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„Diversity muss die Party in der Stadt sein, die ausverkauft ist“

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Maren Urner herCAREER

Klimakrise, Coronakrise, Finanzkrise, Wirtschaftskrise – wir denken uns in eine Negativspirale hinein und werden dadurch handlungsunfähig, hat die Neurowissenschaftlerin Maren Urner beobachtet. Die Professorin für Medienpsychologie und Mitgründerin des Online-Magazins Perspective Daily entwickelt deshalb in ihrem neuen Buch „Raus aus der ewigen Dauerkrise“ eine Methode, um gewohnte Denkmuster aufzubrechen. Ein Gespräch über „dynamisches Denken“ und was das Konzept für die Diversity-Debatte bringen kann.

Dynamisches Denken

herCAREER: Maren, „Raus aus der ewigen Dauerkrise“ heißt Dein neues Buch. Eine Dauerkrise und eine ewige noch dazu, was bedeutet das eigentlich?

Maren Urner: Das ist ein Wortspiel, mit dem ich für die Grundaussage meines Buches sensibilisieren möchte: Alles beginnt im Kopf. Eine Krise ist im ursprünglichen Sinne ein Wendepunkt – eine Dauerkrise kann es demnach nicht geben. Nach der Krise kann es besser oder schlechter werden. Aber mittlerweile hat sich das Wort im Sprachgebrauch als etwas Negatives eingebürgert. Ob wir so auf die Welt blicken wollen, ist eine Entscheidung, die auch Auswirkungen darauf hat, wie handlungsfähig wir sind.

herCAREER: Dennoch erleben wir einen starken Wandel. Schon vor Corona waren die Digitalisierung und der Klimawandel große Herausforderungen. Kein Wunder, wenn wir uns davon dauerhaft angegriffen und erschöpft fühlen.

Maren Urner: Ja, aber das liegt auch daran, dass wir ein zu negatives Weltbild haben, das häufig nicht der Realität entspricht – vor allem durch die Dauerbeschallung mit negativen Nachrichten-Schnipseln. Wissenstest zeigen, dass die meisten von uns langfristige Entwicklung und generelle Zusammenhänge dadurch falsch einschätzen. Zusätzlich sorgt diese negative Dauerbeschallung für körperlichen Stress – und damit ist nicht „der Stress“ gemeint, den wir umgangssprachlich gern als Zeitnot verstehen. Biologisch bedeutet Stress, dass die Anforderungen an den Körper größer sind als das, was er leisten kann. Kurzfristig ist das in Ordnung und ein Überlebensmechanismus bei akuten Gefahren. Aber chronischer Stress begünstigt diverse Krankheiten.

herCAREER: Wie kommen wir aus diesem Überforderungsmodus wieder heraus?

Maren Urner: Das ist natürlich der heilige Gral. Es kommt darauf an, wieder handlungsfähig zu werden – und das beginnt im Kopf. Dafür habe ich das Konzept des „dynamischen Denkens“ mit seinen drei Zutaten entwickelt. Zunächst braucht es andere Fragen: Wir sollten nach dem „Wofür“ statt dem „Wogegen“ fragen. Zum Zweiten geht es um das Thema Kollaboration, also die Art und Weise, wie wir Gruppen definieren und dabei statt nach dem Trennenden nach Gemeinsamkeiten schauen. Und das Dritte ist, welche Arten von Geschichten wir uns erzählen. Diese sind Ausdruck unseres Verständnisses von Begriffen und damit verbundenen menschengemachten Strukturen in Gesellschaft und Politik. Wir brauchen neue Narrative, die konstruktive Lösungsansätze in den Vordergrund stellen.

herCAREER: Was heißt das dann konkret – zum Beispiel für eine Arbeitsumgebung in Unternehmen, die dabei helfen könnten, Krisen zu bewältigen?

Maren Urner: Das hieße zunächst, das Wofür des Unternehmens zu fokussieren. Um diesem Wofür, was im Unternehmenskontext oft als Purpose betitelt wird, Nachdruck zu verleihen, braucht es neue Belohnungssysteme für Veränderungsdenken. Menschen, die Neues wagen, sollten nicht bestraft, sondern belohnt werden. Das meine ich nicht nur finanziell, sondern vor allem kulturell und kommunikativ. Diese Menschen sollten die Unternehmen als positive Beispiele herausstellen. Außerdem gilt es hierarchische Barrieren abzubauen, um Denk- und Kreativpotential nicht für irgendeinen Quatsch zu verbrauchen. Hierarchisches Denken und damit verbundene Machtkämpfe verhindern oft Fortschritt und zementieren Gewohnheitsdenken.

herCAREER: Du beschäftigst Dich in Deinem Buch auch mit der philosophischen Frage, worauf es eigentlich im Leben ankommt. Warum kann das ein dynamisches Denken unterstützen?

Maren Urner: In dem Buch beschreibe ich, wie ich während meiner Arbeit immer wieder Momente der Erkenntnis – ich nenne sie Plopp-Momente – erlebe, wenn meine Beobachtungen von Reisen oder Begegnungen mit Forschungsergebnissen zusammenkommen und mir neue Zusammenhänge klar werden. Einer dieser Momente dreht sich um die Frage der angesprochenen Belohnungsstrukturen: In unserer Gesellschaft führen wir so viele Diskussionen, die im Grunde ein Ablenkungsmanöver von dem sind, was wirklich zählt. Was sind die wichtigen Dinge im Leben, die gesund und glücklich machen? In so vielen Debatten über die verschiedenen Formen von Krisen geht es meistens darum, wie wir das Bestehende – das vermeintlich „Normale“ – versuchen zu erhalten und wie wir noch effizienter werden. Aber Wofür? Verschiedene Konstrukte und Strukturen waren uns einmal Mittel zum Zweck, aber mit der Zeit ist uns der Zweck abhandengekommen. Die Herausforderung besteht darin, aus dieser Gewohnheit herauszukommen.

herCAREER: Worauf kommt es Dir im Leben an – also was heißt Glück für Dich?

Maren Urner: Für mich persönlich ist es immer ein Abgleich zwischen dem, was ich persönlich möchte, und dem Wunsch, meine Neugier durch neue Erfahrungen immer wieder zu praktizieren. Das finde ich enorm stimulierend und bereichernd. Für mich ist Glück vor allem eine Art mentales Trampolin, mit dem ich immer wieder auf die Metaebene springe und mir selbst zuschaue. Vermutlich ist es etwas, was meine Ausbildung zur Neurowissenschaftlerin und meine Arbeit als Medienunternehmerin mit sich bringen. Parallel versuche ich auch, die vermeintlich kleinen Dinge des Lebens zu schätzen. Es gibt keine Insel der Glückseligkeit, sondern Glück ist wie ein Fahrradreifen, den wir immer wieder aufpumpen müssen.

herCAREER: Es gibt verschiedene Glückskonzepte, aber alle haben eines gemeinsam: Keines geht davon aus, dass Geld glücklich macht. Doch selbst wenn wir das erkannt zu haben glauben, handeln wir so, als wäre das doch der Fall.

Maren Urner: Ja, das ist das Paradox. Das liegt an den Geschichten, die wir uns im Rahmen dieser „Geld-gleich-Glück-Fantasie“ fast immer und überall erzählen. Sie durchziehen die gesamte Gesellschaft – sei es in Kinderbüchern, Hollywood-Filmen, Büchern oder Nachrichten. Natürlich braucht es eine gewisse finanzielle Absicherung, um unsere Grundbedürfnisse zu stillen. Aber dann, wenn ich nicht mehr jeden Tag darüber nachdenken muss, wo ich schlafe und wie ich satt werden soll, bedeutet ein Zuwachs an Geld nur noch einen minimalen Zuwachs an Glücksempfinden. Trotzdem erzählen wir uns immer wieder, dass es auf die Rolex am Handgelenk oder den Sportwagen ankommt, mit dem wir auch unbedingt durch die Stadt flitzen wollen.

herCAREER: Es geht also um Statussymbole, die wir uns mit Geld erkaufen wollen. Wie sieht es denn mit beruflichem Status und Erfolg aus – inwiefern macht das glücklich?

Maren Urner: Es gibt Statussymbole, die mit Geld einhergehen, und solche, die immaterieller Art sind, wie zum Beispiel Jobtitel oder akademische Titel. Wir haben einen Wettbewerb daraus gemacht, sie zu erlangen und versuchen uns darin zu übertreffen. Wenn wir nur diesen Statussymbolen hinterherrennen, weil wir sie vermeintlich als Erreichen eines Glückszustands missverstehen, kann es sogar sein, dass wir eher unser Unglück mehren.

Natürlich ist Glück selbst eine Frage der Definition. Nehmen wir das Beispiel von Glück als Lebenszufriedenheit, die wir etwa erlangen, wenn wir einer erfüllenden beruflichen Tätigkeit nachgehen. Gerade im pflegerischen Bereich, wenn wir anderen Menschen helfen, geht das trotz anstrengendem Arbeitsalltag häufig mit einer hohen Lebenszufriedenheit aufgrund einer sinnhaften Tätigkeit einher. Unser Körper schüttet dabei Belohnungs- und Glückshormone aus, die unser Immunsystem stärken. Anderen zu helfen ist ein wichtiger sozialer Kit. Menschen sind nicht deshalb so erfolgreich auf diesem Planeten, weil sie besonders scharfe Zähne haben oder schnell rennen können, sondern weil sie in der Lage sind, zu kollaborieren. Dass helfende Tätigkeiten durch Glücksgefühle belohnt werden, ist evolutionsbiologisch gesehen ein Überlebensmechanismus.

herCAREER: Beinhaltet dieses Denken nicht auch die Gefahr der Ausbeutung? Sonst hieße das ja, Krankenschwestern und Krankenpfleger dürfen froh sein, dass sie helfen dürfen – auf Geld kommt es doch nicht an…

Maren Urner: Natürlich sollten entsprechende Tätigkeiten angemessen entlohnt werden, sodass sich niemand Sorgen um die eigene Existenz machen muss. Das Paradox liegt ja woanders: Wir haben uns einen Zustand erschaffen, in dem Banker ein höheres Ansehen genießen und mehr Statussymbole erhalten als Menschen in pflegerischen, sozialen und karitativen Berufen. Das hat viel damit zu tun, welches Geschlecht Berufsvertreterinnen und -vertreter haben.

Die gesellschaftlichen und biologischen Belohnungssysteme sind auch deshalb wichtig, weil sie mit den eben genannten Geschichten, die wir uns erzählen, in Verbindung stehen. Studien mit Kindern zeigen beispielsweise, dass sie die Lust an Dingen verlieren, für die sie bei guter Ausführung eine Belohnung bekommen. Sinnstiftung wirkt viel nachhaltiger. Doch in den Medien erzählen wir uns weiter die Geschichte, dass wir es „geschafft“ haben, wenn wir einen bestimmten Kontostand erreichen. Wir bekommen die vermeintlich glückliche Welt der „Reichen“ angepriesen. Dabei wissen wir aus zahlreichen Studien, dass ein Lottogewinn oder hohe Gehälter uns nur kurz Glücksgefühle bescheren. Dann gewöhnen wir uns daran, wie an alles andere auch und sind nicht glücklicher als vorher.

herCAREER: Auch deshalb, weil man dann ja eigentlich nur noch verlieren kann …

Maren Urner: Ja, genau. Wir wissen aus der Anreizforschung, dass die Angst vor Verlust ein starker Treiber ist. Jeder Verlust wiegt ungefähr doppelt so stark wie ein gleichwertiger Gewinn. Auf Negatives reagieren wir stärker als auf Positives. Das sind wir ganz Steinzeittier: In Krisen treibt uns die Angst in die Flucht oder den Kampf.

herCAREER: Auch wenn es um große gesellschaftliche Veränderungen geht, ist die Angst vor Verlust groß, Stichwort Gender-Debatte. Wie lässt sich das positiv wenden?

Maren Urner: Da habe ich einen Lieblingssatz, den ich häufig in Bezug auf die Klimakrise verwende, der sich aber auch auf Gleichstellung münzen lässt: Diversity muss die Party in der Stadt sein, die ausverkauft ist. Das Tolle ist ja: Wir wissen aus ganz vielen Studien, dass gemischtgeschlechtliche Teams ein höheres kreatives Potential haben und bessere Entscheidungen treffen als Monokulturen. In Gesellschaften, die egalitär sind, kommen die Menschen besser mit Krisen klar, werden älter und sind glücklicher. Mehr geht nicht an Beweislage. Doch ein solches System gefährdet natürlich die Macht einiger aktuell Mächtigen. Deshalb kommt es zu Hetzkampagnen gegen Frauen, die in bisherigen Männerdomänen erfolgreich sind – sei es in der Politik, in der Wirtschaft oder im Sport.

herCAREER: Was muss denn dann noch passieren, damit wir die Veränderung ernst nehmen, wenn die Forschungslage so klar ist?

Maren Urner: Wir brauchen ein Reframing, so dass wir Diversity selbst als Gewinn verstehen. Letztlich haben wir wie bei allen vermeintlichen Dauerkrisen die Wahl zwischen „Change by Design“ oder „Change by Desaster“. Das häufig praktizierte „statische Denken“ – also das Gegenteil vom „dynamischen Denken“ – wird uns mittel- bis langfristig vor die Wand fahren lassen. Wir müssen den Drang unseres Hirns kurzfristig zu denken verstehen und dann überwinden. Auch dabei gilt wieder: Wenn wir gestresst und ängstlich sind, treffen wir kurzfristige Entscheidungen. Deshalb sind Momente der Ruhe und Muße sowie das Gefühl von Sicherheit extrem wichtig, um neues Denken zuzulassen.

herCAREER: Wir sprechen oft davon, dass wir einmal abschalten müssen. Was würdest Du dabei empfehlen?

Maren Urner: Unser Gehirn abzuschalten, kann nicht funktionieren. Dann wären wir tot. Stattdessen sollten wir öfters umschalten. Dafür kann es beispielsweise sinnvoll sein zu hinterfragen, wie wir unsere technischen Geräte nutzen. Umschalten kann bedeuten, sich zu überlegen, wann wir die Informationsflut unterbrechen und uns bewusst anderen Dingen widmen. Dafür können wir bestimmte Zeiten reservieren und Routinen aufbauen. Nur so können wir einen anderen Modus praktizieren. Aus der Psychologie wissen wir, dass Ruhephasen, Sport und Zeit mit anderen Menschen uns helfen, Dinge zu verarbeiten. Eine ganz wichtige Rolle spielt auch der Schlaf. Er ist kein notwendiges Übel, sondern ein Prozess, bei dem wir Erlebtes im Gedächtnis abspeichern und sortieren.

herCAREER: Gerade im Topmanagement wurde zumindest in der Vergangenheit ja gerne damit geprahlt, dass man mit wenig Schlaf auskommt…

Maren Urner: Ja, das hört man – vor allem in Deutschland – auch heute noch. Da prahlen Führungskräfte damit, dass ihnen vier oder fünf Stunden Schlaf reichen. Sie sehen es als ein Symbol von Stärke. Wieder ein Beispiel dafür, dass wir andere Geschichten brauchen. Denn die Rechnung geht einfach vorne und hinten nicht auf. Wenn Politiker:innen bis früh in die Nacht in Konferenzen sitzen, können sie keine guten Entscheidungen mehr treffen. So steigt beispielsweise ihre Risikobereitschaft, weil unser Gehirn unter Schlafmangel wie alkoholisiert ist.

herCAREER: Noch einmal zum Thema Diversity: Gerade erleben wir ja auch eine sehr harte Diskussion darüber, inwiefern wir in den Medien gendern sollten. Wie denkst Du darüber?

Maren Urner: Da können wir statisches Denken und konkrete Verlustängste auf dem Silbertablett beobachten. Wenn Menschen mit Sprache experimentieren, sehen sich andere in ihrer Weltsicht bedroht. Und in Bedrohungssituationen schalten wir auf Abwehr. Wenn jemand unser Weltbild angreift, gehen wir reflexartig in den Verteidigungsmodus. Da springt unser sogenanntes psychologisches Immunsystem an. Deshalb ist es so wichtig, über die dahinterliegenden Gründe zu sprechen: Warum fühlen sich Menschen dadurch angegriffen? Da sind wir dann schnell beim Thema Emotionen, die leider häufig immer noch als etwas Weibliches gelten und als etwas Schwaches abgestempelt werden.

herCAREER: Nützen oder schaden Emotionen also dem Thema Diversity?

Maren Urner: Die vermeintliche Dichotomie zwischen emotional und rational gibt es nicht. Das sehen wir so herrlich an dieser Gender-Debatte: Alles, was einen Wert für Menschen hat, kann man rational erklären und argumentieren, warum es gut oder schlecht ist. Argumente basieren immer auf Emotionen. Ich kann etwas nur dann einen Wert zuordnen, wenn ich emotional etwas damit verbinde. Wir wissen aus zahlreichen Studien, dass Menschen, bei denen die Gehirnregionen zerstört sind, in denen wir Emotionen verarbeiten, nicht mehr handlungsfähig sind. Sie können keine Entscheidungen mehr treffen, weil sie keine Vorlieben haben. Wir müssen also mehr über unsere Emotionen und Werte sprechen – ganz einfach, weil sie die Basis unserer Entscheidungen und damit unsere Lebensgrundlage sind. Das gilt natürlich auch für Diversity-Themen.

herCAREER: Eines Deiner Spielfelder ist der Journalismus. Da geht es ja eigentlich um möglichst große Objektivität. Welche Rolle spielen denn Emotionen dabei?

Maren Urner: Eine große, denn die Wertvorstellungen von Journalist:innen prägen alles, worüber sie berichten. Über die größte Herausforderung der Menschheit, also die Klimakrise, wird viel zu wenig berichtet beziehungsweise mit der stattfindenden Berichterstattung von den echten Veränderungsthemen abgelenkt. Angesichts der Vielschichtigkeit des Themas kochen wir lieber Marmelade ein und trennen den Müll. Aber das ist nur Schönfärberei und reicht nicht. Bei Perspective Daily arbeiten die Autoren nach dem Prinzip des konstruktiven Journalismus, der immer die Frage: „Was jetzt?“ in den Fokus stellt. Der lösungsorientierte Blick ermöglicht eine andere Denkweise und damit eine andere Art der Berichterstattung, die ein vollständigeres Bild der Welt liefert und Menschen nicht hoffnungslos zurücklässt.

herCAREER: Dann kamst Du also auf die Idee ein Magazin zu gründen, um andere Geschichten zu erzählen. Oder wie war das genau?

Maren Urner: Die Story begann am Küchentisch. Mein Mitgründer Han Langeslag und ich haben uns als Neurowissenschaftler gefragt: Woher bekommen wir eigentlich unsere Informationen, die unser Weltbild prägen, wenn wir Schule und Ausbildung oder Studium hinter uns haben? Aus den Medien. Angesichts der fehlenden Lösungsorientierung in den Medien und der Gesellschaft haben wir uns dann gefragt: Was könnten wir dazu beitragen, um das Narrativ zu ändern? So war die Idee nicht weit, ein Online-Magazin zu gründen, das konstruktiv und lösungsorientiert berichtet.

herCAREER: Von der Idee zur Umsetzung ist es aber doch oft ein weiter Weg bei einer Gründung…

Maren Urner: Ja, wir haben uns zuerst angeschaut, ob es sinnvoller wäre, in bestehende Medienhäuser reinzugehen. Bei jeder Entscheidung sind wir immer lösungsorientiert vorgegangen. Wir haben uns international ähnliche Projekte angeschaut, um von deren Fehlern und Erfahrungen zu lernen. Dabei haben wir viele intellektuelle Unterstützer:innen gefunden. Um das Ganze zu finanzieren, haben wir eine große Crowdfunding-Kampagne aufgesetzt und konnten gut 500.000 Euro einsammeln, um das erste Jahr zu finanzieren.

herCAREER: Klingt nach einer guten Erfolgsstory. War das tatsächlich so einfach?

Maren Urner: Zu gründen ist nie ein „Walk in the Park“. Die Menschen, die ein Unternehmen gestalten, sind die wichtigste Zutat. Sie brauchen eine gute Ausdauer und müssen sich einbringen wollen mit Zeit, Ideen und Gedanken. Dabei gilt es immer die Balance zwischen Einsatz und Aufopferung zu wahren. Als Gründerin muss ich zu 100 Prozent von der eigenen Idee überzeugt sein und bereit sein, neue Erfahrungen zu sammeln und immer wieder neu zu justieren. „Dynamisches Denken“ in der Anwendung sozusagen! Uns haben sehr viele Menschen helfen wollen und dann wurde unsere Idee medienwirksam verbreitet. Wir konnten sie durch einige Talkshows der Nation tragen.

Nur so wurde das Crowdfunding mit mehr als 12.000 Unterstützer:innen erfolgreich. In der Planungsphase hatten wir ein Gründerstipendium, das uns ein Jahr lang unseren Lebensunterhalt gesichert hat, so dass wir uns auf die inhaltliche Arbeit fokussieren konnten. Ausprobieren, machen, zeigen – am besten sind Menschen, wenn sie involviert sind und einen Sinn in dem sehen, was sie tun.

herCAREER: Du hast die Fehler angesprochen, die andere gemacht haben und von denen Ihr gelernt habt. Habt Ihr trotzdem auch Fehler gemacht?

Maren Urner: Oh ja, ganz viele! Ich weiß gar nicht, wo ich da anfangen soll. Wer etwas Eigenes auf die Beine stellen will, landet immer wieder in Sackgassen oder versucht irgendwo in großer Höhe eine Wendung hinzulegen, wo keine Steighaken sind.

herCAREER: Ein Beispiel?

Maren Urner: Am Anfang haben wir viel auf analoge Ausspielwege und Veranstaltungen gesetzt. Bis wir gemerkt haben, dass die Kosten-Nutzen-Rechnung dabei meist nicht aufgeht. Der Aufwand übersteigt häufig den Output. Erst durch das eigene Erleben haben wir gelernt, uns auf das zu fokussieren, was uns wirklich etwas bringt und beispielsweise die Reichweite erhöht.

herCAREER: Hast Du als Gründerin – also als Frau – auch einmal Nachteile erlebt?

Maren Urner: Lange Zeit habe ich gedacht, dass Gender-Thema sei nicht relevant für mich. Ich habe mich primär als Menschen gesehen. Aber in der geteilten Rolle als Chefredakteurin und Geschäftsführerin bei Perspective Daily wurde ich immer darauf hingewiesen, dass ich eine Frau bin. Ich habe mich also eher gezwungenermaßen damit auseinandergesetzt. Auch jetzt bin ich oft noch die einzige Frau auf Podien. Quote hin oder her – es ist natürlich wichtig, dass Frauen und Männer sich gleichermaßen einbringen können. Es braucht mehr Plattformen und Veranstaltungen, auf denen wir das Gefühl haben, gemeinsam etwas bewirken zu können.

Wenn wir auf die Krisen der aktuellen Zeit schauen, warum sind wir da so träge? Weil sich das trotz allem so weit weg anfühlt. Wir handeln erst, wenn etwas Menschen aus unserem Umfeld betrifft, die unserer Gruppe angehören. Wir brauchen also ein neues Gruppendenken – die zweite Zutat vom „dynamischen Denken“. Wenn uns das Corona-Virus hoffentlich eines gelehrt hat, dann, dass es keine Grenzen gibt. Diese Grenzenlosigkeit sollten wir auch zwischen den Geschlechtern akzeptieren.

herCAREER: Du hast schon durch Dein erstes Buch „Schluss mit dem täglichen Weltuntergang“ einen Bestseller gelandet und wurdest plötzlich als Expertin durch die Medien gereicht. Wie ist das denn, wenn man plötzlich als Expertin so gefragt ist?

Maren Urner: Es gibt schon Tage, an denen ich denke, das ist alles eine Nummer zu groß. Was mache ich hier eigentlich? Gleichzeitig muss ich mir gut überlegen, auf welchen Bühnen und zu welchen thematischen Debatten ich mich einbringen möchte. Ich bekomme Anfragen aus ganz unterschiedlichen Bereichen und neige eher dazu, Anfragen anzunehmen als abzusagen, weil ich ein sehr neugieriger Mensch bin. Da muss ich aufpassen, mich zu fokussieren und nicht zu übernehmen Dabei ist der Abgleich mit vertrauten Menschen und Personen, die in einer ähnlichen Situation sind, extrem wichtig geworden. Das hilft mir Abgrenzung zu üben und auch einmal Stopp zu sagen.

herCAREER: Und was nun? Wie geht es bei Dir weiter?

Maren Urner: Die große Glaskugelfrage! Die ehrliche Antwort: Ich weiß es nicht! Hätte mir jemand 2013 gesagt, dass ich in drei Jahren ein Medienunternehmen gründen würde, hätte ich die Person sehr wahrscheinlich für verrückt erklärt. Ebenso, wenn mir 2017 jemand gesagt hätte, dass ich in zwei Jahren Professorin für Medienpsychologie sein würde. Ich habe das alles nicht geplant und bin auch nicht so erfolgsorientiert. Mir geht es in erster Linie um die Sache und Verantwortung. Mit einer Kombination aus Offenheit und Durchhaltevermögen tun sich immer wieder neue Wege auf. Deshalb habe ich wirklich keine Ahnung, was als nächstes bei mir kommt. Sicher wird es sich aber auch dabei um das Wofür drehen. Wenn wir die Frage annehmen, worauf es im Leben ankommt, landen wir schnell bei der nächsten: Was ist möglich, wenn wir es wirklich wollen?

Am Freitag, 17. September 2021, von 11.50 bis 12:30 Uhr spricht Maren Urner auf dem Authors-MeetUp der Messe herCAREER über ihr Buch „Raus aus der ewigen Dauerkrise: Mit dem Denken von morgen die Probleme von heute lösen“.

Bild: © Michaela Jungblut

Quelle messe.rocks GmbH

LR Health & Beauty setzt auf Wirtschaftsstandort Ahlen

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Kosmetikhersteller LR Health & Beauty und die Theodor F. Leifeld-Stiftung besiegeln Pläne für ein neues Logistikzentrum

Gemeinsam mit der Theodor F. Leifeld-Stiftung investiert das im Bereich Gesundheits- und Schönheitsprodukte tätige Unternehmen LR Health & Beauty in den Bau eines modernen Logistikzentrums mit neuester Kommissionierungs- und Versandtechnik an der Porschestraße in Ahlen, die eine neue teilautomatische Logistikanlage beinhaltet. Das gesamte Projekt wird voraussichtlich innerhalb einer 12- bis 15-monatigen Bauphase realisiert.

LR Health & Beauty und die Theodor F. Leifeld-Stiftung stellen gemeinsam die Weichen für eine nachhaltige Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Ahlen. Mit der Vertragsunterzeichnung am 20. Juli 2021 investieren beide Parteien insgesamt mehr als sieben Millionen Euro in die Errichtung eines modernen Logistikgebäudes auf dem Gelände neben der 2018 errichteten Aloe Vera Produktion. Der neue Gebäudekomplex beherbergt zukünftig eine neue Versandstraße, die mit einem automatischen Lager- und Kommissionierungssystem (AutoStore) verbunden ist.

„Mit „AutoStore“ erhöhen wir unsere Lagerkapazität um ein Vielfaches,“ erklärt Andreas Friesch, CEO und Sprecher der Geschäftsführung. „Mit dem neuen Investitionsvorhaben ‚Logistik 4.0‘ gewährleisten wir nicht nur eine deutlich schnellere Auftragsbearbeitung, sondern digitalisieren gleichzeitig unsere Prozesse in der Logistik. Die Digitalisierung ist die Antriebskraft für unseren Erfolg und ich bin stolz darauf, dass LR mit dem Projekt ‚Logistik 4.0‘ einen weiteren digitalen Meilenstein setzt.“

„AutoStore“ machts möglich:
Schnellere Logistikprozesse und mehr Lagerkapazität


Mit dem Ziel, den Logistikprozess zu beschleunigen und gleichzeitig mehr Lagerkapazität zu schaffen, setzt LR Health & Beauty auf das moderne Würfelsystem „AutoStore“ der Firma Hatteland. Die Lagerbehälter sind dabei direkt über- und nebeneinander gelagert. Über dem Lagergerüst fahren funkgesteuerte Roboter, die auf die Behälter mit den benötigten Produkten zugreifen und diese zu den Kommissionierstationen fahren. Behälter, die weiter unten gelagert sind, werden von den Robotern systematisch nach oben gezogen. Nach der Kommissionierung legen die Roboter die Lagerbehälter oben auf einem Stapel ab. Das bedeutet, weniger benutzte Produkte sinken im Würfelsystem nach unten, während umsatzstarke Produkte oben bleiben – ein höchst effektiver Lagerungsprozess, dazu mit höchster Energieeffizienz: Zehn Roboter verbrauchen lediglich so viel Strom wie ein Staubsauger.

Spannende Einblicke „Made in Ahlen“

Ein ganz besonderes Highlight für alle Besucher:innen des Produktionsstandorts in Ahlen wird der offene Übergang in die Logistik sein. LR verbindet den bereits 2018 errichteten Skywalk der Aloe Vera Produktion direkt mit dem neuen Logistikgebäude. Von dort aus können die logistischen Arbeiten der neuen Anlage betrachtet werden. In Zukunft ist damit die gesamte Prozesskette „Made in Ahlen“ – von der Produktion bis zur Versendung des fertigen Endproduktes – über den Skywalk/Übergang direkt erlebbar.

Bildunterschrift: (v.l.) Andreas Friesch (LR), Cornelia Glaser (Leifeld-Stiftung), Andreas Friesch (LR), Meinolf Wiesehöfer (Leifeld-Stiftung), Lambert Quante (Leifeld-Stiftung) und Ulrich Wiesehöfer (Leifeld-Stiftung) freuen sich auf das neue Projekt „Logistik 4.0“.

Quelle: LR Global Holding GmbH

PM-International unterstützt Betroffene und Helfer in den Hochwassergebieten

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Die PM-International AG unterstützt mit 30.000 Power Meal Riegeln der Marke FitLine Menschen in denen am stärksten vom Hochwasser betroffene Regionen in Deutschland und dem Nachbarland Belgien. 

Vertriebspartner koordinieren die Übergabe der Riegel in betroffenen Gebieten 

Vielerorts mangelt es den Menschen derzeit noch immer an den grundlegendsten Dingen wie Strom, Trinkwasser, Hygieneartikeln und Nahrungsmitteln. Dank enger Zusammenarbeit mit Vertriebspartnern der PM-International AG konnten die Power Meal Riegel schnell und unkompliziert vor Ort verteilt werden. 

Lisa Bartels-Holz aus Nohn koordinierte mit ihrem Team in der Eifel die Verteilung von 10.000 Riegeln an Einsatzkräfte und freiwillige Helfer: „Da ich zeitlich flexibel bin, hatte ich sofort die Möglichkeit vor Ort zu helfen. Die Versorgung mit den Power Meal Riegeln hat super funktioniert, wir haben diese auch an Helfer abseits der Stationen verteilt, da viele so auf das Aufräumen fixiert sind und sich kaum Zeit für eine Pause nehmen.“

Des Weiteren wurden 8.000 Riegel an Michaela Roth und ihre Familie übergeben, die im rheinlandpfälzischen Bad Neuenahr-Ahrweiler ihre Kontakte nutzten, um die Riegel zu verteilen, sowie 5.000 Riegel an Alexander Matzelberger und sein Team, die die Koordination im Berchtesgadener Land übernahmen.  

Auch die belgische Region Lüttich ist stark vom Hochwasser betroffen


 Auch belgische Regionen wie Lüttich wurden vom Hochwasser hart getroffen. Die dort ansässige Teampartnerin Elisabeth Espinho nahm weitere 7.000 Power Meal Riegel aus dem Speyerer Logistikzentrum entgegen. Sie und ihr Team sind persönlich durch das Hochwasser betroffen.  „Nächstenliebe durch menschliche Hilfe ist eine Stärke von PM. 7.000 Riegel wurden in weniger als 24 Stunden nach Belgien versendet, damit Helfer und Betroffene eine Mahlzeit haben.“, so Elisabeth Espinho.                                                                             

PM-International engagiert sich in akuten Krisensituationen


Die kalorienreichen Power Meal Energieriegel hat das Unternehmen eigens entwickelt, um in Notsituationen schnell und unkompliziert Hilfe zu leisten. Unter anderem wurden sie vor einigen Jahren auch an Krisenhelfer bei den Erdbeben in Italien und Nepal gespendet.

Im vergangenen Jahr stellte das Unternehmen mit seiner wohltätigen Stiftung PM We Care eine Spendensumme von 1 Million Euro zur Bewältigung der Coronavirus-Pandemie bereit. Die Geld- und Sachspenden im Rahmen der Initiative „PM hilft“ gingen an Hilfsprojekte in stark betroffenen Regionen rund um die Standorte des Unternehmens in Speyer und Luxemburg.

Quelle PM-International AG

Instagram Influencer vor dem BGH

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Influencer

Instagram Influencer heute vor dem BGH: Wann müssen Postings als Werbung markiert werden?

Influencer erreichen in den sozialen Medien Millionen Menschen, entsprechend häufig gibt es Streit um die Kennzeichnungspflicht ihrer Postings als Werbung. Der BGH hat nun in gleich drei prominenten Fällen die Chance, eine enorm relevante Fragestellung für Influencerinnen und Influencer zu klären. Kern der Verhandlungen sind sogenannte „Tap Tags“. Der Kölner Medienrechtler Christian Solmecke klärt auf:
 
„Der Bundesgerichtshof (BGH) verhandelt heute über die elementare und bislang nicht höchstrichterlich entschiedene Frage, ob sogenannte Tap Tags auf Instagram Werbung darstellen. Dabei handelt es sich um zunächst verborgene Verlinkungen (Tags) auf Instagram-Posts. Die Verlinkungen werden erst eingeblendet, wenn Nutzerinnen und Nutzer auf das entsprechende Posting klicken (Tap). Verlinkt werden zumeist auf den Fotos erkennbare bekannte Markenprodukte, für die aber keine unmittelbare Gegenleistung von der benannten Firma erbracht wurde, also mithin um von der Influencerin selbsterworbene Produkte. Mittels solcher Tap Tags kann der Influencer auf Instagram Accounts von Dritten verlinken und Nutzerinnen und Nutzer durch einen zweiten Klick bzw. Tap innerhalb von Instagram weiterleiten.“
 
Die aktuellen Verhandlungen betreffen die drei bundesweit bekannten Influencerinnen Cathy Hummels (BGH, I ZR 126/20), Leonie Hanne (BGH, Az. I ZR 125/20) und Luisa Maxime Huss (BGH, Az. I ZR 90/20). Kläger in allen drei Verfahren ist der berüchtigte Verband Sozialer Wettbewerb e.V. (VSW), dessen zahlreiche Abmahnungen wegen angeblicher Schleichwerbung auf Instagram-Accounts in den Jahren 2017 und 2018 als sog. „Abmahngate“ bekannt wurden. Seither sind in Sachen Influencer-Marketing zahlreiche unterschiedliche gerichtliche Entscheidungen ergangen. Während der klagende Verein vorm Oberlandesgericht (OLG) Braunschweig gegen Huss Erfolg hatte, entschied das OLG Hamburg zugunsten Hannes und das OLG München zugunsten von Cathy Hummels. Der BGH muss nun klären, ob die Nutzung sog. Tab Tabs als Werbung gekennzeichnet werden muss.
 
Rechtsanwalt Christian Solmecke: „Als Faustformel bei Werbekennzeichnungen gilt zunächst einmal grundsätzlich: Wer Werbung betreibt, der muss dies auch als Werbung kennzeichnen. Somit sind Postings grundsätzlich immer dann als unzulässige Schleichwerbung einzustufen, wenn redaktionelle Texte und Werbung nicht hinreichend deutlich voneinander abgegrenzt werden. Für Influencer bedeutet dies, dass das jeweilige Werbeposting nicht als bloßer redaktioneller Inhalt dargestellt werden darf, sondern es für den Nutzer eindeutig erkennbar sein muss, dass es sich hierbei um Werbung handelt. Mit den Tap Tags indes wird zurzeit aber rechtliches Neuland betreten.“
 
Dazu Rechtsanwalt Christian Solmecke: „Auch ohne eine Gegenleistung erhalten zu haben, erhoffen sich Influencerinnen und Influencer womöglich von einer Marken-Verlinkung, dass sich dadurch künftig eventuell eine entsprechende Kooperation mit dem verlinkten Unternehmen ergibt. Vielleicht will man sich aber auch ‚nur‘ vernetzen oder die eigene Sichtbarkeit erhöhen. Unlautere Werbung liegt meiner Auffassung jedenfalls aber nur dann vor, wenn tatsächlich eine direkte Gegenleistung erbracht wurde und dies für Nutzerinnen und Nutzer nicht kenntlich ist. Postings, die vorrangig der Information der Nutzerinnen und Nutzer sowie der Meinungsbildung dienen, und für die keine Gegenleistung entgegengenommen wird, sind deshalb keine Werbung. Würden diese Postings aber dennoch als Werbung gekennzeichnet, könnten Nutzerinnen und Nutzer tatsächliche Werbung nur noch schwer erkennen.“
 
Solmecke weiter: „Deshalb ist es sehr erfreulich, dass seit dem 20. Januar ein Regierungsentwurf existiert, der den für solche Sachverhalte bislang vorrangig anwendbaren § 5a Abs. 6 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) durch einen neuen Absatz 4 ab 2022 ersetzen soll. Ab dem kommenden Jahr soll keine Schleichwerbung vorliegen, wenn der Handelnde zwar zugunsten eines anderen Unternehmens tätig wird, aber kein Entgelt oder eine ähnliche Gegenleistung dafür erhält. Durch dieses Gesetz soll vermieden werden, dass Influencerinnen und Influencer grundsätzlich alle Postings als Werbung kennzeichnen. So sollen Verbraucher bezahlte Werbung künftig klar erkennen.“
 
Der BGH hat nun die Möglichkeit, dem Gesetzgeber zuvorzukommen und schon durch ein Grundsatzurteil die erwünschte Rechtsklarheit herbeiführen. Für eine einheitliche Rechtsordnung ist zu erwarten, dass der BGH auf einer Linie mit dem neuen Gesetzesentwurf entscheidet und die Klagen gegen die Influencerinnen abweist“, stellt Rechtsanwalt Solmecke abschließend fest.“

Foto/Quelle: WILDE BEUGER SOLMECKE

Pflichttermin nicht nur für Harry-Potter-Fans

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ComicCon 2019

Stars aus Film und Fernsehen, Comics, Cosplay, Spiele und Auktionen zu Gast auf der Comic Con Stuttgart am 27. und 28. November 2021 

Wenn Telefondrähte aufgrund von Kartenwünschen glühen, CosplayerInnen prüfend ihre Garderoben durchgehen und jetzt schon die ersten Akkreditierungswünsche für eine Messe im Herbst eintreffen, dann ist schnell klar: es geht um die Comic Con (CCON) Stuttgart, den Treffpunkt für alle Fans, die sich für populäre Genres wie Fantasy, Horror, Science-Fiction oder Comics interessieren sowie auf Filme, Anime oder Fernsehserien stehen. Zahllose CosplayerInnen nutzen die CCON für Auftritte in originellen oder originalen Kostümen von SuperheldInnen, Manga-Heroen oder Fantasy-Charakteren – Hauptsache, alles selbst geschneidert.

Am Wochenende 27. und 28. November 2021 ist es wieder soweit, wenn Tausende von Aficionados auf Stargäste treffen, die an den Veranstaltungstagen ihren Fans Rede und Antwort stehen. Sie erzählen von aktuellen Projekten und die Messegäste haben die Chance, persönliche Fragen zu stellen oder sich mit ihren Idolen fotografieren zu lassen. Und im Ausstellungsbereich lassen sich die die neuesten Comics, bekannte Zeichner und spannende Brettspiele entdecken. Ausgefallene Cosplays, interessante Blicke hinter die Kulissen und ungeahnte Überraschungen runden das farbenprächtige Spektakel ab. „Hier kommen alle die Elemente zusammen, die eine Comic Convention so einzigartig machen“, sagt Dirk Bartholomä, Geschäftsführer der Comic Con Germany GmbH. 

Lego-Kreationen von Schwabenstein und Brick Moon 

Bisher haben sich bereits 60 HändlerInnen und mehr als 200 Zeichnerinnen und Zeichner angemeldet und auf die Lego-Ausstellung der Spezialisten von Schwabenstein kann man sich schon jetzt als eine der Attraktionen freuen. Dazu zählen auch die faszinierenden Lego-Eigenkreationen aus der Star Wars-Galaxis, die Brick Moon in einer beeindruckenden Ausstellung präsentiert. Zum Beispiel aus der Star Wars-Saga Anakin Skywalkers Podracer (96 x 36 x 14 Zentimeter) mit insgesamt 3267 Teilen und einer Bauzeit von rund acht Stunden. Ein weiteres Highlight aus dieser weit entfernten Galaxis ist das T-6-Shuttle (60 x 37 x 16 Zentimeter). Es entstand aus 3367 Teilen und erforderte stolze 24 Stunden bis alles fertig war. Beide Modelle wurden von „BrickBob“ entworfen und überzeugen durch die liebevollen Details. 

Neben einer großen Harry-Potter-Ausstellung sowie dem Harry-Potter-Fotopoint kommen auch viele SchauspielerInnen aus den Harry-Potter-Filmen nach Stuttgart. Darunter Evanna Lynch, die für ihre Darstellung in „Harry Potter und der Halbblutprinz“ 2009 einen „Scream Award“ als beste Nebendarstellerin einheimste. Oder Devon Murray, der in allen acht Harry Potter-Filmen in die Rolle des Mitschülers Seamus Finnigan schlüpfte. Bonnie Wright spielte sich als Ginny, dem jüngsten Mitglied aus dem Weasley-Clan, schnell in die Herzen der Fans und spätestens in „Harry Potter und der Halbblutprinz“ auch in das von Harry höchstpersönlich. Da darf Mark Williams in die Rolle des rührigen Familienvaters Arthur Weasley nicht fehlen und die Potter-Fans werden gespannt sein, welche zauberhaften Geschichten der Dad von Ron Weasley & Co. zum Besten geben wird. 

Hauptdarsteller der Netflix-Serie „Shadow & Bone“ freuen sich auf ihre Fans 

Nervenkitzel pur versprechen mehrere DarstellerInnen aus der brandaktuellen Netflix-Serie „Shadow & Bone“. Die Legenden der Grisha ist eine US-amerikanische Fantasy-Serie, die am 23. April 2021 ihre Premiere feierte. Sie basiert auf der Grisha-Trilogie und der Krähen-Dilogie von Leigh Bardugo. Für begeisterte Shadow and Bone-Fans und natürlich alle, die es noch werden wollen, wird die Comic Con Stuttgart zum perfekten Happening, denn mit Amita Suman gibt sich eine der Hauptdarstellerinnen die Ehre. Die nepalesisch-britische Schauspielerin mimt das Phantom „Inej Ghafa“, ein Mitglied der Dregs. Als Topact kommt Kit Young, der Charakter des Jesper Fahey verkörpert, nach Stuttgart.

Mit Archie Renaux erweitert sich die Shadow and Bone-Darstellerriege um einen weiteren populären Vertreter. Der in London aufgewachsene Schauspieler ist in der Hauptrolle des Fährtenlesers Malyen Oretsev zu sehen. Jessie Mei Li, aufstrebender Star in der britischen Schauspiellandschaft, spielt in der angesagten Fantasy-Serie die Hauptrolle der Alina Starkov. Basierend auf Bardugos Romanen folgen die Fantasy-Fans der Soldatin (Jessie), die eine magische Kraft entdeckt, während sich finstere Mächte gegen sie verschwören. Und schließlich stattet Danielle Galligan als „Entherzerin“ aus Shadow and Bone der CCON einen Besuch ab. Die in Irland geborene Schauspielerin war in der letzten Staffel von Game Of Thrones als Sarra zu sehen, bevor sie im jetzt erschaffenen Fantasy-Universum die Rolle von Nina Zenik übernahm. 

CCON – Comic Con Stuttgart 

Die CCON Stuttgart findet am Samstag und Sonntag, 27. und 28. November 2021, zum fünften Mal statt. Auf dem Stuttgarter Messegelände erwarten nationale und internationale Comic-Verlage, Comic-ZeichnerInnen, CosplayerInnen, Hollywood-Stars, Ausstellungen, Walking Acts, Filmprops (Requisiten), Audiobooks sowie ein großer Händlerbereich die BesucherInnen. Der Veranstalter der CCON ist bereits seit 1992 auf dem deutschen Markt tätig, unter anderem mit den bekannten Events FedCon und RingCon – Conventions zu den Themen Science-Fiction und Fantasy.

Weitere Informationen unter www.comiccon.de

Bildnachweis – Foto: Messe Stuttgart

Quelle Landesmesse Stuttgart GmbH

Mehr als ein Jubiläum: 15 Jahre Bewegtbild-Experten

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deichblick

Bremer Agentur Deichblick erweitert Geschäftsführerteam und wird zur GmbH

Filmproduktion, Videomarketing und Social Media Content Creation – dafür stehen die Bremer Spezialisten für Bewegtbild Deichblick. 2006 gründeten Björn Upadek und Claas Premke die Agentur als Gesellschaft bürgerlichen Rechts. Seitdem betreute das Team über 250 Kunden – darunter nationale als auch internationale Marken wie Polaroid und Daimler. Aber auch Firmen aus dem regionalen Mittelstand und öffentliche Auftraggeber finden sich unter den Kunden: DMK Deutsches Milchkontor, Fraunhofer IFAM und die Bremische Volksbank sowie die SKUMS Bremen und das Standort-Marketing Berlin. Die Agentur hat ihren Hauptwohnsitz im Kreativhaus „Alte Schnapsfabrik“ in der Bremer Neustadt und ist seit 2016 zusätzlich mit einer Außenstelle in Berlin vertreten. Deichblick beschäftigt derzeit acht feste und zehn feste freie Mitarbeitende.

Zum 15-jährigen Jubiläum im Juli dieses Jahres erweitern die Gründer Upadek und Premke ihr Führungsteam. Gleichzeitig wird die einstige Personengesellschaft in eine GmbH umgewandelt. Als geschäftsführender Gesellschafter neu dabei: Joshua Hartmann. Er arbeitet seit drei Jahren bei Deichblick und war bislang in der Konzeption, im Schnitt, im Motion-Design und als Kameramann für die Agentur tätig. „Als neuer Teil des Führungsteams möchte ich den Bereich Video Content Marketing weiter ausbauen und auf den Social-Media-Kanälen das volle Potenzial des produzierten Contents ausschöpfen. So wollen wir dem Anspruch unserer Kunden an einen messbaren digitalen Auftritt und messbares Arbeitgebermarketing noch gerechter werden“, sagt der 30-Jährige. „Wir freuen uns, mit Joshua Hartmann einen digitalen Experten sowie kreativen und kundenorientierten Sparringspartner auf Geschäftsführerebene zu gewinnen, der die Zukunft von Deichblick aktiv mitgestaltet“, ergänzt Deichblick-Gründer Upadek.

Da die Agentur im ersten und zweiten Quartal 2021 zehn neue Kunden gewinnen konnte, ist das Team auf der Suche nach Verstärkung in allen Produktionsbereichen. „Wir möchten unsere Position als leistungsfähiger Partner in den Bereichen Videomarketing und Employer Branding ausbauen. Dafür brauchen wir weitere kreative Köpfe, die unser Team verstärken wollen“, so Mitinhaber Premke.

Quelle DENKBAR PR & Marketing GmbH

Brajuu sichert sich Pre-Seed Finanzierung

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Brajuu Arne Bornheim

Brajuu findet mit einer machine-learning gestützten Technologie für jede Frau einfach online die perfekt passende Unterwäsche und sichert sich Pre-Seed Finanzierung.

Das Startup Brajuu kann durch ein Investment im mittleren sechsstelligen Bereich den Ausbau seiner Online-Brafitting Technologie und weiteres Wachstum finanzieren. Das Gründungsteam wird nun unterstützt durch vier erfahrene Investorinnen und Investoren, die sich als Business Angels an dem Startup beteiligt haben.

“Das Investment ermöglicht uns, unsere Technologie weiterzuentwickeln und unseren Kundinnen noch bessere Produkte und Empfehlungen zu bieten. Ein Teil des Geldes investieren wir in den Aufbau unseres eigenen Marktplatzes und Partnernetzwerks, damit wir für jeden Körper die perfekt passende Unterwäsche bieten können. Es ist an der Zeit, dass der Online-Unterwäschekauf endlich Spaß macht und wir wegkommen von unbequemen BHs und exorbitant hohen Retourenquoten. Unsere datengetriebene Technologie setzt hier neue Maßstäbe: Wir digitalisieren die BH-Beratung aus dem Fachgeschäft und verbinden sie mit dem riesigen Produktsortiment und dem bequemen Shopping-Erlebnis aus der Onlinewelt”, sagt Gründerin Melanie Wagenfort über Brajuus weitere Entwicklung und Ziele.

Das Startup hat im Rahmen des Investments eine neue Gesellschaft gegründet und seinen Standort nach Münster verlegt. Die Geschäftsführer*innen sind Melanie Wagenfort und Marco Preuß. Die ehemalige Unternehmensberaterin und der erfahrene IT-Manager verbinden mit Brajuu innovative Technologie und feminine Unterwäsche. Der Brajuu Marktplatz wird demnächst nicht nur Unterwäsche anbieten, sondern auch bei Swimwear Frauen als digitale Passformberatung unterstützen.

Bild: CoFounder Brajuu ©Arne Bornheim

Quelle Brajuu GmbH

Katharina Weichel ist neue Marketing-Direktorin bei den Tonies

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Katharina Weichel Tonies

Katharina Weichel, bisherige Markenleiterin bei fritz-kola in Hamburg, ist seit dem 1. Juli neue Marketing-Direktorin der Boxine GmbH.

Sie folgt auf Sven Vaders, der bereits Anfang des Jahres intern gewechselt ist und seitdem gemeinsam mit Christian Wilmanns das neu gegründete Innovationszentrum „Tonielab“ leitet. Weichel berichtet direkt an Lutz Möller, Managing Director GAS.

Katharina Weichel ist eine erfahrene Marketing-Expertin, die vor allem im Aufbau einer Markenstrategie sowie Entwicklung & Branding große Erfahrung vorweisen kann. Die gebürtige Ostwestfälin hat die vergangenen sechs Jahre für fritz-kola in Hamburg gearbeitet, zuletzt als Markenleiterin. Davor hat sie unter anderem in den Niederlanden und Hongkong International Marketing sowie Integrated Marketing Communication studiert. Zudem besitzt sie einen MBA von der Leuphana Universität Lüneburg und ist Jury-Mitglied von Effie Germany.

Katharina Weichel:

„Die Tonies sind in den vergangenen Jahren in rasender Geschwindigkeit zu einer der bekanntesten und beliebtesten Kinder-Marken in Deutschland aufgestiegen. Für mich ist es ein absoluter Traum, diese Entwicklung begleiten und maßgeblich beeinflussen zu dürfen. Gemeinsam mit meinem Team werden wir den Markenkern stärken und um neue Facetten erweitern.“

Lutz Möller, Managing Director Gas:

„Ich freue mich sehr, dass wir Katharina von den Tonies und ihrer neuen Aufgabe überzeugen konnten. Sie hat in der Vergangenheit bewiesen, wie man Marken aufbaut und weiterentwickelt und gleichzeitig eine klare Haltung formuliert. Damit passt sie perfekt zu uns, denn auch wir versuchen mit unseren Produkten die Welt ein Stück besser zu machen. Gleichzeitig ist Katharina eine großartige Persönlichkeit und ich freue mich schon auf die weitere Zusammenarbeit mit ihr.“

Quelle Boxine GmbH

BoshiBotties: Da wird ein Schuh draus!

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BoshiBottie

Innovative Schuhsohlen für DIY-Schuhe erobern den Handarbeitsmarkt. Der Pforzheimer Newcomer „Mabottie“ kooperiert mit dem Trendsetter „myboshi“: Der BoshiBottie macht den Sommer perfekt.

Häkeln liegt wieder voll im Trend. In der Regel entstehen dabei Mützen, Schals und warme Socken. Warum nicht auch Schuhe selber machen? Am besten welche, die man auch auf der Straße anziehen kann?

Isabelle Possehl, Jungunternehmerin und Designerin aus Pforzheim, wagte sich an dieses schwierige Thema und erkannte schnell: Der Schuh scheitert meistens an der Sohle. Also wurde sie erfinderisch und brachte 2017 die erste DIY-Schuhsohle auf den Markt, die schadstofffrei, 100 Prozent recycelbar, wasserdicht, ultraflexibel und mega stylish ist. Ihre patentierten Botties-Sohlen lassen sich nach Lust, Laune und Saison immer wieder neu gestalten und machen auch auf der Straße eine gute Figur. Die sehr robuste, langlebige Sohle ist wiederverwendbar und trifft damit voll den Trend der Slow-Fashion. Gefertigt wird die DIY-Sohle im Kraichgau, ist also Made in Germany. „Das ist mir wichtig“, betont Possehl, „denn gerade im Corona-Jahr haben wir gemerkt, dass weltweite Lieferketten schnell unterbrochen werden können.“

Ihr innovatives Unternehmen mabottie hat sich in den letzten Jahren zu einem vielversprechenden Handarbeits-Newcomer in Deutschland entwickelt:

Mittlerweile sind Botties-Produkte bei allen großen Händlern gelistet und im Mai 2021 ist die MEZ Crafts Group als Teilhaberin in das Pforzheimer Start-up mit eingestiegen. Damit hat Possehl nun den führenden Hersteller für Handarbeitsprodukte an ihrer Seite. „Wir sind ganz aus dem Häuschen und blicken hochmotiviert in die Zukunft“, freut sich die dreifache Mutter. Erste Verkäufe in Japan, den USA oder Spanien laufen gerade an. Auch dort sind die leicht zu bearbeitenden Sohlen eine echte Neuheit auf dem Markt.

Dass junge Handarbeitsunternehmen einen regelrechten Hype auslösen können, ist vielen noch von myboshi bekannt. Das Do-It-Yourself Start-up wurde 2009 von zwei Studenten gegründet, die in Japan ihre Freude am Häkeln entdeckten und kurzerhand das Mützenlabel myboshi ins Leben riefen. Sie weckten damals die Handarbeitsbranche aus dem Dornröschenschlaf und lösten mit ihren bunten Häkelmützen einen Kult aus. Inzwischen hat myboshi den Sprung aus den Startup-Schuhen geschafft und ist ein Technologieunternehmen, das anhand von Datenanalysen Trends im Kreativbereich erkennt. Das Produktportfolio ist breit gestreut mit vielen innovativen Ideen von Wolle über Naturfarben bis hin zu Makrameegarnen.

Myboshi und mabottie sind zwei junge Unternehmen, die ähnliche Zielgruppen ansprechen:

Junge, kreative Menschen, die das Handarbeiten neu für sich entdecken. Um die gemeinsamen Stärken zu nutzen, kooperiert mabottie in diesem Sommer mit dem oberfränkischen myboshi. Zusammen wurde der BoshiBottie entwickelt, ein straßentauglicher Sommerslipper.

Die lässigen BoshiBotties sind im Handumdrehen fertig, versprechen die beiden Ideengeber:

Etwa eine Stunde Häkelzeit braucht es pro Schuh. Gehäkelt wird der Slipper im angesagten Streifenlook aus der veganen Sommerwolle myboshi No. 2. Diese besteht zu 100 Prozent aus Naturfasern und bietet alles, was man sich von einem modernen Sommergarn wünscht: Sie ist wärmeregulierend, atmungsaktiv, hautverträglich, bei 60 Grad waschbar und zertifiziert nach dem OEKO-TEX Standard 100 für schadstoffgeprüfte Textilien.

Die Anleitung für den Unisex-Slipper sowie alles, was man braucht, um sofort loszulegen, werden in einem praktischen „All-inclusive-Kit“ geliefert. Bestellt werden kann es über den Botties-Webshop. Wahlweise mit passenden myboshi- oder Botties-Labels.

Und das Beste: Im Winter lassen sich die Sohlen einfach zum Hausschuh umfunktionieren. Passende Schnitte und Anleitungen dazu können auf der Botties-Website gratis heruntergeladen werden. Damit sind Botties-Sohlen definitiv eine überzeugende Neuheit, an der Handarbeitsfans lange ihre Freude haben.

Quelle mabottie GmbH

App „Mozaik“ aus dem Allgäu bekommt hohe sechsstellige Seed-Finanzierung

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mozaik

Das Allgäuer Tech-Startup Picture Framing GmbH konnte renommierte Investoren für die Weiterentwicklung und Skalierung seiner App Mozaik gewinnen. Mit Mozaik lassen sich schnell und einfach Business Videos mit dem Smartphone erstellen. Die Picture Framing GmbH ist Teil des Förderprogramms von Allgäu Digital.

Unter den Investoren finden sich mit Bayern Kapital, der Müller-Medien Unternehmensfamilie und einem erfahrenen Business Angel starke Partner für die weitere Skalierung des Produkts. BayStartUp hat das Team in den letzten Monaten bis zur Finanzierung eng begleitet.

Die Mittel aus der aktuellen Finanzierungsrunde plant Picture Framing in die Produktweiterentwicklung und das Unternehmenswachstum zu investieren.

„Unser Ziel ist es, jedem Unternehmen – vom kleinen Handwerksbetrieb bis zum großen Konzern – die Möglichkeit zu geben, Videos einfach und schnell für die Kommunikation zu erstellen!“ antwortet Mitgründer Neele Maarten de Vries, auf die Frage nach der Motivation des Teams.

Das nötige Kapital hat das junge Unternehmen mit Bürostandorten bei Allgäu Digital in Kempten und im Nürnberger Zollhof nun erhalten. Mit mehreren tausenden registrierten Nutzern und namhaften KMUs und Großunternehmen als Kunden hat die Software gezeigt, dass viele Firmen nach Lösungen suchen, um schnell, einfach und günstig Unternehmensvideos zu erstellen. Die positive Resonanz der Nutzer und das skalierbare Geschäftsmodell haben auch die jetzigen Investoren überzeugt.

Die Corona Krise hat das Thema Videos verstärkt auf die Tagesordnung aller Unternehmen gebracht: Von Vorstellungsvideos neuer Remote-Mitarbeiter, über Interviewvideos mit Kunden bis hin zu Erklärvideos zum Aufzeigen neuer Prozesse und Produkte. Die Nutzer der Mozaik-App haben kreative Wege gefunden, um auch über die Entfernung hinweg mit Hilfe von Videos zu kommunizieren. Diese Ziele werden seitens der Software unter anderem durch zahlreiche  Cloud-Funktionen, mit denen Teams standortunabhängig Videos produzieren können, unterstützt.

Auf dem Bild sind: Neele de Vries und David Knöbl (Founder und Geschäftsführer der Picture Framing GmbH) (Copyright: Picture Framing GmbH)

Quelle Allgäu Digital – Digitales Zentrum Schwaben/ Allgäu GmbH