Start Blog Seite 2146

Die Branche braucht frischen Wind

0
BERGMENSCH

Neuer Gipfelstürmer in der Outdoor-Branche: Start Up-Label BERGMENSCH(www.bergmensch.store) konnte im vergangenen Monat ein 78%iges Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr erwirtschaften – und das noch vor Start der klassischen Wandersaison im Herbst. Und obwohl sich die Branche an sich in der Krise befindet.

„Kaum ein anderes Segment reagiert so wenig auf Trends und Lifestyle-Gefühle wie die Outdoor-Branche,“ sagt BERGMENSCH-Geschäftsführer Felix Keser. „Viele der Artikel muten einfach altbacken an. Dabei ist Bergwandern so trendig und angesagt wie nie zuvor. Es braucht Produkte, die diesem Lifestyle auch entsprechen und nicht einfach nur funktionell sind.“

Seit der Corona-Pandemie sind Outdoor-Aktivitäten in den Bergen einer der Trends schlechthin – mit zweistelligen Wachstumsraten. „Staycations“, also das bewusste Verbringen der Freizeit in der eigenen Umgebung, und alpiner Lifestyle sind angesagter denn je.

Vor dieser Kulisse wollen die Gründer hinter BERGMENSCH die Branche mit mehr Zeitgeist beseelen. Mit zeitgemäßen Funktionsartikeln, witzigen Organic Shirts („sah auf der Karte flacher aus…“) und, als erster Anbieter seiner Art überhaupt, passendem Bergschmuck. Dabei endet der Zeitgeist nicht allein bei der Optik. Auch die Produktion verfolgt einen Nachhaltigkeitsgedanken. So werden alle Artikel so umweltbewusst wie möglich produziert. Für die Shirts bezieht man 100%ige Bio-Baumwolle aus Europa. Die in Deutschland hergestellten Stirnbänder sind ein Ocean-Upcycling und aus recyceltem Meeresplastik gefertigt. Der hochwertige Schmuck wird im Allgäu produziert.

„Wir wollen Mensch und Natur so gut es geht miteinander verbinden. Menschen, mit einer Leidenschaft für die Berge und für die Schönheit der Natur“, so Felix Keser. „Die Kraft, die wir in der Natur finden und die Zeit, die wir ganz bewusst offline verbringen, war für uns alle noch nie so wichtig.“

Er selbst (26) und sein Geschäftspartner Dominik (31) haben dabei so ziemlich abseits jeglicher klassischen Pfade zusammengefunden. Während sich Dominik als Skilehrer und Saunameister verdingte, absolvierte Felix ein Onlinemarketingstudium. Darin hat er eine 5 im Studienfach eCommerce. Und entscheidet sich trotzdem dazu, ein Onlinehandelsunternehmen zu gründen. 2017 rufen die beiden, die sich bislang nur von Facebook kennen und sich am Tag der gemeinsamen Firmengründung das erste Mal in echt treffen, die „somachenwirdas“-UG ins Leben und starten mit allen möglichen bedruckten T-Shirts.

Bis sich nach und nach die Idee und die Designs für BERGMENSCH herauskristallisieren. 2019 fällt der Startschuss für das neue Label. Mit enormem Erfolg: Bereits im ersten vollen Geschäftsjahr verbuchen die zwei einen Umsatz von über 5 Millionen.

Ihr Startkapital: 2000 Euro. Investoren: Fehlanzeige. BERGMENSCH wächst organisch. Das Unternehmen hat aktuell 5 Festangestellte und ist derzeit dabei, das Team weiter zu vergrößern.

Auch Sortiment und Umsatz expandieren kontinuierlich. Im Herbst werden einige Merino-Artikel – Shirts, Socken und Mütze – neu auf den Markt kommen, dazu ein wettertaugliches Sherpa-Fleece und eine Softshell Jacke. Ein Rucksack wurde unlängst neu auf den Markt gebracht. „Die Outdoor-Branche stagniert, aber das muss nicht ausbleibende Firmenerfolge bedeuten“, sagt Felix. „Das, was nämlich leider lange Zeit auch stagniert hat, waren frische Ideen, die dem aktuellen Berg-Trend entsprechen. Hier wollen wir ansetzen.“

Bild Fotocredit: Benjamin Pfitscher

Quelle Rosenheim Rocks

Anyfin launcht Kreditübersicht

0
Irfan Cütcü, Chief Product and Technology Officer bei Anyfin

Die makroökonomische Situation belastet die Geldbeutel der Menschen nach wie vor. Hohe Lebenshaltungskosten und steigende Zinssätze – nie war es wichtiger, ein umfassendes Verständnis der persönlichen finanziellen Situation zu haben. Während der Markt für Budgetierungstools weitgehend gesättigt ist, fehlt es an Lösungen, die Menschen einen Überblick und Informationen über ihre Verbindlichkeiten geben.

Das schwedische Fintech Anyfin, das Menschen dabei unterstützt, weniger für teure Konsumkredite zu zahlen, reagiert nun auf diese Nachfrage. Die Kreditübersicht bietet App-Nutzerinnen und -Nutzern erstmals ein komplettes Abbild all ihrer Kredite, vom Ratenkauf über den Dispo bis hin zum Auto- oder Immobilienkredit. Dazu wird die Anyfin-App mit dem Bankkonto verbunden; Kredite werden automatisch als solche erkannt und hinzugefügt.

Dieser Service ist nicht nur eine statische Kreditübersicht, sondern stellt zusätzlich einen detaillierten Einblick in die Kreditstruktur zur Verfügung: Die monatlichen Zahlungen werden in Zinssätze, Gebühren und tatsächliche Kreditrückzahlung aufgeschlüsselt. So können die Nutzerinnen und Nutzer nachvollziehen, wie viel Geld sie tatsächlich für die Tilgung ihrer Schulden aufwenden und welcher Anteil jeden Monat in Zinsen und Gebühren fließt.

„Hohe Zinssätze, versteckte Gebühren, fällige Zahlungstermine und mangelndes Finanzwissen – es ist für Verbraucherinnen und Verbraucher nicht leicht, im Kreditdschungel den Überblick zu behalten“, so Irfan Cütcü, Chief Product and Technology Officer bei Anyfin. „Mit der Kreditübersicht geben wir Nutzerinnen und Nutzern ein Werkzeug an die Hand, mit dem sie nicht nur all ihre Schulden an einem Ort einsehen, sondern auch ein tieferes Verständnis für diese entwickeln und entsprechend fundierte finanzielle Entscheidungen treffen können. Unsere Mission ist es, die Kreditbranche fairer und transparenter zu gestalten. Der Launch der Kreditübersicht ist ein weiterer Schritt in diese Richtung.“

Die Kreditübersicht steht ab sofort kostenlos in der Anyfin-App unter “Meine Kredite” zur Verfügung. Alle gängigen Kreditanbieter werden unterstützt. Die Funktionalität wird kontinuierlich verbessert und weiterentwickelt

Bild Irfan Cütcü, Chief Product and Technology Officer bei Anyfin

Quelle Redgert Comms GmbH

Weniger Verletzte im Straßenverkehr – Zahl der Toten stagniert

0

Fahrradfahrer und Rollerfahrer (Archiv), über dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – In den ersten sechs Monaten des Jahres 2023 sind in Deutschland 167.000 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen verletzt worden. Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis), die am Dienstag veröffentlicht wurden, waren das 2.700 oder knapp zwei Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2022.

Die Zahl der Verkehrstoten war mit 1.270 nahezu unverändert (-eine Person). Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, wurden 206 Personen weniger getötet (-14 Prozent) und 15.100 weniger verletzt (-acht Prozent). Insgesamt nahm die Polizei in den ersten sechs Monaten 2023 rund 1,22 Millionen Unfälle auf und damit fünf Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Bei knapp 1,09 Millionen Unfällen blieb es bei Sachschaden (+sechs Prozent), bei rund 132.800 Unfällen gab es Getötete oder Verletzte (-zwei Prozent).

Auf die Bevölkerungszahl bezogen starben im ersten Halbjahr 2023 in Deutschland durchschnittlich 15 Menschen je eine Million Einwohner im Straßenverkehr. Im ersten Halbjahr 2022 betrug dieser Wert ebenfalls 15, während er im ersten Halbjahr 2019 bei 18 gelegen hatte.


Foto: Fahrradfahrer und Rollerfahrer (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Kinderärzte rechnen mit Arzneimittelknappheit im Herbst und Winter

0

Tabletten (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Kinderärzte-Präsident Thomas Fischbach warnt mit Blick auf die bevorstehende kältere Jahreszeit vor einer sich wieder verschärfenden Arzneimittelknappheit. „Ich rechne nicht damit, dass die Maßnahmen der Ampel zu einem Ende der Arzneimittelknappheit in diesem Jahr führen werden“, sagte er der „Rheinischen Post“ (Dienstagsausgabe).

Dafür seien sie zu spät gekommen. „Insofern müssen sich Eltern darauf einstellen, dass mit den kühleren Temperaturen und mehr Infektionen nach den Ferien auch wieder Fiebersäfte, Zäpfchen und andere Standardmedikamente knapp werden“, so der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Er empfahl vorzusorgen: „Die Hausapotheke in haushaltsüblicher Menge aufzufüllen, ist sicher klug“, so Fischbach. Kinder würden ja oftmals sehr unvermittelt krank, insofern entlaste es auch die Notdienste in Praxen und Apotheken an den Wochenenden, wenn Eltern ihr Kind selbst versorgen könnten.

„Und wer unsicher ist, kann telefonisch Rücksprache halten. Eltern müssen wieder eigenverantwortlicher werden. Das hat in den letzten Jahrzehnten stark abgenommen“, sagte Fischbach.


Foto: Tabletten (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

NRW-Wirtschaftsministerin fordert Steuersenkung für Strom

0

Licht in Wohnungen (Archiv), über dts NachrichtenagenturDüsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) spricht sich für Steuerentlastungen auf Strom aus. „Wenn die Zukunft strombasiert ist, ergibt es wenig Sinn, Strom wie bisher mit Steuern und Abgaben zu stark zu belasten“, sagte die Grünen-Politikerin der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ (Dienstagsausgabe).

„Deshalb brauchen wir Entlastungen, etwa eine Senkung der Stromsteuer auf den europäischen Mindestsatz. Das bedeutet: Statt 20,50 Euro pro Megawattstunde wären wir bei etwa einem Euro.“ Zur Einordnung: 20,50 Euro pro Megawattstunde entsprechen 2,05 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Bei einem Verbrauch von 3.500 kWh im Jahr fallen derzeit also knapp 72 Euro an.

Diese Steuerzahlung würde bei einer Realisierung des NRW-Vorschlags weitgehend entfallen. Neubaur plädiert zudem für einen sogenannten Industriestrompreis zur Unterstützung der heimischen Betriebe: „Die Situation ist ernst – insbesondere in der energieintensiven Industrie“, sagte Neubaur der WAZ. „Deshalb brauchen wir den Brückenstrompreis von sechs Cent pro Kilowattstunde bis zum Jahr 2030.“ Neubaur kritisierte in diesem Zusammenhang Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), der sich mit Blick auf einen Industriestrompreis ablehnend geäußert hat: „Diese destruktive Haltung dem Industriestandort Nordrhein-Westfalen gegenüber ist gefährlich“, sagte Neubaur an die Adresse von Scholz gerichtet. „Wenn die alte Gleichung stimmt, dass Deutschland wirtschaftlich ins Straucheln gerät, wenn die NRW-Industrie hinkt, müsste der Kanzler ein hohes Interesse daran haben, dieses Problem zu lösen.“


Foto: Licht in Wohnungen (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

KMK-Präsidentin lehnt Kompromisse beim "Startchancen"-Programm ab

0

Klassenraum in einer Schule (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Katharina Günther-Wünsch (CDU), Präsidentin der Kultusministerkonferenz und Bildungssenatorin in Berlin, wirft der Bundesebene im Konflikt um das geplante „Startchancen“-Programm für Brennpunktschulen eine „Hinhaltetaktik“ vor und lehnt weitere Kompromisse ab. Günther-Wünsch fordert Klarheit bis zur Tagung der Kultusministerkonferenz im Oktober, sagte sie dem „Tagesspiegel“ (Dienstagsausgabe).

Bund und Länder sind uneins, wie das vom Bund versprochene Geld unter den Ländern aufgeteilt werden soll. Diese wollen 95 Prozent der Mittel nach Königsteiner Schlüssel verteilen, also nach Steueraufkommen und Einwohnerzahl der Länder. Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) ist damit nicht einverstanden, weil sie befürchtet, dass dann zu wenig tatsächlich bei Brennpunktschulen ankommt. Günther-Wünsch macht nun deutlich, dass aufseiten der Länder keine Kompromissbereitschaft da ist.

Ihrer Meinung nach sei das bisherige Angebot gleichzeitig auch das letzte Wort der Länder.


Foto: Klassenraum in einer Schule (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

CDU äußert Zweifel an geplanten Verantwortungsgemeinschaften

0

Frauen mit Kleinkindern (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bei den von der Ampel-Koalition geplanten Verantwortungsgemeinschaften hat die CDU-Vizevorsitzende Silvia Breher gefordert, dem Wohl von Kindern oberste Priorität einzuräumen. „Insbesondere habe ich Bedenken, wenn es um die Einbeziehung von Kindern geht“, sagte Breher der „Rheinischen Post“ (Dienstagausgabe).

Für diese sei es oft schon sehr belastend, wenn sich die Eltern trennten. „Wenn es aber plötzlich um drei oder mehr Bezugspersonen geht, die ihre Verantwortungsgemeinschaft von einem auf den anderen Tag auflösen können, was passiert dann in Konfliktsituationen mit den Kindern?“ Zudem erklärte die CDU-Politikerin, dass es bislang „viele Fragen, aber keine Antworten von der Ampel“ zu den geplanten Verantwortungsgemeinschaften gebe. Derweil verteidigte der FDP-Bundestagsabgeordnete Daniel Föst das Regierungsvorhaben. „Die klassische Familie wird immer weniger gelebt. Die Einführung einer Verantwortungsgemeinschaft wird vielen Beziehungen einen rechtlichen Rahmen geben, den sie bis jetzt noch nicht haben, aber definitiv wollen“, sagte Föst der Zeitung.

Weiter erklärte er, Bundesjustizminister Buschmann (FDP) werde in einem angekündigten Eckpunktepapier sicherstellen, dass eine entsprechende Grundlage geschaffen werde und das Gesetz nächstes Jahr ins Parlament gebracht werden könne. Verantwortungsgemeinschaften sollen einen rechtlichen Rahmen für all jene Menschen schaffen, die einander im Alltag helfen, für die aber weder die Ehe noch die Adoption die richtige Form sind.


Foto: Frauen mit Kleinkindern (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Kinderärzte für örtliche Begrenzung von Cannabis-Legalisierung

0

Cannabis (Archiv), über dts NachrichtenagenturKöln (dts Nachrichtenagentur) – Der Kinderärzte-Präsident Thomas Fischbach hat vor den Folgen der Cannabis-Legalisierung gewarnt und zu Beginn für eine örtliche Begrenzung geworben. Zum Start des parlamentarischen Verfahrens forderte er, „dass die Mitglieder der Ampel-Fraktionen noch einmal darüber nachdenken, die Cannabis-Legalisierung zunächst versuchsweise nur an ein oder zwei Orten in Deutschland einzuführen und das wissenschaftlich eng begleitet“, sagte Fischbach der „Rheinischen Post“ (Dienstagausgabe).

„Geht dann etwas schief und es ergeben sich nicht die gewünschten Effekte zur Eindämmung des Schwarzmarktes, kann das Projekt Legalisierung schnell wieder eingestampft werden“, sagte der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Deutschland. Fischbach sagte, er rechne nach einer Legalisierung mit mehr minderjährigen Drogenkonsumenten. „Davon sei leider auszugehen“, sagte Fischbach. „Cannabiskonsum in der Öffentlichkeit wird normalisiert. Junge Erwachsene werden sehr einfach an Cannabis kommen und es zu Hause sogar anbauen können“, so der Kinder- und Jugendarzt. „Ich rechne fest damit, dass viele es dann auch an Minderjährige weitergeben, so wie es jetzt bereits mit Alkohol geschieht“, sagte Fischbach. Er halte es nicht für realistisch, dass die Polizei den Anbau von Cannabis und den Verkauf unter der Hand im Griff haben werde. „Die Regelungen werden komplizierter und damit wohl auch schwieriger zu kontrollieren“, so Fischbach.


Foto: Cannabis (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Wohlfahrtsverband kritisiert Lindner-Äußerung zu Kindergrundsicherung

0

Christian Lindner am 19.06.2023, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Paritätische Wohlfahrtsverband hat Finanzminister Christian Lindner scharf kritisiert für Äußerungen, in denen der FDP-Politiker infrage stellt, ob bei Kindern mit ausländischen Wurzeln Geld das beste Mittel gegen Kinderarmut sei. „Es ist wirklich abgründig, wenn hier Kinder, die zu uns geflüchtet sind und die mit ihren Eltern tatsächlich besondere Bedürfnisse haben, ausgespielt werden gegen die Kinder, die schon lange hier sind, denen schlicht Geld fehlt, um überhaupt das Ende des Monats zu erreichen“, sagte Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagausgaben).

„Es entsteht der Eindruck, dass Lindner versucht, die Kindergrundsicherung als wirkungsvolles Instrument gegen Armut zu verhindern.“ Lindner hatte am Sonntag bei einer Veranstaltung der Bundesregierung gesagt, bei „den ursprünglich deutschen Familien, die schon länger hier sind“ sei die Kinderarmut „ganz, ganz deutlich spürbar“ zurückgegangen. Dass die Kinderarmut in Deutschland trotzdem noch „indiskutabel“ hoch sei, liege an Familien, die seit 2015 eingewandert seien. Er wolle deshalb darüber reden, ob es nicht diskussionswürdig sei, in die Sprachförderung, Integration sowie die Beschäftigungsfähigkeit der Eltern zu investieren.

Zudem müsse man die Kitas und Schulen für die Kinder so ausstatten, dass sie vielleicht das aufholen könnten, was die Eltern nicht leisten können. „Bildung ist notwendig, um Kindern Perspektiven zu geben. Arbeitsmarktpolitik, Integrationspolitik ist wichtig, um den Eltern die Chance zu geben, rauszukommen aus der Armut“, sagte Schneider. „Aber so etwas braucht Zeit, und solange der Einzelne sich nicht selber helfen kann, brauchen die Leute Geld. Diese weiteren Maßnahmen auszuspielen gegen Unterstützung mit Geld und die Leute so länger in Armut zu lassen, ist perfide.“


Foto: Christian Lindner am 19.06.2023, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Wirtschaftsministerium will weiter Industriestrompreis

0

Strommast (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Michael Kellner (Grüne), hat sich erneut für die Einführung eines Industriestrompreises ausgesprochen und dabei auf die jüngste Allianz von Gewerkschaften und Industrieverbänden verwiesen. „Es ist wichtig und richtig, die im internationalen Wettbewerb stehende, energieintensive Industrie in der aktuellen wirtschaftlichen Lage zu unterstützen“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Dienstagausgabe).

„So stärken wir den Standort Deutschland, sichern die Arbeitsplätze und unterstützen die Unternehmen bei der Transformation. Deshalb begrüße ich den Aufruf der Allianz pro Brückenstrompreis sehr, weil er verdeutlicht, wie breit die Forderung getragen wird.“ Diese Allianz aus Gewerkschaften und Industrieverbänden hat sich kürzlich gebildet. Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) fordert seit längerem die Einführung eines Industriestrompreises und wird dabei auch von SPD-Politikern unterstützt. Im Gespräch sind sechs Cent pro Kilowattstunde für einen befristeten Zeitraum.


Foto: Strommast (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts