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Wie Handwerksbetriebe auf Instagram herausstechen

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Handwerksbetriebe

Expertin gibt Tipps, worauf zu achten ist und welche Fehler es zu vermeiden gilt

Der Fachkräftemangel stellt viele Handwerksbetriebe vor große Herausforderungen. Die meisten Unternehmen nutzen jedoch weiterhin herkömmliche Kanäle, um neue Mitarbeiter für sich zu gewinnen. Die Suche auf Jobportalen oder in Anzeigen der Agentur für Arbeit funktioniert allerdings nicht mehr, da sich die qualifizierten Mitarbeiter bereits alle schon in einer Beschäftigung befinden.

„Um neue Mitarbeiter von sich zu überzeugen, sollten Unternehmen heute vor allem auf Onlinepräsenz und Social Media setzen“, sagt Recruiting-Expertin Vivien Schaible. In diesem Artikel verrät sie, wie sich Handwerksbetriebe auf Instagram präsentieren können und worauf sie dabei achten sollten, wenn sie sich von der Konkurrenz abheben wollen.

Authentische Einblicke geben

Durch soziale Medien wie Instagram können Unternehmen heutzutage durchaus neue Mitarbeiter auf sich aufmerksam machen, sollten dabei jedoch einige Dinge beachten. So lebt Instagram vor allem von Bildern und Videos: Wer sich hier als attraktiver Arbeitgeber präsentieren möchte, sollte daher vor allem Einblicke in den Arbeitsalltag geben. So schaffen Fotos und Berichte von Mitarbeitern schnell Vertrauen und lassen das Unternehmen gleich viel authentischer und nahbarer erscheinen.

Filter und Suchregionen nutzen

Wer die Funktionen von Instagram richtig einzusetzen weiß, kann das soziale Netzwerk sehr gut als Werbeplattform nutzen. So verfügt Instagram über eine große Datenbank mit vielen relevanten Informationen über die Nutzer, wodurch man als Unternehmen für die Suche nach neuen Mitarbeitern gezielt Filter setzen kann, um potenzielle Bewerber etwa nach Alter, Interessen und derzeitigen Job zu sortieren. 

Außerdem können Handwerksbetriebe die Suche auch speziell auf ihre Region eingrenzen, um Bewerber aus ihrem Umfeld anzusprechen und die Erfolgsquote zu erhöhen. Wer bei der Schaltung seiner Anzeigen die geschilderten Filter einsetzt, kann sich daher viele bei klassischer Werbung auftretende Streuverluste sparen.

Fehler vermeiden

Zudem gehen zu viele Handwerksbetriebe davon aus, allein schon die Existenz eines Instagram Accounts könnte neue Mitarbeiter auf den Betrieb aufmerksam machen. Oft sind dann auf den Accounts zunächst nur die eigenen Mitarbeiter und Freunde oder Bekannte des Unternehmens unterwegs – ohne zielgerichtete Werbung geht es also auch auf den sozialen Medien nicht. Hier können Unternehmen etwa Werbebanner nutzen, die Bewerber immer wieder auf den eigenen Betrieb aufmerksam machen, wenn diese sich bereits interessiert gezeigt haben.

Des Weiteren sollten Betriebe aus der Handwerksbranche nicht den Fehler begehen, etwa aus Zeitmangel den einmal eingerichteten Instagram-Account zu vernachlässigen: Es ist besser, überhaupt keinen Account zu haben, als einen schlechten Eindruck von seinem Unternehmen zu geben. Hier gilt es also, langfristig zu denken und für die Betreuung seiner Social-Media-Accounts erfahrene Experten zu beauftragen.

Gezielt wechselbereite Arbeitnehmer ansprechen

Zusammengefasst kann es also sehr hilfreich sein, sich auf Instagram eine Marke als Arbeitgeber zu schaffen und sich mit einem gut gepflegten Account von der Konkurrenz abzuheben. Wer sich dazu die nötige Zeit nimmt und mit seinem Social-Media-Auftritt allmählich in die Öffentlichkeit rückt, kann durch Anzeigen und Kampagnen qualifizierte Arbeitnehmer aus der Region auf sich aufmerksam machen.

Autor

Vivien Schaible ist die Gründerin und Geschäftsführerin der Recruiting Fabrik. Sie unterstützt mittelständische Unternehmen aus der Industrie und dem Handwerk dabei, qualifizierte Fachkräfte aus ihrer Region zu finden und für sich zu gewinnen. Dabei setzt die Expertin zusammen mit ihrem Team auf ein ganzheitliches Social Media Recruiting und sorgt so bei ihren Kunden für einen kontinuierlichen Bewerberfluss.

Mehr Informationen dazu unter: https://recruitingfabrik.de/

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

PropTech Powerhouse e.V. holt Katrin Mohr als neue Geschäftsführerin des Digital Hub Cologne

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Ab dem 1. Januar 2023 übernimmt Katrin Mohr die Geschäftsführung des Digital Hub Cologne. Sie folgt auf den bisherigen Interim-Geschäftsführer Florian Warnken.

Katrin Mohr besitzt über 18 Jahre Erfahrung in der digitalen, nachhaltigen Innovationswicklung und Transformation verschiedener Tech-Sektoren insbesondere in neuen und aufstrebenden Märkten. Als ergebnisorientierte, umsetzungsstarke Digitalexpertin verfügt die Informatikerin und MBA-Absolventin der Kellogg-WHU über einen breiten Erfahrungsschatz, den sie als Führungskraft bei Branchenführern wie der BMW AG und der DEUTSCHEN TELEKOM AG erfolgreich unter Beweis gestellt hat. In ihrer Funktion als Business Expertin und Startup-Mentorin bei renommierten Inkubatoren und Acceleratoren gestaltet sie innovative und zukunftsfähige Strategien entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Christine Damke, Vorstandsvorsitzende des PropTech Powerhouse e.V., alleiniger Gesellschafter des Digital Hub Cologne: „Katrin Mohr zeichnet sich durch ihr Streben nach Exzellenz und ihren Fokus auf die Digitalisierung von Geschäftsmodellen aus. Wir freuen uns darauf, dass Katrin Mohr als neue Geschäftsführerin des Digital Hub Cologne ihre Erfahrungen in der Digitalen Transformation einbringt und wir dadurch weitere attraktive Angebote für unsere Vereinsmitglieder im PropTech Powerhouse entwickeln können. Sie kann dabei auf die hervorragende Vorarbeit des Teams vom Digital Hub Cologne und ihres Vorgängers Florian Warnken aufbauen, bei dem wir uns an dieser Stelle sehr herzlich für sein Engagement bedanken.“

Katrin Mohr, designierte Geschäftsführerin des Digital Hub Cologne: „Mit Blick auf die gewaltigen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und technischen Herausforderungen der Energie- und Klimawende gilt es, schnell und effizient mehr Innovation, Digitalisierung und Nachhaltigkeit umzusetzen. Ich freue mich daher auf die spannende Aufgabe, über den Digital Hub Cologne die Vereinsmitglieder im PropTech Powerhouse e.V. gezielt bei ihren digitalen und nachhaltigen Projekten zu begleiten.“

Bild Foto: Katrin Mohr, Geschäftsführerin des Digital Hub Cologne

Quelle Bild und Text: Digital Hub Cologne GmbH

CRIF Studie: So können Banken die Zufriedenheit ihrer Kunden steigern

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Studie zeigt Banken Kundenerwartungen und Optimierungspotenziale auf

71 Prozent der Deutschen erwarten von ihren Kreditinstituten mehr Hilfsbereitschaft in Zeiten finanzieller Schwierigkeiten. Zu diesem Ergebnis kommt die repräsentative Umfrage „Banking on Banks“ des Informationsdienstleisters CRIF. Im Juli 2022 wurden im Rahmen der Studie 1.000 deutsche Verbraucher befragt, um zu untersuchen, wie sich die gestiegenen Lebenshaltungskosten in den kommenden zwölf Monaten auf die Nachfrage nach Finanzdienstleistungen auswirken werden. Die Studie zeigt auf, welche Bereiche Banken Potenziale bieten, um in Zeiten finanziellen Drucks Kundenbindung und Kundenzufriedenheit zu stärken. 

Verbraucher stehen vor neuen Herausforderungen

Die Pandemie, Inflation, der Ukraine-Krieg und die Energiekrise haben in diesem Jahr zu deutlich gestiegenen finanziellen Belastungen der deutschen Verbraucher geführt. In der Folge erwarten 37 Prozent der befragten Deutschen, dass sich ihre finanzielle Situation in den nächsten zwölf Monaten verschlechtern wird. „Viele deutsche Verbraucher stehen in den kommenden zwölf Monaten vor Herausforderungen, die sie so noch nicht kennen. Um sie zu bewältigen, suchen sie nach Orientierung und Unterstützung“ ordnet Dr. Frank Schlein, Geschäftsführer von CRIF Deutschland, ein.

„Unsere Befragung zeigt, dass viele Bankkunden es ihren Banken anrechnen, wenn es denen gelingt, auf die jeweilige Situation der Kunden angepasste, individuelle Unterstützung zu bieten. Das zeigt für Banken Chancen auf.“ So geben 41 Prozent der Studienteilnehmer an, dass Banken ihre Produkte und Dienstleistungen in der aktuellen Situation besser auf die Bedürfnisse der einzelnen Kunden abstimmen sollten.

Viele Ansätze für mehr Kundenzufriedenheit

Die Ergebnisse der Studie zeigen eine Reihe von Feldern auf, denen sich Banken annehmen können, um ihr Angebot stärker an die Nachfrage anzupassen und die Zufriedenheit ihrer Kunden zu verbessern. So ist beispielsweise jeder dritte Deutsche (36 Prozent) der Meinung, Banken sollten angesichts der aktuellen Lage verstärkt auf ihre Kunden zugehen, um ihnen dabei zu helfen, bei Dienstleistungen wie Versicherungen Geld zu sparen. Auch beim Vermögensaufbau wünschen sich 36 Prozent der Befragten jetzt mehr Unterstützung von Seiten ihrer Bank.

Für Schlein sind Digitalisierungsmaßnahmen eine Möglichkeit, um die aufgedeckten Potenziale über verschiedene Anwendungsbereiche hinweg auszuschöpfen: „Vor allem unter den 18- bis 34-Jährigen ist der Wunsch nach stärkerer Digitalisierung der Prozesse groß: Rund jeder Dritte (32 Prozent) wünscht sich Unterstützung auf digitalem Wege. Darüber hinaus lassen sich mit digitalen Lösungen aber auch viele Themen angehen, die von allen befragten Altersgruppen genannt werden: Beispielsweise zusätzliche Hilfe bei der Verbesserung ihrer Kreditwürdigkeit (26 Prozent), Unterstützung bei der Finanzplanung (24 Prozent) oder eine frühere Warnung vor finanziellen Engpässen (24 Prozent). Für all diese Anwendungsgebiete gibt es mittlerweile passende digitale Instrumente.“

Mit digitalen Lösungen zum bedarfsgerechten Angebot 

An der Bereitschaft persönliche Daten zu teilen, mangelt es nicht: Viele deutsche Verbraucher halten es für denkbar, zusätzliche persönliche Daten weiterzugeben – vorausgesetzt, es würde ihnen beispielsweise die Kreditaufnahme erleichtern (30 Prozent) oder dazu beitragen, ihr Kreditlimit zu erhöhen (25 Prozent). Unter diesen Voraussetzungen ist die Bereitschaft unter den 18- bis 34-Jährigen noch stärker ausgeprägt. In dieser Altersgruppe würden knapp 40 Prozent vermehrt persönliche Daten freigeben.

„Private Informationen sind ein sensibles Gut, mit dem verantwortungsbewusst, datenschutzkonform und kundenorientiert umgegangen werden muss“, kommentiert Schlein. „Um das Vertrauen zu stärken, müssen Banken ihren Kunden beweisen, dass sie etwas davon haben, ihre Daten zu übermitteln.“

Besonders bereitwillig geben Kunden ihre Daten dann heraus, wenn sie anhand derer vor finanziellen Problemen gewarnt (43 Prozent) oder dabei unterstützt werden, ihre monatlichen Ausgaben zu senken (42 Prozent). „Innovationen in den Bereichen Datenpflege, Analyse und digitale Dienste beinhalten großes Potenzial für die Kundenbindung“, meint Schlein. „Banken können auf diese Weise ihr Angebot maßgeschneidert für den einzelnen Kunden verbessern, ihn bei den Herausforderungen der Inflation unterstützen und so das Vertrauen stärken.“

Banken müssen sich auf neue Lage der Verbraucher einstellen

Dass das Thema in den kommenden Monaten für alle Banken relevant wird, zeigen die Erwartungen der deutschen Verbraucher: Laut CRIFs Studie befürchtet jeder Dritte (33 Prozent), dass sein Lebensstandard im kommenden Jahr sinkt. Jeder Vierte (26 Prozent) rechnet sogar mit Schwierigkeiten, Rechnungen begleichen oder Kredite bedienen zu können. Um das zu verhindern, suchen 65 Prozent der Deutschen einen Weg, um in den kommenden zwölf Monaten die Ausgaben für Essen, Energie und andere lebensnotwendige Güter zu senken. Jeder Dritte (35 Prozent) hält es dabei für wahrscheinlich, einen Nebenverdienst aufnehmen zu müssen, um die gestiegenen Kosten zu stemmen.

Die Banken werden im Falle einer finanziellen Notsituation laut Umfrage dennoch als Stabilitätsanker wahrgenommen. Nach der Familie ist die Bank für die Teilnehmer der zweitbeliebteste Ansprechpartner, wenn es um die Bewältigung individueller Finanzprobleme geht. Von den Deutschen, die erwarten, auf neue Schulden angewiesen zu sein (15 Prozent), würden sich 27 Prozent an ihre Bank wenden, um einen Kredit zu beantragen.

Häufig wird aber zuerst in der Familie gefragt (33 Prozent) oder auf staatliche Unterstützung (26 Prozent) gesetzt. Auch hier zeigt sich: Gelingt es Banken, ihre Dienstleistungen zu verbessern, können sie Chancen nutzen und Potenziale ausschöpfen.

Für die CRIF-Studie „Banking on Banks“ wurden vom 8. bis 25. Juli 2022 insgesamt 7.000 Teilnehmende aus sechs europäischen Ländern befragt (Frankreich, Deutschland, Italien, die Tschechische Republik, Slowakei und das Vereinigte Königreich). Für die Aussagen zum Konsumenten-Verhalten in Deutschland wurde eine gewichtete, repräsentative Stichprobe von 1.000 volljährigen Deutschen ausgewertet. Die Studie zeigt sowohl die Beziehung europäischer Konsumenten zu ihren Banken während der kommenden finanziell schwierigen Phase als auch deren Erwartungen an ihre Finanzlage auf.

CRIF Studie: So können Banken die Zufriedenheit ihrer Kunden steigern

Bild Dr. Frank Schlein, Geschäftsführer CRIF Deutschland

Quelle redRobin. Strategic Public Relations GmbH.

momox ist nun eine europäische Aktiengesellschaft

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Mit der Eintragung am 14.12.2022 ins Handelsregister ist die Umwandlung von momox zu einer Europäischen Aktiengesellschaft (Societas Europaea, SE) formal abgeschlossen. momox firmiert damit ab sofort als momox SE. Mit der neuen Rechtsform unterstreicht das führende Re-Commerce Unternehmen seine internationale Ausrichtung und setzt seine Wachstumsstrategie konsequent fort. Der Firmensitz bleibt in Berlin. Ein IPO ist zum aktuellen Zeitpunkt nicht geplant.

2004 in Berlin gegründet, ist momox das führende Re-Commerce Unternehmen Europas mit mehr als 2.250 Mitarbeiter:innen an drei Standorten. momox hat seit seiner Gründung mehr als 350 Millionen Bücher, Medienartikel und Kleidung aus zweiter Hand erfolgreich gehandelt und bietet mit seinem Geschäftsmodell allen Menschen Zugang zu nachhaltigem Konsum und der Kreislaufwirtschaft. Für das Geschäftsjahr 2021 verzeichnete das Unternehmen einen Umsatz von 335 Millionen Euro. 

momox hat sich bereits im August 2022 in Business Units neu aufgestellt. Die Teams in den verschiedenen Marketing und Pricing Bereichen fokussieren sich so stärker und effizienter auf die jeweilige Kategorie. Die Business Unit Books & Media wird von Stefan Klostermann in der neu geschaffenen Position Chief Commercial Officer Books & Media geleitet. Lenia Karallus verantwortet die Business Unit Fashion als CCO Fashion. Mit der internen Neuaufstellung schafft momox eine größere Autonomie und ein klares Verständnis der Verantwortlichkeiten innerhalb der Units.

Heiner Kroke, der das Unternehmen seit 2013 leitet, ist auch weiterhin CEO und Vorstandsvorsitzender. Auch Christian von Hohnhorst, seit 2019 CFO, bleibt im Vorstand. Bei den Aufgaben und Verantwortungen der beiden gibt es keine Veränderungen. Auch die Verantwortlichkeiten des Senior Management Teams innerhalb der Business Units – darunter fallen  Lenia Karallus CCO (Unit Fashion), Stefan Klostermann CCO (Books & Media), Marco Trettin (CTO) und Alexandra Schulz (Director HR) – bleiben unverändert. 

Heiner Kroke, CEO und Vorstandsvorsitzender der momox SE, kommentiert die Eintragung der neuen europäischen Rechtsform: „In den vergangenen Jahren ist momox kontinuierlich stark gewachsen. Wir sind das größte Re-Commerce Unternehmen Europas und blicken stolz auf diese Entwicklung zurück.

Nicht nur unsere Kundinnen und Kunden, sondern auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in zahlreichen europäischen Ländern und darüber hinaus zu Hause. Mit der Umwandlung in eine SE unterstreichen wir unsere internationale Ausrichtung und Steuerung unseres Geschäfts. Gleichzeitig stärken wir unsere Position als attraktiver Arbeitgeber und Vorreiter im Re-Commerce Sektor – und agieren dabei stets im Sinne einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft.” 

momox ist nun eine europäische Aktiengesellschaft

Bild Heiner Kroke

Quelle PIABO PR GmbH

6 Tipps für die Zusammenarbeit zwischen Datenexperten und Entscheidern

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So führen Datenanalysen zum Erfolg

Datenanalyse ist und darf kein Selbstzweck im Unternehmen sein, sondern soll das Geschäft verbessern und so zum Umsatzmotor werden. Langfristig leisten sich Unternehmen nur dann eine Datenanalyse, wenn der ROI (Return on Investment) stimmt. Oft sind Algorithmen und Software nicht das Problem, wenn die Ergebnisse nicht stimmen, sondern die Umsetzung der Analysen.

Um Datenanalysen erfolgreich umzusetzen, ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Business-Entscheidern und Datenwissenschaftlern entscheidend. Mit den folgenden 6 Tipps lässt sich die Teamarbeit deutlich verbessern.

Tipp 1: Gegenseitiges Verständnis fördern und vermitteln

Der Wert von Datenanalysen ist heute in vielen Unternehmen angekommen. Die Datenanalyse ist ein hervorragender Wegweiser, der Unternehmen ein tieferes Verständnis geben kann, was sie exakt tun müssen, um Ziele – unter anderem eine höhere Kundenzufriedenheit – zu erreichen. Die Technologie ebnet den Weg dorthin: Mehr Daten, Möglichkeiten zur Datenspeicherung, Rechenleistung, komplexe Algorithmen, fortgeschrittene Analysesoftware, kombiniert mit Künstlicher Intelligenz und Machine Learning eröffnen eine Fülle neuer Chancen für jedes Unternehmen.

Auf dem Weg dorthin zeigt sich aber oft eine Hürde, die auftritt, wenn zwei unterschiedliche Welten aufeinanderprallen. Sowohl bei Business-Entscheidern als auch Datenwissenschaftlern gibt es Wissenslücken im Hinblick auf die jeweils andere Seite. So legen Data Scientists naturgemäß einen starken Fokus auf Algorithmen und vernachlässigen den Bezug zum Business. Zudem sprechen sie eine andere Sprache als die Mitarbeiter der Marketing-, HR- und Logistik-Abteilungen.

Die Wissenslücke zu schließen, ist beim Zusammenrücken weder Ziel noch realistisch, aber schon einige Grundlagen können das Verständnis für die „andere Seite“ enorm fördern. Datenwissenschaftler können zum Beispiel mehr Verständnis dafür entwickeln, welche Auswirkungen die Analysen und die Empfehlungen auf das Unternehmen haben werden. Grundwissen in Marketingkonzepten wie Personalisierung oder Storytelling kann helfen, die Ergebnisse der Analysen den Entscheidern verständlicher zu vermitteln. Umgekehrt helfen Grundlagen der Datenanalyse bei einem Verständnis für Daten allgemein und um Methoden, Aufwand und Ergebnisse zu verstehen – genauer gesagt, sich daran zu gewöhnen, Entscheidungen mit oder auf der Basis von Daten zu fällen.

Tipp 2: Kollaboration fördern

In der Praxis hilft es, sofort mit gemischten Teams zu starten und zu arbeiten, statt die Teams in ihren Disziplinen zu trennen und dann später zusammenzubringen. Ziel ist eher die Zusammenarbeit ab Tag 1 des Projekts oder am Anfang eines agilen Sprints. Das gelingt am besten mit Tandem-Teams aus IT und Business. 

Digitale Tools wie Dokumente in der Cloud wie Google Docs, Zugriff auf visualisierte Ergebnisse der Datenanalyse, etwa Torten- und Balkendiagramme, und Kommunikationstools wie Slack fördern die Kommunikation. Definierte Prozesse für Abstimmungen, zum Beispiel wann ein Review-Prozess stattfinden soll, fördern den Austausch. Ein kontinuierlicher Review-Prozess ist bei der Datenanalyse unerlässlich. Denn hier kann schon ein falsch gesetztes Komma enorme Auswirkungen haben und sogar falsche Prognosen nach sich ziehen.

Tipp 3: Fehler erlauben und lernen

Die Arbeit mit Daten geht mit einem gewissen Umdenken bis zu einem Kulturwandel im Unternehmen einher, der wichtig für den Erfolg, aber in der Umsetzung schwierig ist. Die Arbeit mit Daten bedeutet oft Neues auszuprobieren. Und umgekehrt aus dem, was nicht funktioniert, zu lernen und den Kurs mit diesem Wissen zu korrigieren. Wichtig ist ein konstruktiver Umgang mit Fehlern. Fehler sollten nicht als etwas Negatives angesehen werden, sondern als Grundlage, um daraus zu lernen. Datenbasiert zu arbeiten bedeutet also auch, eine gesunde Fehlerkultur im Unternehmen zu etablieren.

Tipp 4: Die Grundlagen schaffen

Zu den eher ungeliebten Aufgaben der Datenwissenschaftler gehört, sich mit Problemen wie Datensilos oder unsauberen Daten beschäftigen zu müssen. Nicht nur für die Business-Entscheider, sondern für viele Abteilungen im Unternehmen ist es daher wichtig, möglichst saubere Daten zu liefern und sie zu pflegen. Eine hohe Datenqualität fördert die Arbeit der Datenwissenschaftler. Dazu gehören Aufgaben wie: Daten aktuell halten, von Redundanzen befreien und nicht mehr benötigte Daten regelmäßig löschen. Das mag im Alltag lästig sein – etwa dem Vertrieb als ein Mehraufwand erscheinen. Aber es ist wichtig, solche Prozesse zu verankern, um sich später die Arbeit zu erleichtern.

Auch der Umstieg von veralteten Systemen, die problematische Daten erzeugen, ist oft ein wichtiger Schritt hin zu mehr Datenqualität. Der Umstieg bedeutet ebenfalls etwas Mehraufwand, der sich aber später auszahlen wird.

Tipp 5: Den Kunden in den Mittelpunkt stellen

Bei Analysen und Businessentscheidungen ist es nützlich, immer wieder zu erinnern, worum es eigentlich geht: den Kunden. Datenanalyse und die Arbeit mit Daten darf nie zum Selbstzweck werden, sondern soll am Ende immer das Kundenerlebnis insgesamt, also etwa einen bestimmten Abschnitt vor oder beim Kauf verbessern. Bei der Planung von Marketing-Maßnahmen gilt es daher auch zu testen, ob die Kunden darauf überhaupt Wert legen. Auch bei der Umsetzung von Aktionen lohnt sich der vorherige Blick in die KPIs (Key Performance Indicators).

Tipp 6: Datenzentriertes Denken schrittweise fördern

Der Weg von der Arbeit mit Daten hin zum datenzentrierten Unternehmen ist lang, und die Transformation geschieht nicht von heute auf morgen. Hilfreich auf dem Weg zum Ziel ist es, die Akzeptanz von Daten im Unternehmen in allen Abteilungen zu fördern. Das fällt oft gerade dann schwer, wenn Daten ungeliebte Wahrheiten zutage bringen – etwa was in einer Abteilung nicht funktioniert. 

Oliver Rozić, Vice President Product Engineering bei Sage, kommentiert: „Eine erfolgreiche Datenarbeit setzt voraus, eingefahrene Denkweisen und Hierarchien aufzubrechen. Denn bei bestimmten Themen hat der Datenexperte einfach mehr Wissen als andere – auch als der CEO. Solche Veränderungen lassen sich aber nicht von heute auf morgen umsetzen. Ein schrittweises Vorgehen die beste Erfolgsstrategie.“

6 Tipps für die Zusammenarbeit zwischen Datenexperten und Entscheidern

Bild Oliver Rozić, Vice President Product Engineering bei Sage

Quelle LEWIS Communications GmbH

Studie über Absicherung: Viele Selbstständige in gefährlichem Blindflug unterwegs

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Für Kleinst- und Kleinunternehmer gibt es zwei Sorten von Risiken. Erstens die offensichtlichen – zweitens, die nicht sofort sichtbaren. Eine aktuelle Studie von Finanzchef24 zeigt jedoch, dass ein Großteil der Selbstständigen im aktuellen Konjunkturumfeld aus Inflation und Energiekrise auf beiden Augen ziemlich blind ist.

Nur rund jeder Dritte bezeichnet seine Kenntnisse rund um das Thema Gewerbeversicherung als sehr gut oder als gut (34 Prozent). Mehr als jeder Vierte (27 Prozent) sieht erhebliche Lücken, in der Beauty-Lifestyle Branche sind es sogar 31 Prozent.

„Ein Großteil der Selbstständigen ist kaum aufgeklärt und riskiert täglich seine finanzielle Existenz und Unabhängigkeit durch Nichtwissen. Besonders problematisch ist, wenn diese Unwissenheit auf überlebenswichtige unternehmerische Aktivität trifft,“ sagt Payam Rezvanian, Mitglied der Geschäftsleitung beim Insurtech Finanzchef24. Denn: „Die Risiken werden umso mehr, je mehr Kleinst- und Kleinunternehmer ihren Wirkungsradius ausweiten. Dort, wo neue Chancen warten, kann das Nichtwissen um begleitende Gefahren schnell zur existenziellen Bedrohung werden.“

39 Prozent beurteilen ihr Wissen über Gewerbeversicherungen als befriedigend. Payam Rezvanian: „Es bestehen über alle Branchen hinweg Wissenslücken, aus denen sich wiederum neue Risiken für den Einzelnen ergeben. Nicht nur der Arbeitsausfall durch Krankheiten oder Unfälle sind ein real mögliches Risiko. Diese Art von Risiken können sich viele Unternehmer immerhin noch vorstellen. Für das Geschäft sind vor allem die Risiken kritisch, die viele nicht auf dem Radar haben.“ Laut Statista wurde im Jahr 2021 rund 210.000-mal in Fahrzeuge eingebrochen.

Und Fahrzeuge selbst wurden beispielsweise 22.000-mal gestohlen. „Was das für einen freiberuflichen Fotografen, einen Handwerker oder einen mobilen Friseur bedeuten kann ist immens. Denn mit dem Einbruch oder Diebstahl fehlt plötzlich das tägliche Arbeitsgerät.“ Die Gefahr durch Materialdiebstahl hat durch die Lieferengpässe und Preisexplosion nochmals deutlich zugenommen. Auch Hackerangriffe sind selbst am Fundament der Wirtschaft angekommen und betreffen lange nicht mehr nur Konzerne.

„Welche Absicherungsmöglichkeiten der Gewerbeversicherung es gibt, ist vielen nicht klar, wie unser jüngster Gewerbeversicherungsreport zeigt“, sagt der Experte. Der erste Schritt zu mehr Daten und Fakten ist das Klarwerden darüber, wo Lücken existieren. Welche Versicherungen braucht wer? Welche sind Pflicht und welche Kür? Welche Versicherungen sind für Ausschreibungen notwendig? Ob Blaumann oder Weißkragen: Wichtig ist, den individuell sinnvollen Schutz auszutarieren. Denn die meisten Risiken lassen sich effizient und kostengünstig absichern – wenn sie richtig identifiziert werden und die Absicherung an mögliche Veränderungen angepasst wird.

Dafür empfiehlt sich eine regelmäßige Neubewertung und unabhängige Beratung. „Für die Zukunft vieler Selbstständiger bedeutet es, nicht nur flexibel auf die Anforderungen des Geschäftsalltags zu reagieren, sondern das Erarbeitete und die Arbeitskraft adäquat abzusichern. Auch wenn viele Risiken nicht vorhersehbar oder absicherbar sind – wie der aktuelle Krieg und die Preisexplosion zeigen – so sind doch viele gängige Gefahren durchaus bekannt“, sagt Rezvanian.

Über die Studie

Für den Gewerbeversicherungsreport hat Finanzchef24 zusammen mit dem Pannelanbieter Consumerfieldwork 654 Unternehmen und Selbstständige aus dem klein- und mittelständischen Bereich zur Marktentwicklung, wichtigen Zukunftsthemen und persönlichen Sorgen und Bedürfnissen befragt. Die vollständigen Ergebnisse können unter https://www.finanzchef24.de/service/studien/report-gewerbeversicherungen-3-2022 nachgelesen werden.

Studie über Absicherung: Viele Selbstständige in gefährlichem Blindflug unterwegs

Bild Payam Rezvanian Finanzchef24 © Finanzchef24 GmbH

Quelle SCRIVO Public Relations

Wie Firmen Talente trotz Wirtschaftskrise kostengünstig halten

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Noch vor einigen Jahren konnten Betriebe die qualifizierteste Person aus einer Masse von Bewerber:innen auswählen. Heute hat sich diese Situation in einigen Branchen komplett gewandelt: Der Arbeitsmarkt ist wie leergefegt. Um Talente anzuziehen und zu halten, müssen Unternehmen zunehmend auf ein aggressives Employer Branding, einem wichtigen Aspekt des Personalmarketings, und digitale Rekrutierungsstrategien setzen. Benefits spielen bei der Jobsuche eine entscheidende Rolle: Jungen Menschen sind flexible Arbeitszeiten und Homeoffice inzwischen wichtiger als das Gehalt – eine unausgeglichene Work-Life-Balance gilt als Kündigungsgrund.

Führungskräften, die aufgrund der aktuellen Krisen keine Gehaltserhöhungen bieten können, fehlen anderweitig attraktive Vorteile für Teammitglieder. Deswegen sind Zusatzleistungen für Angestellte besonders reizvoll und bieten über den materiellen Wert hinaus attraktive Vorteile.

Organisationen präsentieren sich durch ihre Kultur und Vorzüge für Teams als attraktive Arbeitgebende. Diese Vorteile sind nicht immer finanzielle Leistungen: Sie sollen die Produktivität der Beschäftigten fördern und somit die der Firma. Eine Studie zur Personalvermittlung im Jahr 2022 des BAP (Verbandsbereich Personalvermittlung) zeigt, dass flexible Arbeitszeiten zu den drei wichtigsten Jobauswahlfaktoren potenzieller Kandidatinnen und Kandidaten zählen. Eine gute Work-Life-Balance schafft intern ein positives Klima und steigert das Zugehörigkeitsgefühl. Vielen Unternehmen ist dies bewusst und sie passen das Angebot der Nachfrage an. 

Laut einem Report zur mentalen Gesundheit von Mitarbeitenden wünschen sich 48 Prozent der befragten Personen flexible Arbeitszeiten. Vermehrt werden diese und Gleitzeitmodelle in Stellenanzeigen integriert. Folgen der Krise lassen Geschäftsführende laut einer aktuellen Umfrage der Karriere-Plattform LinkedIn dennoch umdenken: Drei Viertel der Befragten haben bei den Mitarbeiter-Benefits bereits Kürzungen vorgenommen oder beabsichtigen, entsprechende Pläne umzusetzen. Ebenso viele Führungskräfte befürchten dadurch negative Effekte wie Unzufriedenheit und mangelnde Motivation. 

Die Ergebnisse dieser Umfrage zeigen, wie viel Aufklärungsbedarf in der Chef-Etage noch besteht. Mitarbeiter-Benefits sind heutzutage die Währung, um Talente zu binden. Besonders, da aktuell viele Branchen aufgrund der Inflation, des Krieges und der Energiekrise vor großen Herausforderungen stehen. Am eigenen Team zu sparen, wirkt sich negativ auf die Produktivität aus und sendet ein falsches Signal an Arbeitnehmer:innen.

Nur gesunde Mitarbeitende sind produktiv

Flexible Zeiteinteilung, Homeoffice und hybride Modelle haben weltweit die Work-Life-Balance verbessert und zählen zu den absoluten Spitzenreitern bei Stellenausschreibungen. Diese Maßnahmen kosten Firmen nichts – außer Vertrauen. Mitarbeiter-Benefits haben auch einen positiven Einfluss auf die mentale Gesundheit. Diese ist inzwischen nicht nur generell, sondern auch in der Kariere ein ungemein wichtiges Thema.

Burnout und stressbedingte Fehltage sind die zweithäufigste Ursache für Krankschreibungen. Das Wohlbefinden der Arbeitnehmer:innen war für Unternehmen zu lange keine Priorität. Nun werden sie zum Handeln gezwungen, denn Jobsuchende in Deutschland legen immer größeren Wert auf entsprechende Angebote. 

Um dem nachzukommen, bieten wir jedem Mitarbeitenden unter anderem eine kostenlose und unbegrenzte psychologische Therapie an. Auch ein jährliches Budget für Fortbildungen und berufliche Entwicklung ist auf dem heutigen Berufsmarkt nicht mehr wegzudenken. Zufriedene Menschen sind wesentlich produktiver und engagierter: Die Qualität des Kundenservice steigt und die Fehlerquote sinkt. Laut der WHO erzielt jeder in die Gesundheit der Mitarbeiter:innen investierte Euro einen Produktivitätsgewinn von vier Euro. In das mentale Wohlbefinden von Talenten zu investieren, hilft nicht nur dabei, die Arbeitgeberattraktivität zu steigern, sondern trägt langfristig auch zur Wettbewerbsfähigkeit bei.

Attraktiver Inflationsausgleich: Corporate Benefits

Es ist empfehlenswert, Mitarbeitenden die Möglichkeit anzubieten, die derzeit hohen Inflationsraten beispielsweise durch Sozialleistungen auszugleichen. Dabei handelt es sich nicht um finanzielle Zuschüsse. Arbeitnehmer:innen können aus mehreren Angeboten wählen, was am besten zu ihnen passt. Wir bieten unter anderem ein Sportangebot in Zusammenarbeit mit Urban Sports an, Essensgutscheine, sowie Zuschüsse für öffentliche Verkehrsmittel und Kinderbetreuung. 

Viele dieser Vorteile sind von der Einkommenssteuer befreit und können so bei der Auszahlung des Gehalts flexibilisiert werden. Durch regelmäßige Umfragen zur Arbeitszufriedenheit haben wir festgestellt, dass diese Benefits sich nicht nur finanziell auswirken und einen Teil der Kosten abfedern, sondern auch die Wahrnehmung des Unternehmens verbessern. Dieses Engagement zahlt sich aus. In Deutschland haben wir dieses Jahr erneut die „Great Place To Work“ Zertifizierung erhalten. Diese basiert auf der Meinung der Mitarbeitenden über die Organisation. Das zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind und dass sich Maßnahmen wie diese positiv auswirken: finanziell, aber auch auf das Wohlbefinden und das Engagement der Mitarbeitenden bei der Arbeit.

Wie Firmen Talente trotz Wirtschaftskrise kostengünstig halten

Autor

David Padilla ist Mitgründer und CEO von Kenjo. Die All-in-One Personalverwaltungssoftware hat sich auf die Digitalisierung des Personalbereichs von Unternehmen spezialisiert.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Mit Flexibilität zu mehr Planungssicherheit

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Event-Architekt

Warum sich ein Event-Architekt in der aktuellen inflationären Zeit als noch viel wichtiger erweist, erklärt Jürg Isler, selbst Event-Architekt und Geschäftsführer des international agierenden Schweizer Unternehmens Scenotech GmbH: 

„Gerade in der professionellen Sportindustrie bilden Veranstaltungen einen festen Bestandteil des Kalenders. Dabei geht es jedoch um viel mehr als um den athletischen Wettkampf, denn der Sport hat sich durch die milliardenschweren Investitionen von Unternehmen und Sponsoren zu einer unverzichtbaren Säule im Eventsektor entwickelt. Zudem bestimmen die – durch die Ukraine-Krise und die daraus resultierende Inflation – gestiegenen Preise für Energie, Rohstoffe und Personalkosten nicht nur unser privates Leben, sondern natürlich auch das berufliche Umfeld.

Gerade im Veranstaltungstechnikbereich sind viele Güter der Vermietung bereits gekauft oder finanzieren sich über Leasingprogramme oder Kredite. Aus diesem Grund und auch in Bezug auf einen lebhaften Wettbewerb – welcher durch die Pandemie nicht überall eingegrenzt wurde, da die staatlichen Hilfsprogramme viele Unternehmen durch die Krise finanzierte – bleiben die Marktpreise aktuell noch stabil. Doch es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie steigen.

Denn dadurch, dass sich die Veranstaltungstechnik eng an den Bedarf an sehr viel Lagerfläche bindet, entstehen in den teils gigantischen Lagerhallen enorme Energiekosten. Je nach Event- oder Messe-Format sowie der Größe mussten in 2022 im Schnitt 45 Prozent mehr Budget zur Verfügung stehen als für eine vergleichbare Produktion in 2019[1] – Tendenz weiterhin steigend. 

Interkulturelle Herausforderungen meistern 

Oftmals setzen Unternehmen Veranstaltungen in ihrem jeweiligen Heimatland um. Doch der Sport verbindet Menschen und führt Personen aus der gesamten Welt zusammen. So gilt es Events immer wieder an einem neuen Ort zu implementieren. Gerade Sportverbände müssen ihre institutionellen Veranstaltungen weltweit umsetzen. Daher erweist sich für die Planung eine Kenntnis der Marktpreise und des Umfelds in den jeweiligen Umsetzungsländern als unerlässlich. Eventmanager müssen verstehen, wie sie sich in diesen internationalen Märkten bewegen sollten.

Nur so lassen sich interkulturelle Unterschiede im geschäftlichen Umgang, bei Preisverhandlungen, aber auch bei technischen Planungen und Umsetzungen meistern. Zudem arbeiten Event-Architekten wie klassische Architekten – wenn sie ein Objekt planen, dann muss zuerst die Machbarkeit gegeben sein sowie behördliche Bewilligungen, akkurate Budgetierungen und im Anschluss ein funktionierendes und ansehnliches Design. All dies muss dann bis ins Detail fachtechnisch geplant werden. Fachwissen und weitsichtige Spezialisten sorgen so trotz ungeplant auftauchender Probleme für maximale Planungssicherheit. Denn gerade Verantwortliche von großen Sport-Events legen ihr Budget bereits meist 12 bis 24 Monate vor der eigentlichen Umsetzung fest.

In einigen Fällen kann dies sogar bis zu acht Jahre vor der eigentlichen Veranstaltung geschehen. Unvorhersehbare Faktoren wie eine Inflation oder eine Pandemie sorgen dann für eine maßgebliche Veränderung der Rahmenbedingungen, die sich dann wiederum in den Budgets widerspiegeln. Event-Architekten passen ihre Strategien deshalb flexibel an die sich stetig verändernden ökonomischen und politischen Lagen der heutigen Zeit an und können somit individuelle Lösungen entwickeln. Dadurch gehen sie ihre Ziele und Aktivierungen effektiv an, woraus wiederum eine Sicherheit für Kunden resultiert.

Bild Jürg Isler Bildquelle Scenotech GmbH

Quelle Borgmeier Media Gruppe GmbH

Eine Eigentumswohnung als Geldanlage

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Halten Sie nach einer großartigen Immobilieninvestition Ausschau, haben aber nicht die Mittel oder den Wunsch, eine traditionelle Immobilie wie ein Haus zu kaufen? Dann kann sich für Sie eine Eigentumswohnung lohnen. Die Investition kann sehr profitabel sein, wenn sie richtig umgesetzt wird. In diesem Beitrag gehen wir darauf ein, was Investitionen in Eigentumswohnungen so attraktiv macht und wie man sie am besten angeht. 

Welche Vorteile bietet der Besitz einer Eigentumswohnung als Anlageobjekt?

Der Besitz einer Eigentumswohnung als Anlageimmobilie kann für Personen, die ihr Portfolio diversifizieren wollen, von großem Vorteil sein. In der Regel sind die Anschaffungskosten für Eigentumswohnungen niedriger als für Häuser, sodass Investoren relativ günstig in den Immobilienmarkt einsteigen können. Außerdem befinden sich viele Eigentumswohnungen in begehrten Gegenden, vorwiegend in der Nähe des Stadtkerns. Wenn Sie nun z.B. eine Wohnung finanzieren möchten, kann dies deutlich profitabler sein, als ein Reihenhaus. 

Wohnungseigentum bedeutet auch, dass Sie sich nicht um die Wartung oder Instandhaltung der Wohnung kümmern müssen, da dies über die Wohnungseigentümergemeinschaft geregelt wird. Und schließlich sind diese Einheiten in der Regel sehr gut vermietbar, da sie aufgrund ihrer Lage und der Gebäudeausstattung immer gefragt sind.

Die Finanzierung einer Eigentumswohnung

Die Finanzierung einer Eigentumswohnung kann ein komplizierter Prozess sein. Es ist wichtig, dass Sie alle Finanzierungsmöglichkeiten sorgfältig prüfen und recherchieren, um das bestmögliche Angebot zu erhalten. Achten Sie auf den Zinssatz, die Kreditgebühren und andere Kosten, die mit einem Kredit verbunden sind, bevor Sie eine Entscheidung treffen. 

Denken Sie daran, dass bei Eigentumswohnungen in der Regel zusätzliche laufende Kosten beispielsweise für die Hauseigentümergemeinschaft sowie für die gemeinsame Nutzung von Putzkräften im Treppenhaus oder den Mülltransport anfallen, die Sie ebenfalls einkalkulieren sollten. 

Wie Sie eine Eigentumswohnung finden, die Ihren Investitionsbedürfnissen entspricht

Die Auswahl einer passenden Immobilie ist gar nicht so einfach: Um die Vielfalt einzugrenzen, sollten Sie zunächst den Standort recherchieren und Faktoren wie Bequemlichkeit, Annehmlichkeiten und künftiges Wachstumspotenzial bewerten. Sobald Sie sich für ein Gebiet entschieden haben, in dem Sie investieren möchten, können Sie mithilfe von Online-Ressourcen eine Liste der verfügbaren Immobilien erstellen, die Ihren Kriterien entsprechen. 

Vergessen Sie nicht, die Kosten für den Umbau oder die regelmäßige Instandhaltung zu analysieren. Nachdem Sie eine Liste mit möglichen Objekten erstellt haben, sollten Sie diese besichtigen, bevor Sie Ihre endgültige Entscheidung treffen und sich festlegen. 

Faktoren, die bei der Auswahl einer Eigentumswohnung als Anlageobjekt zu berücksichtigen sind

Um die richtige Investitionsentscheidung zu treffen, müssen ebenso Faktoren wie die aktuellen Marktpreise für vergleichbare Eigentumswohnungen, die voraussichtlichen Wertsteigerungsraten und die damit verbundenen Kosten wie Grundsteuer und Hausverwaltungsgebühren berücksichtigt werden. 

Ferner ist es wichtig, die potenziellen Mieteinnahmen zu berücksichtigen, wenn Sie die Wohnung vermieten möchten. Diese werden durch die Nachfrage geprägt, die sich wiederum vor allem durch die Lage ergibt. Suchen Sie nach Gegenden mit einem boomenden Arbeitsmarkt, der zuverlässige Mieter anzieht, sowie nach anderen Merkmalen wie Nähe zu Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants und öffentlichen Verkehrsmitteln. Mit der richtigen Analyse und Recherche kann die Auswahl einer geeigneten Eigentumswohnung erhebliche Renditen bringen und eine lohnende Ergänzung Ihres Anlageportfolios darstellen.

Wie Sie Ihre Anlageimmobilie verwalten und instand halten

Die Verwaltung und Instandhaltung ist essentiell, damit die Immobilie stetig an Wert gewinnt. Ein wichtiger Teil besteht darin, dass Sie sich über staatliche Vorschriften, Branchennachrichten und Markttrends auf dem Laufenden halten. Darüber hinaus ist es wichtig, die Immobilie regelmäßig zu inspizieren, um sicherzustellen, dass sie in gutem Zustand bleibt, sodass Leerstände minimiert werden. 

Wenn Sie wissen, wie das Mietrecht funktioniert, sind Sie bei der Abwicklung von Mietverträgen oder bei auftretenden Problemen gut aufgestellt. Ebenso wichtig sind konstante Modernisierungen und Verbesserungen hinsichtlich der Isolation. Diese zusätzlichen Ausgaben werden sich langfristig rentieren. 

Bildquelle: Bild von ElasticComputeFarm auf pixabay

Autor: Peter Neumann

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Series A für Online-Nachhilfeanbieter

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Easy-Tutor

Series A für Online-Nachhilfeanbieter: Easy-Tutor sammelt 4,8 Millionen Euro

Der Online-Nachhilfeanbieter Easy-Tutor erhält im Zuge einer Series-A-Finanzierungsrunde 4,8 Millionen Euro. Das frische Kapital kommt vom Bestandsinvestor Bayern Kapital, der sich über seinen Innovationsfonds BKI EFRE erneut beteiligt. Neu investiert ist zudem das 2022 gegründete Münchner Family Office K+K1 rund um den Timify-Gründer Andreas Knürr.

Mit ihrem Investment sprechen die Kapitalgeber dem Unternehmen nicht nur das Vertrauen in die von Easy-Tutor entwickelte Technologie aus, sondern beteiligen sich auch auf einem Markt, der laut Marktanalysen resilienter ist als andere*, nicht zuletzt auch durch seine gesellschaftliche Relevanz. Beratend standen die Tech M&A-Boutique 4GC sowie die Luther Rechtsanwaltsgesellschaft mbH zur Seite.

Massimo Cancellara, CEO und Co-Gründer von Easy Tutor: „Vor dem Hintergrund der schleppenden Digitalisierung von Schulen, dem Lehrer:innenmangel und dem Fehlen von Fachkräften zeigt sich, dass das Sicherstellen einer flächendeckend guten und zeitgemäßen Bildung eine der wichtigsten gesellschaftlichen Aufgaben unserer Zeit ist. Wer heute Veränderung im Bildungsbereich herbeiführen möchte, muss Bildung neu denken.” 

Dazu gehört für Easy-Tutor zum einen, den Fokus auf das Individuum zu legen und menschlich auf die jeweiligen Lernbedürfnisse einzugehen. Und zum anderen solle Bildung für alle zugänglich sein. Easy-Tutor stehe genau dafür ein und ergänze diese Faktoren mit dem notwendigen technischen Know-how. „Wir wissen zu schätzen, dass unsere Investoren genau diesem Konzept vertrauen und es mit ihrem Investment honorieren.” ergänzt Co-Gründerin Jessica Contento.

Andreas Knürr, Geschäftsführer K+K1, zur Motivation für das Investment: „Als Vater zweier Kinder mache ich mir natürlich Gedanken darüber, wie die Welt aussehen wird, in die sie hineinwachsen. E-Learning und das ‘Digitale Klassenzimmer’ werden die wichtigsten Themen der Zukunft sein und es ist mir auch ein persönliches Anliegen, nun gemeinsam mit Easy-Tutor in dieses hochaktuelle Geschäftsfeld zu investieren.”

Digitale Plattform weiterentwickeln und gesund wachsen

Das frische Geld nutzt das EdTech, um die eigene digitale Plattform weiterzuentwickeln und das Wachstum voranzutreiben – im deutschsprachigen Raum wie auch im unmittelbaren Ausland ab Mitte 2023. „Dabei ist uns sehr wichtig, nicht um jeden Preis zu skalieren, sondern gesund und nachhaltig zu wachsen. So möchten wir in den kommenden Jahren europaweit zur Anlaufstelle Nummer Eins für Schüler:innen, Eltern und Schulen werden, wenn es um qualitativ hochwertige, digitale schulbegleitende Nachhilfe geht,” erklärt Massimo Cancellara. 

Entsprechend investiert Easy-Tutor auch in weitere relevante Partnerschaften, etwa in Kooperationen mit Schulen und Vereinen. Im Moment nutzen etwa 200 Partnerschulen und 40 Prozent aller Bundesligavereine Easy-Tutor in ihrem Betreuungsangebot für Kinder und Jugendliche.

Zudem sollen Unternehmen für eine Zusammenarbeit gewonnen werden, die durch ihre Zielgruppenrelevanz Easy-Tutor mehr Sichtbarkeit und den Kund:innen durch das Nachhilfeangebot einen starken Mehrwert bieten. In der Vergangenheit arbeitete das Unternehmen bereits mit namhaften Einzelhändlern wie EDEKA, der Müller Handels GmbH und MediaMarktSaturn. 

Easy-Tutor, 2017 von Massimo Cancellara und Jessica Contento gegründet, bietet Online-Nachhilfe für Schüler:innen aller Klassenstufen und punktet dabei mit Qualität, Transparenz und Nutzerfreundlichkeit. Der Fokus liegt darauf, digitale Lösungen bereit zu stellen, die den Bedürfnissen von Schüler:innen und ihren Eltern Rechnung tragen. Seit der Gründung wächst das Unternehmen stetig: Mittlerweile kümmern sich über 40 Mitarbeiter:innen um die etwa 12.000 Schüler:innen der Plattform.

*Brighteye Ventures: The Half Year European Funding Report

Bildquelle Easy-Tutor Gründerteam

Quelle PIABO PR GmbH