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Selbstverwirklichung heißt, anderen nicht hinterherzulaufen

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wolf lotter

„Unterschiede. Wie aus Vielfalt Gerechtigkeit wird“ lautet der Titel des neuen Buchs von Wolf Lotter. Darin feiert der Publizist Diversität, verstanden als Vielfalt individueller Eigenschaften und Bedürfnisse. Wenn Menschen diese leben können – so seine These – entsteht eine gerechtere Welt, die Selbstverwirklichung ermöglicht. Auf der herCAREER-Expo in München ist er im Authors-Meetup zu Gast – ein perfekter Anlass um mit ihm darüber zu sprechen, warum es Menschen so schwerfällt, Unterschiede anzuerkennen.

Wolf Lotter über Unterschiede: Wie aus Vielfalt Gerechtigkeit wird

herCAREER: Wolf, Dein neues Buch handelt davon, was einen Unterschied macht: unsere persönliche Individualität. Was hat das mit Diversity zu tun?

Wolf Lotter: Das sehe ich im Kontext des Wandels von der Industrie- zur Wissensgesellschaft. Die alte Industriegesellschaft war eine Massengesellschaft, die auf Quantität baut. Doch wenn die Konsumgesellschaft gesättigt ist von immer mehr des Gleichen, entsteht ein Gap in Sachen Qualität. Dann kommen die persönlichen Bedürfnisse heraus. Ich bin ein Anhänger der Maslowschen Bedürfnispyramide: Wenn die Existenz gesichert ist und wir soziale Bedürfnisse befriedigt haben, wird das Persönliche wichtiger. Dann kommt man in die Welle rein, in der wir heute sind: Die Leute wollen nicht mehr nur einen Job und Geld, sondern Respekt und Anerkennung ihrer Persönlichkeit. Diversität ist nichts anderes als diese Vielfalt individueller Eigenschaften und Bedürfnisse.

herCAREER: Warum steht aus Deiner Sicht in der Diversity-Debatte das Thema Geschlechtergerechtigkeit häufig im Fokus?

Wolf Lotter: Dass wir Vielfalt als Frauen-Thema sehen, liegt daran, dass hier die Bedürfnisse am größten sind. Frauen sind diejenigen, die benachteiligt wurden in der Arbeitswelt, für die die Arbeitsmodelle nicht entwickelt sind und die Karrierewege nicht gemacht wurden. Wer als Frau ein Kind hat, ist sofort draußen. Doch es braucht nicht nur diese Diversity des Feminismus. Gender Diversity oder Rassismusfragen sind nur der Door Opener für eine größere Diskussion: um die Kenntlichmachung der Menschen in dieser Vielfalt. Diversität ist eine ökonomische und gesellschaftliche Ressource zur Problemlösung.

herCAREER: Inwiefern löst Diversität Probleme?

Wolf Lotter: Es geht um Respekt und Anerkennung, die kriege ich als Person. Diversity erkennt meine Probleme an – und zwar nicht nur meine, sondern auch meinesgleichen in Schattierungen. Das ist der Zauber der Diversität: Sie bewirkt, dass Unterschiede nicht mehr negativ konnotiert sind wie früher in der Klassengesellschaft. Da waren oben die Mächtigen und die Erben der Mächtigen und unten die Armen bis hinunter zum Lumpenproletariat.

herCAREER: Eine derartige Klassengesellschaft gilt als ungerecht, da sie viel damit zu tun hat, in welche „Klasse“ wir zufällig hineingeboren werden. Wie wird daraus durch Vielfalt dann Gerechtigkeit?

Wolf Lotter: In der Klassengesellschaft sind Chancengleichheit, Gleichheit vor dem Gesetz und gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit wichtige Forderungen. Natürlich sollten wir alle gleich behandelt werden. Aber wenn ich eine Gleichheit fordere, die die Gleichförmigkeit von Arbeit und persönlichen Bedürfnissen im Detail beinhaltet, dann bin ich falsch gewickelt. Das ist sozusagen die Umkehr und Pervertierung eines Gleichheitsgedankens. Deshalb sage ich: Gleiches gleich, Ungleiches ungleich.

herCAREER: Du sagst, Diversität sei dem Wesen nach nichts anderes als Einzelgerechtigkeit. Was meinst du mit Einzelgerechtigkeit genau?

Wolf Lotter: Auch da greift wieder der Maslow. Nach der vierten Ebene der Bedürfnispyramide – da geht es um Respekt und Anerkennung – kommt die fünfte: Selbstverwirklichung. Einzelgerechtigkeit ist also nicht nur das, was ich selber möchte für meine Person. Obwohl das schon das Wichtigste ist, dass man selbst ein erfülltes Leben hat. Einzelgerechtigkeit bedeutet aber auch, dass ich das, was ich gern und richtig tue, was ich kann, wofür ich talentiert bin und was meinen Lebensumständen entspricht – dass ich das selbst wählen kann.

Das ist Selbstverwirklichung, wenn man sich derart entfalten kann und sich selbst gerecht wird. Das wird gern verwechselt mit Selbstoptimierung. Das ist eine andere Geschichte, die mit der Selfie-Kultur zu tun hat: Ich möchte anderen gefallen. Aber die Selbstverwirklichung möchte nur einem selbst gefallen.

Wer das super verstanden hat, war einer meiner Freunde und langjährigen Wegbegleiter: Frithjof Bergmann, der Begründer von New Work. Er sagte, es komme drauf an, was wir wirklich wirklich wollen. Das ist die eigentliche Anstrengung der Selbstverwirklichung. Nicht anderen hinterherlaufen, sondern sich eigene Gedanken machen, wo man einen Unterschied macht. Das ist der Übergang vom kollektiven zum individuellen Menschen. Und der läuft nicht reibungslos und nicht auf Knopfdruck. Wir erleben jetzt einen Zwischenschritt: Altes Denken, aber neue Ansprüche. Und das ist kompliziert.

herCAREER: Es sind ja nicht nur Denkweisen aus dem Industriezeitalter heute immer noch verbreitet, sondern auch die Strukturen. Müsste man nicht daran etwas verändern?

Wolf Lotter: Ja absolut. Aber zunächst müssen wir verstehen, wo das alles herkommt. Wir denken immer noch wie die alten Griechen im Hellenismus, nämlich universalistisch, also einheitlich. Da kann es nur Gut und Böse geben, Entweder-oder und kein Sowohl-als-Auch, es gibt nichts dazwischen, keine Schattierungen. Schublade auf und Schublade zu. Unterschiede sind dann negativ konnotiert, weil ich immer nur die Abweichung vom Mainstream sehe. Deutschland ist ein Kind der deutschen Fabrikgesellschaft, die schon immer die Kleinstaaterei beklagt.

Das heißt letztlich, dass man immer so sein muss wie die anderen. Diese Einheitskultur ist hierzulande omnipräsent. Was nicht passt, wird passend gemacht – der Spruch bringt es so wunderbar auf den Punkt. Letztlich läuft es darauf hinaus, dass alle gleich sein müssen.

herCAREER: Differenz ist dann ein Mittel der Ausgrenzung. Warum können wir Unterschiede nicht inklusiv denken?

Wolf Lotter: Das ist die Kernfrage. Grenzen können Unterschiede sichtbar machen oder ausgrenzen. Lasse ich jemand über eine Grenze oder nicht. Wir haben in Organisationen aber einige Instrumente, die eher Konformität fördern anstatt Unterschiedlichkeit erkennbar zu machen. Das Benchmarking zum Beispiel. Die Idee dabei ist, so zu tun, als ob man etwas anderes beobachtet, aber nur, um sich anzupassen. Das ist der alte Trick. Das ist in der Mode übrigens auch ähnlich. Die Mode tut ja so, als ob sie individuell ist, wenn man etwas bestimmtes anzieht.

Aber tatsächlich ist man uniform. Man macht mit. Wähnt sich aber anders. Es ist ein Distinktionsmerkmal und es ist andererseits aber auch das Mitmach-Ding. Sehr oft versuchen wir durch bewusste Abgrenzung erkennbar zu sein und trotzdem mit zu tun. Wenn man sich diese Dialektik bewusster macht, passieren zwar keine Wunder, aber dann ist schon etwas getan.

herCAREER: Dein Ansatz ist also, dass sich durch Erkenntnis und Verständnis etwas ändert. Reicht das? Werden wir nicht auch neue Regeln wie die Quote brauchen, um Diversity zu fördern?

Wolf Lotter: Ich habe es schon immer für einen Fehler gehalten, Feminismus so zu verstehen, dass Frauen nun die Organisationen übernehmen, die Männer gebaut haben. Das ist ein struktureller Irrtum. Das sorgt nur dafür, dass sich Frauen so benehmen wie Männer, es geht gar nicht anders. Dann stehen nicht mehr die Männer morgens um 7 Uhr auf, gehen dynamisch ins Amt, rufen fleißig Tschaka und fallen spätabends ins Bett, sondern die Frauen tun das.

Das ist kein Fortschritt. Das ist ein falsch verstandenes Egalisierungsthema. Was bringt es, wenn wir Frauen in Führungsrollen bringen, aber die Führungsrollen nicht okay sind?

herCAREER: Wenn Frauen die Macht haben, könnten sie etwas verändern…

Wolf Lotter: Aber doch nicht allein dadurch, dass sie die Macht haben. Es geht nicht darum, dass die Macht den Besitzer wechselt. Dann setzte ich eine Kandidatin statt eines Kandidaten auf die Liste, die macht auch, was wir sagen. Sieht aber besser aus. Das reicht mir nicht! 50 Prozent Frauen, die konformistisch sind, statt 50 Prozent konformistischer Männer. Das ist zwar eine Form von Gerechtigkeit, aber eine unzulängliche. Mir wäre es lieber, dass wir Führungskräfte haben, die unabhängig denken und sich nicht adaptieren. Dann ist mir ihr Geschlecht wurscht.

Wir sollten die Systeme nicht mehr weiter so betreiben wie bisher, sondern uns fragen, was wir an hierarchischen Ideen noch mitschleppen. Vielleicht brauchen wir eine Quote, aber eine durchdachte.

herCAREER: Wie könnte eine durchdachte Quote aussehen?

Wolf Lotter: Die Frage ist, wer bildet die Quote inhaltlich aus und wer macht die Kultur. Der französische Soziologe Pierre Bourdieu hat erkannt, dass die gebildeten und wohlhabenderen Kreise feine Codierungen haben, die andere ausschließen. Ich bin ein Österreicher in Deutschland und habe sofort gemerkt, es gibt so viele Dinge, wo Du Dein Lebtag ausgeschlossen bist, weil Du die Codes nicht beherrschst. Das ist die eigentliche gläserne Decke, die Menschen mit Migrationshintergrund oder aus bestimmten sozialen Schichten täglich erleben.

Auch wenn alle eine Welcome Party veranstalten, das sind stahlharte Gehäuse. Die einzige Antwort, die ich darauf habe: Eigene Organisation und Netzwerke gründen, denn alles andere funktioniert nicht. Die lassen dich nicht ran.

herCAREER: Eine Netzwerkorganisation beschreibst Du in Deinem Buch so, dass Menschen dabei frei und unabhängig kooperieren. Inwiefern erlebst du denn heute tatsächlich solche Netzwerke?

Wolf Lotter: In Unternehmen sind sie selten. Aber es gibt schon immer mehr Leute, gerade im Management, die Transformation ernst genug nehmen, weil sie wissen, dass ihr Geschäft auf dem Spiel steht. Es geht darum zu lernen, wie man so zusammenarbeitet, dass alle etwas davon haben. Das ist das Prinzip der Genossenschaft. Frauen und Männer, die sich bewusst sind, was sie tun und die frei agieren können als Teil eines Ganzen. Dabei gehören sie nicht mehr der Firma, sondern sie gehören sich selbst.

herCAREER: Viele Arbeitgeber schreiben sich Diversität auf die Fahnen. Woran kann man erkennen, ob das nur Gerede ist oder tatsächlich was dahintersteckt?

Wolf Lotter: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass da, wo am meisten über Diversität geredet wird, am wenigsten los ist. Das ist wie beim Greenwashing: Firmen wiederholen ständig, wie nachhaltig und umweltbewusst sie sind und wie viele Nachhaltigkeitsprogramme sie haben. Greenwashing ist inzwischen ein Teil der Compliance geworden: Man hat ein eigenes Regelwerk und setzt ein Häkchen dran. Dafür braucht es dann Millionen von Workshops und Palaver, es verändert sich aber nichts.

Genauso ist es mit dem Changewashing, das ist gerade sehr populär. Echte Transformation ist nämlich sehr anstrengend. Man darf das Alte nicht gleich ganz lassen und muss gleichzeitig das Neue vorantreiben. Das ist eine Doppelanstrengung, die wir seit Jahren schludern lassen.

herCAREER: Sobald wir uns in der Gruppe bewegen, tun wir uns schwer mit anderen Meinungen und neigen dazu, uns anzupassen. Du sprichts von „Vereindeutigungsinstituten“. Was ist daran schlecht, wenn Menschen gemeinsam Klarheit schaffen, durch Regeln beispielweise?

Wolf Lotter: Regeln sind überhaupt nicht schlecht, nur die alten Regeln sind schlecht. Die Homogenisierung und der Gruppendruck nutzen den Mächten, denn dann ist alles viel übersichtlicher. Das Fürchterliche ist, dafür braucht es gar keine Regeln und Gesetze, das funktioniert ganz von alleine. Sehr viele Unterdrückungsmechanismen müssen gar nicht angewandt werden. Die wirklich harten Dinge sind die, über die wir nie reden, weil wir sie für normal halten. Die Art und Weise, wie wir miteinander reden und was wir nicht ansprechen.

Das ist das Infame an einer Kultur und an einer sogenannten Normalität, dass sie als Dogma funktioniert, wie der Philosoph Slavoj Žižek sagt. Das ist wie eine Wand, die niemand wahrnimmt. Diese hintergründige Erwartungshaltung, die wir in vorauseilendem Gehorsam erfüllen, indem wir uns anpassen. Darum müssen wir Regeln definieren, die diese Normalität entnormalisiert.

Es geht darum, die alte Normalität zu verlernen und ernsthaft die Frage zu stellen, was Kooperation ist und wozu sie dient. Wir sollten die Gleichförmigkeit der Duracell-Häschen nicht als Kooperation missverstehen. Nur wenn wir selbstbestimmt und selbstbewusst sind, sind wir in der Lage, wirklich zu kooperieren. Dann machen Regeln Sinn, wenn die Zusammenarbeit von Menschen in bestimmten Projekten sehr genau definiert wird.

herCAREER: Wie müssen Regeln formuliert sein, damit sie Diversität fördern?

Wolf Lotter: Neue Regeln sorgen dafür, dass es Grundlagen gibt, zum Beispiel soziale Absicherung, Rentenversicherung, Krankenversicherung, die Basics in Form eines Grundeinkommens. Das dürfen keine Almosen sein. Es geht um materielle Autonomie, von da aus können wir dann frei operieren, weil wir dem Druck und der Existenzangst entgehen. Das wäre eine politische Zäsur, weil das hieße, dass die, die viel haben, denen, die wenig haben, etwas abgeben müssen. Nicht im Sinne eines neuen Kommunismus, sondern aus der Erkenntnis heraus, dass wir diese Entwicklungsfreiheit brauchen.

herCAREER: Was ist mit denjenigen, die sich gar nicht persönlich entwickeln möchten?

Wolf Lotter: Dazu sollten wir niemand zwingen. Es wird heute viel zu oft Solidarität und Empathie geheuchelt – zum Beispiel mit dieser Phrase, dass man „jemand abholen“ muss. Das ist eine Machtparole. Letztlich ist das nur ein Ausdruck eines Menschenbildes, das sagt, ihr seid unmündig und ihr kriegt es nicht hin. Glaubt bloß nicht, ihr könnt euch allein entwickeln. Und zu viele Menschen haben das verinnerlicht und trauen sich das nicht zu. Weil sie es nie probiert haben. Deshalb muss man mit solchen Parolen schonungslos umgehen, viel radikaler als wir das heute tun. Wir müssen solches Denken klar benennen.

herCAREER: Die herCAREER versteht sich als Netzwerk für Menschen, die Frauen beruflich unterstützen möchten. Ist es eine gute Idee, sich mit Gleichgesinnten zusammenzutun oder nur eine weitere Form von Vereinheitlichung und Abgrenzung?

Wolf Lotter: Natürlich ist das eine gute Idee! Ich betone zwar die Aufgabe, dass wir uns unseres Selbst bewusster werden. Aber das selbstbestimmte Individuum ist keine Insel, sondern sucht Kooperation. Ein starkes Ich macht ein starkes Wir. In Netzwerken geht es um Solidarität bei der Durchsetzung von Transformation – sei es beim Lohn oder bei den Möglichkeiten von flexiblem Arbeiten oder Homeoffice. Gemeinsam können wir lernen zu verstehen, worum es bei der Transformation geht.

Ohnmacht und Angst sind die schlimmsten Feinde der Emanzipation. Deswegen ist Aufklärung und gegenseitige Unterstützung so wichtig. Ein Netzwerk, in dem man gemeinsam Probleme angreift, das ist sehr gut. Es darf nur nicht bei der Definition der gemeinsamen Probleme stehen bleiben. Man muss sie auch auf den Tisch legen und sie anpacken, damit sich etwas verbessert.

herCAREER: Wie gut gelingt es Dir selbst, Unterschiede anzuerkennen und nicht in die Vereinheitlichungsfalle zu tappen?

Wolf Lotter: Auch mir fällt das nicht immer leicht. Die Muster der Gleichmacherei stecken so tief in uns. Wir haben das von klein auf gelernt und wo immer wir hingehen und hinschauen, ist diese Kultur wiederzuerkennen. Dass wir uns das immer wieder klarmachen – mit nüchternen und nicht mit emotionalen Augen wie Karl Marx sagt – das ist harte Arbeit. Aber sich dafür anzustrengen, das ist nicht so schlecht.

Über die Person

Wolf Lotter (geboren 1962 in Mürzzuschlag/Österreich) ist Autor und Journalist mit dem Schwerpunkt Transformation und Innovation. Seine publizistische Karriere begann der Österreicher in Wien, wo er für verschiedene Wirtschaftsmagazine schrieb. Er ist Gründungsmitglied des Wirtschaftsmagazins „brand eins“, für das er seit 2000 die Leitartikel zu den Schwerpunktthemen verantwortet. Seit vielen Jahren ist der Wirtschaftsessayist auch als Keynote Speaker in Unternehmen, Ministerien, Verbänden, politischen Parteien und Stiftungen unterwegs.

Wolf Lotter gilt als einer der Vordenker, wenn es um die Entwicklung der Industriegesellschaft hin zu einer Wissensgesellschaft geht. Diese Thematik zieht sich wie ein roter Faden durch zahlreiche seiner Bücher: Zuletzt erschien nach „Innovation“ (2018), „Zusammenhänge“ (2020) und „Strengt euch an!“ (2021) am 11. April das Buch „Unterschiede. Wie aus Vielfalt Gerechtigkeit wird“ bei Edition Körber.

Am 06. Oktober 2022 kommt Wolf Lotter mit seinem neuen Buch „Unterschiede. Wie aus Vielfalt Gerechtigkeit wird“ auf die herCAREER-Expo und stellt im Authors-Meetup seine Thesen zum Thema Diversität vor.

Fotografin Katharina Lotter

Quelle messe.rocks GmbH 

UNMILK wird eFootball-Partner des FC St. Pauli

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UNMILK und der FC St. Pauli

UNMILK und der FC St. Pauli werden Partner:

Dass proteinreiche Lebensmittel für Sportler:innen unverzichtbar sind, ist kein Geheimnis. Künftig dürfen sich auch die eFootballer:innen des FC St. Pauli (Instagram: @fcstpauli.efootball) über eine Extra- Portion Protein freuen. Das Team konnte sich innerhalb kürzester Zeit erfolgreich im Gaming- Bereich etablieren, indem es gerade erst den DFB-ePokal gewinnen konnte, Deutscher Vizemeister in der Virtual Bundesliga wurde und mittlerweile drei Nationalspieler stellt. Die leckeren veganen High Protein Shakes in den Sorten „Vanilla Chai“, „Schoko“ und „Caffè“ des Hamburger Start-ups UNMILK (www.unmilk.com) sind also der optimale Begleiter, um auf dem virtuellen Rasen Höchstleistungen zu erbringen und die Aufmerksamkeitsspanne langfristig aufrecht zu halten. 

Partnerschaft auf Augenhöhe 

Mit der Kooperation eröffnet sich UNMILK neue Distributionswege in die virtuelle Welt, während der FC St. Pauli sein Ziel, sich gemeinsam mit Partner:innen für mehr Nachhaltigkeit und ein ökologisches Bewusstsein zu engagieren, weiter ausbauen kann. „Wir freuen uns, durch einen starken und erfolgreichen Partner wie den FC St. Pauli einen Weg in den Gaming- Bereich gefunden zu haben. Während wir die Milchwelt mit unseren Pflanzendrinks auf den Kopf stellen, tut der FC St. Pauli das bereits erfolgreich auf dem virtuellen Rasen – ein perfektes Match also“, so Jennifer Schäfer, Gründerin von UNMILK. Im Rahmen der Partnerschaft ist u. a. neben verschiedenen Aktivierungsmaßnahmen am POS sowie auf Social Media auch ein regelmäßiges Format auf dem twitch-Kanal des FC St. Pauli geplant. 

Bernd von Geldern, Geschäftsleiter Wirtschaft beim FC St. Pauli: „Wir sehen es als starkes Signal, dass sich mit UNMILK ein weiteres Unternehmen, das für Nachhaltigkeit und ökologische Verantwortung steht, bei uns im eFootball-Bereich engagiert. Wir möchten diesen Weg beim FC St. Pauli konsequent verfolgen und freuen uns sehr, wenn innovative Partner wie UNMILK ihn gemeinsam mit uns gehen und diese Themen in möglichst viele Bereiche tragen.“ 

Weitere Informationen finden Sie hier

Quelle ease PR

Powerfood statt high: Hanf-Startup bei 2 Minuten 2 Millionen

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Hempions

Das Vorarlberger Startup Hempions präsentiert kommenden Dienstag, den 26.04.2022, seine Produktinnovationen rund um die Superpflanze Hanf, allen voran seinen Harmesan, um 20:15 in „2 Minuten 2 Millionen“ bei PULS 4. 

Für ein mögliches Investment dürfen die Hempions kommenden Dienstag ihre außergewöhnlichen Bio-Produkte vor der Jury des Fernsehformates „2 Minuten 2 Millionen“ präsentieren. Mitgründer und Kunstturnstaatsmeister Florian Braitsch verspricht: „Auf die Zuseher wartet auf jeden Fall ein Fernseh-Pitch der Extraklasse. Schon zu Beginn haben wir uns eine besondere Überraschung einfallen lassen.“ 

Von Spitzensportlern zu Hanf-Enthusiasten

2018 gründeten die vier Spitzensportler, Daniel Meier, Fabian Braitsch, Florian Braitsch und Lukas Bitschnau, Hempions. Sie erkannten das Potenzial der Hanfpflanze, nachdem Ski-Weltcup Profi Daniel Meier an chronischen Rückenschmerzen litt und diese durch eine grundlegende Ernährungsumstellung rund um Hanfsamen beseitigte. Die Samen des Hanfs enthalten besonders viel pflanzliches Eiweiß, essenzielle Fettsäuren und Mineralstoffe.

“Es gibt so viele andere Sachen, Spritzen und Chemie (…), aber das ist nur eine Symptombekämpfung. Ich wollte an die Ursache gehen. Mit der Ernährungsumstellung, mit den Hanfsamen, bin ich an die Ursache herangegangen. Das hat uns so fasziniert, dass wir Hempions gegründet haben“, erzählt Meier. 

Geschmack als treibende Kraft

Als Sportler wissen die jungen Vorarlberger, wie wichtig gesunde Ernährung für den Erfolg im Sport und für den Körper im Allgemeinen ist. Oft wird jedoch für die optimalen Nährwerte der gute Geschmack geopfert. 

Bei den bestehenden Produkten am Markt waren die Gründer enttäuscht und setzen sich Qualität und Geschmack als oberstes Ziel für ihre Produkte. 

Neben den Hempions-Klassikern wie nussigem Hanföl, süßen Hanf Crunchies oder Hanfprotein-Pasta stellen die Hempions der Investoren-Jury bei „2 Minuten 2 Millionen“ ihre neueste Produktinnovation vor: Hanf Harmesan. 

Er ist die pflanzliche Parmesan-Alternative aus Hanfsamen. Neben optimalen Nährwerten besteht Hanf Harmesan aus rein natürlichen Zutaten in Bio-Qualität und hat einen nussig-käsigen Geschmack. 

Hanf – gut für Mensch und Natur

Neben dem Einsatz als wertvoller Nährstoff für den menschlichen Körper ist Hanf auch eine bedeutende Nutzpflanze in puncto Nachhaltigkeit. Hanf wächst nahezu überall ohne Verwendung von künstlichem Dünger oder Spritzmitteln. Die Hanfpflanze kennt keine natürlichen Feinde und ist sehr robust. Dank des dich­ten Wurzelwerks lockert sie das Erdreich, entzieht den Böden Schadstoffe und hinterlässt diese fruchtba­rer. Hanf trägt als effizienter CO2-Speicher zum Klimaschutz bei und passt ideal in die nachhaltige Land­wirtschaft. 


Bild 1: 
(v. l. n. r.)Hempions-Gründer Fabian Braitsch, Daniel Meier, Florian Braitsch(c) PULS 4/ Gerry Frank

Weitere Informationen finden Sie hier

Quelle Hempions GmbH

vly erhält Mega Deal in der österreichischen Start-Up Show 2 Minuten 2 Millionen

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vly

DAS BERLINER FOOD START-UP VLY ERHÄLT INVESTMENT DEAL VON DANIEL ZECH IN DER PULS 4-SHOW “2 MINUTEN 2 MILLIONEN

Mit Herzblut, 100% Geschmack und hochwertigem Nährwertprofil in den österreichischen Markt. 

“Während viele traditionelle Lebensmittel Entwicklungen jahrelang auf die perfekte, einzigartige Sorte hinarbeiten, verfolgen wir mit vly anstelle von Perfektion eine “never stop learning” Haltung. Statt sich immer wieder neuen Produkten zu widmen, forschen wir auch an bestehenden Versionen weiter und versuchen sie an den neuesten Stand der Wissenschaft anzupassen.” –  Nicolas Hartmann, Co-Founder von vly und verantwortlich für den Bereich R&D.

Anfang 2018 haben sich die drei Gründer Moritz Braunwarth, Nicolas Hartmann und Niklas Katter zusammengetan und vly gegründet. Das Food Start-Up entwickelt und forscht seitdem im eigenen Lab in Berlin und verändert die Lebensmittelindustrie. Mit der Mission, Menschen dabei zu unterstützen, das beste Potential aus sich herauszuholen – durch die Entwicklung der gesündesten Milchalternativen, die gleichzeitig durch ihren leckeren Geschmack überzeugen.

In Deutschland ist vly bereits in über 8000 Supermärkten. Nun will die junge Foodbrand in das europäische Umland expandieren und konnte nun auch in der österreichischen Start-Up Show “2 Minuten 2 Millionen” überzeugen. Die erfolgreiche Puls 4-Show strahlt aktuell die 9. Staffel aus.

Investition: Wer ist dabei?

 Die Produkte & und die Mission von vly konnte alle Investoren begeistern.
“Uns ist bewusst, dass unsere Bewertung höher ist gegenüber anderen Start-Ups. Wir sind im Vergleich aber einfach schon länger am Markt und und konnten so bereits höhere Umsätze als andere Start-Ups am Markt erzielen.”   – Niklas Katter, Co-Founder von vly.  
Für den erfolgreichen Aufbau der Marke und den bisherigen Markteintritt gab es entsprechend großes Lob der Investoren. In dem deutschen Format “Die Höhle der Löwen” hat es damals für vly nicht geklappt. Bei “2 Minuten 2 Millionen” konnten Nicolas Hartmann und Niklas Katter den erfolgreichen SevenVentures Investor Daniel Zech überzeugen.

Die Nachfrage an veganen Lebensmitteln steigt weiter.

Der Markt an alternativen Lebensmittelprodukten boomt – Tendenz steigend. Was früher noch Öko-Nische war, ist jetzt Lifestyle. Aufgrund dieser Entwicklung sind Konsument:innen deutlich offener in die neue Geschmackswelt einzutauchen. Und auch in Österreich ist der Trend zur veganen Ernährung nicht mehr aufzuhalten. 

Weitere Produkte von vly werden in 2022 folgen und das Forschungs & Entwicklungs Team befindet sich bereits in weiteren Produktionsprozessen. Mit jedem Forschungsdurchbruch werden die Versionen optimiert. Aus 1.0 wurde step by step 2.0. Bis hinzu den neuesten 3.0 Varianten. Gemeinsam mit einer Tester:innen Community werden sensorische Daten aufwendig analysiert und verarbeitet, um so die Produkte im Geschmack zu perfektionieren.

“Auf der Marketing Ebene ist es unsere Herausforderung, die Menschen zu überzeugen vly zu probieren. Die erste Assoziation bei einer veganen Milchalternative aus Erbsenprotein ist eben nicht direkt 100% Geschmack. Mit einem breit aufgestellten Marketing Expert:innen Team erreichen wir mit unterschiedlichsten Marketing Stunts täglich mehr Menschen.”  – Niklas Katter, Co-Founder von vly und verantwortlich für den Bereich Marketing & Sales.

vly ist fest davon überzeugt, dass sich in unserer Welt auch unsere Lebensmittel weiterentwickeln sollten.  Nährstoffe wie Proteine, Ballaststoffe und Vitamine, sind die Stoffe aus denen wir gebaut sind. Sollten wir diese dann nicht auch täglich zu uns nehmen? 

Bild (c) PULS 4_Gerry Frank

Quelle VF Nutrition GmbH

SYNSOR sammelt 6-stellige Finanzierung für Muster- und Trenderkennung in der Produktion

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Das KI Start-Up SYNSOR aus München setzt sein rasantes Wachstum im Bereich der KI-gestützten Produktionsüberwachung fort und sammelt insgesamt 400.000€ an Finanzierung ein.

Bereits jetzt setzen SYNSORs Kunden auf die Möglichkeit, durch bildbasierte Echtzeitüberwachung die Effizienz ihrer Produktion zu erhöhen. Das Investment wird vor allem genutzt, um das Team der KI-gestützten Software zu erweitern und das Produkt weiterzuentwickeln. Nach erfolgreicher Pre-Seed Runde durch APX haben nun weitere Investoren in das Start-Up investiert.

Muster- und Trenderkennung in der Produktion

Mit der eigens entwickelten Software namens “ACT” ermöglicht SYNSOR eine KI-gestützte Muster- und Trenderkennung in der Produktion, um in Echtzeit auf entstehende Probleme reagieren zu können. Dazu greift SYNSOR auf die Bilddaten existierender Kameras zur Qualitätsüberwachung zurück. Das senkt die Hürde der Nutzbarkeit in der Industrie und ermöglicht möglichst vielen fertigenden Unternehmen, weniger Material zu verschwenden bei gleichzeitig geringerem Personalaufwand. Für die Technologie wurde bereits ein Patent eingereicht.

Letzter Baustein für die vollautomatisierte Produktion

SYNSOR kann ohne großen Aufwand in bestehende Produktionsketten integriert werden und ist somit universell einsetzbar. Sollte entsprechende Hardware zur Qualitätsüberwachung noch nicht vorhanden sein, liefert SYNSOR ein passendes Komplettsystem. In Kombination mit den notwendigen Maschinendaten wird ACT erstmalig den Weg zu einer vollautomatisierten Produktion ebnen.

Rasantes Wachstum vor allem im Bereich der Software Entwicklung

“Mit der Finanzierung planen wir vor allem unser Entwicklungsteam zu verdoppeln. Die künstliche Intelligenz, die wir nutzen, ist technisch enorm anspruchsvoll, daher liegt hier unser Fokus. Daneben ermöglicht uns das frische Kapital auch, die Vertriebsaktivitäten hochzufahren, und gezielt erste Nischenmärkte zu erobern, etwa im Premium-Gebrauchsgüter-Bereich.” so Benjamin Gosse, Gründer und CEO von SYNSOR.

APX investiert zum zweiten Mal

“Nach unserem Investment im letzten Jahr hat das Team mit ersten Kunden, beeindruckendem technischen Fortschritt und eingereichtem Patent für uns bewiesen, dass ein Folgeinvestment die richtige Entscheidung ist.“, sagt Jakob Kleihues, Investment Manager bei APX.

Weitere Informationen finden Sie hier

Quelle Synsor.ai UG 

The Plant Box –  Mega-Deal mit Carsten Maschmeyer und Judith Williams

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Auspacken, Einsetzen, Fertig! Einfache und nachhaltige Balkonbepflanzung neu gedacht – das innovative Konzept überzeugt die Investoren Carsten Maschmeyer und Judith Williams.

Gut vorbereitet startete das The Plant Box-Team in die Show. Zur Veranschaulichung durfte ein Balkon, die per Hand zusammengestellten Pflanzenkreationen sowie der aus 100 % recycelten Pflanzenölen bestehende Balkonkasten natürlich nicht fehlen. Das Produkt spricht für sich und die damit verbundene Arbeitserleichterung erkannten auch die Löwen. Carsten Maschmeyer und Judith Williams treiben nun als Investoren das Berliner Startup voran. Doch damit nicht genug: Kurz nach dem Deal hat das Startup mit dem Hamburger Company Builder und VC Hanse Ventures noch einen weiteren institutionellen Investor von sich überzeugt.

Wie lief der Deal? 

Besser konnte es für die Mommy-Gründerinnen kaum laufen: Gleich zwei Investoren überzeugten sie von ihrer Idee. Anne, Co-Founderin im Team, über den Tag der Aufnahme: „Wir waren sehr aufgeregt, aber hatten das klare Ziel vor Augen, einen Löwen-Deal abzuschließen.“ Dass es nicht einfach werden würde, wussten die Female Founder bereits zu Beginn. Doch trotz engem Rennen zwischen Dr. Kofler, Carsten Maschmeyer und Judith Williams, entschieden sich Anne Baltes-Schlüter und Alice Sare Özserin für ihre Lieblingslöwen. Mit dem Power-Duo Maschmeyer und Williams einigen sie sich schließlich auf 150.000 Euro für 20 % Firmenanteile. 

Judith Williams freut sich auf die künftige Zusammenarbeit: „Alice und Anne von The Plant Box sind zwei beeindruckende Frauen, die Floristik als innovatives und digitales Konzept in „Die Höhle der Löwen“ gebracht haben. Da ich selbst weder die Zeit noch das Talent habe, Blumen so zauberhaft zusammen zu stellen, habe ich mir so eine clevere Lösung schon immer gewünscht. The Plant Box ist ein perfektes Beispiel dafür, wie man sich das Leben, mit einem Click schöner und vor allem leichter machen kann.“ 

Auch Carsten Maschmeyer sieht großes Potenzial in dem jungen Startup aus Berlin: „The PlantBox bringt Leben auf den Balkon! Als großer Gartenfreund war ich sofort von Annes und Alices Idee begeistert. Blühende Balkonbepflanzungen müssen nicht viel Arbeit machen. Denn The Plant Box liefert fertige, kreative Pakete und bildhübsche Pflanzen direkt vor die Haustür – trickreich und nachhaltig verpackt. Das spart jede Menge Zeit und Schmutz. Der “blühende” Sommer kann kommen!“ 

Was hat sich seit dem Deal getan? 

Um die Kapazitäten weiter auszubauen und die Wachstumsziele von The Plant Box zu realisieren, konnte unmittelbar nach dem Deal ein weiterer Investor, wie der Hamburger Company Builder und VC Hanse Ventures, gewonnen werden. Inzwischen ist aus dem kleinen Startup ein stark wachsendes Unternehmen mit vielversprechenden Zukunftsaussichten geworden. So wurde die Produktionsfläche auf mehrere 100 m2 erweitert und die Anzahl der Mitarbeitenden von 5 auf 30 erhöht. Auch das Team der Gründerinnen hat Zuwachs bekommen: mit Volkswirtin Laura Jassoy haben sie eine weitere 

Co-Founderin mit reichlich Erfahrung ins Boot geholt. Ebenfalls erweitert sich die Produktrange stetig. The Plant Box bietet pro Jahr über 25 verschiedene und saisonal angepasste Pflanzenkreationen an. Damit die dafür benötigten Pflanzen in einer gleichbleibenden hohen Qualität regional bezogen werden können, ist das Berliner Unternehmen eine Kooperation mit Landgard, Deutschlands führender Vermarktungsorganisation für Pflanzen, eingegangen. Ein Plus, das auch den Kund:innen zugutekommt, die von hochwertigen Pflanzen profitieren.

Wer steht hinter The Plant Box? 

Gartenbauwissenschaftlerin Alice Sare Özserin und Betriebswirtin Anne Baltes-Schlüter gründeten das Startup, mit der Mission, Berlins graue Fassaden zu verschönern. Die Idee entstand während gemeinsamer Spaziergänge in der Pandemie. Beim Betrachten der tristen und lieblos dekorierten Balkone dachte sich Co-Founderin Anne schließlich: „Menschen sollten eine schöne Balkonbepflanzung so einfach bekommen wie sie sich einen Blumenstrauß im Laden um die Ecke kaufen.“ Für sie steckt so viel mehr Potenzial in städtischen Balkonen. „Das Problem ist nicht der fehlende Wille zur Umgestaltung, sondern oftmals der Zeitmangel und auch logistische Schwierigkeiten, die den Transport der Pflanzen und der schweren Erde betreffen. Hinzu kommt der Dreck, der bei der Bepflanzung auf dem Balkon zurückbleibt.“, so Convenient Gardenig Spezialistin Alice.

Blühende Zukunftsaussichten 

Die Zukunft von The Plant Box steht ganz im Zeichen der Expansion. Bei einem Marktvolumen von rund zwei Milliarden Euro, zählen Anne, Alice und Laura knapp ein Drittel davon zu ihren potenziellen Kund:innen. Bisher liefert das Unternehmen nach Deutschland und Österreich, aber das Ziel ist klar: The Plant Box will zukünftig auch in weitere Länder Europas expandieren sowie den B2B-Bereich zusammen mit Hotels, Restaurants und öffentlichen Gebäuden erschließen.

V.l.n.r.: Judith Williams, Anne Baltes-Schlüter, Alice Sare Özserin und Carsten Maschmeyer nach erfolgreichem Doppel-Deal © RTL / Bernd-Michael Maurer

Quelle Hansmann PR / Brunnthaler & Geisler GmbH

GREENFORCE gewinnt Starfußballer Thomas Müller als Investor

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Thomas Müller
Thomas Müller für GREENFORCE

FUSSBALL-NATIONALSPIELER THOMAS MÜLLER SCHIESST EIN TOR FÜR GREENFORCE

Die GREENFORCE FUTURE FOOD AG holt unter der Leitung von Gründer und Vorstand Thomas Isermann sowie Co-CEO und Vorstand Hannes- Benjamin Schmitz erneut einen prominenten Investor ins Boot. Nachdem erst Ende 2021 im Rahmen einer Eigenkapitalrunde neben renommierten institutionellen Investoren bereits namhafte Persönlichkeiten wie Moderator Joko Winterscheidt und Feinkostkönig Michael Käfer gewonnen wurden, freut sich das Food-Tech-Start-up über das Engagement von Thomas Müller.

Der Starfußballer glaubt an die engagierten und kreativen Köpfe im Team GREENFORCE, den Erfolg des Unternehmens und vor allem an die langfristige und nachhaltige Mission von GREENFORCE. Müllers Investition soll vorwiegend dazu dienen, das Wachstum des klimaneutralen Unternehmens zu fördern sowie das zukunftsorientierte Forschungs- und Entwicklungszentrum in München zu stärken. 

Thomas Müller, der genau wie GREENFORCE gebürtiger Bayer ist, ist selbst schon auf den Geschmack gekommen. „Meine Lieblingsprodukte sind die Easy To Mix Streichwurst und die frische Mini-Frikadelle, der Geschmack ist absolut authentisch“. Eine Probelieferung von GREENFORCE Produkten, die von Fleisch-, Fisch- und Ei- bis hin zu Milch-Alternativen reichen, gabs auch schon für seine Teamkollegen. 

„Ich finde es cool und freue mich sehr, in einem so innovativen Unternehmen wie GREENFORCE investiert zu sein. Die Produkte sind superspannend und bieten eine geschmackvolle und nachhaltige Alternative für einen ausgewogenen Speiseplan. GREENFORCE gibt mit seiner Philosophie jedem Einzelnen von uns die Möglichkeit, bewusst Ressourcen unserer Erde zu schonen und die Herausforderungen der Zukunft mit anzupacken. Und das ganz nach Lust und Laune. Pack mas!“ – Thomas Müller 

GREENFORCE bietet neben seinen veganen Frischeprodukten im Kühlregal vor allem pflanzliche Alternativen zum Selbstmixen im Handel sowie im eigenen Onlineshop an. Durch die innovative Pulverform ist dem Food-Tech-Start-up die Schaffung einer neuen Produktkategorie gelungen. Diese sogenannten Easy To Mix Produkte sind nicht nur besonders lange haltbar, sondern auch ungekühlt lagerbar, was dem klimaneutralen Unternehmen ein besonderes Alleinstellungsmerkmal verleiht: Das wahrscheinlich nachhaltigste Pflanzenfleisch der Welt verbraucht in der Produktion so wenig CO2 wie kein vergleichbares Produkt auf dem Markt.

Durch das breite Angebot von ungekühlten Produkten zum Selbstmixen sowie gekühlten, verzehrfertigen Snacks liefert GREENFORCE seinen Verbraucher*innen für jede Lebenslage die nachhaltigste Alternative. 

„Wir verstehen uns als Climate Food Company. Durch 100 Prozent veganen Genuss machen wir es unseren Verbraucher*innen leicht, mit dem Konsum und Verzehr unserer Produkte einen messbaren Impact für die Umwelt zu leisten. 

Dass tierische Lebensmittel und vor allem deren Produktion zu viele Treibhausgasemissionen verursachen und somit maßgeblich am Klimawandel beteiligt sind, ist schon lange offiziell bestätigt. Durch unser Angebot nachhaltigster Fleisch-, Fisch-, Ei- und Milch- Alternativen schaffen wir eine innovative und neue Kategorie im Food-Bereich. Eine Kategorie, die keine Kompromisse für die Umwelt oder den Geschmack zulässt“, kommentiert Thomas Isermann, Gründer und Vorstand von GREENFORCE. 

GREENFORCE, 2021 mit dem Green Product Award und PETAs Vegan Food Award ausgezeichnet, ermöglicht eine gesunde und nachhaltige Lebensweise durch pflanzliche Lebensmittel. Alle Produkte sind zu 100 Prozent vegan und werden in Deutschland hergestellt. Qualität und Nachhaltigkeit stehen für das Unternehmen im Fokus. Für die Produktion von 100 Gramm Erbsenprotein werden im Vergleich zu 100 Gramm Rindfleischprotein rund 48-mal weniger Land sowie 8-mal weniger Wasser benötigt und 113-mal weniger CO2 ausgestoßen.

Bereits seit über acht Jahren forscht GREENFORCE an pflanzlichen Proteinen und verfügt über fundierte Kenntnisse der Ernährungswissenschaft. Zudem ist GREENFORCE klimaneutral, setzt auf eine grüne Logistik und kompensiert unvermeidbare CO2-Emissionen vollständig durch wirkungsvolle Klimaschutzprojekte. 

Bild © GREENFORCE

Quelle PEPPERSTARK GmbH

Außen knusprig, innen saftig

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BBQ Rescher

Das neue Grill-Tool für den Sommer: Mit dem BBQ Rescher* wird’s außen knusprig und innen saftig!

An den Grill, Feuer, los! Ab jetzt heizt der BBQ Rescher jeder Grillparty ein: Mit dem multifunktionalen Edelstahl-Halter gelingen zarte Spareribs, knuspriges Bauchfleisch und Co. im Handumdrehen. Dank seiner speziellen Form ist das Grillgut im idealen Winkel fixiert und überschüssiges Fett kann abtropfen. So entstehen extra krosse Krusten!

Die „Wammerl“ müssen „resch“ sein

Bei ihrem Pitch in der VOX-Gründershow „Die Höhle der Löwen“ gab es von den Gründern Tobi und Alex Bayerisch-Nachhilfe: Die „Wammerl“, also Bauchspeckstreifen vom Grill, müssen „resch“ sein – also knusprig. Da sie selbst als leidenschaftliche Griller nicht immer das perfekte Ergebnis erzielten, erfanden sie kurzerhand den BBQ Rescher. Einem Löwen hat es besonders gut geschmeckt: Investor Ralf Dümmel machte ein Angebot und die Gründer schlugen ein.

Perfekter Winkel für knusprige Krusten

Mit dem BBQ Rescher wird das Grillgut außen knusprig und bleibt innen saftig – von köstlichem Bauchfleisch über zarte Spareribs, leckeren Fisch und krosse Chicken Drumsticks bis hin zu knackigen Spießen! Der hochwertige Edelstahl-Halter sorgt dafür, dass das Fleisch oder Gemüse im perfekten Winkel auf dem Rost liegt, und eignet sich für nahezu jeden Grill mit oder ohne Deckel. Er ist langlebig, leicht zu reinigen und kann nach dem BBQ einfach in die Spülmaschine. Dank praktischer Seitengriffe lässt er sich mit Topflappen oder Grillhandschuhen ganz einfach vom Rost nehmen und tragen. Der BBQ Rescher ist das neue, unverzichtbare Tool für die Grillsaison und begeistert alle am Tisch mit perfekt gegartem, knackigem Grillgut!

„Wir lieben Grillen und wir mögen unsere Wammerl resch! Deswegen wollten wir ein praktisches Grill-Tool entwickeln, das vielseitig einsetzbar ist und für schön krosse Krusten sorgt. Mit unserem BBQ Rescher bekommen Grillfans leckeres Bauchfleisch, Spareribs, Spieße, Fisch und auch Hähnchenschenkel noch einfacher hin – und zwar innen saftig und außen resch!“ Alex Feilen Mitgründer von BBQ Rescher

„Was Tobi und Alex in „Die Höhle der Löwen“ gezeigt haben, hat alle Löwinnen und Löwen umgehauen. Mit dem BBQ Rescher wird der Bauchspeck auf dem Grill nun endlich „resch“ – oder wie wir im Norden sagen: knusprig! Auch perfekt für Fisch, Spieße, Chicken Drumsticks und vieles mehr. Also: An den Grill, fertig und resch!“ Ralf Dümmel Investor und Geschäftsführer DS Unternehmensgruppe Produktvorstand The Social Chain AG

Der BBQ Rescher ist unter www.bbq-rescher.de aktuell für 19,99 € – aber auch im Handel – erhältlich.

Bildquelle RTL / Bernd-Michael Maurer

*Nach der Aufzeichnung benannte sich das Startup um: Aus Bavarian Rescher wurde BBQ Rescher!

Quelle DS Unternehmensgruppe/ BBQ-Rescher GmbH

Solange das männliche Maß das Ideal für Führung und Macht ist, werden wir nicht weiterkommen

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Janine Steeger und Ines Imdahl


Geschlechtergerechtigkeit und Nachhaltigkeit gehören für sie zwingend zusammen. Die Journalistin Janine Steeger und die Psychologin Ines Imdahl haben gemeinsam ein Buch geschrieben, das genau daran keinen Zweifel lässt. Ihr Credo: Damit die Welt eine Zukunft hat, müssen wir die Stärken aller Geschlechter miteinander vereinbaren.

Ihr Buch „Warum Frauen die Welt retten werden – und warum Männer dabei unerlässlich sind“, das im Frühjahr 2022 im Komplett-Media-Verlag erschienen ist, soll Frauen und Männer dazu animieren, sich nicht mehr als Konkurrenz zu sehen, sondern sich gegenseitig sichtbar zu machen und endlich an einem Strang zu ziehen.

Weil es bislang aber immer „nur ein Gefühl war, dass Frauen einen echten Mehrwert für die Nachhaltigkeit  liefern“, haben die beiden Autorinnen ein besonderes Konzept erarbeitet: Das Buch basiert auf einer Studie, für die Ines Imdahl zunächst tiefenpsychologische Interviews mit Führungspersönlichkeiten wie Frank Dopheide geführt hat, um die Ergebnisse dann in Gesprächen mit prominenten Expert:innen aus den Bereichen Nachhaltigkeit, Diversität und Empowerment, darunter Verena Pausder, Robert Franken, Louisa Dellert und Fränzi Kühne, zur Diskussion zu stellen. Dieser Ansatz geht offenbar auf, das Buch verkauft sich gut.

Die Autorinnen verzichten dabei ganz bewusst auf den Begriff Feminismus, um nicht „ausschließlich für diese Botschaft“ abgespeichert zu werden und Männer nicht mit einer vermeintlichen Kampfansage vor den Kopf zu stoßen. Wenngleich sie sich selbst durchaus als Feministinnen bezeichnen, „für alle, die wissen, was dieser Begriff wirklich bedeutet.“ Anders als andere Publikationen im feministischen Bereich, möchten sie Männer aber unbedingt ganz gezielt mit ansprechen.

„Warum Frauen die Welt retten … und warum Männer dabei unerlässlich sind“

herCAREER: Liebe Ines, liebe Janine, wie kam es dazu, dass ihr zusammen ein Buch schreibt?

Janine Steeger: Ines und ich sind uns schon vor ein paar Jahren vorgestellt worden durch eine gemeinsame Physiotherapeutin. Wir sind beide aus Köln und da läuft man sich schon zwangsläufig über den Weg irgendwann. 2018 habe ich dann die Initiative Futurewoman ins Leben gerufen, und wollte mit meinen beiden Mitgründerinnen unbedingt ein Studie zum Thema „Mehrwert von Frauen in der Nachhaltigkeit“ aufsetzen. Denn bis dahin war es eher ein Gefühl, dass sich Frauen mehr für das Thema Nachhaltigkeit engagieren und interessieren, aber eben ohne Belege. Daraufhin habe ich Ines, die zu dem Zeitpunkt auch schon selbst Futurewoman war und bis heute ist, angesprochen und ins Boot geholt.

Ines Imdahl: Janine hat aber nicht nur angerufen, um mit mir gemeinsam diese Studie aufzusetzen, die mich im Übrigen auch sehr interessiert hat, sondern auch gesagt: Ines, wir machen die Studie, schreiben ein Buch, und das wird ein Beststeller! Und da habe ich geantwortet: Na, gut. Wenn du das sagst, machen wir das. Wir sind beides keine Frauen, die ein Problem haben mit zu bescheidenem Auftreten. Und stehen beide gern auch mal im Mittelpunkt.

herCAREER: Seid ihr euch beim Arbeiten am Buch denn deshalb auch mal in die Quere gekommen?

Janine Steeger: Wir haben ja ganz klare Rollen in dem ganzen Spiel, das ist sicherlich ein großer Vorteil. Und wir haben uns die Bälle wirklich immer gut zugespielt, während des Laufens, via Sprachnachricht, via WhatsApp, sind wir immer in Kontakt gewesen. Ines hat die tiefenpsychologischen Interviews geführt und ich habe die Ergebnisse dann in Gesprächen mit prominenten Experten und Expertinnen in der Praxis sozusagen überprüft.

Ines: Die Struktur des Buches hat sich im Prozess mehrfach verändert. Denn obwohl ich mich schon so viele Jahre forscherisch mit dem Thema Frauen und Gleichberechtigung beschäftige, bin ich im Zuge der Recherche immer wieder auf Felder gestoßen, in denen mir die strukturelle Benachteilung so noch gar nicht bewusst war und mich sehr aufgewühlt hat. Aber wir hatten ja entschieden: Wir wollen nicht anklagen und jammern. Wir wollen mit den Führungspersönlichkeiten gemeinsam konstruktive Ansätze entwickeln, die Frauen und Männer gleichermaßen nach vorne bringen. Wir wollen Männern ganz konkret den Mehrwert von Gleichberechtigung, die wir lieber Gleichwertigkeit nennen, aufzeigen. Das war uns sehr, sehr wichtig.

herCAREER: Euer Ansatz lautet ja auch: Lieber umbegeistern, als immer nur zu kämpfen. Ist es nicht dennoch so, dass es den ein oder anderen gibt, der den Titel eures Buches als Kampfansage wertet?

Janine Steeger: Absolut, das kann ich bestätigen. In all unseren Interviews, die wir für das Buch geführt haben, war es den Befragten außerordentlich wichtig, klar zu stellen, dass sie nicht bei Geschlechterkämpfen oder „Männerbashing“ mitmachen wollen. Wir mussten immer wieder erklären, dass das Gegenteil der Fall ist, und dass wir bewusst einen provokanten Titel gewählt haben, um möglichst viele auf das Thema aufmerksam zu machen. Und ja, der Untertitel, der die Männer ja explizit inkludiert, ist sehr kleingehalten. Aber es ist dennoch eine ganz wichtige Botschaft, die wir unbedingt vermitteln wollten.

Ines: Der Verlag wollte die Männer ursprünglich gar nicht im Titel haben, da hatten wir beide aber das Gefühl, es ist relevant, um das Gemeinsame auch herzustellen. Ich empfinde das als eine Art Qualitätssiegel. Wir grenzen uns damit deutlich ab von anderen Publikationen.

herCAREER: Erreicht ihr denn mit eurer Botschaft genauso viele Männer wie Frauen?

Janine Steeger: Das ist nach wie vor schwer. Wir erleben immer wieder, dass auf Veranstaltungen, die Gleichberechtigung in irgendeiner Form thematisieren, kaum Männer auftauchen. Erstens empfinden viele Männer unseren Titel nach wie vor als provokant, und es gilt zweitens noch häufig als unmännlich, sich dafür zu interessieren und zu engagieren.

Dabei bekommen wir von den Männern, die das Buch bereits gelesen haben, ganz deutlich gespiegelt, dass sie unseren Ansatz als sehr positiv wahrnehmen und sich entlastet fühlen. Gerade beim Thema High Performance: So viele Männer haben das Gefühl, immer voran gehen zu müssen, immer Höchstleistung erbringen und möglichst viel Geld verdienen zu müssen. Und es gibt eben ganz viele Männer, die das überhaupt nicht so geil finden.

Ines: Wir haben in unseren Köpfen einfach diese Klischees, also Eigenschaften, die wir entweder klar dem Männlichen oder dem Weiblichen zuschreiben. Dabei haben wir es in unseren Gesprächen so oft erlebt, dass die befragten Männer gesagt haben: Aber ich bin doch auch fürsorglich, ich kümmere mich genauso um unsere Kinder und im Unternehmen bin ich auch der Kümmerer. Dafür werde ich einfach nicht wertgeschätzt, sondern eher schräg angeschaut. Weibliche Qualitäten müssen also unabhängig von dem Geschlecht, das sie innehat, genauso viel Wert sein, wie die männlichen.

herCAREER: Spielt das Alter eine Rolle?

Ines: Gerade die älteren Männer haben diesen Druck oft geäußert, während die Jüngeren stärker den Wunsch äußerten, sich auch um Kinder kümmern zu können. Altersunabhängig haben alle die gleichen Vorurteile im Kopf. Und jedes Interview hat eigentlich mit der Frage begonnen: Ehrlich jetzt, müssen wir das schon wieder thematisieren? Sind wir nicht alle längst gleich. Nein, sind wir nicht. Nur weil eine Frau ihren Mann steht, haben wir noch lange keine Diversity, sagte uns Frank Dopheide im Interview. Und solange das männliche Maß Ideal für Führung und Macht ist, werden wir nicht weiterkommen in puncto Diversity Darunter leiden Frauen genauso wie die Männer. Die männlichen Qualitäten sind ja nicht per se schlecht: Durchsetzungsstärke, alles auszublenden und sich zu fokussieren, mit Kraft vorangehen oder zu riskieren, das können auch Frauen. Aber sie wollen nicht immer so führen wie die Männer, sondern eben oft auf andere, weibliche, kümmerndere Art. Oftmals entscheiden sie sich dann gegen das Führen – das eben auch vom männlichen Maß her gedacht wird. Am besten kommen wir weiter, wenn männliche und weibliche Qualitäten ineinandergreifen.

herCAREER: Wie nehmen Frauen eure Botschaft wahr?

Ines: Bei den jungen Frauen mache ich mir schon fast Sorgen. Viele denken, es würde alles von allein funktionieren, ohne Quote, einfach nur durch Ausbildung. Aber das wird nicht passieren, das ist sehr, sehr klar. Wir brauchen, wie Janine immer sagt, zumindest vorübergehend eine 50-50-Quote als Brücke.

herCAREER: Unsere patriarchal geprägte Gesellschaft hat uns bislang in tiefe wirtschaftliche und humanitäre Krisen geführt. Die Angriffskrieg gegen die Ukraine ist ein schrecklicher Beleg dafür und offenbart schonungslos, dass eine Ressourcenabhängigkeit nicht nur keine Lösung ist, sondern brandgefährliche Machtspiele auslöst, die oft von Männern betrieben werden. Eure These: Mehr Frauen in Führungspositionen machen die Welt besser. Ihr sprecht außerdem davon, dass das weibliche Prinzip dem männlichen gleichgestellt werden muss – vor allem in den Köpfen und Herzen der Menschen. Was genau impliziert denn das männliche Prinzip in Abgrenzung zum weiblichen Prinzip?

Janine Steeger: Unsere erste These lautet ja: Frauen sind nicht kompliziert, sondern denken in komplexeren Zusammenhängen und mit mehr Weitsicht. Das minimiert natürlich gewisse Risiken. Wenn du von Anfang an solche Abhängigkeiten als Gedankenspiel mit einbeziehst, hättest du vielleicht schon bei Vertragsschluss, als diese Abhängigkeiten entstanden sind, andere Lösungen entwickelt. Zudem wird das ganze Thema Empathie, das Kümmernde, in Zukunft eine wichtige Führungsstärke, wie Verena Pausder, Robert Franken und Fränzi Kühne im Buch sehr deutlich sagen. Denn das männliche Prinzip, das Patriarchat, führt in Kombination mit Kapitalismus, Diskriminierung und Rassismus eindeutig zu Unterdrückung. Damit einher geht das Bestreben, sich die Natur untertan zu machen. Und das ist ein riesiges Problem, wie wir an der Klimakrise sehen.

herCAREER: Werden wir denn wirklich eine friedlichere Welt haben, wenn mehr Frauen an der Macht sind, wenn wir dem weiblichen Prinzip mehr Raum geben?

Janine Steeger: Davon sind wir fest überzeugt. Mit mehr Frauen in entscheidenden Machtpositionen wird es ganz klar weniger Kriege geben, weniger Kampf um Ressourcen. Das Kümmernde, der Blick auf das Wohlbefinden der Menschen um einen herum, ist eine große und wichtige Stärke, die zur Weltrettung beitragen wird. Es geht darum, das eigene Ego auch mal hinten anzustellen und zu überlegen: Was steht jetzt für die Gemeinschaft im Vordergrund? Wie können wir alle ein gutes Leben führen? Das ist Teil des weiblichen Prinzips.

Ines: Ohne es zu bewerten: Olaf Scholz Entscheidung, die Bundeswehr jetzt mit 100 Millionen Euro zu unterstützen, aufzurüsten, war zum Beispiel eine sehr männliche Entscheidung. Frauen hätten sich vermutlich andere Fragen gestellt.

herCAREER: Welche?

Ines: Wie können wir die Menschen auffangen? Ist es sinnvoll, jetzt die Muskeln spielen zu lassen? Verschärft das nicht den Konflikt? Sollten wir nicht einen klugen, anderen Weg wählen, uns zu wehren? Digital angreifen? Oder auch: Schaffen wir das überhaupt in der Kürze der Zeit? Und wir sehen, dass dieses Abwägen, das Abwarten, das Überlegen, wertvolle weibliche Eigenschaften sind, die den Verhandlungen in der akuten Situation fehlen. Das Vermitteln, das Kompromissbereite, das Streitschlichtende. Selbst erzkonservative Männer wie Erdogan vermissen die Mediatorenkompetenz unserer alten Bundeskanzlerin. Daran sieht man wirklich, wie sehr wir alle vom Weiblichen profitiert haben und profitieren können.

herCAREER: Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock machte bei einer Debatte im Bundestag jüngst einmal mehr transparent, dass sie manchmal durchaus etwas länger überlegt, bevor sie zum Beispiel auf Angriffe der Opposition reagiert. Ein gutes Beispiel?

Janine Steeger: Annalena Baerbock, der man nach dem holprigen Wahlkampf so wenig zugetraut hat, genießt gerade völlig zu recht eine hohe Glaubwürdigkeit. Auch, weil sie extrem transparent, ehrlich und Ordnung schaffend mit der Situation umgeht. Ordnung schaffen ist eine weitere These in unserem Buch. Beispielsweise sagt sie deutlich: „Wir Grünen hätten vor ein paar Jahren nicht in Rüstung investiert. Aber jetzt ist die Entscheidungsgrundlage doch eine ganz andere.“ Robert Habeck empfinde ich übrigens als genauso transparent und Ordnung schaffend, was die Energiefrage anbelangt. Und beide gehen auch relativ offen mit ihrer Gefühlslage um. Man sieht und hört, dass diese ganzen Entscheidungen sie auch belasten. Und das ist okay. Robert Habeck zeigt da gerade weibliche Stärken. Und das legt wunderbar dar, dass die unterschiedlichen Stärken von allen Geschlechtern angewendet werden können und nicht den biologischen Geschlechtern zugeordnet sind.

herCAREER: Also durchaus auch mal den eigenen, persönlichen Konflikt offenlegen?

Janine Steeger: Ja, Transparenz schaffen, emphatisch sein, Verletzlichkeit zeigen. Einfach menschlich sein. In unserem Buch sagt Verena Pausder: „Menschen folgen Menschen. Deshalb gehört Emotionalität zu guter Führung.“

herCAREER: Ihr fordert außerdem ein Gesetz, dass Wirtschaft nur noch mit Nachhaltigkeit ermöglicht. Wie könnte das konkret aussehen?

Janine Steeger: Der erste Schritt ist auf Bundesebene ja schon getan, indem man das Wirtschaftsministerium gleichzeitig zum Klimaschutzministerium gemacht hat. Das sollte auch in den einzelnen Bundesländern so umgesetzt werden. Und eigentlich müssten auch alle anderen Sektoren an den Klimaschutz gekoppelt sein. Momentan lösen wir das über Sektorenziele, die für den Klimaschutz festgeschrieben werden. Das Problem: Werden die nicht erreicht, passiert eigentlich nichts.

Wir brauchen insgesamt Systeme, in denen Klimaschutz belohnt und nicht bestraft wird. Und zwar auf allen Ebenen. Dann rechnet sich die Weltrettung schnell von ganz allein.

Ines: Und genau das braucht es unbedingt auch, um Diversität zu erreichen. Für mich trifft sich hier beides: Gleichberechtigung und Klimaschutz. Unternehmen, die in der Führung gleichwertig aufgestellt sind, sind bis zu 36 Prozent wirtschaftlicher und nachhaltiger unterwegs. Das sind keine getrennten Themen, das muss unbedingt man zusammen denken.

herCAREER: Frauen sind ja nachweislich auch wesentlich stärker vom Klimawandel betroffen als Männer.

Janine Steeger: Dafür gibt es zahlreiche Beispiele. Wenn es im globalen Süden beispielsweise zu Notsituationen kommt, Unwetterkatastrophen oder ähnliches, werden die Mädchen und Frauen zuerst zuhause gehalten, um anzupacken. Sie dürfen die Schule nicht mehr besuchen, Bildungsgerechtigkeit funktioniert also nicht mehr. Oder sie werden, weil sie nicht arbeiten, nicht in ein Warnsystem eingebunden, und dann zuhause von Tsunamis oder ähnlichem überrascht. Oder sie müssen in Dürrezeiten unendlich weit zu Wasserstellen laufen. Sie sind oft auch deutlich gehandicapter, wenn es um das Thema Flucht geht. Sie wollen die Eltern, die Verwandtschaft, nicht im Stich lassen. Sie haben also eine intrinsische Motivation, dieser Klimakrise zu begegnen. Wir sind davon überzeugt, dass wir mit der Kraft der Frauen Veränderungen wesentlich schneller herbeiführen können und wertvolle Zeit verschenken, wenn wir sie nicht gleichberechtigt einbinden.

herCAREER: Wenn wir das alles wissen, woran liegt es also, dass wir immer noch so weit entfernt sind von der Gleichwertigkeit?

 Ines: Wir wissen tatsächlich schon seit 15 Jahren, dass Unternehmen mit einem gleichwertigen Anteil an Frauen in der Führung mehr Geld verdienen. Aber das überzeugt die Männer nicht, Aufklärung allein reicht nicht, weil die emotionale Ebene nicht stimmt. Es besteht einfach die Angst, dass ihnen etwas weggenommen wird. Und ganz ehrlich: Würden wir alles führen, hätten wir diese Sorge vermutlich auch. Unser Anliegen ist es also, die Männer genau auf dieser emotionalen Ebene anzusprechen, sie mitzunehmen und ihnen auch Lust zu machen, sich für Nachhaltigkeit einzusetzen. Die vermeintlichen weiblichen Schwächen in Stärken umwandeln, die allen Geschlechtern Spaß bringen. Wir sind in allen Bereichen besser, wenn wir dabei Freude haben. Eben auch wenn wir nachhaltig leben, das kein Verzicht ist, sondern wir gleichzeitig Spaß daran haben.

herCAREER: Janine, du erwähnst immer wieder Wut als treibendes Gefühl. Eine per se den Männern zugeschriebene Emotion. Frauen versuchen das Gefühl oft zurückzuhalten. Müssten Frauen öfter wütend sein?

 Janine Steeger: Uns Frauen wird so oft der Vorwurf gemacht, zu emotional zu sein. Wenn eine Frau wütend ist, gilt sie oft als zickig, oder unweiblich. Frauen traut man außerdem oft gar nicht zu, wütend zu sein. Für mich persönlich ist Wut aber ein ganz großer Treiber, und es ist ganz wichtig, sie auch zu zeigen. Gleichzeitig ist es natürlich gut, wenn aus der Wut möglichst auch immer etwas Konstruktives entsteht.

Ines: Das haben wir auch in der Studie ganz deutlich gesehen. Als Frau ist man eigentlich immer falsch. Entweder zu emotional, empfindsam und bescheiden oder zu deutlich, zu männlich oder zu aggressiv. Egal, wie sich eine Frau verhält, es passt nicht wirklich. Auch das liegt daran, dass wir immer das männliche Maß ansetzen. Bist du typisch weiblich, kommst du nicht weit, hast du männliche Eigenschaften, bist du auch falsch, weil es als unpassend empfunden wird. Wir müssen die Gesellschaft umbegeistern, und aufhören, in gute und schlechte Emotionen zu unterteilen. Denn auch das ist ein Ergebnis: bei Frauen sind Emotionen eher problematisch, bei Männern gewünscht.

herCAREER: Ines, du hast nach jedem deiner vier Kinder acht Wochen nach der Geburt wieder gearbeitet und warst dabei sehr erfolgreich. Deinen männlichen Partnern war das dennoch nicht genug, obwohl du, wie du sagst, die finanziellen Vorgaben in der Unternehmenspartnerschaft immer erfüllen konntest. Was hat sie irritiert? Das damit einhergehende Infragestellen des eigenen Lebensmodell?

Ines: Das war ein schweres Kapitel in meiner Geschichte. Ich habe 20 Jahre versucht, die Anerkennung von diesen durchaus guten Psychologen mit sehr männlich geprägten Rollenbildern zu bekommen. Privat hatte ich einen Partner an der Seite, der das anders gelebt hat, und sich genauso um die Kinder gekümmert hat wie ich, aber es hat tatsächlich so stark das konservative Rollenbild meiner damaligen Geschäftspartner belastet, dass irgendwann der Spruch kam: Meine Frau ist ja auch klug und bleibt zuhause. Da steckt eigentlich alles drin. Und es war immer wieder Thema, sie konnten das einfach nicht akzeptieren. Nach zwanzig Jahren habe ich entschieden, ich fange noch einmal von vorne an. Das war genau die richtige Entscheidung. Ich fühle mich heute viel freier und beweglicher und mein Lebensmodell wird nicht andauernd hinterfragt.

herCAREER: Haben nicht nachhaltige Business-Modelle denn überhaupt eine Zukunft?

 Janine Steeger: Nein, darin sind sich ja auch alle Expertinnen und Experten einig. Du wirst nicht zukunftsfähig sein, wenn du nicht nachhaltig wirtschaftest. Da geht es nicht nur um Außenwirkung, denn mittlerweile ist es ja auch gesetzlich getrieben. Und die, die wirklich innovativ sind und über die gesetzlichen Vorgaben hinaus gehen, sind die, die auch wirklich am Markt überleben werden. Weil sie es ernst nehmen, weil sie sich am Pariser Klimaabkommen orientieren. In Zukunft werden sich auch nur noch für nachhaltige Geschäftsideen Investoren finden lassen.

herCAREER: Ihr skizziert im Buch auch die Welt von 2030. Was erwartet uns im besten Fall?

 Janine Steeger: Wir haben im Buch ja einige Dinge ganz konkret benannt, wie zum Beispiel die Empfindsamkeitstage, die im rheingold Salon zum Beispiel schon existieren, und die hoffentlich jedes Unternehmen übernimmt. Jeder Mensch funktioniert zyklisch, unabhängig vom Geschlecht. Deshalb können Mitarbeitende diese Tage in Anspruch nehmen, wenn es ihnen mal nicht gut geht, aus welchen Gründen auch immer, um dann ausgeruhter und konstruktiver arbeiten zu können.

Ines: Die Empfindsamkeitstage sind eine ganz konkrete Ableitung aus der Studie und dem Buch. Niemand kann jeden Tag gleich gut funktionieren, diesen Leistungsdruck kann niemand auf Dauer aushalten. Und dabei ist es egal, was die Ursache ist. Regeneration brauchen wir eben nicht nur am vorgeschriebenen Wochenende, sondern dann, wenn man sich danach fühlt. Das ist die konsequente Weiterentwicklung der Vertrauensarbeitszeit. Natürlich sind wir Dienstleister und müssen Deadlines einhalten. Aber genau das funktioniert viel besser, wenn wir gut mit uns selbst umgehen.

herCAREER: Und was sollte sich auf politischer Ebene ändern?

Janine Steeger: Für Deutschland hoffe ich sehr darauf, dass das Gemeinwohl, ähnlich wie in den skandinavischen Ländern, eine größere Rolle spielt. Vielleicht könnte die bislang in Deutschland selbst ernannte Glücksministerin ein echtes Ministerium bekommen. Solche Schritte können uns wirklich voranbringen. Ich glaube, auch wenn wir in einer furchtbaren Krise stecken momentan, zumindest in Deutschland und auf EU-Ebene eine andere Art von Engagement und Ernsthaftigkeit beim Thema Nachhaltigkeit zu erkennen. Viele haben verstanden, gerade weil wir uns an einem so neuralgischen Punkt befinden, dass es so nicht weitergeht. Natürlich ist es eine Hoffnung, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt und ich werde mich mit all meiner Kraft und Wut dafür einsetzen.

Ines: Und wir halten das auch durch. Wir können das ertragen und aushalten. Eine ganz große weibliche Stärke.

Über Janine Steeger

Janine Steeger ist ausgebildete Fernsehjournalistin und hat fast 20 Jahre für private und öffentlich-rechtliche Sender gearbeitet, vor und hinter der Kamera. Bis 2015 hatte sie ihre eigene tägliche Live-Sendung bei RTL. Dann kündigte sie ihren Job, um sich auch beruflich komplett den Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz zu widmen. Auslöser dafür war die Geburt ihres Sohnes. Seitdem nennt sie sich Green Janine, arbeitet als Moderatorin und Speakerin und hat  FUTUREWOMAN.de mitgegründet. Janine Steeger lebt mit ihrem Mann und dem gemeinsamen Sohn in Köln.

Über Ines Imdahl

Ines Imdahl studierte an der Universität Köln Psychologie mit dem Schwerpunkt Morphologie. Seit Januar 2000 war sie Geschäftsführerin und Inhaberin bei rheingold. Sie hat das rheingold Institut, eine der renommiertesten internationalen Adressen für tiefenpsychologische Markt- und Medienforschung, mitgeprägt und aufgebaut.

2011 gründete sie zusammen mit Jens Lönneker den rheingold salon, eine tiefenpsychologisch arbeitende Forschungsagentur, die Emperie, Strategien, Gestaltung und Umsetzungsprozesse verbindet.

Die Arbeitsschwerpunkte von Ines Imdahl liegen in der psychologischen Markt- und Kulturforschung, besonders im Bereich Frauen- und Jugendforschung, sowie Werbewirkungsforschung. Ihre zahlreichen Studien, Veröffentlichungen und die Medienpräsenz rund um das Thema Frauen, Jugend und Werbung unterstreichen ihre unbestrittene Kompetenz auf diesen Fachgebieten. Sie war über zwei Jahre Werber-Rat-Kolumnistin im Handelsblatt, zeigt mit ihrem Buch „Werbung auf der Couch“ (Herder-Verlag), warum und wie Werbung uns wirklich berühren kann. Heute ist sie zusätzlich Expertin für den „Werbecheck“ und Servicezeit-Psychologin in ihrer Sendung „5 Fallen – 2 Experten“ zusammen mit Prof. Dr. Vogel (Jurist) im WDR Fernsehen.
Ines Imdahl ist verheiratet und hat vier Kinder. Neben ihrer Arbeit steht die Familie an erster Stelle.

Ines Imdahl wird live auf der herCAREER-Expo 2022 am 06. & 07. Oktober beim Authors-MeetUp das Buch „Warum Frauen die Welt retten werden – und warum Männer dabei unerlässlich sind“ vorstellen.

Quelle messe.rocks GmbH

ERFOLG BEGINNT ZU HAUSE

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Kerstin Alexandra

Kerstin Alexandra Vertriebspartnerin PM International im Interview mit Markus Elsässer

Stell dich doch kurz unseren Lesern vor!

Kerstin Alexandra: In Sozialmedia bin ich als die Mut Macherin bekannt und im Networkmarketing als die Leaderin mit Herz. Ich Kerstin Alexandra (48 Jahre jung) wohne mit meinen 3 Söhnen (21,12,9)  im Süden von Berlin. Ich liebe die Natur und verbringe viel Zeit mit unserem Bardino – Mix im Wald. Als alleinerziehende Jungs Mama verbringe ich viel Zeit mit meinen Jungs mit sportlichen Aktivitäten.

Nach meiner Ausbildung bei der Berliner Polizei habe ich sehr schnell erkannt das ich mehr vom Leben möchte als 40 Jahre in einem System zu verweilen, was mich langfristig unglücklich macht. Ich komme aus einer Unternehmerfamilie und war seitdem aus scheiden bei der Polizei über 10 Jahre im Vertrieb als freiberufliche Teamleiterin / Kommunikationstrainerin im Verlagswesen / Promotion / Abo Marketing tätig.

Als mein dritter Sohn zur Welt kam habe ich mich für einen neuen Weg entschieden, um mehr Zeit für die Familie zu haben. Der Flug mit 3 Monate alten Baby ging nachWien, wo ich mich zur Kanga Trainerin ausbilden lassen habe (Ganzkörper Workout für frischgebackene Mamas) 5 Jahre später habe ich Network Marketing kennen und lieben gelernt.  

Wie bist du zum Network Marketing gekommen?

Kerstin Alexandra: 2017 hat mich Network Marketing gefunden. Ich hatte keinen Plan, das es so was überhaupt gibt. Während meiner Zeit als selbstständige Trainerin habe ich sehr oft darüber nachgedacht, was mal wäre, wenn ich aus gesundheitlichen Gründen meine Kurse nicht mehr geben kann. Ich war nur nicht bereit, Zeit gegen Geld zu tauschen. Die Zeit mit meinen Kindern ist mir sehr kostbar.

Ich war auf der Suche nach einer Möglichkeit Karriere und Kinder zu vereinbaren, jedoch glaubte ich nicht, das es so was gibt. Meine damalige Sponsorin ist mir bei Facebook über den Bildschirm geflattert durch ihre Live Videos und ich bin heute noch unglaublich dankbar für diese Begegnung.

Wie lange machst du schon Network Marketing?

Seit Februar 2017

Was hat dich in deiner Jugend am meisten geprägt?

Kerstin Alexandra: Ich konnte es kaum abwarten 18 zu werden, um endlich frei zu sein und mein Ding zu machen. Ich war eine Träumerin einer besseren Welt, wo Gerechtigkeit eine große spielt.Auch wenn ich vermutlich so sagt man es zu den coolen in der Schule gehörte, habe ich mich auch dort für die Schwächeren stark gemacht. Mein Elternhaus hat mich geprägt und ich wusste ganz genau, was ich in meinem Leben nicht wollte. Ich bin meinen Eltern dennoch sehr dankbar, weil sie immer an mich geglaubt und mich auf meinem Weg unterstützt haben.

Warum hast du dich für PM International entschieden?

Kerstin Alexandra: Bewusst habe ich mich nicht entschieden, denn ich hatte nicht die Intention, mit PM ein Business zu starten. Die Firma war mir bekannt, dennoch war ich die größte Skeptikerin, was Nahrungsergänzung angeht. Ich war aufgrund gesundheitlicher Probleme durch eine Gebärmutter OP im Jahr 2019 auf der Suche nach einer Lösung. Die Produkte haben mich innerhalb weniger Tage mit großartigen Resultaten überzeugt. Die neugewonnene Lebensqualität ist in Worte kaum auszudrücken.

Naja, und da ich ja die letzten Jahre über Sozialmedia eine Community aufgebaut habe mit denen ich meine Freude geteilt habe wurde mir bewusst welchen Mehrwert die Produkte auch für andere bedeuten könnte. Die Firma ist richtig toll und ich schätze sehr die Bodenständigkeit der Gründer. Das soziale Projekt für die World Vision, wo sich PM einsetzt, rundet das Ganze für mich ab und ich weiß das hier ein Zuhause gefunden habe.

Welche Produkte findet der Kunde bei PM International?

Kerstin Alexandra: Produkte, die du selbst erleben musst, um zu spüren, was es mit dir macht. Magic Drinks, die auf Zellebene wirken und so einfach anzuwenden sind wie Zähneputzen. Du putzt doch täglich Zähne oder? Morgens ein Zauberdrink, abends ein Zauberdrink und zwischendurch den Power Magicdrink. Du lachst vermutlich gerade …nein ohne Witz, das ist wie mit Obelix und sein Zaubertrank sofortige Energie spürbar durch unser einzigartiges Nährstofftransportkonzept (NTC) Es bringt die Nährstoffe immer genau dann, wenn sie gebraucht werden, genau dorthin wo sie gebraucht werden – auf die Zellebene. Produkte für die Schönheit von innen und außen!

Welche Fähigkeiten sollte man mitbringen, um im Network Marketing erfolgreich zu werden?

Kerstin Alexandra: Um zu starten, erfordert es keinen besonderen Fähigkeiten, außer der erste wichtige Punkt die 4 MM s das du Menschen mögen solltest. Alles andere ist erlernbar. Um hier erfolgreich zu werden, musst du ein Leader / in sein LEADING BY EXAMPLE.

Du bist für dein Team, dein Follower eine Vorbildfunktion und wirst beobachtet. Menschen, die hier nur bla bla bla machen und sich auf ihre kleinen Erfolge ausruhen und das Team machen lassen, werden nicht erfolgreich. Das Prinzip, welches mich auch so begeistert ist das Teamwork. Ich liebe es, gemeinsam Teamziele zu kreieren und sie gemeinsam zu erreichen. Ein PEOPLE HELP PEOPLE Business was mit gegenseitigem Respekt auf Augenhöhe geführt werden sollte.

Wo siehst du die Vorteile von Network Marketing?

Kerstin Alexandra: Ganz klar die zeitliche und finanzielle Freiheit. Träumst du schon immer davon den Tag stressfrei zu starten? Gerade wir Mamas werden jetzt YES antworten. Kein morgendliches abgehetzte, damit du es pünktlich zur Arbeit schaffst. Krankes Kind? Unschön, jedoch für dich keine Herausforderung. Die zeitliche Freiheit ist von unschätzbarem Wert, der dich auch viel entspannter im Umgang mit deinen Kindern macht.

Stell dir vor, du wirst in Zukunft dein Business um dein Familienleben bauen und nicht dein Familienleben um deine Arbeit. Verstanden?!Hier können kleine und auch große Träume Realität werden. Ein Plan B in der jetzigen Zeit unermesslich. Ich als alleinerziehende Mama bin unglaublich dankbar für diese Chance, denn ich arbeite, wann ich will und wo ich will. Heute in Berlin und morgen in Spanien oder wo auch immer ich gerade in der Welt unterwegs bin.

Hattest du vor PM schon mal Kontakt zu Network Marketing?

Kerstin Alexandra: 100 % und ich bin dankbar das ich über 3 Jahre sehr erfolgreich mit einem amerikanischen Beautyunternehmen zusammenarbeiten konnte. Das war meine erste Firma im Bereich Networkmarketing und ich empfinde tiefe Dankbarkeit für die Gründer dieser Firma, denn die Mission war 2017 der Grund, warum ich mich der Firma angeschlossen habe. Ich durfte so viel über den Geschäftsaufbau über Sozialmedia lernen.

Als ich mich damals registriert habe, war ich an einem Tiefpunkt in meinem Leben durch verschiedene Schicksalsschläge. Alopecia Areata (kreisrunder Haarausfall), Trennung vom süchtigen Partner, Tod meiner MOM, Tod meiner kleinen 19 jährigen Nichte und ihrem Baby, plötzlich alleinerziehend von 3 Kindern und dann kam diese Firma in mein Leben, die in nur 2 Jahren alles in meinem Leben verändert hat. Das erste Jahr war mein Seelenjahr, wo ich im Heilungsprozess war.

Die täglichen Live Videos und meine Community haben mir sehr geholfen, auch wenn sie mir immer geschrieben haben das ich ihnen so sehr helfe, mit meiner Sichtbarkeit und Transparenz über mein Leben zu sprechen. Im zweiten Jahr war ich so gestärkt, das ich bereits unter den 2 % der Topleader weltweit in meiner Firma gehörte. Alles Teamarbeit mit meinen großartigen Tiger Team.

Was sind deiner Meinung nach die größten Fehler, die Neueinsteiger im Network Marketing machen?

Kerstin Alexandra: Sie denken zu viel nach, was andere von ihnen denken könnten und kommen nicht ins Handeln. Lassen sich ablenken – anstatt der täglichen erforderlichen Schritte abzuarbeiten, verlieren sie sich in Sozialmedia und bekommen Stress mit ihrem Partner. Er denkt das sie nur am Handy hängt und hat meist keine gute Meinung vom Networkmarketing. Wer nicht lernbereit ist und für alles, was er NICHT macht, eine Ausrede findet, wird hier langfristig keinen Erfolg haben.  Du brauchst ein Kommittent mit dir selbst!!!!

Liebe Kerstin, du bist sehr aktiv auf Sozialmedia, auf welchen Plattformen findet man dich und welchen Erfolg hast du dadurch?

Ich liebe es, als Mama über Sozialmedia zu arbeiten und habe Network Marketing 2017 so kennen und lieben gelernt. Für mich persönlich bieten die Plattformen Facebook und Instagram alles, was du brauchst, um dir ein erfolgreiches Onlinebuisness aufzubauen. Noch nie war es so einfach mit den Tools, die jedem zur Verfügung stehen, eine Community aufzubauen. Menschen folgen Menschen und nicht dem Produkt oder der Firma.

Mein Erfolg ist meine Authentizität, meine Inspiration, meine Sichtbarkeit, meine Beständigkeit.Ich nehme meinen Follower durch die Story Funktion ein Stück mit in mein Leben und bekomme sehr viel Feedback oder auch mal Fanpost, worüber ich mich sehr freue. Ja ich mache sehr viel Mut und verstreue Lebenslust und Positivität. Man sieht allerdings auch mal meine verletzliche Seite, wenn ich mal wieder ein intensives, transformieren des Coaching mache. Ich liebe persönliche Weiterentwicklung.

Wie wichtig ist die Familie für deinen Erfolg?

Kerstin Alexandra: ERFOLG BEGINNT ZU HAUSE: Meine Kinder sind ein sehr großer Bestandteil meines Erfolgs. Sie bekommen es seit Jahren hautnah mit, wie ich mir ein Familybuisness von zu Hause aufbaue. Ohne meine Kinder wäre ich nicht so erfolgreich, denn sie sind mein WARUM, mein MAGNET, den ich in meinem Herzen trage und der mich jeden Tag voller Begeisterung, Freude und Liebe mein Business rocken lässt. Sie finden das cool, was ich hier mache, trinken freudig die Zauberdrinks und sind wirklich jeden Tag so dankbar, dass ich immer Zeit habe und für das was ich uns aufbaue.

Wie hat sich dein Team in den letzten Jahren verändert?

Kerstin Alexandra: Ich arbeite nur mit Herzensmenschen zusammen. Während ich zu Beginn meiner Karriere jeden ohne Prüfung meines Heartset im Team hatte, höre ich heute auf mein Bauchgefühl und entscheide, ob die Person ins Team passt oder nicht. Ich bevorzuge die Arbeit mit Pfeil und Bogen. Maschinengewährtechnik nur um nach außen zu glänzen? Nein! Ich baue hier langfristig ein Geschäft auf und mein Ziel ist es, meine Partner in ihre Schöpferkraft zu bringen, um sich das Leben aufzubauen, was sich von ganzem Herzen für sich und ihre Familie wünschen.

Vor allem liegt mein Fokus heute auf alleinerziehende Mamas und Papas, denn sie haben ein großes WARUM. Sie möchten raus aus ihrer Situation keine Zeit für ihr Kind / er zu haben und meistens zu wenig Geld am Ende des Monats. Ja, das liegt mir sehr am Herzen, denn für mich sind das die stärksten Menschen unserer Gesellschaft mit den größten Einschränkungen. Oft sind sie sich ihrer Stärke nicht bewusst und genau da komme ich ins Spiel, um ihnen die Augen zu öffnen und sie aus dem Opferdenken Dasein hinein ins“ Für mich ist alles möglich“ Macherdenken zu holen. WOW, was da auf einmal für Menschen sichtbar werden, die für ihre Ziele losgehen – Gänsehautfeeling

In welchen Ländern bist du aktiv?

Kerstin Alexandra: Ich baue aktuell in der Dachregion Deutschland, Österreich, Schweiz und Spanien + Dänemark auf. Mein Ziel ist es, mich weiter auszubauen und global aufzubauen.

Wie arbeitest du? Online / Liste Leute / Direktkontakt  

Kerstin Alexandra: 99 % online über Facebook & Instagram + WhatsApp. Wie genau ich erfolgreich mein Business aufbaue, teile ich mit allen neuen Teampartnern und zeige ihnen wie sie mit nur 1 Stunde täglich ihren Plan B aufbauen, der in 1-3 Jahren zu ihren Plan A werden kann. Ich persönlich mag keine Listen, wo Namen vom Bäcker, Postboten, Schulfreunde etc. draufstehen und arbeite auch nicht damit. Ich nutze eine andere Strategie, wo mich die Menschen ansprechen!

Wie wichtig sind Events, Workshops und Trainings für den Erfolg jedes Einzelnen?

Kerstin Alexandra: Bei PM International für jeden zugänglich. Wir sind am Puls der Zeit und bestens ausgestattet (App PM TV), um teilnehmen zu können. Ich persönlich finde es wichtig, sich mit der Firma, den Führungskräften und den Teampartner zu verbinden. Nochmal das hier ist kein Geschäft für Einzelkämpfer. Nur gemeinsam im Team werden wir erfolgreich! Gemeinsame Erfolge feiern auf Events schweißt zusammen. Events sind eine superGelegenheit, diesee Energy von Menschen zuspüren, diee dasselbe Ziel haben (natürlich hat jeder sein individuelles) Trainings helfen besonders neuen Teampartnern und können sehr wertvoll sein

Welche Bücher kannst du persönlich für die Weiterbildung empfehlen?

Da lächle ich gerade in mich hinein, denn ich liebe lesen. Mein Herz geht auf

Okay brandaktuell – geh jetzt auf deinen Lieblingsbuchhändler und bestelle dir von

Tobias Beck UNBOX your Networkmarketing (Pflichtlektüre) lerne von den        Highperformer im Networkmarketing

Bodo Schäfer – die Gesetze der Gewinne 30 Gesetze mega zusammengefasst für dein Mindset

Tony Robbins – Grenzenlose Energie. Ein Buch mit so viel Mehrwert -die Gebrauchsanleitung für dein Leben

Diese beiden Bücher so wundervoll in eine Geschichte verpackt, empfehle ich dir zusätzlich 

*John Milton Fogg – Der beste Networker der Welt

*John Strelecky -Das Café am Rande der Welt

Welche 3 Tipps hast du für Jungunternehmer?

Kerstin Alexandra: Wenn du mit der Zeit gehen willst, dann starte im Network Marketing! Wenn du auf Sozial Media Zeit verbringst, dann nutze deine Zeit und starte dein eigenes Onlinebuisness! Wenn du das Ziel hast, später eine Familie zu gründen, dann starte jetzt im Network Marketing, um dir zeitliche und finanzielle Freiheit zu erarbeiten. Als Mama oder Papa wirst du dankbar sein.

Wo siehst du dich in den nächsten 5 Jahren?

Kerstin Alexandra: Ich werde dort Leben wo es immer warm ist und ein Retreat für Alleinerziehende anbieten. In den nächsten 5 Jahren werde ich vielen Partnern geholfen haben, ihr Traumleben aufzubauen. Es wird ein eigener Podcast entstehen und ich werde ein Buch schreiben. Bei PM International werde ich die Karrierestufe Champions League erreichen

Wir bedanken uns bei Kerstin Alexandra für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


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Ansprechpartner: Kerstin Alexandra

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