Start Blog Seite 1901

NRW startet neuen Anlauf für Widerspruchslösung bei Organspende

0

Organspendeausweis (Archiv), über dts NachrichtenagenturDüsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – Nordrhein-Westfalen will einen neuen Anlauf nehmen, um eine Widerspruchslösung bei der Organspende durchzusetzen. „Wir müssen das Thema Widerspruchslösung dringend angehen“, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) der „Rheinischen Post“ (Montagsausgabe).

Er sei sehr froh, dass man dazu jüngst einen entsprechenden Kabinettsbeschluss gefällt habe. „NRW wird im November eine entsprechende Initiative in den Bundesrat einbringen. Ich bin derzeit dabei, bei den anderen Ländern dafür zu werben, sich diesem Vorhaben anzuschließen.“ Bei der Widerspruchslösung müssen Menschen einer Organspende zu Lebzeiten widersprechen, sofern sie diese ausdrücklich nicht wollen.

Ansonsten würden sie, sofern alle anderen Voraussetzungen erfüllt sind, nach einem Hirntod als potenzielle Organspender gelten. Laumann erläuterte, wenn man sich die objektiven Zahlen anschaue, werde die Dringlichkeit schon deutlich: „Mehr als 8.000 Patienten warten derzeit auf ein Organ. Zugleich haben wir die schlechtesten Entnahmezahlen seit vielen Jahren.“ Die Spenden in NRW seien im Bundesvergleich besonders zurückgegangen: 2022 gab es im Vergleich zum Vorjahr dem Gesundheitsminister zufolge bundesweit 6,9 Prozent weniger Spenden.

In NRW waren es 18 Prozent weniger. „Und wir haben unterhalb der Widerspruchslösung wirklich alles gemacht, was man tun konnte: Werbung, Ansprache durch die Hausärzte, all dies passiert doch längst und schlägt sich nicht in höheren Zahlen nieder“, sagte Laumann. „Wir sind wirklich eines der wenigen Länder in Europa, das sich da derart sperrt.“ Länder mit Widerspruchslösung seien da messbar besser unterwegs.

Mit Blick auf mögliche Widerstände unterstrich der Minister: „Wenn ein Mensch sagt, ich möchte das nicht, dann ist das völlig legitim und überhaupt nicht zu kritisieren.“ Im Rahmen der Initiative des Bundesrates werde man dem Bundestag empfehlen, dass Verfahren so zu gestalten, dass die Hinterbliebenen am Ende auch noch widersprechen könnten. „Ich finde, wir können und sollten die Entscheidung, ob man spenden möchte oder nicht, erwachsenen Menschen durchaus zumuten.“


Foto: Organspendeausweis (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Uno-Flüchtlingshilfe beklagt Verschärfung der deutschen Asyldebatte

0

UN-Flüchtlingshilfe (Archiv), über dts NachrichtenagenturBonn (dts Nachrichtenagentur) – Der Nationale Direktor der Uno-Flüchtlingshilfe, Peter Ruhenstroth-Bauer, beklagt die Verschärfung der Flüchtlingsdebatte in Deutschland und warnt vor den Folgen. „Wir sind sehr besorgt darüber, dass sich die Tonlage in der deutschen Debatte um Flucht und Migration immer mehr verschärft“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

„Viele Ehrenamtliche in Projekten für Flüchtlinge in Deutschland, die von der Uno-Flüchtlingshilfe unterstützt werden, sagen uns, dass ihre Arbeit immer schwieriger wird.“ Für die Initiativen werde auch die Suche nach ehrenamtlichen Unterstützern schwerer. Ruhenstroth-Bauer fügte hinzu: „Die Uno-Flüchtlingshilfe unterstreicht, dass Asyl zu beantragen ein Menschenrecht ist. Es ist unsere humanitäre Pflicht, dieses Recht allen Menschen, die Schutz suchen, zu ermöglichen. Daran müssen wir uns alle messen lassen. Wir alle stehen alle in der Verantwortung, für dieses Recht klar und eindeutig einzustehen.“


Foto: UN-Flüchtlingshilfe (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Unicef warnt vor Krankheitsausbrüchen im Gazastreifen

0

Unicef (Archiv), über dts NachrichtenagenturKöln (dts Nachrichtenagentur) – Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (Unicef) in Deutschland hat aufgrund der humanitären Lage im Gazastreifen vor der Ausbreitung von Krankheiten gewarnt. „Ohne Zugang zu ausreichendem und sauberem Wasser steigt die Gefahr von Krankheitsausbrüchen“, sagte dessen Sprecherin Christine Kahmann dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

Partnerorganisationen hätten „bereits von Fällen von Haut- und Durchfallerkrankungen, die auf die schlechten sanitären Bedingungen und den Konsum von schmutzigem Wasser zurückzuführen sind“, berichtet. Zudem bestehe für Kinder und insbesondere schwangere Frauen die Gefahr, „dass sie mangelernährt werden, wodurch sich wiederum das Risiko von Anämie, Präeklampsie und Blutungen erhöht – und somit das Risiko von Kinder- und Müttersterblichkeit“, erklärte Kahmann weiter. Die Situation im Gazastreifen sei bereits vor dem Angriff der Hamas am 7. Oktober schlecht gewesen. Viele Kinder seien auch „vorher nicht ausreichend ernährt und in einem schlechten gesundheitlichen Zustand“ gewesen. Jetzt sei die Lage aber „noch viel schwieriger“ geworden, „weil nicht ausreichend Hilfsgüter ankommen“, betonte Kahmann und fügte hinzu: „Es bräuchte ein Vielfaches an humanitärer Hilfe.“


Foto: Unicef (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Verstappen gewinnt Großen Preis von Mexiko

0

Max Verstappen / Red Bull (Archiv), über dts NachrichtenagenturMexiko-Stadt (dts Nachrichtenagentur) – Max Verstappen hat auch das Formel-1-Rennen in Mexiko gewonnen. Der Red-Bull-Pilot sicherte sich am Sonntag den besten Platz auf dem Podest vor Lewis Hamilton (Mercedes) und Charles Leclerc (Ferrari).

Auf den weiteren Rängen fuhren Carlos Sainz (Ferrari) und Lando Norris (McLaren) ins Ziel. Nico Hülkenberg belegte im Haas bei seinem 200. Grand Prix Platz 13. Seit dem Großen Preis von Katar steht Max Verstappen bereits als Weltmeister fest, in der Konstrukteurswertung ist Red Bull seit dem Großen Preis von Japan Weltmeister.


Foto: Max Verstappen / Red Bull (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Mob umzingelt Flugzeug aus Israel nach Landung in Dagestan

0

Start- und Landebahn an einem Flughafen (Archiv), über dts NachrichtenagenturMachatschkala (dts Nachrichtenagentur) – In der russischen Teilrepublik Dagestan im Nordkaukasus hat am Sonntag eine Gruppe von Menschen einen Flughafen gestürmt und anschließend ein aus Israel gelandetes Flugzeug umzingelt. Der Vorfall ereignete sich in der Hauptstadt Machatschkala, wo fast die gesamte Bevölkerung Muslime sind.

Laut Medienberichten war im Messenger-Dienst Telegram dazu aufgerufen worden, die Landung des Fluges aus Tel Aviv zu stören. In sozialen Medien veröffentlichte Videos zeigen, wie sich am Sonntagabend hunderte Menschen zunächst vor dem internationalen Flughafen Machatschkala versammelten, wobei Demonstranten palästinensische Flaggen schwenkten. Auf Schildern standen Parolen wie „Kindermörder haben in Dagestan keinen Platz“ und „Wir sind gegen jüdische Flüchtlinge“. Einige der Demonstranten sollen Autos vor dem Flughafen angehalten und die Ausweise von Fahrern und Passagieren kontrolliert haben, dem Vernehmen nach, um nach israelischen Staatsbürgern zu suchen.

Nachdem der Flug aus Tel Aviv um 19:17 Uhr Ortszeit gelandet war, liefen die Demonstranten durch die Sicherheitskontrollen auf das Rollfeld und umzingelten das Flugzeug, das mit einer russischen Flagge markiert war. Auf Bildern war zu sehen, dass mindestens eine Person auf einen Flügel der Maschine geklettert war. Die russische Zivilluftfahrtbehörde kündigte an, dass alle Flüge vom und zum internationalen Flughafen Machatschkala vorübergehend eingestellt würden.


Foto: Start- und Landebahn an einem Flughafen (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

1. Bundesliga: Leverkusen gewinnt gegen Freiburg – Platz eins

0

LukᚠHrádecký (Bayer Leverkusen) (Archiv), über dts NachrichtenagenturLeverkusen (dts Nachrichtenagentur) – Zum Abschluss des 9. Spieltags in der Fußball-Bundesliga hat Bayer Leverkusen gegen den SC Freiburg mit 2:1 gewonnen und sich damit auf Platz eins der Tabelle festgesetzt. Vor allem im ersten Durchgang war Leverkusen klar dominierend, die Freiburger stellten sich dicht hinten rein und konnten lediglich in der 36. Minute einen Treffer durch Florian Wirtz nicht verhindern.

In der zweiten Hälfte wurde Freiburg dann mutiger, was der Werkself aber dann nur die Chance zum weiteren Ausbau der Führung gab, Jonas Hofmann traf in der 60. Minute. Immerhin glückte in der 70. noch der Anschluss durch Freiburgs Manuel Guldes, und die letzten Minuten wurden nochmal richtig spannend – der Ausgleich wäre drin gewesen.


Foto: LukᚠHrádecký (Bayer Leverkusen) (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Israelische Armee mit Panzern im Gazastreifen

0

Israelische Armee im Gazastreifen (Archiv), IDF,  Text: über dts NachrichtenagenturJerusalem/Gaza (dts Nachrichtenagentur) – Die Israelische Armee ist wieder im Gazastreifen aktiv, und das nun offenbar auch verstärkt mit Panzern. „In den letzten Stunden hat die Israelische Armee weiterhin Terroristen im Gazastreifen angegriffen und getötet“, teilten die Streitkräfte am Sonntagnachmittag mit.

Nahe des Grenzübergangs Erez sei eine Reihe von Terroristen identifiziert worden, die den Schacht eines Tunnels verließen. „Nach der Identifizierung stellten sich die Soldaten den Terroristen und töteten und verletzten sie“, teilte die Armee mit. Gleichzeitig wurde ein Video veröffentlicht, das Panzer und offenbar auch gepanzerte Bagger in einer Wüstenlandschaft zeigt, nach Armeeangaben beim Einsatz im Gazastreifen. Ob es sich dabei nun schon um die angekündigte Bodenoffensive handelt, bleibt aber nach wie vor unklar.

Auch aus der Luft wurden am Sonntag wieder Ziele im Gazastreifen bombardiert.


Foto: Israelische Armee im Gazastreifen (Archiv), IDF, Text: über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Kurschus sieht Grenze der Aufnahmekapazität "lange nicht erreicht"

0

Annette Kurschus (Archiv), über dts NachrichtenagenturHannover (dts Nachrichtenagentur) – Die EKD-Ratsvorsitzende Annette Kurschus spricht sich für „deutlich mehr legale Zugangswege nach Europa“ aus. Die Theologin sagte der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Montagsausgabe), Deutschland könne mehr Flüchtlinge aufnehmen.

Die Festlegung auf eine „bestimmte Obergrenze“ sei eine „populistische Nebelkerze“, denn sie sei unvereinbar mit dem Grundgesetz und der Genfer Flüchtlingskonvention. „Menschliche Schicksale lassen sich aus christlicher Sicht nicht auf eine Höchstzahl festschreiben“, ergänzte sie. Die Aufnahme von Flüchtlingen finde aus christlicher Sicht „ihre Grenze da, wo es zur Selbstaufgabe kommt“, so Kurschus. „Ich meine, dass wir diese Grenze noch lange nicht erreicht haben.“

Auf Klagen von Kommunen über Überlastung müsse man hören. Von den kirchlichen Ehrenamtlichen sei diese Klage jedoch nicht zu hören, sagte Kurschus der FAZ. „Grundsätzlich müsste unser reiches Land in der Lage sein, noch mehr Menschen aufzunehmen, die vor Krieg und unterschiedlichster Not aus ihrer Heimat fliehen und Zuflucht bei uns suchen“, sagte Kurschus. „Die These, jeder zusätzliche Geflüchtete gebe den Rechtsextremisten weiteren Auftrieb, halte ich für zu kurz gesprungen.“ Kurschus verteidigte auch das kirchliche Engagement für die Seenotrettung.

„Ich stehe weiterhin dazu“, sagte die EKD-Ratsvorsitzende. „Wir schauen nicht tatenlos zu, wie Menschen im Mittelmeer ertrinken.“


Foto: Annette Kurschus (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

2. Bundesliga: Kiel verliert gegen Nürnberg

0

Fußballspieler mit Ball (Archiv), über dts NachrichtenagenturKiel (dts Nachrichtenagentur) – Am 11. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga hat der 1. FC Nürnberg bei Holstein Kiel mit 2:0 gewonnen. Nach einer bis dahin weitgehend ausgeglichenen Partie konnten sich die Franken in der 68. Minute um den Strafraum der Norddeutschen festsetzen.

Kanji Okunuki legte schließlich auf Tim Handwerker ab, dessen Schuss für Holstein-Keeper Timon Weiner unhaltbar abgefälscht wurde. Die „Störche“ verstärkten in der Folge ihre Bemühungen, doch in der 77. Minute erhöhten die Gäste auf 2:0. Can Uzun vollendete einen Umschaltmoment der „Glubberer“ nach einem Vertikalpass von Lukas Schleimer eiskalt. Durch die Niederlage fallen die Kieler aus den Aufstiegsplätzen. Unterdessen gewann der SV Wehen Wiesbaden mit 1:0 gegen Hansa Rostock. Den entscheidenden Treffer erzielte Ivan Prtajin erst in der 89. Minute. In der ersten Halbzeit hatte SVWW-Keeper Florian Stritzel einen Elfmeter gegen Christian Kinsombi pariert. In der dritten Partie des Nachmittags verlor der 1. FC Magdeburg mit 1:2 gegen den SV Elversberg.


Foto: Fußballspieler mit Ball (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Bartels fordert mehr Tempo bei Ausrüstung der Bundeswehr

0

Bundeswehr-Soldaten (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Präsident der Gesellschaft für Sicherheitspolitik, Hans-Peter Bartels, kritisiert die zögerliche Umsetzung der von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) ausgerufenen „Zeitenwende“ und fordert die Bundesregierung auf, Verteidigungspolitik zu ihrer Priorität zu erklären. „Klimaschutz, Genderfragen und Sozialpolitik sind zweifellos bedeutende Themen, aber in dieser gefährlichen Zeit gehören sie nicht an die erste Stelle“, sagte Bartels der „Welt“.

„Absolute Priorität müssen aktuell Sicherheit und Verteidigung haben. Zugespitzt formuliert: Auch Nachhaltigkeit muss bewaffnet sein, ohne Sicherheit ist alles nichts.“ Die Rede von Kanzler Scholz zur „Zeitenwende“ sei genau richtig gewesen, so der ehemalige Wehrbeauftragte des Bundestags. „Aber danach sind wir wieder in der alten Berliner Normalität versunken, im Klein-klein der Spiegelstriche des Koalitionsvertrages – als ob immer noch alles gleich wichtig wäre.“

Deutschland sei weit davon entfernt, die Bundeswehr, wie von Scholz versprochen, „zur schlagkräftigsten Streitmacht in Europa zu machen“. So sei die Zusage an die Nato, ab 2025 eine einsatzbereite Division zur Verfügung zu stellen, nicht mehr realistisch. Die Division mit rund 15.000 Soldaten werde materiell nicht „zu 100 Prozent aufgefüllt“ sein. Deutschland habe „nicht Jahrzehnte Zeit, an der Wiederbewaffnung herumzubasteln“, sagte Bartels: „Jetzt heißt es, fertig zu werden.“

Dazu müsse der Bundestag in den laufenden Haushaltsberatungen den Etatentwurf der Regierung korrigieren. „Der Deutsche Bundestag sollte mit dem Wahnsinn eines von der Regierung dauerhaft eingefrorenen Verteidigungshaushalts Schluss machen“, sagte Bartels. „Natürlich muss der reguläre Etat steigen. Sonst wird das gut gemeinte 100-Milliarden-Sondervermögen schon von der Inflation der laufenden Betriebskosten kannibalisiert.“

Außerdem müsse Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) eine Truppenreform auf den Weg bringen. „Und das heißt, die überfälligen, längst vorbereiteten Reform-Entscheidungen jetzt endlich zu treffen“, so Bartels. „Die Marschrichtung ist klar: mehr Truppe, weniger Stäbe. Das ist es, was die Soldaten von der Politik erwarten können, wir haben eine überbordende Kommandolandschaft, statt ehemals drei Teilstreitkräften inzwischen sechs militärische Organisationsbereiche mit einer Vielzahl von zusätzlichen Behörden, die sich gegenseitig Arbeit machen, die Verantwortungsdiffusion ist absurd.“

Versuche, die aktuelle Lage schönzureden, seien „Selbstbetrug. Besser wäre, die Dinge endlich zum Laufen zu bringen.“


Foto: Bundeswehr-Soldaten (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts