Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Auch die sieht bei dem bereits vom Kabinett verabschiedeten Verbot fossiler Heizungen noch Änderungsbedarf. „Wir werden im parlamentarischen Verfahren genau prüfen, ob es bei der sozialen Abfederung noch Nachbesserungen braucht, wir lassen keinen im Stich“, sagte SPD-Chef Lars Klingbeil der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (FAS).
Viele Bürger seien zwar bereit, persönliche Einschränkungen für den Klimaschutz hinzunehmen, „beim Heizungsthema hatten aber viele Angst, dass sie richtig hart auf den Boden knallen, das darf nicht passieren“. Klingbeil, der auch Bundestagsabgeordneter ist, äußerte sich damit ähnlich wie SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich, der zum Wochenende eine soziale Staffelung der Staatszuschüsse für den Heizungsumbau ins Gespräch gebracht hatte. Anfangs hatte lediglich die FDP Änderungsbedarf an dem von ihr selbst formal mitgetragenen Gesetzentwurf angemeldet, dafür war sie von den Koalitionspartnern scharf kritisiert worden. Beim Parteitag vor einer Woche hatten die Liberalen fast einstimmig beschlossen, kein Gesetz durchzuwinken, in dem es ein Verbot von bestimmten Heizungstypen gibt.
Wenn sich die FDP-Abgeordneten daran halten, wäre Entwurf von Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) praktisch tot. Der machte in der FAS deutlich, dass er am Heizungsgesetz im Kern nicht rütteln lasse. „Wir sind pragmatisch in den Mitteln, aber wir arbeiten an dem, was wir uns vorgenommen haben. Und wir kippen nicht beim ersten Gegenwind um“, sagte er.
„Mir ist es wichtig, zu dem zu stehen, was man beschließt.“ Nach Habecks Worten ist das Gesetz der schwierigste Teil der Klimawende. Hier verhandele man nicht mit fünf Konzernen, sondern mit 84 Millionen Bürgern, sagte er. „Wenn das Gebäudeenergiegesetz in Kraft ist, haben wir die schwierigsten Gesetzesvorhaben zur Energiewende hinter uns gebracht.“
SILENA, your soulful hotel inspiriert frisch verheiratete Paare
Just married? Seelenverwandte finden im SILENA, your soulful hotel im idyllischen Valser Tal in Südtirol ab sofort zwei besondere Möglichkeiten, ihren gemeinsamen Lebensabschnitt zu beginnen. Die neu aufgelegten Soulful Honeymoon Pakete „5 Elemente“ und „Geschichten-Vorleser“ sorgen gemäß der Philosophie des Adults14+ Hotels gleichermaßen für Inspiration und Entspannung. Bei Buchung der „5 Elemente“ kommen sich Frischvermählte durch Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser näher: Das Paket inkludiert eine Baumpatenschaft, einen romantischen Abend an der Feuerschale mit Getränken und Häppchen, eine Pure SILENA EARTH Paarmassage, eine geführte Klangschalenmeditation und eine auf das Zimmer servierte Flasche SOULFUL Wein.
Paare, die die Liebe zur Literatur teilen und sich etwas Außergewöhnliches wünschen, finden im Paket „Geschichten-Vorleser“ ein passendes Angebot. Bei einer privaten Lesung gibt ein ebensolcher Romantisches, Lustiges oder Kluges von großen Autoren zum Thema Liebe mit auf den Weg. Ebenfalls inbegriffen sind Soulful Drinks und Köstlichkeiten aus der SILENA-Küche sowie ein Buch für zu Hause. Beide Pakete sind als Extra zum Aufenthalt buchbar. So kostet eine Übernachtung in einer Soulful Junior Suite ab 210 Euro pro Person mit Frühstück und Fünf-Gang-Soulful-Menü am Abend. Das Paket „5 Elemente“ ist für 430 Euro, der „Geschichten-Vorleser“ für zusätzliche 135 Euro pro Paar buchbar. Weitere Informationen finden sich unter www.silena.com.
Hotel Silena
Das Boutique- und Designhotel wird von den Geschwistern Magdalena und Simon Mair geführt. Beide ließen nicht nur ihre Vornamen zu SILENA verschmelzen, sondern prägen das Haus mit ihren persönlichen Interessen. So findet sich hier eine einzigartige Mischung aus Südtiroler Bodenständigkeit und südostasiatischen Einflüssen. Während Simon sich für hervorragende Weine und Drinks, regionale Produkte und Outdoor- Aktivitäten begeistert, setzt Magdalena auf Design, Literatur, Yoga und Meditation sowie Kreativität.
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) ist gegen ein Verbot des Chatbots ChatGPT in Deutschland. „Ich halte Verbote für den falschen Weg“, sagte er dem Tagesspiegel.
Er plädiere aber sehr stark für Transparenz bei künstlicher Intelligenz (KI). Die Menschen müssten wissen, mit welchen Daten diese „lernenden KI-Systeme trainiert“ würden, fordert Heil. „Das beugt nicht nur Verschwörungstheorien vor, sondern verhindert auch, dass die Systeme ungewünschte Ergebnisse hervorbringen“, fügte er hinzu. Als Beispiel nannte der SPD-Politiker künstliche Intelligenz, die bei der Personalauswahl zum Einsatz komme. Wenn die Systeme mit „falschen Daten“ gefüttert würden, werde es problematisch. „Nehmen Sie die Praxis der Staatssekretäre seit 1949: Da gab es mehr mit dem Namen Hans als es Frauen gab“, so Heil. Wenn man jetzt eine Personaler-KI mit diesen Daten trainiere, dann lerne das System, dass Menschen mit dem Namen Hans besonders qualifiziert seien. Das sei „natürlich Quatsch“, aber deshalb müsse man wissen, mit welchen Daten ein System „trainiert“ wurde. Dann könne man einschätzen, wie gut die Ergebnisse seien. „Das gilt auch für ChatGPT“, so Heil.
Foto: Computer-Nutzerin, über dts Nachrichtenagentur
Cihan Anadologlu eröffnet die nächste Filiale von Hans Kebab
Der Erfolg setzt sich fort: Nachdem Gastronom und Buchautor Cihan Anadologlu im März 2021 seinen Premium-Döner-Imbiss Hans Kebab in Münchens Leopoldstraße eröffnete, freut er sich nun über seinen neuesten Coup. Ab dem 29. April 2023 bereichert die zweite Filiale des beliebten Craft-Döners die Kulinarik am Viktualienmarkt. Neben den Klassikern „Original 1972“ und „Iskender“ sowie dem Highlight der Speisekarte „From Istanbul to Tokyo“, Deutschlands einziger und erster Döner mit hochwertigem japanischem Wagyū-Rindfleisch, finden sich auch neue Kreationen auf dem Menü.
Dazu gehören beispielsweise Pommes Frites mit Kaviar-Topping und verschiedene Variationen für Vegetarier:innen mit Bio-Ei, Schafskäse, Bulgur-Salat, Feigen und saftigen San Marzano Tomaten. Weiterhin bleibt Cihan seinem Anspruch treu, ausschließlich hochwertige Zutaten ohne Geschmacksverstärker, Bindemittel sowie Zusatz- und Konservierungsstoffe anzubieten. Die Premium-Döner bestehen zu 100 Prozent aus geschichtetem Kalbfleisch, was ihnen die Qualitätsbezeichnung „Original Döner Kebab“ einbringt.
Die neue Take Away-Filiale liegt in der Westenriederstraße 13 in 80331 München und hat Montag bis Samstag von 11 bis 20 Uhr geöffnet. Wer die Gerichte lieber im Büro oder zu Hause genießen möchte, profitiert ab sofort von der Zusammenarbeit mit Uber Eats als exklusiver Lieferpartner von Hans Kebab. Die Preise für die ausgefallenen Döner-Kreationen starten bei 8,50 Euro. Weitere Informationen und die Speisekarte finden sich unter www.hanskebab.de.
„Burger mit hochwertigen Zutaten zu belegen ist völlig normal. Warum nicht auch einen Döner? Mit der Idee den Döner Kebab auf ein neues Level zu heben sind wir vor rund zwei Jahren an den Start gegangen. Durch die besondere Variationsvielfalt geben wir dem Ganzen einen geschmacklichen Twist, ohne dabei das Authentische aus den Augen zu verlieren.
Diese Kombination kommt an“, sagt Cihan Anadologlu. „Die große Nachfrage – der Klassiker „From Istanbul to Tokyo“ ist oft schon mittags ausverkauft – machte uns die Entscheidung für die zweite Filiale leicht.“
Als Geschäftspartner holte sich Cihan wieder David Stephan und Martin Eggert, Gründer der Münchner Kreativagentur David+Martin, ins Boot. Das Duo verfügt über eine langjährige Expertise im Food & Beverage-Bereich und steuerte das Logo sowie das Kommunikationskonzept bei. Die operative Leitung beider Filialen übernimmt der in der Gastronomie-Szene bekannte Volkan Alkan, der bereits mehrere renommierte Dönerrestaurants im In- und Ausland eröffnete.
Cihan Anadologlu steht für Authentizität, Qualität und Handwerk. So achtet er penibel auf die Auswahl und Herkunft der Produkte und eine gelungene Mischung aus Regionalität, Weltoffenheit und Originalzutaten aus der Türkei. Das ausschließlich verwendete Kalbfleisch wird von einem türkischen Metzger auf den Spieß gesteckt, das Brot eigens nach Cihans speziellem Rezept mit Sesam gebacken. Neben dem Fleisch spielen die Soßen und das Topping eine wichtige Rolle. Als Topping kommt eine Batavia-Radicchio-Kopfsalat-Mischung mit Bio-Zitronen sowie rote Zwiebeln mit Rucola und Hayfene Sumac, leicht säuerlich schmeckende Beeren, zum Einsatz. Feine Kirschtomaten aus Italien setzen Akzente.
Darüber hinaus werden alle Soßen selbstgemacht. Sie bestehen aus frischen Kräutern wie Schnittlauch und Kresse sowie Meersalz, hochwertigem, hochwertigem türkischen Olivenöl und Original-Gewürzen aus Gaziantep in Südostanatolien. Für viele stellt sich die Frage nach der Knoblauchsoße. Auch hier zeigt sich Cihans Qualitätsanspruch bei der Verwendung von schwarzem, fermentiertem Knoblauch, der viel bekömmlicher als beißender weißer Knoblauch oder Knoblauchpulver ist und trotzdem ein intensiver Genuss. San Marzano Tomaten aus Italien sind die Basis der Tomatensoße; die scharfe Soße ergibt sich durch die Kombination aus drei verschiedenen Chilisorten.
Barbesitzer, Buchautor, Konzeptentwickler – Cihan Anadologlu ist weitgereist und verfügt über einen großen Erfahrungsschatz im Bereich Food & Beverage. Er wurde vom Bartender zum Barbesitzer, schrieb Bücher und gründete die Agentur „Atelier for Culinary Concepts“. Sein Werk „Einmal mit Alles – der Döner und seine Verwandten“ erhielt 2020 den Deutschen Kochbuchpreis. Mit seinem ersten Premium-Imbiss Hans Kebab setzte Cihan 2021 neue Akzente in der Münchner Gastro-Szene und verbindet gekonnt seine türkischen Wurzeln mit seiner deutschen Heimat.
Mindspace am Berliner Ku’Damm presents: A Space for Art (vom 9. bis 11. Mai 2023)
Am 9. Mai 2023 um 18 Uhr eröffnet in den Flex-Office-Räumen von Mindspace am Berliner Ku’Damm die Pop-up-Ausstellung „A Space for Art”: Die skulpturalen Arbeiten zweier Künstlerinnen gehen in einen Austausch miteinander sowie zum räumlichen Kontext — die Ausstellung findet auf Flächen statt, die bereits durch Interior Designer kuratierte lokale und internationale Kunst aufweist. „Mich faszinieren herausragende Architekturen und Gebäude”, sagt Elmira Iravanizad.
Sie ist 1987 in Teheran geboren und kam 2014 nach Berlin. “Daher nutze ich für meine Skulpturen das Grundmaterial, aus dem Architektur entsteht. Das sind Holz, Stein, Metall und Keramik.“ Ihre Ausstellungspartnerin Marion Andrieu ist 1980 in Lyon geboren und arbeitet vorwiegend mit durchgefärbtem MDF: „Es erlaubt mir, einen grafischen Aspekt und eine frische, neugierige Perspektive in meine Kunst zu bringen, den Holz allein nicht mitbringen würde.“ Hinzu käme kontrastierend Akryl, Plexiglas oder ebenfalls Keramik.
Objekte werden eigens auf den Ort angepasst
Copyright: Elmira Iravanizad
Beide Künstlerinnen reagieren mit ihren Skulpturen auf die Ausstellungsumgebung: „Wir befinden uns in einem Event-Space mit eigenem Geist, mit Design-Mobiliar, mit einem fein abgestimmten Farbkonzept und außerdem bereits dauerhaft vorhandener Kunst“, sagt Elmira Iravanizad. „Neben kleinen und großen Anpassungen direkt an unseren Werken lassen wir jedes Objekt durch die spezifische Platzierung im Raum eine vorübergehende, spielerische Koexistenz mit dem Umfeld eingehen“, sagt Marion Andrieu.
Oliver Lehmann, General Manager von Mindspace in Deutschland: „Das Umfeld, in dem wir arbeiten, macht etwas mit uns Menschen. Das gilt für das sterile Büro, in dem wir uns selbst bewusst oder unbewusst vielleicht ein Stückweit uninspiriert finden, und umgekehrt für ein Büro mit Wow-Effekt, in dem wir uns lebendiger und glücklicher fühlen.“ Mindspace stehe für ein Büroangebot mit hochwertigem Interieur und Kunst als Teil des Design-Konzepts. Seit der Gründung des Unternehmens würden insbesondere lokale ansässige Künstler gefördert. “Die Ausstellung greift dies auf und ist als Add-On zur bestehenden Kunst in unseren Räumen konzipiert”, so Lehmann.
Künstlerinnen anwesend Die Ausstellung ist öffentlich. Sie schließt am 11. Mai 2023 mit einer Finissage ab 17 Uhr. Die Künstlerinnen sind am Eröffnungstag und zum Abschluss anwesend. Freiwillige Anmeldung für die bessere Planung sind hier erbeten. Alle interessierten Spontanbesucher sind aber selbstverständlich auch willkommen. Der Eingang befindet sich in der Uhlandstraße 32, 10719 Berlin. Die Ausstellung findet im Dachgeschoss mit Dachterrasse statt (11. Stock).
Unter dem Titel „Kraftquelle Kunst“ veranstaltete die PSD Bank Berlin-Brandenburg e.G. eine Podiumsdiskussion zum Thema soziale Bedeutung von Kunst in Kombination mit einer wohltätigen Vernissage aus Werken lebensverkürzend erkrankter Kinder.
In den Räumen der PSD Bank Berlin-Brandenburg am Renée-Sintenis-Platz in Berlin-Friedenau fand am 26.4.2023 eine Podiumsdiskussion zur gesellschaftlichen Funktion von Kunst statt. Themenschwerpunkte waren die Rolle der Kunst beim Überwinden sozialer Grenzen und Verbinden verschiedener Gruppen sowie die Rolle von Unternehmen. Am Gespräch beteiligt waren Franziska Kopitzsch, Geschäftsführerin des Bundesverband Kinderhospiz e.V., Klaus Herlitz, Geschäftsführer von Buddy Bär Berlin GmbH, Herbert Beinlich, Gesellschafter von Kunstleben Berlin sowie Grit Westermann, Vorstandssprecherin der PSD Bank Berlin-Brandenburg.
Bei der Veranstaltung wurden Werke von Kindern ausgestellt, die palliativ in Hospizeinrichtungen betreut werden. Die Bilder konnten gegen eine Spende zu Gunsten des Bundesverband Kinderhospiz erworben werden. Alle 49 Bilder wurden erspendet, womit ein Gesamtvolumen von über 6.000 Euro generiert werden konnte.
„Kinderhospizarbeit besticht durch Lebendigkeit“, regt Franziska Kopitzsch, Geschäftsführerin des Bundesverband Kinderhospiz e. V. an. „Unter dem Motto Bring mit Farbe auf die Leinwand, was dich glücklich macht haben lebensverkürzend erkrankte Kinder und Jugendliche Momente ihres Glücks aufs Papier fließen lassen. Diese Einblicke zeigen uns eine differenzierte Sicht, die auch farbenfrohe Akzente zeichnet und der Öffentlichkeit ein Bild von ihrem Leben aufzeigt.“
Die 2022 nach aufwendigen Sanierungen neu eröffnete Filiale der PSD Bank Berlin-Brandenburg ist nicht nur als Geschäftsstelle vorgesehen, sondern stärkt als kulturelle wie soziale Begegnungsstätte das gesellschaftliche Miteinander in der Region.
„Als lokal engagierte Wertebank sehen wir uns in der Pflicht, zu einer offenen und inklusiven Gesellschaft beizutragen.“, erklärt Grit Westermann, Vorstandssprecherin der PSD Bank Berlin-Brandenburg, „Es gibt zahlreiche Gruppen und Institutionen, die in der öffentlichen Wahrnehmung zu wenig Platz haben. Aus diesem Grund haben wir die Kinder eingeladen, ihre Werke bei uns zu präsentieren, damit unsere Gäste und wir selbst davon lernen können.“
„Die Veranstaltung war Teil der Kunstleben Berlin Week vom 20.-27. April, bei der sich Vernissagen, Finissagen, Lesungen und Podiumsdiskussionen abwechselten. Besonderer Dank geht an die Berliner PSD Bank und deren Tochter NAWIDA GmbH, die die Events dankenswerterweise mit unterstützen“, ergänzt Herbert Beinlich, Gesellschafter von Kunstleben Berlin. „Auch hier geht es darum, Kunst sichtbar zu machen und zum Nachdenken anzuregen, wie sich die Rolle aller Teilnehmer am Kunstmarkt verändern muss.“
Bild Von links Klaus Herlitz, Franziska Kopitzsch, Gerit Westermann, Herbert Beinlich Fotocredits: Königs-Fotografie, Berlin
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) fordert eine Lockerung der EU-Vorschriften für gentechnisch veränderte Pflanzen und geht damit auf Distanz zum Umweltressort. Sogenannte „Neue Züchtungstechniken“ seien eine „riesige Chance“, sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagsausgaben).
Mit ihnen ließen sich „der Hunger in der Welt bekämpfen, Nutzpflanzen klima- oder trockenheitsresistenter machen und für Deutschland ein Spitzenplatz in der grünen Biotechnologie sichern“, so die FDP-Politikerin. „Wir brauchen diesen Fortschritt, wir sollten bei der Biotechnologie nicht den Fehler machen, uns von der Zukunft abzumelden“, so Stark-Watzinger. Die EU-Kommission will im Juni einen lange angekündigten Vorschlag für die Überarbeitung der EU-Gentechnikregeln vorlegen: Es wird erwartet, dass Pflanzenzüchtungsverfahren mit neuen genomischen Techniken von den geltenden Regeln ausgenommen werden sollen, womit eine Risikoprüfung und eine entsprechende Produktkennzeichnung entfallen könnten. Dabei geht es um Eingriffe, mit denen Pflanzeneigenschaften wie zum Beispiel Trockenheitstoleranz gentechnisch verändert werden.
Stark-Watzinger sagte, es sei „wissenschaftlich gut belegt“, dass von geneditierten Nutzpflanzen ohne fremde DNA „kein anderes Risiko ausgehe als von herkömmlich gezüchteten Pflanzen“. Mit der Genschere Crispr/Cas vorgenommene Erbgutveränderungen seien „sogar viel präziser als bisherige Methoden“, die keiner besonderen Regulierung unterliegen. Das von der EU-Kommission geplante Update des Gentechnikrechts müsse deshalb „auf dem heutigen Stand der Wissenschaft aufbauen“ und „innovationsfreundlich“ ausgestaltet sein. Dagegen hatte das Bundesumweltministerium kürzlich gewarnt, das Bestreben der EU-Kommission, die Risikoprüfung für Pflanzen abzuschwächen, die auf neuen genomischen Techniken basierten, gehe in die falsche Richtung.
Auch die österreichische Regierung hat sich bereits gegen eine Lockerung ausgesprochen. Stark-Watzinger erklärte dagegen, das bisherige EU-Recht stamme noch aus den 1990er-Jahren und sei „völlig aus der Zeit gefallen“. „Umso verwunderlicher, dass manche nichts daran ändern wollen“, fügte die Ministerin hinzu.
Foto: Bettina Stark-Watzinger, über dts Nachrichtenagentur
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Verbraucherschützer warnen vor einer Verschlechterung der Fahrgastrechte infolge des 49-Euro-Tickets. „Nutzer des Deutschlandtickets sind Kunden zweiter Klasse“, sagte Marion Jungbluth vom Verbraucherzentrale Bundesverband den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagsausgaben).
Sie appelliert an die Landesminister, gegen diese Änderung der Eisenbahnverkehrsordnung zu stimmen. Der Bundesrat habe es am 12. Mai in der Hand, den entsprechenden Passus zu streichen, so Jungbluth. Aus dem bayerischen Verkehrsministerium hieß es derweil, eine „Beschneidung der Fahrgastrechte“ durch die geplante Änderung der Eisenbahnverkehrsordnung sei nicht zu erkennen. „Das Deutschlandticket ist ein Abo-Ticket, für das keine bestimmte Zugbindung besteht“, sagte ein Sprecher des Landesverkehrsministers Christian Bernreiter (CSU).
Es obliege dem Fahrgast, eine Verbindung zu wählen, die „sicherstellt, dass er seinen geplanten Fernverkehrszug erreicht“, so der Sprecher.
Foto: Deutschlandticket, über dts Nachrichtenagentur
Khartum (dts Nachrichtenagentur) – Im Sudan ist trotz internationalen Drucks auch der jüngste 72-stündige Waffenstillstand gescheitert. Aus Teilen der Hauptstadt Khartum wurden neue Angriffe gemeldet.
Millionen von Menschen bleiben in der Stadt gefangen, wo es an Nahrungsmitteln, Wasser und Treibstoff mangeln soll. Aus Al-Dschunaina, einer 100.000-Einwohner-Stadt im äußersten Westen Sudans, werden besonders heftige Gewaltausbrüche gemeldet. Hier sollen Milizen Märkte geplündert und in Brand gesteckt haben. Seit dem 15. April kommt es zu schweren bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen dem sudanesischen Militär und der paramilitärischen Gruppe Rapid Support Forces (RSF) in Khartum und anderen Landesteilen.
Am Flughafen in Khartum ist der kommerzielle Flugbetrieb ausgesetzt.
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat Verständnis für die Aktivisten der „Letzten Generation“, kritisiert aber deren Protestformen. „Im Grunde bewundere ich die jungen Leute für ihre Courage – alle“, sagte Habeck dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.
Diese Generation mache das mit einer großen Ernsthaftigkeit und bringe sich politisch ein. „Wenn man so 17 bis 22 ist, dann will man viel und das, was man will, will man häufig radikal.“ Die Ernsthaftigkeit der radikalen Klima-Aktivisten beeindrucke ihn mehr als eine große Gleichgültigkeit. Nach dem Motto: „Ist mir doch egal, ich baller über die Autobahn und wenn das Auto 20 Liter macht, ist ja wurscht, Hauptsache ich bin schnell da oder ich habe das dickste Auto“, sagte Habeck.
„Dann würde ich mich lieber für die anderen entscheiden.“ Trotzdem schaue er mit Sorge auf radikale Klimaproteste. Es sei eine historisch große Leistung von Fridays for Future gewesen, „eine gesellschaftliche Mehrheit für Klimaschutz hinzubekommen“, sagte Habeck. Die jetzige Radikalisierung schaffe nicht die Mehrheit.
Habeck appellierte: „Findet Protestformen, die Mehrheiten schaffen für euer Anliegen und zieht euch nicht in eine Nische zurück, wo ihr nur unter euresgleichen mehrheitsfähig seid.“ Er äußerte sich auch zur Notwendigkeit des Auto-Verkehrs außerhalb der Großstädte. „Da muss man ehrlich sein: natürlich wird der ländliche Raum niemals ein S-Bahn-Netz wie Berlin-Mitte haben.“ Man könne zwar auch dort einiges verbessern – „Aber am Ende wird der ländliche Raum auf das individuelle Fahrzeug angewiesen sein.“