der erwerbstätigen Rentner. Um die „Talente in Rente“ zu gewinnen, müssen Arbeitgeber am Ende des Berufslebens aktiv werden. Vorbilder, coroporate granfluencer, sind für gezieltes Recruiting gefragt.
„Der Anteil der Personen, die im Ruhestand einer Erwerbstätigkeit nachgehen, hat sich laut dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) mehr als verdoppelt. 15% der 65- bis 69-jährigen und 13% der 70- bis 74-jährigen gehen einer bezahlten Arbeit nach. Die wesentlichen Gründe, warum Menschen wieder einem Beruf nachgehen, sind laut IAB der Spaß an der Arbeit oder das Bedürfnis nach einer sinnvollen Aufgabe und sozialen Kontakten.
Vorbilder helfen beim Übergang in den Ruhestand
Aktuelle Daten vom Selbsttest der Plattform ageforce1.com, bei dem acht Aussagen zur Einstellung zum Ruhestand bewertet werden zeigen, dass Vorbilder einen positiven Einfluss auf die Ruhestandsplanung haben. Prof. Alexander Vossen, Experte für Data Science and Entrepreneurship von der Universität Siegen, stellt bei der Analyse der Daten fest: „Wenn Teilnehmer:innen ein persönliches Vorbild für einen erfüllten Ruhestand haben, hat das einen großen Einfluss auf ihre Planung, die eigenen Pläne werden deutlich konkreter.“
Unterstützung bei der Ruhestandsplanung
„Rentner, die mit Spaß, also hochmotiviert, im Unternehmen tätig sind, sind auch hervorragende Markenbotschafter und gleichzeitig Vorbilder für Arbeitnehmer, die sich mit der Gestaltung ihres Ruhestandes befassen“ beschreibt Frank Leyhausen, Experte für Ruhestandsplanung, die Situation und ergänzt: „Niemand eignet sich besser als Vorbild als jemand, der im Ruhestand mit Freude das tut, was er mag und wenn das im eigenen Unternehmen stattfindet, hat man den perfekten Botschafter, um mehr Talente in Rente zu gewinnen.“ Im Rahmen eines strukturierten Offboardings(1) können grandfluencer(2) über die Optionen einer Weiterbeschäftigung im Unternehmen aus eigner Erfahrung berichten und so bei der Ruhestandsplanung unterstützen.
Markenbotschafter aus dem Ruhestand
„Nicht jeder kann und will Botschafter werden, aber Unternehmen sind gut beraten, Menschen bei Interesse gezielt als Markenbotschafter einzusetzen und diese als Rolemodels und Mentoren für ihre ausscheidenden Fach- und Führungskräfte zu nutzen. Auch für die externe Darstellung von Beschäftigungsmodellen für Rentner eignen sie sich hervorragend“, so Leyhausen.
Aktuell posten grandfluencer vor allem noch über Familie und Hobbys aber mit der stetig steigenden Zahl von erwerbstätigen Renter:innen ist es nur ein Frage der Zeit, ab wann das Thema „Arbeiten im Ruhestand“ viral geht. Innovative Unternehmen können das Feld noch besetzen.
(1) Offboarding beschreibt die gezielte Begleitung von Arbeitnehmern in die letzte Phase ihrer Regelarbeitszeit. (2) Grandfluencer beschreibt ältere Influencer, die mindestens alt genug zu seien scheinen, um Großeltern zu sein.
Viele traditionelle Branchen verlassen sich in ihrem täglichen Handeln mehr auf die Erfahrungen aus der Vergangenheit als auf die Chancen für die Zukunft. Die Bauwirtschaft ist da keine Ausnahme. Ganz im Gegenteil! Hat sie sich doch in den letzten 100 Jahren kaum verändert. Die Menschen, die in ihr Arbeiten sind stark in das Tagesgeschäft eingebunden und mit der Bewältigung alltäglicher Herausforderungen beschäftigt. Zukunftsstrategien entstehen so – auch aufgrund nicht vorhandener verlässlicher Daten – nicht.
Die meisten Unternehmen wuchsen so von kleinen Firmen zu großen Konzernen heran. Da die Produkte aus der Bauindustrie – die Gebäude – Jahrzehnte überdauern mussten, gab es hier auch keine bahnbrechenden Revolutionen. Eine Immobilie besteht im Wesentlichen aus Stein, Holz und Metall. Sie werden immer von Grund auf neu entworfen. Wenn man so will, sind lediglich die in Serie geplanten und gefertigten “Plattenbauten” ein Meilenstein in dieser Entwicklung.
Aufgrund des hohen Gewichts der Marktprodukte setzen die Unternehmen in der Regel auf lokale und regionale Lieferanten. Dadurch entsteht ein sehr heterogenes Unternehmens- und Lieferantennetzwerk. Die mündlichen Vereinbarungen und das persönliche Vertrauen sind seit jeher die Schlüsselfaktoren für die Geschäftsabwicklung.
Hinzu kommt, dass aufgrund guter Nachfrage seitens öffentlicher und privater Auftraggeber schlichtweg kein Bedarf für große Prozessveränderungen bestand. Dies gilt in vielen Bereichen auch heute noch. Aber die heutigen Umstände wie Umweltveränderungen, das Bedürfnis nach Nachhaltigkeit und der zunehmende Wettbewerb durch international agierende Konzerne verändern dieses Geschäftsfeld für die Branche rasant.
Wer in Zukunft erfolgreich sein will, muss sich wandeln, neue Methoden entdecken, sich selbst neu organisieren. Aber in unseren Gesprächen mit Generalunternehmern, Projektentwicklern, Nachunternehmern, Händlern und Herstellern finden wir bislang mehrheitlich eins: Verweigerung, oder sollte ich sagen Verzweiflung!
Viele Unternehmen schrecken vor der Digitalisierung der Bauwirtschaft zurück.
Sie fürchten sich davor, etablierte Wege zu verlassen, Althergebrachtes neu zu denken und vor allem Mitarbeiter und Kunden mit auf die Reise zu nehmen. Sie wissen schlichtweg nicht, wie Veränderungen zu managen sind. Kenntnisse im Change Management sind daher dringend benötigt.
Dabei ist dieser Prozess gar nicht so schwer und sollte eigentlich zum Handwerk jeder Führungskraft gehören. Die Realität sieht bisweilen anders aus. Aus diesem Grund erlaube ich mir einen kurzen Exkurs in die Grundlagen von Change Management.
Vereinfacht gesagt, lässt sich dieser Prozess nämlich in vier Hauptphasen unterteilen: Vorbereitungsphase, Planungsphase, Ausführungsphase und unterstützende Maßnahmen.
Untersetzt man diese vier Schritte in seinem Unternehmen mit konkreten Handlungen, bekommt man sehr schnell einen beherrschbaren Handlungsleitfaden. Bereits die zu Beginn vorgesehene Analyse des Ist-Zustands liefert oftmals nicht nur erstaunliche Erkenntnisse, sondern nimmt die Mitarbeiter vom Start weg mit auf die Reise. Zur Wahrheit gehört: Während sich der Planungsprozess unter anderem durch BIM bereits im digitalen Wandel befindet, sieht es in der Beschaffung mehrheitlich analog aus. Und nein: Handyanrufe, PDFs per Mail versenden oder auch Absprachen per Whatsapp sind noch keine Digitalisierung.
Wer der oftmals bitteren Realität ins Auge gesehen hat, sollte sich im Anschluss mit der Definition des gewünschten Zustands beschäftigen. Wie sieht ein vollkommen digitaler Prozess im Unternehmen aus? Welche Vorteile bringt er? Wo ist er der bisherigen Lösung überlegen? All diese Fragen gilt es gemeinsam zu beantworten und durch permanentes Feedback weiter zu verfeinern.
Im Anschluss macht man sich daran, auftretende Barrieren zu erkennen und zu beseitigen. Dies ist wichtig, damit in der Ausführungsphase keine unerwarteten Probleme auftreten. Andernfalls sinkt die Akzeptanz bei Mitarbeitern und Partnern.
Dies muss verhindert werden, damit die Ausführungsphase gelingen kann. Während des Übergangs vom alten analogen Weg in die digitale Zukunft muss vor allem die erhöhte Belastung der Mitarbeiter gut gemanaged werden. Daher sind die wichtigsten Disziplinen im kompletten Change Management eine gute Kommunikation und ehrliches Erwartungsmanagement. Diese Fähigkeit sollte jede moderne Führungskraft von Haus aus mitbringen.
Wie lautet also das Fazit? Change Management ist keine Raketenwissenschaft, sondern ein erlernbares Handwerk. Es wird benötigt, um die Digitalisierung in der Baubranche zu meistern. Denn wer im Geschäft bleiben will, muss sich wandeln.
Die gute Nachricht für die Branche ist: Die Veränderung wird passieren. Mit dir oder ohne dich.
Seit September stehen die ersten Schoko-Weihnachtsmänner in den Geschäften, wenn man Pech hat, läuft nun auch schon Last Christmas im Radio. Die Vorbereitungen für die heiße Phase der kalten Jahreszeit beginnen bekanntlich recht früh. Das gilt besonders für weihnachtliche Lieferketten. Denn nur wenn diese funktionieren, liegen am Heiligen Abend die gewünschten Gaben unter dem Christbaum.
Die Planung von Produkten, deren Sourcing, Produktion, Distribution und Verkauf beginnen schon lange, bevor die ersten Weihnachtslieder im Radio laufen. Die langfristige Planung ist gerade bei Herstellern von Konsumgütern und Unterhaltungselektronik besonders wichtig.
Dieses Jahr wird diese Planung noch schwieriger als sonst: Es besteht nicht nur weiterhin Material- und Container-Knappheit. Unternehmen leiden, genauso wie Verbraucher:innen, unter der Inflation. Energie- und Herstellungskosten sind stark gestiegen, hinzu kommt Personalknappheit, gerade im Transportwesen. Gleichzeitig sind Verbraucher:innen so verunsichert wie selten zuvor. Lange Rede, kurzer Sinn: das Weihnachtsgeschäft 2022 ist so schwer zu planen, wie in kaum einem Jahr zuvor.
Planungs-Tools statt Weihnachtselfen – so gelingt das Geschenke-Geschäft
Dabei ist gerade jetzt eine gründliche Planung des Weihnachtsgeschäfts wichtiger denn je. Hier hilft Erfahrung: Lieferketten sind bekanntlich nicht erst seit gestern unter Druck. Die Erkenntnisse aus Pandemie und Lockdown geben erste Hinweise, wie Verbraucher:innen auf Mangel und gestörte Lieferketten reagieren.
Obwohl Lieferketten im Umgang mit Störungen und Dauerstress inzwischen robuster geworden sind, sind sie gerade aufgrund der vielen Unwägbarkeiten noch komplexer geworden. Um diese zu beherrschen, gibt es viele Planungs-Tools für Sales & Operations Planning (S&OP), digitale Lösungen zur Bedarfsplanung, zur Absatzprognose und auch zum automatisierten Beheben von Störungen.
Außerdem gibt es intelligente Warehouse-Management-Systeme (WMS), die Bestell- und Versandprozesse automatisiert steuern und so Lagerhaltung und Distribution von Waren optimieren. Transport-Management-Systeme (TMS) organisieren den Transport, zum Beispiel per Lkw, oder unterstützten beim Warenein- und Ausgang. Order-Management-Systeme (OMS) sind das Bindeglied zwischen dem Kauf der Weihnachtsgeschenke und dem Christbaum. Händler organisieren und orchestrieren über ein solches System verschiedene Verkaufskanäle, online wie offline. Das sind die wichtigsten digitalen Helfer beim Managen komplexer, globaler Lieferketten.
Viele von ihnen sind als Insellösungen erhältlich. Diese sind zwar oft hilfreich, decken aber nicht das gesamte Portfolio ab, das Unternehmen benötigen, um ihre Lieferketten zu planen, zu steuern und zu automatisieren. Außerdem werden sie in unterschiedlichen Bereichen eines Unternehmens eingesetzt, sind siloartig und verwenden oft unterschiedliche Datenmodelle.
In Zeiten stark gestörter Lieferketten und mit dem Weihnachtsgeschäft vor Augen, sorgt eine solche Fragmentierung bestenfalls zu langsamen Prozessen. Im schlimmsten Fall kann es sein, dass Bestellungen im umsatzkritischen Weihnachtsgeschäft nicht geliefert werden können.
Immer mehr Unternehmen haben dies erkannt und setzen auf einheitliche, abteilungsübergreifende SaaS-Plattformlösungen. Diese helfen nicht nur, Prozesse im Unternehmen zu beschleunigen und schneller, effizienter und sogar kostengünstiger zu liefern. Mit KI-Funktionalitäten ausgestattet, können sie sämtliche Prozesse entlang der Supply Chain optimieren.
KI schafft Durchblick im Lieferkettenchaos
Dies fängt bei der Bedarfsplanung an und geht bis zum Verkauf an Kund:innen. Wie viel wird bis wann und wo von welcher Ware benötigt, welche Rohstoffe müssen eingekauft werden, wie lassen sich diese beschaffen, auf Produktionsstandorte verteilen und von dort zu Distributionszentren und zum Kunden liefern? Im Weihnachtsgeschäft müssen möglichst viele Waren für einen relativ kurzen Zeitraum zum richtigen Preis verfügbar sein. Diese Komplexität zu beherrschen und mit der aktuellen Volatilität in Einklang zu bringen, ist ein klarer Fall für Künstliche Intelligenz und Machine Learning.
Anders als der Mensch ist die Maschine in der Lage, die riesige Datenmenge, die nötig ist, um fundierte Prognosen zu erstellen und Entscheidungen zu treffen, zu beherrschen. KI wird nicht von Bauchgefühl geleitet, greift aber trotzdem auf historische Daten zurück. Sie erkennt Muster in den Datenmengen, die ein Mensch, aufgrund der Datenmenge, nicht erkennen kann.
KI kann also die Wahrscheinlichkeit prognostizieren, welche Artikel auf dem weihnachtlichen Wunschzettel stehen werden. Gleichzeitig kann sie die Lieferung der einzelnen Teile und des fertigen Produkts steuern. Auch bei auftretenden Störungen ist sie in der Lage, diese automatisch zu beheben. Wo Menschen mehrere Stunden benötigen, kann die KI binnen Minuten ein Problem lösen.
Mit Expertenhilfe zur passenden KI-Lösung
Um eine solche Technologie zu entwickeln und zu implementieren, bedarf es Experten. Viele Unternehmen versuchen selbst, KI-Lösungen zu entwickeln. Oft entsteht dabei ein vielversprechender Prototyp. Eine Lösung, die im industriellen Maßstab einsetzbar ist, reproduzierbare und erklärbare Ergebnisse liefert, kommt jedoch selten dabei heraus.
Deshalb empfiehlt sich die Arbeit mit einem spezialisierten KI-Anbieter, der nicht nur über die Plattform verfügt, sondern auch über die Algorithmen, die Expertise und der weiß, worauf es bei der Automatisierung von komplexen Supply Chains ankommt.
Die Luminate-Plattform von Blue Yonder deckt alle Glieder der Lieferkette End-to-End ab, setzt auf hochmoderne KI und ist weltweit bei Unternehmen im Einsatz. Lassen sich mit KI und dieser Plattform die Krisen globaler Supply Chains abschalten? Sicher nicht, aber dank KI-gestützter Planung und Automatisierung sichern Unternehmen ihre Lieferketten besser ab.
Copyright: Blue Yonder
Für das Geschäft in der für die Konsumgüterindustrie wichtigsten Jahreszeit ist eine KI-gesteuerte Supply Chain schlichtweg unternehmenskritisch. Mit ihr können Unternehmen ganz wesentlich dazu beitragen, dass ihre Produkte auch in unsicheren Zeiten am entscheidenden Tag auf dem Gabentisch stehen. KI rettet also Weihnachten.
Autor:
Gabriel Werner ist Vice President Manufacturing für die DACH-Region bei Blue Yonder. In dieser Position verantwortet er das Wachstum von Blue Yonder in der Region. Gabriel Werner ist Experte in den Bereichen Lieferkettenmanagement, Automatisierung und Künstliche Intelligenz in der Supply Chain. Mit seinem Team deckt er die komplette Wertschöpfungskette im Supply Chain Management ab, von der Planung bis zur Steuerung. Gabriel Werner und sein Team helfen Kunden aus der industriellen Fertigung und der Logistik, ihre Lieferketten zu digitalisieren.
Gabriel Werner ist seit April 2011 bei Blue Yonder, zunächst Senior Solutions Advisor, dann Vice President Solutions Advisory und nun Vice President Manufacturing DACH. Sein Studium hat der Diplom-Wirtschaftsingenieur in Karlsruhe absolviert. Zudem ist Gabriel Werner Mitglied im BVL, der Bundesvereinigung Logistik.
Titelbild: Mit KI gelingt die Bedarfsplanung im turbulenten Weihnachtsgeschäft. Copyright: Blue Yonder
Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder
Über 1.000 Teilnehmer 100 Speaker 12 Breakout Sessions, 8 Deep Dives, 5 Masterclasses Internationale und nationale Keynotes Zahlreiche Aussteller, Partner und Förderer Verleihung des Deutschen Marketing Preis 2022 an BioNTech
Frankfurt wurde in den letzten beiden Tagen zum Mekka der Marketingbranche – der Deutsche Marketing Tag fand im Kap Europa, dem Kongresshaus der Messe Frankfurt, statt. Marketing ist der Motor und relevanter Wirtschaftsfaktor in Deutschland. Die Entscheider trafen sich auf einer der wichtigsten Marketingkonferenzen in Europa, die dieses Jahr unter dem Motto „It’s all about Trust“ stand, um sich für die künftigen Herausforderungen im Marketing zu rüsten. Mensch und Technologie zu verbinden wird dabei in Zukunft eine Kernaufgabe der Marketer sein und dabei wird der Invest in Vertrauen eine tragende Rolle spielen.
Auf dem Deutschen Marketing Tag standen Knowledge Transfer und Networking an erster Stelle. Über 1.000 Experten nahmen an der zweitätigen Konferenz des Deutschen Marketing Verbandes und von Euroforum teil: 100 Referenten, 12 Breakout Sessions, 8 Deep Dives, Plenarvorträge, Stand Up-Presentations, Diskussionsrunden und 5 Masterclasses beleuchteten die vielen Themenfelder aus unterschiedlichen Branchen und Blickwinkeln.
Hochaktuelle, spannende und sehr beeindruckende Keynotes hielten: Amanda Edelmann (Chief Operating Officer Edelman) „Brands in Society…the Evolution of Trust“, Oliver Busch (Director DACH Agencies & Ecosystems Meta) „Die Zukunft des Internets: das Metaverse kommt”, Adriana Taseva (COO, Adhash) „Evolution vs Revolution in Advertising. Ad Management via Blockchain“, Frans Riemersma (Managing Director Martech Tribe) “Martech is eating the world. Industries turn into software companies”, Kristina Bulle (CMO DACH, Vice President Brand Building Procter&Gamble) „Leuchttürme bauen – Langfristige Markenbildung in einer kurzlebigen digitalen Welt“ und Anders Indset (Wirtschaftsphilosoph) „Das Infizierte Denken – Warum wir uns von alten Selbstverständlichkeiten befreien müssen“ mit der Closing Keynote.
Als Surprise Gast wurde am 3. November „the one and only“ Robbie Williams zugeschaltet und erhielt erstmalig den European Brand Personality 2022 vom Deutschen Marketing Verband.
„Mir ist aufgefallen, mit wie viel Leidenschaft die Referent: innen ihre Themen in den Sessions und auf den Panels vorgetragen und zu Diskussionen eingeladen haben. Es geht beim DMT genau nicht um stimmungsvolle Powerpoint Präsentationen durch Dienstleister im Dauer-Pitch-Modus, sondern ganz handfest von Marketern, die in der Verantwortung stehen und aus der eigenen Erfahrung heraus beschreiben, was funktioniert und was nicht – und was ihre eigenen Lessons Learned in der Umsetzung sind“, sagt Dr. Ralf E. Strauß, Präsident des Deutschen Marketing Verbands. Und weiter „Neben eher technischen Themen wir Marketing Tech und Data Management standen auch Nachhaltigkeits- und Content ontent Marketing, Führung und Organisation sowie Retail Media auf der Agenda – alles top-relevante Themen, aus Sicht der Marketingleiter in Europa.“
Als krönender Abschluss des Kongresses wurde am gestrigen Abend der Deutsche Marketing Preis 2022 verliehen. BioNTech erhält den Oskar des Marketings für seine Leistungen im vergangenen Jahr. Der Preis ist seit 1973 die Premium Auszeichnung für Spitzenleistungen im deutsche Marketing.
Eröffnung des Deutschen Marketing Tages am 2. November 2022 durch Dr. Ralf E. Strauß, Präsident Deutscher Marketing Verband (links im Bild) und Claudio Montanini, Präsident Marketing Club Frankfurt
Neuartiges Mehrwegsystem von kooky startet in München Erste übergreifende Lösung für sämtliche Becher-Rückgabesysteme legt nun auch in Deutschland los. Ein Hand-in-Hand-Kurs statt einer weiteren Insel-Kreislauf-Idee
In der Schweiz ist das System bereits erprobt, etwa in Universitäten, Krankenhäusern oder in Städten wie zum Beispiel in Zürich, Basel oder Bern. Nun geht das Schweizer Startup kooky den deutschen Markt mit dem weltweit neuartigen Mehrwegsystem an. Den Anfang macht München, weitere Großstädte sollen zeitnah folgen. Highlight: Alle bereits bestehenden Mehrwegsysteme sowie große Ketten, die ihre eigenen Becher in ihre Filialen bringen wollen, können bei der kooky-Lösung integriert werden.
„Sie sind eingeladen, die plattformbasierte Rückgabe-Infrastruktur von kooky mitnutzen.“, so Co-Gründer und CEO Torge Barkholtz. Insellösungen, die sonst nur in geschlossenen Kreisläufen funktionieren, können damit in Zukunft vermieden werden. „Für uns ist klar: Nachhaltigkeit und Convenience müssen Hand in Hand gehen. Bereits jetzt stellen große Produzenten auf den kooky -Standard um.“
Der Zeitpunkt für den kooky-Start ist gut überlegt: nur wenige Wochen vor dem neuen Mehrweggesetz. In Deutschland werden laut dem Deutschen Umweltbund stündlich 320.000 Einwegbecher für Heißgetränke außer Haus verbraucht, das sind pro Jahr rund 2,8 Milliarden Einweg-Kaffeebecher.
Ab dem nächsten Jahr ist damit Schluss: Dann werden Gastronomen dazu verpflichtet, Mehrwegbehälter immer als Alternative zu Einwegbehälter zum Mitnehmen anzubieten. Auf der einen Seite bedeutet das Mehrarbeit für die Gastronomen. Denn Becher und Geschirr müssen gereinigt werden, die Hygienemaßnahmen in Deutschland sind hoch.
Auf der anderen Seite haben viele zudem nicht die Möglichkeit, die Behälter nach diesen Standards professionell zu reinigen.Auch die gleichmäßige Verteilung der Mehrwegbehälter muss bedacht werden. Schließlich sollen alle Cafés und Restaurants stets die nachhaltige to-go-Alternative auch anbieten können. Momentan gibt es Verkaufsstellen, die mehr Mehrweg herausgeben, die andere wiederum zurücknehmen müssen.
Das StartUp kooky aus der Schweiz hat dafür eine effektive und nutzerfreundliche Lösung gefunden:
Es hat eine eigene Rückgabe-Infrastruktur für Mehrweg entwickelt. Bislang ist das System in Zürich, Basel und St. Gallen verfügbar, die Infrastruktur wird stetig ausgeweitet. Auch der kürzliche Launch in Bern in Kooperation mit BERNcity war vom Start weg erfolgreich. Daneben haben sich auch Krankenhäuser – wie das Unispital Zürich – und die Universität St. Gallen (HSG) für das nachhaltige System von kooky entschieden.
Und so funktioniert es: Den wiederverwendbaren kooky Becher bekommen die Kund:innen zusammen mit einem Getränk ihrer Wahl gegen Zahlung eines Pfands bei einem der Partnerbetriebe. Anschließend scannen sie den QR-Code auf dem kooky Becher und hinterlegen einmalig ihre Telefonnummer. Die Rückgabe des Bechers erfolgt dann über die einzigartigen kooky Rückgabe-Stationen. Das Depot wird den Kund:innen bei der Rückgabe elektronisch gutgeschrieben. Das Guthaben kann bequem per Überweisung ausgezahlt oder auch direkt an den WWF gespendet werden.
Die Herausforderung für eine möglichst einfache Verwendung von Mehrwegverpackungen, nämlich die einfache und räumlich nahe Rücknahme, entfällt damit. „Wir glauben daran, dass eine intuitive Nutzung zusammen mit einer 24/7 verfügbaren und engmaschigen Rückgabe-Infrastruktur der Schlüssel zum Erfolg von Mehrweg ist.“, so Co-Gründer Max Zott. „Mit unserer offenen Infrastruktur setzen wir die Grundlage für ein kundenfreundliches System, um Mehrweg in der Gesellschaft dauerhaft zu verankern.“
In München werden die kooky Becher und die Rückgabestationen erstmal überwiegend im beliebten Glockenbachviertel zu finden sein. Allein hier gibt es mehr als 35 Partner-Outlets. Zudem konnte kooky den Systemgastronomieanbieter YORMA’s von sich überzeugen. YORMA‘s Filialen befinden sich in Bahnhöfen oder in deren unmittelbarer Nähe. Sie verfügen neben Verkehrsgastronomie auch zum Teil Kleinstsupermärkte mit Convenience-Angebot.
„Wir freuen uns sehr, nun auch Teil der kooky Familie zu sein. Vor allem der Umwelt zuliebe nehmen wir sehr gern an diesem Projekt teil. In all unseren Münchner Outlets wird es ab sofort die nachhaltigen kooky Becher geben. Wir sind vom kooky System begeistert, da es unkompliziert und einfach im Alltag zu nutzen ist – das ist genau das, wofür wir bei YORMA’s auch stehen.“, sagt Tamara Eberl von YORMA‘s. „Unsere Kundschaft sind hauptsächlich Menschen mit wenig Zeit, bei denen es oft schnell gehen muss.
Auf Nachhaltigkeit will dabei aber keiner verzichten. kooky bringt beides zusammen.“ YORMA’s erhofft sich, dass die Kund:innen mit dieser Kooperation davon überzeugt werden können, verstärkt Mehrweg zu nutzen. Um einen weiteren Anreiz dafür zu schaffen, bekommen alle Kund:innen, die bei YORMA’s ihr Getränk in einem kooky Becher abfüllen lassen, 10 Cent Nachlass.
kooky wurde erst im vergangenen Jahr gegründet. „Innerhalb kurzer Zeit konnten wir schweizweit schon große, internationale Partner für uns gewinnen.“, freut sich Barkholtz. „Auch die strategische Partnerschaften mit den Schweizer Bundesbahnen (SBB) und Foodvenience Anbietern zeigt den Zeitgeist von kooky. Mit unserem System wollen wir unserer Vision von einer abfallfreien Welt ein großes Stück näherkommen.“ Die Zusammenarbeit mit Anbietern aus dem öffentlichen Transportwesen ist europaweit einzigartig.
Mit der hauseigenen Software Remdash schafft es Remazing sich gegen seine internationalen Mitstreiter durchzusetzen Das Amazon Tool ist eine offene Plattform und bietet neben individuell konfigurierbaren Daten & Dashboards die Automatisierung von Workflows an
Remazing, ein führender internationaler Anbieter von Dienstleistungen und Softwarelösungen für Marken auf Amazon und anderen Online-Marktplätzen, wird mit dem APPEALIE Award ausgezeichnet. Der Preis würdigt SaaS-Anwendungen, die die Arbeit und Vorgänge in den unterschiedlichsten Branchen vereinfachen; zu den bisherigen Gewinnern zählen u. a. Slack, Canva, Hubspot und Zapier. Remazing konnte in der Kategorie Commerce mit seinem Tool Remdash überzeugen.
Alle nominierten SaaS-Anwendungen wurden anhand von Net Promoter Scores™ (NPS), UI/UX, sowie jüngsten Produktverbesserungen und Untersuchungen von Drittanalysten bewertet. Ausgezeichnet wurden letztendlich 42 SaaS-Anwendungen.
Das bietet Remdash Remazing bietet mit Remdash eine Amazon-Software für Vendoren und Seller auf Amazon und anderen Online-Marktplätzen mit Fokus auf Content, Monitoring und Reporting. Markenhersteller sparen dank des Tools wertvolle Zeit, schützen sich vor Umsatzverlusten und erhalten gleichzeitig Zugriff auf die wichtigsten Kennzahlen, die ihnen Amazon nicht liefert.
Remdash beinhaltet ein benutzerdefiniertes Content-Management-System (CMS), die “Automated Content Protection” und das Tracking von Fragen und Rezensionen auf Amazon. Das Tool ermöglicht es Marken weiterhin, die Sichtbarkeit und das Ranking der eigenen Produkte auf Keyword-Ebene zu überwachen und gleichzeitig Wettbewerber zu identifizieren. Zudem aktualisiert Remdash täglich Amazon-Daten und visualisiert diese auf intuitiv verständlichen Dashboards, auf denen Nutzerinnen die Datenpunkte nach eigenen Bedürfnissen konfigurieren können. Mit Remdash verstehen Nutzerinnen Amazon besser und können dadurch bessere, datengetriebene Entscheidungen treffen.
„Es freut uns sehr, dass Remdash den APPEALIE Award erhalten hat. Diese internationale Auszeichnung nach dem Best Retail Cases Award 2021 und dem Webby Awards Honoree 2022 zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Besonders freuen wir uns über die große Zufriedenheit unserer Kunden mit Remdash, die eine wichtige Rolle in der Entscheidung der Jury gespielt hat. Um für unsere Kunden weltweit die beste Softwarelösung für Amazon und andere Online-Marktplätze bieten zu können, werden wir Remdash stetig weiterentwickeln.”, sagt Emil Beck, Co-Founder & Managing Director von Remazing.
“Der APPEALIE Award ist eine tolle Anerkennung für das ganze Team und vor allem unsere Remdash-Entwickler*innen. Mit der Automated Content Protection und dem A+ Builder haben wir bereits einzigartige Features in Remdash. Wir planen weitere Workflows zu automatisieren, u. a. alles rund um personalisierte Handlungsempfehlungen, Keyword-Monitoring und im Advertising-Reporting.“, ergänzt Timo Helken, Chief Technical Officer von Remazing.
Unternehmen sparen dank Remdash kostbare Zeit und können europaweit Produktpräsentationen nahezu in Echtzeit beobachten. Die Vorzüge der Software haben Konzerne wie Beiersdorf, Under Armour oder Henkel bereits erkannt. Langfristig strebt Remazing danach – neben Amazon – weitere Online-Marktplätze zu erkunden.
Online Bio-Supermarkt Ackerherz will Bio-Lebensmittel erschwinglich machen
Mit dem Berliner Startup Ackerherz kommt ein neuer E-Food Player auf den Markt.
Das Ziel: Bio-Lebensmittel zu demokratisieren und raus aus der Nische zu holen. Mit einem Mitgliedschaftsmodell will Ackerherz dafür sorgen, dass sich mehr Menschen Bio-Lebensmittel leisten können. Damit will das Unternehmen einen maßgeblichen Beitrag zu nachhaltiger Landwirtschaft leisten und mehr Verbraucher:innen Zugang zu gesunden, nachhaltig produzierten Lebensmitteln ermöglichen.
Durch ein Gemeinschafts-Prinzip kann Ackerherz Preise für Bio-Produkte anbieten, die bis zu 50 Prozent unter dem UVP liegen. Mitglieder zahlen eine jährliche Mitgliedsgebühr von 69,60 Euro und haben damit Zugang zum vergünstigten Ackerherz Sortiment, das anfangs aus über 1000 Produkten besteht. Durch dieses Community-Modell spart das Unternehmen Kosten im Marketing und in der Logistik, wodurch die Hersteller:innen trotzdem weiterhin fair bezahlt werden können und die Mitglieder Bio-Lebensmittel so günstig wie möglich erhalten.
Alle Produkte auf ackerherz.de sind Bio-zertifiziert, so weit wie möglich regional erzeugt und werden vom Ackerherz Team sorgfältig kuratiert. Die Bestellungen werden CO2-kompensiert deutschlandweit innerhalb von 2-3 Werktagen mit DHL GoGreen verschickt.
Inspiriert wurde das Konzept von dem französischen Partnerunternehmen La Fourche. Das Pariser Startup wurde 2018 gegründet und hat bereits 60.000 Mitglieder und 150 Mitarbeiter:innen. Dieses Jahr plant La Fourche einen Umsatz von 30 Mio. Euro.
Ackerherz Gründer Vincent Rabl ist mit einer alleinerziehenden Mutter in Köln aufgewachsen. Bio-Lebensmittel waren für ihn immer Luxus und für die Elite. Nach seinem Studium in Industrieökologie und Wirtschaftspsychologie und Stationen bei mehreren Startups, darunter Hello Fresh, beschloss er, das Thema „Bio“ aus der Nische zu heben. In seiner Recherche ist er auf das Konzept von La Fourche gestoßen und hat sich dazu entschieden, das Modell auf den deutschen Markt zu übertragen.
„Ich weiß, wie es sich anfühlt, rechnen zu müssen”, erklärt Vincent Rabl. „Ohne Bafög hätte ich selbst niemals studieren können und nachhaltige Ernährung erschien mir oft wie ein elitärer Diskurs.“ Bio-Lebensmittel einem breiteren Publikum zugänglich zu machen, ist für Vincent eine Herzensangelegenheit: „Höchste Zeit, dass wir was ändern, denn Bio-Produkte sollten für alle da sein.”
Hunderte von KI-Modellen werden über eine brandneue Open-Source-Plattform zugänglich gemacht Wichtige serverlose Lösungen werden eingeführt, um eine bessere Produktbereitstellung und -entwicklung zu ermöglichen
Alibaba Cloud, die Cloud Computing Geschäftseinheit von Alibaba Group, hat heute zu Beginn seiner Apsara Conference die Einführung von ModelScope angekündigt, einer Open-Source Model-as-a-Service-Plattform (MaaS), die Hunderte von KI-Modellen enthält. Während der Apsara Conference, der jährliche stattfindenden Branchenveranstaltung von Alibaba Cloud, stellte der weltweit führende Cloud-Anbieter außerdem eine Reihe von serverlosen Datenbankprodukten vor. Zudem hat Alibaba Cloud die Aktualisierung seiner integrierten Datenanalyse- und Intelligent-Computing-Plattform angekündigt, um Kunden dabei zu helfen, Geschäftsinnovationen durch Cloud-Technologien weiter voranzutreiben.
„Cloud Computing hat zu einer grundlegenden Revolution in der Art und Weise geführt, wie Computing-Ressourcen organisiert, produziert und kommerziell genutzt werden. Parallel hat ein Paradigmenwechsel in der Softwareentwicklung stattgefunden und sich die Integration von Cloud und Endgeräten beschleunigt“, so Jeff Zhang, President von Alibaba Cloud Intelligence. Er fügt hinzu: „Da immer mehr Kunden die Cloud-Einführung beschleunigen, haben wir unsere Cloud-basierten Ressourcen, Services und Tools erweitert, um serverlos, intelligenter und digitaler zu werden. So möchten wir die Barriere für Unternehmen senken, neue Technologien zu übernehmen und mehr Chancen im Cloud-Zeitalter zu nutzen.“
Neue Open-Source-Community bietet Hunderte KI-Modelle
Die ModelScope-Plattform wird heute mit über 300 einsatzbereiten KI-Modellen gestartet, die von der Alibaba DAMO Academy („DAMO“), der globalen Forschungsinitiative von Alibaba Group, in den vergangenen fünf Jahren entwickelt wurden. Diese Modelle decken verschiedene Bereiche ab, von Computer Vision über natürliche Sprachverarbeitung (NLP) bis hin zu Audio. Die Plattform umfasst auch mehr als 150 hochmoderne State-of-the-Art-Modelle (SOTA), die besten Modelle ihrer Art, die für eine bestimmte Aufgabe eingesetzt werden können.
Ebenfalls auf der Plattform verfügbar sind Alibabas eigene große vortrainierte Modelle wie Tongyi, das mit fünf Milliarden Parametern Text in Bilder umwandelt, und OFA (One-For-All), ein vortrainiertes Modell mit sechs Milliarden Parametern, das sich durch seine Fähigkeit auszeichnet, multimodale Aufgaben wie Bildunterschriften und visuelle Fragen zu beantworten. Auch unabhängige Entwickler haben bisher Dutzende von Modellen zur Open-Source-Plattform beigetragen.
Als Open-Source-Community zielt ModelScope darauf ab, die Entwicklung und den Betrieb von KI-Modellen einfacher und kostengünstiger zu gestalten. Entwickler und Forscher können die Modelle einfach und kostenlos online testen und erhalten die Ergebnisse ihrer Tests innerhalb weniger Minuten. Sie können auch maßgeschneiderte KI-Anwendungen entwickeln, indem sie bestehende Modelle anpassen und die Modelle online mit der Unterstützung von Alibaba Cloud ausführen oder sie auf anderen Cloud-Plattformen oder in einer lokalen Umgebung einsetzen.
Der Start von ModelScope unterstreicht das kontinuierliche Engagement von DAMO, transparente und integrative Technologien zu fördern, indem das Erstellen und der Betrieb von KI-Modellen erleichtert wird. So können auch Universitäten und kleinere Unternehmen KI problemlos für ihre Forschung oder ihr Unternehmen nutzen.
Serverlose Lösungen zur Steigerung der Rechenleistung
Um dem aufkommenden Trend der serverlosen Softwareentwicklung voraus zu sein, setzt Alibaba Cloud bei seinen wichtigsten Produkten auf die Serverless-Technologie. Dadurch können sich die Kunden auf die Produktbereitstellung und -entwicklung konzentrieren, ohne sich um die Verwaltung von Servern und Infrastruktur kümmern zu müssen. Die aktualisierten Produkte von Alibaba Cloud fokussieren sich darauf, Rechenleistung in eine On-Demand-Fähigkeit für Benutzer zu verwandeln.
Beispiele hierfür sind die Cloud-native Datenbank PolarDB, das Cloud-native Data Warehouse AnalyticDB (ADB) und ApsaraDB für Relational Database Service (RDS). Durch die Nutzung der Serverless-Technologien kommen Kunden in den Genuss einer automatischen Skalierung mit extremer Elastizität je nach Arbeitslast und eines Pay-as-you-go-Abrechnungsmodells zur Kostensenkung. Die automatische, elastische Skalierungszeit kann bis zu einer Sekunde betragen. Mit den aktualisierten Datenbankprodukte von Alibaba Cloud können Unternehmen in der Internetbranche ihre Kosten um durchschnittlich 50 Prozent im Vergleich zu herkömmlichen Produkten senken.
Derzeit verfügt Alibaba Cloud über insgesamt mehr als 20 serverlose Schlüsselprodukte, weitere Produkte folgen.
Integrierte Datenanalyse- und Computing-Plattform optimiert
Alibaba Cloud hat auch seine ODPS (Open Data Platform and Services), eine selbstentwickelte integrierte Datenanalyse- und intelligente Computing-Plattform, optimiert, um Unternehmen diversifizierte Datenverarbeitungs- und Analysedienste anzubieten. Die Plattform kann sowohl Online- als auch Offline-Daten gleichzeitig in einem System verarbeiten und bietet Unternehmen, die mit komplexen Arbeitslasten konfrontiert sind, Analysen zur Entscheidungsfindung bei reduzierten Kosten und erhöhter Effizienz.
ODPS hat die weltweiten Rekorde für Big-Data-Leistung verbessert, so die jüngsten Ergebnisse des Transaction Processing Performance Council (TPC), eines Branchengremiums, das die Standards für Transaktionsverarbeitung und Datenbank-Benchmarking setzt. Die Leistung des ODPS Maxcompute Clusters wurde auf der Grundlage eines 100-TB-Daten-Benchmarks bewertet und hat das sechste Jahr in Folge die höchste Punktzahl erreicht. ODPS Hologres Cluster hat auch ein rekordverdächtiges Ergebnis im TPC-H 30000GB Decision Support Benchmark Test gezeigt.
Um die Zusammenarbeit zwischen Cloud und lokaler Hardware voranzutreiben, hat Alibaba Cloud die Einführung der Wuying-Architektur auf dem Wuying Cloudbook angekündigt. Das Cloudbook mit spezieller Architektur ermöglicht Nutzern den Zugang zu unbegrenzter Rechenleistung in der Cloud auf sicherere und agilere Weise und unterstützt gleichzeitig die Zusammenarbeit und Flexibilität am Arbeitsplatz.
Bild: Jeff Zhang, President of Alibaba Cloud Intelligence, spricht auf der Apsara Conference 2022 | Copyright: Alibaba Cloud
Upway bald in fünf Märkten aktiv Expansion in die USA nur ein Jahr nach der Gründung Starkes Wachstum: Investment von 31 Millionen US-Dollar in zwei Finanzierungsrunden und Umsatz in Höhe von 10 Millionen Euro im ersten Geschäftsjahr
Upway, der Refurbishment-Spezialist für E-Bikes, kündigte heute auf dem Websummit in Lissabon an, dass das Geschäft bis Jahresende auch auf die Vereinigten Staaten ausgedehnt wird. Das Unternehmen wurde im November 2021 von den beiden Ex-Uber-Managern Toussaint Wattinne und Stéphane Ficaja in Paris gegründet. Nach Frankreich, Belgien und den Niederlanden ist das Angebot von Upway seit dem Sommer 2022 auch in Deutschland vertreten. Mit den USA wird Upway innerhalb von zwölf Monaten in fünf Märkten aktiv sein.
“Deutschland ist eine Fahrradnation und das Interesse an E-Bikes ist hier in ganz Europa am stärksten. Daher sind wir mit großen Erwartungen auf dem deutschen Markt gestartet“, sagt Toussaint Wattinne, Co-Gründer und CEO von Upway. “Wir haben Mitte des Jahres in Berlin unsere zweite Werkstatt eröffnet, die sogar doppelt so groß wie unser Pariser Standort ist. Mit über 700 Produkten bietet Upway die größte Auswahl an generalüberholten E-Bikes in Deutschland, von City-E-Bikes bis hin zu Cargo-, Longtail-, Trekking- und Mountain-E-Bikes, und spielt damit eine führende Rolle bei der Vermeidung von unnötigem Elektroschrott. Wir freuen uns darüber, schon viele tausende E-Bikes wieder zurück in den Kreislauf gebracht und ihnen ein neues Leben gegeben zu haben.”
„Das Potenzial des amerikanischen E-Bike-Marktes ist riesig. Der Absatz von E-Bikes in den USA ist in den letzten drei Jahren sprunghaft angestiegen und wird laut LEVA (Light Electric Vehicle Association) bis 2025 voraussichtlich mindestens drei Millionen Einheiten pro Jahr erreichen“, sagt Toussaint Wattinne weiter. Dieses Wachstum in den USA wird von der zunehmenden Verkehrsüberlastung in den Großstädten, dem wachsenden Interesse am Radfahren als Fitness- und Freizeitaktivität und der Bereitschaft der Verbraucher zu einer umweltfreundlichen Lösung für den Arbeitsweg angetrieben.
Das erste US-Warenlager wird in Brooklyn, New York eröffnet. Für den amerikanischen Markt zeichnet sich Ex-Uber-Manager Maxime Renson verantwortlich, der zuletzt Uber Eats in New York leitete. Mit einem lokalen Team passt sich Upway den vielen Unterschieden zwischen den USA und Europa an: E-Bikes können hier mit bis zu 28 mph bzw. 45 km/h (im Vergleich zu 25 km/h in Europa) unterstützen, auch die Motoren sind mit bis zu 750 W (im Vergleich zu 250 W in Europa) leistungsstärker. Zu den beliebtesten Marken gehören hier US-Hersteller wie Rad Power Bikes, Specialized oder Aventon.
Erste amerikanische Stadtverwaltungen fördern den Radverkehr und investieren beispielsweise in den Ausbau von Fahrradwegen, um die Verkehrssicherheit für Radfahrer zu erhöhen und die Umwelt zu schonen. Denn fast die Hälfte aller Autofahrten in den USA sind laut der amerikanischen Straßenverkehrsbehörde kürzer als 4,8 Kilometer. Upway möchte den Wandel hin zu einer emissionsärmeren und kostengünstigeren Mobilität beschleunigen, indem es möglichst vielen amerikanischen Haushalten hochwertige, wiederaufbereitete E-Bikes zu einem erschwinglichen Preis anbietet.
Finanziert wird die Expansion mit Hilfe der letzten Investitionsrunde in Höhe von 25 Millionen US-Dollar, an der auch der amerikanische Risikokapitalgeber Sequoia beteiligt ist. Insgesamt erhielt das Start-up in zwei Finanzierungsrunden bereits ein Investment in Höhe von 31 Millionen Dollar. Weitere Kapitalgeber sind Exor Seeds, Fonds Origins und Global Founders Capital.