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Vom Bleistift zum Business: Wie SproutWorld einen Nischenartikel global skalierte
Eine einfache Idee mit weltweitem Erfolg
Die meisten Menschen reagieren gleich, wenn sie das Produkt von Michael Stausholm zum ersten Mal sehen. „Moment … aus diesem Bleistift kann eine Melone, eine Sonnenblume oder eine Cherrytomate wachsen?“ Dieser kurze Moment des Staunens wurde zur Grundlage eines weltweit erfolgreichen Unternehmens. Stausholm ist Gründer und CEO von SproutWorld, dem dänischen Unternehmen hinter dem patentierten pflanzbaren Sprout-Bleistift – einem Bleistift mit Samen im Inneren, der nach dem Gebrauch eingepflanzt werden kann und Kräuter, Blumen oder Gemüse hervorbringt.
Was anfangs viele als charmante Spielerei oder kuriose Produktidee abtaten, hat inzwischen beeindruckende Dimensionen erreicht:
Mehr als 90 Millionen pflanzbare Bleistifte verkauft
Vertrieb in über 80 Ländern
Zu den wichtigsten Märkten zählen die USA, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien
Rund 75 Prozent des Umsatzes stammen von B2B-Kunden, die die Bleistifte als nachhaltige Werbegeschenke oder Kampagnenprodukte einsetzen
Zu den Kunden gehören unter anderem das European Parliament, Pandora, Deichmann oder Guess
Vom Wohnzimmer zum internationalen Unternehmen
Doch eigentlich ist dies keine Geschichte über Bleistifte. Es ist die Geschichte darüber, wie ein dänischer Unternehmer rund um eine verblüffend einfache Idee ein internationales Unternehmen aufgebaut hat – ganz ohne Venture-Capital-Hype oder große externe Investoren.
Als Stausholm SproutWorld im Jahr 2013 gründete, packte er die ersten Bleistifte noch selbst in seinem Wohnzimmer. „Wir hatten keine Investoren und keinen großen Launch-Plan“, sagt er. „Am Anfang war ich derjenige, der die Bleistifte von Hand verpackt hat.“ Das Unternehmen wuchs Schritt für Schritt – über Export, Mundpropaganda, Medienberichte und nach einem einfachen Prinzip: Die Kunden zahlten ihre Bestellungen im Voraus. So konnte das Unternehmen wachsen, ohne hohe Schulden aufzunehmen oder sich externem Finanzierungsdruck auszusetzen.
Die Produktion wurde sowohl in Europa als auch in den USA aufgebaut, um Qualität und Lieferfähigkeit sicherzustellen. Heute liegt der Schwerpunkt in Polen. Dort kaufte Stausholm außerdem ein kleines ungenutztes Grundstück und pflanzte 12.000 Bäume, einen Ort, den viele inzwischen nur noch als „SproutWorld-Wald“ bezeichnen.
„Alle dachten, das wäre nur ein einmaliger Gag“, sagt Stausholm. „Aber Menschen begeistern sich für einfache Ideen, an denen sie selbst teilhaben können.“
Der Wow-Effekt als Erfolgsfaktor
Heute kommen Sprout-Bleistifte auf Konferenzen, Fachmessen und in Marketingkampagnen weltweit zum Einsatz – nicht zuletzt, weil sie Gespräche auslösen statt Abfall zu produzieren.
„Es ist ein nützliches Produkt, aber zugleich ein Eisbrecher“, sagt Stausholm. „Ich kann gar nicht zählen, wie viele Gespräche damit begonnen haben, dass jemand den Bleistift angeschaut und gefragt hat: ‚Kann daraus wirklich etwas wachsen?‘“
Genau diese Neugier wurde Teil des Geschäftsmodells. „Unsere Kunden sprechen oft vom ‚Wow-Effekt‘“, sagt Stausholm. „Es ist einfach, spielerisch und unmittelbar verständlich. Man braucht keinen grünen Daumen und kein Nachhaltigkeitsstudium, um die Idee zu begreifen.“
Bildcredits SproutWorld
Quelle Christine Maria Veauthier/ PR Professional


















