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Neue Produktlinie für Lilienthal Berlin

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Virtuoso Collection nachhaltige Taschen von Lilienthal Berlin

Die nachhaltigen Taschen der Virtuoso Collection

Das Classic Briefcase, der Minimalist Backpack und der Essential Backpack – das sind Lilienthal Berlins drei neue klimaneutrale Taschenmodelle der Virtuoso Collection aus Recycling-Leder. Neben Armbanduhren und Sonnenbrillen erweitert das Berliner Unternehmen seine Produktpalette nun um eine dritte Accessoire-Kategorie.

„Wir freuen uns sehr, unser Repertoire an Lifestyle-Produkten mit unserer neuen nachhaltigen Taschenkollektion zu erweitern und Lilienthal so immer mehr zur Multi-Product-Brand zu entwickeln“, so Jacques Colman, Co-Gründer und -Geschäftsführer von Lilienthal Berlin. „Unser Motto dabei: Puristisches Design meets Funktionalität. Dabei war uns wichtig, dass jedes der drei Virtuoso-Modelle auf unterschiedliche Weise genutzt werden kann – in der Freizeit, im Büro oder sowohl als auch.“

Gut organisiert in der Uni oder im Büro: Das Virtuoso Classic Briefcase für die Ordnungsfans

Das Classic Briefcase besticht durch sein geradliniges und übersichtliches Design. Als klassische Aktentasche mit einem Fassungsvermögen von 9 Litern enthält sie ein großes Reißverschlussfach mit zwei Plätzen für Dokumente und einem für Laptops zwischen 13 und 17 Zoll. Für lose Habseligkeiten, wie zum Beispiel Stifte, Handy oder Schlüssel, kann der Organizer genutzt werden. Erhältlich in den Farben Schwarz, Blau, Braun und Khaki, wird das Classic Briefcase entweder in der Hand oder durch den abnehmbaren sowie an die Körpergröße anpassbaren Gurt über der Schulter getragen.

Der praktische Helfer im Alltag: Der Virtuoso Minimalist Backpack für die Organisationsliebhaber

Mit einem Volumen von 16 Litern, aufgeteilt in zwei separate Reißverschlussfächer für Laptops, Dokumente und kleinere Einzelteile sowie eine Fronttasche für den schnellen Zugriff, sorgt der Minimalist Backpack für die einfache Organisation des alltäglichen Lebens. Im schlichten schwarzen, blauen, hellgrauen, khaki- oder sandfarbenen Design und mit extraflachen Gurten ist der Rucksack ein gleichermaßen stylischer wie bequemer Weggefährte bei allen Freizeitaktivitäten.

Für alle Eventualitäten gerüstet: Der Virtuoso Essential Backpack für die Spontanen

Der Essential Backpack mit einem Stauraum von 21 Litern und den vielen unterschiedlichen großen wie kleinen (Reißverschluss-)Fächern, ist ein effizienter und strapazierfähiger Alltagsbegleiter – sowohl für das Büro als auch für die Freizeit.

Mit den extraflachen Gurten und dem atmungsaktiven Rückenpolster bietet der Rucksack in Schwarz, Braun, Khaki oder Hellgrau nicht nur einen hohen Tragekomfort, sondern verhindert auch bei heißen Temperaturen oder sportlichen Aktivitäten, wie zum Beispiel Radfahren, durch die Luftzirkulation die Schweißbildung.Die drei Modelle sind wasserfest sowie nachhaltig gefertigt durch die Verwendung von hochwertigem Recycling-Leder. Das Innenfutter und die Reißverschlüsse bestehen aus recyceltem Polyester. Und weil alle bei der Produktion anfallenden Emissionen kompensiert werden, tragen die Taschen zudem das Siegel „zu 100 Prozent klimaneutrales Produkt“.

Quelle Lilienthal Berlin

tonies holt Christopher Becker als Director Licensing & Partnerships

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christopher becker

Bei tonies, der international führenden digitalen Audio-Plattform für Kinder mit der preisgekrönten Toniebox, hat Christopher Becker zum 15. Februar als neuer Director Licensing & Partnerships angefangen.

Der 43-Jährige verfügt über einen reichen Erfahrungsschatz in den Bereichen Lizenzierung, Partnerschaften und Geschäftsentwicklung und wird bei tonies insbesondere den Auf- und Ausbau weltweit relevanter Partnerschaften verantworten, die angesichts der weiteren Internationalisierung des Düsseldorfer Unternehmens an Bedeutung gewinnen. Becker wird an Markus Langer, Chief Content Officer bei tonies, berichten.

„Ich freue mich, Christopher Becker als unseren neuen Director Licensing & Partnerships bei tonies begrüßen zu dürfen“, betont Markus Langer: „Ich bin fest davon überzeugt, dass Christopher einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung der strategischen Lizenzierung leisten wird und wir so das weitere Wachstum von tonies mit einem starken Content-Angebot vorantreiben können.“

Christopher Becker kommt von Sesame Workshop, der unabhängigen Nonprofit Media- und Bildungs-Organisation, die weltweit das IP der Sesamstraße hält. Zuvor war er als Head of Licensing für bei The Walt Disney Company in der Schweiz tätig und verantwortete für Disney in Deutschland die STAR WARS Integration u.a. von LEGO und HASBRO. Darüber hinaus hat er umfangreiche Kenntnisse und Erfahrungen im Marketing und im Aufbau eines Spielzeugvertriebsunternehmens von Grund auf gesammelt, unter anderem im Mittleren Osten.

Bild Christopher Becker, neuer Director Licensing & Partnerships bei tonies (Foto: privat)
Quelle tonies GmbH

Seed-Finanzierung für Green Convenience

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Green Convenience

Seed-Finanzierung für Green Convenience: BMH beteiligt sich an einzigartiger Automated Delivery Individualization für Pakete

Die BMH Beteiligungs-Managementgesellschaft Hessen mbH hat sich als Leadinvestor an der Seed-Finanzierungsrunde der Green Convenience GmbH beteiligt. Das Maintaler Startup entwickelt eine Software, die mithilfe von Künstlicher Intelligenz einen erfolgreichen Erstzustellversuch von Paketen garantiert und so Kosten und Emissionen in der Logistik reduziert. Das eingeworbene Kapital wird Green Convenience für die weitere Produktentwicklung sowie für Marketing und Vertrieb verwenden.

Die Green Convenience GmbH wurde 2020 von Benjamin Dauth mitgegründet und hat sich zum Ziel gesetzt, das „Problem der letzten Meile“ als zentrales Effizienz- und Umweltproblem in der Paketzustellung zu lösen. Mit der „letzten Meile“ wird die Etappe von der finalen Verteilstation an die jeweilige Konsumentenadresse bezeichnet. Dabei scheitert weltweit jeder fünfte Erstzustellversuch, was zu Kosten- und Emissionsanstiegen von durchschnittlich 25 Prozent führt. Existierende Lösungsansätze wie Packstationen oder Abstellgenehmigungen können die Zielkonflikte zwischen Effizienz, Liefererlebnis und Verkehrsreduktion bislang nicht nachhaltig lösen.

Mit ihrer Automated Delivery Individualization (ADI) bietet Green Convenience hierfür einen bislang einzigartigen Lösungsansatz an. Mittels KI-basierter Big-Data-Analytik und Handystandortdaten trifft die Software unter höchsten Sicherheitsstandards präzise Vorhersagen über die Anwesenheit von Konsumenten. So können individualisierte Zustellfenster ermittelt werden, welche sich regelmäßig und vollautomatisch aktualisieren.

Die bereits im Vorfeld der Gründung auf globale Datenschutzkonformität und Anwendbarkeit geprüfte Software garantiert so, bei vollständiger Integration in das Transport-Management-System von Online-Händlern und Zustellern, einen erfolgreichen Erstzustellversuch. Online-Händler und Zustellern gelingt es dadurch bis zu 45 Prozent Kosten und Emissionen einzusparen. Zudem erhöht das verbesserte Liefererlebnis nachweislich die Kundenbindung.

Inzwischen hat Green Convenience mit dem Logistikunternehmen Grünfuchs seinen ersten Pilotkunden akquiriert und ein Patent zum Schutz seiner Technologie eingereicht. Ebenfalls ist das Produkt zertifiziert datenschutzkonform. Das Startup profitierte seit seiner Gründung von der Accelerator-Partnerschaft mit dem House of Logisitics & Mobility (HOLM). Seit August 2021 arbeitet Green Convenience zusätzlich mit der TU Darmstadt zusammen, zunächst bei der Entwicklung seines Minimum Viable Products, nun unterstützen wissenschaftliche Mitarbeitende der TU Darmstadt das Startup-Team bei der weiteren Produktentwicklung im Rahmen eines Förderprogramms.

„Gemeinsam mit unseren neuen Partnern wollen wir die Grenzen dessen verschieben, was mit KI-gestützter Anwesenheitsvorhersage möglich ist“, sagt Benjamin Dauth, Mitgründer und Geschäftsführer von Green Convenience. „Mit der weltweiten Nutzung unserer Lösung streben wir eine Reduzierung der CO2-Emissionen von 113,8 Millionen Tonnen und der Zustellkosten von 872,2 Milliarden Euro an.“

„Green Convenience verfügt mit seiner ADI-Lösung über ein hervorragendes Marktpotenzial und kann einen äußerst effektiven Beitrag zur nachhaltigen Transformation der Wirtschaft leisten“, ergänzt Lena Lang, zuständige Investment-Managerin der BMH, die u. a. den Fonds Hessen Kapital III (EFRE) GmbH verwaltet. „Das Geschäftsmodell ist zudem schnell, kosteneffizient und global skalierbar und das Team um Benjamin Dauth damit optimal für weiteres Wachstum aufgestellt.“

Bild Green Convenience (Quelle: Green Convenience GmbH)

Quelle IWK GmbH

300 neue Franchise-Verträge bis 2027

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Mrs.Sporty

Mrs.Sporty bietet neue Gründungschancen mit optimiertem Business-Konzept

Selbstständig sein und seine Leidenschaft zum Beruf machen – viele träumen davon, aber die Hürden sind oft sehr hoch. Franchise stellt daher eine beliebte Option für diejenigen dar, die bei der Gründung nicht auf sich alleine gestellt sein möchten. Denn Franchise ermöglicht mithilfe eines erfolgserprobten Business-Konzepts sowie dem Support und Erfahrungsaustausch einer ganzen Unternehmer-Community einen einfacheren Einstieg ins Unternehmertum.

Wer über eine Selbstständigkeit im Bereich Fitness und Gesundheit nachdenkt, der ist bei Mrs.Sporty an der richtigen Adresse. Denn die Fitness-Franchisemarke, die von Niclas Bönström zusammen mit Tennislegende Stefanie Graf gegründet wurde, hat ihr Business-Konzept weiterentwickelt und öffnet damit die Türen für noch mehr neue Franchise-Partner*innen. Ihr Ziel: 300 neue Franchise-Verträge bis 2027.

„Die Nachfrage nach Sport- und Gesundheitsangeboten wächst zunehmend. Daher suchen wir für Standorte in Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Menschen, die ihre Begeisterung für Sport und einen gesunden Lebensstil an andere weitergeben möchten“, erklärt Niclas Bönström. Auch Quereinsteiger*innen jeden Alters sind willkommen. Denn das Franchise-System unterstützt mit Know-how-Transfer, Ausbildung und Beratung sowohl während der Gründung als auch während des Unternehmertums.

Der Zeitpunkt für eine Unternehmensgründung in der Fitness- und Gesundheitsbranche ist optimal, denn die Nachfrage nach entsprechenden Angeboten ist hoch und wächst weiter. Grund ist vor allem der demografische Wandel in Verbindung mit dem wachsenden Gesundheitsbewusstsein in der Bevölkerung. „Die Menschen wollen möglichst lange gesund und fit bleiben und sich wohlfühlen“, fasst Niclas Bönström zusammen. „Ihnen ist bewusst, dass Sport und ein gesunder Lebensstil dafür entscheidend sind und einen wichtigen Ausgleich zu einem Alltag bilden, den wir zunehmend sitzend verbringen.“ Daher möchte Mrs.Sporty an zahlreichen Standorten neue Clubs eröffnen und dazu in den kommenden drei Jahren 300 neue Franchise-Verträge abschließen.

Gründung mit Franchise – darauf kommt es an
Eine Gründung mit Franchise eignet sich vor allem für diejenigen, die auf eine bereits etablierte Geschäftsidee zurückgreifen möchten, von den Erfahrungen anderer Unternehmer*innen profitieren wollen oder Quereinsteiger*innen mit wenig Erfahrung in der Branche sind. Sie erhalten vom Franchise-Geber die notwendige Unterstützung. „Bei uns sind das neben der Bereitstellung eines schlüsselfertigen Konzepts unter anderem Schulungen an unserer Mrs.Sporty-Academy, Beratung, beispielsweise bei der Standortwahl sowie der Businessplanerstellung, oder die Bereitstellung von Marketingmaßnahmen“, sagt Nina Schawe-Ben Achour, die als Head of Franchise Development DACH bei Mrs.Sporty die Gründungen betreut.

Die Mrs.Sporty-Franchisepartner*innen stehen dabei auch untereinander im Austausch und teilen Ideen und Erfolge. Dennoch bleiben die Franchise-Partner*innen zu jeder Zeit selbstständige Unternehmer*innen. Mehrere hundert Partner*innen haben sich so bereits erfolgreich mit dem Konzept von Mrs.Sporty selbstständig gemacht.

Das sollten Franchise-Partner*innen mitbringen
Wichtigste Voraussetzung für die Gründung mit Mrs.Sporty sind neben einem Eigenkapital von mindestens 10.000 Euro die Begeisterung für Sport und die Arbeit mit Menschen, Führungsstärke sowie eine offene Art. „Partner*innen eröffnen in der Regel einen neuen Club oder aber übernehmen einen bestehenden Club als Nachfolger*in. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, einen eigenen, bereits bestehenden Sportclub zu einem Mrs.Sporty-Club umzuwandeln“, stellt Nina Schawe-Ben Achour fest. Welche Standorte zur Gründung zur Verfügung stehen, erfahren Interessent*innen unverbindlich bei den Business Consultants.

„Bestes Fitnessstudio“ – ein ausgezeichnetes Konzept
Für die Gründung nutzen die angehenden Unternehmer*innen das erprobte Konzept von Mrs.Sporty, das erst vor kurzem zum wiederholten Mal von Focus und Deutschland Test als „bestes Fitnessstudio“ ausgezeichnet wurde. Seit 2004 ist das Konzept bereits erfolgreich am Markt etabliert und speziell auf Frauen und ihre Bedürfnisse ausgerichtet. „Wir möchten alle Frauen dabei unterstützen, ihr Wohlfühl-Ich zu erreichen. Unabhängig von Alter, Zielen oder sonstigen Faktoren bieten wir eine urteilsfreie Trainingsumgebung. Dabei verstehen wir uns nicht als reines Fitnessstudio, sondern als ganzheitlicher Anbieter mit Angeboten aus den Bereichen Fitness, Ernährung und Gesundheit“, so Niclas Bönström.

Um sich an die Nachfrage am Markt anzupassen, hat Mrs.Sporty ihr Konzept im letzten Jahr weiterentwickelt und erweitert. Dazu verbindet das System maximale Individualität, Flexibilität und Digitalisierung. „Jede Frau ist individuell und hat daher auch unterschiedliche Ziele und Anforderungen an die Trainingsbedingungen. Mit dem erweiterten Konzept können wir darauf eingehen – egal, ob sie etwas gegen Rückenschmerzen tun, abnehmen oder den Beckenboden stärken möchte“, beschreibt Niclas Bönström.

Interessent*innen, die mehr zum Thema Franchise, dem Mrs.Sporty-Konzept und den Gründungsmöglichkeiten mit Mrs.Sporty erfahren möchten, finden weiterführende Informationen auf der Website https://www.mrssporty-franchise.com. Mithilfe des Online-Tests „Selbstständigkeit mit Mrs.Sporty Franchise“ können sie herausfinden, ob sie alle Anforderungen für eine Selbstständigkeit in der Fitness- und Gesundheitsbranche mit Mrs.Sporty erfüllen. Zudem haben Interessent*innen die Möglichkeit, hier einen unverbindlichen Beratungstermin mit den Business-Consultants zu vereinbaren.

Bild Mrs.Sporty bietet neue Gründungschancen mit optimiertem Business-Konzept © Mrs.Sporty

QuelleFortis PR OHG

Digitale Schädlingsbekämpfung

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traplinked

Bayern Kapital und Born2Grow beteiligen sich an Seed-Finanzierungsrunde für traplinked

Bayern Kapital, einer der erfahrensten und aktivsten Investoren der deutschen High-Tech-Finanzierungslandschaft, und der auf wachstumsstarke Start-ups in zukunftsweisenden Technologien spezialisierte Seed-Fonds BORN2GROW beteiligen sich gemeinsam an traplinked.

Das Nürnberger Start-up entwickelt Permanent Monitoring Systeme und vernetzte Fallen für die Bekämpfung und das Monitoring von Ratten, Mäusen, Insekten und anderen Schädlingen. Bei dem Investment, das insgesamt 2,3 Mio. EUR umfasst, sind auch mehrere Business Angels engagiert.

Die traplinked GmbH wurde 2019 von Tim Kirchhof in Nürnberg gegründet und produziert fernüberwachte automatische Schädlingsfallen sowie eine begleitende Software, die von Befalls- und Behandlungsdokumentation über Einsatz-Routineplanung sowie Monitoring bis hin zu Rechnungsschreibung alle Büroarbeiten eines Schädlingsbekämpfers abdeckt.

Die Idee für das Start-up reifte während einer Werkstudententätigkeit des Gründers in einem Schädlingsbetrieb. Hier erkannte Kirchhof das enorme Potenzial zur Automatisierung von Arbeitsabläufen, das insbesondere in der täglichen monotonen Arbeit mit Fallenboxen, in denen keine Fänge zu verzeichnen waren, lag.

Mit der Kombination aus drahtloser Kommunikation und Sensortechnik trägt traplinked seither erheblich zur Digitialisierung der Schädlingsbekämpfungsindustrie bei. Die intelligenten Sensormodule JERRY und TOM überwachen und dokumentieren den Zustand von Fallenboxen mit Echtzeit-Benachrichtigungen über mehrere Standorte hinweg und machen Schlagfallen so zu einer zeit- und kosteneffektiven Bekämpfungsmethode von Schädlingen aller Art. So können der Lebensmittelverlust, die Verbreitung von Krankheiten und der Einsatz umstrittener, mit Nachteilen und Risiken gespickter Giftköder erheblich reduziert werden.

Bisher hat traplinked europaweit mehr als 55.000 Sensormodule verkauft. Mit den neuen finanziellen Mitteln sollen die Internationalisierungsstrategie weiter vorangetrieben sowie die Hardware – insbesondere in den Bereichen Konnektivität und Künstliche Intelligenz zur automatischen Datenauswertung – ausgebaut werden. Ein weiterer Fokus liegt auf der Monetarisierung der hauseigenen traplinked-Software.

Daniel Pelikan, CEO von traplinked, kommentiert: „Die Hardware war unser Markteintritt. Diesen haben wir sehr erfolgreich umgesetzt. Mit dem frischen Kapital setzten wir den Fokus nun auf die Software. Unser Ziel ist es bis 2024 rund 1.000.000 ARR zu generieren.“

Manuel Böhringer, Investmentmanager von BORN2GROW ergänzt: „Das Marktpotenzial in der Schädlingsbekämpfung ist riesig. Wir sind davon überzeugt, gemeinsam mit dem starken Gründerteam von traplinked den Markt für digitale Schädlingsbekämpfung zu revolutionieren.“

„Das Eingrenzen von Schädlingseffekten wird im Rahmen der Erderwärmung zunehmend wichtiger und gleichzeitig schwieriger“, kommentiert Monika Steger, Geschäftsführerin von Bayern Kapital. „Durch den Verzicht auf Giftköder und andere Toxika arbeitet traplinked hier mit einem nachhaltigen Ansatz am Puls der Zeit, weshalb wir das Unternehmen gerne mit unserer Beteiligung unterstützen.“

Bild Das traplinked-Team

Quelle IWK GmbH

MedTech Startup entwickelt innovative Behandlungsmethode für Patienten mit Lungenversagen

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HBOX Therapies

Die HBOX Therapies GmbH erhält ein vom TechVision Fonds angeführtes Erst-Investment in Höhe von 2,3 Mio. €. Co-Investoren sind der High-Tech Gründerfonds sowie Business Angel Prof. Dr. Peter Borges. Das MedTech Startup HBOX Therapies hat eine Technologie entwickelt, die eine lungenschonende Behandlung von Beatmungspatienten ermöglicht. „Diese Technologie schützt perspektivisch nicht nur Patienten vor den vielen Begleitschäden der invasiven Beatmung, sie kann auch unser Gesundheitssystem entlasten, indem sie langwierige Krankheitsverläufe bis hin zu Sterbefällen reduziert“, sagt Bernhard Kugel, Geschäftsführer des TVF.

Hinter dem 2021 gegründeten Spin-Off der RWTH Aachen steht ein erfahrenes Management-Team, das bereits seit 2013 zusammenarbeitet. Die Gewinner des „StageTwo Deep Tech Award 2022“[1] wollen mit dem frischen Kapital einen Prototyp entwickeln und so einen großen Schritt in Richtung klinischer Prüfung gehen. Diese ist Voraussetzung für die CE-Zertifizierung, um die Technologie möglichst schnell für Patienten mit Lungenversagen zugänglich zu machen.

Erste Alternative zur invasiven Beatmung
Die etablierte Behandlungsmethode der invasiven mechanischen Ventilation (IMV) führt häufig zu Lungenschäden, Pneumonien oder Zwerchfellfunktionsstörungen – insbesondere bei vorbelasteten Patienten. Zudem müssen Patienten oft über Wochen wieder von der IMV entwöhnt werden. Als letzte Behandlungsoption folgt bisher die ECMO[2] – eine künstliche Lunge, die jedoch mit großen Kanülen und hohen Blutflussraten ebenfalls sehr belastend ist. Für eine schonendere Sauerstoffversorgung entwickelten die Aachener Forscher die patentierte Plattformtechnologie HBOX (Hyperbaric Blood Oxygenation): Wie bei herkömmlichen ECMO-Therapien wird Sauerstoff direkt ins Blut verabreicht und die Lunge dadurch entlastet.

Einzigartig ist, dass der Austausch von Kohlenstoffdioxid und Sauerstoff durch das erhöhte Druckniveau wesentlich kleinere Blutvolumina erfordert. Dies macht die Behandlung weniger invasiv und ermöglicht, dass die Patienten während der Behandlung wach sind und spontan atmen können. Die HBOX-Technologie kann dadurch auch mit der etablierten nicht-invasiven oder invasiven mechanischen Ventilation (NIV bzw. IMV) kombiniert und zu früheren Zeitpunkten angewandt werden als bisherige ECMO-Verfahren.

„Unser Verfahren bietet im Vergleich zu den bisherigen Methoden viele Vorteile“, so Dr. Peter Schlanstein, Co-Gründer von HBOX Therapies. „Es sorgt dafür, dass Ärzte gar nicht oder erst zu einem späteren Zeitpunkt auf die invasive Beatmung umstellen müssen. Das reduziert potenziell die Liegedauer, die Entwöhnungszeit und das Sterberisiko der Patienten.“

Immer mehr Lungenkrankheiten in alternder Gesellschaft
„Der demografische Wandel, die Zunahme an respiratorischen Erregern sowie stärkere Luftverschmutzung werden dazu führen, dass immer mehr Menschen mit Lungenkrankheiten zu kämpfen haben“, so Kugel. „Wir verfolgen die Entwicklung von HBOX Therapies schon seit einigen Jahren und sehen enormes Potenzial für eine ‚Break-Through-Technologie‘, die auch für weitere Anwendungsbereiche einsetzbar sein wird.“

Das Management-Team von HBOX Therapies besteht aus den Gründern und Gesellschaftern Dr. Peter Schlanstein, Dr. Matthias Menne und Niklas Steuer. Vor der Gründung arbeiteten sie viele Jahre am Institut für Angewandte Medizintechnik (AME) der RWTH Aachen zusammen und sind in ihren Bereichen hochspezialisiert.


[1] Stage Two ist der größte universitäre Startup-Wettbewerb Europas, der Studenten und Forschende dabei unterstützt, ihre Ideen zu Geschäftsmodellen zu machen. Das Netzwerk möchte Investoren über nationale Grenzen hinaus vernetzen und ihnen Zugang zum internationalen Markt verschaffen.

[2] ECMO: Die extrakorporale Membranoxygenierung (= Sauerstoffaufnahme über eine Membran, außerhalb des Körpers) ist ein medizinisches Verfahren, bei dem eine Maschine vorübergehend die Funktion der Lunge übernimmt, also den Körper mit Sauerstoff versorgt.

Bild Gründerteam

Quelle VOCATO public relations GmbH

Kaum jemand kennt sein Gesicht, aber fast jeder seine berühmte Stimme

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sprecher

Sprecher für Hörbücher und Videos verrät, wie er über 10.000 Euro monatlich verdient

Er stammt aus schwierigen Verhältnissen, kämpft mit gesundheitlichen Problemen und muss sich mehreren Operationen unterziehen. Dabei besaß Patrick Khatrao stets auch das: eine unverkennbare Stimme. Sie ist seine Passion – und mittlerweile deutschlandweit bekannt.

„Mein einziges Talent schien meine Stimme zu sein. Ich setzte daher alles daran, Sprecher zu werden. Davon kann ich heute gut leben und bin wirklich dankbar dafür“, so Patrick Khatrao. Bis heute sprach er über 1.000 Filme und Hörbücher ein. Mehr als 100.000 Menschen pro Monat hören seine Stimme.

In diesem exklusiven Ratgeber verrät Patrick Khatrao gerne, was seinen Weg besonders prägte und wie sein Erfolgsgeheimnis aussieht.

Optimistisch trotz aller Probleme

Während viele andere Jugendliche mit 13 Jahren ihr Leben gesundheitlich unbeschwert genießen können, wurde Patrick Khatrao viermal in Heidelberg notoperiert. Der Grund: eine lebensbedrohliche 90 Grad Skoliose. Im Anschluss an sie war Patrick Khatrao auf den Rollstuhl angewiesen. Er musste lernen, wieder zu laufen. Dabei lobte sein Umfeld bereits in dieser schwierigen Zeit seine außergewöhnliche Stimme. Im Krankenhaus und auch in der Schule sollte er immer vorlesen. Diese Erlebnisse waren wenig überraschend prägend. Jedoch kam der Jugendliche aufgrund seiner Lebensumstände auch auf die Idee, Sprecher zu werden.

Das nächste Kapitel einer Erfolgsgeschichte

In der Schule gab der Junge zunächst Nachhilfe in Englisch. Pro Stunde verdiente er damit 10 Euro. Von diesem Geld kaufte er sein erstes Mikrofon. Anschließend konnte er damit beginnen, Hörbücher einzusprechen. Patrick Khatrao brachte sich bei, wie er optimal sprechen und das in überzeugender Qualität direkt zu Hause aufnehmen konnte. Auch seine Anstrengungen im Bereich der Kundengewinnung zahlten aus: Heute wird Patrick Khatraos Stimme millionenfach ausgestrahlt. Er sprach mehr als 100 Hörbücher und über 4.000 Voice-over für Imagefilme, Kinos, Radios oder das Fernsehen ein. Darüber hinaus verkaufte er mehr als 250.000 Hörbücher.

Auf Qualität fokussieren

Wer wie Patrick Khatrao erfolgreich als Sprecher werden möchte, muss sich grundsätzlich auf eine hohe Qualität seiner Arbeit konzentrieren. Hierzu gehört aber nicht nur das Sprechen oder die Aufnahme an sich. Auch beim Marketing und im Vertrieb sind überzeugende Leistungen gefragt.

Die richtigen Voraussetzungen kultivieren

Um die eigene Stimme erfolgreich zu vermarkten, bedarf es einiger wesentlicher Voraussetzungen. Spaß gehört ohne Frage dazu. Zugleich müssen Menschen Vertrauen in sich und ihre eigenen Fähigkeiten haben. Es ist also unverzichtbar, dass sie ihr Angebot zeigen wollen und können. Was darüber hinaus für den Erfolg als Sprecher notwendig ist, ist ein optimaler Kundenservice. Wer mehr liefert, als der Kunde bestellt, überzeugt.

Auf den strukturierten Geschäftsaufbau setzen

Die richtige Sprechtechnik für verschiedene Formate wie Erklärvideos, Imagefilme oder Werbungen muss für eine erfolgreiche Selbstständigkeit als Sprecher im ersten Schritt gelernt werden. Anschließend ist es wichtig, sich auf die Optimierung der gebotenen Qualität zu konzentrieren. Im zweiten Schritt auf dem Weg in die erfolgreiche Selbstständigkeit als Sprecher geht es also darum, zu lernen, wie die Aufnahme am heimischen PC überzeugen kann. Sind diese beiden Grundlagen vorhanden, sollte der Fokus auf die Kundengewinnung gelegt werden.

Mutig den eigenen Träumen nachgehen

Mit monatlichen Einnahmen von über 10.000 Euro beweist Patrick Khatrao eindrucksvoll: Sprecher können auch als Quereinsteiger ohne Studium oder langjährige Ausbildung sehr gutes Geld verdienen. Hierfür müssen sie jedoch mehr als nur ihr Handwerkszeug beherrschen. Der Erfolg setzt sich nämlich aus verschiedenen Bausteinen zusammen. Eine überdurchschnittlich gute Qualität bildet dessen Basis. 

Dennoch: Ist die Selbstständigkeit als Sprecher der eigene Traum, sollte er verfolgt werden. Es lohnt sich diesbezüglich, sich an bereits erfolgreichen Selbstständigen zu orientieren. Patrick Khatraos gehört dazu. Seine Geschichte verdeutlicht, was ungeachtet der eigenen Lebensumstände wirklich möglich ist.

Autor:

Moderator und Sprecher Patrick Khatrao ist Geschäftsführer der Golden Voice Academy in Worms. Seine Kurse für Sprecherausbildungen ermöglichen es Quereinsteigern, etablierten Sprechern, Sängern und Schauspielern, sich mit ihrer Stimme ein eigenes zweites berufliches Standbein aufzubauen.

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Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Die Inflation sinkt, doch die Zinsen bleiben oben

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Nachdem sie Ende 2022 noch verhalten war, wird die Wirtschaftsprognose von Steven Bell immer optimistischer: „Angesichts der fallenden Erdgaspreise haben sich die Aussichten für das Wirtschaftswachstum im Vereinigten Königreich und in Europa deutlich verbessert“, so der Ökonom. Gleichzeitig dürfte die niedrigere Inflation das Vertrauen der europäischen Verbraucher stärken und sie dazu bewegen, ihr während der Covid-Krise angespartes Kapital endlich auszugeben.

„Denn die Aussicht auf explodierende Energiepreise hat den europäischen Verbrauchern dermaßen Angst eingejagt, dass sie ihr Sparverhalten noch steigerten – im Gegensatz zu den zuversichtlicheren US-Konsumenten, die ihre ‚Covid-Sparschweine‘ viel eher geleert haben“, betont Bell.

Inflation fällt auf 3 Prozent

Laut dem Volkswirt von Columbia Threadneedle Investments wird die Inflation im Vereinigten Königreich und in Europa bis Jahresende auf ungefähr 3 % fallen. Besonders für das Vereinigte Königreich dürften die Auswirkungen dieser Entwicklung erheblich sein: „Wir erwarten, dass Finanzminister Jeremy Hunt die für April angesetzte Erhöhung der Energiepreisobergrenze auf 3.000 Pfund zurücknimmt, und selbst die derzeitige Preisobergrenze von 2.500 Pfund dürfte ab Juli ihre Verbindlichkeit verlieren“, so Bell.

Denn die tatsächlichen Preise könnten sich auf 2.000 Pfund einpendeln – ein Betrag, der zwar viel höher ist als vor dem Einmarsch Russlands in die Ukraine, jedoch viel niedriger ausfällt, als ursprünglich befürchtet. Grund ist neben dem mildem Wetter auch die günstige Dynamik von Angebot und Nachfrage. Diese hat dazu geführt, dass sich auch die Gaspreise für den nächsten Winter sowohl in Europa als auch im Vereinigten Königreich seit Anfang Dezember halbiert haben.

Dies komme auch den Haushaltsdefiziten zugute. „Deutschland hat für sein Energiepreissystem sagenhafte 200 Milliarden Euro – 5 % seines Bruttoinlandsprodukts – bereitgestellt, dürfte aber nur einen Bruchteil davon ausgeben“, so Bell. Dank der sehr erfolgreichen nationalen Kampagne zur Senkung des Strom- und Gasverbrauchs um 20 % habe die Nachfrage in Deutschland stark nachgelassen. Als größter europäischer Markt habe das Land so die Preise für alle gedrückt.

Zinsen bleiben hoch

Bedeutet eine niedrigere Inflation auch niedrigere Zinsen? „Leider nein“, sagt der Ökonom Bell. „Da die Auswirkungen der steigenden Energiepreise nachlassen, wird im Umkehrschluss die Lohninflation stärker – und die Bank of England und die Europäische Zentralbank müssen die Geldpolitik straff halten.“ Es sei zwar möglich, dass die Rezession auf dem britischen Immobilienmarkt zu höherer Arbeitslosigkeit führt und der britischen Notenbank die Arbeit abnimmt.

„Aber ich denke, dass die Abschwächung der Krise bei den Lebenshaltungskosten dies ausgleichen wird“, so Bell. Die Lohninflation, die in Europa relativ niedrig war, hat sich in letzter Zeit deutlich beschleunigt. Zwar seien auch die Hypothekenzinsen im Euroraum gestiegen, jedoch wirken sie sich hier bei weitem nicht so dramatisch aus wie im Vereinigten Königreich.

Auch die verbesserten Aussichten für das globale Wachstum kommen Europa zugute – und diese sind besser als erwartet. „Ich dachte, die USA wären inzwischen in der Rezession, aber die jüngsten Daten zu Verbraucherausgaben und Beschäftigung waren bemerkenswert gut“, räumt Bell ein. Auch China genieße die Auswirkungen der Lockerungen seiner Covid-Lockdowns. „Erwarten Sie Schlangen chinesischer Touristen vor den Luxusgeschäften wie Louis Vuitton in Paris und mehr amerikanische Akzente auf den Golfplätzen in Schottland“, witzelt der Volkswirt.

Bild Foto Steven Bell, Chefvolkswirt EMEA bei Columbia Threadneedle Foto: Columbia Threadneedle Investments

Quelle redRobin. Strategic Public Relations GmbH

Der anhaltende Krieg wirkt sich weiterhin auf die Wirtschaft und die Energiemärkte aus

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Russland-Ukraine-Krieg – ein Jahr später

Der Einmarsch Russlands in die Ukraine am 24. Februar 2022 hat sich zum bedeutendsten Konflikt in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg entwickelt. Die daraus resultierende humanitäre Krise ist nach wie vor sehr besorgniserregend, da das Leben der Menschen in der Ukraine massiv gestört ist. Die Invasion selbst war der Katalysator für erhebliche wirtschaftliche und finanzielle Marktverwerfungen in Europa und darüber hinaus. Da der Konflikt nun in sein zweites Jahr geht, untersuchen wir seine Auswirkungen auf die Volkswirtschaften der Ukraine, Russlands und Europas sowie die Folgen für Energie und andere Rohstoffe.

Ukraine – Wirtschaftlicher Tribut macht tiefgreifenden Schuldenschnitt wahrscheinlicher
Die vom Krieg gezeichnete ukrainische Wirtschaft steht noch immer vor großen Herausforderungen. Schätzungen zufolge wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2022 um mehr als 30 % geschrumpft sein. Angesichts der anhaltenden Angriffe auf die Infrastruktur und der Energieknappheit erwarten wir, dass die Wirtschaftstätigkeit in diesem Jahr erneut zurückgeht, wenn auch mit einer niedrigen einstelligen Rate. Obwohl das Haushaltsdefizit voraussichtlich hoch bleiben wird, ist eine starke externe Unterstützung durch westliche Regierungen und den Internationalen Währungsfonds wahrscheinlich. Dies dürfte dazu beitragen, die Finanzierungslücke zu schließen, was wiederum dazu beitragen dürfte, die Abhängigkeit von der monetären Finanzierung im Jahr 2023 zu verringern.

Angesichts des immensen Drucks, der auf der Ukraine lastet, haben sich die externen Gläubiger im August auf einen zweijährigen Zahlungsstopp für die Staatsschulden des Landes geeinigt, was unserer Meinung nach der erste Schritt der Umstrukturierung sein dürfte, wobei ein tieferer Schuldenschnitt wahrscheinlich ist. Der Umfang dieses Schuldenschnitts lässt sich nur schwer vorhersagen, da er von der Lage der ukrainischen Wirtschaft zum Zeitpunkt der Vereinbarung der Umstrukturierung abhängt.

Es wird auch eine politische Entscheidung darüber zu treffen sein, in welchem Umfang sich die privaten Gläubiger an den Baukosten beteiligen sollen. Die Schäden an der Infrastruktur sind bisher enorm. Wenn der Krieg schließlich zu Ende ist, wird das Ausmaß der Wiederaufbau- und Wiederherstellungsmaßnahmen wahrscheinlich alles in den Schatten stellen, was Europa seit dem Zweiten Weltkrieg erlebt hat.

Russland – Sanktionen beginnen weh zu tun
Die tiefgreifenden und weitreichenden Sanktionen haben die russische Wirtschaft erheblich geschwächt und für 2022 wird ein Rückgang von etwa 3 % erwartet. In diesem Jahr erwarten wir eine weitere Abschwächung, und wir gehen davon aus, dass sich die russische Wirtschaft auf lange Sicht auf einem deutlich niedrigeren Wachstumsniveau einpendeln wird. Der Iran bietet sich hier als Vergleich an, da er mit ähnlich schweren Sanktionen der USA konfrontiert war, die dazu führten, dass das nominale BIP von rund 644 Mrd. USD im Jahr 2012 auf schätzungsweise 240 Mrd. USD im Jahr 2020 schrumpfte.

Dies verdeutlicht, wie schmerzhaft Sanktionen sein können, wenn sie über einen längeren Zeitraum verhängt werden. Es ist jedoch wichtig zu erwähnen, dass es für Russland als großen Exporteur von Öl und Gas schwieriger sein wird, seine Wirtschaft vom Rest der Welt abzuschotten.

Europa – Energiekrise abgewendet, aber Herausforderungen liegen noch bevor
Die Wirtschaft der Eurozone ist geschwächt, aber nicht so stark wie unmittelbar nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine befürchtet. Eine Energiekrise konnte bisher vermieden werden, da es den europäischen Ländern weitestgehend gelungen ist, ihre Gasspeicher vor dem Winter zu füllen. In Verbindung mit dem milden Winter hat dies dazu beigetragen, dass die Großhandelspreise für Gas gegenüber ihren Höchstständen von 2022 deutlich gesunken sind.

Auch wenn dies ermutigend ist, bleibt die Abkehr Europas vom russischen Gas bis 2023 und darüber hinaus eine große Herausforderung, so dass es ein Fehler wäre anzunehmen, die Energiekrise sei vorbei. In vielerlei Hinsicht fängt sie gerade erst an.

Die europäische Gasinfrastruktur ist darauf ausgelegt, Importe aus Russland über Pipelines aufzunehmen, und es erfordert Zeit und Geld, dies umzustellen. Die Einfuhr von verflüssigtem Erdgas (LNG) aus den USA und Katar bietet eine potenzielle Alternative, aber es ist unwahrscheinlich, dass das Angebot ausreicht, um den europäischen Bedarf über einen kurzen Zeitraum hinaus zu decken. Zudem gibt es in Europa nur begrenzte Kapazitäten für die Verarbeitung von LNG-Importen und obwohl der Bau neuer Verarbeitungsinfrastrukturen geplant ist, wird es wahrscheinlich mehrere Jahre dauern, bis diese fertiggestellt sind.

Langfristig werden erneuerbare Energieträger die russischen Importe als Hauptlieferanten für den europäischen Energiebedarf ablösen, aber es wird viele Jahre dauern, bis die dafür erforderliche Infrastruktur aufgebaut ist. Vor diesem Hintergrund sind wir der Ansicht, dass die europäischen Länder wahrscheinlich weiterhin vor der Herausforderung stehen werden, genügend fossile Brennstoffe zu erhalten, um die Nachfrage im Winter 2023 bis 2024 und darüber hinaus zu decken. Dies könnte zu höheren Preisen führen, was die Regierungen wahrscheinlich dazu zwingen wird, die Energierechnungen weiterhin zu subventionieren. Wir sind der Meinung, dass dies das Wachstum belasten und den Euroraum möglicherweise noch in diesem Jahr in eine Rezession stürzen könnte, zumal die Europäische Zentralbank voraussichtlich bald mit der quantitativen Straffung beginnen wird.

Rohstoffe – Getreidepreise haben sich entspannt, aber die Risiken bleiben bestehen
Wie auch bei anderen Rohstoffen haben sich die Getreidepreise dank der Rekordernte und des zwischen der Ukraine und Russland geschlossenen Getreideabkommens von ihren Höchstständen erholt. Dies könnte jedoch nur eine kurzfristige Erleichterung sein, da die Vereinbarung im März verlängert werden muss. Sollte das Abkommen nicht verlängert werden, könnte dies zu einem Anstieg der Lebensmittelpreise führen, was wiederum die Länder mit niedrigem Einkommen unter Druck setzen könnte.

Darüber hinaus sind die ukrainischen Landwirte, die für die aufstrebenden Märkte ein wichtiger Lieferant von Weizen und anderen Getreidesorten sind, seit Ausbruch des Krieges schwer getroffen worden und ihre Produktion wird wahrscheinlich erheblich zurückgehen. Zusammengenommen unterstreichen diese Faktoren – und der zusätzliche Preisdruck, der sich aus der geringeren Verfügbarkeit und den höheren Preisen für Düngemittel ergibt – wie prekär die Lage ist und verstärken die Wahrscheinlichkeit, dass wir noch einige Zeit in einer Welt mit angespannten Rohstoffmärkten leben werden.

Diese Knappheit schafft potenzielle wirtschaftliche Herausforderungen und Gegenwind für das globale Wachstum. Während des gesamten Jahres 2022 war das Wachstum eher schleppend, was den Nachfragedruck von den Rohstoffpreisen nahm. Doch wenn sich die Weltwirtschaft schließlich erholt, wird auch die Nachfrage nach Rohstoffen steigen und die Preise werden infolgedessen wahrscheinlich ebenfalls ansteigen. Dies könnte sich in einer höheren Inflation niederschlagen, die die Kaufkraft der privaten Haushalte schwächen und das Wachstum beeinträchtigen könnte. Obwohl sich die Finanzmärkte anscheinend mit diesem Krieg abgefunden haben, dürfte der anhaltende Gegenwind für das Wachstum fortbestehen.

Foto von Razan Nasser (Quelle: T. Rowe Price).

Quelle TE Communications GmbH

Spectrum Markets erzielt 2022 Rekordumsatz von 3,33 Mrd. Euro im Orderbuch

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Spectrum Markets („Spectrum“), der paneuropäische Handelsplatz für verbriefte Derivate mit Sitz in Frankfurt, hat für das Jahr 2022 erneut ein Rekordwachstum bekanntgegeben.

Demnach stieg das Handelsvolumen um 68 % auf 1,42 Mrd. verbriefte Derivate, verglichen mit 848 Mio. im Vorjahr. Dieses Volumen verteilte sich auf rund 3,5 Millionen Transaktionen. 38 % davon wurden außerhalb der traditionellen Handelszeiten zwischen 17:30 und 9:00 Uhr MEZ durchgeführt. Der Wert des Orderbuchumsatzes entsprach 3,33 Mrd. Euro und liegt damit um 147 % über dem entsprechenden Vorjahreswert.

Im dritten vollen Kalenderjahr seiner Geschäftstätigkeit konnte das Unternehmen mehrere wichtige Meilensteine erreichen. Dazu zählt, dass Spectrum als erster regulierter Handelsplatz in Europa das Handeln verbriefter Derivate auf Kryptowährungen anbietet, und zwar 24 Stunden täglich von montags bis freitags.

Zudem konnte Spectrum wichtige Partnerschaften für die Infrastruktur, darunter die mit dem italienischen Finanzinfrastrukturentwickler SIA (Teil der Nexi Group) sowie mit Euronext Securities Milan, dem zentralen italienischen Wertpapierverwahrer, schließen. Darüber hinaus haben sich mit Equita und Intermonte zwei unabhängige italienische Investmentbanken als direkte Mitglieder an den Handelsplatz angeschlossen.

Mit der französischen Société Générale gewann Spectrum einen neuen Emittenten von börsennotierten verbrieften Derivaten für den Vertrieb in Spanien und den nordischen Ländern hinzu. Ebenfalls angebunden werden konnte iBroker, der führende spanische Online-Multiproduktmakler mit Spezialisierung auf Derivate. Damit haben Privatanleger in Spanien und Italien die Möglichkeit, über einen regulierten Handelsplatz Hebelzertifikate 24 Stunden an 5 Tagen zu handeln.

Diese Partnerschaften untermauern die erfolgreiche Idee des ersten integrierten, paneuropäischen Ansatzes und unterstützen den Wachstumskurs des Unternehmens, indem sie neue Quellen für das Handelsvolumen erschließen und Spectrums Plug-and-Play-Handelsinfrastruktur in ganz Europa stärken. Die Erschließung von weiterem, grenzüberschreitendem Ordervolumen ist auch ein zusätzlicher Schub für die bereits sehr hohe Liquidität des Handelsplatzes.

„Die letzten 12 Monate waren sehr erfolgreich für uns. Wir haben große Fortschritte bei unseren Wachstumsplänen gemacht und ein neues Rekordjahr erzielt, was ein Beweis für die harte Arbeit des gesamten Spectrum-Teams und die kontinuierliche Unterstützung unserer Partner und Mitglieder ist“, erklärt Nicky Maan, CEO von Spectrum Markets.

„Wir konnten im vergangenen Jahr einige große Projekte erfolgreich abschließen. In diesem Jahr wird es darum gehen, unseren Handelsplatz weiterzuentwickeln, indem wir die Konnektivitätsoptionen und die Handelsinfrastruktur noch weiter verbessern und ausbauen, mehr Mitglieder am Handelsplatz willkommen heißen und neue Produktmöglichkeiten eruieren“, fügt Maan hinzu.

Im Jahr 2022 entfielen 86,9 % der gehandelten verbrieften Derivate auf Indizes, 6,8 % auf Währungspaare, 5 % auf Rohstoffe, 1,1 % auf Aktien und 0,2 % auf Kryptowährungen, die im Mai 2022 eingeführt wurden. Die meistgehandelten Basiswerte im vergangenen Jahr waren der DAX 40 (26,7 %), der S&P 500 (22,4 %) und der NASDAQ 100 (14,4 %).

Bild Foto von Nicky Maan (Quelle: Spectrum Markets)

Quelle TE Communications GmbH